Autor Thema: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....  (Gelesen 11816 mal)

Typhon

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Re: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....
« Antwort #45 am: 17 Jan 2018, 20:07:14 »
Haha :D

Okay, danke für die Antwort ;)
Das macht für mich das edelhandwerk "Kochen" auch um einiges nützlicher, habe mich immer gefragt "Wer zur Hölle will gut kochen können?!" (als Anmerkung: bin Student und bin Mensa essen gewöhnt, somit weiß ich, dass man auch mit... Sagen wir nur 4 Sterne Menüs über den Tag kommt)

Hiramas

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Re: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....
« Antwort #46 am: 18 Jan 2018, 03:54:43 »
Als relativ frischer SL habe ich einige der Probleme auch schon erlebt. Vielleicht wäre es da sinnvoll für die nächste Version des GRW mehr optionale Module ans Ende zu bauen, die das Spielerlebnis verändern?

Ein paar kleine Kommentare von mir zur Diskussion:
Als SL würde ich auch sagen, dass ein gelungener Überraschungsangriff von hinten mit Dolch im Tod des Opfers endet, egal wie viele LP und wie viel Schaden das rechnerisch gewesen wären. Ich lasse ja auch bei ner Hinrichtung nicht den Schaden auswürfeln, nur ob es geklappt hat.

Eine Sache, die ich wohl aus dieser Diskussion mitnehmen werde ist die Reduzierung der Gesundheitsstufen bei Gegnern und Monstern. Es ist sehr schwer meiner Gruppe eine Herausforderung im Kampf zu geben, ohne dass das in eine zwei-stündige Session ausartet.

Die Idee von Typhoon, dass bestimmte Gegner als Gruppe auftreten finde ich super, das verändert die Dynamik immens. Eine Bande aus drei Rattlingen wird dann eben gefährlich, zwar hat jeder der drei nur einen LP-Balken (vllt. mit einem kleinen LP Bonus im Vergleich zum GRW) , aber sie dürfen drei mal angreifen. Auch eine Hausregel, die ich mir genauer anschauen werde.

Und zum Schluss hoffen wir ja alle, dass der Magieband uns viel neues bringen wird. Bis dahin könnte man ja auch hier Hausregeln anwenden, wie z.B. eine Meisterschaft, die es ermöglicht den Zauber zu formen und somit bestimmte Effekte zu erzielen? EDIT: Ich konnte es erst nicht finden, aber in DnD 5e heißt das "Spell Sculpting" und erlaubt es, dass Sprüche mit Flächenschaden verbündete nicht verletzen. Das ist bei uns ja kein Problem, meine Idee ging eher in zusätzliche/veränderte Effekte, das braucht natürlich gutes Balancing, könnte aber noch interessante Vielfalt bringen. Außerdem kann man immer auch neue Sprüche erschaffen, wenn sie denn halbwegs passen. Das fehlen permanent magischer Gegenstände ist mir auch schon aufgefallen, man brauch immer noch Fokus, was der Idee von "Magie ist überall" ein wenig widerspricht und überarbeitet werden sollte. Ansonsten sehe ich auch über die Einschränkung bei Bedarf hinweg, wenn es meiner Story dient.

Im großen und ganzen gefällt mir Splittermond, aber ich mag auch theorycrafting, ich mag Brettspiele und Taktik. Jeder hat halt seinen eigenen Geschmack. Ich finde es allerdings gut, dass diskutiert wird über so vieles.
« Letzte Änderung: 18 Jan 2018, 04:02:18 von Hiramas »

TrollsTime

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Re: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....
« Antwort #47 am: 18 Jan 2018, 07:23:11 »
Zu "Kochlöffel":
Die Chimäre hat Seldom ja schon aufgelöst.
Man muss einen Kochlöffel mit einer Parierstange oder einem Schwertknauf vergleichen, nicht mir der ganzen Waffe.
Das lag mir schon die ganze Zeit auf dem Gaumen.
Splittermond zu bashen, weil einem eine Regel gefällt, bitte sehr!
Aber mit einer haltlosen Behauptung...

