Autor Thema: Humor in Lorakis oder Komödien als Abenteuer  (Gelesen 4252 mal)

JohnLackland

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Humor in Lorakis oder Komödien als Abenteuer
« am: 29 Mär 2016, 12:25:24 »
Am Wochenende habe ich mir mal wieder Much Ado About Nothin (Viel Lärm um Nichts) von Mr. Shakespear angeschaut. Ich kann mich immer wieder dabei weglachen, es gibt wenige Stücke die ich so Zeitlos und Lustig finde.

Dabei kam ich dann darauf, die meisten Abenteuer in Lorakis sind doch recht ernste Dramen, Tragödien, oder Heldenepen aber eine Komödie als Abenteuer habe ich bisher noch nie gehört.

Jetzt frage ich mich, was würde eine Komödie als Abenteuer ausmachen ohne lächerlich zu werden und trotzdem ereignisreich, in wie weit müssen sich da auch die Spieler und der Erzähler einlassen.

Was meint ihr den? Was braucht eine Komödie als Abenteuer?
« Letzte Änderung: 29 Mär 2016, 12:29:51 von JohnLackland »
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Re: Humor in Lorakis oder Komödien als Abenteuer
« Antwort #1 am: 29 Mär 2016, 12:40:07 »
Hi!

Ich hatte bisher eher selten die nötige fixe Idee für ein humoristisch veranlagtes Abenteuer aber in den wenigen Fällen war es - für meine Verhältnisse natürlich - recht gelungen. Dabei habe ich mich vor allem des Spiels mit dem Klischee bedient. Das tut man als Rollenspieler bzw. Spielleiter ja meiner Erfahrung nach automatisch, aber zumindest ich habe immer eine gewisse Hemmschwelle, bekannte Charaktere aus Literatur und Film zu entstellen und einfach 100% klischehaft darzustellen. Ein paar Schlagworte: Der in einen Kater verzauberte, charismatische Betrüger (dem nur seine Stiefel und sein Degen blieben), der wild entschlossen ist, aus seinem Zustand irgendwie Profit zu schlagen (und dessen Wege sich mit den Abenteurern kreuzen), der krakenartige Beschwörer, als letztes Mitglied einer Untersee-Rasse, der seiner verlorenen Langzeitliebe hinterherweint ist zwar eigentlich nicht an sich lustig, kann aber sehr lustig werden, wenn die Spieler sich auf absurde Szenen, Gerätschaften und Spielzeuge einlassen. Ich stütze mich bei gewollt lustigen Abenteuern also eher auf lustige NPC als auf lustige Plots (finde sowieso schwer, das zu definieren...).

Womit meine DZ-Runde und ich viel Spaß hatten war die Die Hütte im Sumpf von asquartipapetel. Das ist eben ein Abenteuer, bei dem man ganz gerne mal albern sein "darf", ohne irgendetwas kaputt machen zu können, was zur Abwechselung mal ganz nett sein kann. Hier hatte ich allerdings auch schon das gegenteilige Feedback von jemandem, der das Abenteuer bei einem anderen SL gespielt hat, was wieder dafür spricht, dass jeder ein bisschen anderen Humor hat. :)

LG
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Mondassel

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Re: Humor in Lorakis oder Komödien als Abenteuer
« Antwort #2 am: 29 Mär 2016, 12:50:48 »
Zitat
Womit meine DZ-Runde und ich viel Spaß hatten war die Die Hütte im Sumpf von asquartipapetel. Das ist eben ein Abenteuer, bei dem man ganz gerne mal albern sein "darf", ohne irgendetwas kaputt machen zu können, was zur Abwechselung mal ganz nett sein kann. Hier hatte ich allerdings auch schon das gegenteilige Feedback von jemandem, der das Abenteuer bei einem anderen SL gespielt hat, was wieder dafür spricht, dass jeder ein bisschen anderen Humor hat. :)

Hey,

ich les mich gerade recht frisch durch das Forum hier und mache gleich den ersten interessanten Fund. Danke vielmals für den Link zur Hütte im Sumpf.
ich werde das mal näher studieren.
Gruß!
“Die Welt ist im Wandel. Ich spüre es im Wasser. Ich spüre es in der Erde. Ich rieche es in der Luft.”

