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Nachrichten - Tena Breuer

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Ich habe mehr oder weniger alles von Splittermond. Ausnahmen sind die Dinge, die ich am Tisch nicht brauche. Z.B. die reduzierten Einsteigerregeln, aber dort habe ich mich zumindest zu den Abenteuer pdf's durchgerungen, obwohl ich eigentlich gar nicht auf nur digitale Versionen stehe. Der neue Roman erreicht jetzt eine Schmerzgrenze, die meine Splittermondsammelleidenschaft wirklich infrage stellt. Ich kann Xandila voll verstehen, Du bist nicht alleine, ich denke genauso.
Ich besitze keinen Roman in Schmuckausgabe, im Gegenteil, ich finde es gut, wenn man den Klassikern die Lesespuren ansehen kann. Wenn ein "Herr der Ringe", dann wirklich beim X-ten Lesen auseinanderfällt, würde ich vielleicht über eine Neuanschaffung als Schmuckausgabe nachdenken, aber bei einer Neuerscheinung nicht. Im Gegenteil, es stört mich eher, wenn sich in meiner Sammlung (wie von Xandila schon angemerkt) die Optik ändert.
Der Klappentext klingt echt gut, ein Großereignis, über das jeder Lorakisfan gerne ein paar Ausschmückungen liest und jetzt wird es an mir vorbeigehen, wobei ich bei den anderen Romanen zu den ersten Lesern gehörte, ich fühle mich etwas ausgegrenzt.
Ihr werdet die Stückzahl über die anderen Romane ja kalkulieren können, vermutlich habt ihr ungefähr 500 Stück verkauft, schade das sich das nicht gerechnet hat und eine Kalkulation über Vorbestellungen nicht ausreicht, um das Risiko zu minimieren. Ein paar Euro mehr wären durchaus bei mir drin gewesen, besonders bei personalisierenden Aktionen wie der Signierung, aber mehr als das dreifache, nur um eine potenzielle Lücke in meinem Regal zu vermeiden. Ich hatte gehofft, dass sich die Reihe etabliert oder zumindest kein Minusgeschäft ist und ich in ferner Zukunft vielleicht den 25.(?) Roman selbst schreibe. Wenn es doof läuft finden sich jetzt nicht genug Sammler, ihr bleibt auf den Schmuckstücken sitzen und es lohnt sich leider keine Taschenbuchausgabe mehr, da die Stammkunden aufgesplittet wurden. Wie groß war denn die Auflage bzw. der Absatz der letzten Romane?
Gibt es Ideen, wie einzelne treue Leser werbend helfen können, um den Fortbestand zu sichern? Ich bezweifle, dass es reicht, wenn weniger Käufer mehr bezahlen.

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Ich möchte mich auch meinen Vorrednern anschließen (besonders Ravenking)

•   Der Einstieg ist trotz des ankündigenden Klappentextes interessant geschrieben und macht Lust auf mehr.
•   Die Charakterbeschreibungen erzeugen klare Bilder, enthalten Details die später ergänzt werden, sind teilweise erfrischend ungewöhnlich und bleiben in der Menge überschaubar.
•   Nuum ist sehr anregend beschrieben, der Schnee hat mich zunächst irritiert ist aber schnell, genau wie Bauwesen und Untote sehr schlüssig, auch wenn man den Mertalia-Band erst anschließend wälzen konnte, ich glaube, dass das auch für Nichtsplittermondvorgebildete kein Problem ist. Auf den jeweiligen Roman zugespitztes Zusatzmaterial wie die oben angesprochene Karte fände ich auch besser als der in allen Bänden immergleiche Anhang.
•   Die Magie ist für mich sehr passend dargestellt und eingebunden, die Knochen sind eine sehr atmosphärische Variante der Schriftrollen - tolle neue und gut übertragbare Idee!
•   Verknüpfungen zu den anderen Domänen kommen mir eigentlich zu kurz, für die spirituelle gibt’s ein paar Anregungen. Ein paar Götter werden immerhin erwähnt, aber ein möglicher Einfluss der Götter könnte gerne noch ein paar Andeutungen bekommen. Die magische Domäne wäre für Nuum vielleicht unpassend, aber für mich ist das Geflecht der vier Domänen nach wie vor zentral für Splittermond.
•   Der Plot enthält ein paar interessante Stationen/Wendungen und den Schluss finde ich auch sehr stimmig zum Charakterkonzept.
•   Fazit: Man bekommt einen tollen Einblick in Nuum/Mertalia, alleine dafür ist es schon empfehlenswert! Und dann bekommt man zusätzlich noch einiges drauf zu.

