Autor Thema: Kampfbeginn mit Kampfbegleitern  (Gelesen 392 mal)

Lupos Klingensturm

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Kampfbeginn mit Kampfbegleitern
« am: 16 Dez 2019, 23:18:43 »
Guten Abend,

Ich habe eine Frage zu den Kreaturen, die ein Tierführer in den Kampf schicken kann. Da man diese befehligen muss, stellen sich mir ein paar Fragen:

(1) Agieren die Kreaturen gar nicht auf Gegner, die sich nähern, solange sie keinen derartigen Befehl erhalten haben?
(2) Wenn ja, könnte man sie beispielsweise über die Abrichtung "kleiner Trick" (BM) dazu bringen, dass sie eigenständig an Kämpfen teilnehmen lassen?
(3) Wenn die Reaktion "Befehl geben" beispielsweise auf Tick 5 getätigt wird, die Kreatur aber auf Tick 2 liegt, führt sie den Befehl dann schon auf Tick 2 aus oder steht sie bis Tick 5 dekorativ rum? :)
Auch bei Reitern hätte ich Fragen:
(3) Wenn ein Reiter die Meisterschaft "zwei Geister ein Gedanke" (GRW) besitzt, bekommt er einen 2. Marker für die Aktionen seines Reittiers. Müssen dann alle Bewegungen über das Reittier abgehandelt werden?
(4) Wenn ja, kann der Reiter in seinem Zug seine freien Bewegung nutzen oder steht sie nur dem Reittier zu?
« Letzte Änderung: 16 Dez 2019, 23:26:45 von Lupos Klingensturm »

Wandler

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Re: Kampfbeginn mit Kampfbegleitern
« Antwort #1 am: 17 Dez 2019, 07:31:56 »
Hallo Lupos Klingensturm,

(1) Ich würde trainierten Kreaturen immer zwei Verhaltensweisen zubilligen:
- Sofortige Verteidigung des Bestienführers wenn der angegriffen wird (kann auch mal ins Auge gehen)
- Einfacher Befehl (sofortige Reaktion mit drei Ticks) bedeutet - 1 Tick nach "Fass!", "Beiss", "Kampf!" greift die Kreatur an - alle Fremden die in der Nähe sind.
(2) "Kleiner Trick" ist eine Aktion die unter bestimmten Umständen ausführbar ist. Dazu gehört es nicht die soziale Kompetenz aufzubauen eine friedliche von einer angespannten, eine angespannte Lage von einem Verrat, und ähnlichem zu unterscheiden.
(3) Bestienmeister Seite 11: "Befehle geben" regelt das. Selbst ein komplexer Befehl ist ein eine sofortige Aktion mit 5 Ticks - also abgeschlossen nach dem 1. Tick, dauert aber für den Dompteur noch an. Nach meiner Lesart würde die Kreatur sehr schnell eingreifen.
(4) Kann man so genau nicht sagen, da aber "Schlachtreiter" weiterhin gelten soll bleibt der Reiter auf seinem Tier. Damit sind Bewegungen (die nicht dazu dienen sich zu "lösen", also abzusitzen) über die Kreatur durchzuführen.
(5) Siehe oben - der Reiter kann schießen, eine Lanze einsetzen, Zaubern, sich heilen, aber er kann nur sehr eingeschränkt auf dem Rücken seines (normal großen) Reittiers herumturnen. Sollte es sich bei dem Reittier um einen Pottwal oder eine große Gefiederte Schlange handeln wäre das etwas anderes - dann könnte der Reiter mit Akrobatik- oder Tierführungsproben die Position auf seinem Tier ändern.

Loki

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Re: Kampfbeginn mit Kampfbegleitern
« Antwort #2 am: 17 Dez 2019, 07:37:12 »
Zu (3): Diese Situation kann es nach meinem Verständnis gar nicht geben. Wenn der Tierführer auf Tick 5 dran ist, kann vor ihm keiner mehr auf der Tickleiste stehen, denn irgendetwas muss man machen. Wenn man nur dekorativ herumsteht, kommt man aufs Abwarten- bzw. Bereithalten-Feld (ich würde sagen, das Tier hält sich aktiv bereit, um auf Anweisungen zu reagieren und wäre dann auf dem Tickfeld des Tierführers wieder dran, sobald dieser den Befehl gibt).

LG
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Satinavian

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Re: Kampfbeginn mit Kampfbegleitern
« Antwort #3 am: 17 Dez 2019, 08:00:27 »
(1) Ich würde sagen, ausweichen und dergleichen tun sie schon, auch ohne Befehl. Bestienmeister S.23 würde nach SL-Maßgabe auch mehr erlauben je nach Tier und Situation.
(2) Nein, das sieht klar nach Exploit aus
(3) Befehle sind sofortige Reaktionen. Die kann man auch geben, bevor man eigentlich dran ist. Also in Beispiel wird bei Tick 2 der Befehl gegeben, der Tierführer rückt von 5 auf 10, aber trotzdem ist jetzt dran, wer immer bei Tick 2,3 und 4 steht, das Tier kann also handeln. Eine Ausnahme würde ich bei Überraschung machen.