@ John
... das tut dann halt weh und führt nicht grad zu einer diplomatischen Grundeinstellung bei mir

Zu "Kochen":
Hier aber auch ein Kritikpunkt von mir. Ich finde es gut, dass es keine "Phantomregeln" gibt für eine Fertigkeit, die dann eh keinen Nutzen hat. Ich finde es gut, dass Kochen nicht das Stiefkind von "Alchmie" ist aus Angst, was man da sonst an Regeln reinschreiben könnte. EDIT: Gemeint "Hey einfach Elixiere könnt ihr auch kochen und äh ne Hexe darf auch richtige Elixiere machen. Für alle anderen ist das Talent regeltechnisch überflüssig" EDITENDE
Ich finde es schlecht, dass es dazu praktisch keine Regeln gibt.
Damit meine ich nicht mal einen "Rationierungserlass" mit Strafcharakter nach dem Motto "Keine Ration, Kochenprobe vergessen, Zustand Hunger"..... allenfalls als Optionalregel.
Aber als interdisziplinäre Bonusregel fände ich es töfte.
Es ist doch vollkommen klar, dass ein Soldat motivierter in die Schlacht geht, wenn er sich nicht mit Einheitsbrei und verschimmelter Nahrung und mangelnder Kalorienzufuhr rumschlagen muss.
Ebenso könnte ein Meisterkoch auch analog zur Meisterschaft "Inspirierend" einen ähnlichen Bonus vergeben.
Das regeltechnisch zu unterfüttern ist ganz einfach. Es ist analog zu bereits existierenden Regeln und Meisterschaften. Und es ist authentisch.
« Letzte Änderung: 18 Jan 2018, 09:36:42 von TrollsTime »
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"

Der Brauni

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Re: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....
« Antwort #48 am: 18 Jan 2018, 10:09:25 »
So nachdem die allgemeine Entrüstung etwas abgeklungen ist möchte ich noch ein paar Punkte klarstellen:

 

1.) Im allgemeinen mag ich kein Powergaming, kann aber als Spielleiter damit leben solange die Gruppendynamik dadurch nicht komplett ruiniert wird. Und da liegt der Knackpunkt. In unserer Gruppe haben wir eine relativ hohe Spielerfluktuation. Und als der erste neue Spieler anfing seinen Charakter zu optimieren, da wollten die anderen Spieler jetzt natürlich auch nicht komplett abstinken. Der Dieb möchte halt einfach nicht schlechter schleichen können als der Ritter im Plattenpanzer.... Natürlich lässt sich auch in anderen Systemen powergamen, aber SpliMo mit seinen diversen Optionen und überlappenden Mechanismen lädt schon sehr offenherzig dazu ein. Ferner, wenn ein Spieler zwei Regeloptionen hat die dasselbe machen, und eine der Optionen ist objektiv offensichtlich einfach bessser, dann empfinde ich es nicht ganz passend hier von powergaming zu sprechen, sondern von "nicht blöd sein".

 

2.) Wenn ich schreibe dass ich nicht die so oft gebrauchtet Totschlag-argumente wie "du spielst nicht oft genug um das zu verstehen" hören möchte, dann bedeutet dies nicht dass ich validen Argumenten nicht aufgeschlossen wäre. Aber wie schon treffend bemerkt wurde, die meisten meiner Kritikpunkte wurden bereits im Forum durchgekaut, und ich empfand diese Diskussionen eben nicht als final überzeugend (ja ich lese erst bevor ich schreibe).

 

3) Auf was ich auch nicht so stehe sind „Gegenargumente“ wo man sich an einem kleinen Detail hochzieht, wie z.B. mein offensichtlich absichtlich überspitztes Kochlöffel-Beispiel, und glaubt durch solche Ablenkungsmanöver vom eigentlichen Problem ablenken, oder mir gar noch eine Täuschungsabsicht unterstellen zu können.

 

4) Jedoch ist so ein Sammelthreat wie dieser eigentlich nicht der Ort für einen Mix aus Detaildiskussionen, dafür gibt es sub-Foren. In meinem Post ging es mir um meinen persönlichen Eindruck vom derzeitigen Stand von SpliMo. Das kann man egozentrisch sehen .... und hat damit vollkommen recht. Ich spreche für mich und nicht für die absolute Wahrheit(TM).