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Wir es die Artikel die gerade den Status "Im Zulauf auf unser Auslieferungslager!" haben - in kürze wieder zu bestellen geben?

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Ja klar.

Aber schon eine kurze Runde spielen, um sich im Rollenspiel kennenzulernen ist ja auch sinnvoll und dafür braucht ihr ja einen Charakter.
Und gerade, wenn die Meisterin sich selbst etwas ausdenkt (auch bei kleinen Szenarios) ist es hilfreich grob zu wissen, welche Charaktere vorkommen sollen bzw. was ihnen leicht und schwer fallen wird.
Ihr könntet natürlich auch ein paar der Archetypen auswählen, aber ich würde das gleich auch als Kennenlernen der Charaktere nutzen, die vielleicht weitergespielt werden. Charakterbasteln bringt ja Spaß und ist keine Arbeit.  ;)

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Wenn es nicht klappt könnt ihr Euch ja auch die pdf Charakterbögen mit Formularfeldern von der Splittermondhomepage/bibliothek/downloads ausfüllen und zuschicken.
Für die Vorabplanung als Meister ist das bestimmt hilfreich und sehr zeitsparend für das erste Treffen.

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Schön mal etwas aus der Region zu lesen, bin mir gerade nicht sicher ob ich zur Zeit in Frage komme, aber vielleicht könnt ihr Euch unabhängig davon etwas konkreter vorstellen und interessanter machen als nur als Newbies (was für mich weder Anreiz noch Problem wäre).

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Ja stimmt, ich kann die Kritik an den häufig wiederholten Klischees der Figuren nachvollziehen, wobei Maras aufgebaut ist und die Ursache zumindest versucht wird zu erklären, wenn mich die Erklärung in dieser Welt auch nicht voll überzeugt. Mich hat zwischendurch auch gestört, dass sich niemand bemüht ein neues Beinkleid zu finden/herzustellen (Sollten wir das nicht auch alles lieber wegspoilern Dim?). Birk fand ich in Ordnung er sehnt sich halt nach zu Hause, aber das Elfenklischee war mir zu viel, auch wenn sich daraus eine für uns relativ aktuelle Diskussion ergibt habe ich es schnell verdrängt.

Bei den Motivationen fand ich Morkai am stimmigsten (etwas nur um des Findens wegen, nur für das Wissen ohne praktischen Nutzen zu finden, ist absolut Morkai, wobei am Ende ja tatsächlich noch ein paar Andeutungen kommen) bei Drohan habe ich mich auch oft gefragt was er sich vorstellt zu finden und bei Mara hätte ich eine alte Rechnung mit eben jenem Feenfürsten eingefügt, dem sie eins auswischen bzw. einen Pakt loswerden will etc.. Vielleicht wäre die "Originalquelle" zu beginn interessant gewesen, dort könnte das Potential der Wurzel angedeutet werden.

