Autor Thema: Zuviel Feen in Abenteuern?  (Gelesen 6236 mal)

SeldomFound

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Re: Zuviel Feen in Abenteuern?
« Antwort #15 am: 25 Sep 2017, 18:50:43 »
@ Quendan

Du musst hier nicht nur offizielle Abenteuer mit einbeziehen, sondern auch Inoffizielle. Gut möglich also, dass die Wahrnehmung bezüglich den übermäßigen Einsatz von Feen auch davon kommt.

Du hast aber durchaus recht, dass es auch daran liegt, dass Feenwesen eine Kategorie ist, in der sehr viele Kreaturen landen, denen diese Zuordnung in anderen Systemen fehlt, wie zum Beispiel Basilisken, Sphingen oder Mantikore (um jetzt Beispiele aus "Jenseits der Grenzen" zu nennen).

Für mich wird es am meisten daran deutlich, dass in Splittermond die meisten japanischen Fabelwesen, die als "Yôkai" bekannt sind, als Feenwesen gelten. Natürlich muss man aber hier auch hervorheben, dass in Zhoujiang hingegen genregerecht Geisterwesen als stärkste, übernatürliche Präsenz genannt werden.
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Quendan

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Re: Zuviel Feen in Abenteuern?
« Antwort #16 am: 25 Sep 2017, 19:44:54 »
Du musst hier nicht nur offizielle Abenteuer mit einbeziehen, sondern auch Inoffizielle. Gut möglich also, dass die Wahrnehmung bezüglich den übermäßigen Einsatz von Feen auch davon kommt.

Jein. Ich hab mir das ganze ja überhaupt angeschaut um zu sehen, ob da ein von uns verursachter Missstand existiert oder ob strukturell irgendwas falsch läuft. Und dafür gucke ich natürlich nur offizielles Material an, weil wir nur darauf Einfluss haben.

Und für mich bin ich zum Ergebnis gekommen: Der Eindruck kann entstehen, aber der Grund dafür ist nicht unsere Publikationsstrategie, sondern zufällige Faktoren. Und entsprechend ist mein Ergebnis für uns als Verlag, das wir da nicht gezielt gegensteuern müssen, sondern dass das mit den kommenden Abenteuern sowieso wieder in "normale" Bahnen geht (also in jene, die vor Zwischen den Welten und Verwunschene Mauern eh die Norm waren).

SeldomFound

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Re: Zuviel Feen in Abenteuern?
« Antwort #17 am: 25 Sep 2017, 19:57:08 »
Bitte versteh mich nicht falsch, Quendan!

Das war nicht als Kritik gemeint, nur als eine Anmerkung. Du hast gut gezeigt, dass es von Verlagsseite da durchaus für Abwechslung gesorgt wird.
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Xandila

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Re: Zuviel Feen in Abenteuern?
« Antwort #18 am: 25 Sep 2017, 20:19:10 »
Das kann gut sein, dann kam der Eindruck, daß Feen überwiegen zum einen durch eine in der Hinsicht ungünstige Reihenfolge, in der die Bücher ihren Weg in mein Regal gefunden haben, gemischt damit, daß auch viele selbstgeschriebene Plots in der letzten Zeit (egal ob inoffizielle veröffentliche Abenteuer, zB aus Wettbewerben, oder ob vom SL selber ausgedachte Sachen) Feen und Feenpakte als Haupt- oder Randthema haben - dafür kann der Verlag ja nix, außer man sagt, es liegt daran, daß mit Jenseits der Grenzen eine so tolle Spielwiese veröffentlicht wurde, und Feen ja auch tatsächlich viele Möglichkeiten bieten. :)


Belfionn

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Re: Zuviel Feen in Abenteuern?
« Antwort #19 am: 25 Sep 2017, 22:41:42 »
Sorry but you are not allowed to view spoiler contents.


Br0adsw0rd

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Re: Zuviel Feen in Abenteuern?
« Antwort #20 am: 25 Sep 2017, 22:59:44 »
Damit Quendan mir nicht wieder mal den Kopf wäscht, da ich ein Thema zu weit abdriften lasse, habe ich hier http://forum.splittermond.de/index.php?topic=5572.0 ein Thema dazu gemacht, was man sich den für Abenteuer wünscht.

barbarossa rotbart

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Re: Zuviel Feen in Abenteuern?
« Antwort #21 am: 30 Sep 2017, 15:46:40 »
Ich denke, das Problem ist doch, dass bei SpliMo Feen ein Sammelbegriff für alle möglichen unterschiedlichen Wesenheiten ist, die in anderen Rollenspielen durchaus Dämonen, Teufel, Elementarwesen oder klassische Monster wären. Das fängt ja doch schon mit dem klassischsten aller Rollenspielmonster an: dem Ork. Was aber auch Sinn macht, denn eigentlich ist orc nichts anderes als das elbische Wort für das englische goblin, was dem deutschen Kobold entspricht. Und Kobolde sind Feenwesen (außer man spielt D&D).

