Autor Thema: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang  (Gelesen 298 mal)

Dunkelzahn

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Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« am: 09 Okt 2019, 11:00:15 »
Hallo zusammen,

unsere Gruppe hat Splittermond für sich entdeckt und nach einem kurzen Ausflug durch Einsteigerbox und –charaktere wollen wir es jetzt richtig angehen.
Wir haben uns für Zhoujiang als Region entschieden und ich würde gerne als Metaplot die Verbindung von Kaiser Selenius zu Pronzessin Yi wählen.
Folgende Abenteurer werden gespielt:
-Ein selenischer Schwertrichter mit Kontakten zum Kaiserpalast
-Ein selenischer Bogenschütze (wahrscheinlich Varg)
-Ein Priester des Schildkrötentiergeists mit Fokus auf Schutz-, Schicksals- und Wassermagie
-Ein Kampfmönch der das Chi Kong des Tigers meistern möchte
-Eine gnomische Schattenklinge aus Palitan mit Triadenverbindung

Mein Plan ist, dass die beiden Selenier den Auftrag haben einen Brief nach Sentatau zu bringen und einer der Doppelgängerinnen der Prinzessin zu übergeben.
Die Schattenklinge wird schon in Sarnburg als Einheimischer als „Führer“ angeheuert, kriegt in Palitan von den Triaden aber den Hinweis, dass Sie gerne auf dem Laufenden gehalten werden möchten und auch begeistert werden wenn Sie auch den Inhalt des Briefes erfahren könnten.
Die Kaiserlichen wollen eigentlich einen erfahrenen Schwertmeister zum Schutz des Briefes nach Palitan schicken um die Selenier zu empfangen, dieser wird aber aufgehalten, so dass es dem Tigermönch und dem Schildkrötenpriester obliegt den Gruppe in einem kleinen Dorf außerhalb von Palitan zu treffen.
Gerüchte über diesen Brief haben sich schon lange bis zu General Wu durchgesprochen, so dass ab nun eine Verfolgungsjagd bis nach Sentatau beginnt, in der die Abenteurer immer wieder von Soldaten überrascht werden und durch die verschiedenen Provinzen von Zhoujiang bis ins Aiun-Gebirge ziehen müssen. Dabei soll der Anführer der Soldaten ein Chi Kong Mönch der geflügelten Schlange sein, der sich ab und an filmreife Martial Arts Duelle mit unserem Tiger liefert und quasi mit der Gruppe mitwächst.
Für den Weg will ich mich kleinere Abenteuer ausdenken, so dass der Metaplot etwas in den Hintergrund rutscht.
Beispiele wären dem Schwertmeister der eigentlich Ihren Auftrag hat zu helfen sein Heimatdorf zu schützen, in den Tiefen des Bambusdschungels alte Tempel zu erkunden und einem Oni auf einem Berg helfen sein Katana wiederzuerlangen.
Über Anmerkungen, weitere Klein-Abenteuer, Kritik, Hinweise wäre ich sehr dankbar. Es wird das erste Mal sein, dass ich Splittermond und speziell auch so ein „asiatisches“ Setting leite.
Liebe Grüße,
Dunkelzahn

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #1 am: 09 Okt 2019, 16:15:59 »
Hallo Dunkelzahn,
willkommen an Bord!

Ein paar Bemerkungen zu Zhoujiang und Deinem Plänen:
Sorry but you are not allowed to view spoiler contents.

Dunkelzahn

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #2 am: 09 Okt 2019, 16:58:55 »
Hallo Wandler,

Vielen Dank für deine ausführliche Nachricht, damit hilfst du mir sehr.

Meinen Spielern habe ich mitgeteilt, dass ich mir hier Rat holen werde, dementsprechend konnte ich auf den Spoiler-Kasten verzichten.

