Autor Thema: Zielstrebigkeit  (Gelesen 8659 mal)

AleaIactaEst

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Re: Zielstrebigkeit
« Antwort #30 am: 18 Sep 2018, 12:13:44 »
Moin, ich klinke mich (seh spät) auch mal in die Diskussion mit ein. Mein Char ist ein Vaigarr mit weißem Fell, der dementsprechend früh ausgesetzt wurde. Glücklicherweise wurde er von einem Emeriten, der "keinen Bock" mehr auf diese Tradition hat aufgelesen und großgezogen.
Das Ziel für die Stärke Zielstrebig besteht bei mir darin, andere (vornehmlich Varge) mit dieser Tradition zu konfrontieren in der Hoffnung dass man diese abschafft + Rachegedanken.
Inwieweit würdet ihr da Boni geben ( a la "wenn ich in diesem Kampf kurz vorm sterben bin, kann ich das Ziel nicht erfüllen, daher gibts Boni") ? Das ist ein ein doch eher ausgefalleneres Ziel.

Gregorius

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Re: Zielstrebigkeit
« Antwort #31 am: 18 Sep 2018, 12:36:21 »
@AleaIactaEst: So wie Du es beschreibst würde ich die Stärke immer dann anrechnen, wenn der weiße Varg einen NSC Varg (egal welchen Standes) beeindrucken könnte oder wenn sich die Möglichkeit ergibt seinen eigenes Ansehen durch eine Großtat zu verbessern. Im Falle eines Kampfes würde die Stärke dann entweder von Anfang an oder gar nicht wirken.

"Wenn ich jetzt sterbe kann ich das Ziel nicht erreichen" würde ja für jedes Ziel gelten und wäre mir zu allgemein. Damit wäre zielstrebig ja immer die bessere Wahl vor "Zäh".
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Turaino

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Re: Zielstrebigkeit
« Antwort #32 am: 18 Sep 2018, 13:45:53 »
Das finde ich noch zu allgemein. Ich würde es immer dann wirken lassen, wenn er einer Person der Kultur, die ihn ausgesetzt hat timmen möchte. Irgend einen Stadtvarg aus Sarnburg zu beeindrücken brignt ihn seinem Ziel schließlich nicht im Geringsten näher.
Auch würde ich es zulassen, wenn er einen Verfechter seiner Sache (der wenigstens angehöriger der Kultur ist) beschützen will oder einen anderen daran hindern will, ihn umzustimmen.
Genauso würde es dann natürlich auch gelten, wenn er einen starken Verfechter der Praxis umstimmen oder umbringen will.

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Re: Zielstrebigkeit
« Antwort #33 am: 18 Sep 2018, 14:11:23 »


Moin, ich klinke mich (seh spät) auch mal in die Diskussion mit ein. Mein Char ist ein Vaigarr mit weißem Fell, der dementsprechend früh ausgesetzt wurde. Glücklicherweise wurde er von einem Emeriten, der "keinen Bock" mehr auf diese Tradition hat aufgelesen und großgezogen.
Das Ziel für die Stärke Zielstrebig besteht bei mir darin, andere (vornehmlich Varge) mit dieser Tradition zu konfrontieren in der Hoffnung dass man diese abschafft + Rachegedanken.
Inwieweit würdet ihr da Boni geben ( a la "wenn ich in diesem Kampf kurz vorm sterben bin, kann ich das Ziel nicht erfüllen, daher gibts Boni") ? Das ist ein ein doch eher ausgefalleneres Ziel.

Du musst dich entscheiden, entweder will er Rache oder Gerechtigkeit.

Die Boni kommen nur dann zum Einsatz, wenn es direkt deiner Sache dient. Im Falle eines Kampfes hängt es davon ab: Im Falle von Gerechtigkeit zählt der Bonus immer, wenn du dich für Ausgestoßene oder gegen ausgrenzende Traditionen einsetzt und einen Ausgleich erzielen willst. Hier müsste der Kampf eher verteidigender Natur sein.

Bei Rache geht es dann eher um Bestrafung und Gewalt kann dann aggressiver benutzt werden.

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Gregorius

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Re: Zielstrebigkeit
« Antwort #34 am: 18 Sep 2018, 14:19:24 »
Das finde ich noch zu allgemein. Ich würde es immer dann wirken lassen, wenn er einer Person der Kultur, die ihn ausgesetzt hat timmen möchte. Irgend einen Stadtvarg aus Sarnburg zu beeindrücken brignt ihn seinem Ziel schließlich nicht im Geringsten näher.

