Autor Thema: Priesterschaft in Kintai  (Gelesen 4302 mal)

Cifer

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Priesterschaft in Kintai
« am: 07 Nov 2016, 18:25:45 »
Moin ihr!
Ich bin gerade dabei, ein Konzept für einen schwertalbischen Priester ein wenig zu überarbeiten. Mein kleines Problem dabei: Nach Studium des Götterbandes bin ich mir nicht so ganz sicher, wie man sich die eigentlich vorzustellen hat.
Der Weltband sagt zur Ständeordnung "Den Adligen folgen die Mönche und Priester [...] Sie beruhigen die Geister, stehen jedem, der ihrer Hilfe bedarf, mit Rat und Tat zur Seite und ehren die Göttin und ihre Diener, indem sie alle wichtigen Riten, vom Frühlingsfest bis zur Trauerfeier, ausrichten."
Soweit, so gut. Nun sagt aber der Götterband bei den bevorzugten Ausbildungen der Priester Myurikos "Glaubenskrieger, Inquisitor, Recke (Kantioku)". Also Ausbildungen, in denen martialische Fähigkeiten auf einer Stufe mit magischen und sozialen Fähigkeiten stehen, wenn sie nicht eher höher gewertet werden. Kommt das so hin? Ich hätte vermutet, in der starren Ordnung der Schwertalben sei die kämpfende Kaste der Adel, während die Priesterschaft eben eher verwaltend-zeremonielle Aufgaben hat und für die Beantwortung der ewigen Frage "WWMT?" zuständig ist.

Kommt diese martialische Haltung hin? Und wozu werden die Kampffähigkeiten letztlich verwendet, wenn für den Schutz des Volkes und die Kriegsführung eigentlich der Adel zuständig ist?

Jeong Jeong

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Re: Priesterschaft in Kintai
« Antwort #1 am: 07 Nov 2016, 18:31:11 »
Kommt diese martialische Haltung hin? Und wozu werden die Kampffähigkeiten letztlich verwendet, wenn für den Schutz des Volkes und die Kriegsführung eigentlich der Adel zuständig ist?

Vielleicht zur Meditation. Das irdische Kyūdō wird beispielsweise manchmal in dieser Weise betrieben. :)

Nekio

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Re: Priesterschaft in Kintai
« Antwort #2 am: 07 Nov 2016, 19:05:52 »
Soll der Priester den einer der Myriko sein? In Kintai wird neben dem Kranich auch noch andere Götter verehrt. Ich denke unter den Sternen, Natur, Tier und Ahnengeistern finden sich auch weniger militante.

Cifer

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Re: Priesterschaft in Kintai
« Antwort #3 am: 07 Nov 2016, 19:29:02 »
Kommt diese martialische Haltung hin? Und wozu werden die Kampffähigkeiten letztlich verwendet, wenn für den Schutz des Volkes und die Kriegsführung eigentlich der Adel zuständig ist?
Vielleicht zur Meditation. Das irdische Kyūdō wird beispielsweise manchmal in dieser Weise betrieben. :)
Das wäre sicherlich eine Möglichkeit, aber dabei käme es ja primär auf eine einzige Waffenfertigkeit an, nicht auf das volle Portfolio eines Profikämpfers, oder?

Soll der Priester den einer der Myriko sein? In Kintai wird neben dem Kranich auch noch andere Götter verehrt. Ich denke unter den Sternen, Natur, Tier und Ahnengeistern finden sich auch weniger militante.
Wenn schon, denn schon!  :P
Zudem geht es mir ja weniger darum, dass ich nichts militantes spielen möchte (*), sondern dass ich die Rolle der Myuriko-Priesterschaft in Kintai verstehen will. Was macht so jemand den lieben langen Tag? Weshalb erlernt eine Priesterin Kampffähigkeiten? Was stellt sie damit an? Was unterscheidet sie in ihrer Rolle von den Kämpfern des ersten Standes?


(*) Okay, doch, speziell dieser Charakter war in eine Richtung geplant, die von der reinen EP-Menge und Attributsverteilung vermutlich nicht mehr viel Kampffähigkeiten zulässt. Das hat aber nichts mit der Frage zu tun.

