Splittermond Forum

Regeln => Kampfregeln => Thema gestartet von: Gallendor am 12 Feb 2019, 07:40:33

Titel: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Gallendor am 12 Feb 2019, 07:40:33
Hi,

ich wollte eigentlich schon immer mal einen Zwergenbüchsenschützen à la "Warcraft Rifleman" spielen. Dafür fand ich die Drachenrohre, Feuerlanze und Feueräpfel einfach überragend. Bei näherer Betrachtung wurden die Drachenrohre jedoch immer schlechter. O.o

Ehrlich gesagt sind sie den aus Mondstahlklingen bekannten und konventionellen Fernkampfwaffen in jeder Hinsicht unterlegen. Ich weiß, dass das schon öfters hier diskutiert wurde dennoch frage ich mich folgendes:
Welchen Einsatzzweck haben sich die Redakteure für diese Waffen gedacht?



Eine Beispielüberlegung: Vergleich des kleinen Drachenrohres mit dem Vargenbogen

Hierfür würde ich einige Meisterschaften voraussetzen, da das Drachenrohr erst dann sein volles Potential ausschöpft, was die Waffen besser vergleichbar macht:
Schnellschütze I + II für beide
Büchsenschütze & Schnellladen für Drachenrohrbenutzer.

Hierfür ergibt sich für einen Angriff eine Gesamtdauer von 12 Ticks für den Vargenbogen und 13 Ticks für das kl. Drachenrohr (inkl. aller Boni/Mali für Bereitmachen und dem eigentlichen Angriff). Daraus wiederum ergibt sich ein Schaden pro 10 Ticks von 12,2 für den Bogen und 10 für das Drachenrohr.

Das ist jetzt nicht extrem weit auseinander, aber dennoch unterliegt hier das Drachenrohr. Eventuell hat das Drachenrohr dafür andere Vorzüge? Immerhin hat man 2 Meisterschaften mehr investiert! Doch dann kam die rasche Ernüchterung. Nicht nur, dass der Vargenbogen viel bessere Waffenmerkmale besitzt, die Waffenmerkmale des Drachenrohres Rückstoß und Schadensschwund machen die Waffe sogar noch unattraktiver, aber dann habe ich die Reichweite gesehen...

Hier hat sich dann für mich eindeutig herausgestellt, dass das Drachenrohr wirklich underpowered ist. Die Grundreichweite des Vargenbogens ist 30, die des Drachenrohres 10.

Will man ein Ziel auf 60m Treffen muss man mit dem Bogen einen EG erzielen. Mit dem Drachenrohr 5! Aber das war nicht alles. Durch Schadensschwund würde Schaden um ganze 10 Punkte reduziert werden und das für einen Angriffswurf mit 5 EG! ...

Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass das Drachenrohr nicht für das Dauerfeuern verwendet werden soll, sondern für einen einmaligen Schuss. Doch auch hier unterliegt das Drachenrohr dem Vargenbogen. Der durchschnittliche Schaden pro Schuss ist niedriger und der einzige Vorzug durch das Waffenmerkmal Umwerfend erscheint marginal.

Ich finde keine Verwendung für diese Waffe. Das hat eigentlich so viel potential. Auch Schusswaffen mit dem Merkmal Detonation fehlen mir irgendwie. So ein kleiner Granatwerfer wäre doch überragend! Auch sowas wie ein Bajonett fehlt mir. Aktuell würde ich fast lieber einen Wargenbogen "ummodeln" ohne an die Werte zu gehen, was ich eigentlich Schade finde.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Loki am 12 Feb 2019, 07:51:26
Hi,

der Vorteil der Drachenrohre ist ihr Merkmal Umwerfend. Auch wenn ich nicht an der Entwicklung der Waffen beteiligt war, vermute ich, dass dieses Merkmal mit der Grund dafür ist, dass die Drachenrohre wertetechnisch nicht besonders gut abschneiden. Denn mit Hilfe eines Drachenrohres lassen sich Gegner (oder deren Reittiere) umwerfen und somit (im Fall von Reittieren gleich mitsamt dem Reiter) unschädlich machen. Und dabei gilt hier, anders als beim Manöver Umreißen, keine Einschränkung hinsichtlich der Größenklasse. Die Drachenrohre sind also die einzige Möglichkeit (oder wenn ich etwas übersehen habe zumindest eine der wenigen), mit einer Waffe sehr große Gegner umzuwerfen. Ihre wahre Stärke entfalten sie im späteren Verlauf, wenn man zum Beispiel auf HG 3 7 der aufzubringenden Ticks einsparen kann.

LG
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Gallendor am 12 Feb 2019, 07:56:10
Hi,

der Vorteil der Drachenrohre ist ihr Merkmal Umwerfend. Auch wenn ich nicht an der Entwicklung der Waffen beteiligt war, vermute ich, dass dieses Merkmal mit der Grund dafür ist, dass die Drachenrohre wertetechnisch nicht besonders gut abschneiden. Denn mit Hilfe eines Drachenrohres lassen sich Gegner (oder deren Reittiere) umwerfen und somit (im Fall von Reittieren gleich mitsamt dem Reiter) unschädlich machen. Und dabei gilt hier, anders als beim Manöver Umreißen, keine Einschränkung hinsichtlich der Größenklasse. Die Drachenrohre sind also die einzige Möglichkeit, mit einer Waffe sehr große Gegner umzuwerfen. Ihre wahre Stärke entfalten sie im späteren Verlauf, wenn man zum Beispiel auf HG 3 7 der aufzubringenden Ticks einsparen kann.

