Autor Thema: Die Wilde Horde aus Jagodien  (Gelesen 6458 mal)

Weltengeist

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Die Wilde Horde aus Jagodien
« am: 11 Okt 2014, 08:54:55 »
Hallo zusammen!

Ich kämpfe gerade mit der Beschreibung Jagodiens. Da finde ich nämlich einige interessante Zitate:
  • "Die Jagoden [...] brechen [...] plötzlich wie ein Gewittersturm über ihre Nachbarn herein."
  • "Im Jahre 798 LZ gelang [...] die Eroberung Süddalmariens, die Invasion über die Enge See gilt seither als Meisterleistung in der militärischen Geschichte der Jagoden."
  • "Viele Reisende [...] landen aber auch in Dalmarien [...] und reisen den Rest der Strecke über Land."
Vielleicht ahnt ihr schon, worauf ich hinaus will: Ich würde tatsächlich gerne die Jagoden wie der besagte Gewittersturm über ihre Nachbarn - konkret das Shahirat Shahandir - herfallen lassen, aber ich habe beim besten Willen keine Idee, wie das gehen soll, denn zwischen den beiden liegt nicht etwa nur ein Fluss, sondern ein ausgewachsener Meeresarm. Der wird weder gelegentlich austrocknen, noch wird es Brücken oder Furten darüber geben. Schifffahrt scheint ebenfalls nicht vorgesehen, denn auf beiden Seiten gibt es keine erwähnenswerte Hafenstadt (ohnehin ist die einzige "Hafenstadt" Jagodiens mit 1000 Einwohnern zu klein, um darin eine echte Kriegsflotte aufzubauen). Hinzu kommt noch, dass Jagodien ein trockenes Land ist und gar nicht die umfangreichen Wälder haben dürfte, die man für besagte Kriegsflotte bräuchte. Wie also stellen die Jagoden das an - in Süddalmarien einfallen und Angst und Schrecken verbreiten?

Tigerle

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Re: Die Wilde Horde aus Jagodien
« Antwort #1 am: 11 Okt 2014, 09:02:18 »
Dieser Meeresarm ist doch arg dünn und müsste im Sommer, wenn gerade keine Winde gehen, gut zu flößen sein. Eine Methode, die doch recht flott geht und garantiert überraschend kommen würde...
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Weltengeist

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Re: Die Wilde Horde aus Jagodien
« Antwort #2 am: 11 Okt 2014, 09:49:03 »
Dieser Meeresarm ist doch arg dünn und müsste im Sommer, wenn gerade keine Winde gehen, gut zu flößen sein. Eine Methode, die doch recht flott geht und garantiert überraschend kommen würde...

Das ist nicht so ganz klar, wie dünn der eigentlich ist. Wenn man sich mal typische Meeresarme in der wirklichen Welt anschaut (nimm mal den Bosporus), dann kann von "dünn" und "Flöße" keine Rede sein. Außerdem erfordern Flöße ebenfalls Holz...

Ich selbst spiele gerade wirklich eher mit der "Furt"-Variante, vielleicht in Kombination mit besonderen Mondstellungen, die dazu führen, dass ein erfahrener Sterndeuter wissen kann, wann besonders niedrige Wasserstände zu erwarten sind. Aber vielleicht haben sich ja auch die Jagodien-Autoren etwas überlegt, wie die große Invasion damals geklappt hat? Man muss dazu ja schließlich nicht nur tausende Krieger, sondern auch Ponies und Kriegsgerät auf die andere Seite kriegen.

SeldomFound

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Re: Die Wilde Horde aus Jagodien
« Antwort #3 am: 11 Okt 2014, 12:20:58 »
Und dann gibt es natürlich Magie. Vielleicht ein Ritual, das von 100 Schamanen der Jagoden verlangt zusammen zu arbeiten, zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt, an einem ganz bestimmten Ort. Irgendetwas, was nicht unmöglich, aber nur sehr schwierig zu bewerkstelligen ist.
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regelfuchs

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Re: Die Wilde Horde aus Jagodien
« Antwort #4 am: 11 Okt 2014, 13:15:42 »
Ich - als jagodischer Kriegsherr - würde meine mächtigsten Magier einen Zauber entwickeln lassen, den es unseren Pferden ermöglicht über’s Meer zu reiten.