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Re: Priesterschaft in Kintai
« Antwort #4 am: 07 Nov 2016, 19:42:15 »
@ Nekio

Das wirft eine interessante Frage auf: Gehören automatisch jede Art von Priester zu der 2. Kaste? Oder nur die Priester von Myuriko?


Ansonsten kann ich noch die Infos beisteuern, die im Abenteuer "Die Seidende Stadt" angegeben werden:

Sorry but you are not allowed to view spoiler contents.

Hierbei muss angemerkt werden, dass die Priester wirklich nicht als Krieger auftreten, sondern in erster Linie sich durch großes, magisches Können auszeichnen.

Demzufolge: Nein, du musst nicht etwas militantes als Myuriko-Priester spielen.

Aber: Kampffertigkeiten sind heilig in Kintai und hierbei kommt es zu einer Vermischung der Funktionen der Kasten.

Denn nicht wenige der 2. Kaste (Priester) dürften auch der 1. Kaste (Adlige) angehören, bzw. dürften sich die auch die Mitglieder der 1. Kaste als spirituell hervorgestellt sehen.
« Letzte Änderung: 07 Nov 2016, 19:46:48 von SeldomFound »
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Nekio

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Re: Priesterschaft in Kintai
« Antwort #5 am: 07 Nov 2016, 19:43:57 »
Kommt diese martialische Haltung hin? Und wozu werden die Kampffähigkeiten letztlich verwendet, wenn für den Schutz des Volkes und die Kriegsführung eigentlich der Adel zuständig ist?
Vielleicht zur Meditation. Das irdische Kyūdō wird beispielsweise manchmal in dieser Weise betrieben. :)
Das wäre sicherlich eine Möglichkeit, aber dabei käme es ja primär auf eine einzige Waffenfertigkeit an, nicht auf das volle Portfolio eines Profikämpfers, oder?

Soll der Priester den einer der Myriko sein? In Kintai wird neben dem Kranich auch noch andere Götter verehrt. Ich denke unter den Sternen, Natur, Tier und Ahnengeistern finden sich auch weniger militante.
Wenn schon, denn schon!  :P
Zudem geht es mir ja weniger darum, dass ich nichts militantes spielen möchte (*), sondern dass ich die Rolle der Myuriko-Priesterschaft in Kintai verstehen will. Was macht so jemand den lieben langen Tag? Weshalb erlernt eine Priesterin Kampffähigkeiten? Was stellt sie damit an? Was unterscheidet sie in ihrer Rolle von den Kämpfern des ersten Standes?


(*) Okay, doch, speziell dieser Charakter war in eine Richtung geplant, die von der reinen EP-Menge und Attributsverteilung vermutlich nicht mehr viel Kampffähigkeiten zulässt. Das hat aber nichts mit der Frage zu tun.

Ich bin nicht der Experte für Kintai. Ich vermute mal das die Priester sich primär um die übernatürlichen Gefahren kümmern und der Schwertadel um die Weltlichen. Es könnte auch einfach nur sein, das sie das Prinzip von " Starker Körper - Starker Geist " folgen. Ich mach einmal den richtigen Autor auf das Thema aufmerksam.
« Letzte Änderung: 07 Nov 2016, 19:48:02 von Nekio »

Cifer

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Re: Priesterschaft in Kintai
« Antwort #6 am: 07 Nov 2016, 19:49:01 »
@Seldom
Zitat
Das wirft eine interessante Frage auf: Gehören automatisch jede Art von Priester zu der 2. Kaste? Oder nur die Priester von Myuriko?
[...]
Denn nicht wenige der 2. Kaste (Priester) dürften auch der 1. Kaste (Adlige) angehören, bzw. dürften sich die auch die Mitglieder der 1. Kaste als spirituell hervorgestellt sehen.
Ich würde schon davon ausgehen, dass jede Form von (anerkannter, also letztlich Myuriko unterworfener) Priesterschaft automatisch zweiter Stand ist. Das wirft aber in der Tat die Frage auf, wie sich der erste definiert. Rein durch Geburt? Geburt und Ausübung eines passenden Amts? Und gibt es Schwertalben, die mehreren Ständen angehören, also durch Geburt Adlige und durch Berufung Priester sind, oder geht dann der erste Stand verlustig? Bei einem Kastensystem, das so strikt wie das von Kintai ist, schiene es mir seltsam, Personen nicht exakt einer Kaste zuordnen zu können.

