Autor Thema: Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste  (Gelesen 4773 mal)

Milhibethjidan

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Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste
« am: 08 Sep 2014, 20:51:31 »
Ein Schuss ins Kampfgetümmel gibt einen Malus von -6, da ein Schütze lieber nicht trifft als zu riskieren einen Freund zu treffen. Kann man auf den Malus verzichten, wenn es einem egal ist wen man trifft - ob Freund oder Feind? Es gibt ja durchaus Situationen in denen das wirklich keine Rolle spielt...
« Letzte Änderung: 08 Sep 2014, 21:04:43 von Milhibethjidan »

Teetroll

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Re: Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste
« Antwort #1 am: 08 Sep 2014, 21:19:24 »
Interessant, das hat einer meiner Spieler auch vor 2 Wochen gefragt :D
Ich bin auf die Antwort gespannt.
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Kaldared

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Re: Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste
« Antwort #2 am: 08 Sep 2014, 21:47:49 »
Regeln sind zum auslegen da. Klar kannst du den Malus ignorieren wenn es dir egal ist.

Finde einen pauschalen Malus eh Unsinn wenn ich den Malus bekomme habe ich die Chance den Feind zu treffen den ich will oder ganz vorbei zu ballern, nicht so plausibel.
Würde das umdrehen keinen Malus dafür eben 2 Erfolgsstufen oder wie ihr das hier nennt, wenn es daneben geht das selbe noch mal mit dem 2. im Nahkampf.

Ist aber nur meine Meinung unabhängig von irgend einen System, der Sachverhalt besteht ja bei jedem Spiel und wird immer anders gelöst.

Cifer

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Re: Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste
« Antwort #3 am: 09 Sep 2014, 00:13:06 »
Mein Vorschlag dazu wäre: Wenn man den -6 Malus nicht auf sich nimmt, würfelt man mit einem Würfel entsprechend der Zahl der am Nahkampf beteiligten (Duell: W6, 1-3 Held, 4-6 Gegner), wer den Pfeil abkriegt und schießt dann regulär auf die Verteidigung dieses Ziels.
Und wer's ganz genau will, ergänzt das noch um die Möglichkeit, einen -3 Malus auf sich zu nehmen, mit dem man beliebig vielen Zielen im Nahkampf eine doppelte Trefferchance zuweisen kann (Duell: 1-2 Held, 3-6 Gegner) oder eine Betrachtung der beteiligten Größenklassen - das driftet aber dann fix in Mathematik ab.

Finde einen pauschalen Malus eh Unsinn wenn ich den Malus bekomme habe ich die Chance den Feind zu treffen den ich will oder ganz vorbei zu ballern, nicht so plausibel.
Würde das umdrehen keinen Malus dafür eben 2 Erfolgsstufen oder wie ihr das hier nennt, wenn es daneben geht das selbe noch mal mit dem 2. im Nahkampf.
Das macht es aber sehr hässlich für dezidierte Fernkämpfer in Gruppen, die häufig auf kurzen Reichweiten kämpfen und dementsprechend schnell alle Feinde im Nahkampf haben. Die haben dann entweder die Möglichkeit, Däumchen zu drehen, oder riskieren den Zorn ihrer Kumpels, denn 6 Punkte sind schon eine ordentliche Spanne, in die man hineintreffen kann.
Insofern finde ich die 6 Punkte Malus für "Ich ziele auf den linken kleinen Zeh des Gegners statt auf den Torso und treffe damit garantiert nicht meinen Kumpel" ganz passend, sowohl von der Plausibilität als auch vom Spielspaß - der leidet erfahrungsgemäß recht stark unter Friendly Fire.
« Letzte Änderung: 09 Sep 2014, 00:15:03 von Cifer »

SeldomFound

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Re: Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste
« Antwort #4 am: 09 Sep 2014, 00:41:49 »
Angesichts der Tatsache, dass man mit nur einer Meisterschaft (Scharfschütze) diese Mali sofort wieder weg hat, finde ich diese Diskussion auch eher unnötig.
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Chalik

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Re: Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste
« Antwort #5 am: 09 Sep 2014, 10:29:16 »
Insofern finde ich die 6 Punkte Malus für "Ich ziele auf den linken kleinen Zeh des Gegners statt auf den Torso und treffe damit garantiert nicht meinen Kumpel" ganz passend, sowohl von der Plausibilität als auch vom Spielspaß - der leidet erfahrungsgemäß recht stark unter Friendly Fire.

