Splittermond Forum
Allgemeines => Allgemeines => Thema gestartet von: Anmar am 12 Mär 2015, 05:36:46
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Ich möchte gerne wissen, was eine Con bieten muss, dass ihr auch zur Con geht.
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wie meinst du das? So ohne Zusammenhang finde ich die Frage etwas schwierig zu beantworten.
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Wen willst Du auf Deiner Con haben? Die Offiziellen vom Uhrwerk-Verlag? Autoren, Redakteure und ähnliche Promis? Oder Supporter, die SpliMo-Runden anbieten?
Und welche Con wäre das, wann und vor allem wo?
Je nachdem, was Du haben willst, werden die Antworten sich ändern :)
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-1. fahre ich immer noch auf eineN con - auch wenn ich das häufiger mal tue :P
Harte Kriterien:
0. ich muß zeit haben, klingt selbstverständlich aber neben so lästigen dingen wie arbeit, ggf. anderen hobbies, evtl der abwägung ausnahmsweise dochmal potentiell stattfindender heimrunde am we vs. conbesuch, familie ... ist inzwischen leider der häufigste grund keine zeit für einen conbesuch zu haben: ich bin an dem we auf einem anderen con. irgendwie schien das mit der terminkoordination zwischen teilweise räumlich sogar recht nah liegenden veranstaltungen früher in der prä-www-zeit besser zu klappen als heutzutage :-\
1. es muß die möglichkeiten geben sowohl nachts durchzuspielen als auch vor ort einfach (sprich isomatte/schlafsack in eine vorhandene ruhige ecke werfen, wobei beschlafbare sofas oä natürlich toller sind) mal w4 stunden zu pennen. jugendherbergsbetten/ferienwohnungen etc wirken auf mich da eher befremdlich, da ich sie - wenn der con gut läuft - ja garnicht nutzen werde bzw. der aufwand für 2 oder 3 stunden dahinumzuziehen viel zu groß ist - insbesondere wenn sie noch teuer und verbindlich im vorraus gebucht werden müssen.
2. ich muß dran glauben, daß es den con wirklich gibt ;-) : gelegentlich tauchen in http://rollenspiel-cons.info/ (meines wissens der einzige halbwegs gepflegte p&pconkalender im netz derzeit auch wenn viele termine nicht drinstehen, das liegt aber dann an den conorgas nicht an dem kalender soweit ich weiß) kurzfristig termine auf in kleinststädten, von denen man noch nie was gehört hat, am andren ende der republik und wenn man dann den link zur conhomepage folgt, landet man auf einer ominös-ungepflegten seite des jugendzentrums kleinsonstewo auf der mensch zum thema rollenspiel mit viel mühe evtl erfährt, daß dienstags nachmittags neuerdings splittermond statt dsa gespielt wird, aber zu dem fraglichen wochenende nichts. wobei ich dazu sagen muß, daß in jenen fällen,wo ich mich traute, jene veranstaltungen heimzusuchen (prä-splimoära), tolle kleine cons dort waren, aber oft traut mensch dem braten halt nicht.
3. ich muß mir selbst einreden können, auf dem con gern gesehen zu sein. ich werde jetzt keine namen nennen, aber einige wenige (darunter auch ehemals bekanntere) cons lassen einen halt schon deutlich spüren, daß auswärtige eigentlich garnicht erwünscht sind.
4. erreichbarkeit per öpnv: hier gehts mir weniger um die entfernung/reisezeit von daheim, sondern um die frage, wie ich vom letzten bahnhof zum con komme: direkt um die ecke vom hbf wie früher in dortmund super, nochmal ein bischen u/s/tram fahren auch völlig ok - meinetwegen auch innerstädtischen bus - aber von provinzbahnhof "kleinnirgendwo" mit dem nur zu schulzeiten fahrenden täglichen bus ne 3/4 stunde zum bedarfshalt "am schwarzen keiler" und dann 5 oder vielleicht doch 15 km zu fuß durch den wald? NO WAY!! - es sei denn natürlich, ich kenne persönlich leute die mir versichern, daß es 1. den con gibt und sie mich 2. am bahnhof mit auto abholen. aber in den seltenen fällen wo letzteres zutraf, wars dann im endeffekt doch eher nen privates treffen auch wenns offiziell als öffentliche veranstaltung irgendwo angepriesen war. und für private treffen gelten eh andere regeln.
5. versorgungsmöglichkeiten vor ort:
da mir die typische conküche (carne mit soviel chili wie in den topf zu kriegen ist, ohne daß dieser sich auflöst) nicht so wirklich bekommt und ich auch daheim keine überteuerte markencola trinke, möchte ich zumindest die option haben, vor ort privat getränke, snacks und vielleicht auch mal nen döner öä zu besorgen und diese ohne heimlichkeitsprobe mit auf den con schleppen zu dürfen. wobei ich durchaus gerne und häufig die conküche in anspruch nehme, sofern sie denn schmackhaftes und sättigendes essen zu akzeptablen preisen bietet (also nicht 6 euro für nen schälchen tütensuppe mit pseudoaventurischem namen - aber der con auf dem jenes usus war, hatte ja nen dutzend durchgehend geöffneter dönerbuden in fußreichweite).
wichtig ist natürlich auch, daß mensch auf dem con nachts wenn alles andere zu hat zumindest kleinigkeiten und durchgehend KAFFEE zu fairen preisen am besten per flatrate bekommt.
so, das waren jetzt erstmal die harten ausschlußkriterien, zu den eigentlich interessanteren weichen "fahr ich wirklich hin?"kriterien später mehr.
EDIT: rechtschreibung,grammatik,...
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Ich wage mal zu behaupten das man für eine Convention auch ein gewisser Typ Mensch sein muss, so in etwa wie Leute die auf Festivals fahren. Ich persönlich verstehe auch nicht warum die Leute für eine Marketingveranstaltung auch noch Eintritt bezahlen, das hat mich bei Messen auch schon immer irritiert, aber da kann man sich zumindest ja akkreditieren lassen.
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Ich wage mal zu behaupten das man für eine Convention auch ein gewisser Typ Mensch sein muss, so in etwa wie Leute die auf Festivals fahren. Ich persönlich verstehe auch nicht warum die Leute für eine Marketingveranstaltung auch noch Eintritt bezahlen, das hat mich bei Messen auch schon immer irritiert, aber da kann man sich zumindest ja akkreditieren lassen.
Weil man es dort Workshops, Spielkram und viele Stunden Spaß gibt?
Guck dir mal an, was die Blizzcon oder die Google I/O kosten.
Warum sollte so etwas kostenlos sein?
