Autor Thema: Auf dem Splittermond...eine Dark-Fantasy-Kampagnenwelt für Splimo  (Gelesen 3078 mal)

Rumborak

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Re: Splittermond....auf dem Splittermond
« Antwort #15 am: 08 Feb 2018, 13:52:33 »
Zitat von: Waldviech
Als der Mond barst und "ETWAS" aus dem Inneren des Mondes entkam, griffen Yonnus und einige andere Götter ein, um die Völker des Splittermonds zu retten. Ihre Macht ist es, die den Rest des Mondes und seine Splitter weitgehend zusammenhalten.

Ein Gott/göttliches Wesen hält die Splitter zusammen, aber wird davon fast zerissen. Nur wenn Priester der Kirche alle 108 Minuten ein Ritual vollführen, reicht die Kraft damit der Gott/das Wesen nicht zerissen wird. Bei dem Ritual wird ein Opfer stellvertretend durch zerreißen gevielteilt.
Die Opfer werden zufällig ausgesucht. Der Allgemeinheit ist nicht bekannt zu welchem Zweck. Sie gehen davon aus das die Auserwählten einen der begrenzten Plätze bekommen, um durch das Mondtor nach Lorakis zu reisen. Dort werden sie ein unbeschwertes Leben haben.

SeldomFound

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Re: Splittermond....auf dem Splittermond
« Antwort #16 am: 08 Feb 2018, 14:08:30 »


Zitat von: Waldviech
Als der Mond barst und "ETWAS" aus dem Inneren des Mondes entkam, griffen Yonnus und einige andere Götter ein, um die Völker des Splittermonds zu retten. Ihre Macht ist es, die den Rest des Mondes und seine Splitter weitgehend zusammenhalten.

Ein Gott/göttliches Wesen hält die Splitter zusammen, aber wird davon fast zerissen. Nur wenn Priester der Kirche alle 108 Minuten ein Ritual vollführen, reicht die Kraft damit der Gott/das Wesen nicht zerissen wird. Bei dem Ritual wird ein Opfer stellvertretend durch zerreißen gevielteilt.


Eher alle 108 Tage. Wie sind hier nicht bei Warhammer 40k.

Und man sollte beachten, dass der Splittermond in der Tat einen Gott hat oder ein Gott ist, namentlich Ronash, bzw.Darunwal usw.


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Zelon

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Re: Splittermond....auf dem Splittermond
« Antwort #17 am: 08 Feb 2018, 14:14:05 »
Hihi und Dragon Hunters^^. Mann, habe ich die Serie lange nicht mehr gesehen.

Mir sind noch drei Ideen gekommen:

Mondgesichter: Mysteriöse Kreaturen des Chaos, die plötzlich aus dem auftauchen und alles verschlingen, was sie mit einem Bissen erwischen können. Die gute Nachricht: Die Verdauung kann bis zu mehreren Monaten dauern, sodass immer Hoffnung auf Rettung besteht. Die schlecht Nachricht: die Bewohner des Mondes können immer noch verhungern und es ist nicht einfach, die harte Haut der Gesichter zu knacken. Allerdings gibt es auch Geschichten über Flüchtige, die sich freiwillig in die Münder der Monster begaben, um dort auf Hilfe zu warten. Es sollte auch erwähnt werden, dass das Aufbrechen die Mondgesichter nicht tötet. Dazu müsste man den Rest ihres Körpers finden, der sich wahrscheinlich in den Tiefen des Mondes zu finden ist, wo auch die anderen Chaoskreaturen leben...