Sehe ich auch so.


Angesichts der Tatsache, dass man mit nur einer Meisterschaft (Scharfschütze) diese Mali sofort wieder weg hat, finde ich diese Diskussion auch eher unnötig.

Und da dies noch hinzukommt, finde ich die Diskussion auch nicht notwendig.
Letztlich kann dies aber jede Gruppe per Hausregel selbst anders handhaben. Dann kann man sicherlich auch den Malus ignorieren, sollte aber bei misslungenen Proben eine kleine Tabelle anlegen wen man sonst noch so treffen könnte.
Ich fände sowas aber in meiner Runde nicht schön. Wie Cifer schon sagt, Friendly Fire ist nie eine stimmungssteigerndes Ereignis in einer Gruppe und wenn man es dann noch bewusst in Kauf nimmt, könnte es sicherlich zu Ärger führen.

Milhibethjidan

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Re: Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste
« Antwort #6 am: 09 Sep 2014, 11:09:19 »
Ich sage ja auch, dass es Situationen gibt bei denen das Sinnvoll sein kann. Klar trägt das üblicherweise nicht zum Spielempfinden bei - dem bin ich mir bewusst - wenn nun aber zB auf Freunden ein Lebensband wirkt mit einem Gegner und der Heiler trotz mangelnder Fernkampfkunde ins Getümmel schießt ist es wirklich egal wen er trifft. Dass das mit Scharfschütze wegfällt mag sein, aber ein Wert von 6 hat man nicht mal eben...

Rumborak

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Re: Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste
« Antwort #7 am: 09 Sep 2014, 12:48:20 »
Ich sage ja auch, dass es Situationen gibt bei denen das Sinnvoll sein kann. Klar trägt das üblicherweise nicht zum Spielempfinden bei - dem bin ich mir bewusst - wenn nun aber zB auf Freunden ein Lebensband wirkt mit einem Gegner und der Heiler trotz mangelnder Fernkampfkunde ins Getümmel schießt ist es wirklich egal wen er trifft. Dass das mit Scharfschütze wegfällt mag sein, aber ein Wert von 6 hat man nicht mal eben...

Bin mir jetzt nicht ganz sicher ob du damit ein Lebensband zwischen Spieler <-> Gegner meinst, das ist zumindest laut Zauber nicht möglich. Außer der Gegner stimmt dem Zauber zu, was meistens nicht der Fall sein wird.
Man kann auch mal ausprobieren mit der Streiftreffer Regel im Fernkampf zu spielen. Damit trifft man auch ohne Meisterschaft besser, aber mit kleinen Abzügen und hat kein friendly fire.


[Tom]

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Re: Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste
« Antwort #8 am: 09 Sep 2014, 13:28:36 »
Also, für mich sind die zwei Erfolgsgrade, die zum Treffen des gewünschten Ziels notwendig sind, weniger die "Sorge", dass man seinen Verbündeten trifft, als vielmehr die deutlich schwerer vorhersehbaren Bewegungen des Ziels.
Und zudem ist es ja so, dass man eigentlich genauso gut trifft, wie zuvor auch - nur eben nicht das gewünschte Ziel: Wenn ich diese beiden Erfolgsgrade nicht habe, dann treffe ich ja ein zufällig ermitteltes Ziel im Kampfgetümmel.

