Autor Thema: Anwendung von Schwarmregeln bei Gefolge  (Gelesen 543 mal)

VanRichthofen

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Anwendung von Schwarmregeln bei Gefolge
« am: 01 Apr 2021, 20:07:34 »
Hallo,

was haltet ihr davon bei einem Gefolge-Leibwächter die Schwarmregeln anzuwenden, statt einen weiteren Marker auf die Tickleiste zu legen?

TrollsTime

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Re: Anwendung von Schwarmregeln bei Gefolge
« Antwort #1 am: 01 Apr 2021, 22:13:23 »
Ab 2 Personen Gefolge meinetwegen, dann sind es hä 3 mit dem SC.
Aber wie gesagt, dann kann man auch gleich die ganze Gruppe zu einem Schwarm zusammenfassen.
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"

Herr Zwerg

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Re: Anwendung von Schwarmregeln bei Gefolge
« Antwort #2 am: 04 Apr 2021, 15:27:51 »
Naja, in meinen Augen sind die Schwarmregeln dazu da, gleichartige Kampfteilnehmer zusammenzufassen.
Wenn Du also drei Zwingarder Schildmaiden mit Schild und Speer dabei hast - könnte man darüber diskutieren. Den SC würde ich da aber immer außen vor sehen. Der wird wohl eher nicht die gleichen Werte in GSW, LP, VTD, KW, GW, Angriff und die exakt gleiche Ausrüstung haben, oder?

VanRichthofen

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Re: Anwendung von Schwarmregeln bei Gefolge
« Antwort #3 am: 04 Apr 2021, 17:26:48 »
Unwahrscheinlich, dass SC und NSC die gleiche Ausrüstung haben.

Ich hätte eher gesagt, dass sich der SC hinter seinen Leibwächter klemmt/kuschelt und hin und wieder mit seinem Kurzschwert dazwischen stachelt und daher einfachste Schwarmregeln genutzt werden können. Das würde diesen SC ein klein wenig besser machen und damit an den Ritter -SC anknüpfen im Kampf, da man ja sein Kurzschwert-RS-Wert nicht weiter als Rüstungsträger 1 aufpeppelt und Ausweichen auch nicht in Frage kommt...

Also eine Art Pimp my magic SC für den Nahkampf...

Es würde außerdem den Vorteil bieten, dass nicht x verschiedene Gefolge Leute die Tickleiste bevölkern und den Kampf noch vier mal verlängern...
« Letzte Änderung: 04 Apr 2021, 18:04:07 von VanRichthofen »

Wandler

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Re: Anwendung von Schwarmregeln bei Gefolge
« Antwort #4 am: 04 Apr 2021, 19:09:57 »
Natürlich ist das eine Sache zwischen Spielleiter und Spielern, aber hier sind ein paar bedenkenswerte Punkte.
Ich würde nicht ungleiche Kampfteilnehmer in einen Schwarm stecken.
Also - das Gefolge (das ja wohl mit drei bis vier Leuten eine Schwarmstufe von 1 erreicht) in einen Schwarm ist okay, der Charakter sollte entweder sich bewachen lassen (dann ist er nicht Teil des Schwarms) oder selbst kämpfen (dann sollte er das auch die Fertigkeiten/Werte dafür haben).
Wenn man den Charakter jedoch unbedingt durch Gefolge aufwerten will können eine angemessene Anzahl (je nach Situation 1-3) Unterstützungsangriffe für den Charakter durchführen - dann jedoch wieder nicht als Schwarm, sondern als Einzelcharaktere.
Somit muss man sich wohl für "weniger Buchhaltung und Marker auf der Tickleiste" => Schwarmregelung oder "Unterstützung für einen Charakter" => Kein Schwarm, sondern einzelne Unterstützungsangriffe entscheiden.