Hier ist auch noch die Regel zur Probe bei Kampfbeginn S. 24 relevant, die theoretisch erlaubt, die Initiative des Tieres noch weiter zu verbessern und die des Tierführers noch weiter nach hinten zu verschieben, womit der Fall, dass das Tier lange vor dem Herrn handelt, noch typischer wird.

Gromzek

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Re: Kampfbeginn mit Kampfbegleitern
« Antwort #4 am: 17 Dez 2019, 09:31:38 »
Für den Kampfbeginn mit einer Bestie ist der Ablauf wie folgt:

1) Der Tierführer würfelt seine Tierführungsprobe zusammen mit seiner Ini und geht die entsprechenden Ticks vor.
2) Unser Tier würfelt ebenfalls seine Ini
3) (Fast?) alle Befehle (bin grade nicht sicher) sind REAKTIONEN, weshalb der Tierführer sie auch nutzen kann wenn er nicht an der Reihe ist. Das kostet zwar Ticks, aber der Begleiter kann sich trotzdem auf seinen Gegner stürzen. Hier ist die Problematik der Überraschung gegeben (keine Proben und Reaktionen vor der ersten Handlung, in dem Fall wartet das Tier auf seinen ersten Befehl wenn es vor dem Tierführer dran ist (wird aber reagieren wenn es dies schon darf).
4) Ich würde Tieren, grade mit Kämpferabrichtung zugestehen, dass sie ein Stück weit autonom kämpfen und auch reagieren wenn sie angegriffen werden. Hetze ich also meinen Schattenpanther auf den Bogenschützen in der hinteren Reihe, wird mein Begleiter sich sinnvoll (nicht mitten durch den Pikenwall) auf diesen zubewegen und den gemäß seiner antrainierten Kampfweise bekämpfen, ob das nun eine Eröffnung mit Vorstürmen, Umreißen "spamen" oder einfach maximaler Schaden mit Risikowürfen ist. Die Standardkampfweise sollte man mMn definieren. So kann z.B. ein Kampfstiel mit Schwerpunkt Umreißen super gegen Menschen, aber beschissen gegen große Monster sein. Ich würde hier dem Kampftier ein "Standardverhalten" geben, soll sich dies ändern muss der Tierführer das mit Befehlen tun.

Generell zum Kampf mit Tieren finde ich lohnen sich mMn eine gute Ini des Tierführers, die Meisterschaft Lebensverknüpfung (Naturmagie), Verbessertes Umreißen, Block (mit dem Angriffswert eine AA machen ist ein Traum!) und eine Rüstung für den Begleiter.

Myriko

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Re: Kampfbeginn mit Kampfbegleitern
« Antwort #5 am: 17 Dez 2019, 10:27:35 »
Guten Abend,

Ich habe eine Frage zu den Kreaturen, die ein Tierführer in den Kampf schicken kann. Da man diese befehligen muss, stellen sich mir ein paar Fragen:

Ersteinmal vorweg: Wir haben die Tierführung als sehr mächtig eingestuft. Das die Tiere Befehle brauchen um zu agieren ist auch eine Form des Balancing. Damit werden dem Tierführer Ticks genommen, so das dieser nicht einfach nur Kampfkraft hinzugewinnt. Er muss etwas von seiner eigenen Kampfstärke opfern um das Tier zu befehligen.

Zitat
(1) Agieren die Kreaturen gar nicht auf Gegner, die sich nähern, solange sie keinen derartigen Befehl erhalten haben?
Die Kreaturen kämpfen nur, wenn sie eine Kampfabrichtung haben (sonst verstecken sie sich oder fliehen), und mit Kampfabrichtung aber ohne Befehl nur um sich oder ihren Tierführer zu verteidigen. (Bestienmeisterband S. 23) Im Sinne des Balancing über Befehle handeln die Tiere eben nicht aggressiv. Sie setzen nicht nach, sie mischen sich nicht ein wenn ihr Tierführer der Angreifer ist.

Zitat
(2) Wenn ja, könnte man sie beispielsweise über die Abrichtung "kleiner Trick" (BM) dazu bringen, dass sie eigenständig an Kämpfen teilnehmen lassen?
Das ist, aus oben genannten Gründen, explizit nicht so gedacht.
Zitat
(3) Wenn die Reaktion "Befehl geben" beispielsweise auf Tick 5 getätigt wird, die Kreatur aber auf Tick 2 liegt, führt sie den Befehl dann schon auf Tick 2 aus oder steht sie bis Tick 5 dekorativ rum? :)
Das Tier führt den Befehl aus sobald es kann. Auch wenn der Befehlsgeber erst später aktiv dran wäre. Genau aus dem Grund ist es eine Reaktion. Das passiert sofort wenn es Ausgeführt wird und kostet dafür Ticks. Genau wie eine Aktive Abwehr, diese Erfolg auch sofort, auch wenn man nicht an der Reihe ist.
Zitat
Auch bei Reitern hätte ich Fragen:
(3) Wenn ein Reiter die Meisterschaft "zwei Geister ein Gedanke" (GRW) besitzt, bekommt er einen 2. Marker für die Aktionen seines Reittiers. Müssen dann alle Bewegungen über das Reittier abgehandelt werden?
Ich sehe keinen Grund warum die Aktion nicht weiterhin vom Reiter initiiert werden kann (Bestienmeister S. 26). Allerdings sind die Handlungen während der Bewegung des Verbunds entsprechend eingeschränkt.
(Bitte immer Seitenzahl dazu schreiben das macht es leichter :) )
Zitat
(4) Wenn ja, kann der Reiter in seinem Zug seine freien Bewegung nutzen oder steht sie nur dem Reittier zu?
Siehe Bestienmeister S. 26. "Freie Bewegung" Bei einer Freien Bewegung kann sich das Reittier bis zu 2m bewegen.
Falls in einem Regelthread meine Redakteursantwort gewünscht wird, könnt ihr mir auch gerne eine PM dazu schreiben :-), gerne mit Buch und Seitenzahl.

