Autor Thema: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang  (Gelesen 5276 mal)

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #15 am: 15 Okt 2019, 18:17:01 »
Die Krebsprovinz (weißer Fleck) habe ich wie folgt skizziert:

Eingerahmt zwischen Meer und Bergen die teils auch noch aktive Vulkane enthalten.
Eigenbrötlerische aber außerordentlich zähe Bewohner die (angeblich) lieber unter sich bleiben, die aber auch „am Ende der Welt“ leben und wenig Unterstützung vom Kaiserhaus oder jeder anderen zentralen Macht erhielten.
Produkte der Provinz:
- Gewürze und Arzneien
- Felle
- Mineralien und verarbeitetes Gold (auch wenn die Mengen die Tempel und Kisten der Daijin verlassen relativ gering sind)
- Der berühmte Kampfstil
Regentin: Daijin Sikou Tu (Zwergin, rastlos, oft auf Wanderschaft, auch in die Berge, ihr wird nachgesagt dass sie ihre Provinz mit Hilfe der Triaden stärken will)

Stil der Schere: Nehmend / Hart – Spezialisten mit zwei Daos oder Gabeldolchen, Zusammenarbeit im Kampf

Hauptstadt und Pilgerort Jiang Fu („Flusspalast“) - Im Zentrum der berühmte Tempel der dem Ort seinen Namen gab, bestehend aus einer Miniaturflusslandschaft zu Ehren Jauseis und Pagoden.
Außerdem: Residenz der Daijin Sikou Tu, Sitz einiger Beamter (aber nicht der wichtigsten), eine halbe Tagesreise entfernt der Seehafen.

Kloster Shui Jin (In den Bergen gelegen, Heiliger Flusslauf in dem Gold vorkommt und aus dem Heilendes Wasser geschöpft wird)

Mögliche Queste für eine Gruppe (würde auch zu Deiner passen, glaube ich): Ein Mönch der den Krebsstil praktiziert hat die Aufgabe bekommen ein Monster/gefährlichen Gegner zusammen mit einem anderen Mönch zu besiegen - sein Meister hat ihn auf Wanderschaft geschickt um genau diese Tat zu vollbringen.

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #16 am: 16 Okt 2019, 19:00:43 »
Büffel: Eine junge Frau bittet die Gruppe um Hilfe. Ihre Familie hat die ehrenvolle Aufgabe bekommen die Toten im See zu beschwichtigen. Durch das Versagen eines Beamten ihrer Familie kam es vor zwei Generationen zu einem Erdrutsch, das ganze Dorf wurde vom See verschlungen - mit vielen der Bewohnern. Doch durch die Wirren des Bürgerkriegs kam es zu einer Vernachlässigung der Aufgabe. Die junge Frau ist auf sich gestellt - doch ihre direkte, kämpferische Herangehensweise wird nicht ausreichen um die Ahnen zu besänftigen.
Hier kann Deine Gruppe die Bedeutung der Familie, der Tradition, der Ehre und der Rolle von Beamten in Zhoujiang lernen - und natürlich sehen wie die alt hergebrachte Ordnung durch den Krieg zerstört wird.
Sie können Verhandlungslösungen und kämpferische Ansätze kombinieren.

Vorschlag: Es ist eine Bootsfahrt auf den See notwendig um den Ahnengeist des Ortsvorsteher zu sprechen und mit Hilfe der Nachfahren kleine Opfer darzubringen und die Ahnen zu versöhnen. Einzelne blindwütige und schon zu Lebzeiten renitente Geister brauchen da wohl mehr als gute Worte ...

Achtung: Geister können für eine Anfängergruppe dank der hohen Schadensreduktion ziemlich gefährlich werden - vor allem wenn sie in Scharen auftreten.

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #17 am: 16 Okt 2019, 19:06:23 »
Willst Du für die Tiergeister kleine Questen oder eher Vignetten die den Charakter des Tiergeists und der Anhänger aufzeigt?

