Autor Thema: Distanzklassen  (Gelesen 11148 mal)

Wolfhunter

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Distanzklassen
« am: 10 Jun 2013, 16:00:59 »
Hier mal ein Gedanke zur Diskussion, der mich seit dem Testspielen beschäftigt.

Aufhänger
Aufgrund der großen Bedeutung der Bewegungsreichweite (1m/1 Schritt = 1 Tick) spielt die Länge einer Waffe eine größere Rolle in den Kämpfen, als ich erst vermutet hätte.

Beispielhafte Erläuterung
Trägt ein Kämpfer wie beispielsweise Arrou aus dem Schnellstarter eine Glefe (oder eine ähnlich lange Waffe), hat er eigentlich - irdisch logisch gedacht - aufgrund der Länge der Waffe die Möglichkeit, über ein (Bodenplan-)Feld hinweg seine Gegner zu attackieren. Das bedeutet, er kann sich einen Tick sparen und - grade beim aktuellen System bei Nahkampfangriffen ("cool down") - eventuell früher zuschlagen als sein Gegner statt ihm in den Schlag zu laufen. Das Tick-System bzw. das Kampf-Balancing wird von vielen ja ohnehin als Baustelle empfunden...

Vorschlag
Ich bin absolut kein Freund von vielen, ausufernden Regeln. Aber hier scheint mir eine einfaches Distanzklassensystem sinnvoll, dass in zwei Kategorien unterteilt:
  • Waffen mit Reichweite unter 2 m (oder 1,5 oder so...) und ...
  • Waffen, die länger sind, sprich den Gegner auch über ein Feld hinweg attackieren können.

Konsequenz
Dann wären aber weitere Regelungen notwendig, die folgende Gedanken aufgreifen:
  • Kann ein Kämpfer mit einer kürzeren Waffe einen Gegner mit längerer Waffe überhaupt angreifen? (Bspl. Rattling mit Säbel gg Arrou mit Glefe)
  • Oder wird der Angriff eines solchen Kämpfers um x erschwert?
  • Dient dann ein gewöhnlicher Angriff zur Distanzklassenverkürzung? Kann der Rattling also mit einem gelungenen Angriff ein Feld näher an Arrou heranrücken?
  • Richtet ein solcher Angriff zur Distanzklassenverkürzung Schaden an?Ich finde nicht...
  • Gelingt ein solcher Angriff, d.h. der Rattling rückt ein Feld vor, bekommt dann Arrou künftig einen Malus?

Was denkt ihr dazu?
... some things never change...

flippah

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Re: Distanzklassen
« Antwort #1 am: 10 Jun 2013, 16:09:21 »
Ich denke, dass man von sowas wie Distanzklassen die Finger lassen sollte. Ich würde davon ausgehen, dass kleinere Bewegungen im Rahmen der normalen Aktionen möglich sein werden.
"In allen anderen Fällen gehen Sie so schnell wie möglich in See und, ohne sich auf eine Schlacht einzulassen, sofern dies möglich ist, nach Wladiwostok" (Jewgeni Iwanowitsch Alexejew)

Grimrokh

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Re: Distanzklassen
« Antwort #2 am: 10 Jun 2013, 16:30:23 »
Vorschlag
Ich bin absolut kein Freund von vielen, ausufernden Regeln. Aber hier scheint mir eine einfaches Distanzklassensystem sinnvoll, dass in zwei Kategorien unterteilt
Auf jeden Fall bitte keine ausufernde DSA4-Aufteilung. Eine Unterteilung in Stangen- und Nahkampfwaffen halte ich aber für unproblematisch

  • Kann ein Kämpfer mit einer kürzeren Waffe einen Gegner mit längerer Waffe überhaupt angreifen? (Bspl. Rattling mit Säbel gg Arrou mit Glefe)
Ich würde sagen: nein. Aber er kann einen Meter nach vorn gehen und dann angreifen.

  • Oder wird der Angriff eines solchen Kämpfers um x erschwert?
Das fände ich bereits wieder zu umständlich.

  • Dient dann ein gewöhnlicher Angriff zur Distanzklassenverkürzung? Kann der Rattling also mit einem gelungenen Angriff ein Feld näher an Arrou heranrücken?
Das riecht für mich schon zu sehr nach DSA. Bitte keine Angriffe zur Distanzklassenverkürzung (ich mag schon das Wort nicht).