Zitat
Ansonsten kann ich noch die Infos beisteuern, die im Abenteuer "Die Seidende Stadt" angegeben werden:
Das werde ich mit dem guten demnächst spielen. Könntest du eine unspoilerige Variante davon zusammenstellen?
« Letzte Änderung: 07 Nov 2016, 19:57:41 von Cifer »

SeldomFound

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Re: Priesterschaft in Kintai
« Antwort #7 am: 07 Nov 2016, 20:12:46 »
Ich würde schon davon ausgehen, dass jede Form von (anerkannter, also letztlich Myuriko unterworfener) Priesterschaft automatisch zweiter Stand ist. Das wirft aber in der Tat die Frage auf, wie sich der erste definiert.

Rein durch Geburt? Geburt und Ausübung eines passenden Amts? Und gibt es Schwertalben, die mehreren Ständen angehören, also durch Geburt Adlige und durch Berufung Priester sind, oder geht dann der erste Stand verlustig? Bei einem Kastensystem, das so strikt wie das von Kintai ist, schiene es mir seltsam, Personen nicht exakt einer Kaste zuordnen zu können.

Du hast wohl recht. Normalerweise sollte es so sein, dass die Kasten mit der Geburt bestimmt werden. Der Sohn eines Adligen wird Adliger, die Tochter einer Priesterin Priesterin.

Jedoch, im Falle der Priesterschaft und des Adels dürfte es wahrscheinlich wie im alten Japan auch so zu gehen, dass man freiwillig als Adliger abdanken darf, um den Rest seines Lebens als Priester zu verbringen. Gut möglich, dass es also in diesem Fall einen der seltenen Ausnahmen in der strikten Hierarchie gibt, aber auch nur abwärts gerichtet.

(Was aber nicht heißen soll, dass man dadurch an Einfluss verliert! Es kam immer wieder vor, dass die eigentlich abgedankten Herrscher in Japan aus ihren Templen weiterhin die Fäden gezogen haben!)


Zitat
Das werde ich mit dem guten demnächst spielen. Könntest du eine unspoilerige Variante davon zusammenstellen?

Dann kannst du den Spoiler meiner Meinung nach ruhig öffnen. Was da drin steht, dürfte deinem Charakter auch so bekannt sein.

Wlfn spielt bei mir auch einen Priester in der Seidenden Stadt und ich habe seinem Charakter die gleichen Infos gegeben.
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A.Praetorius

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Re: Priesterschaft in Kintai
« Antwort #8 am: 08 Nov 2016, 12:12:10 »
Nun sagt aber der Götterband bei den bevorzugten Ausbildungen der Priester Myurikos "Glaubenskrieger, Inquisitor, Recke (Kantioku)".

Das liegt daran, dass die Liste auf drei Einträge pro Gott beschränkt wurde^^. Ursprünglich standen da mal sehr sehr viele Ausbildungen, je nach Ausrichtung drin.

Ich versuche mal die meisten Fragen zu beantworten, wie immer nichts davon final gesetzt, nur meine persönliche Version davon (und eine Minivorschau auf den Kultband  ;))

Der Myuriko Kult hat drei verschiedene Arten von Dienern:
Priester, Mönche und "Vorbilder".

Die Priester kümmern sich ganz klassisch um Feste und Riten, Tempel und Schreine und bilden so das verbindende Element zwischen sterblicher und göttlicher Welt. Sie sind stark hierarchisch und strukturell geprägt.
Die Mönche legen ihren Fokus hingegen auf die Suche nach Erleuchtung und nicht-weltlichen Schutz.
Die Arankan, oft nur Laien (also durchaus Rang 1 Myuriko-Kirche, evtl. Glaube, keine Priester-Stärke) streben nach Perfektion in einzelnen Bereichen und helfen anderen diese ebenfalls zu erreichen.