Der Hof der Naturgeister: Ebenso wie beim Mondmann, habe ich mich hierbei von Peterchens Mondfahrt inspirieren lassen. Diese Gruppe von mächtigen Feenwesen unter der Führung der "Sternenfee" reisen über den gesamten Mond und nisten sich als Gäste bei den Reichen und Mächtigen ein. Als Gäste bringen sie einige positive Nebeneffekte mit sich: das Land wird fruchtbarer, Urwetter bleiben aus und alle Einwohner eines Splitters schlafen angenehmer. Dies hält sich allerdings nur solange, wie der Hof sich unterhalten fühlt und niemand sie beleidigt. Sollte eines von beiden eintreffen, fegen Stürme über das Land, kann niemand ein Auge zu tun und werden die Sterblichen durch blendendes Licht in den Wahnsinn treiben. Sie diplomatisch dazu zu bringen ihren Gastgeber zu verlassen ist also ein schwieriges Unterfangen. Außerdem schert es die launischen Kreaturen nicht, wie arm ihr potentieller Gastgeber ist. Wen sie erwählen, der hat sie zu bewirten. Dies sind die Regeln, an die sich jeder zu halten hat.


Sonnenanbeter: Ist eigentlich nur logisch, dass das Gegenteil einer Dominanz von Mondkulten Sekten sind, die sich der Anbetung der Sonne verschrieben haben. Diese Kulte teilen sich alle ein Ziel: die Vereinigung aller Materie zu einer gewaltigen Sonne. Dazu muss aber alle Materie, Besitz, Landschaften und das eigene Fleisch vernichtet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, tun sich die Ärmeren als Fackel tragende Mobs zusammen, die versuchen Dörfer und Wälder zu verbrennen, während kleinere Gruppen sich aus Intellektuellen zusammensetzen, die das große Feuer mithilfe der Magie über den Mond bringen wollen. Wahre Auserwählte erkennt man daran, dass ihre Augen ausgebrannt sind und durch ein blendendes Licht in den Höhlen ersetzt wurden.

Gegner der Kulte theorisieren, dass in Wirklichkeit die chaotischen Mächte aus dem Mond oder die Drachlinge mit ihren Opferkulten hinter den Sonnenanbetern stecken. Merkwürdigerweise kämpfen die Dracurier mindestens genauso oft gegen diese Kulte, da es einem verbrannten Leib an opferbaren Blut mangelt. 
« Letzte Änderung: 08 Feb 2018, 17:30:33 von Zelon »

JohnLackland

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Re: Splittermond....auf dem Splittermond
« Antwort #18 am: 08 Feb 2018, 15:02:31 »
Bei den Gott / Göttern des Splittermondes: Es sind Götter die für den Splittermond stehen. Da nicht geklärt ist wie das funktioniert mit den Göttern, würde ich lorakische Götter ignorieren. Es ist ja ne abgefreakte Idee, im Grunde SpliMo Pulp ;-)
Spielst du schon oder diskutierst du noch über die Regeln?

TrollsTime

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Re: Splittermond....auf dem Splittermond
« Antwort #19 am: 08 Feb 2018, 15:14:24 »
Zu "Sonnenanbeter":
Müsste das Gegenstück zum lorakischen Mondanbeter nicht
a) ein Lorakis-Anbeter
b) ebenfalls ein Mondanbeter (sind ja zwei weitere da und sogar näher als Mond<->Lorakis)
sein?
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"

TrollsTime

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Re: Splittermond....auf dem Splittermond
« Antwort #20 am: 08 Feb 2018, 15:18:10 »
Hätte schon mal Bock sowas zu spielen.
Als Charakter stelle ich mir den Vargen "Nippip Messerstecher" vor.
Bei Gnomen-Assassinen ausgebildet, ist sein Weg eher der stille und heimliche und er tötet bevorzugt mit einem winzigen Skalpell.