  • Gelingt ein solcher Angriff, d.h. der Rattling rückt ein Feld vor, bekommt dann Arrou künftig einen Malus?
Nein, da Arrou erst mit seiner Glefe eine neue Position einnehmen muss, sprich einen Meter vom Rattling weggehen muss und dann mit seiner Stangenwaffe normal angreifen kann.

Meine Meinung in diesem Fall: Keep it simple.

Falls man aber ohnehin keinen Bodenplan verwendet, dann siehe flippahs:
Zitat
Ich würde davon ausgehen, dass kleinere Bewegungen im Rahmen der normalen Aktionen möglich sein werden.
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Asleif

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Re: Distanzklassen
« Antwort #3 am: 10 Jun 2013, 17:57:09 »
Ich bin auch stark dafür, dass wenigstens ein rudimentäres Distanz-System reinkommt. Wie schon irgendein Blogger geschrieben hat, mutet es seltsam an, dass der Bewegungsrege-Detailgrad so extrem (1m/Tick) ist, während es scheinbar egal ist, ob die eigene Waffe 30 cm oder 3 Meter misst...

Könnte man ganz einfach handhaben: Kurze Waffe: 0, Normale Einhandwaffe 1, Zweihandwaffe 2, Stangenwaffe 3.
Ist genug Platz, erfordert jeder Punkt Reichweitenunterschied vom Gegner mit der langsameren Waffe einen Tick zusätzlich zum Angreifen. Ist dagegen wenig Platz, liegt der gleiche Vorteil auf Seiten der kürzeren Waffe. Das wäre einfach, schnell, und käme ohne Distanzwechsel-Proben und ähnliches Zeugs aus.

flippah

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Re: Distanzklassen
« Antwort #4 am: 10 Jun 2013, 18:41:14 »
Ich würde sehr dafür plädieren, nicht den Regeldurchsatz zu erhöhen, sondern pragmatisch eben ausreichende Bewegung im Rahmen normaler Aktionen zu ermöglichen.
Das erreicht das selbe Ergebnis, aber mit bedeutend weniger Regeln.
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Awatron

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Re: Distanzklassen
« Antwort #5 am: 10 Jun 2013, 18:46:37 »
Mir würde schon "normal" und "lang" reichen.
"Allerdings ist absolute Vereinfachung in allen Bereichen auch gar nicht ein Ziel von Splittermond, es soll kein Light-Regelsystem werden. " Quendan

Rumo

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Re: Distanzklassen
« Antwort #6 am: 10 Jun 2013, 21:57:07 »
Wenn ich jetzt mal von den schwerwiegenderen Problemen des Kampfsystems absehen, frage ich mich natürlich braucht es ein Distanzklassensystem? Als optimale Regel, vielleicht aber in der Hoffnung das bis zum erscheinen des GRW sich noch etwas bei dem Punkt Bewegungen im Kampf tun wird.

Zu einem optimalen Distanzklassensystem würde ich eine einfaches System bevorzugen. Am einfachsten und handlichsten Empfinde ich es den Nahkampfwaffen eine Reichweite zu geben. Da wir ja schon die ein Tick ein Schrittregel haben.

Handgemenge: Dolche, Schlagringe, waffenlose Angriffe usw    Reichweite 0 Schritt
Normal: Einhandwaffen, Schwerter, Äxte usw                             Reichweite 1 Schritt
Weit: Zweihandwaffen, Stangenwaffen, Stäbe usw                   Reichweite 2 Schritt

Belfionn

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Re: Distanzklassen
« Antwort #7 am: 10 Jun 2013, 22:13:33 »
Zitat
Ich würde sehr dafür plädieren, nicht den Regeldurchsatz zu erhöhen, sondern pragmatisch eben ausreichende Bewegung im Rahmen normaler Aktionen zu ermöglichen.
Das erreicht das selbe Ergebnis, aber mit bedeutend weniger Regeln.