Lupos Klingensturm

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Re: Kampfbeginn mit Kampfbegleitern
« Antwort #6 am: 17 Dez 2019, 10:56:00 »
Zu (3): Diese Situation kann es nach meinem Verständnis gar nicht geben. Wenn der Tierführer auf Tick 5 dran ist, kann vor ihm keiner mehr auf der Tickleiste stehen, denn irgendetwas muss man machen. Wenn man nur dekorativ herumsteht, kommt man aufs Abwarten- bzw. Bereithalten-Feld (ich würde sagen, das Tier hält sich aktiv bereit, um auf Anweisungen zu reagieren und wäre dann auf dem Tickfeld des Tierführers wieder dran, sobald dieser den Befehl gibt).

LG

Das heißt, dass mir im Kampf eine niedrige INI des Tieres weniger bringt als die des Tierführers, da letztere ja eh erst den Befehl geben muss, dass etwas getan wird. Könnte man dann den INI - Wurf des Tieres nicht weglassen und es auf dem Tick einsetzen auf dem der Befehl gegeben worden ist? Hab irgendwie einen Knoten im Kopf.

Lupos Klingensturm

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Re: Kampfbeginn mit Kampfbegleitern
« Antwort #7 am: 17 Dez 2019, 10:58:12 »
Siehe Bestienmeister S. 26. "Freie Bewegung" Bei einer Freien Bewegung kann sich das Reittier bis zu 2m bewegen.

Diese kann ich aber auch als Reiter nutzen? Diese Stelle klingt für mich so, dass sie eigentlich nur dem Reittier zusteht, welches dann die Bewegung für  den gesamten Verband nutzt. Würde die Tierführungsmeisteschaft Freihändigkeit, da etwas ausmachen?



Ich danke euch schon mal allen für eure Beiträge. Das Kreaturensystem macht mich und meine Gruppe wahnsinnig glücklich, obwohl wir bei manchen Regeln etwas auf dem Schlauch stehen :D

Loki

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Re: Kampfbeginn mit Kampfbegleitern
« Antwort #8 am: 17 Dez 2019, 11:09:23 »
@Lupos Klingensturm

Das ist korrekt, sofern es sich um eine Aktion handelt. Da es sich beim Geben eines Befehls aber um eine Reaktion handelt (und mir das beim Verfassen meiner Antwort nicht klar war), kann der Tierführer seinen Befehl eben immer geben, auch wenn er eigentlich noch nicht an der Reihe wäre. In dem Fall spielt es also keine Rolle, dass der Tiergefährte vor ihm auf der Tick-Leiste steht.

LG
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Gorakar

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Re: Kampfbeginn mit Kampfbegleitern
« Antwort #9 am: 17 Dez 2019, 11:17:34 »
Diese kann ich aber auch als Reiter nutzen? Diese Stelle klingt für mich so, dass sie eigentlich nur dem Reittier zusteht, welches dann die Bewegung für  den gesamten Verband nutzt. Würde die Tierführungsmeisteschaft Freihändigkeit, da etwas ausmachen?

Ja, nur das Reittier kann Bewegungsaktionen (zu denen in diesem Fall auch die freie Bewegung zählt) nutzen.
Steht aber auch im entsprechenden Kasten "Zwei Geister, ein Gedanke" auf Seite 27 Bestienmeister.

Lupos Klingensturm

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Re: Kampfbeginn mit Kampfbegleitern
« Antwort #10 am: 17 Dez 2019, 12:18:49 »
Diese kann ich aber auch als Reiter nutzen? Diese Stelle klingt für mich so, dass sie eigentlich nur dem Reittier zusteht, welches dann die Bewegung für  den gesamten Verband nutzt. Würde die Tierführungsmeisteschaft Freihändigkeit, da etwas ausmachen?

Ja, nur das Reittier kann Bewegungsaktionen (zu denen in diesem Fall auch die freie Bewegung zählt) nutzen.
Steht aber auch im entsprechenden Kasten "Zwei Geister, ein Gedanke" auf Seite 27 Bestienmeister.
Ach Klasse, den Kasten hatte ich wohl überlesen. Hatte mich nur auf die GRW Version der Meisterschaft bezogen. Danke für die Erhellung :)

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