Autor Thema: Magische Wesen und Patzer  (Gelesen 2953 mal)

SeldomFound

  • Beta-Tester
  • Hero Member
  • ***
  • Beiträge: 10.283
  • Wohin auch die Reise geht, ich bin da
    • Profil anzeigen
Magische Wesen und Patzer
« am: 20 Dez 2016, 14:01:54 »
Es gibt Wesen in Splittermond, die auf der einen Seite Magie wirken können, doch auf der anderen Seite die Auswirkung eines Patzers nicht überleben könnten.

Für Humanoide, die Magie explizit erlernen müssen, machen die Patzerregeln durchaus Sinn, doch man sollte annehmen, doch Wesen, die sich selbst mit Magie umbringen können, wirken recht seltsam auf mich.

Ich erkenne durchaus an, dass eine Flimmerfee wohl eher über Sicherheitswürfe zaubert und es bei einer Ankuumakrabbe (B&U, S.14) vertretbar ist, wenn sie mal patzt. Doch was ist, wenn dem Wesen das Merkmal Taktiker oder die LP fehlen, um den Schaden abzufangen, wie zum Beispiel der Böstimber (B&U, S. 17) oder der Braunling (B&U, S. 18 ).

Ich würde daher als Hausregel erstmal davon ausgehen, dass jedes Wesen mit einer natürlichen Magiebegabung entweder eine natürliche Resistenz gegen Zauberpatzer hat (wie Stabile Magie) oder sogar überhaupt nicht patzen kann, solange der Zauber zu seinen natürlichen Eigenschaften zählt.

Als Faustregel könnte man sagen: Wenn ein Wesen bei einem Zauber patzt, werden die Auswirkungen nach SL-Entscheid um je 1 Stufe reduziert, wenn das Wesen einen oder mehrere passende Typi (Naturwesen für Naturmagie; Wasserwesen für Wassermagie; Niederer Drachen für jede Magieschule; etc.) oder Merkmale (Feenblut, Geist, Untot, etc.) aufweist, die auf eine starke Magieaffinität hinweisen.

Würde das magisch begabte Kreaturen zu stark machen?
« Letzte Änderung: 20 Dez 2016, 14:46:02 von SeldomFound »
Patience is a virtue, possess it if you can
Seldom found in woman
Never found in man

JohnLackland

  • Beta-Tester
  • Hero Member
  • ***
  • Beiträge: 3.003
  • Nicht Beißen!
    • Profil anzeigen
    • Oh Kultes
Re: Magische Wesen und Patzer
« Antwort #1 am: 20 Dez 2016, 14:09:53 »
Es gibt Tiere in der Realität die sind selbst giftig und das eigene Gift ist für sie tödlich wenn sie damit in Kontakt kämen, aber die Natur hat es so eingerichtet das  sie nicht mit den Gift in Kontakt kommen, genauso würde ich es mit der Magie machen in Lorakis. Ich würde davon ausgehen das die meisten Viecher keine Patzer machen, da sie intuitiv zaubern und es vielleicht auch eine Fokusdrüse gibt welche das Mana oder what ever sammelt und kontrolliert abgibt.. andere haben andere Techniken. Viecher Zaubern auch nicht wie Lorakier, sie brauchen keine Gesten oder Sprüche ergo auch keine Patzer oder wenn dann macht es vielleicht mal nur leicht Zapp... zaubern ist ein Teil ihres Lebens, das macht auch das Leben als SL leichter...
Spielst du schon oder diskutierst du noch über die Regeln?

TrollsTime

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4.956
  • Brückentroll
    • Profil anzeigen
Re: Magische Wesen und Patzer
« Antwort #2 am: 20 Dez 2016, 14:31:57 »
Es gibt Tiere in der Realität die sind selbst giftig und das eigene Gift ist für sie tödlich wenn sie damit in Kontakt kämen, aber die Natur hat es so eingerichtet das  sie nicht mit den Gift in Kontakt kommen, genauso würde ich es mit der Magie machen in Lorakis. Ich würde davon ausgehen das die meisten Viecher keine Patzer machen, da sie intuitiv zaubern und es vielleicht auch eine Fokusdrüse gibt welche das Mana oder what ever sammelt und kontrolliert abgibt.. andere haben andere Techniken. Viecher Zaubern auch nicht wie Lorakier, sie brauchen keine Gesten oder Sprüche ergo auch keine Patzer oder wenn dann macht es vielleicht mal nur leicht Zapp... zaubern ist ein Teil ihres Lebens, das macht auch das Leben als SL leichter...

Und zufürderst:
Das Zaubern in der Natur gegen den Artfeind oder Fressfeind oder die bevorzugte Beute ist nunmal was gänzlich anderes,
als wenn "Papa Mensch" (Gnom/Alb/Varg/Rattling) einen zwingt die zwei Konservendosen da vorne oder diesen unheimlichen Fressfeind dahinten anzugreifen.