LG

Das Merkmal Umwerfend ist der einzige Vorzug, aber diesen empfinde ich als recht schwach. Die Tickreduzierung habe ich in meine Überlegung bereits mit einbezogen. Da die Waffe auch mit diesen zu keiner dauerfeuergeeigneten Waffe wird, erscheinen diese recht sinnlos.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: SeldomFound am 12 Feb 2019, 07:59:44
Der Wert der Waffe liegt in ihrem Waffenmerkmal "Umwerfend". Kombiniere die Waffe mit schadenssteigernden Meisterschaften wie "Überraschungsangriff" oder später "Zielschuss" und die Waffe kann durchaus auch ein Pferd umwerfen.

Es sind halt eher Anti-Kavalerie-Waffen, die aus dem Hinterhalt verwendet werden.



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Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Lyord am 12 Feb 2019, 22:49:38
Zitat
Es sind halt eher Anti-Kavalerie-Waffen, die aus dem Hinterhalt verwendet werden.
Steht auch so im Weltband "Diese dienen der Abwehr von Kavallerieangriffen ... ", ansonsten stecken die Feuerwaffen noch in den Kinderschuhen. Bedenke, so ein Vargenbogen wurde Jahrhunderte entwickelt, getestet usw. während die Drachenrohre noch relativ jung sind und nach einiger weiterführender Forschung in weiteren hundert oder mehr Jahren die Bögen vollständig verdrängen sollten (In der Theorie). Siehe auch die Entwicklung der Feuerwaffen im Mittelalter. Von daher finde ich es nicht weiter schlimm, dass sie (noch) so underpowered sind.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: TrollsTime am 13 Feb 2019, 06:26:57
Zitat
Es sind halt eher Anti-Kavalerie-Waffen, die aus dem Hinterhalt verwendet werden.
Steht auch so im Weltband "Diese dienen der Abwehr von Kavallerieangriffen ... ", ansonsten stecken die Feuerwaffen noch in den Kinderschuhen. Bedenke, so ein Vargenbogen wurde Jahrhunderte entwickelt, getestet usw. während die Drachenrohre noch relativ jung sind und nach einiger weiterführender Forschung in weiteren hundert oder mehr Jahren die Bögen vollständig verdrängen sollten (In der Theorie). Siehe auch die Entwicklung der Feuerwaffen im Mittelalter. Von daher finde ich es nicht weiter schlimm, dass sie (noch) so underpowered sind.

Ingame gebe ich dir recht.
Outgame zählt zu allererst das Balancing.
Anderen Waffen hat man ja auch vernünftige Werte gegeben, auch wenn das ingame nicht immer zwingend sein müsste.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Tena Breuer am 13 Feb 2019, 08:31:07
Ich möchte mich Lyord anschließen.

Für mich sind sie eine Besonderheit aus dem fernen Osten und sie bleiben nur dann eine Besonderheit, wenn sie keine sinnvolle/effektive Alternative zu herkömmlichen mittelalterlichen Fernwaffen darstellen. Trotzdem sind sie eine Möglichkeit für besondere Charakterzüge.
Den Überraschungseffekt, kann ich als Meister ja vielleicht auch szenisch noch mehr betonen, immerhin sind es unbekannte "Geräte", die beim ersten Kontakt vielleicht nicht nur umwerfend sind sondern auch benommen machen oder anders verwirren könnten.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: TrollsTime am 13 Feb 2019, 08:48:14
Diese Argumentation könnte man dann aber auf jede Region anwenden und schwuppdiwupp hätten wir dann eine Schwemme an "regionalen Stilblüten", die ihre Druckerschwärze nicht wert sind, weil sie spieletchnisch drittklassig sind.
Das führt dann wieder zu einer Schwemme an ewig gleichen Bewaffnungen a la Kurzogen, Langschwert, Zweihänder.
Hatte ich schon... finde ich schrecklich...

Spieltechnisch sollte jede Waffe grob konkurrenzfähig sein. Regionale Besonderheiten sollen da berücksichtigt werden, wo sie hingehören: In die Hintergrundbeschreibungen! In die Archetypen! O.ä....

Wenn eine Gruppe einen "strengen Hintergrund" befürwortet, bitte sehr! Dann soll sie ihre Bewaffnung halt "eng am Hintergrund" auswählen. Aber künstlich an den Werten zu schrauben, damit der Spieler eines selenischen Ritters oder eines Nordlandbarbaren auch ja keine Motivation hat, diese Waffe zu wählen, halte ich für den vollkommen falschen Weg.

Also ja: Feuerwaffen können gerne irgendwie anders funktionieren, aber sie soll(t)en unbedingt eine weiter sinnvolle Alternative zu klassischen Fantasy-Fernwaffen sein.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Erkusandor am 13 Feb 2019, 12:56:05
Dem kann ich mich nur anschließen. Selbst wenn jemand aufgrund seines Hintergrundes das Drachenrohr trotz der unterlegenen Werte dem Bogen o.ä. vorzieht wird sich selbst der beste Rollenspieler irgendwann frustriert benachteiligt fühlen weil der ebenfalls voll seinem Hintergrund entsprechende Jäger einfach einen Bogen nimmt und besser ist. Und dann auch noch die billigere Munition hat.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Turaino am 13 Feb 2019, 13:39:48
Das einzige, was mich am Drachenroh stört sind die Grundattribute (Kon+Wil), ansonsten finde ich es ganz gut. Bin am überlegen einen Zhoujiangi-Zwerg mit Kampfmagie und Bewegungsmagie zu erstellen, der auf waffenlosen Nahkampf geht mit großem Drachenrohr als Situationalwaffe. Beim Treffer wird im Schnitt fast jeder Gegner umgeworfen (Geschoss verzaubern + durchschlagendes Geschoss + Schaden + Fertigkeitspunkte = 29 auf HG1), da es keine GK-Einschränkung gibt theoretisch auch große Wesen. Auf HG2 mit Zielschuss kommt man dann sogar auf 36, was für nahezu nichts haltbar ist. Dazu gibts noch 25 Schaden, was locker 2 oder mehr Gesundheitsstufen abzieht. Wenn man dazu noch einen Hinterhalt mit Meisterschaften gelegt hat sind wir nah am One-hit.
Zugegebenermaßen ist es schwierig das im Kampf zu machen, da man dafür gut über 15 Ticks braucht, aber wenn man auf den Angriff vorbereitet ist oder selbst angreift kann man selbst mit dem ersten Angriff gut was erreichen.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: TrollsTime am 13 Feb 2019, 13:48:33
Kombiniere das mit der legendären Kraft "Viel hilft viel" und dem Zauber "Schatten beleben" bitte.