Gegebenenfalls würde ich jedoch früher ansetzen: Macht es Sinn drei bis vier Leibwächter eines Charakters als Gefolge zu definieren und überall hin mit zu nehmen um einen Charakter zu unterstützen der zwar bewacht werden will, aber dann doch gegen einen Raubritter mitkämpfen will?
Ressourcen generell können je nach Interpretation die Spielbalance (sowohl was Werte, aber auch was "Aufmerksamkeit/Spotlights" angeht) ziemlich beeinflussen, daher wäre das etwas was ich mit der Gruppe klären würde.
Man stelle sich vor dass jeder Charakter so etwas tut:
Golem + Geist + Leibwächter + Kreaturen - das ist durchaus ein möglicher Spielstil, aber will die Gruppe das?

VanRichthofen

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Re: Anwendung von Schwarmregeln bei Gefolge
« Antwort #5 am: 06 Apr 2021, 21:56:09 »
Danke für das Feedback.

Ich könnte mir allerdings schon einen dreckigen Söldnerhaufen vorstellen der als Schwarm agiert obwohl alle unterschiedliche Waffen haben. Da eint dann das Söldnerdasein.

Ich persönlich bin ja ein Freund schneller Kämpfe. Je mehr Tickmarker auf der Leiste, desto länger der Kampf... ;-).

Jetzt muss ich das Konzept Leibwächter nur noch gekonnt umsetzen...

Wandler

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Re: Anwendung von Schwarmregeln bei Gefolge
« Antwort #6 am: 07 Apr 2021, 09:21:45 »
Der Zusammenschluss einer Gruppe (und die Motivation dazu) ist eine innerweltliche Frage.
Schwärme sind ein Regelmechanismus der normalerweise Homogentität der Wesen die zusammengefasst werden voraussetzt.
Auch eine Gruppe aus Spielercharakteren die schon lange beisammen sind sollten wohl eher nicht als "Schwarm" abgebildet werden.  :D

Es spricht jedoch nichts dagegen einen "wilden Söldnerhaufen mit allen möglichen Arten von Waffen" als Schwarm abzubilden der eine "durchschnittliche Waffe" benutzt. Spezialisten kommen da halt nicht zum Tragen, insbesondere Söldner die unterschiedliche Waffen mit dazu passenden Manövern einsetzen werden dann halt zum "wilden Haufen" - ein Vorteil auf der Tickleiste und bei der Geschwindigkeit, nicht aber notwendigerweise bei der Vielseitigkeit der Herausforderungen.

TrollsTime

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Re: Anwendung von Schwarmregeln bei Gefolge
« Antwort #7 am: 07 Apr 2021, 19:07:48 »
Die wenigsten Schwärme aus Humanoiden sind in sich homogen. Auch 10 Rattlinge mit exakt gleichen Spielwerten sind an sich nicht homogen, denn dass sie gleiche Werte haben, ist schlicht nur eine Vereinfachung und Spielbarmachung durch Buchhaltungsminderung.

Und Schwarmregeln sind ebenfalls eine Vereinfachung etc blabla.

WENN die Zusammenfassung einer SC- Gruppe zu einem der Vereinfachung und besseren Spielbarkeit dient, gäbe es nach oben ausgeführten Gründen nichts, was dagegen spricht.

WENN es hingegen nur der "Funzbarkeit", dem Erschleichen weiterer Vorteile oder dem Umgehen wesentlicher Nachteile dient, wäre ich strikt dagegen....
... es sei denn, der SL setzt die Schwarmregeln auch nur des Funzes wegen ziemlich willkürlich ein... Ja, aber dann darf er sich auch nicht beschweren...
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DeMerry

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Re: Anwendung von Schwarmregeln bei Gefolge
« Antwort #8 am: 12 Apr 2021, 11:26:05 »
Ich glaubd er Vater des Gedanken war hier wohl eher dass das Tickleisten System prima funktioniert wenn sich 3-5 Charaktere mit einer Handvoll Gegner balgen. Wenn diese Charaktere aber unterstützung mitbringen (Untote, Kreaturen, Golems, Gefolge und Mietlinge) dann wirds zur Tickleisten Katastrophe, und Un-Lustig im Ausspielen.