EDIT:
Wir brauchen fliegende Wale und einen fliegenden Transportservice.
-- Wal-Zeppeline
-- Seifenblasen
-- Dingensthopter
-- inflationär gebrauchte Flugzauber wie "Verwandlung: Hautblase" (Es bildet sich am Rücken ein Luftsack) oder "Verwandlung: Segelhaut" (Es bildet sich unter den Armen eine Segelhaut). Beide sind mit Rüstungen blöd und beim zweiten scheitern Waffen.
Im Gegenzug kann es auch ne "waffenlose Meisterschaft: Flugangriff" geben.
Bewegung: "Großer Sprung" (verstärkt: "Sprung, der der Realität spottet") hilft zwar nicht beim Fliegen, lässt einen aber Ebenen auf den fliegenden Inseln ziemlich leicht überwinden. Und dann will ich natürlich auch die "waffenlose Meisterschaft: Sprungangriff" (auf für Charaktere ohne rote Mütze)
« Letzte Änderung: 08 Feb 2018, 15:24:14 von TrollsTime »
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"

Zelon

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Re: Splittermond....auf dem Splittermond
« Antwort #21 am: 08 Feb 2018, 16:58:02 »
Zu "Sonnenanbeter":
Müsste das Gegenstück zum lorakischen Mondanbeter nicht
a) ein Lorakis-Anbeter
b) ebenfalls ein Mondanbeter (sind ja zwei weitere da und sogar näher als Mond<->Lorakis)
sein?

Guter Punkt, ich dachte hier eher an den alten Dualismus zwischen Sonne und Mond, in dem die Sonne als das Licht der Wahrheit angesehen wird und der Mond als ein Zeichen des Bösen. In diesem Fall "blendet" die Sonne, aber durch strahlendes Licht und falsche Wärme, während der Mond vielleicht kalt ist, aber zumindest Teil der materiellen Welt (oder Mond, höhö) ist, auf der das Geschehen spielt. Die Sonne ist ein Heilsversprechen, das sich nie für die Sterblichen erfüllen wird, da sie vorher verbrennen und es sich physisch nicht auf ihr leben lässt (daher auch die sehr vergeistigte Version eines vagen Leben danach in einem Zustand ewiger Einigkeit als Ausgangsphilosophie).

Außerdem hat der Mob mit Fackeln endlich mal eine richtige Begründung In-Universe ;D.
« Letzte Änderung: 08 Feb 2018, 22:25:20 von Zelon »

Rumborak

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Re: Splittermond....auf dem Splittermond
« Antwort #22 am: 08 Feb 2018, 17:13:30 »
Wir brauchen fliegende Wale und einen fliegenden Transportservice.

So könnten sich die Historiker auf Lorakis das Leben auf dem Mond vorgestellt haben :)
Whalers on the moon - https://www.youtube.com/watch?v=y6miuzFzonU

Waldviech

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Re: Splittermond....auf dem Splittermond
« Antwort #23 am: 08 Feb 2018, 21:27:37 »
Boah, da guckt man mal kurz weg.... ;D
Die in der zwischenzeit aufgekommenen Ideen find ich auch ziemlich adaptierenswert. Die vorgeschlagenen Kulte haben definitiv was. Fiese Kulte sind schließlich das Salz in der Suppe von Fantasywelten. Oder eines der Salze.  8) Der Sonnenkult ist geradezu ein Muss und auch den Opferkult find ich nicht übel - wobei ich die ganze Opferthematik eher einer völlig irren Splittergruppe der Kirche zuschanzen würde, statt gleich der gesamten Kirche.