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wird man nicht verstehen, wenn man nicht "der Typ Mensch" ist, der auf Festivals Musik anders wahrnimmt, als wenn er sie zuhause auf CD hört. Man ist unter Gleichgesinnten, die alle Bock haben, das gemeinsame Hobby/die gemeinsame Musik zu feiern. Da findet ein Austausch statt, den du über 100 Jahre Forenschreiben und 3000 PMs nicht hinbekommst. Live is halt einfach live ist halt einfach cool :-)
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Es ist ein Unterschied ob es eine Kaffeefahrt ist oder Mehrwert geboten wird. Für mich hatte zum Beispiel der HeinzCon sehr viel Mehrwert.
- ganz klar die verschiedenen Spielrunden, wo kann ich mich einfach mal neben jemanden setzen und lauschen oder mitspielen, neue Dinge ausprobieren. Erfahrungen austauschen.
- ich finde auch das Socialing auf solch einer Veranstaltung sehr wichtig und spannend, auch mit verschiedenen Künstlern und Autoren ins Gespräch zu kommen und ein Blick hinter die Kulissen wagen zu dürfen.
Ich bin zum Beispiel LARPer und Drachenfest und Co, sind für mich zu viel. Normale Cons sehr gehen, da mitlerweile auch nur noch Dinge wo es keine Elfen, Zwerge und Orks gibt. Wenn ich auf ein Festival gehe, wird es ehr Rock sein als Techno oder Jazz und so ist das auch mit nen Con. Es gibt da keine Objektivität, sondern Subjektivität des Einzelnen.
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Ich möchte gerne wissen, was eine Con bieten muss, dass ihr auch zur Con geht.
Ich versteh die Frage - insbesondere in Kombination mit dem Threadtitel - nicht...
Wenn ich nur den Threadtitel nehme - ja, ich wollte auch gerne zur Con (also zur Heinzcon). Ging aber nicht, die Gründe hab ich anderswo genug breitgetreten.
Wenn ich dagegen nur die obige Fragestellung nehme - es müssen dort Dinge passieren, die mich interessieren. Nette Community (lies: Leute, die ich gerne treffen möchte), interessante Workshops, tolle Runden (letzteres biete ich aber notfalls selbst an). Außerdem muss es organisatorisch machbar sein - in überschaubarer Zeit erreichbar, kompatibel mit dem eigenen Terminkalender. Naja, und dann gibt's noch die Mindeststandards, die scheinbar nicht für jede Con selbstverständlich sind (Klos, Unterkünfte und Spielräume in ausreichender Zahl vorhanden, Essen auch für Nicht-Riesenamöben genießbar, solche Sachen).
Wenn du genauer sagst, was du meinst, geb ich dir auch eine genauere Antwort ;).
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Ich wage mal zu behaupten das man für eine Convention auch ein gewisser Typ Mensch sein muss, so in etwa wie Leute die auf Festivals fahren. Ich persönlich verstehe auch nicht warum die Leute für eine Marketingveranstaltung auch noch Eintritt bezahlen, das hat mich bei Messen auch schon immer irritiert, aber da kann man sich zumindest ja akkreditieren lassen.
ich behaupte mal, daß es auf cons etliche sehr verschiedene menschentypen gibt, genauso wie auf musikfestivals, selbst jenen, die nur eine stilrichtung bieten (achja, falls es interessiert: das einzige musikfestival auf dem ich häufiger bin ist das in moers).
eine sorte leute findet man auf cons jedoch fast nie: den (und das ist nicht abwertend gemeint!) dienstags-nach-der-schule/uni/arbeit-spielen-wir-unsere-<dsa/d&d/splimo>kampagne-seit-9-jahren-in-der-gleichen-besetzung-mit-den-gleichen-chars-spieler... zumindest nicht auf den klassischen kleinen zumeist von vereinen oder privatpersonen organisierten cons mit der ausrichtung: spielen. auf kommerziellen spielemessen mit der ausrichtung produktneuheiten an den vargen bringen natürlich schon. dort wirst du mich allerdings nicht finden. (es sei denn evtl. am stand eines mathelernspielverlages). und dann gibt es natürlich noch cons wie beispielsweise den ratcon, die ne mischung aus beidem sind.
was mich zu einem weitern beitrag bringt, den ich gleich tippen werde:
EDIT:
p.s. zum thema eintritt zahlen: für marketingveranstaltungen würd ich keinen cent zahlen, nichtmal die fahrtkosten selbst aufbringen ;-) für cons wie ich sie mag zahle ich aber gerne den meist kleinen beitrag, der benötigt wird um die grundkosten (gebäude,strom,versicherung,flyer,reinigung,... und gerne auch ein gratisbier für die orga/helfer nach dem abbau - ebensolches bzw. blumenstrauß für den hausmeister/pfarrer/kulturdezernenten oder wer auch immer bedacht werden mag um das gebäude ein ganzes we lang zweckzuentfremden) zu stemmen. geld verdient damit niemand, cons funktionieren nur auf massiver selbstausbeutungsbasis der ausrichter.
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Ich persönlich verstehe auch nicht warum die Leute für eine Marketingveranstaltung auch noch Eintritt bezahlen, das hat mich bei Messen auch schon immer irritiert, aber da kann man sich zumindest ja akkreditieren lassen.
Zur Kostenfrage muss man auch ganz klar sagen: Conventions sind seltenst darauf ausgelegt, irgendeine Form von Profit zu erwirtschaften, das trifft auf LARP-Conventions genauso zu wie auf Cons, die ihren Schwerpunkt auf P&P haben. Wenn man sich den durchschnittlichen Eintrittspreis bei den größeren Cons (RatCon, NordCon, FeenCon, DreieichCon) anschaut, dann tendiert der irgendwo gegen 10 € für ein komplettes Wochenende - um den Dreh war auch das Dauerticket für die HeinzCon, wenn mich nicht alles täuscht. Dazu kommt noch, dass man häufig die Möglichkeit hat, als Spielleiter vom Eintrittspreis befreit zu werden, alternativ (z.B. bei der NordCon) wenn man sich als Helfer anmeldet und z.B. beim Aufbau mithilft (klar, 10 € Erlass für bis zu 8 Stunden Arbeit rechnet sich bei den meisten wahrscheinlich nicht, wenn sie stattdessen ihre normale Arbeit machen würden, aber darum geht's ja nicht). Das heißt, wenn man die Unannehmlichkeiten, die das Vorbereiten eines Abenteuers mit sich bringt, in Kauf nimmt und in der Lage ist, sich die Zeit über selbst zu verpflegen, zahlt man für viele Cons per se einfach mal gar nix. Anfahrtskosten sind natürlich eine andere Sache, aber selbst die kann man selbst bei weiten Strecken durch Mitfahrgelegenheiten und Öffentliche Verkehrsmittel recht niedrig halten (wenn man das nicht will, sondern die 600 km lieber alleine über die Autobahn fährt, darf man sich halt auch nicht beschweren).