 

5) Man braucht mich nicht mit der schön ausgearbeiteten Spielwelt zu überzeugen das Regelsystem weiter zu nutzen. Die Welt kann man auch mit einem anderen System nutzen. So schwer sind Systemkonvertierungen auch nicht.

 

6.) Es wurde interpretiert dass ich keine komplexen Systeme mag. Das ist so auch nicht korrekt. Wenn die Komplexität eines Systems strukturiert einer Logik folgt, sodass der Spielfluss trotzdem angenehm ist (vergleiche z.B. Rolemaster) dann kann ich damit leben. Ferner wenn jede Regel einen erkennbaren spieltechnischen Sinn erfüllt, dann bin ich da voll an Bord. Was mich stört ist ein "über"komplexes System, dass Komplexität nur des Willens zur Komplexität hin einführt ohne erkennbaren spieltechnischen Mehrgewinn. Praktisches Beispiel: Warum gibt Schutzzauber Bonus auf VTD, Hautzauber aber auf VTD und SR? Was hätte man spieltechnisch verloren wenn Hautzauber nur SR gegeben hätte, das wäre übersichtlicher und komplementär zu den Schutzzaubern gewesen? Oder warum muss man beim Kampf Manöver vorher ansagen, Zauber kann man aber auch noch hinterher verbessern, hätte man sich nicht auf einen konsistenten Handlungsablauf einigen können? Die Übersichtlichkeit der Anwendung von Patzern wurde ja schon ausführlich thematisiert.....

 

------------

 

Von einem Regelsystem erwarte ich eigentlich dass Regen/Anweisungen bei der Erstellung auf folgende Punkte geprüft werden:

 

- Kann man die Anweisung (auch mutwillig) missverstehen?

(Negativbeispiel: Wenn da steht dass über eine aktive Abwehr nie ein Wurf auf der Patzertabelle erzwungen werden kann, dann kann man dies mutwillig (und grammatikalisch vollkommen korrekt) auch auf den abwehrenden Spieler beziehen.)

 

- Funktioniert die Anweisung unter jeder Randbedingung / gibt es Fälle wo diese Anweisung kontraproduktiv ist?

(Negativbeispiel: Das Zurückdrängen nur gegen GK7 Gegner im Errata ist nicht valide unter der Randbedingung dass der Zurückdränger selber groß ist, z.B. ein Monster).

 

- (als Spezialfall des vorherigen Punktes) Kann man die Anweisungen unter gewissen Umständen aktiv für etwas anders missbrauchen?

(Negativbeispiel: 1m Radius Dunkelheitszauber als Über-Rüstung)

 

- Ist in den Anweisungen ein Roter Faden / Muster / Schema erkennbar?

(Negativbeispiel: Der Spruch "Furcht" geht gegen GW + Entschlossenheits-EG, die Fähigkeit Furchterregend geht nur gegen Entschlossenheit, hier ist GW egal. Dachte GW hätte den De-facto Status saving throws)

 

- Ist die Anweisung hinreichend detailliert?

(Negativbeispiel: Dunkelheitszauber durchsichtig oder nicht, wirken Zauber in Kugel oder Zylindervolumen, werden Zauber durch Wände geblockt oder nicht, ....)

 

- Gibt es überschneidende Anweisungen? Lädt diese Überscheidung zum Optimieren ein?

(Negativbeispiel: die Waffenmerkmale "Scharf" und "Kritisch" machen funktionell dasselbe (also zumindest solange man sich nicht auf mathematische Feinheiten versteift), ein bisschen mehr damage-per-second. Was macht also ein Spieler der eine höherqualitative Waffe kaufen möchte? Er rechnet aus, was mehr bringt, kritisch, scharf, oder einfach nur ein schnödes Schaden +1. Meistens ist es das letztere, denn der Godenspeer ist einfach unsexy ;-) )

 

- Löst eine Anweisung ein Problem, oder schafft diese neue Probleme, welche dann weitere Anweisungen nötig macht um die Löcher zu stopfen?