Daher: Ein Charakter, der (ohne die Meisterschaft Scharfschütze) in einen Nahkampf schiesst, nimmt immer willentlich in Kauf, dass er eventuell auch einen Verbündeten trifft. Nämlich dann, wenn er nicht so gut zielt und nicht die erforderlichen Erfolgsgrade schafft - dann trifft er eventuell einen Verbündeten.

Myriko

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Re: Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste
« Antwort #9 am: 09 Sep 2014, 15:13:19 »
Also, für mich sind die zwei Erfolgsgrade, die zum Treffen des gewünschten Ziels notwendig sind, weniger die "Sorge", dass man seinen Verbündeten trifft, als vielmehr die deutlich schwerer vorhersehbaren Bewegungen des Ziels.
Und zudem ist es ja so, dass man eigentlich genauso gut trifft, wie zuvor auch - nur eben nicht das gewünschte Ziel: Wenn ich diese beiden Erfolgsgrade nicht habe, dann treffe ich ja ein zufällig ermitteltes Ziel im Kampfgetümmel.

Das ist halt ne Hausregel. Aus den Regeln geht ganz klar hervor, dass man eben nicht in Kauf nimmt einen Verbündeten zu treffen.

Zitat von: GRW S.162
Führt der Kämpfer einen Fernkampfangriff
auf ein Ziel aus, das sich im Nahkampf befindet, erhält die Probe
für den Fernkampfangriff einen Malus in Höhe von 6 Punkten.
Misslingt die Probe, geht der Schuss ins Leere – die Erschwernis
stammt gewissermaßen daher, dass der Schütze lieber daneben
schießt, als möglicherweise einen Verbündeten zu treffen.(...)

Ich persönlich würde es als leicht negativen Umstand zählen, wenn man in ein Kampfgetümmel schießt, wenn es einem egal ist wen man trifft. Einfach weil es schwerer ist in eine sich bewegende Gruppe zu schießen, als auf ein einzelnes Ziel.


Man kann auch mal ausprobieren mit der Streiftreffer Regel im Fernkampf zu spielen. Damit trifft man auch ohne Meisterschaft besser, aber mit kleinen Abzügen und hat kein friendly fire.

Die Streiftreffer Regelung gilt auch für den Fernkampf, allerdings zählt die ja immer nur für Manöver. Zielen ins Kampfgetümmel ist kein Manöver, das ist eine Kampfsituation.
« Letzte Änderung: 09 Sep 2014, 16:00:44 von Myriko »
Falls in einem Regelthread meine Redakteursantwort gewünscht wird, könnt ihr mir auch gerne eine PM dazu schreiben :-), gerne mit Buch und Seitenzahl.

Rumborak

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Re: Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste
« Antwort #10 am: 09 Sep 2014, 15:25:30 »

Zitat von: Rumborak
Man kann auch mal ausprobieren mit der Streiftreffer Regel im Fernkampf zu spielen. Damit trifft man auch ohne Meisterschaft besser, aber mit kleinen Abzügen und hat kein friendly fire.

Die Streiftreffer Regelung gilt auch für den Fernkampf, allerdings zählt die ja immer nur für Manöver. Zielen ins Kampfgetümmel ist kein Manöver, das ist eine Kampfsituation.

Missverständlich ausgedrückt, ich meinte damit den Schuß ins Kampfgetümmel wie ein Manöver zu sehen und dann die Streiftreffer Regel anzuwenden. Wäre eine Hausregel, die aber ohne neue Mechanik auskommt.

[Tom]

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Re: Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste
« Antwort #11 am: 09 Sep 2014, 17:36:48 »
Also, für mich sind die zwei Erfolgsgrade, die zum Treffen des gewünschten Ziels notwendig sind, weniger die "Sorge", dass man seinen Verbündeten trifft, als vielmehr die deutlich schwerer vorhersehbaren Bewegungen des Ziels.
Und zudem ist es ja so, dass man eigentlich genauso gut trifft, wie zuvor auch - nur eben nicht das gewünschte Ziel: Wenn ich diese beiden Erfolgsgrade nicht habe, dann treffe ich ja ein zufällig ermitteltes Ziel im Kampfgetümmel.