Dazu kommt, dass die Cons natürlich von den Verlagen als Präsentationsfläche genutzt werden, das aber für die meisten Besucher nicht der Hauptgrund sein wird, zu einer Con zu fahren. Ich bin z.b. auch regelmäßig auf der SPIEL, obwohl es da tatsächlich gar keine Spielrunden gibt (oder wenn, dann habe ich sie bisher nicht entdeckt), sondern tatsächlich eine reine Geschäfts-Präsentation ist, aber das Eintrittsgeld kriegt man dort oft genug auch wieder durch Schnäppchen vor Ort raus, vorausgesetzt, dass man auch 'was kauft.
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Was ich alles nicht brauche auf einem Con:
mich aber auch nicht stört, solange es nicht stört ;-)
Händler/Verlagsstände:
klar, damals als ich um zum nächstgelegenen rollenspielfachhändler zu gelangen mich noch ne stunde von den eltern im auto kutschieren lassen mußte, war es toll auf nem con gleich mehrere derer anzutreffen und dabei auch den unterschied zwischen wettbewerb und monopol am taschengeld zu spüren. aber inzwischen könnte ich selbsttätig in eine größere stadt reisen (wohne sogar in einer) oder gar über dieses neumodische internetdingens geld ausgeben. schön wenn welche da sind und man in ner ruhigen minute mal über die ganzen kisten mit restposten oder neuheiten (nicht immer zu unterscheiden) schauen kann, aber nicht notwendig.
Workshops:
wenn ich wissen will, wie region x auf spielwelt y aussieht kann ich das irgendwo nachlesen, wenn ich drüber reden will kann ich das in einem forum tun, falls die verlagswichtigleute meine meinung wissen möchten können sie die ggf in dem forum mitlesen, falls nicht hören sie mir auch beim workshop nicht zu.
wie man gut spielleitet weiß ich seit 20jahren/werde ich eh nie mehr lernen (da gehen die meinungen halt auseinander).
LARP:
sind mal nett anzuschauen wenn man dran vorbeikommt. aber ist nicht meine welt. wenns mehr volk ins haus bringt um die fixen infrastrukturkosten pro teilnehmer zu senken super.
Tabletopturniere,TCG-Turniere:
für mich noch weniger spannend anzuschauen ansonsten siehe LARP.
sonstiges Specktakulum:
also Gewandungswettbewerb, Musikdarbietungen, Feuerschlucker,Gauckler,Reenacter, Tombola,Nerfgunmassenschlachten,... wenns mich nicht vom rollenspiel abhält störts mich nicht, wenn es dafür sorgt, daß meine runde alle anderthalb stunden für ne stunde unterbrochen werden muß schon.
oder anders gesagt: auf dem besten con gibt es ein schwarzes brett, eine cafeteria mit permanentem frei/flatratekaffee und jederzeit einfachen herzhaften mahlzeiten (und seien es tk-pizzen) in der nähe des schwarzen brettes und etliche kleine bis mittelgroße räume mit sofas, tisch, steckdose; saubere toiletten und sonst nichts ;-)... nagut nen grill und nen gemütlicher außenspielbereich im sommer sind auch was wert, immerhin leite ich besser mit zigarre.
P.S. und um mir nen weiteren post zu ersparen: natürlich das allerwichtigste: Coole Leute mit denen ich gerne zocke, von denen ich viele seit Jahren/Jahrzehnten von cons kenne und von deren anwesenheitsabsichtsbekundungen hauptsächlich abhängt, ob ich zum con fahren werde oder nicht und natürlich nochmal genausoviele coole leute die ich dort erst kennenlerne um dann hoffentlich kontakt zu halten.
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Ok die Eintrittskosten sind also derart niedrig, war mir nicht bekannt, ich ging von Messepreisen aus. Aber alleine die mit dem Wochenende einer Convention verbundenen Kosten für Hotel, An- und Abreise und Verpflegung kommen ja hinzu. Wie ich hörte gab es in Norddeich wohl Ferienhäuser, da muss man dann auch der Typ für sein der sich mit anderen sogar fremden Leuten Räumlichkeiten teilt, hörte zudem auch mal von so altertümlichen Dingen wie einem Schlafsaal für Isomatten, aber zumindest gab es wohl keine Kartensammler der Pokemon Generation und auch keine Karnevalisten in Norddeich. ;)
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Ok die Eintrittskosten sind also derart niedrig, war mir nicht bekannt, ich ging von Messepreisen aus.
10-12 euro ist eigentlich nur bei großcons üblich, die von mir bevorzugten kleinen liegen meistens eher um die 3/tag 5/we oder bieten gar komplett freien eintritt (z.b. morpheus, klingencon) und finanzieren sich komplett über spenden und küchenumsatz. oder nehmen wie der leider nicht mehr stattfindende rheiner con zwar ein paar mark eintritt aber darin ist dann kaffee/teeflatrate enthalten.
ob man mit durchspielen (bitte nicht für autofahrer*innen!) oder isomatte zufrieden ist oder glaubt hotel zu brauchen ist natürlich jedem selbst überlassen. fahrtkosten kommen natürlich auch hinzu, aber die entstünden mir auch wenn ich dieselben leute privat treffe, nur daß ich in deren wohnungen in der regel keine 3 gruppen parallelabenteuer abhalten kann.
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Isomatten im Schlafsaal?
Auf einigen LAN-Parties haben wir mit einer Decke unterm Tisch geschlafen und dazu noch 50 Mark Eintritt berappt...
Ist alles so eine Frage des subjektiven Nutzens.
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Gut, aber das sind dann eher Luxusprobleme. Klar, ob man die 95 € (im Fall der HeinzCon) für einen Ferienhausaufenthalt mit größtenteils Unbekannten ausgeben möchte, oder ob man sich, wie es früher eigentlich immer üblich war, irgendwo ne Isomatte ausrollt und sich in den Schlafsack mümmelt, ist nicht immer eine reine Geschmacksfrage, sondern auch vom Geld abhängig. Aber prinzipiell musst du auf einer Con weder für Unterkunft noch für Verpflegung etwas extra zahlen. Wenn du als SL zur NordCon fährst, zahlst du keinen Eintritt. Wenn du dich selbst versorgste (Instant-Kaffee, 5-Minuten-Terrinen, etc.) zahlst du für die gesamte Con nicht mehr als 6-7 Euro. Natürlich ist das Essen dann nicht das geilste, aber irgendwo muss man halt Abstriche machen. Man KANN sich natürlich auch in ein Hotel / eine Ferienwohnung mit Frühstücksbuffet einmieten und abends die lokale Gastronomie unsicher machen, und ich kenne auch ein paar Leute, die das nur noch machen ("Ich bin so aaalt geworden, mein Rücken macht das nicht mehr mit!" das übliche 'mimimi' halt ;-)), aber man MUSS es nicht machen. Man kann eine Convention besuchen und dabei sehr sehr wenig Geld ausgeben, wenn man will. Das wollte ich nur fix klarstellen.