Wie groß Zhoujiang ist war mir nicht wirklich klar, aber wie du richtig festgestellt hast soll der Metaplot eher hintergründig bleiben und nur der Grund für die Reise sein während die Erlebnisse währenddessen die wahren Abenteuer darstellen.

Den Hinweis nicht direkt auf Gen. Wu zu gehen werde ich auch berücksichtigen und eher einem ehrgeizigen Beamten als Hauptgegenspieler nehmen. Aktionen von der Seite sollen der Gruppe auch erstmal immer nur wieder ins Gedächtnis rufen, dass Sie Verfolger haben.

Den Seleniern ist weder Absender noch Adressat bekannt und auch nicht die Dringlichkeit, um keine Aufmerksamkeit zu erzeugen. Wahrscheinlich sind Sie nicht mal die einzigen die losgeschickt wurden...

Die Tipps für verschiedene Verzögerungen nehme ich Dankbar an, besonders persönliche Questen der Einheimischen finde ich eine tolle Nebenlinie.

Ich freue mich natürlich auch über weitere Beispiele in was ich meine Gruppe so stoßen kann  ;D ;D

Sturmkorsar

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #3 am: 09 Okt 2019, 17:23:27 »
Leg dir einen Plan B zu.
Ich weiß nicht, wie deine Gruppe so drauf ist und wie erfahren ihr allgemein seid, aber für gewöhnlich halten sich Spieler nicht an Spielleiterpläne.  ::)

- binde die Charaktere persönlich ein. Wenn es "nur ein Job" ist, den Brief abzugeben, was haben sie davon? Gerade wenn die Spieler das Setting noch nicht kennen ist es ihnen womöglich völlig egal, welche Partei den Brief am Ende bekommt. Den Spielern, nicht notwendigerweise den Charakteren. Ich würde versuchen, den Spielern erstmal das Setting näher zu bringen und selbst herauszufinden, was für Probleme das Land hat, bevor sie den Brief-Auftrag bekommen. Vielleicht treffen sich ja alle in Palitan und bekommen dort erst von selenischen Agenten den Auftrag, den Brief zu überbringen?

- das interessante an Zhoujiang ist ja, dass alle drei Parteien sowohl "gute" wie "böse" Elemente haben. Das rüber zu bringen könnte eine interessante Herausforderung werden. Auch General Wu will Zhoujiang nur zu alter Stärke führen, eine neue kaiserliche Herrschaft ist nicht unbedingt "gut". Versuch die Motivationen der einzelnen Parteien darzustellen und wie die einfache Bevölkerung sie sieht. Bringen sie Wohlstand oder nur Krieg? Die neutralen Provinzen sind hier ein geeignetes Spielfeld
In meiner Legend of the Five Rings Runde hat mein damaliger SL uns erstmal alle Clans kennenlernen lassen und gezeigt, warum der jeweilige Clan cool ist. Bei den meisten Clans trat noch ein Vertreter eines rivalisierenden Clans als Antagonist auf, um uns dann die andere Seite zu zeigen. In Splittermond-Zhoujiang ist das etwas schwieriger umzusetzen, da das Land keine Einheit mehr ist, aber nicht unmöglich.

- der Brief: Ist es sinnvoll einen Brief zu nehmen? So etwas gerät leicht in falsche Hände. Bedenke auch, dass gar nicht so viele Leute Literat haben und wenn man eine Person beschützen muss, die die Botschaft übermitteln soll, hat man gleich noch ein paar Abenteueransätze mehr, insbesondere wenn die Loyalität des Botschafters käuflicher ist, als die der Beschützer. Nur ein Denkanstoß. Alternativ kann auch einer der Charaktere die Rolle des Botschafters übernehmen, wenn kein zusätzlicher NSC mit soll. Der wäre dann gleich etwas persönlicher eingebunden.

Edit: Tippfehler korrigiert
« Letzte Änderung: 09 Okt 2019, 17:36:10 von Sturmkorsar »

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #4 am: 09 Okt 2019, 19:01:43 »
Sehr gute Hinweise von Sturmkorsar!

