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Themen - Einsamer Wolf

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Lorakis - Die Welt von Splittermond / Über Raugarr
« am: 08 Feb 2019, 12:15:06 »
Hallo wertes Forum,
da meine Freundin sich eine Raugarr erstellt hat und wir ein wenig ihren Hintergrund erspielen wollten, haben wir uns auf die Suche nach Informationen zu den Raugarr gemacht. Dabei sind wir zum einen auf den „Über Varge“-Thread hier im Forum gestoßen und haben auch ein paar Informationen aus dem Welt-Band und dem Abenteuer „Unter Wölfen“ zusammengetragen. Das war uns allerdings nicht genug, deshalb habe ich mich hingesetzt und ein wenig was ausgearbeitet. Ich freue mich auf Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge.

Clanstruktur
Vorab: Ich hab mich in der Struktur am Sozialverhalten der Wölfe orientiert. Wenn da Fragen zu aufkommen, bitte gerne ;o)
Viele Raugarr leben als eher primitives Volk in einer Art Clanstruktur zusammen. Hier gibt es sowohl ein Clanoberhaupt (für die weltlichen Belange wie Streitschlichtungen etc.), als auch einen obersten Schamanen oder Geistreißer als geistiges Oberhaupt und Wahrer der Traditionen. Die einzelnen Clans machen oftmals ihr eigenes Ding, es kann aber durchaus zu Kooperationen bei Kriegszügen oder auch Auseinandersetzungen untereinander kommen.

Innerhalb eines Clans gibt es verschiedene Sippen mit jeweils einem Alpha, der dieser Sippe vorsteht. Aus dem Kreis dieser Alphas stammt in den meisten Fällen auch das Clanoberhaupt. Die Position eines Alphas kann jederzeit von einem anderen Mitglied derselben Sippe angefochten werden, worauf hin es zu einem Faustkampf kommt. Der Sinn ist hierbei nicht die Tötung des jeweils anderen, sondern (ähnlich MMA-Kämpfen) der Sieg durch Aufgabe des anderen oder durch K.O. Alphas sind zumeist Männer, da Frauen durch eventuelle Schwangerschaft einen erheblichen Nachteil im Behaupten ihrer Position haben.

Innerhalb der Sippen leben verschiedene Familien in monogamen Beziehungen, also die Eltern und ihre Nachkommen, bis diese eine eigene Familie gründen. Dabei ist zumeist das männliche Elternteil einer Familie gleichzeitig Alpha der Sippe und kümmert sich somit um deren Belange. Die einzelnen Sippen leben hierbei halbnomadisch, das heißt, sie haben mindestens ein Sommer- und ein Winterquartier. Je nach Wanderungsverhalten der Beutetiere auch mehr.

Die Größe des Clans variiert dabei je nach Anzahl der Sippen und Familien innerhalb der Sippen stark. Kleine Clans können nur etwa 50 Individuen in zwei oder drei Sippen (oder auch gar keine Sippen) umfassen, große Clans mehrere hundert Individuen.
Die Partnerwahl erfolgt normalerweise auf freiwilliger Basis. Dabei ist es Brauch, dass die Frauen verlangen, dass ein möglicher Umwerber sie zunächst im Kampf besiegt. Nur Männer, die stark genug sind, werden als Partner akzeptiert. Es kann allerdings, insbesondere bei den Alphas, auch zu arrangierten Partnerschaften zwischen verschiedenen Sippen kommen, um die genetische Vielfalt hochzuhalten. Der Brauch des Kampfes hat allerdings auch hier Bestand. Traditionell wechselt dabei der Mann in die Sippe und Familie seiner zukünftigen Frau.

Schamanen bzw. Geistreißer nehmen aufgrund ihrer Nähe zu den Geistern in der Regel keine Frau, da die Geister sonst die Schwangerschaft beeinträchtigen würden (Böse Zungen behaupten allerdings, dass die Schamanen schlicht und ergreifend nicht stark genug sind, um eine Frau zu bekommen…).

