Autor Thema: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)  (Gelesen 53757 mal)

Cherubael

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #255 am: 14 Feb 2016, 10:02:42 »
Gespannt hört Taelgur zu und scheint sich innerlich Notizen zu machen, was man daran erkennen kann, dass er zwischenzeitlich immer leicht den Kopf schräg stellt und ein wenig abwesend wirkt. Dennoch ist er aufmerksam und lässt sich nichts entgehen.
"Ich wusste, dass sie wussten, dass ich es wusste.
...
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flippah

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #256 am: 14 Feb 2016, 12:02:35 »
Wiedermal greift Magali zur Harfe um sich zu begleiten.

"Es tobt im Land mit Heeresmacht
das Haus vom blauen Mond.
Sein Fürst ein Herr, dem Tag und Nacht
nur Hass im Herzen wohnt.
Sein Bruder ist ein edler Mann,
ein Ritter und ein Held.
Ihn widert des Fürsten Unrecht an,
sein Herz schlägt für die Welt.

Es dauert ihn, es dauert ihn,
den Mondenritter gut.
Er lässt sein Schwert gegürtet und
vergießt kein rotes Blut.
Er lässt sein Schwert gegürtet und
vergießt kein rotes Blut.

„Was fällt dir ein, o Bruder mein,
dem Kampfe fern zu stehn?
Dies Land wird heut noch unser sein,
der Feind wird untergehn.
Die Nacht gehört ganz unsrer Schar,
dem Haus vom blauen Mond.
Der Sieg ist nun zum Greifen nah,
und niemand wird verschont!“

Es dauert ihn, es dauert ihn,
den Mondenritter gut.
Er weiht sein Schwert den Schwachen
vergießt das eigne Blut.
Er weiht sein Schwert den Schwachen
vergießt das eigne Blut.

„So sei dir Fluch“, der Bruder spricht,
„'s ist nichts umsonst getan!
Denn wer mit unsrem Hause bricht,
soll in die Höllen fahr'n!
Und willst du für die Schwachen nun
ein strahl'nder Ritter sein,
soll all dein edles, gutes Tun
schon jetzt vergessen sein!“

So zieht er nun, so zieht er nun,
der Mondenritter gut,
zieht ganz allein durch diese Welt,
hat weder Hab noch Gut;
zieht ganz allein durch diese Welt,
ihm bleibt bloß Edelmut."


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Keshka

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #257 am: 14 Feb 2016, 12:51:50 »
Die Gnomin greift nach einem Brot und kaut darauf herum, während sie den Gesprächen lauscht.
Als Magali endet schiebt sie schnell den letzten Bissen in den Mund und klatscht in ihre Hände „Ihr kennt wirklich interessante Lieder!“

SeldomFound

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #258 am: 14 Feb 2016, 14:21:17 »
"Eine sehr schöne Ballade. Ich kannte sie noch nicht, doch bin sehr froh sie nun von euch gehört zu haben. Ich werde versuchen, sie mir einzuprägen, damit sie mir in dunklen Zeiten den richtigen Weg weisen wird."
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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #259 am: 14 Feb 2016, 18:10:40 »
Wieder hört Gundula zu und beobachtet wie das Instrument gespielt wird.
Sie stellt das Scharf auf den Tisch.
Ich kann auch etwas anderes schnitzen.

Rumo

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #260 am: 15 Feb 2016, 18:08:34 »
Halen streckt sich und legt die letzten Habseligkeiten vom Tisch zurück in die Kiepe und verschließt diese nachdenklich.
"Ich danke dir für deine Gesellschaft, Taelgur. Doch der Tag war lang und ich muss noch einiges erledigen. Möge Hekaria über dich wachen."
Damit erhebt er sich langsam und auf seinen kurzen Pfiff erhebt sich auch Thalie und folgt seinem Herrschen die Treppe hinauf.

Cherubael

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #261 am: 15 Feb 2016, 20:29:15 »
Ein klein wenig traurig wirkt der Zwerg, als Halen und Thalie das Gasthaus verlassen.
"Machs jut, und vielen Dank auch. Ick drück dir die Daumen dass es dir und Thali gut ergehen mag."

Er schaut sich etwas um und bestellt noch ein Bier.
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Chalik

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #262 am: 15 Feb 2016, 22:04:56 »
"Fürwahr, große Kunst wird in diesem Gasthaus geboten. Wenn ich doch nur auch ein wenig darbieterisch begabt wäre. Meine Stärken liegen jedoch eher im körperlichen. Obwohl ich auch ein durchaus beachtliches Wissen über Gewisse Dinge angesammelt habe. Allein für ein Gespräch in einem Gasthaus erweist es sich häufig als nicht so vorteilhaft, wenn man zu viel über Feenwesen redet. Man wird einfach zu häufig als häretischer, abergläubiger Wilder bezeichnet."

Callogh wirkt mehr als nur ein wenig neidisch auf die Dicht- und Sangeskunst von Magali, Juvian und Beppo.

Keshka

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #263 am: 17 Feb 2016, 09:37:48 »
„Wieso wird man als abergläubiger Wilder bezeichnet?“ blickt die Gnomin Callogh fragend an. „Oder ist es so unheimlich was du über Feenwesen weißt?“. Dabei greift sie nach einem hartgekochten Ei und beißt herzhaft hinein.