Und mit den Wegen bzw. der Reisezeit am Anfang hast Du recht, wobei tatsächlich viel Zeit dafür hat vergehen können, aber das wäre durchaus erwähnenswert, bzw. vielleicht hätte man den ganzen Anfang entsprechend mehr einkürzen können. Zumal reisen allein oder zu zweit echt gefährlich ist und auch ein paar mehr Worte zur Sicherheit plausibel gewesen wären. Und am Ende stört mich der noch nicht angedachte Transport einer entsprechend heiklen Fracht über eine so große Distanz, trotzdem hätte ich Lust diese Reise weiter zu erzählen und ich würde die Charaktere weiter nutzen (vielleicht mit Ausnahme von Mara) die Klischees kann man ja variantenreicher abwandeln  8)

Aber das was mich an dem Roman voll abgeholt hat und mich über all das hat hinwegsehen lassen ist das Reisen in den Feenwelten mit den überraschenden Übergängen der Domänen (nicht die Domänen selbst), die Merkwürdigkeiten in Raum und Zeit, die überraschenden Wechsel und die Möglichkeit trotzdem zu bestehen.

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Danke!

Dieser Roman hat mir vor dem Hintergrund die Spielwelt besser kennen lernen zu wollen am besten gefallen.

Der Einstieg: - hat mich nicht voll gepackt, ist für die Einführung und das erste Interesse an den Charakteren aber gut gelungen.

Die Charakterbeschreibungen: - erzeugen recht klare Bilder, es wird sich auf die Charaktere konzentriert, die recht unterschiedlich sind. Es wird mit ihren Hintergründen gearbeitet, so dass die Motivationen der meisten Charaktere spätestens zum Ende hin klar sind. Einiges daran fand ich zu „geheimniskrämerisch“ fast nervig, anderes interessant und für das Gesamtkonzept der Reise sehr geschickt zurechtgelegt.

Weltbeschreibung: - Es gibt in der relativ langen „Anreise“ ein paar stimmige Bilder und Begegnungen aus Wintholt und Selenia die ich recht passend gewählt finde, der Schwerpunkt liegt klar in der magischen Domäne und ist dort in meinen Augen überzeugend gelungen!

Die Magie: - ist für mich recht passend zu Welt und Regeln dargestellt und eingebunden, die Charaktere nutzen sie in meinen Augen in einem für Spielgruppen recht plausiblen Rahmen. Der Einfluss von Umgebung und Energiereserven ist finde ich sehr anschaulich dargestellt und die Nutzung von Gestik und Sprache werden auch abgebildet. Die Schankmaid im Einstieg wirkt etwas übertrieben und könnte in meinen Augen eine Gottgesandte sein, aber dazu wären dann noch ein paar Verknüpfungen günstig gewesen.

Die Domänen: - Die Geisterwelt wird lediglich in Verknüpfung mit dem Leben nach dem Tod erwähnt, ist für den Schwerpunkt aber auch passend.
Die magische Domäne wird toll mit Ideen unterfüttert: Choatisch, sehr treffend „unrealistisch“, surreal, scheinbar unscheinbar und toll im Abwechslungsreichtum - sehr anregend! Macht wirklich Mut der eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen und in Abenteuern ein paar eigene Akzente zu setzen.
Der Glaube der Charaktere spielt eine Rolle, es ist gut dass sich einige Charaktere hier unterscheiden, wird insgesamt aber eher nebensächlich behandelt (die mythische Domäne kommt nicht vor). Ich hätte mir noch etwas göttlichen Einfluss in der Zusammenstellung der Gruppe gewünscht. Z.B. hätte man Maras Charakter diesbezüglich etwas abrunden können, ihre Motivation die Gruppe auf diese Art und Weise zusammenzustellen erscheint mir noch immer unklar. (Oder auch die Schankmaid s.o.).
Sowohl die Welt, als auch der Schwerpunkt der Geschichte haben für mich hier noch Potential, was das Mit- bzw. eher Gegeneinander von Feen und Göttern angeht.