(Negativbeispiel: "Scharf" ist für die allermeisten Waffen praktisch vernachlässigbar schwach. Aber das Merkmal skaliert sehr stark bei höherer Stufe + viel-würfel-Waffen. Die Einführung von scharf macht also ein neues Problem dass ein Godenspeer Scharf 6 schon ziemlich ÜBER wäre. Deshalb musste man dann doch gleich scharf wieder mit einer Extraregel beschneiden und eine maximale Stufe einführen. Damit beschneidet man dann aber auch Scharf für kleine (einwürfel-)Waffen, d.h. mach es für diese praktisch nutzlos ... Elegant ist das nicht.)

 

- Ist diese Anweisung so wirklich notwendig?

(Negativbeispiele: Differentiation zwischen Redegewandtheit zu Diplomatie; Schwimmen als eigene Fähigkeit; Wozu Heilung zaubern, wenn Selbstheilung+HandDesZauberers mit wenigen EG den verzehrten Fokus auf null drückt, d.h. darauf wo es ankommt wenn man Zeit hat auch ein Ritual sprechen zu können.)

 

- Kann ich die Anweisung wesentlich vereinfachen und dabei die Funktionalität nur gering einschränken?

(Negativbeispiel: Meisterschaft Ausweichen)

 

- Wird der Anwender zu etwas gezwungen was er eigentlich gar nicht will?

(Negativbeispiel: Bei der Charaktererschaffung Kampfzauber auf 1 lernen und die Meisterschaft Gezielte Zauber auswählen, weil man sonst später als Windmagier im Kampf nicht effektiv zaubern kann)

 

----------

 

Ich komm ja nicht vom Mond.

 

Viele Punkte verstehe ich ja. Dass z.B. die Rüstungen VTD und SR haben ist natürlich spieltechnisch völlig unnötig, Bonus auf entweder VTD oder SR hätte es auch getan. Auch die zahlreichen minimalen Variationen der Werte von z.B. Einhandschwerter hätte man sich sparen können und ein generisches arming sword (kein Langschwert) angeben können. Aber nur in den Kombinationen der verschiedenen Werte hat man genügend Variationsmöglichkeiten um eine Vielzahl an Rüstungen / Waffen einzuführen um ein Supplement-Werk wie die Mondstahlklingen zu füllen. Und das ist völlig ok für mich. Die SpliMo Autoren sollen auch bezahlt werden. Und wenn man schon das GRW großzügiger Weise kostenlos downloaden kann, dann muss es eben solche Supplements geben.

 

Und dennoch ist es gerade dann, wenn man so viele Variationsregeln einführt umso wichtiger, dass man darin einen Roten Faden wiederfindet der das System intuitiv macht, und dass man nicht mehrere Regeln einführt die Bottom-line (so auf gut neu-deutsch) das Selbe machen. Bevor ich da Waffen mit 1D6 und Scharf 3 sehe hätte ich lieber einen 1D4+2 Schaden, das ist intuitiver.... also für mich zumindest.

 

Nochmal explizit: ich habe nichts gegen die Autoren, sie haben mit SpliMo ein an sich tolles Werk abgeliefert, was aber eben noch ein paar recht spitze Kanten hat. Und jeder hat das Recht SpliMo in der derzeitigen Form als perfekt und makellos anzusehen. Aber es hat eben auch jeder das Recht dies nicht zu tun.

 

Meiner völlig subjektiven Meinung nach enstehen echte Perlen aber nur durch ständige Irritation und Reibung.


 

rparavicini

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Re: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....
« Antwort #49 am: 18 Jan 2018, 10:20:58 »
Ein völlig ernst und in keinster Weise böse gemeinte Frage, mich würde es einfach interessieren ob mir was entgangen ist:

Gibt es ein System das die von dir genannten Punkte erfüllt, sprich keine oder qualitativ weniger Regeln wie Splittermond hat, welche dem nicht entsprechen?