Und um mal etwas zu spezifizieren, wie ich mir die Kirche des Weinenden Bewahrers vorstelle:
Im Großen und Ganzen erfüllt die ein Konzept, dass es auf Lorakis (intendiert) nicht gibt: Die einer königreichsübergreifenden, umfassenden "Weltreligion", vermischt mit dem Konzept eines "Bösen Imperiums" (das allerdings eher so funktioniert, wie das Reich von Imperator Ming als das von Imperator Palpatine ;) ). Die Kirche des Weinenden Bewahrers ist so ziemlich das, was dabei herauskäme, wenn die Borgia-Päpste, unterstützt von der spanischen Inquisition Torquemadas irgendwie an eigene Streitkräfte in erheblichem Umfang kämen. Glendrys hat mit den ehemals unsterblichen Prätorianern und seiner riesigen, "Heiligen Armada" ohnehin schon eine militärische Macht, die sich gewaschen hat. Diese Macht nutzt Glendrys massiv dazu, seinen Einfluss auf die umliegenden Reiche auszuüben. Fast überall sind, um zentrale Kathedralen herum, Truppen stationiert, die je nach Königreich fast den Charakter von Besatzungstruppen haben. Die meisten Könige und Senatoren beugen daher zumindest vordergründig die Knie vor dem "Obersten Tormeister", dem "lunaren Papst". Die kirchlichen Legaten sind daher auch oft eher "imperiale Statthalter" denn Priester und wichtige Persönlichkeiten, deren Interessen die jeweiligen Staatsoberhäupter zu respektieren haben. Die Kirche nutzt ihre Machtposition geziehlt dazu, Ressourcen aus den Königreichen nach Glendrys abzuziehen und so den eigenen Reichtum zu mehren. Zu diesen "Ressourcen" gehören im Übrigen auch Krieger und Soldaten.
Theologisch läuft die ganze Sache so, dass der Weinende Bewahrer als oberster aller Götter gilt, eben da er die Welt zusammenhält. Andere Götter existieren natürlich. Sie haben oft eine ähnliche Rolle, wie sie im Katholizismus Heilige haben und werden als "Sub-Divinitäten" bezeichnet. In der Praxis bedeutet dies, dass man, sofern man dem Weinenden Bewahrer huldigt und, das ist der Kirche noch wichtiger, brav seine Steuern zahlt, ruhig seine lokalen Götter verehren. Nur eines darf man nie und nimmer: Man darf niemals, never ever eine organisierte Priesterschaft für diese lokalen Götter gründen. Die Kirche duldet keinen anderen Klerus neben sich.
Was auch noch ziemlich wichtig ist: Der Weinende Bewahrer ist kein böser Gott. Ganz im Gegenteil ist er eine Gottheit, die für Liebe, Güte und Gerechtigkeit steht. Problem ist: da er den Planeten zusammenhalten muss, reicht seine Macht kaum noch für etwas anderes. Und seine selbstsüchtigen Priester sind machtgierig, korrupt und eigentlich auch nicht mehr übermäßig fromm. Rebellion richtet sich daher oft eher gegen die Priester als gegen den Weinenden Bewahrer.

Und zum Chaosbegriff auf dem Splittermond:
Chaos funktioniert hier nicht wie bei Warhammer, wo es eine Art pervertierende Macht darstellt. Chaos auf dem Splittermond ist...chaotisch. Der ewige Chaossturm unter den schwebenden Inseln hat kein festes Muster, keine Strömungen, die man studieren und verstehen könnte. Es gibt nur unberechenbare Blitze, Geröllstürme und gewaltige Eruptionen, die ohne festes Muster ausbrechen. Die Kreaturen des Chaos, die immer mal versuchen die Oberfläche zu verwüsten, sind in der Masse tierhaft. Man kann sie grob in Kategorien, wie etwa die Mondgesichter, einteilen, aber im Grunde gleicht keine Kreatur des Chaos der anderen. Das einzige, was sie alle eint, ist ihre absolute Feindschaft allem anderen Leben gegenüber. Alles, was sie wollen, ist Fressen und sich vermehren. Sie folgen keinem erkennbaren Muster, keinem erkennbaren Plan einer höheren Intelligenz oder Ähnlichem. Selbst wenn eine einzelne Chaoskreatur intelligent sein sollte, was durchaus vorkommen könnte, dann folgt sie keinem großen Plan, sondern reagiert stets von jetzt auf gleich.
Unter Gelehrten gibt es zu den Chaoswesen drei verschiedene Denkschulen:
- Chaoskreaturen sind tatsächlich stets chaotisch. Das ist ihr Wesen. Punkt.
- Der Plan des Chaos ansich ist so brilliant und komplex, dass Sterbliche ihn nicht durchschauen können.
- Chaoskreaturen sind Diener der gefallenen Göttin, die im Mond eingesperrt war und durch ihren Ausbruch das Zersplittern der Welt verursacht hat. Als sie den Splittermond verlassen hat, hat sie auch ihre Diener verlassen - herzlos und finster wie sie ist, war ihr das Schicksal ihrer "Kinder" völlig egal. Nun existieren die Chaoskreaturen ohne die Führung ihrer Herrin und sind im wahrsten Sinne des Wortes planlos.