Gesamtplot: - Der Plot hat einen deutlichen roten Faden und ist gut nachvollziehbar. Ich hätte mir am Ende noch etwas mehr Klarheit/Erkenntnis für die Botschaft Tenkuris an die Charaktere gewünscht (den Fokus mehr auf den immateriellen Wert der Reise zu legen). Die Ausblicke am Ende sind toll, das letzte Ende ist aber fast etwas frustrierend, wenn auch nicht unstimmig. Und letztendlich erzeugt es dadurch sogar bei mir Lust auf mehr - ich würde mich gerne an einer Fortsetzung beteiligen.

Fazit: - Der Anfang hat vielleicht ein paar Längen, aber der Hauptteil mit den Erlebnissen in der Feenwelt stellt für mich eine hervorragende Ergänzung zu den bisherige diesbezüglichen Regelwerken dar. Jedem der sich vorstellen kann Splittermond zu meistern kann ich es nur wärmstens ans Herz legen!

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Ich kann meine Vorredner verstehen bin vom Gesamturteil aber eher bei Konsumlumpen und Belfionn. Bei Weltenwanderer kann ich 1., 2. und 3. gut nachvollziehen, den Rest finde ich übertrieben.
Das was hier als Spoiler abgedeckt wird reicht aber finde ich nicht aus um nicht zu viel vorwegzunehmen.
Sorry but you are not allowed to view spoiler contents.

Hier meine Zusammenfassung:
•   Der Einstieg ist atmosphärisch gelungen und führt in die lokalen Begebenheiten ein.
•   Die Charakterbeschreibungen erzeugen klare Bilder, es wird sich auf ein paar Charaktere konzentriert, die durchaus verschieden sind. Andererseits wird auch nicht viel mit ihren Hintergründen gearbeitet.
•   Das maritime Flair von Zitrabyt und das „zwergische“ der Stadt werden meist anschaulich beschrieben, hier und da fehlen ein paar kleiner Details über die der aufmerksame Leser stolpern oder ignorierend hinweggehen kann. Insgesamt ist der Roman bestimmt sehr hilfreich, um in eigenen Erzählungen die Frynjord zu nutzen.
•   Ähnlich wie in Nacht über Herathis ist die Magie für mich passend dargestellt und eingebunden, es hätte für mich gerne noch etwas mehr Alltagsmagie sein dürfen.
•   Der Glaube an Jord spielt eine Rolle, ansonsten kommen die anderen Domänen nicht vor, was den Eindruck nahe legt, dass der Roman mit lediglich ein paar geographisch und geschichtlich angepassten Aspekten auch in jede andere Welt mit zwergischem Anteil verlagert werden könnte.
•   Der Plot ergibt sich stringent, ist gut nachvollziehbar und unterhaltsam, birgt aber auch keine großen Überraschungen oder Spannungen.
•   Fazit: Um den hohen Norden und die Frynjord besser kennenzulernen und Anregungen für eigene Geschichten zu bekommen durchaus empfehlenswert!

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Kampfregeln / Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
« am: 14 Feb 2019, 09:17:42 »
Vielleicht gefällt dem Spieler auch nur die Waffe, dann lass ihn doch und lass IHN entscheiden, WELCHE Erklärung er dafür hat und sei es nur "Neuester Stand der Forschung in Sindelfingen, basta"
Ist finde ich auch eine gute Erklärung. Wobei das "basta" mich schon wieder stört. Nadem Motto: "Lass mich und hör auf mit dem Hintergrund zu nerven!" Der Spieler sollte sich doch dann freuen, wenn extra seinetwegen ein Waffenexperte aus Sindelfingen auftaucht und anbietet, die noch nicht voll entwickelte Munition auszutauschen, oder ihn mit einem geheimen Auftrag nach Zhoujiang schickt, oder Ähnliches.
Kreativer Oberlehrer halt ;)

Aber ich gebe Dir vollkommen recht, dass man die Bedürfnisse der Gruppe im Blick behalten muss und die können natürlich sehr unterschiedlich sein. Jeder Spieler sollte auf seine Kosten kommen.