JohnLackland

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Re: Humor in Lorakis oder Komödien als Abenteuer
« Antwort #3 am: 29 Mär 2016, 14:08:04 »
Ask's Hütte im im Sumpf ist nett, hat es kindliches und lustiges, das stimmt aber eine Komödie ist es nicht.

nehmen wir doch mach den Komödienbegriff aus der Literatur und nähern uns dem ganzen:

  • Charakterkomödie: eine einzelne Person steht im Vordergrund 
  • Typenkomödie: charakterisiert durch ein typisiertes, durch wiederkehrende Masken, Gestik oder Kostüme erkennbares Rollenpersonal
  • Situationskomödie: Verwicklung der Handlungsstränge, Verkettung überraschender Umstände oder Intrigen
  • Konversationsstück: spielt in höheren Gesellschaftskreisen und lebt von der geistreichen Konversation.

Auf den ersten Blick erscheint mir da die Charakterkomödie und die Situationskomödie am passendsten, was auch die Spielleitung inszenieren kann.
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SeldomFound

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Re: Humor in Lorakis oder Komödien als Abenteuer
« Antwort #4 am: 29 Mär 2016, 14:34:32 »

Jetzt frage ich mich, was würde eine Komödie als Abenteuer ausmachen ohne lächerlich zu werden und trotzdem ereignisreich, in wie weit müssen sich da auch die Spieler und der Erzähler einlassen.

Was meint ihr den? Was braucht eine Komödie als Abenteuer?

Wie du schon gesagt hast, man braucht die richtigen Spieler... und SCs.

Das Problem der Komödie als Theaterform ist, dass sie wesentlich mehr Witz von den Akteuren erfordert. Den Komödie spielt mit den Definitionen, durch die wie die Welt um uns herum geformt haben. Kommt es bei einer Tragödie zu einem Plottwist, so ist dieser zumindest im Nachhinein verständlich, er erscheint "konsequent". Doch bei einer Komödie kommt der Plottwist meist aus dem Nichts! Und dann müssen die Spieler in der Lage sein, zu improvisieren.

Nehmen wir mal das Abenteuer "Pashtarische Päckchen" als Beispiel:

Sorry but you are not allowed to view spoiler contents.

Solche Enthüllungen können "komisch" sein, da sie völlig unerwartet kommen. Aber sie werden frustrierend, wenn die Spieler keine Ahnung haben, wie sie mit diesen Problemen umgehen sollen!



Ein anderes Problem ist die "Fallhöhe". Mel Brooks beschrieb den Unterschied zwischen Tragödie und Komödie folgendermassen: "Wenn du in einen Gulli reinfällst, ist das eine Komödie, wenn ich auf einer Banane ausrutsche, ist das eine Tragödie."

Sprich, zu einer Komödie gehört auch eine gewisse Distanz zu den Charakteren, denen das komische Missgeschick passiert. Und ihr könnten einige Spieler bzw. ihre SCs streiken! Der Streich eines Kobolds mag für den trotteligen Bauerncharakter und seinen entspannten Spieler ganz lustig sein, doch der ernste Spieler mit seinen "Witcher"-Charakter mag das als Anlass nehmen, die Gruppe zu verlassen.


Dazu kommt noch das unterschiedliche Verständnis von Humor. Wenn jemand den Mountain aus "Games of Thrones" spielt, wird es wohl eher auf "Dead Baby Humor" hinauslaufen, in dem der Charakter versucht Komik zu erzeugen, indem er übertrieben blutrünstig ist. Ein anderer Spieler wiederum findet Stereotypen witzig und wird darüber versuchen "humorvoll" zu sein.


Und zu guter Letzt ist da noch der Kontrollverlust. Eine Komödie setzt zum Teil vorraus, dass die Spieler zulassen, dass man ihnen jetzt einen Streich spielt oder etwas Unvorhersehbares passiert.


Natürlich gibt es immer die Lösung, dass man die Spieler selbst die Komödie inszenieren lässt. Aber dann mag man sich an das Problem der unterschiedliche Vorstellung von Fallhöhe und Humor stoßen. Letztendlich ist gerade eine Komödie als Abenteuer etwas, dass man im Vorfeld mit den Spielern abklären sollte. Kurze, komische Szenen gehen meist problemlos, aber ein ganzes Abenteuer, das darauf basiert, erfordert halt eine gutes Verständnis von den Vorlieben der Spieler und Vertrauen innerhalb der Gruppe. Zumindest wenn man mit der Erwartung heran geht, dass alle Spieler es auch als Komödie verstehen sollen.

