Autor Thema: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen  (Gelesen 7177 mal)

barbarossa rotbart

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Re: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen
« Antwort #60 am: 12 Dez 2017, 11:44:31 »
Dauerfeuer im allgemeinen oder Dauerfeuer mit Drachenrohren?

Dauerfeuer mit Feuerwaffen.
Dann habt ihr leider etwas falsch gemacht, denn ab HG2 kann ein Schütze mit einem großen Drachenrohr eine höhere Schussfolge als einer mit einer schweren Armbrust haben. Auf HG2 ist das zwar nur ein Tick (und zwei auf HG3+), aber das reicht schon.
Nur das kleine Drachenrohr kommt (17 bzw. 16 Ticks) nicht in die Nähe der leichten Armbrust oder des Langbogens (jeweils 12 bzw. 11 Ticks). Vorausgesetzt, die Schützen haben alle wichtigen Meisterschaften.
Um Dauerfeuer mit Drachenrohren zu verhindern, muss das Nachladen damit so lange dauern, dass es schlicht und einfach während eines Kampfes nicht lohnt. (Oder man folgt Jeong Jeongs Regelauslegung, wo alle Schützen zu Kampfbeginn ihre Waffen extra laden müssen (etwas, was die Nahkämpfer außerordentlich bevorzugt (da diese nur ihr Waffen ziehen müssen (und das auch immer)) und zu dem unrealistisch ist).)

Jeong Jeong

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Re: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen
« Antwort #61 am: 12 Dez 2017, 12:07:51 »
(Oder man folgt Jeong Jeongs Regelauslegung, wo alle Schützen zu Kampfbeginn ihre Waffen extra laden müssen (etwas, was die Nahkämpfer außerordentlich bevorzugt (da diese nur ihr Waffen ziehen müssen (und das auch immer)) und zu dem unrealistisch ist).)

Meine Regelauslegung? Lies mal die Optionaleregel "Verkürzte Vorbereitung im Fernkampf" auf S. 163 im GRW. Meine "Regelauslegung" ist RAW und selbst mit der Optionalregel kann man nur in einem ganz bestimmten Spezialfall die komplette WGS sparen. Im Regelfall spart man selbst mit der Optionalregel nur 2 Ticks der WGS.

Quendan

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Re: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen
« Antwort #62 am: 12 Dez 2017, 12:27:59 »
Dann habt ihr leider etwas falsch gemacht, denn ab HG2 kann ein Schütze mit einem großen Drachenrohr eine höhere Schussfolge als einer mit einer schweren Armbrust haben. Auf HG2 ist das zwar nur ein Tick (und zwei auf HG3+), aber das reicht schon.
Nur das kleine Drachenrohr kommt (17 bzw. 16 Ticks) nicht in die Nähe der leichten Armbrust oder des Langbogens (jeweils 12 bzw. 11 Ticks). Vorausgesetzt, die Schützen haben alle wichtigen Meisterschaften.
Um Dauerfeuer mit Drachenrohren zu verhindern, muss das Nachladen damit so lange dauern, dass es schlicht und einfach während eines Kampfes nicht lohnt. (Oder man folgt Jeong Jeongs Regelauslegung, wo alle Schützen zu Kampfbeginn ihre Waffen extra laden müssen (etwas, was die Nahkämpfer außerordentlich bevorzugt (da diese nur ihr Waffen ziehen müssen (und das auch immer)) und zu dem unrealistisch ist).)

Um Himmels Willen, nein. Wir haben da nichts falsch gemacht. Du liest nur aus verkürzten Sätzen raus was du haben willst, um deine Meinung zu stützen.

Wir wollen nicht einfach so Dauerfeuer mit Feuerwaffen haben. Wir finden es aber bei ausreichendem Ressourceneinsatz und auf höheren HGs okay - eben weil es dann nicht die Norm ist. Glaubst du ernsthaft wir haben die Meisterschaften in dem selben Buch wie die Feuerwaffen eingeführt ohne uns anzuschauen, was für Auswirkungen sie haben?