Das ist halt ne Hausregel. Aus den Regeln geht ganz klar hervor, dass man eben nicht in Kauf nimmt einen Verbündeten zu treffen.

Zitat von: GRW S.162
Führt der Kämpfer einen Fernkampfangriff
auf ein Ziel aus, das sich im Nahkampf befindet, erhält die Probe
für den Fernkampfangriff einen Malus in Höhe von 6 Punkten.
Misslingt die Probe, geht der Schuss ins Leere – die Erschwernis
stammt gewissermaßen daher, dass der Schütze lieber daneben
schießt, als möglicherweise einen Verbündeten zu treffen.(...)

Mein Fehler! Ich hatte noch die Regeln aus der Beta im Kopf... Autsch! :-(

ThePat

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Re: Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste
« Antwort #12 am: 09 Sep 2014, 20:58:53 »
Ich würde ein "ohne Rücksicht auf Verbündete" Schießen über einen Risikowurf abdecken und den -6 Modifikator beibehalten. Durch die 4w10 steigt die Chance, trotz -6 zu treffen. Und eine Patzer würde ich dann immer als "anderes Ziel getroffen" interpretieren.

Gruß, Pat

SeldomFound

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Re: Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste
« Antwort #13 am: 09 Sep 2014, 21:26:17 »
Jungs, sagt mal seid ihr alle Soziopathen?

Mit den Armbrüsten machst du soviel Schaden, dass selbst ein unmodifizierter Treffer jemanden leicht ein oder zwei Wundstufen runtersetzen kann. Den Gegner wird es freuen, denn nun hat er es leichter deinen Kollegen jetzt niederzumetzeln!

RISKIERT UNTER KEINEN UMSTÄNDEN EUREN TEAMKOLLEGEN ZU TREFFEN!


Warum teilt ihr nicht einfach euren Teamkollegen mit, was ihr vorhabt und gebt ihm Zeit sich aus den Kampf zu lösen! Schon ist die Erschwernis kein Problem mehr! Himmel, und wenn der Angriff so mächtig ist, dass er den Gegner höchstwahrscheinlich aus den Socken hauen wird, kann sich der Kollege auch mit einer sofortigen Reaktion auch einfach fallen lassen.

Was ist daran so schwer, sein Vorgehen mit anderen abzusprechen.
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ThePat

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Re: Schuss ins Kampfgetümmel - ohne Verlustängste
« Antwort #14 am: 09 Sep 2014, 21:36:10 »
Jungs, sagt mal seid ihr alle Soziopathen?

Mit den Armbrüsten machst du soviel Schaden, dass selbst ein unmodifizierter Treffer jemanden leicht ein oder zwei Wundstufen runtersetzen kann. Den Gegner wird es freuen, denn nun hat er es leichter deinen Kollegen jetzt niederzumetzeln!

RISKIERT UNTER KEINEN UMSTÄNDEN EUREN TEAMKOLLEGEN ZU TREFFEN!


Warum teilt ihr nicht einfach euren Teamkollegen mit, was ihr vorhabt und gebt ihm Zeit sich aus den Kampf zu lösen! Schon ist die Erschwernis kein Problem mehr! Himmel, und wenn der Angriff so mächtig ist, dass er den Gegner höchstwahrscheinlich aus den Socken hauen wird, kann sich der Kollege auch mit einer sofortigen Reaktion auch einfach fallen lassen.

Was ist daran so schwer, sein Vorgehen mit anderen abzusprechen.

Mal langsam mit den wilden Pferden - hab ja nicht gesagt dass man diese Aktion machen sollte - hier geht es darum, wie man so eine Aktion regeltechnisch abbilden würde. Sind hier schließlich im Bereich REGELFRAGEN und nicht SINNVOLLES VERHALTEN :-)