Unter den Priestern gibt es verschiedene Strömungen von denen die Kantioku nach der Annäherung an die vollkommenen Kriegerkünstlerin streben. Sie sehen es - ähnlich den Mönche, die aber deutlich "loser sind" - als ihre Aufgabe an, dass Land zu schützen - auch vor Weltlichem - und die Schönheit zu verbreiten.

Andere Stömungen wären die Houshi ( deutlich größter Teil der Priesterschaft, klassicher Priester, sieh oben, evtl. Ausbildung Seelenführer - vermutlich das was deinem Charakter am nähesten kommt.) oder die Shojite (Künstler / Handwerker, am eheseten Ausbildung Wunderwerker).

Warum ein Fokus auf Kampffertigkeiten?
Weil die Göttin das als wichtig erachtet. Jeder Kintai (siehe Weltband) kann zumindest ein wenig mit Waffen umgehen. SIE gilt als vollkommene Kriegerin achte darauf, dass ihr Volk auch wehrhaft bleibt. Auch wenn seit Jahrhunderten keine externe Bedrohung gegeben scheint, ist es doch üblich, dass die Fürsten einander regelmäßig in Schlachten um Länderein oder Ruhm und Ehre begegnen. Die Gruppe trainierender Bauernmiliziönäre am Reisfeldrand ist genauso gewöhnlich wie der Künsterl von Stand, dessen Diener gerade die Staffelei aufstellen.

Außerdem ist Kintai groß und gefährlich. Es gibt immer wieder Gesetzlose, hier und da mal einen renegaten Adligen und unzähliche Schrecken die nicht der sterblichen Ebene entstammen  ;)

Beziehungen zwischen den Ständen:
Ja, mit dem Eintritt in die Priesterschaft ruht üblicherweise nominell die Zugehörigkeit zu einer Adelsfamilie (oder auch zu einer Bauern- oder Handwerkerfamilie...). Dennoch wird der Name nicht abgelegt und Freund, Feind und man selbst weiß üblicherweise auch wo man herstammt. Bei kleineren Adelsfamilien oder bei einem Mangel an passenden Erben ist aber auch nicht verboten oder unüblich gleichzeitig als Teil der Kirche dennoch einem Lehen oder eine Dynastie vorzustehen. Ketzer würden behaupten, dass das allerdings nicht wirklich iSd der Familie sein kann, da so der eigene Einfluss vermutlich spürbar nachlässt.
Viele der hohen Ämter sind mit Adelsspösslingen besetzt, evtl. auch nur weil es diesen leichter fällt den durchaus vorhandenen politischen Einfluss der Kirche göttinnengefällig zu gestalten.

Was unterscheidet einen Kantioku von einem jungen Adelskrieger?

Zuvorderst der unerschütterten Glauben an die Gottkaiserin und der Willen / die Hingabe primär ihr und dem Reich zu dienen, statt die eigene Familie oder den eigenen Namen zum Ruhm zu geleiten. Die göttliche Pflicht (statt der der netten Ermunterung) die Schönheit in die Welt zu tragen und das Unästhetische zu entfernen. Insofern gibt es da natürlich Überschneidungen (wie zwischen einem Paladin und einem Ritter), wobei der Kantioku auch und vordergründig Geistlicher ist.

Jeong Jeong

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Re: Priesterschaft in Kintai
« Antwort #9 am: 08 Nov 2016, 12:24:25 »
Wird es auch Schreindiener wie die irdischen Mikos geben, die nicht ihr ganzes Leben lang, sondern nur einige Jahre als Priester dienen? :)

A.Praetorius

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Re: Priesterschaft in Kintai
« Antwort #10 am: 08 Nov 2016, 13:42:45 »
...wie die irdischen Mikos...