Du magst unsere Regeln für Feuerwaffen nicht, das habe ich verstanden. Aber sie sind in Zhoujiang genau so, wie wir sie auf Basis unserer Anforderungen wollten und wollen. Wir haben mehrere stundenlange Skypekonferenzen zu dem Thema gehabt und lange Konzeptdokumente verfasst, bevor wir uns auf die aktuellen Regeln festgelegt haben. Und ich wiederhole: Sie tun genau das was wir wollen.

Auch wenn das nicht das selbe ist, was du willst.

Connoar

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Re: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen
« Antwort #63 am: 12 Dez 2017, 13:29:43 »
Zitat
Um Himmels Willen, nein. Wir haben da nichts falsch gemacht. Du liest nur aus verkürzten Sätzen raus was du haben willst, um deine Meinung zu stützen.
Zitat
Du magst unsere Regeln für Feuerwaffen nicht, das habe ich verstanden.

Jeder dem das nicht von Eröffnung dieses Themas an klar war, ist entwerder neu hier oder grenzenlos optimistisch.
An die alten Hasen : warum tut ihr euch das (schon wieder) an ?
Good bye Emo cry

barbarossa rotbart

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Re: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen
« Antwort #64 am: 12 Dez 2017, 13:46:50 »
Meine Regelauslegung? Lies mal die Optionaleregel "Verkürzte Vorbereitung im Fernkampf" auf S. 163 im GRW. Meine "Regelauslegung" ist RAW und selbst mit der Optionalregel kann man nur in einem ganz bestimmten Spezialfall die komplette WGS sparen. Im Regelfall spart man selbst mit der Optionalregel nur 2 Ticks der WGS.
Was bei Armbrüsten (und auch Drachenrohren) nicht sonderlich realistisch ist. Das sind schließlich Waffen, die man studenlang gefechstbereit halten kann.
Dein Regelauslegung deshalb, weil man einen beitrag von Dir zum Thema so auslegen kann, dass du ohne diese Optionalregeln spielen würdest.
Um Himmels Willen, nein. Wir haben da nichts falsch gemacht. Du liest nur aus verkürzten Sätzen raus was du haben willst, um deine Meinung zu stützen.

Wir wollen nicht einfach so Dauerfeuer mit Feuerwaffen haben. Wir finden es aber bei ausreichendem Ressourceneinsatz und auf höheren HGs okay - eben weil es dann nicht die Norm ist. Glaubst du ernsthaft wir haben die Meisterschaften in dem selben Buch wie die Feuerwaffen eingeführt ohne uns anzuschauen, was für Auswirkungen sie haben?

Du magst unsere Regeln für Feuerwaffen nicht, das habe ich verstanden. Aber sie sind in Zhoujiang genau so, wie wir sie auf Basis unserer Anforderungen wollten und wollen. Wir haben mehrere stundenlange Skypekonferenzen zu dem Thema gehabt und lange Konzeptdokumente verfasst, bevor wir uns auf die aktuellen Regeln festgelegt haben. Und ich wiederhole: Sie tun genau das was wir wollen.

Auch wenn das nicht das selbe ist, was du willst.
Ich habe da wohl das Fettnäpfchen voll erwischt! Das lag wohl daran, dass mir nicht alle Informationen vorlagen.
Das einzige, was mir an den Feuerwaffenregeln nicht gefiel, waren die Merkmale Auslöser und Rückstoß und die in meinen Augen zu geringe WGS. Ich habe mich jetzt an die Regeln gewöhnt.
Darf man noch einmal fragen, was eure Anforderungen an die Regeln für die Feuerwaffen sind?
Jeder dem das nicht von Eröffnung dieses Themas an klar war, ist entwerder neu hier oder grenzenlos optimistisch.
An die alten Hasen : warum tut ihr euch das (schon wieder) an ?
Weil ich vielleicht in anders kann?