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prinzipiell musst du auf einer Con weder für Unterkunft noch für Verpflegung etwas extra zahlen...
jein, mir ist zumindest ein con bekannt, auf dem orga von mir 10 euro dafür haben wollte (aber nicht erhielt), daß ich 2 stunden auf meiner isomatte in einem leeren raum lag... aber das ist nun wirklich eine absolute ausnahme und wie gesagt will ich keine namen nennen im öffentlichen und wer mich kennt, weiß weswegen ich und einige andere bekannte jenen con mittlerweile boykottieren. dabei war das mitte der 90er einer der schönsten...
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Ok, diese Verfahrensweise ist mir unbekannt, aber ich schrieb ja auch "prinzipiell". Manche Cons sind ja immer noch nicht bereit, Spielleitern freien Eintritt zu gewähren. Auf den Cons leite ich dann für gewöhnlich auch nicht.
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meistens gibts den freien eintritt ja für bis zur deadline (meistens 0-72 h vor conbeginn) vorangemeldete spielleiter. dort melde ich mich meistens (wenn ich denn rechtzeitig weiß, ob ich hinfahre) auch an, ob ich dann spieler finde steht auf einem anderen blatt. auf cons wo ich keine goodies fürs leiten/voranmelden bekomme leite ich aber genausohäufig, nur daß ich spontaner entscheiden kann was ich anbiete. die paar euro die man dadurch spart sind gemessen an den fahrtkosten eh marginal. diese ganze sls haben freien eintritt kiste stammt ja aus jener zeit, in der auf cons hunderte spieler einen MEISTA suchten. heutzutage ists ja eher so, das eine typische conrunde aus 5 leuten besteht von denen 3 eigentlich ne eigene runde anbieten wollten.
Edit: OK eine typische NICHT-DSA4-5/NICHT-pathfinder/NICHT-Shadowrun-Conrunde.. wie sich das künftig mit splimo verhalten wird weiß ich nicht.
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Hm, da macht wohl jeder andere Erfahrungen. Auf den letzten Cons, auf denen ich war, war es in der Tat eher so wie früher: Leute sind mit Schildern rumgelaufen, auf denen sie (meist für DSA natürlich) Spielleiter suchten, nicht selten auch ganze Spielrunden, die zu Hause auch zusammen spielen (ist für mich immer ein wenig seltsam, aber offenbar geht es nicht allen Con-Besuchern nur darum, neue Leute kennen zu lernen). Aber ich glaube, wir besuchen auch sehr unterschiedliche Cons: Ich nehme eigentlich nur Großcons mit und zumeist auch nur die, die hier in NRW liegen.
Aber wir reden auch gerade ein wenig am Thema vorbei.
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ok, du warst schneller als mein edit.. hängt halt immer davon ab, ob man auf groß- oder kleincon ist und obs was anderes sein darf als eines der 3 großsysteme. früher hätte ich noch die oWoD dazugezählt, aber zu zeiten als da noch kein o vorstand.
ob wir am thema vorbeireden? hmm... keine ahnung, ich bin ja immer noch gespannt, ob der threadersteller die intention seiner eingangsfrage offenlegen mag.
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hmm.. auch wenn ich nicht mehr dort wohne ist nrw eigentlich auch mein hauptgebiet, aber welche großcons außer der ratte und feencon gibts denn da?
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Gut, aber das sind dann eher Luxusprobleme. [...] "Ich bin so aaalt geworden, mein Rücken macht das nicht mehr mit!" das übliche 'mimimi' halt ;-)
Ab einem gewissen Alter bzw. Einschränkungen hat man leider nicht mehr die Wahl ;) Aber stimmt das sind persönliche Luxusfragen die weniger mit der Preislage der Conventions zu tun haben, über die ich nun aufgeklärt bin. Für manche werden jene Kosten aber dennoch zu Buche schlagen und dann muss man individuell der "Frage des subjektiven Nutzens" der Veranstaltung nachgehen. Wenn man nicht spielt (und das scheinen hier ja viele zu betreiben und daher die Problematik gar nicht zu sehen) hat es doch eher Messecharakter: ich kann mich an Produktständen informieren fülle dabei meine Contüte mit Kram den ich eigentlich doch nicht brauche und besuche ggf. noch einen Workshop wo ich den Ausführungen von der ersten Reihe lauschen darf ;)
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@Mr.Renfield
Es gibt noch die KlingenCon in Remscheid. Aber das war's dann auch schon an größeren Cons.
@Gonzo
Klar, wenn man auf eine Con fährt, die den Fokus auf P&P gelegt hat, man aber gar kein P&P betreiben will, ist man da nicht wirklich gut aufgehoben. Da stellt sich aber dann die Frage, wieso man überhaupt hinfährt. Wenn ich mich allgemein über Spiele und dergleichen informieren will, dann kann ich entweder die SPIEL oder die RPC besuchen, die beide für ein Tagesticket auch so um die 10 € haben wollen und wo auch alle namhaften (und durchaus auch weniger nahmhaften) Rollenspiel-Verlage vertreten sind. Hier hat man aber natürlich auch einen anderen Fokus. Auf die RPC fahren manche vielleicht auch nur wegen Jan Hegenberg, welcher anderen wiederum völlig unbekannt sein dürfte, die sich dafür (so wie ich traditionell) durch alle Met-Stände probieren, dafür dann aber hier und da auch ein Fläschchen mitnehmen.
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ok, auf dem klingencon bin ich fast jedes mal auch schon als er noch in der alten location war. aber als groß würde ich ihn nun nicht gerade bezeichnen. in den letzten jahren wird er (zumindest der rollenspielteil) sogar immer kleiner. wird halt nur dadurch cachiert, daß alle paar jahre die tabletopper nen neuen raum dazuerobern.
ist seit dem diesjährigen morpheusausfall ja auch der letzte con in nrw, der noch zur gleichen zeit in der gleichen location stattfindet wie in den 90ern.
@gonzo: jetzt bin ich aber schon neugierig, weswegen du dich überhaupt für cons interessierst, wenn du dort weder spielen willst noch die anderen (für mich irrelevanten, für andere essentiellen) üblichen programmpunkte goutieren.
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Ich habe 8 Jahre fast alleine und nur mit freiwilliger Unterstützung von Freunden und Bekannten einen Mini-Con mit (durchsnittlich) ca 40 zahlenden Gästen auf die Beine gestellt. Nun, die Zeiten sind vorbei nachdem mich das zuletzt jedes Mal 400 Euro gekostet hat - soviel zu Eintrittpreisen / (Gegen-)Finanzierung.
Leider war es mit den (sog.) "Partnern" nicht möglich die Veranstaltung auf eine andere, breitere Basis zu stellen und zu vergrößern - das ging völlig schief bis hin zum Streit.
Die 2 Jahre danach, als ich ich versuchte die Convention als Einladungs-Con fortzuführen, ergaben eher ein "private Veranstaltung" unter Freunden.