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Fanprojekte / Re: SpliMoKa - Die Splittermondkalender-App
« am: 14 Feb 2019, 08:49:50 »
Die Idee der Kombination mit der Feiertageliste ist super! Bin sehr gespannt darauf, leider habe ich nur Android Möglichkeiten.

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Kampfregeln / Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
« am: 14 Feb 2019, 08:36:37 »
Von Lucean fühle ich mich verstanden, ich kann auch damit leben, dass sie existieren, sie dürfen nur nicht zu gut sein, die Verlockung für wertemaximierende Powerplayer ist sonst zu groß und lenkt vom eigentlichen Rollenspiel ab. Gerade das ist für mich die Stärke an einem wie Gallendor richtig betont "Setting mit möglichst viel Handlungsfreiheit". Der Zwerg mit Büchse ist ja möglich, wenn ich ihm einen Hintergrund mit fernöstlichen Erfahrungen oder einem entsprechenden Kontakt bastle, klingt für mich nach einer guten Geschichte, die ich als Meister gerne mit einbauen würde. Wenn aber jeder zweite Spieler meint ein Drachenrohr führen zu müssen, weil es in der richtigen Kombination mit Meisterschaften und Zaubersprüchen zu einem One-Hit-Wonder werden kann ist es halt keine Besonderheit mehr und bestraft letztendlich den Spieler, der bereit war sich einen spannenden und stimmigen Hintergrund zu überlegen.

[...] Selbst wenn jemand aufgrund seines Hintergrundes das Drachenrohr trotz der unterlegenen Werte dem Bogen o.ä. vorzieht wird sich selbst der beste Rollenspieler irgendwann frustriert benachteiligt fühlen, weil der ebenfalls voll seinem Hintergrund entsprechende Jäger einfach einen Bogen nimmt und besser ist. Und dann auch noch die billigere Munition hat.
Diese potentielle Frustration muss man natürlich im Blick haben, sollte sich als Meister aber verhindern lassen - alleine durch die szenische Ausgestaltung, durch "glückliche" Nebeneffekte etc. Die Spieler sollten davon abgebracht werden ihre Charaktere zu vergleichen, sondern gemeinsam zu handeln und zusammen eine tolle Geschichte zu erleben zu der jeder einen Beitrag leistet, der über den ausgeteilten Schaden hinausgeht. Vielleicht ist der entsprechende Jäger ja gerade dadurch besonders gut, weil er länger auf die sich wieder aufrappelnden Gegner oder deren jetzt "derangierte" Rüstungslücken zielen kann. ...

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Kampfregeln / Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
« am: 13 Feb 2019, 08:31:07 »
Ich möchte mich Lyord anschließen.

Für mich sind sie eine Besonderheit aus dem fernen Osten und sie bleiben nur dann eine Besonderheit, wenn sie keine sinnvolle/effektive Alternative zu herkömmlichen mittelalterlichen Fernwaffen darstellen. Trotzdem sind sie eine Möglichkeit für besondere Charakterzüge.
Den Überraschungseffekt, kann ich als Meister ja vielleicht auch szenisch noch mehr betonen, immerhin sind es unbekannte "Geräte", die beim ersten Kontakt vielleicht nicht nur umwerfend sind sondern auch benommen machen oder anders verwirren könnten.

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Ich liege auf einer Ebene mit Sturmkorsar und Weltenwanderer. Auch Dim Lovacs Kritik kann ich gut nachvollziehen finde sie aber zu extrem ausgedrückt. Ich betrachte den Roman trotzdem nochmal in meinem Stil (auch zum Vergleich mit den anderen Romanen). An den einzelnen Rezensionen kann man gut erkennen wie unterschiedlich die Erwartungen an einen Splittermondroman sind.