Ich habe sowas ähnliches vor und wäre über einen Erfahrungsbericht dankbar.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: SeldomFound am 13 Feb 2019, 14:59:07
Kombiniere das mit der legendären Kraft "Viel hilft viel" und dem Zauber "Schatten beleben" bitte.

Ich habe sowas ähnliches vor und wäre über einen Erfahrungsbericht dankbar.
Warum nicht gleich folgende Idee: Konstrukte könnten mit Drachenrohre ausgestattet werden, wenn sie Hände haben. Der Vorteil eines Kanonengolems ist, dass sie von Vorneherein immun gegen den Zustand Benommen sind.

Theoretisch könnten auch Beschworene Wesen mit Drachenrohr-artigen Angriffen im Baukasten gebaut werden...

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Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Gallendor am 13 Feb 2019, 16:47:56
Ich möchte mich Lyord anschließen.

Für mich sind sie eine Besonderheit aus dem fernen Osten und sie bleiben nur dann eine Besonderheit, wenn sie keine sinnvolle/effektive Alternative zu herkömmlichen mittelalterlichen Fernwaffen darstellen. Trotzdem sind sie eine Möglichkeit für besondere Charakterzüge.
Den Überraschungseffekt, kann ich als Meister ja vielleicht auch szenisch noch mehr betonen, immerhin sind es unbekannte "Geräte", die beim ersten Kontakt vielleicht nicht nur umwerfend sind sondern auch benommen machen oder anders verwirren könnten.

Was der Argumentation aber im Wege steht ist, dass Splittermond eigentlich kein sonderlich originelles Setting hat, sondern eines mit möglichst vielen Handlungsfreiheiten für die eigene Weltgestaltung und das finde ich auch gut so. Es will halt nicht nur auf mehreren sondern auf allen Hochzeiten tanzen -> Sprich, eigentlich soll jedes Setting möglich sein. Und deshalb verstehe ich nicht wieso der klassische Zwerg mit Büchse davon ausgeschlossen ist. Es ist ein Phantasy-Game. Tausende andere Franchises haben doch auch die Donnerbüchse eingeführt,ohne den klassischen Bogen obsolet zu machen. Für mich wären da die bekanntesten Beispiele Warhammer und Warcraft, aber da finden sich sicher noch andere.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Lucean am 14 Feb 2019, 07:41:27
Bei den Tausenden Franchises fallen dir nur Warhammer und Warcraft ein? Tut mir leid, aber das empfinde ich als amüsant, dass du ein Tabletop-Spiel und ein MMORPG aufführst. Beim Urvater D&D kamen Feuerwaffen selten vor, und dann eher in obskureren Settings, DSA hat keinerlei Feuerwaffen, lediglich Pathfinder bietet mit dem Gunslinger schon in der ersten Klassen-Erweiterung eine Option für Feuerwaffen. Aber auch da sind das keine Waffen für jedermann, sondern nur für diese spezielle Klasse.
Und nein, es soll nicht jedes Setting möglich sein. Feuerwaffen sind für mich Steampunk und der ist für ein Fäntelalter-Setting wie Splittermond zu modern. Ich kann damit leben, dass sie existieren, hätte aber Probleme damit, wenn sie zu gut sind.

PS: Der klassische Zwerg benutzt Hiebwaffe oder Armbrust.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Tena Breuer am 14 Feb 2019, 08:36:37
Von Lucean fühle ich mich verstanden, ich kann auch damit leben, dass sie existieren, sie dürfen nur nicht zu gut sein, die Verlockung für wertemaximierende Powerplayer ist sonst zu groß und lenkt vom eigentlichen Rollenspiel ab. Gerade das ist für mich die Stärke an einem wie Gallendor richtig betont "Setting mit möglichst viel Handlungsfreiheit". Der Zwerg mit Büchse ist ja möglich, wenn ich ihm einen Hintergrund mit fernöstlichen Erfahrungen oder einem entsprechenden Kontakt bastle, klingt für mich nach einer guten Geschichte, die ich als Meister gerne mit einbauen würde. Wenn aber jeder zweite Spieler meint ein Drachenrohr führen zu müssen, weil es in der richtigen Kombination mit Meisterschaften und Zaubersprüchen zu einem One-Hit-Wonder werden kann ist es halt keine Besonderheit mehr und bestraft letztendlich den Spieler, der bereit war sich einen spannenden und stimmigen Hintergrund zu überlegen.