Es kommt natürlich sehr auf den Stil Deiner Spieler und Deinen eigenen an.
Wer gerne schwarz-weiss malt - klassische Fantasy - der ist mit offensichtlichen Helden, der sprichwörtlichen Prinzessin in Bedrängnis oder dem Dorf vor finsteren Mächten gerettet werden will gut bedient - die Motivation vieler Charaktere ist damit gegeben, und Splittermond ermöglicht auch Belohnungen abseits von schnödem Mammon (Ressourcen).
Zhoujiang eignet sich aber eben auch hervorragend (wie Sturmkorsar aufzeigt) für chaotische Verhältnisse, für Leute die Gutes erreichen wollen und dabei Böses in Kauf nehmen. Wenn eine Gruppe das also mag kann man sie durchaus (vorsichtig) in Konflikte stürzen - und sie selbst eine Seite wählen lassen.
Andererseits könnte eine solche Kampagne Aufhänger für die 2. Kampagne enthalten - also wie der Krieg in einer Provinz / Landstrich / Stadt verhindert werden kann. Wenn die Charaktere Kontakte und Helfer (oder Leuten denen sie geholfen haben) lieb gewinnen ergeben sich Motivationen sollten sie von einem geplanten Heerzug, der Ermordung eines Beamten oder von massiven Aushebungen von Soldaten erfahren ...

Ein dritter Modus Operandi ist "Überleben". Der ist nicht jedermanns Sache. Auf der Flucht zu sein, im Zweifelsfall eher Hilfe zu brauchen anstatt sie zu leisten kann für Spieler entweder sehr frustrierend sein oder tolle Immersion bieten.

Da kann es helfen die Frage zu stellen: Für was spielen die Gruppenmitglieder?
Siehe dazu auch die Umfrage von JohnLackland mit der Erklärung der einzelnen Spielstile.
Vorsicht: Was ein Spieler sagt muss sich nicht mit Deiner Erfahrung decken (was sein Verhalten angeht).

Nach welcher Spielphilosophie spielst  du Splittermond?

EDIT: Erklärung Zitat und Link auf Umfrage

Dunkelzahn

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #5 am: 09 Okt 2019, 20:05:35 »
Danke Sturmkorsar,

Auch deine Ergänzungen find ich sehr wertvoll!
Wir sundowners sehr erfahrene Gruppe und spielen in annähernd gleicher Konstellation seit knapp 10 Jahren zusammen.
Unseren Stil würde ich auf die drei Play to struggle, drama und immersion runterbrechen, wobei ab und zu auch mal „gewonnen“ werden will ;)

Natürlich werden die Spieler eingebunden und das Setting vorher eingehend geklärt. Motivation der einzelnen Charaktere klopfe ich vorher hab und Binde das dann in die Abenteuer mit ein.

Der selenische Ritter, der ja der Überbringer des, bis jetzt noch, Briefes ist soll ein entfernter Spielkamerad/Begleiter von Selenius sein und tut ihm treu ergeben jeden Gefallen. Der Spieler will nach sonst eher dunkelgrauen Charakteren mal den rechtschaffenen, loyalen Typ spielen und eignet sich von dem Typus perfekt als Bote.

Die Idee der Gruppe alle Parteien nahe zu bringen finde ich klasse, vlt lasse ich dann die Idee reifen das der Ritter ja seine ganz eigene Meinung des Konflikts bei Hofe vortragen will.
Das bedeutet die Gruppe wird in Szenarien kommen, in denen die Kaiserlichen die Unterdrücker und mal die Unterdrückten sind.
Vlt werde ich bei den Kaiserlichen auch einen Antagonisten ins Spiel bringen der der Nemesis eines der Helden ist um da einen weiteren Konflikt zu schüren.
Außerdem möchte ich Ihnen begreiflich machen, dass die Bevölkerung unter dem Konflikt viel mehr als unter den Parteien leidet, so dass in einzelnen Gebieten evtl. Kompromisse erreicht werden können.

