Autor Thema: Jagdkunst: Beute aus Großwild  (Gelesen 1614 mal)

Irosonic

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Jagdkunst: Beute aus Großwild
« am: 20 Jan 2015, 18:00:44 »
Hallo zusammen,

in unserer Gruppe sind wir auf unseren Abenteuer auf ein Problem gestoßen. Die Fertigkeit Jagdkunst deckt zwar die Nahrungssuche ab, auf die Jagd und das Weiden größerer Tiere wird jedoch nicht genauer eingegangen. Beispiel.

Ein begabter Jäger möchte sich in den Wald aufmachen um einen z.B. Hirsch, Bären oder Wildschwein etc. zu jagen, um an Leder zu kommen. Wie handhabt ihr in diesem Fall die Würfe? Also:
1. Befindet sich dann einfach eines der jeweiligen Tiere in diesem Gebiet. d.h. Der Jäger würfelt gegen die jeweilige Zone, sobald er Erfolg hat entdeckt er die Spur dieses Tieres.
2. Wie bestimmt ihr die Entfernung?
3. Wie bestimmt ihr den Wert der Beute. Zumal diese meist als Zutat für die Lederverarbeitung Verwendung finden.

Würde mich über eure Vorschläge und Hilfen freuen.

Grüße Iro

ShadowAsgard

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Re: Jagdkunst: Beute aus Großwild
« Antwort #1 am: 23 Jan 2015, 08:17:54 »
mach spontan ne liste mit wahrscheinlichen Tieren (1-5 Reh, 6-8 Luchs, 9/10 Wolf) etc. und würfel drauf, es ist in der regel Gesunder Menschenverstand, wo welches tier sich auffhält, in der Wüste gibts zb keine Rehe ^^
Entfernung hängt von den EG der Naturkundeprobe, Überlebenprobe usw. ab was der Jäger halt würfelt um die spur aufzunehmen, hängt halt auch von der waffe ab, mit der er angreift, bei nem bogen steht die max reichweite im RGW, soweit muss er also mind herangehen um schießen zu können,(heimlichmkeitsprobe gegen die Wahrnehmung des Tieres) wenn er mitm dolch angreift muss er ganz nah heran und z.b nen sprungangriff machen (ganz krass erschwerte Heimlichekitsprobe^^)
Beute steht auch im RGW und was man würfeln muss (RGW S.284 ff), kannst dich daran orientieren und was dazu erdichten, beim crafting muss du halt schaun wie wertvoll bzw wie schwierig der herzustellende Gegenstand ist, als Maßstab dient die Komplexität und natürlich RGW S. 143

hoffe ich konnte helfen

Noldorion

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Re: Jagdkunst: Beute aus Großwild
« Antwort #2 am: 23 Jan 2015, 09:37:47 »
Hallo!

Sorry, den Thread hatte ich irgendwie übersehen.

Ich muss gestehen, ich würde das gar nicht so detailliert ausspielen, sondern ähnlich wie die Kräuter- und Zutatensuche relativ abstrakt handhaben: Wenn der Jäger einfach nur Material beschaffen will, um eine Rüstung (oder irgendwas anderes aus Leder) anzufertigen, verwendet er die gleiche Mechanik wie bei "Zutaten sammeln" (S. 125), nur dass Jagdkunst anstelle von Naturkunde verwendet wird. Das ist einfach, geht schnell und hält das Spiel auch nicht sonderlich auf.

Aber gehen wir mal davon aus, dass der Jäger wirklich ein spezifisches Tier schießen will.

In diesem Fall muss er das Tier natürlich erst einmal finden. Das wäre für mich eine erweiterte Probe (Jagdkunst) gegen die Versorgung-Schwierigkeit der Zone, um zu zeigen, dass es in der Zivilisation schwieriger ist, Wild zu finden, als in der Wildnis. Die Anzahl der Fortschrittspunkte sollte der Spielleiter anhand der geschätzten Seltenheit des Tieres in dieser Gegend festlegen, aber irgendwas zwischen 5 (häufig) und 15 (sehr selten) Fortschrittspunkten erscheint hier sinnvoll. Diese Proben gelten sowohl für das Auffinden der Spur als auch für das Verfolgen, um es einfacher zu halten - sind die Fortschrittspunkte angesammelt, ist man in Sichtweite des Tieres.

Und dann weiter wie von ShadowAsgard beschrieben: Etwaige Heimlichkeit- vs. Wahrnehmung-Proben, irgendwann kommt es zum Schuss / zur Flucht / zum Kampf.

Der Wert der Beute in Lunaren ist im Regelwerk ja angegeben. Man kann daraus eventuell eine grobe Richtlinie dafür ziehen, wie viel Material das ergibt: Materialkosten sind beim Handwerk ja ein Drittel des finalen Preises, also rechnet man den angegebenen Preis mal 3, um herauszufinden, wie teuer das Ergebnis maximal sein darf. (Beispiel: Das Fell eines Bären bringt 10 Lunare, wenn man es einfach so verkauft. Also kann man daraus Gegenstände bis zu 30 Lunaren Wert herstellen.)

Letzteres ist natürlich nur eine seeeehr grobe Faustregel, die nicht unbedingt sehr realistisch ist, aber man kann sich daran orientieren.

Eine Anmerkung allerdings noch: Wir haben die Selbstherstellung von Material für Schmiedekunst und Stoff- und Lederbearbeitung (anders als bei der Alchemie) absichtlich nicht in Regeln gegossen, weil das eigentlich eine sehr langfristige Sache ist. Es ist ja nicht damit getan, einem Bär die Haut abzuziehen. Das Leder muss auch gegerbt werden - das heißt, man muss es einweichen, äschern, eventuell spalten, entkälken, beizen, entfetten, gerben, entwässern, ausrecken, trocknen, weichmachen, wieder trocknen... siehe hier. Das ist, wie auch das Verhütten von Metall, ein sehr spezieller, sehr langfristiger Prozess, der spezielle Materialien erfordert und den man eigentlich nicht einfach nebenbei auf der Reise unternehmen kann. Daher gingen wir davon aus, dass Schmiede, Schneider und Lederer sich das Material eher kaufen als es selbst herzustellen.

Das soll um Gottes Willen kein Verbot sein, das einfach zu ignorieren - gerade bei den Handwerksregeln lassen wir da ja selbst gerne mal fünf gerade sein, um sie abenteuertauglicher zu halten. Aber da ihr scheinbar schon die Jagd recht realistisch ausspielen wollt, interessiert euch vielleicht auch, was da noch so alles dranhängt.

Irosonic

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Re: Jagdkunst: Beute aus Großwild
« Antwort #3 am: 23 Jan 2015, 13:31:35 »
Hallo ShadowAsgard, Hallo Noldorion,

danke für eure Antworten die mir schon mal  weiterhelfen. Die weitere Verarbeitung von Leder etc. hatte ich noch gar nicht mit bedacht. In Bezug auf die Jagd ich wollte die Anschaffung der Materialien nicht zu einfach gestalten, d.h. Wenn der Jäger Hirschleder besorgen möchte muss er entweder dafür zahlen oder entsprechend Aufwand betreiben. Anders als bei Kräutern sammeln etc. habe ich das Gefühl, dass sich mit der Jagd und der sich daraus ergebenen Beute doch recht schnell recht viel Geld machen lässt. Daher eher eine ausführlichere Beschreibung der Jagd.

Denkbar wäre noch das rohe Leder an weitere Verarbeiter zu geben, welche gegen einen gewissen Obolus das Leder präparieren.

Nochmals vielen Dank!

Grüße Iro