Ansonsten ist es besser, einfach nur die Reaktionen der Spieler auf die "komische" Situation abzuwarten und sie entsprechend daran anzupassen.



PS: Meine Empfehlung für ein "komisches" Abenteuer ist übrigens "Eine almadanische Tragödie" von Matthias Freund aus der DSA-Anthologie "Ehrenhändel". Der Name ist recht... irreführend.


EDIT:

Ask's Hütte im im Sumpf ist nett, hat es kindliches und lustiges, das stimmt aber eine Komödie ist es nicht.

Es schwankt irgendwo zwischen Komödie und Horror, meiner Meinung nach. Wie gesagt, der Witz der Spieler ist entscheidend.


Zitat
Nehmen wir doch mach den Komödienbegriff aus der Literatur und nähern uns dem ganzen:

  • Charakterkomödie: eine einzelne Person steht im Vordergrund 
  • Typenkomödie: charakterisiert durch ein typisiertes, durch wiederkehrende Masken, Gestik oder Kostüme erkennbares Rollenpersonal
  • Situationskomödie: Verwicklung der Handlungsstränge, Verkettung überraschender Umstände oder Intrigen
  • Konversationsstück: spielt in höheren Gesellschaftskreisen und lebt von der geistreichen Konversation.

Auf den ersten Blick erscheint mir da die Charakterkomödie und die Situationskomödie am passendsten, was auch die Spielleitung inszenieren kann.

Typenkomödie geht auch recht gut, besonders wenn man mit Feenwelten arbeitet.

Ein Konversationsstück kann man auch umsetzen, setzt aber eben einen gewitzten Spieler vorraus, den man mit einen "dümmeren" NSC konfrontriert, den der Spieler dann (rhetorisch) an der Nase herumführen kann.
« Letzte Änderung: 29 Mär 2016, 14:40:05 von SeldomFound »
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Welf Jagiellon

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Re: Humor in Lorakis oder Komödien als Abenteuer
« Antwort #5 am: 29 Mär 2016, 14:37:42 »
Ich finde auch in sonst ernsten Abenteuern lassen sich ausgezeichnet Elemente einer Komödie einbringen.
Auch Shakespeare bspw. nutzte gerne "comic relief", also lustige Szenen/Charaktere um eine sonst finstere oder betrübliche Handlung aufzulockern.

Ein rein als Komödie angelegtes Abenteuer könnte ich mir vorstellen, ist aber meiner Meinung nach wesentlich schwieriger umzusetzen als "ernste" Abenteuer mit komischen Elementen. Das nächste, was an ein reines Komödien-Abenteuer herankommt sind bei mir Reisen in/durch bestimmte Feenwelten, deren Bewohner durch ein seltsames Verständnis bzw. eigenwillige Interpretationen von diesseitigen Bräuchen geprägt sind und die Abenteurer so in unerwartete Verwicklungen verstricken, die nur durch unkonventionell-absurde Methoden aufzulösen sind.

Für Gewöhlich streue ich in meine Abentuer gerne absurde Situationen oder verschrobene Charaktere mit eigenartigen Marotten ein, die ggf. auch eine Verballhornung der Gruppe bekannter Ereignisse (auch aus vorherigen Abenteuern) und Charakterklischees darstellen. Das alles aber ohne in übertreibene oder unrealistische Blödelei abzurutschen, die Spieler sollen immer noch das Gefühl haben, dass es sich um etwas handelt, was so (im Rahmen der Spielwelt) tatsächlich hätte passieren können.
Am ehesten kann man diesen Stil wohl mit den Scheibenwelt-Romanen vergleichen, die ja auch von ihren Bezügen zur realen Welt, der Dekonstruktion von Fantasy-Klischees und schlicht absurden aber doch plausiblen sowie liebenswerten Charakteren leben. Dazu kommt evl. noch eine gewisse Meta-Komik, die nicht innerweltlich erschließbar und nur für "Außenstehende Beobachter" (also die Spieler, nicht die Charaktere) zu verstehen ist.