•   Vom Titel her hatte ich noch mehr Ränkespiel, Komplott oder Illusion erwartet, aber der Roman wird dem letzten Satz vom Klappentext wirklich gerecht und ist „gruselig-spannend“.
•   Die Charaktere sind nicht schlecht, etwas verwirrend fand ich, wie von meinen Vorrednern schon angesprochen die Unklarheit wer jetzt eigentlich eine Hauptfigur ist und wer nicht, aber vielleicht ist das auch am ehesten mit dem Titel „Alles zum Schein“ gemeint.  ;)  Im Kapitel „Zeit danach …“ wird vieles aufgeholt, was ich mir zumindest in Andeutungen schon früher gewünscht hätte. Viele Charaktere weisen interessante Züge auf nur Baora hätte in meinen Augen noch einen zusätzlichen Hintergrund gebraucht um wirklich stimmig zu sein. Wie gesagt kann ich die Kritik von Dim Lovac gut verstehen, sehe aber trotzdem noch positive Aspekte.
•   Die Beschreibung der Region ist lokal sehr begrenzt und bietet nicht so viele Anregungen, ist aber für die Geschichte auch nicht zentral, denn die Stimmung wird gut über die regionalen Beschreibungen eingefangen. Eine Umgebungskarte statt Glossar und Weltbeschreibung hätte ich gut gefunden.
•   Die konkrete Benutzung von Magie ist mir zu wenig dargestellt, besonders weil es um eine „Magieschule“ geht. In der zweiten Hälfte wird es etwas besser, aber insgesamt bin ich diesbezüglich echt enttäuscht. Die Schule muss sich überhaupt nicht mit Hogwarts vergleichen, aber ich wäre auch gar nicht auf die Idee gekommen das zu tun und das ist dann schon sehr unmagisch.
•   Die mythische Domäne spielt leider nicht wirklich eine Rolle (immerhin werden zwei Götter erwähnt) bzw. wird vielleicht etwas mit der magischen vermischt, aus der spirituellen Domäne kommen ein paar Geister vor die auch ganz passend eingesetzt sind, aber wirklich genutzt wird nur die magische Domäne. Die Pyramiden von Pirimoy fand ich hier aber deutlich anregender auf Grund der vielfältigeren Verknüpfungen und aufgezeigten Veränderungsmöglichkeiten.
•   Der Plot ist insgesamt wie beabsichtigt sehr düster aber stimmig. Einige Hinweise finde ich wie Weltenwanderer in der Logik nicht überzeugend. Die Ausrichtung des Ziels bzw. die Motivation der Gegenspieler ist mir inzwischen irgendwie zu gewöhnlich, ich hoffe nicht, dass sich jeder vierte Roman so ausrichtet, aber dieser Punkt wurde schon angesprochen und ist stark abhängig von dem was man sonst so in Splittermond erlebt.

Ich bereue es nicht den Roman gelesen zu haben, brauchen ihn aber auch nicht als Nachschlagewerk, anders als beim ersten wo ich mir den Feenmarkt vielleicht wiederholt ansehen werde und beim dritten, wo ich noch eine Weisheiten wiederfinden will.

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Nach JonLackland und Ravenking habe ich überlegt, ob es Sinn macht nochmal in die selbe Kerbe zu hauen, aber ich möchte meinen Stil treu bleiben, vielleicht sucht ja auch jemand nach meinen anderen beiden Rezensionen nach mir  ::) und nach La Cipolla ist eine weniger textlastige (kann ich aber gut verstehen bei der persönlichen "Betroffenheit" und fand ich auch entsprechend interessant) Zusammenfassung vielleicht auch gut.

Ich versuche mich also auch hier an einer besonderen Rückmeldung zu den Splittermondromanen für potentielle Leser und gerne auch für die Autoren oder zukünftige Autoren. Mit Beginn diesen Jahres habe ich mir endlich die ersten drei Romane vorgenommen (also ca. eine Woche pro Stück) und die nächsten beiden warten auch schon im Regal.
Vorweg möchte ich erst mal meinen Respekt ausdrücken, es steckt bestimmt eine Menge Zeit und Arbeit im Verfassen eines Buches, es wäre ein Traum von mir das selbst einmal hinzubekommen - Danke für die Mühe!
Meine Erwartung an die Romane ist es die Welt besser kennenzulernen, insbesondere die Verknüpfung der vier Domänen.