[...] Selbst wenn jemand aufgrund seines Hintergrundes das Drachenrohr trotz der unterlegenen Werte dem Bogen o.ä. vorzieht wird sich selbst der beste Rollenspieler irgendwann frustriert benachteiligt fühlen, weil der ebenfalls voll seinem Hintergrund entsprechende Jäger einfach einen Bogen nimmt und besser ist. Und dann auch noch die billigere Munition hat.
Diese potentielle Frustration muss man natürlich im Blick haben, sollte sich als Meister aber verhindern lassen - alleine durch die szenische Ausgestaltung, durch "glückliche" Nebeneffekte etc. Die Spieler sollten davon abgebracht werden ihre Charaktere zu vergleichen, sondern gemeinsam zu handeln und zusammen eine tolle Geschichte zu erleben zu der jeder einen Beitrag leistet, der über den ausgeteilten Schaden hinausgeht. Vielleicht ist der entsprechende Jäger ja gerade dadurch besonders gut, weil er länger auf die sich wieder aufrappelnden Gegner oder deren jetzt "derangierte" Rüstungslücken zielen kann. ...
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: TrollsTime am 14 Feb 2019, 08:46:11
@ Lucean
Der klassiche Zwerg konservativer Fantasy benutzt Axt und Armbrust und zaubert nicht...

Ich bin immer wieder beeindruckt, wie schnell man liberale Ausnahmen für sich in Beschlag nimmt, bei anderen Ausnahmen vom Klischee einem aber die Galle hochkommt, sorry...

Ich gebe zu, dass auch in den Settings, mit denen ich aufgewachsen bin, Feuerwaffen die Ausnahme oder gleich verboten waren.
Das hatte zum einen sicher den Grund, dass sich die ersten noch an Tolkien orientierte.
Warum dass dann auch der Fall war bei Rollenspielen (wie zB DSA in Teilen), die einen eher Grimm'schen Einschlag hatten, weiß ich nicht.

Sicher lag es auch daran, dass es bei den ohnehin nicht sonderlich ausgewuchteten Rollenspielen als auch bei denen, die mit Müh und Not damals grobes Balancing hinbekamen, schwierig war, diese Feuerwaffen, bei denen sich viele Sonderregeln aufdrängen, charmant regeltechnisch einzubinden. Als man dann die Erfahrungen und Ideen mit anderen Arten des Balancings und komplexeren Regeln hatte, gab es ein anderes Problem: Ein riesiger Rattenschwanz an Hintergrundsetzungen.

Deshalb taugt DSA gerade nicht als Beispiel!
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Bleibt der Spielstil:
Manche Spieler haben eine Abneigung gegen Feuerwaffen im Fantasy, muss man hinnehmen. Sehr wohl kann man diese Personen aber mal bitten in sich gehen und zu überlegen, dass diese nicht zwingend etwas mit Steampunk zu tun haben.
Gerade für die, die es bodenständiger wollen als High Fantasy, wäre mit einem Grimmschen Ansatz Feuerwaffen nicht mehr so das Problem, wenn mal länger drüber nachdenkt.
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Mein Geschmack:
-- Ein fortschrittlicher Gnom aus Darkardsmyr mit Muskete
-- Ein Vargentrapper mit Jagdgewehr
-- Ein edler Alb mit runenverziertem silbernen Zaubergewehr
Joah, wäre alles mein Ding ohne dass ich mich auch nur annähernd schon im gängigen Stempank fühlte.

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Zu guter Letzt mal wieder Balancing:
Wenn man mir zehn Waffen vorsetzt, erwarte ich, dass
-- KEINE von denen ein Nobrainer ist (und wenn dann ein ganz leichter). Ich hasse es, wenn leichte Powergamer auf die ewig gleichen Waffen zurückgreifen
-- HÖCHSTENS ein oder zwei ein Nogainer sind. Die sind in meinen Augen die Druckerschwärze nicht wert, wenn ich meinen radikalen Tag habe. Meistens sehe ich ein, dass insbesondere im Werkzeugwaffenbereich oder als kulturelle Skurilität, diese als Ausnahme(!) der Abrundung dienen könnten.
-- grundsätzlich alle Waffen hinreichend gebalanced sind. Das gilt insbesondere für solche Waffen, die schon mehrere Varianten haben oder auf mehrfach beschrieben sind
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Gallendor am 14 Feb 2019, 08:50:27
Bei den Tausenden Franchises fallen dir nur Warhammer und Warcraft ein? Tut mir leid, aber das empfinde ich als amüsant, dass du ein Tabletop-Spiel und ein MMORPG aufführst. Beim Urvater D&D kamen Feuerwaffen selten vor, und dann eher in obskureren Settings, DSA hat keinerlei Feuerwaffen, lediglich Pathfinder bietet mit dem Gunslinger schon in der ersten Klassen-Erweiterung eine Option für Feuerwaffen. Aber auch da sind das keine Waffen für jedermann, sondern nur für diese spezielle Klasse.
Und nein, es soll nicht jedes Setting möglich sein. Feuerwaffen sind für mich Steampunk und der ist für ein Fäntelalter-Setting wie Splittermond zu modern. Ich kann damit leben, dass sie existieren, hätte aber Probleme damit, wenn sie zu gut sind.

PS: Der klassische Zwerg benutzt Hiebwaffe oder Armbrust.