Dunkelzahn

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #18 am: 17 Okt 2019, 09:25:41 »
Erstmal vielen Dank für die tollen Vorschläge und Ideen.
Willst Du für die Tiergeister kleine Questen oder eher Vignetten die den Charakter des Tiergeists und der Anhänger aufzeigt?
Von beidem etwas! Wir werden nicht jede Provinz durchqueren und ich möchte auch nicht zu Starr in meinem Denken handeln sein.
Wenn man also durch eine Vignette kurze Spotlights auf einen Tiergeist wirft ist das für mich auch voll in Ordnung.

Mir gehts darum die Kultur zu veranschaulichen und die verschiedenen Aspekte deutlich zu machen.

Neben den Tiergeistern soll natürlich auch der Konflikt, die Nähe zu Ahnengeistern, das Beamtentum und die Lebensweise (Leidenschaft/Ehre/Familie) deutlich werden.

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #19 am: 17 Okt 2019, 17:42:29 »
Affe:
Die Gruppe reist durch irgend eine Provinz - als sie Rast in einem kleinen Dorf machen kommt ein Äffchen gerannt das ein mit Goldfäden verziertes Band hinter sich herzieht. Das Äffchen wird von einem Mann verfolgt der wie ein älterer, wohlhabender Händler aussieht. Das Äffchen lässt das Band liegen, stiebitzt sich etwas von der Gruppe und rennt zwischen die Dorfbewohner die die Gruppe umringen und staunen.
Der Mann betrachtet das als göttliches Zeichen - er ist Unggoy-Anhänger und es ist ein Ehrentag seiner Familie. Zu Ehren des Geburtstags eines wichtigen Ahnen beschließt er eine wilde Feier hier im Dorf zu feiern - und natürlich sind die Charaktere mit eingeladen.
Der Händler gibt Geld aus, ist aber vor allem daran interessiert die Jugend, die Leidenschaft und die Listigkeit zu feiern.

Diese Begegnung könnte ein Aufhänger sein um mit dem Händler zu reisen, eine Schaustellergruppe zu suchen oder einem Dieb nachzusetzen der "Listigkeit" auf seine Weise interpretiert ...

Nekio

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #20 am: 18 Okt 2019, 08:13:19 »
Affe:
Die Gruppe reist durch irgend eine Provinz - als sie Rast in einem kleinen Dorf machen kommt ein Äffchen gerannt das ein mit Goldfäden verziertes Band hinter sich herzieht. Das Äffchen wird von einem Mann verfolgt der wie ein älterer, wohlhabender Händler aussieht. Das Äffchen lässt das Band liegen, stiebitzt sich etwas von der Gruppe und rennt zwischen die Dorfbewohner die die Gruppe umringen und staunen.
Der Mann betrachtet das als göttliches Zeichen - er ist Unggoy-Anhänger und es ist ein Ehrentag seiner Familie. Zu Ehren des Geburtstags eines wichtigen Ahnen beschließt er eine wilde Feier hier im Dorf zu feiern - und natürlich sind die Charaktere mit eingeladen.
Der Händler gibt Geld aus, ist aber vor allem daran interessiert die Jugend, die Leidenschaft und die Listigkeit zu feiern.

Diese Begegnung könnte ein Aufhänger sein um mit dem Händler zu reisen, eine Schaustellergruppe zu suchen oder einem Dieb nachzusetzen der "Listigkeit" auf seine Weise interpretiert ...

Denk auch den Trink, Kletter und Brüllwettkampf bei so einer Party 😁🐒

Dunkelzahn

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #21 am: 18 Okt 2019, 11:40:55 »
Die Idee vom Fest finde ich Mega!!!
Auch als Aufhänger zum Abenteuer.

Was haltet ihr davon, das sein Sohn im Finale vom „Brüll“- Wettkampf seine Stumme verliert und nicht mehr sprechen kann.
Die Gruppe muss herausfinden warum der gefeierte Ahnengeist den Jungen bestraft und wie er zu besänftigen ist.