Andererseits besuchte ich schon immer gerne Con's - als es noch weitere Cons in Nürnberg gab war ich immer dort zu finden, aber das waren Zeiten, in denen sogar Cons anders liefen als heute.
Persönliche Kontakte und die Vielfalt die das eigene Umfeld nie bieten kann sind der große Anreiz. Kontakte zu den "Machern", Zeichnern, Autoren und die Möglichkeit "anders einzukaufen" und viel Neues/anderes auszuprobieren (u.a. kam ich so zu Splittermond) habe immer noch eine Faszination für mich. Auch sich als Spielleiter dem Publikum zu stellen ist idR eine echte Freude...
Des Weiteren besuche ich seit 1-3 Jahren mehr und andere Veranstaltungen (z.B. RatCon) als alle Jahre vorher (SFF, Erlangener Spielertage, u.a.). Die eine oder andere Veranstaltung wurde in diesem Zeitraum aus der Taufe gehoben - erwähnenswert dabei "Main-Würfel-Con, WÜ und Relaunch des Ork-Con in Schweinfurt - die ich auch gerne besuche/besucht hätte.
Soviel zu der mir bekannten "Con-Szene" im Umkreis von 120 km und meinen Erfahrungen...
Zeit ist leider mittlerweile einer der bestimmenden Faktoren geworden und Mr Renfield und die anderen habe schon einiges aufgezählt, was auch mich hindert auf Cons zu fahren.
Neuerdings verspüre ich einen Hinderungsgrund für mich, der mit Veränderungen in der Spielerschaft / den Con besuchern zu tun hat, aber das würde hier zu weit führen und wohl zu persönlich werden...
Bei allen Cons, außer dem SFF, sehe ich großes Verbesserungspotential und Erweiterungsmöglichkeiten, oder wie es hier ausgedrückt ist:
Was ich alles nicht brauche auf einem Con:
[...]
oder anders gesagt: auf dem besten con gibt es ein schwarzes brett, eine cafeteria mit permanentem frei/flatratekaffee und jederzeit einfachen herzhaften mahlzeiten (und seien es tk-pizzen) in der nähe des schwarzen brettes und etliche kleine bis mittelgroße räume mit sofas, tisch, steckdose; saubere toiletten und sonst nichts ;-)... nagut nen grill und nen gemütlicher außenspielbereich im sommer sind auch was wert, immerhin leite ich besser mit zigarre.
P.S. und um mir nen weiteren post zu ersparen: natürlich das allerwichtigste: Coole Leute mit denen ich gerne zocke, von denen ich viele seit Jahren/Jahrzehnten von cons kenne und von deren anwesenheitsabsichtsbekundungen hauptsächlich abhängt, ob ich zum con fahren werde oder nicht und natürlich nochmal genausoviele coole leute die ich dort erst kennenlerne um dann hoffentlich kontakt zu halten.
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Na ja, aber gerade die dort von Mr.Renfield aufgezählten Punkte sind ja Dinge, an denen der Veranstalter nicht unbedingt immer viel ändern kann. Ob die "richtigen" Leute kommen, darauf hat er keinen Einfluss. Wie das gastronomische Angebot ist, ist auch häufig eine Frage der Location und wenn du selbst Veranstalter von Cons warst weißt du sicher, dass es bei weitem nicht so viele Örtlichkeiten gibt, die a) grundsätzliche Bedürfnisse von Rollenspielern als Publikum befriedigen (Platz, Zeltplatz, Gastro, etc.) und b) diesen Freaks auch ihr Gelände zur Verfügung stellen. Man ist als Veranstalter also sehr eingeschränkt und darauf angewiesen, aus dem spärlichen Angebot das Beste zu machen und dass da Kompromisse gemacht werden, ist logisch, sollte man den Veranstaltern, die regelmäßig viel Zeit, Mühe und auch Geld in Conventions stecken, aber nicht vorwerfen. Wenn du auf die Eintrittspreise angewiesen bist, musst du halt eben auch, wenn auch zähneknirschend, Tabletop, LARP und vielleicht sogar TradingCardGames in die Programmpunkte aufnehmen, oder zumindest den entsprechenden Leuten Raum zugestehen, was dann viele "reinen Rollenspieler" stören mag. Aber nur mit "Rollenspieler-Publikum" eine Convention zu organisieren, die sich finanziell zumindest ungefähr selbst trägt, ist glaube ich ein Ding der Unmöglichkeit, dafür ist die reine P&P-Szene einfach zu klein.
Das, was Mr.Renfield da beschreibt ließe sich vermutlich nur von jemandem umsetzen, der a) ein gut gefülltes Bankkonto besitzt und b) kein großes Problem hat, einen Teil davon nie wieder zu sehen ... und wenn man nicht gerade Lottogewinner ist, schließen sich die beiden Punkte in der Regel aus.
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@Loki & btgl.Veranstaltungsort:
Vor allem mußte ich feststellen, daß kommerzielle Veranstaltungen boomen (könnten), aber Einzelne kaum die Möglichkeiten haben das finanziell zu stemmen udn zu riskieren.
Insbesondere Städte, Gemeinden und Organisatioen habe das "Veranstaltungs- und Tagungsgeschäft" wohl als Einnahmequelle entdeckt. Kommerzielle Veranstalter wiederum ziehen harte, untragbare Restriktionenen auf (Öffnungszeiten, Eigenversorgung etc.)
Es steht und fällt mit dem Willen des Locationgebers, ob und wie eine Veranstaltung dieser Art aussieht und abläuft. Da muß man nur ein wenig Enthusiasmus an den Tag legen jemanden haben der sich um die Organisation kümmert und den eigenen Behaviorismus über Bord werfen, dann geht das recht gut - und ohne hohes finanzielles Risiko.
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@Gonzo: Klar, wenn man auf eine Con fährt, die den Fokus auf P&P gelegt hat, man aber gar kein P&P betreiben will, ist man da nicht wirklich gut aufgehoben.
@gonzo: jetzt bin ich aber schon neugierig, weswegen du dich überhaupt für cons interessierst, wenn du dort weder spielen willst noch die anderen (für mich irrelevanten, für andere essentiellen) üblichen programmpunkte goutieren.
Ich gehe doch gar nicht auf Conventions, dennoch kann ich eine Meinung dazu haben und man wird ja auch ständig damit konfrontiert. Das es Spielrunden auf den Veranstaltungen gibt ist mir aufgrund von Forendiskussionen durchaus bewusst, habe dort schon Wochen vor solchen Veranstaltung sich feste Tischkonstellation absprechen sehen und daher interessante Spielrunden vor Ort nie als wirkliche Option verstanden, aber vielleicht war das dort auch eine Ausnahme. Zudem kann ich mir schwer vorstellen das ich mit mir unbekannten Personen einfach so auf hohem Niveau P&P drauflos spielen könnte, geschweige bei dem Umgebungslärm große Immersion aufbauen kann.