Finde ich recht umverschämt jetzt nicht mehr sachlich zu bleiben. Was ist an meinen Beispielen so falsch? Ich habe Phantasy-Franchises im allgemeinen angeführt. Sämtliches außerhalb des P&P Universums nicht als Argument zu werten finde ich nicht OK. Es wurde ausdrücklich von den Machern doch gewünscht, dass den Spielern möglichst keine Grenzen für ihr eigenes Setting zu geben. DAS war eines der Hauptmerkmale mit denen sie Splittermond doch anfangs beworben haben!!!
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: TrollsTime am 14 Feb 2019, 08:55:04
Von Lucean fühle ich mich verstanden, ich kann auch damit leben, dass sie existieren, sie dürfen nur nicht zu gut sein, die Verlockung für wertemaximierende Powerplayer ist sonst zu groß und lenkt vom eigentlichen Rollenspiel ab. Gerade das ist für mich die Stärke an einem wie Gallendor richtig betont "Setting mit möglichst viel Handlungsfreiheit". Der Zwerg mit Büchse ist ja möglich, wenn ich ihm einen Hintergrund mit fernöstlichen Erfahrungen oder einem entsprechenden Kontakt bastle, klingt für mich nach einer guten Geschichte, die ich als Meister gerne mit einbauen würde.
Warum diese Zwänge? Warum muss sich ein Spieler erst einem ganz bestimmten Spielstil unterwerfen?
Vielleicht gefällt dem Spieler auch nur die Waffe, dann lass ihn doch und lass IHN entscheiden, WELCHE Erklärung er dafür hat und sei es nur "Neuester Stand der Forschung in Sindelfingen, basta"
Zitat
Wenn aber jeder zweite Spieler meint ein Drachenrohr führen zu müssen, weil es in der richtigen Kombination mit Meisterschaften und Zaubersprüchen zu einem One-Hit-Wonder werden kann ist es halt keine Besonderheit mehr und bestraft letztendlich den Spieler, der bereit war sich einen spannenden und stimmigen Hintergrund zu überlegen.
Das ist ja wieder was anderes. Ich mag weder Nobrainer (Waffe wesentlich zu gut im Vergleich zu anderen) noch Nogainer (Waffe wesentlich zu schlecht). Beides sollte man verhindern.

Umgekehrt wird nämlich auch ein Schuh raus: Es gibt Systeme, da hat der gewonnen, der zuerst "Zhouyang" o.ä. gerufen hat, weil der Hintergrund dann zu einem übermäßigen Vorteil berechtigt. Das kann's doch nicht sein...

Zitat
[...] Selbst wenn jemand aufgrund seines Hintergrundes das Drachenrohr trotz der unterlegenen Werte dem Bogen o.ä. vorzieht wird sich selbst der beste Rollenspieler irgendwann frustriert benachteiligt fühlen, weil der ebenfalls voll seinem Hintergrund entsprechende Jäger einfach einen Bogen nimmt und besser ist. Und dann auch noch die billigere Munition hat.
Diese potentielle Frustration muss man natürlich im Blick haben, sollte sich als Meister aber verhindern lassen - alleine durch die szenische Ausgestaltung, durch "glückliche" Nebeneffekte etc. Die Spieler sollten davon abgebracht werden ihre Charaktere zu vergleichen, sondern gemeinsam zu handeln und zusammen eine tolle Geschichte zu erleben zu der jeder einen Beitrag leistet, der über den ausgeteilten Schaden hinausgeht. Vielleicht ist der entsprechende Jäger ja gerade dadurch besonders gut, weil er länger auf die sich wieder aufrappelnden Gegner oder deren jetzt "derangierte" Rüstungslücken zielen kann. ...
Sorry, aber das ist ein bisschen oberlehrerhaft. Zumal auch in gewachsenen Gruppen nicht jeder Spieler exakt den gleichen Spielstil hat und viele Spieler gemischte Stile in sich vereinen.
Für eine gute Story bin ich jederzeit zu haben und mein fiktiver Nachbar auch.
Nichtsdestotrotz möchte man auch mal "kämpfen(tm)", "Würfel rollen" oder "Dungeon Crawlen" oder sich einfach mal zurück lehnen und seinen SC blutig' Ernte halten lassen.
Und da kann es doch nicht sein, wenn alle im Moment szenischen Spiels gleichermaßen befriedigt sind, aber in dem Moment, wo man mal etwas mehr mit schlichtem "Spielregelspiel" zu tun hat, der ewig gleiche Bogenschütze im Vorteil ist und der Büchsenschütze das Nachsehen hat.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Tena Breuer am 14 Feb 2019, 09:17:42
Vielleicht gefällt dem Spieler auch nur die Waffe, dann lass ihn doch und lass IHN entscheiden, WELCHE Erklärung er dafür hat und sei es nur "Neuester Stand der Forschung in Sindelfingen, basta"
Ist finde ich auch eine gute Erklärung. Wobei das "basta" mich schon wieder stört. Nadem Motto: "Lass mich und hör auf mit dem Hintergrund zu nerven!" Der Spieler sollte sich doch dann freuen, wenn extra seinetwegen ein Waffenexperte aus Sindelfingen auftaucht und anbietet, die noch nicht voll entwickelte Munition auszutauschen, oder ihn mit einem geheimen Auftrag nach Zhoujiang schickt, oder Ähnliches.
Kreativer Oberlehrer halt ;)

Aber ich gebe Dir vollkommen recht, dass man die Bedürfnisse der Gruppe im Blick behalten muss und die können natürlich sehr unterschiedlich sein. Jeder Spieler sollte auf seine Kosten kommen.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Gallendor am 14 Feb 2019, 09:30:45
PS: Der klassische Zwerg benutzt Hiebwaffe oder Armbrust.

Ich finde das stimmt in mancherlei Hinsicht nicht. Wenn man nun Tolkien als den Schöpfer des klassischen Zwerges betrachtet dann sei gesagt, dass viele Zwerge dort Schwerter und eher Bögen nutzten.

Und ich denke viele würden hier sicherlich zustimmen, dass Warhammer und Warcraft (und ich rede jetzt nicht explizit von irgendeinem Teil wie dem MMO WoW) die klassische Phantasy prägten und selbst sich zu den Klassikern zählen lassen dürfen.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: SeldomFound am 14 Feb 2019, 09:36:36
Ich denke auch, dass es hier fehl am Platz ist zu viel über Spielstile zu reden. Hier geht es in erster Linie um die Regeln wie sie offiziell vorgegeben sind und ob die vielen Nachteile eines Drachenrohres durch die wenigen Vorteile dieser Waffen regeltechnisch ausgeglichen sind.