Und nein, ich halte Splittermond auch nicht für das gelbe vom Ei, mir persönlich ist zum Beispiel für ein gamistisches Regelwerk zu viel "haben wir absichtlich nicht verregelt" drin, aber nur weil es nicht für die meisten meiner Runden passend ist, ist es nicht schlecht.
Meine Beiträge beziehen sich, wenn nicht explizit anders gesagt, immer nur auf die geltenden Regeln und meine persönliche Meinung. Ich erheben keinen Anspruch auf die ultimative Wahrheit, oder verbiete anderen Leuten in ihrer Runde etwas anders zu machen :)

TrollsTime

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Re: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....
« Antwort #50 am: 18 Jan 2018, 10:33:04 »
Habe mal auf "Danke" gedrückt.
Bin zwar in vielem anderer Meinung, aber so eine detailreiche emotional nicht gefärbte Darstellung der eigenen Punkte ist einfach schön.

Zu "Kochlöffel":
Das war tatsächlich Öl ins Feuer. Das Beispiel war halt - sorry - einfach falsch.
Schon ein Geschirrset kostet einiges. Vielleicht nicht soviel wie ein Schwert, aber wesentlich mehr als der (enthaltene) Kochlöffel.

Zu "Powergaming-Nötigung":
Ich kenne den "Drall hin zum Powergaming" sehr gut. Er erfasst insbesondere Spieler, die sich nicht eindeutig PG (denen ist es egal) oder BG (die wollen ja den schwachen Char) in klassischen Formen zuordnen lassen und das ist schade.
Mir ging es damals so bei AD&D. Ähnliche Effekte hatten wir bei Shadowrun. Und bei DSA4.1 sprang es mich irgendwann aus dem Regelwerk an.
Bei Splittermond ist das wesentlich weniger schlimm und vielleicht sehe ich es deshalb aus einem anderen Blickwinkel (uu dem "falschen").
Ich bin aber davon überzeugt, dass ein (zu) starkes Powergaming im klassischen Bereich "Kampf" zu eklatanten Schwächen in anderen Bereichen führt. In anderen Regelwerken ist das nicht so schlimm, weil da aufgrund murksiger Verregelung von "Sozialem u.ä." eh viel gehandwedelt werden muss oder konsequent auf Würfeln verzichtet wird aus der Not heraus.
Splittermond hat aber in den Bereichen valide Regeln.
Einfaches Beispiel: Unsere Charaktere bewegen sich eher im Bereich PG(Klassisch) und PG-. BG+ - Charaktere haben wir in dieser Runde anders als damals bei DSA4.1 erstaunlich wenige.
Bezogen auf Kampf.
Joah, und dann stolperten wir slapstickartig durch unsere ersten Detektivabenteuer und auch Einbrüche sind regelmäßig eine enorme Herausforderung für uns.
Schwimmen und Seefahrt dito.
Das ist auch eine Form von Balancing!

In meinen eigenen Runden als SL rate ich den Spielern ab, zu viele Vollkämpfer zu generieren oder zuviel in den Kampf zu stecken, weil der "sonstige Bereich" einen großen Stellenwert bei uns/mir hat.

Zu "VTD vs SR vs VTD/SR"
Ich finde das gerade gut!
Will ich einen "authentischen(tm)" Zauber, der alle meine Verteidigungen verbessert? Im Zweifel ja.
Je nach Konzept ist aber auch ein reiner SR-Zauber oder ein reiner VTD-Zauber attraktiver.

Unterschiedliche Konzepte
Ich habe lange Zeit nichts von den technischen Begriffen wie Tank o.ä. gehalten, weil es oft auf das ewig gleiche Konzept heraus lief... gähn... gerade bei DSA4.1 wollte ich das nicht, weil das System dann "kippte" und die auf dem Papier große Auswahl tatsächlich einschränkte (s.o. "Powergaming-Nötigung").
Bei Splittermond ist das anders..... Viele Konzepte sind schön konkurrenzfähig:
"Evasion-Tanks", "Tank(klassisch)", "SR-Tank", "LE-Tank", "Glaskanone", "Damagedealer" in unterschiedlichsten Variationen, Hybriden blablabla.
Man kann sogar als Noob anfangen und sich dann im Laufe des HGI entscheiden, wohin man sich entwickeln will oder ob man lieber nen Allrounder erstellt