Chalik

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Re: Die Wilde Horde aus Jagodien
« Antwort #5 am: 11 Okt 2014, 13:48:15 »
Ich - als jagodischer Kriegsherr - würde meine mächtigsten Magier einen Zauber entwickeln lassen, den es unseren Pferden ermöglicht über’s Meer zu reiten.

Sollte auf jeden Fall möglich sein. Allerdings wird man dies nicht auf sehr viele Pferde anwenden können, rein vom Fokus her. Zusätzlich müssten die Pferde natürlich extrem gut trainiert sein, denn das Pferd weiß ja nicht, dass es plötzlich über Wasser laufen kann ;).

Magie wird aber insgesamt sicherlich eine wichtige Rolle spielen. Flöße fände ich bei einem Reitervolk weniger plausibel. Außerdem bräuchte man sehr viele Flöße um eine Horde über den Meerarm zu kommen. Auch hier müssten die Pferde diese Anstrengung gut überstehen, was gutes Training erfordert.

Mich würde auch interessieren, was die Autoren dazu sagen, wie es den Jagoden damals gelang nach Süd-Dalmarien vorzudringen.

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Re: Die Wilde Horde aus Jagodien
« Antwort #6 am: 11 Okt 2014, 14:02:12 »
Ich - als jagodischer Kriegsherr - würde meine mächtigsten Magier einen Zauber entwickeln lassen, den es unseren Pferden ermöglicht über’s Meer zu reiten.

Sollte auf jeden Fall möglich sein. Allerdings wird man dies nicht auf sehr viele Pferde anwenden können, rein vom Fokus her. Zusätzlich müssten die Pferde natürlich extrem gut trainiert sein, denn das Pferd weiß ja nicht, dass es plötzlich über Wasser laufen kann ;).

Mit den RAW-Zaubern geht’s glaube ich nicht. Aber jeder geeignete Reiter besitzt genug Fokuspunkte um den neuen Zauber zu kanalisieren. Dass die Pferde dafür ersteinmal trainiert werden müssen ist klar.

Weltengeist

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Re: Die Wilde Horde aus Jagodien
« Antwort #7 am: 11 Okt 2014, 15:35:18 »
Naja, irgendwie stelle ich mir halt vor, dass so ein Überfall immer mal wieder vorkommt (siehe das Zitat im Ursprungspost, das mit dem "über die Nachbarn hereinbrechen"). Klar, die sind nicht jedesmal so erfolgreich wie 798, aber Überfälle auch durch einzelne Stämme sollten schon drin sein. Da fände ich eine profane Lösung irgendwie überzeugender als eine, die die Zusammenarbeit von Dutzenden Zauberern erfordert...

Kalinos

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Re: Die Wilde Horde aus Jagodien
« Antwort #8 am: 11 Okt 2014, 19:34:33 »
Die Überquerung des Meeresarmes zwischen Kristallsee und Riesengrab ist definitiv nicht trivial und Jagodien hat keine nennenswerten Wälder in der Nähe und das liegt am Klima und Böden und nicht am stetigen Gewinnen von Bauholz, wie vllt. anderswo.

Wenn man dann noch bedenkt, dass hier 2 vergleichsweise große Binnenmeere mit einem sehr langen (über 200 km) und dünnen Engpass verbunden werden, kann man mit dem Gedanken an Gezeitenströme (von drei Monden beeinflußt) die Idee von Furten und Flößen wohl getrost vergessen. Der Bosporus den schon Weltengeist als irdischen Vergleich aufbrachte ist um Größenordnungen harmloser, da kürzer (~ 30 km) und mit erheblich weniger Gezeitendruck. Da die Verbindung aber quer zur Bewegungsrichtung der Gezeitenberge liegt, wird dieser Effekt auch wieder gemildert  (s. Die Welt, S. 203).

Magie dagen dürfte ein probates Mittel sein. Wie schon verschiedenzlich geschrieben erfordert das aber auch Training der Pferde u.ä. und das braucht eben einen Anführer der sowas über Jahre hinweg vorbereitet und in dieser Zeit seine Truppen bei Laune hält. In Frage käme natürlich auch eine "befreundete" Nation, die gegen einen kleinen Obulus eine Transportmöglichkeit zur Verfügung stellt ;).
Einzelne Verbände können natürlich per Schiff nördlich oder südlich des Ausganges der Meerenge übersetzen, aber das muß sich halt lohnen, damit man am Ende nicht ärmer zu Hause ankommt als man gestartet ist. Wenn das "Angebot" auf der anderen Seite allerdings nur gut genug ist, dann macht man sicher auch das mal. Denkbar ist sicher auch, dass es Parteien geben könnte, die ein Interesse daran haben, dass immer mal wieder Jagoden, z.B. über den Nordosten Dalmariens herfallen und dafür, gegen eine kleine "Gewinnbeteiligung", hier und da mal eine Horde rüberschmuggeln.