Zelon

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Re: Splittermond....auf dem Splittermond
« Antwort #24 am: 09 Feb 2018, 14:09:03 »
Die Kirche liest sich wunderbar korrupt! Mir kamen ein paar Ideen zu den Positionen der Rassen in der Kirche:

Menschen: Sind in der Überzahl und haben daher die meisten Sitze. Business as usual.

Gnome: Werden oft immer noch als Feenwesen angesehen und müssen daher noch härter daran arbeiten aufzusteigen. Aus diesen Gründen gelten hochrangige Mitglieder dieser Rasse als besonders harte Hunde.

Varge: Gelten als verfluchte Werbestien und daher ist es ihnen verwehrt als Priester aufzusteigen. Neben den Zwergen stellen sie aber die besten Kämpfer der Kirche und sind auch ihre treusten Anhänger. Ein unsterblicher Prätorianer zu werden ist die höchste Ehre, die ein Varg sich vorstellen kann.

Alben: Galten lange Zeit als die dritte Partei, mit der sich die Menschen oder Zwerge verbündeten, aber jetzt sehen sie ihre Chance gekommen und versuchen jetzt aggressiv ihren heidnischen Cousins in den Wäldern zu konvertieren und dort ihre eigenen Kolonien zu errichten. Davor galten sie als klösterliche Archivare, die einen Großteil des Wissens horteten und gegen den passenden Preis herausrückten. Jetzt ist natürlich die Zeit gekommen, um das Wissen für sich selbst einzusetzen.

Zwerge:   Neben den Menschen waren die Zwerge die zahlenmäßig größte Fraktion und sahen sich als Hüter der vier Siegel im Mond als das auserwählte Volk des weinenden Bewahrers. Religion und Staat waren nicht getrennt im Zwergenvolk, sodass also die Hohepriester auch gleichzeitig die Herren ihrer Reiche, den Clans, waren.  Dadurch konnten sie ihren Vertretern in der Hauptstadt natürlich mit der einen oder anderen Spende aushelfen und sicherten so die Bezahlungen hauptberuflicher Intriganten während der Wahl des Obersten Tormeisters.

Es gab fünf große Clans, die alle ein Söldnerheer stellten, das im Dienste ihres Hohepriesters und damit auch der Kirche stand. Die Clans wurden jeweils nach großen Monstern getauft, die deren Gründer erschlugen. Den mächtigsten Clan wurde der Titel "Diamant" verliehen, der neben den Prätorianern als Arm der Kirche in den Krieg zog und für die Priester ein Drittel aller Einnahmen einzog, sodass der Klerus selbst dann an einem Krieg verdiente, wenn zwei Söldnerheere verschiedener Clans in einem verbündeten Land stritten. Die Söldner sehen sich als Handwerker des Krieges, die eine notwendige Arbeit für den weinenden Bewahrer erfüllen und diesen Job natürlich gut zu erfüllen versuchten. Der größte Teil der Zwerge lebte im Inneren des Mondes und nach dem Splittern, gilt also der größte Teil der Bevölkerung als Tod oder zumindest verschollen. Das hatte natürlich auch Folgen für die Söldnerheere.

Die (Platzhalter-)Namen der Clans sind:

Clan Werwolf: Galten als die besten und ehrenhaftesten Kämpfer und als Gegengewicht zur Korruption der restlichen Clans. Vor dem Splittern hatten sie den Ehrentitel Diamant inne. Ihr Söldnerheer befand sich zur Zeit des Splitterns auf einem Kreuzzug und legte den Titel ab, um eine Expedition in die Tiefen des Mondes zu starten, damit sie so viele Zwerge retten können wie nur möglich. Da immer wieder Flüchtlinge aus den Tiefen auftauchen, sind vielleicht noch einige am Leben.