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Umgebungslärm und fehlendes Niveau sind aber ganz allgemein (aus meiner Sicht) zwei der größten Probleme auf Conventions. Die HeinzCon ging von der Lautstärke durchaus, vor allem da es auch Nebenräume (wie die Workshopräume) gab, die auch zur Verfügung standen, abseits des "Hauptsaals". Aber es stimmt schon, was man als Spielleiter teilweise für Charaktere vorgesetzt bekommt, ist durchaus abenteuerlich. Gerade bei Systemen, die sehr viele obskure Sachen ermöglichen (DSA zum Beispiel) oder bei denen ein gewisser Freak-Faktor einfach dazu gehört (Shadowrun) muss man schon hart sortieren, wenn man keinen epischen Reinfall mit seinen Mitspielern erleben will. Aber auf der anderen Seite lernt man so auch viele neue Leute kennen und hat, ab und zu, auch richtig schöne und stimmungsvolle Runden mit viel Charakterspiel, aber da müssen halt alle mitmachen. Es treffen sich ja schließlich Leute mit unterschiedlichsten Spielstilen da. Daher gehört es eigentlich zur Etikette, keine absolut bekloppten (selbstmörderischen, paktierenden, bösartigen, ...) Charaktere mit zur Con zu bringen, aber bei manchen ist das Bedürfnis, etwas außerhalb des gewohnten Rahmens zu spielen vielleicht einfach zu groß. Deswegen leite ich am liebsten Einsteiger- oder Anfängerrunden.
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Geht schon in die richtige Richtung. Vor allem Mr.Renfield mit seinem ersten Post.
Ich habe das Gefühl, dass einige (nicht alle) nicht Wissen, dass in der Nähe eine Con ist, deren Bedürfnisse stillt.
Btw.: Für mich ist "Convention" feminin.
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@Gonzo: Du musst dich nicht seitenlang dafür rechtfertigen, dass du keine Lust auf Cons hast, das ist völlig okay... *Schulter tätschel*
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@Weltengeist
Da Südhessen, Bayern und BW etwa Gleichstand haben ... und das sowieso die drei Bundesländer waren, die wir im Auge hatten, bleibt uns eigentlich nix anderes, als eine Location im Dreiländereck zu suchen oder im Zweifel im Odenwald, bei Würzburg oder Heilbronn ...
Von der Entfernung her, wäre das was für Dich? Uhrwerk-Verlag wäre auch vor Ort.
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Geht schon in die richtige Richtung. Vor allem Mr.Renfield mit seinem ersten Post.
Ich habe das Gefühl, dass einige (nicht alle) nicht Wissen, dass in der Nähe eine Con ist, deren Bedürfnisse stillt.
Btw.: Für mich ist "Convention" feminin.
Ja, genau das ist das Problem. Bei meiner Quartals-/HJ-/Jahresplanung brauche ich eine (bis wenige) Plattform/Quelle um mich über das Angebot zu informieren, da hilft es NICHT, wenn man dat goggele oder anderes Empfohlen kriegt, oder zu nutzen versucht.
Die Vielfalt des Web und seiner unterschiedlichen Plattformen, Kanäle etc.,pp.,uvam. ist hier eher hinderlich - also beschränke ich mich auf die bekannten Veranstaltungen, schau nur gelegentlich thematisch / zweckgebunden mal über den Tellerrand und fertig.
Ich bin auch der Überzeugung, daß man gar nicht alle Informationsmöglichkeiten nutzen kann, ohne gravierende Nachteile in Kauf zu nehmen.
Es ist eine Frage des "richtigen Maßes" und der Streuung der Information durch die Veranstalter. Wenn ich von einer lokalen Veranstaltung gerade mal auf der Website des Veranstaltenden Vereins lese und ansonsten einen kaum auffindbaren - und für mich nicht nutzbaren Verweis auf fakebot, dann ist es kein Wunder daß eine Veranstaltung nicht im Fokus steht...
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Ich habe so pi mal Daumen vor 10-15 Jahren auf vielen Hochzeiten getanzt: RatCon (Dortmund) war Pflichveranstaltung, HSpielt, Nordcon, Dreieich ... immer unterwegs. Aber nur immer Tageskarte, da ich mit Schlafsack und Isomatte in einer Turnhalle schlafen sowas von BÄH finde. Selbst nach Hamburg 400 km hin und Abends wieder zurück, kein Problem. Dann war's still. Letztes Jahr bin ich dann - wegen Splittermond - nach 10 Jahren wieder auf einen Con gefahren, zum Heinzcon. Und das hat mich so geflasht, dass ich in diesem Jahr wieder hin bin. Location prima, Schlafen im Bett, angemessenes Frühstück, viele nette Leute, Top-Orga, Shoppen kann ich auch und eine gesunde Mischung zwischen Workshops und Spielrunden. Gefällt! Nächstes Jahr wieder. Da nehm ich das Deluxe-Ticket gerne und auch die 400 km Fahrt auf mich. In diesem Jahr hatten wir ja sogar eine Mini-Fahrgemeinschaft, was sehr unterhaltsam war.
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Ich hab selbst als alter Dackel kein Problem unter der Treppe oder im Auto zu pennen (wie auf der Ratte), eher mittlerweile die Nacht durchzumachen.
Aber die deutliche Verschlechterung des "Klima's" auf den Veranstaltungen innerhalb u. außerhalb meiner 3-4 Veranstaltungen unter den Spielern, den Vereinen, Machern usw. läßt mich eher weniger nach weiteren Con ausschau halten und der Heinzcon ist mir einfach zuweit um mit meiner alten Schjüssel auf Gut Glück mal hinzufahren...
Und ja vor 10, 15 Jahren, da gabs auch noch mehr und ganz andere Cons wie heute - ich behaupte mal da ging einfach mehr als heute, da war eine Gute Geschichte es wert gespielt zu werden, da haben wir noch regelmäßig Cross-Overs gemacht statt "ratten, Munchkin, TC, Werwolf uvam."
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... usw. läßt mich eher weniger nach weiteren Con ausschau halten und der Heinzcon ist mir einfach zuweit um mit meiner alten Schjüssel auf Gut Glück mal hinzufahren...
Hm, hatte ich das richtig in Erinnerung, dass Du in der Nähe von Wolfhunter wohnst?
