Autor Thema: Durch Zauberwirkung verlangte Fertigkeitsproben  (Gelesen 1365 mal)

Fenarvien

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Durch Zauberwirkung verlangte Fertigkeitsproben
« am: 05 Nov 2018, 14:13:23 »
Bei vielen Zaubern muss das Ziel eine Probe auf Fertigkeiten, üblicherweise wahlweise Akrobatik oder Athletik, manchmal Entschlossenheit ablegen. Bis auf eine handvoll Ausnahmen liegt die Schwierigkeit der Probe zwischen 15 und 25.
Meine Gruppe befindet sich Ende HG2 und wir haben festgestellt, dass diese Zauber bereits jetzt (speziell auf Seite der SL-Nichtspielercharaktere) ihren Nutzen komplett verloren haben. Auf genannte Fertigkeiten haben die Charaktere bereits jetzt auf HG2 Werte zwischen 15 und 20 (Median 18), was gegen 25 einer Erfolgswahrscheinlichkeit der Probe von 79% bei den mittleren Charakteren entspricht.
Auf HG3 rechnen wir mit 4 zusätzlichen Punkten und selbst wenn die NPCs dank Erweiterungsband dann Zugriff auf die Meisterschaft "Erdrückende Erkenntnis" haben und 12 FP in der entsprechenden Magieschule besitzen (also die Schwierigkeit auf 27 steigen kann), steigt die Erfolgsquote der Probe auf 85%.
Die verstärkte Wirkung kann auch selten eingesetzt werden die Schwierigkeit der Fertigkeitsprobe zu erhöhen.
Meine Frage ist daher, ob wir Regelelemente übersehen haben? Oder verhält es sich bei anderen Gruppen Ende HG2 auch so und ist es Absicht, dass Spielercharaktere von Zauberwirkungen die eine Fertigkeitsprobe verlangen dank ihrer gesammelten Erfahrung nicht mehr betroffen werden sollen?

Loki

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Re: Durch Zauberwirkung verlangte Fertigkeitsproben
« Antwort #1 am: 05 Nov 2018, 14:20:52 »
Hi,

ich denke nicht, dass ihr etwas übersehen habt. Ich denke eher, dass die Charaktere in deiner Gruppe untypisch hohe Werte in Akrobatik und Athletik haben. Ich denke, rein zufällig kommt man nicht an einen Akrobatik- oder Athletik-Wert von 15 bis 20, das ist schon gezielt gesteigert worden. Und wenn etwas gezielt gesteigert wird, ist es meines Erachtens auch durchaus legitim, wenn man in dem Bereich höhere Erfolgschancen hat als wenn man das nicht tut. Will heißen, ich halte das Problem (wenn es sich für euch so darstellt) für hausgemacht.

Andererseits, wenn die Gegner im Allgemeinen nicht einmal die 1-2 Erfolgsgrade aufbringen können, um ihre Zauber zu verstärken, sind sie vielleicht auch etwas schwachbrüstig. Dazu kommt, dass die Zauber in ihrer Grund-Schwierigkeit durchaus mit dem Zaubergrad korrelieren. So fordert ein Felsgeschoss lediglich eine 15 als Schwierigkeit, während ein Erdbeben schon eine 35 fordert - das ist dann eben der Unterschied zwischen Grad 1 und Grad 5.

LG

[Edit]
Die Werte der HG3-Charaktere meiner Online Runde sind (Akrobatik/Athletik):
3/3
21/18
16/13
4/4

Das soll natürlich kein Hinweis sein, wie man Splittermond zu spielen hat! Nach meiner Erfahrung (und zwar nicht nur auf Basis dieser Runde) sind Werteverteilungen wie diese hier weitaus häufiger als eine Verteilung wie sie in deiner Runde vorkommt. Was soll ein Heiler oder Gelehrter denn mit Athletik oder Akrobatik 15-20?
[/Edit]
« Letzte Änderung: 05 Nov 2018, 14:37:07 von Loki »
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Fenarvien

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Re: Durch Zauberwirkung verlangte Fertigkeitsproben
« Antwort #2 am: 05 Nov 2018, 15:55:09 »
In der Gruppe werden schon Fertigkeiten die als wichtig empfunden werden zwar nicht maximiert aber halt doch gesteigert, was eben auch dazu führt, dass der Alchemist in der Gruppe auch Ausweichen auf 15 hat. In der anderen Gruppe wo ich nicht SL sondern als Spieler unterwegs war, waren die Werte bereits Mitte HG2 bei weitem höher. Allerdings habe ich diese Gruppe absichtlich nicht als Benchmark herangezogen, weil meine Morkaipriesterin (mit Athletik/Akrobatik 4/8) dort mehrmals als unnützer Fluffcharakter bezeichnet wurde und die Gruppe damit verlassen hat.

Loki

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Re: Durch Zauberwirkung verlangte Fertigkeitsproben
« Antwort #3 am: 05 Nov 2018, 16:15:32 »
Was ich damit auch nur sagen wollte ist, dass die Regeln vermutlich eher mit Charakteren im Kopf geschrieben wurden, die eher durchschnittliche Werte haben. Müsste man gegen das Felsgeschoss auch schon eine 30 schaffen, wäre das einfach die Allzweckwaffe schlechthin - für "ambitioniert gesteigerte" Charaktere wäre der Zauber dann eine gute Herausforderung, für alle anderen komplett unschaffbar (und man kann davon ausgehen, dass "alle anderen" hier die weitaus größere Teilmenge bildet).