Clan Drachling: Stellten das größte Söldnerheer und waren lange Zeit Diamant, aber interne Streitigkeiten und  Korruption schwächten ihn. Jetzt nachdem Clan Werwolf so gut wie aufgelöst ist, könnten sie ihren alten Titel zurückgewinnen, aber nach dem Tod ihres Kommandanten, hat sich das Söldnerheer in zwei Lager gespalten, die vielleicht bald aufeinander losgehen werden. Gerüchten zufolge, sorgen Drachlinge und die Hasengeister dafür, dass die Konflikte immer schlimmer werden.

Clan (Mondstein)Drache: Das Söldnerheer dieses Clans fühlte sich nach dem Splittern von der Kirche verlassen und hat sich in die Dienste der Königin Thir-Nygachs gestellt. Die Kirche hat den Clan dafür exorziert, weswegen die wenigen Überlebenden sich in die Dienste von Clan Troll stellten, in der Hoffnung, dass ihre Kinder vollständig integriert werden.

Clan Riese: Ihr Söldnerheer wurde schon vor der Katastrophe vernichtet, als dessen Kommandantin den Hof der Naturgeister verärgerte. Ihre Leichen und Waffen befinden sich immer noch am selben Ort, eingeschlossen in einem heftigen Sturm, ihre Geister leidend an diesem Platz gebunden.

Clan Troll: Der jüngste Clan, der nur gegründet wurde, um die an der Oberfläche lebenden Zwerge zumindest nominell unter einer Herrschaft zu vereinen. Früher der kleinste der Clans, besitzen sie als einziger Clan noch eine funktionierende Ökonomie und eine stabile Bevölkerung, was ihnen auch den Titel des Diamant einbrachte. Ihr Hohepriester  versucht die neu gewonnene Macht weise einzusetzen und es wird gemunkelt, dass dieser Clan versucht mit der jahrhundertealten Korruption in der Kirche aufzuräumen und sich für eine vermehrte Einsetzung von gnomischen und vargischen Priestern einsetzt. Damit machen sie sich jetzt keine Freunde in den oberen Rängen.
« Letzte Änderung: 09 Feb 2018, 21:09:18 von Zelon »

Waldviech

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Re: Splittermond....auf dem Splittermond
« Antwort #25 am: 09 Feb 2018, 14:56:33 »
Cooles Zeugs! Heut Abend werd ich mir mutmaßlich mal nen Kopf um die potentielle Timeline machen. So bin ich jetzt z.b. unausgesprochen davon ausgegangen, dass die Kirche nach dem Splittern entstanden ist, aus irgend nem postapokalyptischen Kult. Die Drachlimge würde ich im Übrigen, wie auf Lorakis als SEHR stark E ingedampfte, faktisch ausgestorbene Fraktion sehen - was natürlich nicht heißt, dass nicht ein kleiner, überlebender Zirkel von ihnen nicht noch Unheil stiften könnte...

Zelon

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Re: Splittermond....auf dem Splittermond
« Antwort #26 am: 09 Feb 2018, 15:02:35 »
Si, dafür sind sie ja da! Als Strippenzieher und düstere Propheten des Untergangs ... und ich dachte jetzt eher, dass die Rebellion auf dem Mond früher stattfand und die Kirche das Mondtor zerstört hatte :D. Huh.

Waldviech

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Re: Splittermond....auf dem Splittermond
« Antwort #27 am: 09 Feb 2018, 16:03:26 »
Das kriegen wir zusammengegossen! Da bin ich zuversichtlich.  8)

Mal ganz nebenbei: Für optische Inspirationen zum Splittermond würd ich ja empfehlen, einfach nach Bruce Pennington zu googeln. Das, was der Altmeister da so gemalt hat, geht schon in eine ziemlich richtige Richtung, find ich. (Leider ist Bilder vom Smartphone aus verlinken ein Krampf...daher mach ich das heut mal nicht.)