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #22 am: 18 Okt 2019, 19:57:38 »
Salamander: Eine junge Frau schleppt sich in ein Dorf in dem die Gruppe gerade rastet. Sie ist überfallen worden - an sich in diesen Zeiten nichts besonderes, aber die gläubige Dorfgemeinschaft ist außer sich vor Wut. Zwar ist sie keine Priesterin, aber eine fromme Anhängerin Akaharas. Die auf ihrer Reisequeste gesammelten Farben sind genauso weg wie die Edelsteine die sie zur Bezahlung dieser kostbaren Materialien einsetzen sollte.
Die Dorfgemeinschaft sammelt sofort und bittet die Gruppe die ungläubigen, barbarischen Räuber.

Es liegt an Dir ob der üble Haufen Söldner sind (vielleicht sogar aus Selenia), oder von einem Agenten Gagambas angeheuert wurden um einem Spinnenpriester zu erlauben die Gefahr zu bekämpfen.

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #23 am: 20 Okt 2019, 05:55:55 »
Delphin/Kranich:
Auf der Durchreise durch die Provinz des Flussdelphins erfährt die Gruppe die hohe Ehre bei der "Taufe" eines Schiffs anwesend sein zu dürfen. Das sehr formelle Ritual wird den Traditionen des Dorfs gemäß von einem Kranichpriester und einer Delphinpriesterin geleitet. Die Eleganz und die Harmonie des Zusammenspiels mag schon beeindruckend sein, doch die für die Reisenden vielleicht ziemlich exotisch Schwertalben vom Haus Suguri könnten sogar davon ablenken. Die Schwertalben haben diplomatische, vielleicht sogar familiäre Bande zu dem Dorf und verhalten sich neutral solange nicht die Ehre Kintais, ihres Hauses oder ihrer Waffen in Frage gestellt wird ...

Wenn die Gruppe das Vertrauen der Priesterschaft erlangt könnten sie gebeten werden einen jungen Kranichpriester mit ins Landesinnere zu begleiten damit er dort eine wichtige Hochzeit leiten kann. Dort erfahren sie das genaue Gegenteil von Harmonie. In dem kleinen Dorf waren Werber von General Wu. Seit dem geht die Spaltung durch Dorf und Familien. Die Reisenden können die Positionen von Wu und Yi erfahren - und sich je nach ihrer Überzeugung auf eine Seite stellen oder vermitteln um doch noch eine friedliche Hochzeit zu sehen.

Hinweis: Die Rollen der Priesterschaft sind hier nicht die absolut typischen, aber es ist im Kanon explizit erwähnt dass es Abweichungen gibt und fast jeder Priester fast jede Zeremonie durchführt wenn Not am Mann ist. Es gibt überall lokale Abweichungen und Traditionen die sich auch in den Farben und Gewandschnitten ausdrücken - dies wäre ein Beispiel für die Charaktere das nicht dem Standard folgt und trotzdem bestimmte typische Merkmale von Provinz und Tiergeist aufzeigt.

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #24 am: 21 Okt 2019, 18:17:29 »
Büffel:
Ein bescheiden aussehender Wanderer hält die Gruppe in einer der Provinzen auf durch die die Gruppe reist. Er fordert einen oder zwei zu einem Duell mit Trainingswaffen oder ganz ohne Waffen. Er spricht einen westlichen Dialekt und besteht auf das Duell ohne Nennung eines Grundes. Wenn einer oder mehrere Charaktere auf die Forderung eingeht und sich dabei gut anstellt und ehrenhaft handelt lädt der Wanderer die Gruppe ein ihn bei der Überwältigung einer marodierenden Trupps versprengter Söldner. Er ist ein Hirtenkrieger aus der Büffelprovinz der wegen unüberbrückbarer Meinungsverschiedenheiten mit Offizieren von General Wu flüchten musste.
Trotzdem hält er an der Tradition, seiner Sturheit und der Mission fest für einander da zu sein. Er würde es kaum verstehen wenn die Charaktere ob der offensichtlichen Notlage der Landbevölkerung und dem vollkommen unethischen und die Traditionen verletztenden Verhalten der abtrünnigen Söldner nicht helfen diese Plage zu beseiten - nachdem sie sich als würdig erwiesen haben ...