Ich hoffe ich schaffe es eine gute Mischung aus „Überleben“ und Heldenleben hinzukriegen, ich denke aber mit den vielen Zwischenepisoden klappt das ganz gut.

Über Folgekampagnen mache ich mir Gedanken wenn ich sehe wie sich alles entwickelt, wie ihr schon sagtet es wird eh anders als ich es erwarte!

Wie handhabt ihr die Charakterentwicklung? Freie Entscheidung was gesteigert werden darf oder „gebundene“ Punkte?
Wie frei verteilt ihr „Loot“ in Form von Artefakten/Relikten?

Hättet ihr da tolle Ideen für die genannten Charaktere bzw. welche die besonders passend indem Setting sind?

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #6 am: 09 Okt 2019, 20:38:04 »
Charakterentwicklung: Wir erlauben freie Entwicklung nach einer gebundenen Erschaffung - also mit allen Erschaffungsmodulen. Bei Splittermond kannst Du schnell auf Bedürfnisse und Situationen reagieren. Das Problem anderer Systeme (den Zauber kriegst Du im Leben nicht mehr in den Bereich "einsetzbar") gibt es hier nicht.
Beute gibt es bei uns in zwei Formen: Frei und nach Gutdünken der Spieler zu verteilen - Geld, Gegenstände, Waffen die sie entweder behalten oder versilbern, und dann Artefakte die für einen bestimmten Charakter gedacht sind - was nicht heisst dass der Spieler das Angebot in jedem Fall annimmt.

Passende Waffen suchen die Charaktere normalerweise von selbst. Alternativen wie Stiefel die beim Klettern oder Schleichen helfen, Kleidung die bei Etikette, Verhandeln oder ähnlichem helfen sind da schon etwas anderes. Das Gleiche gilt für Sättel, etc.

Relikte sind etwas besonderes - und sollten es auch bleiben. Ein Relikt könnte bei der Erschaffung des Charakters eine Rolle spielen und dann weiter entwickelt werden, oder später auftauchen - dann aber nicht als "Schüttgut". ;) Da wird mal der eine, mal der andere Charaktere etwas bekommen.

Überhaupt - alle gleich zu behandeln ist nicht gerecht - nur einfach. Das gilt insbesondere für Spielermotivation und Charakterbelohnungen. Auch da ist ein Gespräch manchmal hilfreich. In meiner Gruppe nutzen wir "Erschaffungsgeschichten" und "Zwischenspiele" als Projektionsfläche für die Wünsche von Spieler und Charakter.

Mögliche Belohnungen können also sehr unterschiedlich sein:
- Artefakte
- Zugang zu Meisterschaften, Sprüchen
- Schatzkarten
- Hinweise zu einem geheimnisvollen Kloster wo alte Stilelemente des Tigerstils gelehrt werden
- Resourcen (insbesondere Ansehen, ...)
- Tier / Geist als Begleiter (sollte in der Gruppe geklärt sein welche Rolle und Bandbreite es im Spiel einnimmt)

EDIT: Mögliche Belohnungen und Optionen für Charakterentwicklung
« Letzte Änderung: 09 Okt 2019, 20:41:26 von Wandler »