Er kann ja trotzdem besser "performen", einfach nur weil er der Vargheit beweisen will, dass er es drauf hat. Die Beschreibung der Stärke setzt keine Wirksamkeit voraus. Das würde ansonsten auch die SL in Bedrängnis bringen: Der "ich will das Gleichgewicht der Natur wahren" Waldläufer erwischt sicher auch mal den/die Falschen. Das er auf dem Holzweg ist werde ich ihm aber nicht dadurch verraten, dass ich den Bonus auf "Zielstrebigkeit" kürze.
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Turaino

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Re: Zielstrebigkeit
« Antwort #35 am: 18 Sep 2018, 16:57:52 »
Das finde ich noch zu allgemein. Ich würde es immer dann wirken lassen, wenn er einer Person der Kultur, die ihn ausgesetzt hat timmen möchte. Irgend einen Stadtvarg aus Sarnburg zu beeindrücken brignt ihn seinem Ziel schließlich nicht im Geringsten näher.

Er kann ja trotzdem besser "performen", einfach nur weil er der Vargheit beweisen will, dass er es drauf hat. Die Beschreibung der Stärke setzt keine Wirksamkeit voraus. Das würde ansonsten auch die SL in Bedrängnis bringen: Der "ich will das Gleichgewicht der Natur wahren" Waldläufer erwischt sicher auch mal den/die Falschen. Das er auf dem Holzweg ist werde ich ihm aber nicht dadurch verraten, dass ich den Bonus auf "Zielstrebigkeit" kürze.
Mir ist schon klar, dass es auf die Sicht des Spielers ankommt. Mir ist aber nicht klar, wieso der Varg aus Sarnburg irgend etwas mit den Veigarr zu tun haben soll, wenn der Char nicht so einen an der Klatsche hat, dass er alle Vargen als Veigarr sieht, die ihren Nachwuchs aussetzen würden.
Das Ziel des Chars hat einfach gar nichts mit "jedem Varg" zu tun. Es geht ganz konkret um eine Kultur und deren Umgang mit Nachwuchs, da muss es sich meiner Ansicht nach nicht mal unbedingt nur um Varge handeln (Keine Ahnung, ob es da "Ehrenveigarr" gibt), wichtig ist dass die Praxis des Aussetzens mit den Personen in Verbindung steht.

Ansonsten könnte jemand, der die menschlichen Räuber Midstadts bestrafen/bekehren will, weil sie seine Eltern getötet haben auch gegen alle Menschen einen Bonus fordern.

Gregorius

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Re: Zielstrebigkeit
« Antwort #36 am: 19 Sep 2018, 00:27:11 »
Zumindest gegen alle Räuber. Es geht mir weniger um Logik als um "ist in etwa so nützlich wie eine andere Stärke". Mit "ich will die Vaigarr erziehen" hat sich Alea auch etwas recht spezieles ausgesucht..
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TrollsTime

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Re: Zielstrebigkeit
« Antwort #37 am: 23 Sep 2018, 10:06:19 »
Im Falle von Zielstrebigkeit gilt für mich als SL: Wenn der Spieler glaubt, dass seine Stärke hier zu Anwendung kommt, sollte er es mir bitte vorher ankündigen. Umgekehrt sollte ich als Spielleiter natürlich den Spieler gegebenfalls nochmal daran erinnern, wenn seine Stärke zur Anwendung kommt und er es selbst vergessen haben sollte.
Um Diskussionen zu vermeiden sollte auf jeden Fall bereits im Vorfeld von SL und Spieler klar definiert werden, wie man die Stärke auslegt und wie weitreichend sie ist. Denn wenn der Spieler beispielsweise davon ausgeht, dass er sie in so gut wie jedem Kampf oder jedem sozialen Konflikt einsetzen kann, der SL hingegen, dass sie nicht einmal jede Spielsitzung zur Geltung kommt, dann liegen die Erwartungshaltungen einfach zu weit auseinander. Denn erfahrungsgemäß möchten die Spieler aus ihren Stärken meist das Optimum herausholen, vor allem wenn RAW offen gelassen wird, was möglich ist und was nicht.
Das stimmt so nicht ganz.... jedenfalls nicht nach meinen Erfahrungen (die selbstverständlich auch subjektiv sind):
Derzeit kenne ich nur (noch) drei Sorten Spieler:
Typ A hat eine Schwäche/Stärke und möchte, dass diese gefälligst auch mal zum Tragen kommt.
Typ B hat für eine Stärke X bezahlt und möchte einen entsprechenden Gegenwert
Typ C ist eher der Casual-Spieler: i) "Hey, ich habe hier eine Stärke, was kann ich damit machen!" oder ii) "Voll schön, dass du meine Stärke bemerkt hast und diese ausspielst."

Bei sowas wie "Blitzreflexen" ist das zugegeben etwas anders. Aber selbst da halte ich mal als Spieler die Klappe, wenn aus welchen Gründen auch immer, mal gerade nicht INI gewürfelt wird oder der Bonus aus irgendwelchen Gründen verpufft.
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