EDIT: kleine Korrektur und: Volle Zustimmung zu SeldomFounds Beitrag!^^
« Letzte Änderung: 29 Mär 2016, 14:40:53 von Welf Jagiellon »

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Re: Humor in Lorakis oder Komödien als Abenteuer
« Antwort #6 am: 29 Mär 2016, 14:42:46 »

Am ehesten kann man diesen Stil wohl mit den Scheibenwelt-Romanen vergleichen, die ja auch von ihren Bezügen zur realen Welt, der Dekonstruktion von Fantasy-Klischees und schlicht absurden aber doch plausiblen sowie liebenswerten Charakteren leben. Dazu kommt evl. noch eine gewisse Meta-Komik, die nicht innerweltlich erschließbar und nur für "Außenstehende Beobachter" (also die Spieler, nicht die Charaktere) zu verstehen ist.

Das ist in der Tat ein gutes Beispiel.
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JohnLackland

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Re: Humor in Lorakis oder Komödien als Abenteuer
« Antwort #7 am: 30 Mär 2016, 10:55:58 »
Ihr seid ja alles Spaßbremsen  :P . Witze funktionieren recht gut und können von einer breiten Masse verstanden werden, jeder Empfänger findet es nicht immer lustig, die Frage ist muss er das? Lachen kann auch ansteckend sein am Tisch  ;D .

Die Spieler können selbst in Situationen geraten wo das drumherum lustig ist, vielleicht auch tragischkomisch. Die SL muss also auch hier die Bühne für das komische bringen. TrollsTime macht das zum Beispiel ganz gut im aktuellen Tavernen Thread mit seinen Beppo. Der Charakter bringt mich zum schmunzeln und zum lachen. Etwas Talent für das lustige braucht die SL vielleicht oder die Charaktere, aber so etwas kann man auch üben.

Vieleicht hilt auch Dinge in das Groteske zu bringen, damit sie mehr Humor haben in dem die Charaktere überzeichnet werden. Ein Abenteuer mit viel Augenzwinkern in SpliMo ist zum Beispiel der Zwist der Geschwister.

Komödien müssen ja nicht nur die ganze Zeit lustig sein, sie haben oft auch etwas tragisches oder gar gemeines. Ich denk da an das Bauerntheater.

Ein lustiges Abenteuer zu schreiben ist schwerer so scheint es mir als ein kriegerisches? Man kann auch den NSCs lustige Worte und Sätze einbringen, ja sogar Witze konstruieren welche die Spieler mit erleben oder Teil davon sind.

Nicht vergessen: Teigwaren heißen Teigwaren weil sie Teig waren und die Gürtellinie ist eine fließende Grenze, die von Generation zu Generation neu definiert werden muß. Letzteres hat was mit Humor zu tun.
« Letzte Änderung: 30 Mär 2016, 11:52:23 von JohnLackland »
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Meister Hildebrand

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Re: Humor in Lorakis oder Komödien als Abenteuer
« Antwort #8 am: 30 Mär 2016, 11:22:20 »

Ich würde mich eher an "Das Leben des Brian" und "Die Ritter der Kokosnuss" orientieren. Etwaige Personen zuerst in andere Abenteuer einbauen und immer (kurz) auftreten lassen.

zB Kann man den Ritter die auf der Queste nach einem Becher (hier kann man auch "Der Hofnarr" von Danny Kaye) einbauen. Schließlich nehmen die Ritter die Heldengruppe mit und sie treffen dann.... auf verschiedene Personen oder Wesen - je nachdem wie "dunkel" man haben will: von netten ("Was ist deine Lieblingsfarbe?"... "Du darfst passieren.") bis zu solchen wo einem das Lacheln im Hals stecken bleibt (ein Dämmerhase auf Basis der Dämmerweide mit zwei Tentakeln).

oder man trifft auf einen Propheten, der für die Heldengruppe "wirres Zeug" redet und nach jedem Treffen wird auf die wachsende Anhängerschar hingewiesen...

Also dann auf zu "Der Wein mit der Pille ist in dem Becher mit dem Fächer, der Pokal mit dem Portal hat den Wein gut und rein.“ oder dann doch gleich zu "„Der Wein mit der Pille ist im Kelch mit dem Elch. Der Becher mit dem Fächer hat den Wein gut und rein.“


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Re: Humor in Lorakis oder Komödien als Abenteuer
« Antwort #9 am: 30 Mär 2016, 11:23:32 »
Man kann durchaus ein lustiges Abenteuer schreiben. Man sollte aber nicht erwarten, dass es auch die Spieler als lustig empfinden.