Zelon

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Re: Splittermond....auf dem Splittermond
« Antwort #28 am: 09 Feb 2018, 21:03:40 »
Mir sind ein paar Ideen zu den unsterblichen Prätorianern gekommen und wie man sie vielleicht mit dem Opferkult verbinden kann:

- Die Unsterblichkeit zeigt sich bei ihnen dadurch, dass sie nicht mehr altern und zu ihren Hochzeiten schneller und stärker als der durchschnittliche Mondler waren, immun auf Toxine jeder Art reagierten und Wunden und sogar abgeschlagene Körperteile rasend schnell regenerierten (weswegen manche dieser abgeschlagenen Extremitäten als heilige Reliquien eingegossen und für teuer Geld unter der Hand verkauft wurden). Theoretisch waren sie auch damals sterblich, aber ihre Kräfte machten es extrem schwer sie zu töten.

Ihre Fähigkeiten haben seit dem Splittern stark abgebaut. Zwar sind sie immer noch zäher und regenerieren vergleichsweise schnell, aber um einen Arm zu heilen, müssen sie ihn wieder annähen und können ihn nicht mehr nachwachsen lassen. Am schlimmsten ist für die ältesten Mitglieder jedoch, dass sie ihre ersten grauen Haare entdecken und ein Gefühl, dass man am besten als Entzugserscheinungen beschreiben kann, denn ihre Unsterblichkeit kam vom Weinenden Bewahrer, der sie im Kreis der Garde aufnehmen musste und der sie an sich band.

- Die Nähe zu ihrem Gott sorgte vielleicht auch dafür, dass die Prätorianer niemals korrupt wurden und einen Obersten Tormeister nur dann erschlugen, wenn sie glaubten, dass seine Ränke der Kirche schadeten. Das bedeutete allerdings auch, dass sie in der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich sind, solange sie GLAUBEN, dass ihr Tun ihrem Gott dient. Trotzdem käme es ihnen nie in den Sinn die Kirche zu stürzen oder die Ketzer aus Thir-Nygachs zu unterstützen, da die weltliche Ordnung vielleicht fehlerbehaftet ist, aber von ihrem Gott als die wahre und gerechte angesehen wird (sonst hätte er sie längst zerstört). Dummerweise ist man sich in den Reihen der Prätorianer auch nicht darüber einig, ob die angestrebten Reformen des Troll Clans eine gute Idee sind oder ob sie nicht auch an Ketzerei grenzen.

- Obwohl sie gegen die oberen Stände mit aller Härte und intrigant vorgehen, zeigen sie den Armen und Bedürftigen eine erstaunliche Milde, die erneut vielleicht auf den weinenden Bewahrer zurückzuführen ist. Die Prätorianer betreiben die größten Armenhäuser und werden dafür vom Volk geliebt. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass sie dadurch auch treue Rekruten für das Heer und später für die Prätorianer rekrutieren.

- Ein weiterer Tick der Prätorianer ist, dass sie nie Außenstehende anheuern werden. Muss ein Meuchelmord ausgeführt werden, wird ein Gardist erwählt oder zumindest der Angehörige einer Familie von Leuten, die den Elitesoldaten schon seit langem dient. Sie sind schließlich die würdigsten Diener des Bewahrers, wenn man also etwas erledigt haben will, muss man es selbst tun!

- Albische und zwergische Prätorianer gelten als geduldiger und besonnender, da sie oft hundert Jahre im Dienste der Kirche verbrachten und sich ihren Rang als Prätorianer als studierte Strategen oder als Kommandanten gefährlicher Garnisonen bewiesen haben. Da Menschen und Varge kurzlebiger sind, haben sie sich ihren Rang meistens durch besonders waghalsige Heldentaten erworben. Und jeder blickt mit Ehrfurcht auf die wenigen gnomischen Prätorianer, da niemand sich vorstellen kann, wie sie es in die Ränge der größten Elite geschafft haben.