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Ok, da ist ja schon wieder einiges zusammengekommen, ich versuche mal, meinen senf zu strukturieren:
Na ja, aber gerade die dort von Mr.Renfield aufgezählten Punkte sind ja Dinge, an denen der Veranstalter nicht unbedingt immer viel ändern kann. Ob die "richtigen" Leute kommen, darauf hat er keinen Einfluss...
stimmt, mehr als ne gute gelegenheit bieten kann ein veranstalter nicht. sofern er das hinkriegt liegts an einem selbst (bzw. auch den anderen) was man draus macht. deswegen gibt es durchaus cons die ich häufiger besuche obwohl sie deutlich suboptimal sind, eben weil ich dort leute treffe, die in der nähe wohnen, oder genausoweit anreisen aber für die jener con halt einfach unter "brauchtumspflege" fällt.
genauso wie es andere cons gibt, die von veranstalterseite her eigentlich besser sind, aber bei denen ich damit rechnen muß, nur jene leute zu treffen, mit denen ich schon seit 10 jahren nicht spielen will (sind trotzdem fast ausnahmslos nette menschen, pflegen halt nur andere spielstile).
zu Locations generell:
man braucht halt hohe ressourcen als veranstalter entweder über vermögen (wobei ich hier nur respekt zollen kann vor den leuten, die sowas tatsächlich als privatperson(en) mitsamt verlusten durchziehen, das wäre mir viel zu riskant.
außer Nevyms Erzählungen kenne ich das eigentlich nur von den Namenlosen Tagen in Syke (http://www.namenlosetage.de/ Eintritt Freitag abend bis Sonntag abend 1 in Worten Ein €uro, kaffeeflat kostet aber extra ;-) ) oder über Kontakte:
Die meisten kleineren Cons können halt gerade deswegen billiger sein als Großcons, weil sie über persönliche Kontakte/Ehrenämter etc kostenfrei oder für geringfügige Kosten (beispielsweise Reinigungspauschale oä) an und in Schulen/Jugendheime/Pfarrzentren/Stadtteilbibliotheken/Gewerkschaftshäuser/Unigebäude/... ran- und reinkommen. Dort hat man zwar meistens mehr Freiheiten und oft auch gemütlichere Räume aber ingesamt deutlich weniger Platz als in Stadthallen, Messezentren etc.
Der Con den ich (je nach Sichtweise 2 oder 4 Jahre) mitorganisierte lief beispielsweise über den AStA in Unigebäuden. Das gab einem natürlich ne Menge finanzieller Sicherheit: wäre es zum Desaster gekommen (kam es nicht) hätte das Bier auf der nächsten Semesteranfangsparty wohl 2 Pfennig mehr gekostet oder so.
aber selbst wenn von der "offiziellen" orgaseite alles glatt ist (also eine juristische person gefunden, die notfalls den schaden hat) sinds natürlich immer noch einige unbezahlte menschwochen arbeit alles zu organisieren.
Ich gehe doch gar nicht auf Conventions, dennoch kann ich eine Meinung dazu haben ...
selbstredend! sollte meine nachfrage als vorwurf gewirkt haben, so bitte ich um entschuldigung, war reine neugier!
. Das es Spielrunden auf den Veranstaltungen gibt ist mir aufgrund von Forendiskussionen durchaus bewusst, habe dort schon Wochen vor solchen Veranstaltung sich feste Tischkonstellation absprechen sehen und daher interessante Spielrunden vor Ort nie als wirkliche Option verstanden, aber vielleicht war das dort auch eine Ausnahme.
klares jein. theorethisch läuft alles vor ort übers schwarze brett... praktisch oft genug auch über allgemeines reden bei bier/kaffee bis man den vollen rundenzettel bei der orga einreicht um nen tisch zu kriegen. und manchmal stehen die runden auch schon vorher fest oder es ist wie die legendäre shadowrunrunde auf dem klingencon, die - falls meine beobachtung stimmt - seit 10 jahren in der gleichen konstellation am gleichen tisch sitzt und die ich glaube ich auch letztes jahr auf nem anderen con nördlich der elbe sah.
prinzipiell würde ich sagen, daß du auf jedem con>20 leute zu fast jeder tageszeit und auf cons>>100 auch zu jeder nachtzeit ne runden finden kannst - sofern dir system und leute egal sind zumindest.
bei mir ist es meistens so, daß ich zumindest vorher im bekanntenkreis abkläre, ob sich nen pool von 3+ untereinander kompatiblen leuten einfinden wird, und sich dieser pool dann gemeinsam in eine runde vor ort einschreibt oder ein bis drei leute aus der runde gemeinsam was aushängen (ich leite halt gerne mit mehreren sls, was außerhalb von cons kaum möglich ist).
es ist zugegebenermaßen aber auch schon vorgekommen, daß wochen vorher klar wer wann was mit welchem char bei wem spielt.. wenn eine solche großrunde vom letzten gemeinsamen con noch fortgesetzt werden will.
gelegentlich gönn ichs mir aber auch, aufs gute glück alleine mir unbekannte cons aufzusuchen, und zumindest die letzten beiden jahre habe ich da mit dem Hamstercon und den NamenlosenTagen echte Glückstreffer gelandet, die ich künftig regelmäßig heimzusuchen gedenke.
Zudem kann ich mir schwer vorstellen das ich mit mir unbekannten Personen einfach so auf hohem Niveau P&P drauflos spielen könnte, geschweige bei dem Umgebungslärm große Immersion aufbauen kann
naja, wenn man regelmäßig auf cons ist, bleiben die wenigsten unbekannt. zumindest zwischen elbe rhein und main sind meiner schätzung nach auf einem con 1/3 eingeborene und 2/3 die üblichen selben gesichter.
ich vermute südlich des maines (war dort bisher nur 2x auf dem hamstercon) wird es ähnlich sein.
das lärmthema ist so eine sache: ja in hallen mit dutzenden anderen leuten und schlimmstenfalls noch regelmäßigen orgadurchsagen über lautsprecher ist spielen für mich auch unmöglich. aber auf den meisten cons finden sich auch ruhige ecken - wenn man weiß wo. und wenn man als angehöriger einer verfolgten minderheit sowieso draußen spielen muß, ist das selten ein echtes problem.
Thema "Problem"spieler/Charaktere: trifft glaube ich nur auf etablierte mainstreamsysteme zu, wobei es ja auch durchaus unterschiedliche ansichten dazu gibt, wer oder was ein problem ist. ich habe zum beispiel sowohl als sls als auch als spieler nichts dagegen wenn sich charaktere auch mal gegenseitig umbringen oder "der dunklen seite" zum sieg verhelfen, sofern es denn mit dem "gruppenvertrag" und dem jeweiligen abenteuer/setting kompatibel ist UND FÜR ALLE BETEILIGTEN SPIELSPAß BRINGT sondern habe da eher skrupel vor denjenigen, die alle ausgaben des aventurischen botens auswendig kennen und dann über die farbe und form einer straßenlaterne streiten wollen... bin davon aber glücklicherweise nicht betroffen, da ich jenes system nie leite und (fast) nie spiele.
außerdem ists für die auf cons üblichen one-shots (vielleicht abgesehen von shadowrun wo es ja zum konzept gehört, daß eine kleine gruppe individueller spezialisten für eine aufgabe angeheuert wird und danach getrennter wege geht) eh nicht sinnvoll kampagnencharaktere von zu hause mitzubringen.
wenn ich leite habe ich in der regel entweder für das abenteuer passende vorbereitete charaktere oder baue diese vor ort mit den spielern gemeinsam, das funktioniert natürlich besser in regelarmen universal/erzählsystemen als in den klassischen schwergewichten.
aber jetzt zu der wichtigen GENDERFRAGE:
Btw.: Für mich ist "Convention" feminin.
für mich ists englisch. im deutschen müßte ich entweder "das treffen" sagen oder ich gehe lautnah zu "Die Konvention" (falsch :p ) oder "Der Konvent" ... aber deswegen will ich keinen glaubenskrieg beginnen... es sei denn ich bin mir sicher ihn zu gewinnen...