Sturmkorsar

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #7 am: 09 Okt 2019, 20:53:52 »
Wie handhabt ihr die Charakterentwicklung? Freie Entscheidung was gesteigert werden darf oder „gebundene“ Punkte?
Wie frei verteilt ihr „Loot“ in Form von Artefakten/Relikten?
1. frei. Alles andere wäre mir auf Dauer auch zu kompliziert zu kontrollieren
2. Die Regeln zu Ressourcen sind das, was ich an Splittermond am wenigsten mag, weswegen die von mir in der Regel nur bei der Charaktererschaffung berücksichtigt werden. Um ein Artefakt zu bekommen muss nie noch Punkte in Relikt gekauft werden, wenn sich Charaktere Ansehen oder Kontakte erspielen, müssen sie nicht Punkte dafür ausgeben usw
3. Bei der Vergabe von Artefakten schau ich immer, was passt und wie schnell ich das Powerlevel hochtreiben will. Schau wie kampfstark deine Gruppe ist. Schau dir an, was deine Spieler an Angriffs- und Verteidigungswerte haben und durch Magie erreichen können und versuch entstehende Lücken auszugleichen, statt sie zu vergrößern. Minmaxer können hier leicht 5 oder noch mehr Punkte besser sein, als Spieler, die mehr auf Ausgeglichenheit bauen.

TrollsTime

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #8 am: 10 Okt 2019, 07:07:46 »
1.) Die Spieler dürfen bei uns steigern, was sie wollen. Über die Begrenzung durch die Heldengrade haben wir genügend Balancing, dass wir als SL oder Gruppe uns keine weiteren Gedanken über "zu stark" machen müssen.
2.) Wie sich das Erlernte "ingame" darstellt, bleibt jedem selbst überlassen. Irgendwelche Gründe lassen sich da schon finden, warum die Fertigkeit "auf dem Protokoll" plötzlich "aufplöppt". Vielleicht konnte er das schon länger, es ist nur niemandem aufgefallen. Vielleicht konnte er das in der Theorie, nur der Knoten war bisher nicht geplatzt. Vielleicht hat er es zwischen zwei Abenteuern gelernt oder die Erkenntnis ist über ihn gekommen. Von sehr exotischen Sachen abgesehen, spielen wir das bei keinem System mehr aus.
3.) Etwas, dass einer Ressource GLEICH kommt, würde ich mit gebundenen EP darstellen und diese EP selbstverständlich gleich mitliefern, wenn ich als SL den Gegenstand/Kontakt/etc verschenkt habe UND er Reliktschutz u.ä. besitzen soll.
Hat dieser Gegenstand/Kontakt/Ansehen keinen dauerhaften Schutz, ist es auch keine (dauerhafte) Ressource und muss auch nicht über EP abgebildet werden.
Bisher hatten wir den Fall noch nicht. Die Helden finden Gegenstände und können sie auch wieder verlieren, ergo keine Ressource.

Sollte der Spieler von sich aus, eine Ressource verbessern wollen oder "Relikt" auf einen Gegenstand "legen" wollen, muss er natürlich EP dafür bezahlen und es gilt das zu 2. gesagte.

4.) Wenn ich einen Gegenstand mit Verbesserungen verteile (QS1+), dann lasse ich gelegentlich die Spieler den Schwerpunkt der Verbesserung wählen, wenn mehrere dramaturgisch zumindest erklärbar wären.
Wenn sich Spieler einen verbesserten Gegenstand kaufen wollen, machen wir bis QS 4 GAR KEINE Vorgaben und bis QS6 stimmen wir uns kurz ab. 6 wird wahrscheinlich unsere neue Grenze und darüber hinaus schauen wir mal.
Da die Dinger über 4 hinaus sauteuer werden, ergibt sich das Problem aber eher selten.
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"

Dunkelzahn

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #9 am: 10 Okt 2019, 15:00:20 »
Vielen Dank für die Hilfe!

Die letzten Jahre spielen wir sehr streng reglementiert DSA und deshalb sehnen wir uns alle nach einem System nebenher mit freierer Entwicklung und höherem Fantasygrad.

Die Varianz der möglichen Belohnungen finde ich klasse, aber auch die Chance sich ein Artefakt über den „Reliktstatus“ zu sichern.

In welchen Situationen habt ihr die Gruppe mit mächtigen Artefakten versorgt, welche Sie auch im späteren Abenteuerverlauf wieder verloren haben?