- Derzeit versuchen die Prätorianer so viele Reliquien wie möglich in ihre Hände zu bekommen, vor allem solche mit großer magischer Macht. Zyniker denken, dass sie damit versuchen ihre Lebenszeit künstlich zu verlängern. In Wirklichkeit planen die Anführer der Prätorianer sich und den größten Teil ihrer Soldaten zu opfern, um so den göttlichen Funken zum weinenden Bewahrer zurückzuführen. Dafür bräuchten sie aber das passende Ritual, weswegen sie auch nach den verbotenen Schriften der Drachlinge forschen. Eine kleine Gruppe ausgewählter Spezialisten versucht auch der Mondkriegerinnen habhaft zu werden, denn je mehr göttliche Essenz umso besser. Zu dumm, dass die Wirtskörper der mächtigen Geister so schnell verfallen ...
« Letzte Änderung: 09 Feb 2018, 21:06:32 von Zelon »

Waldviech

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Re: Splittermond....auf dem Splittermond
« Antwort #29 am: 10 Feb 2018, 14:11:38 »
Das hat was. Die "unsterblichen" Prätorianer haben natürlich noch ein gewaltiges Problem: Sie werden immer weniger und da ihre Macht seit dem Splittern massiv geschwunden ist, können sie nur noch sehr, sehr wenig Nachwuchs zu echten Prätorianern ausbilden. Tatsächlich gibt es nur noch ein paar hundert, oder gar nur ein paar Dutzend echte Prätorianer. Die meisten "Prätorianer", die Normalsterbliche zu Gesicht bekommen, sind sterblicher Ersatz - genau so korrupt wie der Rest der modernen Kirche. Es gibt also sozusagen zwei Prätorianerorden - den alten Orden, dessen "unsterbliche" Mitglieder zwar skrupellos vorgehen, aber noch immer auf der guten Seite stehen und einen neuen Orden, der bei Weitem nicht über die magische Macht der alten Prätorianer verfügt, aber dafür über Manpower - und eine nicht zu unterschätzende Machtgier. Nach außen dringt davon natürlich wenig.

Im Übrigen hab ich, glaube ich, den Bogen raus, warum es eine "Kirche" schon vor dem Splittern gab:
Die Drachlinge hatten schon Jahrhunderte, vielleicht sogar Jahrtausende vor dem Splittern eine ganze Menge Sklaven auf den Mond geschafft, die ihnen Mondstahl und andere Rohstoffe beschaffen sollten, die auf Lorakis nicht zu finden waren. Allerdings hatten die Drachlinge eine entscheidende Schwäche: Anders als die Sklavenvölker vertrugen sie irgend etwas auf dem Mond nicht. Ohne Schutzzauber und gehörige Vorsicht welken Drachlinge auf dem Mond dahin. Also etablierten sie Verwaltungsstrukturen unter den Sklaven - eine Priesterschaft, die an ihrer Stelle die Sklaven kontrollierte. Damit die Sklaven nicht an Rebellion dachten, sorgten sie dafür, dass die Sklaven einen sanftmütigen Gott der Liebe und der Heilung verehrten, der Gewalt ablehnte. Außerdem verliehen sie den Prätorianern gewisse Kräfte und Privilegien, um einen starken Arm auf dem Mond zu haben, falls es wider Erwarten doch zu Aufständen kommen sollte.
Als es schließlich zum Splittern kam und die Drachlinge starben, oder sich in geschützte, schwarze Pyramiden in den entferntesten Winkeln des Mondes zurückzogen, rettete der Gott, der der weinende Bewahrer werden sollte, die Zivilisation der Sklaven, in dem er das weitere Zerfallen des Splittermondes aufhielt. Übrig blieben die Priesterverwaltung und die Prätorianer...ordentlich geschwächt und durch den Wind, aber einer der Kerne des späteren Wiederaufbaus.