Als jemand, der einen zwergischen Büchsenschützen spielt, kann ich sagen, dass die Attributsverteilung schon mal für einen Zwerg ideal ist. Über die Tauglichkeit im Kampf kann ich für dieses Charakterkonzept noch nicht viel sagen... weil es bislang zu keiner Gelegenheit für einen Fernkampf kam. Wer als Fisch geradewegs in ein Monster hineingespült wird, eine Dunkelfee durch verwinkelte Gänge verfolgt oder vor einer Meute Orks davon laufen muss, hat nicht viele Möglichkeiten den Fernkampf zu testen. XD

Ein Tipp, den mir der Redakteur des Zhoujiang-Bandes gab, war die Feuerwaffe wie im Film Prinzessin Mononoke im Vorfeld zu laden: Also Schwarzpulver und Kugel rein und dann das ganze wasserdicht verpacken. Im Kampf kann man dadurch für den ersten Schuss bis zu 2 Ticks sparen, sofern man mit den entsprechenden Optionalregeln spielt.


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Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Loki am 14 Feb 2019, 09:41:43
Allerdings ist die Regel für das Laden einer Schusswaffe im Vorfeld eine Optionalregel, die entsprechend abgesprochen werden müsste, oder?

LG

PS: Die Diskussion über die Assoziation von Zwergen mit Äxten finde ich sehr interessant, hat mit diesem Thread allerdings nichts zu tun. Ich rege an, sie in einem anderen Thread fortzuführen (Diskussionsmaterial dafür: [1] (https://antwortenhier.me/q/Warum-werden-zwerge-normalerweise-wie-xte-behandelt-25229258266), [2] (https://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/OurDwarvesAreAllTheSame), [3] (https://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/AnAxeToGrind)).
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: SeldomFound am 14 Feb 2019, 09:44:41


Allerdings ist die Regel für das Laden einer Schusswaffe im Vorfeld eine Optionalregel, die entsprechend abgesprochen werden müsste, oder?

LG
l.

Das stimmt und das habe ich auch geschrieben.

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Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Gallendor am 14 Feb 2019, 09:50:57
Ein Tipp, den mir der Redakteur des Zhoujiang-Bandes gab, war die Feuerwaffe wie im Film Prinzessin Mononoke im Vorfeld zu laden: Also Schwarzpulver und Kugel rein und dann das ganze wasserdicht verpacken. Im Kampf kann man dadurch für den ersten Schuss bis zu 2 Ticks sparen, sofern man mit den entsprechenden Optionalregeln spielt.

Meinst du die Regel "Verkürzte Vorbereitung im Fernkampf" aus dem GRW? Wieso genau 2 Ticks?
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: SeldomFound am 14 Feb 2019, 09:57:18


Ein Tipp, den mir der Redakteur des Zhoujiang-Bandes gab, war die Feuerwaffe wie im Film Prinzessin Mononoke im Vorfeld zu laden: Also Schwarzpulver und Kugel rein und dann das ganze wasserdicht verpacken. Im Kampf kann man dadurch für den ersten Schuss bis zu 2 Ticks sparen, sofern man mit den entsprechenden Optionalregeln spielt.

Meinst du die Regel "Verkürzte Vorbereitung im Fernkampf" aus dem GRW? Wieso genau 2 Ticks?

Weil du 2 Ticks einsparst, wenn du den Pfeil schon auf der Sehne hast. Dann sollte die Kugel im Rohr auch 2 Ticks einsparen.

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Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: TrollsTime am 14 Feb 2019, 10:05:00
Vielleicht gefällt dem Spieler auch nur die Waffe, dann lass ihn doch und lass IHN entscheiden, WELCHE Erklärung er dafür hat und sei es nur "Neuester Stand der Forschung in Sindelfingen, basta"
Ist finde ich auch eine gute Erklärung. Wobei das "basta" mich schon wieder stört. Nadem Motto: "Lass mich und hör auf mit dem Hintergrund zu nerven!" Der Spieler sollte sich doch dann freuen, wenn extra seinetwegen ein Waffenexperte aus Sindelfingen auftaucht und anbietet, die noch nicht voll entwickelte Munition auszutauschen, oder ihn mit einem geheimen Auftrag nach Zhoujiang schickt, oder Ähnliches.
Kreativer Oberlehrer halt ;)

Aber ich gebe Dir vollkommen recht, dass man die Bedürfnisse der Gruppe im Blick behalten muss und die können natürlich sehr unterschiedlich sein. Jeder Spieler sollte auf seine Kosten kommen.

Ja, bitte entschuldige meine etwas echauffierte Ausdrucksweise.
Das ganze triggert bei mir aus verschiedenen Gründen.

Ich versuche, meine Ansicht mal etwas plastischer darzustellen.

1) Annahme: Die Waffe sei nicht bzw nicht wesentlich overpowered. Der Spieler wählt sie
a) weil er sie schön findet
b) weil sie gut in ein spieltechnisches Konzept passt (Das KANN zwar Powergaming sein, aber gleichberechtigtes, das sich eben nicht auf Nobrainer stützt).

2) Hintergrund: Da hat er jetzt verschiedene Möglichkeiten:
a) Eng am Hintergrund: Halt das (wertungsfreie) Abziehbild, wie es auf Seite X im Buche Y steht
b) "Gedehnter" Hintergrund: Wie gelangt diese exotische Waffe in meine Hände? Oder: Wie gelangt diese Waffe in meine exotischen Hände?
c) Neuer Hintergrund: Es ist nicht Waffe X, sondern Waffe X1 und sie wurde nicht in Y, sondern in Z entwickelt. Oder: Auf Basis von Waffe X in Y wurde jetzt in Z eine X1 entwickelt. Alternativ eine andere Waffe mit komplett anderem Hintergrund, aber der Gleichen "Werte-Blaupause".
d) "Es wird ingame schon eine Erklärung geben": Man erklärt eh nie ALLES an seinem Charakter. Ich halte es daher für angemessen, dass man den Hintergrund für manche exotische Ausrüstung ausspart oder auf später verschiebt.