Davon abgesehen ist Gefolge maximal auf HG1 zu was zu gebrauchen, danach wirds ziemlich Dünn mit der Nützlichkeit - ich würde den Spielern dann nahelegen, auf das integrieren der Extra kreaturen im Tickleistensystem zu verzichten. Die erwähnten Schildmaiden könnten Gegner Mooks binden (also Gegnerische Einheiten, die zwar einfach zu besiegen sind aber zu unangenehmen Überzahlbonis führen) oder den Rückweg sichern, Fackeln halten oder alle N Ticks einen Wurfspeer aus dem Off reinwerfen.

Lehnen die Spieler das ab (kann ja sein), so könnte man die Schildmaiden automatisch "Zusammenarbeit im Kampf" (GRW 167) machen lassen. Dann haben sie nur einen Marker (da alle die gleiche WGS aufweisen) und das Tickleisten cluttering ist nicht so gross.

Man nehme die Schlacht Szene aus Highlander (dem allerersten), wo er durch das Kampfgewühl läuft und sich einen Gegener sucht, und rundherum kämpfen die Mooks miteinander. Ist zwar albern, aber angenehmer wie 50 Marken auf der Tickleiste zu haben ;)

TrollsTime

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Re: Anwendung von Schwarmregeln bei Gefolge
« Antwort #9 am: 12 Apr 2021, 13:58:24 »
Ich habe überhaubpt keine bis wenig Probleme mit beliebigen Schwarmregelverwendungen, wenn sie der besseren Spielbarkeit dienen, primär iSv "Zeit einsparen".
Gerne darf die "Gesamtgegnerschaft" auch etwas (!) stärker werden.
Und wenn es dazu dient, dass kämpfende Gefolge**, dass auf HG1 noch nützlich war, aber trotz besserer Ausrüstung (!)* und Steigerung (!!!)* später kaum noch was zustande bringt, noch eine Kampfrelevanz zuzugestehen, habe ich auch dort mit kreativen Schwarmregelanwendungen wenig Probleme.

Aber einfach nur, um irgendwie noch ein paar Punkte auf den großen Funz zu stapeln, nee tut mir leid!
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* Dies beides muss ja erstmal vollzogen werden: Wenn man den SC mit der besten Ausrüstung versorgt, aber das Gefolge nicht, ist man selbst schuld. Und wer aufrichtig an Gefolge interessiert ist, soll gefälligst auch EP in dieses Standbein investieren, jdfs gedanklich... ... erst dann ergibt sich eine Baustelle.

** Des Weiteren darf man nicht vergessen, dass kämpfendes Gefolge und sei es nur auf 2, in den allerersten Abenteuern RICHTIG GUT IST! Es ist defacto ein 2. Angriff neben dem Ersten, das bekommt man sonst nicht für 14 EP! Und auch wenn man Kampfkraft beispielsweise bei nem klassischen Magier oder Alchimistene oderoder auslagert auf sein Gefolge, sind die 14 EP dort oft besser investiert, als die 15-18 EP direkt in eine Kampffertigkeit beim Magier und seinen niedrigen Eigenschaften.***
Der große Vorteil zu Beginn wird also uU ausgeglichen durch den zugegeben geringen Vorteil im späteren Spielverlauf.
Wer es stabiler mag, baut sich ne singende Prinzessin mit Koordinator und Meisterhafter Vorsänger ..., die bleibt durchgängig gut... hatte aber nicht soviel Wumms wie der Kämpfer.

*** Und selbst auf höheren Heldengraden kämpft son mickriges Gefolge im Nahkampf noch etwas besser als besagter Magier

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Zuguterletzt: Redet bei Problemen mit Gefolge und Co. einfach mal mit dem SL oder umgekehrt mit dem Spieler.
Es ist nicht immer Hoboismus und PG-Tum auf Seiten des Spielers. Ein SL, der stumpf nach dem Motto "1 Person, 1 Gegner" vorgeht oder bei jedem Hauch von PG auf Seiten der Spieler sofort seine Gegner stärker macht, macht auch was falsch.
Reden hilft.
« Letzte Änderung: 12 Apr 2021, 14:05:50 von TrollsTime »
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"