Humor ist halt so etwas individuelles, dass ich es für eine größere Herausforderung halte, ein "komisches" Abenteuer zu schreiben als ein "tragisches".

Wenn es funktioniert, ist das ganz schön, doch man kann es halt nicht erzwingen. Ich muss dabei die ganze Zeit an den Hass auf Kobolde, Schelme und ähnlichen bei DSA denken.
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ShadowAsgard

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Re: Humor in Lorakis oder Komödien als Abenteuer
« Antwort #10 am: 30 Mär 2016, 12:33:36 »
Lasst mich aus fast 3 Jahren Erfahrungen Folgendes sagen:

Ich habe von Anfang Rollenspiele wie DSA und Splimo gefeiert, weil es egal war welches Abenteuer wann wo gespielt hat, denn Ich habe gleich die richtige Gruppe an Leuten gefunden,die es geschafft haben in jedem Abenteuer tolle Emotionen an Trauer,Angst und Freude hervorzurufen,wo es nötig war. Der Humour kam NIE zu kurz

Wir brauchen keine eigens humourvoll konzipierte Abenteuer spielen,wir sind so bescheuert,das schaff ma so schon  ;D

Aber um auch deine Frage zu beantworten:

Ein Scherz,damit er lustig ist, besitzt immer ein Funken Wahrheit. Klischees klappen deshalb so gut,weil doch irgendwie was dran ist und vor allem die klischeehaften Bilder,Filme etc einem im Gedächtnis bleiben.
Ein lustiges Abenteuer sollte Klischees enthalten und die Spieler müssen sehr viel Freuraum für ihren Blödsinn haben

JohnLackland

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Re: Humor in Lorakis oder Komödien als Abenteuer
« Antwort #11 am: 30 Mär 2016, 12:47:23 »
Wenn es funktioniert, ist das ganz schön, doch man kann es halt nicht erzwingen. Ich muss dabei die ganze Zeit an den Hass auf Kobolde, Schelme und ähnlichen bei DSA denken.

Das ist aber auch nicht lustig, das soll lustig sein und oft sind diese viecher Bösartig und selbst da kommt es darauf an wie die SL soetwas darstellt.

Vielleicht liegt das Problem wirklich ehr an der SL / Erzähler. Die meisten sind die Dramenkiste gewöhnt mit schnellen Schnitten und wenig Humor und man muss auch selbst über sich lachen können, das spiel sollte bewertungsfrei sein.
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Waldviech

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Re: Humor in Lorakis oder Komödien als Abenteuer
« Antwort #12 am: 30 Mär 2016, 13:17:53 »
Zitat
Komödien müssen ja nicht nur die ganze Zeit lustig sein, sie haben oft auch etwas tragisches oder gar gemeines. Ich denk da an das Bauerntheater.
Das finde ich einen ganz guten Hinweis. Was zum Beispiel, wenn man sich bei einem Abenteuer bei den NSC einfach mal an den Figuren aus der Commedia dell´arte orientiert?

TrollsTime

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Re: Humor in Lorakis oder Komödien als Abenteuer
« Antwort #13 am: 31 Mär 2016, 15:28:50 »
Ich verwend immer Slapstick in feinen Dosen.
Und das aus gutem Grund.
A) NSC sind sicher in ihrem Kernbereich den Abenteurern oft überlegen. Wenn man dann aber einen fremden Krieger verirrt im Dungeon trifft, sieht das schon ganz anders aus.
B) Der Händler mag ein rethorisches Ass sein. Wenn ihn dann aber die bis an die Zähne bewaffnete Heldengruppe in einer Ruine antrifft, mag er sie für Räuber oder zumindest für schweinegefärhlich halten. Daraus ergeben sich interessante Missverständnisse. Kruzum: NSC sind nicht allmächtig, sie sind keine Hellseher, sie dürfen ihre lächerlichen Schwächen haben.
C) Pippin Knochenbrecher, mein Hauptcharakter ist leibhaftiger Pulp und erfüllt dennoch seinen Zweck
D) Wie immer. Die Mischung macht's
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