Manöver ansagen
Hmja. Mittlerweile bevorzuge ich auch "Mehr freie Manöver" oder "rückwirkendes Ansagen". Gerade letzteres findet ja auf dem Spieltisch statt, ingame hat der Krieger von Anfang an ne Finte vor gehabt...
... Manchen Spielern stört das aber die Immersion
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Jeong Jeong

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Re: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....
« Antwort #51 am: 18 Jan 2018, 11:08:56 »
Aber wie schon treffend bemerkt wurde, die meisten meiner Kritikpunkte wurden bereits im Forum durchgekaut, und ich empfand diese Diskussionen eben nicht als final überzeugend (ja ich lese erst bevor ich schreibe).

Welche Diskussion ist schon "final überzeugend"?

Ifram

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Re: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....
« Antwort #52 am: 18 Jan 2018, 11:14:47 »
Lass doch die Spitzfindigkeiten, es ist offensichtlich eine subjektive Aussage.

Jeong Jeong

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Re: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....
« Antwort #53 am: 18 Jan 2018, 11:38:06 »
Ich denke es wird noch erlaubt sein, die Beweggründe der Threaderstellung zu hinterfragen. Was mich interessiert ist, warum genau Brauni diesen Thread hier eigentlich erstellt hat. Inhaltliche Diskussionen verweist er auf andere Threads, Abschiedswünsche will er auch nicht. Geht es wirklich nur darum, das alles einmal zu sagen?

SeldomFound

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Re: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....
« Antwort #54 am: 18 Jan 2018, 11:56:59 »
Ich möchte dich daraufhin weisen, Jeong, dass du mich vor kurzem daraufhingewiesen hast, dass Ferndiagnosen über Forenposts keine gute Ideen sind.


Zugegebenerweise, auch ich bin mit diesem Thread unzufrieden, doch er erweist sich für einige andere hier als nützlich. Ich bin auch wieder hier sehr dankbar für TrollsTimes Position und Einfluss.

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Re: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....
« Antwort #55 am: 18 Jan 2018, 12:07:28 »
Ui, ich bin augenscheinlich sehr alt geworden,
so alt, das sich der Begriff Power Gaming schon geändert hat.
Früher (Ok mittlerweile schon über ¼ Jahrhundert her) wurde der Begriff PG für Leute verwendet, die Regellücken, und Auslegungen der Regeln betrieben, damit ihr Charakter deutlich besser, als der von alle anderen, ist.
(Mein Varg ist von Elfen adoptiert und bei Gnomen aufgewachsen, daher ist er weiterhin Stark und Robust, hat aber keine Abzüge mehr auf Willenskraft; Vorteile werden genommen, Nachteile werden durch fadenscheinige Argumente umgangen: das ist PG)
Daher finde ich sogar, das PG in SM nicht möglich ist, Regellücken gibt es gar nicht, vieles ist ausschließlich auf Gleichgewicht geregelt.
(Alles  hat Fixe Kosten, alle haben die gleichen Punkte zum Erstellen, und Kombinationen bringen keine Vorteile.)

PG wird anscheint mittlerweile für Leute gewählt, die ihren Char einseitig optimieren, bei SM haben diese Chars dann zwangsläufig in anderen Bereichen Defizite. (Früher waren das sogenannte Spezialisten)
Aber sollte sich der SL nicht fragen, warum machen meine Spieler das so?
-   Mögen die Spieler es so, dann werden sie es immer so machen, oder einfach keinen Spaß haben.
-   Ist die Art und Weise, wie die Runden geleitet werden, dazu verleitend, einseitig zu steigern?
(z.B. Wenn immer nur gekämpft wird, und keine andere Fertigkeit abgefragt wird, kommt es schnell dazu, das alle nur noch Kampf steigern)
(bleiben wir beim Sauerkraut, wenn die Spieler Sauerkraut lieben, werden sie auch weiterhin Sauerkraut bestellen, auch wenn das Restaurant gewechselt wird.
Und wenn es das Beste für die Spieler ist, Spaß zu haben, werden sie auch weiterhin Sauerkraut bestellen, selbst wenn der SL Ananas nicht mag, aber Sauerkraut essen belohnt)


Was mich interessieren würde: zu welchem System willst du wechseln?