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Danke für die Einblicke in die Welt der Konvente aus erster Hand ;) Das Bild was man durch zB OrkenspalterTV Videos und andere Medien bekommt die das Thema beleuchten scheint sich dann weniger mit dem zu decken was reell vor Ort wohl los ist, wobei sich auch ein paar meiner Befürchtungen bewahrheitet haben: "Umgebungslärm und fehlendes Niveau sind aber ganz allgemein (aus meiner Sicht) zwei der größten Probleme auf Convention...", "seit 10 jahren in der gleichen konstellation am gleichen tisch sitzt...", "meiner schätzung nach auf einem con 1/3 eingeborene und 2/3 die üblichen selben gesichter", "Problemspieler/Charaktere: trifft glaube ich nur auf etablierte mainstreamsysteme zu...", "Gerade bei Systemen, die sehr viele obskure Sachen ermöglichen (DSA zum Beispiel) oder bei denen ein gewisser Freak-Faktor einfach dazu gehört (Shadowrun) muss man schon hart sortieren..." - vermutlich muss ich mich doch selbst einmal eines eigenen positiven Eindruckes einer derartigen Veranstaltung vergewissern ;)
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First of all: ich war noch auf keiner Con.
Dieses Jahr habe ich ernsthaft überlegt, zur Heinzcon zu fahren. Ich hatte in diesem Jahr durch die Verkündung der Gewinner des Abenteuer-Wettbewerbs noch einen Extra Kick. Sonst fand ich die Workshops interessant. Allerdings hätte ich bei Nicht-Gefallen des Workshop Angebots auch eine Spielrunde genommen. Leider konnte ich nicht kommen.
Wichtig außer dem Angebot auf der eigentlichen Con finde ich:
- saubere Toiletten ( bei öffentlichen/viel genutzten keine Selbstverständlichkeit)
- eine anständige Verpflegung ( vom Lesen her fand ich die Verpflegung auf der Heinzcon ausreichend)
- wenn Übernachtung, dann mind. Einzelzimmer (will ja kein Messer im Rücken haben, wenn ich andere um ihren Schlaf bringe. :D ) Um so was kann ich mich aber auch selbst kümmern.
Was ich gar nicht mal so schlecht finden würde, wäre eine Art Welcome-Tour für Neulinge. So in der Art Begrüßung durch einen der "Offiziellen" und Einweisung "so läuft das hier". Ich stelle mir das für Neuankömmlinge schon etwas schwierig vor, wenn viele sich schon kennen. Klar, es gibt die Leute, die offen auf andere zugehen und die solche Hilfsmittel nicht brauchen. Aber es gibt bestimmt auch die "anderen". ;)
Soviel von mir dazu.
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... usw. läßt mich eher weniger nach weiteren Con ausschau halten und der Heinzcon ist mir einfach zuweit um mit meiner alten Schjüssel auf Gut Glück mal hinzufahren...
Hm, hatte ich das richtig in Erinnerung, dass Du in der Nähe von Wolfhunter wohnst?
"Nähe" ist etwas übertrieben aber durchaus wesentlich näher als der Rest der "Gemeinde"...
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Was ich gar nicht mal so schlecht finden würde, wäre eine Art Welcome-Tour für Neulinge. So in der Art Begrüßung durch einen der "Offiziellen" und Einweisung "so läuft das hier". Ich stelle mir das für Neuankömmlinge schon etwas schwierig vor, wenn viele sich schon kennen. Klar, es gibt die Leute, die offen auf andere zugehen und die solche Hilfsmittel nicht brauchen. Aber es gibt bestimmt auch die "anderen". ;)
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In der Hinsicht kann ich die HeinzCon nur lobend erwähnen. Ich war letztes Jahr das erste Mal dabei (überhaupt meine erste Con) und wurde von drei "Mitarbeitern" - u.a. einem sehr freundlichen Uli Lindner - am Eingang begrüßt, der mir bzw. uns eine Einführung in die Location und den Ablauf gab. Dieses Jahr hat er uns wiedererkannt und einfach ein Update zum letzten Jahr geliefert.
Soweit ich das an beiden WEs richtig verfolgt habe, ist der Empfang jedenfalls außer in den spätesten Nachtstunden immer besetzt.
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... usw. läßt mich eher weniger nach weiteren Con ausschau halten und der Heinzcon ist mir einfach zuweit um mit meiner alten Schjüssel auf Gut Glück mal hinzufahren...
Hm, hatte ich das richtig in Erinnerung, dass Du in der Nähe von Wolfhunter wohnst?
"Nähe" ist etwas übertrieben aber durchaus wesentlich näher als der Rest der "Gemeinde"...
Die Frage dahinter ist einfache folgende: Wolfi ist im letzten wie auch im diesem Jahr bis zu mir gefahren (grob: südlicher Rand Ruhrgebiet), hat sein Töff hier stehenlassen und ich bin dann weiter gefahren. Wäre für Deine "alte Schüssel" dann nur ein halber Weg nach Norddeich ...
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Da Planung ja bereits gemacht werden. wann ist das nächste mal der HeinzCon in Norddeich, kommendes Jahr vermute ich - habe auf der Seite bzgl. 2016 nichts gefunden. Die Veranstaltung ist vermutlich die richtige um positive Eindrücke zu sammeln und auch die Kosten der Hotels sind ja richtig günstig in der Nebensaison ;)
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@Gonzo: Der Termin für das nächste Jahr steht noch nicht fest, sollte aber bald folgen. Die Con wird aber wieder grob im selben Zeitrahmen liegen (=Anfang März).
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ist natürlich nie ganz zu vermeiden, aber wäre schön, wenns diesmal nicht zeitgleich zu nem anderen con ist (dieses jahr adventurecon in hamburg und iirc orkcon in schweinfurt)
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Auf alle Cons können wir sicher nicht Rücksicht nehmen, aber mit der Adventure Con waren wir bereits wegen dem Termin für nächstes Jahr in Kontakt - denn zwei Cons in relativer Nähe machen sich ja nur unnötige Konkurrenz. :)