Taro Nakayama unterscheidet im DEM Stadarwerk über Mikos (日本巫女史 , 1930, knapp 800 Seiten) zwischen grob 80 verschiedenen Miko-Arten und Ausprägungen ;). Fairchild (Shamanism in Japan, 1962, ca. 130 Seiten) ist da etwas zugänglicher und diskutiert die wichtigsten Änderungen im Lauf der Geschichte von Miko ( 神子 = Kind der Götter) zu Miko ( 巫女 = weibliche Schamanin). Die Studentinnen die heutzutage in rot/weißer Hakama / Haori - Kombination Souvenirs verkaufen sind wieder was ganz anderes...


Zitat
... die nicht ihr ganzes Leben lang, sondern nur einige Jahre als Priester dienen...

Lorakische Mikos sind zwar auch Diener der EINEN Göttin - wie jeder andere auch, aber eher keine direkten Mitgleider der offiziellen Staatskirche. Die praktizierten Riten sind älter als das Erscheinen der Gottkaiserin und werden auch als Tradition soweit akzeptiert und begrüßt.
Ein solcher auch zwischen den Domänen vermittelnder Dienst ist nicht zwingend lokal gebunden, aber nicht abschaltbar :) EInmal Diener der Götter - immer Diener der Götter.

Jeong Jeong

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Re: Priesterschaft in Kintai
« Antwort #11 am: 08 Nov 2016, 13:52:27 »
Taro Nakayama unterscheidet im DEM Stadarwerk über Mikos (日本巫女史 , 1930, knapp 800 Seiten) zwischen grob 80 verschiedenen Miko-Arten und Ausprägungen ;). Fairchild (Shamanism in Japan, 1962, ca. 130 Seiten) ist da etwas zugänglicher und diskutiert die wichtigsten Änderungen im Lauf der Geschichte von Miko ( 神子 = Kind der Götter) zu Miko ( 巫女 = weibliche Schamanin). Die Studentinnen die heutzutage in rot/weißer Hakama / Haori - Kombination Souvenirs verkaufen sind wieder was ganz anderes...

Soweit geht schon der englische Wikipedia-Artikel zu Mikos. ;) Ich persönlich hätte zusätzlich auf jeden Fall noch Saiō (斎王) bzw. Itsuki no Miko (斎皇女) als Amt eingebaut. Das finde ich persönlich in diesem Zusammenhang - gerade was das Verhältnis des Adels und der Priesterschaft zueinander angeht - sehr stimmig. :)

A.Praetorius

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Re: Priesterschaft in Kintai
« Antwort #12 am: 08 Nov 2016, 14:16:20 »
Ich persönlich hätte zusätzlich auf jeden Fall noch Saiō (斎王) bzw. Itsuki no Miko (斎皇女) als Amt eingebaut. Das finde ich persönlich in diesem Zusammenhang - gerade was das Verhältnis des Adels und der Priesterschaft zueinander angeht - sehr stimmig. :)

Die sind ja schon sehr speziell, eigenlich nur in Itsuke no Miya 齋官 angesiedelt gewesen und durch ihre historische Verflechtung zum Kaisergeschlecht bei uns eher unpassend. Zu den Mikos wird - wie auch oben schon angedeutet - wenig im Kultband stehen, da sie üblicherweise kein Teil der Kirche sind.

Jeong Jeong

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Re: Priesterschaft in Kintai
« Antwort #13 am: 08 Nov 2016, 14:28:27 »
In meiner - peinlicherweise immer noch nicht ans Uhrwerk-Magazin abgeschickten - Fan-Spielhilfe zu Ausbildungen Kintais habe ich es so gemacht, dass es adlige und nicht-adlige Mikos gibt, aber die adligen Mikos - wie die Saiō - immer nur an wenigen bestimmten Myuriko-Schreinen dienen. :)
« Letzte Änderung: 08 Nov 2016, 14:31:09 von Jeong Jeong »

A.Praetorius

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Re: Priesterschaft in Kintai
« Antwort #14 am: 08 Nov 2016, 14:54:01 »
In meiner ...  Fan-Spielhilfe ... habe ich es so gemacht, dass ... die adligen Mikos - wie die Saiō - immer nur an wenigen bestimmten Myuriko-Schreinen dienen. :)

Das find ich absolut passend :)