Yinan

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Re: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....
« Antwort #56 am: 18 Jan 2018, 12:13:27 »
Ui, ich bin augenscheinlich sehr alt geworden,
so alt, das sich der Begriff Power Gaming schon geändert hat.
Er hat sich nicht geändert. Viele Leute benutzen ihn nur falsch.
Wenn nicht anders gesagt, dann befassen sich meine Aussagen zu Regeln niemals mit Realismus oder Simulationismus, sondern nur mit Balancing.
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Jeong Jeong

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Re: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....
« Antwort #57 am: 18 Jan 2018, 12:30:57 »
Ich möchte dich daraufhin weisen, Jeong, dass du mich vor kurzem daraufhingewiesen hast, dass Ferndiagnosen über Forenposts keine gute Ideen sind.

Deswegen Frage ich ja nach und würde mir eine Antwort darauf von Brauni wünschen.

Splittermond kritisieren kann Brauni ja gerne, aber warum er das im Medium Forum macht, dann aber zur Diskussion auf andere Threads verweist, kann ich nicht nachvollziehen. Gibt ja auch noch Blogs, die für das hier in meinen Augen aus mehreren Gründen das geeignetere Medium sind.

Der Brauni

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Re: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....
« Antwort #58 am: 18 Jan 2018, 13:48:38 »
Deswegen Frage ich ja nach und würde mir eine Antwort darauf von Brauni wünschen.

Splittermond kritisieren kann Brauni ja gerne, aber warum er das im Medium Forum macht, dann aber zur Diskussion auf andere Threads verweist, kann ich nicht nachvollziehen. Gibt ja auch noch Blogs, die für das hier in meinen Augen aus mehreren Gründen das geeignetere Medium sind.

Nun all deine Fragen hab ich eigentlich schon mal beantwortet.

- Meine Intention ist es (1) meine Meinung kund zu tun und (2) den Autoren eine Rückmeldung zu geben wo gegebenfalls Verbesserungspotential liegt.

- Ein Sammel-threat wo verschiedene Themen durcheinander besprochen/diskutiert werden verletzen übliche Forums-netiquete. Daher der Verweis auf sub-foren wie z.b. der spezielle Threat über Patzer hin oder her.

- Einen blog pflege ich nicht, sehe da jetzt auch keine Notwendigkeit wenn zu dem Thema bereits ein Forum existiert. Wen meine Meinung nicht interessiert, der hat die volle Freiheit meine Posts nicht zu lesen. Bin ich wirklich nicht böse drum.

- wenn ich mit der derzeitigen Gruppe SpliMo aufhöre so endet damit doch nicht mein interesse am System oder der Welt. Es ist ja nicht ausgeschlossen dass mir die nächste Auflage mehr zusagt. Über den Tellerrand schaun sollte doch noch erlaubt sein, oder ist dies hier ein eingetragener Verein?

PS: einseitig optimierte Charakter firmieren afaik nicht als power gamer sondern als: one hit wonders.

PPS: kein System ist perfekt. An der einen oder anderen Stelle muss man immer houserulen. Die Frage ist wie lang wird diese Liste. Und die Liste ist bei SpliMo schon wesentlich länger als z.b. bei Pathfinder. Persönlich finde ich dass das alte Midgart mit das eleganteste System darstellt, wobei dass natürlich eher ein Vertreter der simpleren Systeme ist. AD&D (erstauflage) war auch cool.... solange man verstanden hat dass alle~5level man ein anderes Spiel spielt, vom Bauern über den Helden bis zum Demigod...

Andarin

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Re: Warum wir wohl auf ein anderes System umsteigen werden....
« Antwort #59 am: 18 Jan 2018, 13:51:16 »
Ich möchte dich daraufhin weisen, Jeong, dass du mich vor kurzem daraufhingewiesen hast, dass Ferndiagnosen über Forenposts keine gute Ideen sind.

Deswegen Frage ich ja nach und würde mir eine Antwort darauf von Brauni wünschen.