Das ganze noch in den Varianten
I) Ausführlich
II) Kurz und bündig

----
Bei der Wahl von Nobrainern bin ich da empfindlicher.... Nur bin ich dann in jedem Fall empfindlich, auch wenn es zum Hintergrund 1:1 passt.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Gallendor am 14 Feb 2019, 10:05:54


Ein Tipp, den mir der Redakteur des Zhoujiang-Bandes gab, war die Feuerwaffe wie im Film Prinzessin Mononoke im Vorfeld zu laden: Also Schwarzpulver und Kugel rein und dann das ganze wasserdicht verpacken. Im Kampf kann man dadurch für den ersten Schuss bis zu 2 Ticks sparen, sofern man mit den entsprechenden Optionalregeln spielt.

Meinst du die Regel "Verkürzte Vorbereitung im Fernkampf" aus dem GRW? Wieso genau 2 Ticks?

Weil du 2 Ticks einsparst, wenn du den Pfeil schon auf der Sehne hast. Dann sollte die Kugel im Rohr auch 2 Ticks einsparen.

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Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es sinnvoll wäre wenn man das Bereitmachen einer Feuerwaffe oder einer Armbrust aufteilen würde in Laden und Bereitmachen.

Hierfür wäre ein neues Waffenmerkmal z.B. "Laden" sinnvoll, welche einen Tickaufwand für das Laden der Waffe vorschreibt. Das eigentliche Bereitmachen müsste dann entsprechend korrigiert werden. Das würde viel Klarheit schaffen und man kann besser nachvollziehen, dass eine bereits geladene Waffe schneller Abschussbereit ist.

Nach den jetzigen Regeln wirkt es ja so, als ob das Laden einer Schusswaffe mit dem Anlegen eines Pfeiles gleichzusetzen wäre und nur 2 ticks benötigt. Da herrscht ein wenig Nachholbedarf. Glaube ich...
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Gallendor am 14 Feb 2019, 10:06:39
*doppelpost gelöscht*
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Yinan am 14 Feb 2019, 10:15:52
Da herrscht ein wenig Nachholbedarf. Glaube ich...
Nein. Weil das eine rein simulationistischer Bedarf ist, der aber eher im Weg von Balancing steht.
Armbrüste und Bogen werden gleich behandelt genau um dafür zu sorgen, dass sie gebalanced sind.

Das Problem ist nur, dass die Feuerwaffen nicht rein passen ins balancing weil die mMn auch viel zu schlecht sind (oder ein "Nogainer", wie TT es nennt).
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Turaino am 14 Feb 2019, 10:33:54
Ehrlich gesagt verstehe ich nicht ganz, wieso sich so stark darüber aufgeregt wird, dass die Waffen eher für eine Nische sind, ich denke da gibt es mehrere in Splittermond. Tatsächlich ist die Waffenvarietät in meiner Gruppe ziemlich gering, es werden nur 4 oder 5 verschiedene Waffen genutzt (seit 3 Jahren). Und das ist meiner Ansicht nach auch in Ordnung, weil die Konzepte eben von einer Hauptwaffe ausgehen, die immer gut sein soll. Ist bei Zaubern auch so ähnlich.
Feuerwaffen haben große Nachteile (enorme WGS, grßere Auslösezeit, Betäubend) aber auch einen guten one-hit-Schaden und das Merkmal Umwerfend ist soweit ich weiß die einzige nicht-magische Möglichkeit einen Gegner über DIstanz umzuwerden, wobei das sogar mit sehr großen Gegnern funktioniert. Dabei bekommen sie auch noch mal eben im Schnitt 18+ Schaden und verlieren Ticks, was für einen Treffer gut ist. Geht man etwas mehr auf das Konzept haut man instant mehr als 2 Lebensleisten weg. Kombiniert man das mit Geschossmagie hat sichs mit dem Gegner schon erledigt (Rankenpfeil + verzaubertes Geschoss z.B.).
Aufgrund der hohen WGS geht das nur 2-3 mal im Kampf oder (sehr gut) bei einem Hinterhalt. Das ist nicht häufig, aber ausreichend meiner Ansicht nach. Es kann halt nicht gut als Hauptwaffe genutzt werden, aber als situationale Nebenwaffe ist ein Drachenroh extrem gut geeignet (Wie auch viele Zauber).
Und vom Ermöglichen vieler Konzepte her scheint es mir auch in Ordnung. Ja, der reine Büchsenschütze, der sich nicht anders zu wehren weiß ist nicht so stark, aber machbar. Will man immer so stark sein wie Schnellschütze 2 + voll verbesserter Kurzbogen mit Verzauberungen klappt das halt auch nur mit genau dem, da geht wohl Stärke vor Konzept.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: TrollsTime am 14 Feb 2019, 11:00:21
Turainos ersten Absatz kann ich nicht nachvollziehen.
Mein Gnomberserker verwendet je nach Situation Kriegshammer, Stangenkeule, Streithammer oder gar Schlagstock. Als nächste Baustelle steht der Vargenbogen an.

Unser Alb verwendet den Albenborgen. Der Sekundärcharakter unseres Cederionspielers den Wynthagbogen. Unser Priester kämpft mit 2 Kopeshim. Cederion mit Schwert und Schild oder Zweihänder, jetzt gerade aber die Flamberge.
Unser Feuermagier kämpft nicht.