LG
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Fenarvien

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Re: Durch Zauberwirkung verlangte Fertigkeitsproben
« Antwort #4 am: 05 Nov 2018, 17:09:54 »
und man kann davon ausgehen, dass "alle anderen" hier die weitaus größere Teilmenge bildet

Genau diesem Teil wiederspreche ich allerdings. In über 20 Jahren Rollenspiel in diversen Gruppen unterteile ich sie grob in die 3 Gruppen: "auschließlich auf ihre Rolle gesteigert", "abenteuertauglich ambitioniert gesteigert" und "optimiert gesteigert" und die mittlere Gruppe  (dort fällt meines Erachtens auch diejenige des Eingangsposts hinein) ist in meiner Erfahrung nach die größte Gruppe.

Dahrling

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Re: Durch Zauberwirkung verlangte Fertigkeitsproben
« Antwort #5 am: 05 Nov 2018, 17:16:33 »
Ich glaube es ist so gedach, dass HG1-Zauber auf späteren Heldengraden nicht mehr so effektiv sein sollen. Da müsst ihr euch höherwertige Zauber raussuchen - oder entsprechend entwerfen. Also SW, Fokuskosten usw. hochschrauben und dafür auch den Verteidigungswurf anpassen.
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Re: Durch Zauberwirkung verlangte Fertigkeitsproben
« Antwort #6 am: 05 Nov 2018, 17:52:19 »
Im Magieband gibt es die Meisterschaft "Erdrückende Kenntnis" die hier Abhilfe schafft, damit wird die Probe auf 15+FP der Zauberschule gesetzt, was die Aussichten deutlich verbessert.
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Re: Durch Zauberwirkung verlangte Fertigkeitsproben
« Antwort #7 am: 05 Nov 2018, 18:23:52 »
Für mich klingt das nach "working as intended". Man steigert seine Resistenz aufs Maximum für ein gegebenes Level und ist dann (fast komplett) immun gegen Angriffe von entsprechdem Level auf eben diese Resistenz. So sollte es doch sein.

Das halt alle Chars das gemacht haben und dann eben alle Resistent sind, ist kein Problem der Regeln.

Turaino

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Re: Durch Zauberwirkung verlangte Fertigkeitsproben
« Antwort #8 am: 05 Nov 2018, 19:35:47 »
Vielleicht sollte der SL euch auch mal Gegner geben, die gerade in den Werten eher nicht gut sind und dadurch einen Schwachpunkt aufweisen. Wenn immer Gegner mit hohen Resistenzen und Fertigkeiten auftreten, die kein Schwachpunkt haben verstehe ich Dich (Der starke Nahkämpfer, der nicht so einen hohen GW hat oder das fliegende Feenwesen mit geringem KW)

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Re: Durch Zauberwirkung verlangte Fertigkeitsproben
« Antwort #9 am: 05 Nov 2018, 19:36:24 »
Im Magieband gibt es die Meisterschaft "Erdrückende Kenntnis" die hier Abhilfe schafft, damit wird die Probe auf 15+FP der Zauberschule gesetzt, was die Aussichten deutlich verbessert.
Diese Meisterschaft wurde in Betracht gezogen und nicht als Ausreichend empfunden, da auch ein MG3-Gegner nur einen Wert von 27 erreicht.

Allerdings, gegen das Problem, dass eine Verstärkung kaum möglich ist, kann man etwas mit Talismane, der Meisterschaft "Kunstvolle Zauberkaligraphie" oder/und "hastfreies Zaubern" machen: Durch diese Mechanismen erhält man die notwendigen EG.

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Fenarvien

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Re: Durch Zauberwirkung verlangte Fertigkeitsproben
« Antwort #10 am: 05 Nov 2018, 22:16:14 »
Danke für die Antworten. Mit den Aussagen, dass Zauber ihre Wirkung absichtlich verlieren sollen erscheint es tatsächlich als "working as intended". Im Prinzip handelt es sich anscheinend um ein beabsichtigtes Skalierungsungleichgewicht (Fixe Schwierigkeit bzw. 15+FP) zu Fertigkeitswerten (FP  und die Attributssteigerungen) die das Verhältnis auf höheren Heldengraden in eine Richtung kippen lassen (dabei erinnere ich mich an eine alte Diskussion von Angriff zu VTD). Das ist zwar ein bisschen Schade, aber zum Glück kein Grund der meine Meinung vom System ins Gegenteil kippen lässt.

taranion

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Re: Durch Zauberwirkung verlangte Fertigkeitsproben
« Antwort #11 am: 06 Nov 2018, 09:32:25 »
In der Gruppe werden schon Fertigkeiten die als wichtig empfunden werden zwar nicht maximiert aber halt doch gesteigert, was eben auch dazu führt, dass der Alchemist in der Gruppe auch Ausweichen auf 15 hat. [..] Allerdings habe ich diese Gruppe absichtlich nicht als Benchmark herangezogen, weil meine Morkaipriesterin (mit Athletik/Akrobatik 4/8) dort mehrmals als unnützer Fluffcharakter bezeichnet wurde und die Gruppe damit verlassen hat.
Wir hatten ein ähnliches Problem, allerdings sah unsere Lösung so aus, daß wir eher die anderen Charaktere runtergeschraubt haben, anstatt eher fluffige Charaktere rauszuwerfen. Das funktionierte besser mit der Skalierung.
« Letzte Änderung: 06 Nov 2018, 09:36:27 von taranion »