Wenn man sein geliebtes Tier also in einen artuntypischen Kampf zwingt, darf es auch gerne patzen.
Ist der Kampf aber arttypisch, läufte es eh meist über "Jagdkunst"  :P

Disclaimer:
Ich gebe aber zu, das ist eine "realistische(tm)" Sichtweise, die uU das Balancing nicht hinreichend berücksichtigt.
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"

SeldomFound

  • Beta-Tester
  • Hero Member
  • ***
  • Beiträge: 10.283
  • Wohin auch die Reise geht, ich bin da
    • Profil anzeigen
Re: Magische Wesen und Patzer
« Antwort #3 am: 20 Dez 2016, 14:44:20 »
In Ordnung, ihr beide seid für "Keine Patzer, wenn natürliche Anwendung der Magie".



@ Ohne Gesten/Formel zaubern

Bei mir benutzen auch magisch begabte Tiere Gesten und Formel, die auch durchaus zu erkennen sind, wie seltsame Geräusche, auffällige Körpersprache und so weiter.

Das erscheint mir als fairer gegenüber den Spielern.
Patience is a virtue, possess it if you can
Seldom found in woman
Never found in man

Quendan

  • Gast
Re: Magische Wesen und Patzer
« Antwort #4 am: 20 Dez 2016, 16:58:51 »
Ein Böstimber hat 12 Lebenspunkte. Er hat maximal Grad 2 Zauber (genau einen). Bei einer Doppel-1 hat er eine 13 gewürfelt gegen Schwierigkeit 21. -2 EG und zusätzlich -3 EG für den Patzer.

-5 mal 8 -> 40. Dazu dann 2W10. Man bleibt immer in der Stufe, in der es 2W10 Punkte Schaden gibt.

Mit einer Chance von 3% auf einen Patzer gibt es anschließend für den Böstimber eine Chance von 45% zu sterben (eine Wahrscheinlichkeit von 1,35% gesamt). Wobei das heißt: Im Sterben zu liegen, er kann ja noch stabilisiert/gerettet werden. Richtig aus ist er erst bei 16 Schaden (15% Chance; Gesamtwahrscheinlichkeit 0,45%).

Rein statistisch gesehen würden also Böstimber in einem von ca. 200 Fällen die er zaubert in jedem Fall platzen. Rein RAW und wenn man davon ausgeht, dass die Welt simulatorisch durch die Regeln abgebildet wird (was sie natürlich nicht tut, wie wir alle wissen).

Für einen Braunling sähe es in der Tat anders aus mit weniger Leben und höheren Zaubern.

Das aber nur als kurzer Rechenexkurs, weil es mich selbst interessiert hat. ;)

Haben wir über Patzer lebensschwacher Kreaturen  nachgedacht? Nein, zumindest haben wir da nicht tiefergehend drüber diskutiert. RAW haben sie keinen Schutz dagegen (und das ist jetzt auch so ein Randbereich, dass wir da nicht zwingend über Errata tätig werden).

Wie würde ich es handhaben? Ich würde die Viecher nicht regelmäßig wegen einem Patzer platzen lassen, auch weil das zum Beispiel im Fall der Braunlinge ihrer erzählerischen Wirkung zuwiderlaufen würde.

Hart anwenden würde ich die Patzerregeln nur, wenn ich das Gefühl habe, Spieler wollen da einen Randbereich ausnutzen (über Kreaturenbaukasten sehr anfällige Viecher bauen und die dann mit dem Argument "Ist ja Kreatur!" regelmäßig risikoreiche Sachen versuchen lassen) oder wenn es wirklich dumme Ideen sind (halt äquivalent zum profanen "in Gefahr bringen"). Das wäre aber eine (theoretische) Hausregel meinerseits. Vorgekommen ist der Fall bei uns bisher noch nicht (trotz Flimmerfee in der Runde).

Jeong Jeong

  • Korsaren
  • Hero Member
  • *
  • Beiträge: 3.782
  • Autorin und Cosplayerin
    • Profil anzeigen
Re: Magische Wesen und Patzer
« Antwort #5 am: 20 Dez 2016, 17:39:12 »
Wie ich gerade schon im Nachbarthread geschrieben habe, merkt man das Problem denke ich vor allem beim Kreaturenbaukasten aus dem Bestienmeister-Band. Wesen fehlt einfach ein Merkmal à la Stabile Magie und dadurch sind Standard-Zauberkreaturen (Rolle Familiar, Verfeinerungen Feenwesen, Von Magie durchdrungen und/oder Zusätzliche Zauber) ohne Taktiker und mit Schwächlich leider schon echt aufgeschmissen.