TrollsTime

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Re: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen
« Antwort #65 am: 12 Dez 2017, 13:59:24 »
@ Barbarossa:
Ein weiser Mann sagte mal zu mir "Du musst nicht jeden überzeugen!"
Wenn Gegenwind kommt, einfach mal kurz durchatmen und nicht versuchen die Gegenargumente per se zu entkräften.
In sich gehen, schauen, was da sinnvoll dran sein könnte statt ständig nach der Schwachstelle zu suchen.
Diese neuartige Herangehensweise hilft nicht immer, aber erstaunlich oft. Mir jedenfalls.

Aus gutem Grund bin ich in diesem Thread nicht ganz so aktiv, weil ich bei "Bereitmachen von Schusswaffen" gerne zwischen den Extremen tendiere: "Erster Schuss als kampfauslösendes Ereignis" (noch bevor die Tickleiste ausgerollt wird) vs. "An sich müsste das noch wesentlich länger dauern" (ungewohnt niedrige Tickgeschwindigkeiten)
"Meistens liegt die Wahrheit aber irgendwo in der Mitte".

Unterm Strich bin ich schon froh, dass Splittermond überhaupt mal spielbare Fernkampfregeln im Allgemeinen und Feuerwaffenregeln im Speziellen liefert. Meine bisherigen Systeme befriedigten mich dahingehend nämlich gar nicht.
« Letzte Änderung: 12 Dez 2017, 14:19:33 von TrollsTime »
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"

Yinan

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Re: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen
« Antwort #66 am: 12 Dez 2017, 14:46:45 »
Was bei Armbrüsten (und auch Drachenrohren) nicht sonderlich realistisch ist.
Was, noch immer, irrelevant ist, da bei Splittermond das Balancing wesentlich wichtiger ist als irgend ein Realismus. Wenn der Realismus dem Balancing im Weg steht, dann wird der Realismus ignoriert.
Wenn nicht anders gesagt, dann befassen sich meine Aussagen zu Regeln niemals mit Realismus oder Simulationismus, sondern nur mit Balancing.
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Re: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen
« Antwort #67 am: 12 Dez 2017, 14:53:37 »
Was bei Armbrüsten (und auch Drachenrohren) nicht sonderlich realistisch ist.
Was, noch immer, irrelevant ist, da bei Splittermond das Balancing wesentlich wichtiger ist als irgend ein Realismus. Wenn der Realismus dem Balancing im Weg steht, dann wird der Realismus ignoriert.

Habe mal die wichtigen Worte unterstrichen, bevor hier Missverständnisse auftauchen.
"Irrelevant" wäre hier das falsche Wort. Man sollte es so formulieren:
"Realismus ist eine tolle Sache, aber Spielbarkeit und insbesonderer Balancing sind uns wichtiger. Wenn der Realismus diesen im Wege steht, opfern wir ihn stückchenweise, bis Balancing gegeben ist.
Insbesondere dort, wo die Meinungen hinsichtlich Realismus eh schnell auseinander gehen.
Nur in Ausnahmefällen, wo sich das Endergebnis dann sehr krumpig anfühlen würde, gäben wir Realismus den Vorzug .*"

*ZB Dolch mit den 1:1-Werten eines Zweihandschwertes.

Es entsteht hier nämlich hinundwieder der Eindruck, "Balancing" würde als Totschlagsargument gebraucht/missbraucht.
Ist nicht der Fall. Es hat nur unter vielen Säulen von Spielstilen und ihren Bestandteilen die höhere, vielleicht sogar höchste Wichtigkeit (Jedenfalls hier).
« Letzte Änderung: 12 Dez 2017, 14:57:30 von TrollsTime »
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"

barbarossa rotbart

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Re: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen
« Antwort #68 am: 12 Dez 2017, 15:05:56 »
Schön und gut, aber Balancing darf aber NIE zu unrealistischen Situationen führen.

Yinan

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Re: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen
« Antwort #69 am: 12 Dez 2017, 15:07:16 »
Schön und gut, aber Balancing darf aber NIE zu unrealistischen Situationen führen.
Warum nicht? Wer bestimmt das, dass das niemals so sein darf? Du? Ich don't think so.
Wenn nicht anders gesagt, dann befassen sich meine Aussagen zu Regeln niemals mit Realismus oder Simulationismus, sondern nur mit Balancing.
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Jamaz

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Re: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen
« Antwort #70 am: 12 Dez 2017, 15:33:04 »
Schön und gut, aber Balancing darf aber NIE zu unrealistischen Situationen führen.