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #25 am: 22 Okt 2019, 19:35:02 »
Schildkröte:
Die Provinz mag die Kornkammer Prinzessin Yi's sein, die Bauern sind arm, die Abgaben hoch. Das Leben war vor dem Bürgerkrieg nicht einfach, jetzt ist oft so schwer dass Hungersnöte drohen.
Wenn die Gruppe durchreist werden die Charaktere mit stoischer Gleichmut, unterdrücktem Misstrauen oder vorsichtiger Neugier betrachtet. Verhalten sie sich freundlich und bezahlen was sie essen öffnen sich die Bauern etwas.
Ein Kind schenk einem der Nicht-Zhoujiangern eine kleine, abgegriffene Schildkröte aus Holz - damit sie nicht schutzlos sind oder Unheil über sich und ihre Gastgeber bringen.

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #26 am: 25 Okt 2019, 14:27:27 »
Die Gruppe trifft auf die Nachhut des Gefolges eines Adeligen aus der Fangschreckenprovinz (in der Provinz oder außerhalb).
Die Soldaten sind ausgesprochen misstrauisch und schauen sich die Spuren der Charaktere an - sie suchen auch Erntegeräte und exotische Waffen. Jeder Zhoujianger in der Gruppe wird doppelt misstrauisch befragt und beäugt. Der Adelige sieht sich mit ständigen Anschlägen, Täuschungen und Sabotagen konfrontiert. Er vermutet dass der oder die Gegner aus der eigenen Provinz stammen.
Genervt bietet er der Gruppe eine Prämie für die Ergreifung des/der Attentäter - tot oder lebendig.
Je nachdem auf welche Seite sich die Gruppe schlägt (falls sie sich überhaupt auf dieses gefährliche Spiel einläßt) stellen sie fest dass zwei Brüder aus der Fangschreckenprovinz hinter den Überfällen stecken. Sie nutzen Tarnung, List und bei den Bauern übliche "Waffen" und legen sich mit keiner Übermacht an - sie sabotieren Vorräte, halten die Wachen auf Trab, verüben Angriffe auf Vor- und Nachhut oder verbreiten Gerüchte über die bald eintreffenden Adeligen.
Diese versuchen hinter den Kulissen die Position von Prinzessin Yi zu stärken. Die Brüder sind fanatische Anhänger ... der Fangschreckenprovinz und des namensgebenden Tiergeists. Sie befürchten auch spirituelle Erdbeben wenn eine der Seiten in der Provinz die Oberhand gewinnt ...

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #27 am: 26 Okt 2019, 08:27:20 »
Bisher haben sich meine Beiträge hier auf zwei Themen gestützt:

  • Stereotype der Provinzen, deren Bewohner und der Anhänger bestimmter Tiergeister
  • Das überragende Thema in Zhoujiang (das ich liebe) - der Bürgerkrieg der drei großen Fraktionen

Das ist Absicht, wenn das Land und bestimmte Glaubensaspekte dargestellt werden sollen sind "typische" Verhaltensweisen nicht automatisch falsch. Wenn die Charaktere und Spieler diese erlebt haben macht es natürlich Sinn diese etwas aufzuweichen: Das Land ist riesig, nicht alle Leute gleich, die Erfahrungen auf dem Land und in der Stadt werden unterschiedlich sein. Wie fühlt jemand der mit einer Karawane in Selenia war? Wie beeinflusst eine ganz normale Reise einen jungen Mönch eines Kranichordens wenn er eben nicht Harmonie und die Einhaltung von Traditionen sieht, oder wenn diese pervertiert werden? Was tut ein Adeliger wenn sein kleines Haus in die Bedeutungslosigkeit abzudriften droht?

Auch die Geschlechterrollen etwas durcheinander zu wirbeln ist ganz im Sinne des Themas Zhoujiang. Das ist explizit im Kanon angelegt: Die traditionell herrschenden Kaiserinnen und auch sonst hochgestellten Frauen werden in den Bereichen der Armee durch Männer ersetzt, aber auch dort läuft alles nicht nach einem vorgezeichneten Schema.

