Mir geht es dabei weniger um Realismus oder Balancing (gegenüber den anderen Charakteren, die [noch] keine Regeln für ihre hauptberufliche Erwerbstätigkeit haben), sondern wie man solche Situationen mehr "streamlinen" kann. Also inklusive aller möglichen Vor- und Nachteile, die bei solchen Einbruchs- oder Diebstahlsaktionen passieren können - also zB. verschiedene Schwierigkeitsstufen mit entsprechender "Ausbeute" bei einem Erfolg bzw. Misserfolg, aber auch Konsequenzen bei Patzern und Verheerenden Ergebnissen; evtl. noch ein paar Würfe auf diversen Ereignislisten, die positive oder negative Umstände oder Situationen hervorrufen; diverse Modifikatoren je nach Umgebung (Dorf, Kleinstadt, Metropole, wohlhabendes Viertel, armes Viertel, etc.) und Aufgebot an Wachen und dergleichen.
Im schlimmsten Fall darf es auch ruhig dazu kommen, dass die nächste Spielrunde ein Ausbruchsabenteuer aus dem hiesigen Gefängnis wird... ; )
Ihr meint z.B. dass man als SL eine Liste mit Probenschwierigkeiten für das Eindringen in Gebäude hat?
Einfache Hütte: Schlösser 15 oder Akrobatik 20 oder Kraftakt 20 mit zwei Fortschritspunkten
Stadthaus: Schlösser 20 Akorbatik 15 oder Kraftakt 20 mit zwei Fortschritspunkten
usw.
Gerne auch mal umgekehrt.
Der Name "Einbrecher" kommt ja nicht von ungefähr
Wie wäre es damit, den Einbruch als eine Art Ritual zu betrachten:
[...]
Ähnlich wie ein Ritual hat auch ein Verbrechen verschiedene Komponente, die man erst zusammen haben muss. Und nicht selten verbraucht ein großes Verbrechen auch einige Ressourcen, meistens in Form von Geld.
Von dieser Überlegung aus, könnte man nun weiter arbeiten.
Ihr meint z.B. dass man als SL eine Liste mit Probenschwierigkeiten für das Eindringen in Gebäude hat?
Einfache Hütte: Schlösser 15 oder Akrobatik 20 oder Kraftakt 20 mit zwei Fortschritspunkten
Stadthaus: Schlösser 20 Akorbatik 15 oder Kraftakt 20 mit zwei Fortschritspunkten
usw.
Mit "Erwerbstätigkeit" meinst Du, wie viel der Schurke zwischen den Abenteuern so zusammenraffen kann? Quasi als Ausgleich für die Möglichkeiten von Handwerkern und Alchimisten zwischen den Abenteuern Zeug für die Gruppe zu basteln? Persönlich habe ich das als Ressource Vermögen dargestellt. Mein Schurke beginnt fast jedes Abenteuer mit vollem Geldbeutel und bezahlt fast immer die Tavernen Rechnung. Auf sein Fertigkeiten würfele ich nur im Abenteuer.
...
Bis jetzt war das eigentlich kein Thema - aber nachdem dann mein Charakter für einige Spieleabende ohne Geld herumrennen und sich sogar Geld vom rechtschaffenen Wächterbündler ausborgen musste (oh, welch Schmach! ; ), kam mir die Idee, dass man dafür vielleicht so eine Art Bausetzkasten für Diebstähle/Einbrüche erschaffen könnte, auf den man dann zurückgreifen kann.
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Bis jetzt war das eigentlich kein Thema - aber nachdem dann mein Charakter für einige Spieleabende ohne Geld herumrennen und sich sogar Geld vom rechtschaffenen Wächterbündler ausborgen musste (oh, welch Schmach! ; ), kam mir die Idee, dass man dafür vielleicht so eine Art Bausetzkasten für Diebstähle/Einbrüche erschaffen könnte, auf den man dann zurückgreifen kann.
Warum sollte gerade Geld leihen (und unterschlagen oder "kreativ verrechnen") eine Schmach für einen "Schurken" sein?
(Wenn man schon mit Klischeebegriffen wie "Schurke" oder "rechtschaffen" hantiert)
Warum hatte der Wächterbündler mehr Geld?
An anderer Stelle wurde auch mal erwähnt, dass die Handwerks-/Alchimieregeln eben nicht dazu dienen sollen, Lunare zu scheffeln.
Hierfür sind die üblichen Tageslöhne da oder eben die Ressource Vermögen.
Warum sollte dies für einen Dieb/Einbrecher/Betrüger/Schwarzesalbeverkäufer anders sein?
In diesem Zusammenhang weise ich auf die Problematik anderer Rollenspiele hin, wo die "Rechtschaffenen" oft die Deppen waren und ein Nachteil wie "Goldgier" sich schwuppdiwupp in einen Vorteil aka "Darf mehr Reichtümer einkassieren" verwandelte (was ausdrücklich mal kein DSA-spezifisches Problem war, aber da habe ich dieses passende Beispiel)
Die Ideen mit Vermögen und verfügbarem Geld sind gut und werd ich mir auf jeden Fall merken, das sind brauchbare Alternativen, danke!Dann ändert den Zeitraum von Vermögen und passt ihn an euer Vorankommen an. Die Angaben im Regelbuch sind ja auch nur Durchschnittswerte und wenn ihr sehr viele Spielabende habt, aber dabei sehr wenig Spielzeit vergeht, dann kann Vermögen ruhig öfter verwendet werden.