Ich bin da absolut bei flippah. Ich finde man kann sich leicht vorstellen, dass es bei einem gelungenen Angriff gelingt, die Distanz so zu verändern, dass man trifft. Da sollte möglichst keine extra Regel, keine extra Rechnerei und vor allem kein zusätzlicher ANgriff ("Distanzklassenverkürzung ") nötig sein.

widuj

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Re: Distanzklassen
« Antwort #8 am: 10 Jun 2013, 22:23:34 »
Mmmmh, wie wäre es mit: ein Reichweitenvorteil gewährt einen +1 Bonus auf Attacke und aktiven Paraden.

Dann noch drei Meisterschaften dazu. Messerkämpfer (trumpft Langwaffen), Ausholen (Reichweite +1), Stangenkampf (trumpft Messerkämpfer und alle anderen Reichweiten)
Rollenspiel basiert auf drei einfachen Prinzipien: Kompromissen, Klischees und der Glauben an Optionen, die man durch Kompromisse und Klischees nicht hat.
Hintergrund und Regeln sollten wie Komplimentärfarben und Zahnräder sein.
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ChaoGirDja

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Re: Distanzklassen
« Antwort #9 am: 11 Jun 2013, 13:31:19 »
Ich denke das ein DK-System sicherlich sehr interessant sein dürfte.
Besonders wenn die Bodenplan-Pflicht des aktuellen Kampfsystem bleibt. Aber genauso wie Detaillierste Regeln zu diesem, sollten die DK nur optionale Regeln sein und deswegen wohl kaum ins GRW kommen.
Ich denke auch, das man dank der Bodenplan-Pflicht so oder so bereits ein leichtes DK-System hat. Denn es ist doch total Banna von einem Stangenwaffenträger zu verlangen die Distanz zwischen sich und seinem Gegner auf 0 Meter zu reduzieren, wenn seine Waffen über 1 Meter lang ist... Einen darüber hinaus gehenden Bonus braucht es da nicht mal.
Hier ist, denke ich, schlicht GMV gefragt.

flippah

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Re: Distanzklassen
« Antwort #10 am: 11 Jun 2013, 14:02:28 »
Ich sehe keine Bodenplan-Pflicht. Jedenfalls, wenn man davon ausgeht, dass kleine Bewegungen in normalen Aktionen enthalten sein können.
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Re: Distanzklassen
« Antwort #11 am: 11 Jun 2013, 14:09:08 »
Ich glaube die Distanzklassen sind nicht unbedingt notwendig, wenn die Kleinteiligkeit des Bewegungsystems nicht vorhanden wäre, 1m gleich ein Tick, 1 Axthieb gleich 14 Ticks, dadurch werden Langwaffen nennen wir es mal interessant, weil man Ticks sparen könnte, allein aus Taktischer Spielerhirn-Sicht.
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Grimrokh

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Re: Distanzklassen
« Antwort #12 am: 11 Jun 2013, 14:15:33 »
Zitat
Ich sehe keine Bodenplan-Pflicht. Jedenfalls, wenn man davon ausgeht, dass kleine Bewegungen in normalen Aktionen enthalten sein können.
Eben. Man muss eigentlich nur in die Regeln aufnehmen, dass man sich ohne Zusatzkosten bei jeder Aktion >1 Tick einen Meter (oder zwei) bewegen darf. Das rechtfertigt dann im Kampf ohne Bodenplan, dass man nicht auf Distanzklassen eingehen muss und mit Bodenplan kann man es, wenn man möchte, darstellen, indem der Glefenkämpfer vor seinem Angriff ein Feld zurück geht (falls er zu nah steht und dies unrealistisch wirkt) und der Schwertkämpfer vor dem seinen wieder aufschließt.

Die Regeln sollen jedenfalls beide Varianten möglich machen und weder den Kampf ohne noch den Kampf mit Bodenplan zu sehr verkomplizieren.
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Re: Distanzklassen
« Antwort #13 am: 11 Jun 2013, 14:46:14 »
Ich halte es für extrem unwahrscheinlich dass, eine entsprechende Regelanpassung ausbleibt. Ich denke, es geht nur noch um die Details.
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Quendan

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Re: Distanzklassen
« Antwort #14 am: 11 Jun 2013, 14:49:25 »
Korrekt. Die Bewegung wird nicht so kleinteilig bleiben, wie genau es im Endeffekt geregelt wird ist aber grad in Diskussion.