TrollsTime

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #264 am: 17 Feb 2016, 13:11:22 »
Beppo nimmt sich auch ein Ei: "Siehe, dat is wie mit diesem Ei. Erst aufgeschlagen, weißt du wie schmackhaft es ist. Vorher kann man es erahnen. Und dennoch passiert es alldieweil, dat einem nen verfaultes Ei unsanft den Schlund hinabrutscht und am Gegenmund unschöne Erinnerung hervorruft.
Wem's öfter pressierte, der spürt auch später noch Druck, wenn er eines nur ansieht.
Und also verhält es sich auch mitte Feen.
Prost!"
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"

Chalik

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #265 am: 17 Feb 2016, 13:16:02 »
Callogh wirkt sehr verblüfft. Offensichtlich hat er bisher nicht häufig erlebt, dass jemand Nachfragen zu seinem Wissen über die Feenwelten stellt.

"Unheimlich ist ja immer eine Frage des Betrachters. Ich weiß manche Dinge, die ich lieber nicht wissen müsste. Ich muss sie aber wissen, um mich und im Zweifelsfall auch andere schützen zu können. Und in manchen Gegenden von Lorakis werden diese Schutzmittel offensichtlich als Aberglaube abgetan. Ich habe mal Salz auf eine Türschwelle gestreut, um ein Haus vor einem bösen Wasserwesen zu schützen. Das hätte auch funktioniert. Die Bewohner haben mich aber verjagt, weil ich angeblich irgendwelche Götzen und Geister anbete. Keiner hat diese Nacht überlebt. Alle wurden ertränkt vom Wasserwesen. Doch die anderen Bewohner des Dorfes haben mich als Schuldigen auserkoren und endgültig aus der Gegend verjagt. Das war im Süden von Nyrdfing. Durghach scheinen da allgemein nicht sehr beliebt zu sein."

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #266 am: 17 Feb 2016, 16:55:58 »
Callogh wirkt sehr verblüfft. Offensichtlich hat er bisher nicht häufig erlebt, dass jemand Nachfragen zu seinem Wissen über die Feenwelten stellt.

"Unheimlich ist ja immer eine Frage des Betrachters. Ich weiß manche Dinge, die ich lieber nicht wissen müsste. Ich muss sie aber wissen, um mich und im Zweifelsfall auch andere schützen zu können. Und in manchen Gegenden von Lorakis werden diese Schutzmittel offensichtlich als Aberglaube abgetan. Ich habe mal Salz auf eine Türschwelle gestreut, um ein Haus vor einem bösen Wasserwesen zu schützen. Das hätte auch funktioniert. Die Bewohner haben mich aber verjagt, weil ich angeblich irgendwelche Götzen und Geister anbete. Keiner hat diese Nacht überlebt. Alle wurden ertränkt vom Wasserwesen. Doch die anderen Bewohner des Dorfes haben mich als Schuldigen auserkoren und endgültig aus der Gegend verjagt. Das war im Süden von Nyrdfing. Durghach scheinen da allgemein nicht sehr beliebt zu sein."

Hier meldet sich unerwartet Jinne zu Wort:

"Salz über die Türschwelle? Interessanterweise kenne ich einen ähnlichen Brauch auch bei uns! Allerdings machen wir es eher nach einem unangenehmen Besuch, wie zum Beispiel Schuldeneintreiber oder dergleichen. Um das böse Chi zu reinigen."
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Chalik

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #267 am: 17 Feb 2016, 19:23:08 »
Callogh zeigt sich sichtlich erfreut, dass man nicht mit Skepsis und Zorn reagiert.

"Es scheint mir das gleiche Prinzip zu sein Jinne. Vielleicht mag es ja gar eine pervertierte Form eines Schuldeintreibers in den Feenwelten geben. Und gegen Böses hilft das Salz in den meisten Fälle. Vor allem hat es noch nie geschadet."

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #268 am: 17 Feb 2016, 19:37:19 »
Nachdenklich fügt Larsen hinzu:

"Allerdings habe ich auch gehört, dass man gerade als Reisender mit solchen Massnahmen vorsichtig sein muss. Man erzählte mir da während meiner Blutwache die Geschichte über einen unglücklichen Krieger, der aus dem fernen Norden über ein Mondtor nach Aldentrutz reisen wollte, um dort das Portal gegen die Orks zu beschützen."

"Doch auf seiner Reise begegnete ihm auf dem Pfad ein Biest aus Feuer und strahlendem Licht. Nun trug der Mann eine Waffe aus kaltgeschmiedeten Stahl, das in seiner Heimat der Bann aller Feenwesen war. Doch als er damit gegen die Kreatur kämpfen wollte, griff sie einfach nur nach der Klinge und schmelzte sie vor seinen Augen ein! Er überlebte nur, da eine Feuerruferin aus dem fernen Farukan an seiner Seite gereist war und die Kreatur mit einem Banngesang aus seiner Heimat vertrieb."
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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #269 am: 17 Feb 2016, 20:25:46 »
Callogh lauscht Larsens Ausführungen still und andächtig. Er scheint sehr interessiert an diesem Wissen zu sein.

"Ja, die Feenwelten sind an allen Orten Lorakis sehr unterschiedlich. Schon in Dragorea kann man je nach lorakischer Region unterschiedlichste Feenwelten ausmachen. Leider haben nicht alle Feenwesen die gleichen Schwächen. Da muss man sehr vorsichtig sein. Ein Grund mehr für mich durch die Welt zu reisen. So kann ich Wissen ansammeln und es später an unsere Gefeiten weitergeben."