Splittermond kritisieren kann Brauni ja gerne, aber warum er das im Medium Forum macht, dann aber zur Diskussion auf andere Threads verweist, kann ich nicht nachvollziehen. Gibt ja auch noch Blogs, die für das hier in meinen Augen aus mehreren Gründen das geeignetere Medium sind.

Ich bin nicht Brauni, aber ich erkläre dir gerne, warum ich dieses Thema für gut und richtig in diesem Forum halte und warum ich meine Sichtweise hier auch dargelegt habe:

Als Verlagsforum mit sehr reger Redaktionsbeteiligung neigt dieses Forum meiner ganz persönlichen und subjektiven Ansicht nach dazu, voll des Lobes für alles zu sein, das seitens des Verlags produziert und entschieden wird. Das ist völlig normal. Harte Kritik wie beispielsweise zu einzelnen DSA-Publikationen oder Regeln im DSA-Forum findet man hier gefühlt deutlich seltener.

Liegt das daran, das Splittermond einfach ein viel besseres System ist? Vielleicht. Es liegt aber vielleicht auch daran, dass die 10 User mit den meisten Beiträgen in den letzten Jahren zusammen mehr als ein Viertel aller Beiträge in diesem Forum verfasst haben. SeldomFounds Schnitt liegt bei 5 Beiträgen pro Tag seit 2013, wow. Es dürfte kaum ein Thema geben, in das er und die anderen fleißigen Schreiber sich nicht einschalten. Das ist nichts Schlechtes, aber es sorgt zumindest in meinen Augen für ein gewisses Klima. Ich überspitze mal: Wer hier wagt, etwas zu kritisieren, wird entweder argumentativ zerpflückt und widerlegt, beleidigt oder schlicht ignoriert, weil das Thema bereits zu einem weiteren Kleinkrieg der "Elite" mutiert ist.  ;) Ich empfinde das zumindest so, weshalb ich hier kaum noch etwas schreibe. Aber ich bin ja auch nur ein Küchenpsychologe.

Es dürfte überall so sein, dass es ein paar wenige engagierte Foristen mit viel Freizeit oder einem nicht einsehbaren Monitor an der Arbeit gibt, die den Großteil der Beiträge verfassen. Ohne sie würden Foren auch nicht funktionieren, weil sie Fragen schnell und kompetent beantworten. Stehen sie allerdings in engem Kontakt mit dem Verlag, weil sie seit der Beta als Autoren oder anderweitig mitarbeiten, kann das Forum kaum eine neutrale Sicht auf das Produkt bieten. Was Beiträge mit konstruktiver Kritik mE um so wichtiger macht. Und seltener, denn man muss sich erst einmal trauen, gegen solch argumentativ starke und präsente Foristen wie euch anzuschreiben. Ich finde auch nicht, dass Kritik dem Verlag oder dem Produkt schadet, denn wenn ich mich für Splittermond interessieren und hier ausschließlich Lobeshymnen finden würde, würde mich das ähnlich stutzig machen wie ein Tintenstrahldrucker ohne negative Rezension.

Vielleicht wollte Brauni sich einfach mal den Frust von der Seele schreiben und andere SpliMo-Spieler damit erreichen. Das kann er nicht in einem Blog tun, es sei denn, er ist zufällig für einen der guten deutschen Rollenspielblogs verantwortlich und erreicht wirklich jemanden damit. Der meines Wissens nach einzige Ort im Web, wo sich eine große Menge SpliMo-Spieler austauschen, ist das Uhrwerk-Verlagsforum zu Splittermond.

Vielleicht wollte Brauni aber auch die Redaktion selbst mit seiner Kritik erreichen. Oder herausfinden, ob es anderen ähnlich geht. In beiden Fällen ist er hier genau richtig.

Ich für meinen Teil wollte etwas Frust loswerden und schildern, wie sich meine Wahrnehmung des Systems im Laufe der Spielzeit verschoben hat. Ich habe dabei darauf geachtet, auch das für mich Positive zu betonen.

*lässt 2 weitere Lunare hier*

PS: Brauni hat zwischendurch geantwortet, ich poste das hier trotzdem so wie ich es geschrieben habe.
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