Sturmkorsar

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #10 am: 10 Okt 2019, 15:33:59 »
Nie. Die Spieler haben mit den Artefakten immer alles totgeschlagen, was versucht hat, ihnen die Dinger wieder abzunehmen.  ;D

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #11 am: 10 Okt 2019, 17:26:22 »
... nie, die Spieler haben mit den ... ah - Sturmkorsar hat das schon gesagt!  ;)

Jemandem etwas zu geben und es ihm dann wieder zu nehmen ist schlimmer als es ihm vorzuenthalten.
Das ist psychologisch belegt.
Trotzdem könnte so etwas in Deiner Gruppe funktionieren.
Ansätze:
  • Es handelt sich um ein Artefakt - und es ist klar dass es jemandem überbracht werden soll (als Teil der Mission)
  • Es handelt sich um ein Relikt - und siehe oben. Die Erfahrungspunkte kommen jedoch mit dem Relikt - sonst wird hier ein Spieler benachteiligt wenn er EP aufwendet und später nichts als die Erinnerung an das Relikt hat
  • Die Spieler mögen diese Form von Drama und wissen dass gewisse Dinge auch mal Beine bekommen. Das kann entweder auf Spieler / Spielleiterebene geklärt sein oder durch eine Hintergrundgeschichte die die Charaktere kennenlernen - und daraus wird ersichtlich dass eine göttliche Macht, ein mächties Feenwesen, ein Avatar oder ähnliches Einfluss auf die Geschicke des Artefakts nimmt - es ist also Fluch, Ehre, Schicksal dass die Charaktere ein Teil dieser Geschichte werden
  • Auch eine Wendung der Geschichte in denen die Charaktere erkennen was sie da in Händen halten - das Familienschwert einer mächtigen Dynastie, eine heilige Waffe, oder ähnliches kann sie dazu überzeugen sich (schweren Herzens) von der Waffe zu trennen und dafür Ressourcen als Belohnung zu erhalten (Vermögen, Ansehen, Rang, ...) Das halte ich für eine interessante Variante weil sie die Entscheidung in die Hände der Spieler/Charaktere legt

TrollsTime

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #12 am: 11 Okt 2019, 07:18:48 »
Ich hatte mal ein DSA4.1/AD&D2nd-Crossover inklusive Dungeoncrawl und Weltenwechsel.

Der Haupt-Charakter Amorigio hatte ein antimagisches Schwert (i) erbeutet, hinter dem der Oberbösewicht Tymor Ar'Emsaj (nettes Wortspiel) her war.
Dieser ließ Häscher im Dungeon auflauern. Dumm nur
1.) Diese Häscher gerieten in eine Falle
2.) Amorigio hatte das Schwert gar nicht dabei, sondern in der heimischen Kammer gelagert.

Amorigio suchte in selbigem Dungeon wieder nach einem anderen magischen Schwert(ii).
Das wurde ihm dann vor der Nase von einem Gnomen-Dieb/Illusionist/Kämpfer (Phaqqing Ad&D-Klassenkombos…) weggeschnappt.
Die Charaktere also hinterher ab in eine Eiswelt.
Sie wussten, dass der Gnom hinter einem mächtigen Eisschwert (iii) her war.
Sie konnten dies auch erbeuten, brauchten hierfür aber eine Knochenflöte (iv) und mussten hierfür in eine Knochenebene von Ravenloft.
…. ihr merkt schon.... ich kriege die Handlung nicht mehr aufgelöst....

Unterm Strich: "Finde iv, um zu bekommen, um iii zu bekommen, um ii zu bekommen"

War ne Zeitlang ganz witzig. Vermutlich funktioniert es bei Splittermond etwas besser, weil die Waffen dort weniger Einschränkungen unterliegen. Wer mit Klingenwaffen umgehen kann, hat auch bei fast keinem Schwert Einschränkungen.
Umgekehrt muss man sich bei magischen Artefakten dank "Arkane Kunde" und Co. regeltechnisch keinen abbrechen.
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"