•   Dieser Roman hat mich bisher am meisten überzeugt. Ich bin nicht wirklich bewandert was asiatische Kultur und Kampfkunst angeht und konnte mir deshalb nie wirklich gut vorstellen in diesen Regionen zu meistern, aber ich werde mir jetzt wohl mal entsprechendes Material besorgen.
Sprachlich bzw. eher vom Aufbau her gab es zwei Situationen, die mich in der Verknüpfung bzw. Detailtreue verwirrt haben (erstes Schauspiel/Brücke und Trank im Showdown), aber auch leicht übergangen werden können. Den Leser zu überraschen ist ein guter Effekt, im Nachhinein sollten aber die zuvor gut versteckten Hinweise deutlich werden, sonst wirkt es unvollendet.
•   Ich war zunächst skeptisch, was die Eignung eines stummen Hauptcharakters im Rollenspiel angeht (ist für einen Roman natürlich eigentlich nicht zentral, aber für meine Hoffnung auf verwertbare Anregungen schon), aber der Hintergrund ist eine wirklich tolle Idee die sich auch gut abwandeln lässt und hat mich voll überzeugt. Zum Ende hin hätte ich mir gewünscht, dass noch ein paar Wiederbegegnungen mit früheren Nebencharakteren erfolgen, aber das eignet sich auch gut für mögliche Fortsetzungen.
•   Die Beschreibungen der durchreisten Regionen werden toll mit den entsprechenden Tiergeistern verknüpft und absolut stimmig sind auch die genutzten Weisheiten! Ein oder zwei die nicht auch als Überschrift verwendet wurden hätte ich mir mal gleich markieren oder herausschreiben sollen.
Eine Karte mit abzudrucken halte ich für eine viel bessere Idee, als ständig wieder die gleiche Weltbeschreibung (die erste habe ich noch gelesen, obwohl es für mich nichts neues war, die zweite habe ich nur grob auf Unterschiedlichkeit hin überflogen und die dritte ist in meinen Augen bereits Platzverschwendung). Ein oder zwei geografische Beschreibungen wirkten nicht ganz stimmig zum gewählten Kartenausschnitt, aber das mag auch am Ausschnitt oder den verwendeten Details gelegen haben (ich würde die politischen Grenzen auf jeden Fall an z.B. zwei Seiten für die Karte nutzen).
•   Magie, Glaube und Kampfkunst sind für meine Vorstellungen toll miteinander verknüpft und gut splittermondtauglich. Ich persönlich hätte einzelne Teilaspekte vermutlich noch mehr für Nebencharaktere genutzt, aber der Schwerpunkt liegt eher auf der Geisterwelt, was das mehr als wett macht, denn…
•   … die spirituelle Domäne wird wirklich sehr anregend und intensiv genutzt. Sowohl für den regionalen Glauben/Ahnenkult, als auch für magische Effekte bzw. entsprechend rätselhafte Erklärungsversuche durch die Charaktere. Die magische Domäne mit ihren Feeneinflüssen wird dadurch etwas verwirrend vermischt, stellt für mich aber aufgrund des angenommenen „Volksglaubens“ kein Bruch dar und bekomme ich selbst schon sortiert. Ich hätte die Charaktere zumindest hin und wieder ihre Vermutungen in Bezug auf Unsicherheiten mit der Feenwelt andeuten lassen.
•   Der Plot ist wunderbar geeignet, um die drei politischen Mächte dieser Region kennenzulernen. Die Triaden schrecken mich noch etwas ab, sind aber denke ich genial charakterisiert. Beweggründe, Artefakte und Einflüsse der göttlichen Tiergeister sind absolut abenteuergeeignet und schreien nach einer Fortsetzung, die ich auf jeden Fall lesen würde.

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