(Wäre für meinen Charakter aber recht schwerwiegend und nicht oft anwendbar - ich denke in 3 Jahren regulärer Spielzeit haben wir jetzt vielleicht ingame grad mal weniger als 1 Jahr hinter uns gebracht xD)
Ich verstehe deinen Einwand.
Ich verstehe auch die Intention des Threaderstellers.
Ich denke, eine funktionierende Verregelung könnte man aber auch im Spielalltag einbauen um Einbruchshandlungen massiv abzukürzen. Die Helden wissen, dass der Adlige die Beweise hat? Der Dieb könnte sie stehlen? Ausgezeichnet! Aber zu doof, das 4 von 5 Spielern für Einbrüche absolut nicht ausgelegt sind. Wenn ich also den Einbruch in 5-10 Min mit einigen Proben des Diebes und ein wenig Erzählung abhandeln kann, ist es doch super wenn er danach mit dem Dokument oder der Zellentür in der Hand vor den Helden steht.
Ein ähnliches Konzept wie bei der Wildnisführung fände ich klasse! Ich kann neben dem Wildnisführer sitzten während er den Würfelbecher schüttelt mit dem Gedanken "Komm Junge, du schaffst das!". Ich habe aber keine Lust, eine halbe Stunde zuzuhöhren wie der Dieb jeden Raum des Anwesens durchsucht..
Denn machen wir uns nichts vor:
Wenn der "Einbrecher(tm)" durch einzwei Würfelwürfe den großen Bruch machen darf, warum darf dann "Adliger Ritter(tm)" nicht mit einzwei Würfelwürfen die Plünderung der Nachbarburg abhandeln? Das macht doch ein Riesenfass auf!
Der Darsteller mit der ohnehin schon stiefmütterlich behandelten "Darbietungs"-Fertgkeit bekommt ja auch nicht nonchalant die Gelegenheit, ein Theater zu füllen oder Selenias nächstes Topmodell zu werden.
EDIT:
Bin ich zu kritisch?
Ich verstehe deinen Einwand.
Ich verstehe auch die Intention des Threaderstellers.
Ich denke, eine funktionierende Verregelung könnte man aber auch im Spielalltag einbauen um Einbruchshandlungen massiv abzukürzen. Die Helden wissen, dass der Adlige die Beweise hat? Der Dieb könnte sie stehlen? Ausgezeichnet! Aber zu doof, das 4 von 5 Spielern für Einbrüche absolut nicht ausgelegt sind. Wenn ich also den Einbruch in 5-10 Min mit einigen Proben des Diebes und ein wenig Erzählung abhandeln kann, ist es doch super wenn er danach mit dem Dokument oder der Zellentür in der Hand vor den Helden steht.
Ein ähnliches Konzept wie bei der Wildnisführung fände ich klasse! Ich kann neben dem Wildnisführer sitzten während er den Würfelbecher schüttelt mit dem Gedanken "Komm Junge, du schaffst das!". Ich habe aber keine Lust, eine halbe Stunde zuzuhöhren wie der Dieb jeden Raum des Anwesens durchsucht..
Ich verstehe deinen Einwand.
Ich verstehe auch die Intention des Threaderstellers.
Ich denke, eine funktionierende Verregelung könnte man aber auch im Spielalltag einbauen um Einbruchshandlungen massiv abzukürzen. Die Helden wissen, dass der Adlige die Beweise hat? Der Dieb könnte sie stehlen? Ausgezeichnet! Aber zu doof, das 4 von 5 Spielern für Einbrüche absolut nicht ausgelegt sind. Wenn ich also den Einbruch in 5-10 Min mit einigen Proben des Diebes und ein wenig Erzählung abhandeln kann, ist es doch super wenn er danach mit dem Dokument oder der Zellentür in der Hand vor den Helden steht.
Ein ähnliches Konzept wie bei der Wildnisführung fände ich klasse! Ich kann neben dem Wildnisführer sitzten während er den Würfelbecher schüttelt mit dem Gedanken "Komm Junge, du schaffst das!". Ich habe aber keine Lust, eine halbe Stunde zuzuhöhren wie der Dieb jeden Raum des Anwesens durchsucht..
Hey Dahrling,
Danke für die Kommentare. Ich stimme dir in einigen Dingen zu, in anderen wiederum nicht. Ich denke, man kann den Einbruch/Diebstahl in zwei Kategorien unterteilen: Eigennutz und Beitrag zum Plot. Ich möchte auf deine Punkte bezogen auf diese beiden Kategorien eingehen.
Zeiteinsatz:
Ausfall wegen misslungener Probe
Spielen wo die Gruppe mitmachen kann
Balancing
unser Krieger wird aber wohl kaum losschäppern und ungefragt Truhen aufbrechen um das geheime Schriftstück des Kaufmanns zu findennicht klar.
Hallo Shednazar,
Danke das Du nochmal klar gesagt hast, worum es Dir eigentlich geht. Hast Du denn inzwischen eine Möglichkeit für eure Runde gefunden?
Dann würde sich jede weitere Diskussion nämlich erübrigen.
Falls ja, würde ich mich freuen zu erfahren, wie ihr das im Spiel anwendet und wie das für Euch im Spiel funktioniert.
Danke
Aragharrt
Vermutlich ist es schon für dich überholt, aber ich habe mir ein paar Gedanken zu deiner Frage gemacht und würde gerne meine Ideen posten. Vielleicht kannst du ja doch noch das eine oder andere für dich rausziehen...Sorry but you are not allowed to view spoiler contents.