Wenn du so denkst ist das Kampfsystem in so gut wie jedem Rollenspiel komplett unrealistisch. Wenn mich nämlich ein Armbrustbolzen aus 20 Metern in der Brust trifft habe ich nicht 10-15 Lebenspunkte verloren sondern bin froh wenn ich nicht direkt verblute oder sterbe weil das Ding lebenswichtige Organe oder ne Schlagader getroffen hat. Bei nem Drachenrohr aus 10 Metern fliegt mir wahrscheinlich die Leber hinten raus.

Wenn mich ein Zweihandschwert trifft und ich trage nur eine Lederrüstung sage ich "winke wink Körperteil X"   ;)

Zitat
Nur in Ausnahmefällen, wo sich das Endergebnis dann sehr krumpig anfühlen würde, gäben wir Realismus den Vorzug .*"

*ZB Dolch mit den 1:1-Werten eines Zweihandschwertes.

Und wenn wir ganz realistisch sein wollen dauert das Laden einer Armbrust 1-2 Minuten, also ca. 60-120 Ticks. Ich spiele nen Armbrustschützen bei SpliMo, wollte nebenbei meine Hausarbeit schreiben  ;D




barbarossa rotbart

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Re: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen
« Antwort #71 am: 12 Dez 2017, 15:34:15 »
Ein Beispiel: Jemand mit einer geladenen schweren Armbrust hört hinter sich ein Geräusch, dreht sich um und schießt. Laut Regeln dauert dies 23 Ticks, weil er nur 2 Ticks beim Bereitmachen der Waffe spart, obwohl sie vollständig schussbereit ist und er sie nicht bereitmachen müssen, wenn der Feind von Vorne gekommen wäre...
So etwas ist eine durch die Regeln erzeugte unrealistische Situation.

Jamaz

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Re: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen
« Antwort #72 am: 12 Dez 2017, 15:37:31 »
Auszug aus dem GRW S. 163

Ganz ähnlich verhält es sich auch mit Schusswaffen. Hat der Abenteurer hier bereits sein Geschoss (Pfeil oder Bolzen) in der Hand, spart er einen Tick bei der kontinuierlichen Aktion Fernkampfwaffe bereitmachen. Liegt der Pfeil schon auf der Sehne, der Schleuderstein oder Armbrustbolzen schon in der Waffe, spart er sogar 2 Ticks. Wenn der Abenteurer schon seine Waffe gespannt und abschussbereit gemacht hat und er zum Beispiel auf einen Durchgang zielt (S. 158), muss er, sobald er schießen möchte, auch nur die benötigten 3 Ticks für die sofortige Aktion Fernkampfangriff aufbringen.

Der wichtige Part wurde dick markiert :)
« Letzte Änderung: 12 Dez 2017, 15:39:12 von Jamaz »

Yinan

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Re: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen
« Antwort #73 am: 12 Dez 2017, 15:45:06 »
@Jamaz
Der Part ist aber auf die Situation nicht anwendbar.

@barbarossa
Ich habe kein Problem damit, wenn es unrealistisch ist. Zumal in dem Fall es dann sowieso eher kommt zu:
Er hört hinter sich ein Geräusch. Es wird Initiative gewürfelt.
Er ist zuerst dran und macht seine Waffe bereit (in dem Fall also anlegen und zielen und sowas, geringe Verringerung der Tickzahl weil schon geladen).

Sehe ich kein Problem damit.
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Re: Probleme der Feuerwaffen im Allgemeinen
« Antwort #74 am: 12 Dez 2017, 15:50:31 »
Im Endeffekt ist es ja auch eine Optionalregel im GRW Yinan. Da wird jede Gruppe denke ich sowieso Ihre eigene Herangehensweise finden. Zumindest haben wir es bisher so gemacht.