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #28 am: 27 Okt 2019, 09:12:30 »
Phönix:
Die Gruppe nähert sich (relativ zur Größe des Reichs) ihrem Ziel, aber noch haben sie die Phönixprovinz nicht erreicht. Sie übernachten in einer kleinen Karawanserei abseits der großen Straßen die sich durchs Reich ziehen. Ein anderer Gast ist eine schweigsame, würdevolle Frau mit zwei Begleitern die offensichtlich besorgt sind um ihre Sicherheit. Ihre Gesichtszüge lassen ahnen dass sie Jogodai- oder Yakreiterblut in den Adern hat. Die Kleidung ist edel aber sichtbar schlicht gehalten.
In der Nacht kommt es zu einem Überfall auf das Hauptgebäude. Offensichtlich ist das Trio das Ziel.

Die Frau ist die ehemalige Leiterin eines Phönix-Klosters in den Bergen der gleichnamigen Provinz. Wenn es um Feinde geht kann sie aus dem Vollen schöpfen: General Wu's Agenten befürchten Verrat durch ihre Zugehörigkeit "zum Feind im Westen", Yi's Leute fragen sich warum sie auf der Flucht ist wenn sie nichts zu verbergen hat, die Triaden würden liebend gerne ein Druckmittel in der Hand haben um in den Goldhandel einsteigen zu können oder den Handel zu den Jogodai besser zu kontrollieren. Zu allem Überfluss kursiert in den Bergen das Gerücht die ehemalige Leiterin des Klosters verfüge über geheimes Wissen was große, heilige Goldvorkommen in der Nähe des Klosters.

Die Wahrheit sieht weniger dramatisch aus: Die Frau ist einer Intrige innerhalb der Kirchenhierarchie zum Opfer gefallen. Eine vorsichtige Annäherung an die wachsende Anzahl Anhänger des Purpuryaks ist gründlich schief gegangen ...

Dies ist ein komplexeres Szenario das vermutlich etwas mehr Spielzeit und Folgeszenen erfordert / ermöglicht. Die Gruppe könnte die Frau begleiten und beschützen, Attentäter und Goldgräber zur Strecke bringen und vielleicht eine Audienz bei Yi, Tenjin oder einem anderen wichtigen spirituellen Führer erwirken. Ob der jedoch von einer solchen "Aufweichung" des Glaubens in schweren Zeiten begeistert sein wird?
Möglich ist viel - innere Feinde kann die Provinz momentan nicht brauchen ...

Eine weitere Option ist eine Entführung der Frau in der Karawanserei oder später, und eine Jagd in die Goldfelder des Aiun. Der Schutz der heiligen Minen könnte ein Pluspunkt sein - bei den Klöstern, aber auch Yi.

Wandler

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Re: Einstiegsabenteuer in Zhoujiang
« Antwort #29 am: 01 Nov 2019, 10:18:14 »
Tiger:
Die Gruppe trifft auf dem Marktplatz einer kleinen Stadt einen Beamten der in Mitten der durcheinander laufenden und redenden Menschen etwas fehl am Platz wirkt. Der hohe Fellanteil an seiner Kleidung, die Ausdrucksweise und auch sein Dialekt machen (insbesondere dem Tigermönch) klar dass dieser Mann auss seiner Heimat stammt.
Er sucht "Das Feuer des Südens" - ob das ein Edelstein, ein Alchemikum oder eine Klinge ist kann er nicht sagen. Die Jäger in einem Dorf haben die Weissagung eines Ahnengeists erhalten dass das Eisherz, ein riesiges Ungeheuer, nur mit dieser "Zutat" besiegt werden können.

Du kannst diese Begegnung so kurz oder so episch ausgestalten wie Du willst: Eine Episode auf dem Weg, eine kleine Queste bei der es darum geht herauszufinden was dieses "Feuer des Südens" darstellt, oder eventuell einen ordentlichen Umweg um an dasselbe heran zu kommen und damit den Beamten zu unterstützen. Zwar wird der nicht allein reisen, aber auch seine zwei Begleiter haben keine Ahnung wie man mit den "Südländern" und ihren Glaubensgepflogenheiten und ihrem Geschäftssinn umgeht ...

Eine mögliche Komplikation ist der Versuch von Händlern (Triaden?!) den Beamten irgend ein wunderbares "Feuer des Südens" zu verkaufen - für richtig teures Geld (oder mitgebrachte Handelsware).