Insgesamt finden Überfälle nach Dalmarien wohl eher alle paar hundert Jahre mal statt und dann mit ganzen Armeen als ständig mit kleineren Trupps, dafür hat man schließlich die Chorraschiten :P.
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Re: Die Wilde Horde aus Jagodien
« Antwort #9 am: 11 Okt 2014, 19:55:40 »
Irgendwie frustriert es mich gerade, dass ich von den drei großen Reitervölkern eigentlich nur eines (nämlich die Jogodai) benutzen kann, um ernsthaft seine Nachbarn zu schikanieren. Den beiden anderen fehlen die geographischen und politischen Möglichkeiten dazu. Was für eine Verschwendung von Abenteuerpotential... *seufz*
« Letzte Änderung: 11 Okt 2014, 20:43:20 von Weltengeist »

regelfuchs

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Re: Die Wilde Horde aus Jagodien
« Antwort #10 am: 11 Okt 2014, 19:58:57 »
Kannst du nicht einfach woanders einfallen? ^^

Weltengeist

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Re: Die Wilde Horde aus Jagodien
« Antwort #11 am: 11 Okt 2014, 20:15:27 »
Kannst du nicht einfach woanders einfallen? ^^

Ja, das ist es ja eben: Wo denn?

Jagodien hat überhaupt nur zwei Nachbarn. Der eine ist dank Wasser dazwischen nicht erreichbar, und der andere ist - tadah - ein Reitervolk. Klasse.

Und der Chorrash hat ebenfalls nur zwei Nachbarn. Der eine ist - tadah - ein anderes Reitervolk. Und der andere ist das eigene Reich. Auch Klasse.

Die einzigen, die überhaupt was überfallen können, sind die Jogodai. Aber die sind so weit am A*** der Welt, dass sich dort nur selten mal ein Abenteurer hinverläuft.

Ich hab also jede Mengen Hunnen- und Mongolen-Verschnitte und nichts, was ich damit über den Haufen reiten kann. Schluchz.

SeldomFound

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Re: Die Wilde Horde aus Jagodien
« Antwort #12 am: 11 Okt 2014, 20:48:51 »


Die einzigen, die überhaupt was überfallen können, sind die Jogodai. Aber die sind so weit am A*** der Welt, dass sich dort nur selten mal ein Abenteurer hinverläuft.


Ich weiß nicht, für die Leute von Zhoujiang dürften die Jogodai nicht weit genug weg sein, als das denen egal wäre. Wenn deine Spieler natürlich keinerlei Interesse an so ein Asien-Setting haben, hast du natürlich Pech.

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Re: Die Wilde Horde aus Jagodien
« Antwort #13 am: 11 Okt 2014, 23:54:11 »
Zum Thema übersetzen: Kannten sie möglicherweise ein Portal, das sonst niemand kannte? Im Grundregelwerk steht zu den Toren, das sogar die Drachlinge nicht alle kannten... ;) Wenn die Jogodai nun aber das Wissen über eines hatten, ist die geheimnisvolle Überquerung nicht mehr so geheimnisvoll.
Nach erneutem Blick ins Regelwerk muss ich aber sagen: Quendan irrte. ;) [...]

Tigerle

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Re: Die Wilde Horde aus Jagodien
« Antwort #14 am: 12 Okt 2014, 07:02:46 »
Um mal wieder meine Floß-Theorie zu befeuern:

1.)
Der Meeresarm ist nicht zu dick. Im groben und ganzen ist dieser ungefähr 4 Kilometer dick, sofern die Karte maßstabsgetreu ist.

2.)
Man braucht für ein Floß kein Holz. Schilf oder bestimmte Gräser (z.B. Binsen) sind auch geeignete Materialien.

Wenn man jetzt ein wenig Windmagie einsetzt, die bei den Reitervlkern nun nicht gerade allzu selten vertreten ist, können die Jagoden wieder ihren Spaß haben!
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