Wandler

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Re: Zuviel Feen in Abenteuern?
« Antwort #22 am: 30 Sep 2017, 16:03:27 »
Feen stehen bei Splittermond für viele Bereiche die in anderen Systemen anders besetzt sind. Insbesondere fällt ein Bereich auf: Mächtige magische Gegner (Schwarzmagier, Drachen, Geister, Hexen, ...).
Die Balance bei Splittermond was Magie angeht nimmt der Magie auch die Möglichkeit eine ganze Menge von Phänomenen zu erklären, und damit bleiben nur „außerweltliche“ Wesen wie Götter – und wer die nicht bemühen will greift wohl oft auf die recht generisch und vielseitig einsetzbare Feen zurück (ja, ich auch).
Das ist keine Wertung – wie so oft haben viele Dinge einfach zwei Seiten, auch die Magie die eben Nichtspielercharakteren wie Spielercharakteren gleichermaßen zur Verfügung steht. Ich verspreche mir jedoch viel vom Magiebuch das die einen oder anderen Formen mächtigerer Magie aufzeigen könnte; und die wären dann auch für andere Nichtspielerfiguren erreichbar, somit wäre der klassische Schwarzmagier vielleicht wieder ein Gegner ohne ihn auf einem Niveau der HG4 entspricht zu entwerfen.
Hier nur ein paar denkbare Stichworte: Magische Pakte, Blutschwüre, Blutmagie, Besessenheit, verfluchte Artefakte, …

Nevym

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Re: Zuviel Feen in Abenteuern?
« Antwort #23 am: 04 Okt 2017, 13:25:37 »
beider Sichtung der aktuellen Abenteuer ist mir aufgefallen das sehr viele Abenteuer sich um Feenpakte etc. drehen.
[...]
Die generelle Tendenz sehe ich aber auch. Und da könnten natürlich verlagsseitig geschriebene Abenteuer einen teilweise anderen Weg einschlagen. Ich teile die Meinung, dass es auch mehr Abenteuer ohne Feen geben sollte. Vielleicht wird es da ja in der Zukunft das ein oder andere Abenteuer geben. z.B. mal ein schönes Intrigen-Abenteuer im Mertalischen Städtebund oder in Kungaitan. Ein Abenteuer mit Orks (auch wenn es ehemalige Feenwesen sind) im Süden Zwingards und der Termark. Ein Abenteuerand in Arakea, der die Azurnen Riesen in den Fokus rückt. Oder in Zhoujiang mal das ein oder andere Geisterabenteuer.

Letztlich ist es aber eben auch wie SeldomFound schreibt, mit Jenseits der Grenzen sind Feen und ihre Welten detailliert beschrieben. Detaillierter als die meisten Landstriche von Lorakis. Und dann finde ich es doch besser, wenn es in Abenteuern vermehrt Feen gibt, als wenn in jedem zweiten Abenteuer mächtige Götterdiener auftauchen. Ist aber eine persönliche Meinung.
... und ...

Da ich jetzt motiviert bin, noch einen Mondsplitter zu schreiben, werde ich zusehen, dass keine Feen, Feenpakte oder Feenwelten vorkommen :-)
Da bin ich schon seit Anfang an dran...
Die Redaktion brachte mit Dragorea /Zwingard das Setting, Seldom hat mir die Inspiration geliefert, und ich bastel da jedes Jahr einen Teil (m)einer "Blutwacht"-Kampagne. Ich bin bloß keine sonderlich motivierter Schreiber von druckfertig verwendbaren Abenteuern, wenn die Idee ein Jahr lang auf jeder Con dabei ist, hab ich genug davon und nehme die wesentlichen am Spieltisch entstandenen Ereignisse in den nächsten Teil mit...
Ich bevorzuge auch Abenteuer mit ganz anderem Hintergrund. Was ich abgöttisch liebe sind Mysterien, die man als Spieler erfahren kann, ABER die keinesfalls aufgelöst (entmystifiziert) werden dürfen! Man kann sie erleben, sich daran erfreuen, sie nutzen oder auch glücklich sein ihrern Schrecknissen mit einigermaßen heiler Haut entkommen zu sein. Das "Entzaubern" passiert hoffentlich auch nicht in dem Farukan-Abenteuer mit der Zikurat, daß wir gerade spielen (wobei ich da wenig Hoffnung habe).
Abenteuer mit Gewissensentscheidungen als Wendpunkt sind auch so ein Highlight für mich. Nicht ich als Spieler muß Entscheidungen treffen, die den Fortgang beeinflussen, sondern der Charakter trifft sie, nach seinem Wesen, wie der Charakter ausgestaltet ist. Mir fehlen klar die moralisch zweifelhaften Plots, Auftraggeber und Wendungen. (Wer arbeite schon für einen Unterweltboss?)
Hier wären mir auch Szenarien recht, die irgendwie was mit "Verzweiflung der Protagonisten" als Anlaß hätten, z.B. ein Midstadter Freischärlerhaufen, ein Termarker, der seinem Land helfen will oder "Die Federn des Feiglings" in einer etwas anderen Variante...
Aber auch Feenwelten können interessant sein. Ich hab mal für einen "Escape" aus einer Feenwelt Elemente aus dem SF-Roman "Welt in den Lüften" (Larry Niven) mit "Alice in Wonderland" kombinert. Was sehr "spaßig" für die Charaktere... - und was kann ich als SL, daß einer unbedingt einen Feenpakt einginge - garnüscht!  8) >:( 8)

barbarossa rotbart 30.09.2017
Ich denke, das Problem ist doch, dass bei SpliMo Feen ein Sammelbegriff für alle möglichen unterschiedlichen Wesenheiten ist, die in anderen Rollenspielen durchaus Dämonen, Teufel, Elementarwesen oder klassische Monster wären. Das fängt ja doch schon mit dem klassischsten aller Rollenspielmonster an: dem Ork. Was aber auch Sinn macht, denn eigentlich ist orc nichts anderes als das elbische Wort für das englische goblin, was dem deutschen Kobold entspricht. Und Kobolde sind Feenwesen (außer man spielt D&D).
Richtig, auf der einen Seite hat die Subsumierung unter einen Begriff Vorteile, andererseits pauschalisiert das halt auch gewaltig.
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The only real prison is fear, and the only real freedom is freedom from fear. (Aung San Suu Kyi)