Zu bestimmten (meist spirituellen) Anlässen, zum Beispiel Sommer- oder Wintersonnenwende kommt der gesamte Clan an einem bestimmten Ort zusammen. Hier werden zeremonielle Rituale abgehalten, Absprachen unter den verschiedenen Sippen getroffen oder eventuelle Raubzüge geplant.

Die Raugarr jagen nur das, was sie auch essen. Andere Raubtiere lassen sie daher meistens in Ruhe. Es gibt allerdings Geschichten, dass sich einige Raugarr mit bloßer Pranke einem Bären entgegenstellten, um ihn niederzuringen. Dies wird als Beweis großer Stärke angesehen und der Raugarr darf das Fell anschließend in seiner Jurte präsentieren. Ein Raubtier mit einem Pfeil niederzustrecken wird dagegen als feige erachtet. Das Essen wird dabei meist gekocht (zusammen mit Wurzeln oder Kräutern) oder gebraten. Sie können Fleisch auch roh verzehren, tun dies allerdings nur in Notfällen.

Für das Spiel mit meiner Freundin haben wir eine Clan einmal ausgearbeitet. Fühlt euch frei, diesen zu nutzen, würde uns freuen:

Clan der Silberfänge

Der Clan hat sein Gebiet nördlich des westlichen Teils der Alanjuten. Er besteht aus 7 Sippen und umfasst etwa 300 Individuen, ist also ein relativ großer Clan. Im Folgenden werden ein paar der Sippen und wichtige Personen vorgestellt:

Sippe von den Garran-Hügeln

Die Sippe des momentanen Clanoberhaupts Harrou Graumähne (athletisch, hellgraues Fell, autoritär) lebt in den Garran-Hügeln südlich des letzten großen Waldes im Norden. Hier sind die besten Krieger und Jäger des Clans versammelt.

Sippe von der Baraj-Quelle

Die Sippe lebt an den westlichen Ausläufern der Alanjuten in der Nähe der Quelle des Baraj (ein (bisher nicht näher benannter) Nebenfluss des Ulja).
Alpha Amaroq (sehr kräftig, fast schwarzes Fell mit Blässe zwischen den Augen, Riese)

Sippe von der Vanjar-Lichtung

Die Sippe lebt in den östlichen Wäldern auf einer großen Lichtung, auf der die Vanjar (ein (bisher nicht näher benannter) Nebenfluss des Ulja) entspringt.
Alpha Garron (klein, braunes Fell, Narbe über linkem Auge, verschlagen)

Sippe von den Nordhängen

Die Sippe lebt am nördlichen Rand des Clangebiets an den östlichen Ausläufern des Frynjordsfjell.
Alpha Rukhan (kräftig, dunkelgraues Fell, hitzköpfig)

Der Clan trifft sich zur Sommer- und Wintersonnenwende am Ritualplatz Kor’Sunnaq. Hierbei lagert jede Sippe auf einem der sieben den Ritualplatz umgebenden Hügel. Zur Sommersonnenwende gibt es eine Art Jugendweihe. Über mehrere Tage wetteifern die gerade erwachsen (12 Jahre alt) gewordenen Raugarr über mehrere Tage in einem Wettstreit um den ersten Platz. Der Sieger wird in die Sippe des Clanoberhauptes aufgenommen, was als besondere Ehre angesehen wird. Auch der Nachwuchs des Clans des Oberhauptes muss sich dieser Prüfung unterziehen.
Einzelheiten des Wettkampfes:
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Direkt am Tag der Sommer- (und auch der Winter-)sonnenwende vollziehen die Schamanen auf dem Ritualplatz ein großes Bannungsritual, welches die gesamte Nacht durch stattfindet.
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Am letzten Tag machen sich die Raugarr auf zur „letzten Jagd“. Der Hintergrund ist eigentlich der, dass die verschiedenen Sippen ihre Vorräte aufstocken, bevor sie sich auf den Rückweg zu ihren Lagerplätzen machen. Über die Jahre ist es Brauch geworden, den größten Jagderfolg auszuzeichnen.

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