Damit habe ich die Spannbreite an Waffen in der Runde, die ich sehr schätze. Bei anderen Systemen war sie enger.
Dort, wo die Spieler dennoch eine weite Spannbreite wählten, gingen sie stets Nachteile ein gegenüber dem "Nobrainer".
Das ist bei Splittermond anders. Das schätze ich sehr.
----

Die restlichen Absätze haben mich aber überzeugt.
Anscheinend IST das Drachenrohr hinreichend gebalanced, WENN man die weiterführenden Meisterschaften mit ein bezieht ODER wenn man sich auf "Umwerfen" konzentriert.

Danke dafür.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Myriko am 14 Feb 2019, 11:01:42
Ich habe gerade noch einmal nachgerechnet um sicher zu sein das kein Fehler vorgekommen ist.
Feuerwaffen sollen, auf höheren Heldengraden, nicht schlechter sein.

Es war Designziel das die Feuerwaffen nicht direkt eine Alternative zu Armbrüsten und Bögen sind. Das war eine Vorgabe von der Weltredaktion, welche das Spielgefühl in Lorakis im Gesamten im Blickt haben will. Und ja, auch bei einem "Kitchensink" Setting wie Lorakis halte ich das für sehr relevant. Gerade da ist es bisweilen schwer ist das so auszutarieren, dass diese unterschiedlichen Gebiete sich dennoch soweit nachvollziehbar zusammenfügen.

Um dies zu erreichen haben wir mehr Meisterschaften für Feuerwaffen als Voraussetzung genommen damit diese konkurrenzfähig werden. Damit wollten wir zum einen erreichen das Feuerwaffen erst bei ausgebildeten Leuten effektiv werden, und das gemeine Volk dementsprechend zuerst auf die "normalen" Waffen (Bogen, Armbrust) zurückgreift. Aber dafür sind diese "spezial" Meisterschaften auch effektiver als "normale" Meisterschaften.

Damit Feuerwaffen aber auch entsprechend besonders sind haben wir ihnen etwas bis dahin einzigartiges gegeben. Sie haben ein Eingebautes Manöver, welches keine auslöse EG's benötigt. Ich glaube dieser Umstand das hier für den Spezialeffekt kein EG zum auslösen benötigt wird, wird nicht ausreichend bedacht. Zudem hat das Umwerfend ja auch noch den Vorteil das das Ziel immer 2 Ticks verliert. Ohne Regelung, dass es davon nur einmal betroffen sein darf.

Wenn man jetzt will das Feuerwaffen in seinem Lorakis genauso häufig angewendet werden wie Bogen und Armbrüste könnte man einen Teil der Spezialmeisterschaften rausrechnen, sodass nur die "echten" Boni übrig bleiben. Und diese den Feuerwaffen direkt gibt. Zudem aus Umwerfend ein Merkmal machen das nur mit einer Entsprechenden Meisterschaft dieses Manöver erlaubt. Und dann z.b. Eine Meisterschaft, welche die 2 Tick Verlust hinzufügt und eine welche das auslösen des Manövers ohne EG Einsatz und vorherige Ansage.

Aktuell ist es schlichtweg so das Umwerfend DAS Argument der Feuerwaffen ist. Wem das nicht zusagt, sollte auf andere Waffen zurückgreifen. Aber das ist auch bei vielen Waffen so, welche Starke Merkmale haben. Eine Waffe mit viel Durchdringung ist für jemandem dem Durchdringung egal ist eine schlechtere Waffe.

Ich hoffe das Hilft weiter.

*Edit, klarer beschreiben was ich mit rausrechnen meine
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: SeldomFound am 14 Feb 2019, 11:02:36
@Gallendor Grundsätzlich ist das eine interessante Idee, solange man dabei die regeltechnischen Vor- und Nachteile im Kopf behält. Man könnte damit durchaus aber die unterschiedlichen Fernkampfwaffen und ihre Verwendung besser differenzieren.

Der Haken ist natürlich das es dann bestimmte Waffen auf pure Erstschlag-Waffen reduziert. Die sind gut für NSCs, aber nicht für SCs.


Übrigens auch meine abschließende Meinung zu den Feuerwaffen: Sie sind gute Waffen für NSC-Gegner, da sie die SCs ordentlich stören können.

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Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Turaino am 14 Feb 2019, 11:03:15
Turainos ersten Absatz kann ich nicht nachvollziehen.
Mein Gnomberserker verwendet je nach Situation Kriegshammer, Stangenkeule, Streithammer oder gar Schlagstock. Als nächste Baustelle steht der Vargenbogen an.

Unser Alb verwendet den Albenborgen. Der Sekundärcharakter unseres Cederionspielers den Wynthagbogen. Unser Priester kämpft mit 2 Kopeshim. Cederion mit Schwert und Schild oder Zweihänder, jetzt gerade aber die Flamberge.
Unser Feuermagier kämpft nicht.

Damit habe ich die Spannbreite an Waffen in der Runde, die ich sehr schätze.
----

Die restlichen Absätze haben mich aber überzeugt.
Anscheinend IST das Drachenrohr hinreichend gebalanced, WENN man die weiterführenden Meisterschaften mit ein bezieht ODER wenn man sich auf "Umwerfen" konzentriert.

Danke dafür.
Ja, die Waffenvielfalt ist bei uns tendenziell sehr gering :D Resultiert auch daraus, dass wir einen Spieler haben, der immer einen Krieger spielt und den minmaxt. Wenn man im Kampf noch was reißen möchte muss man im Normalfall dann das effektivste in Punkto Schaden nehmen.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: TrollsTime am 14 Feb 2019, 11:14:21
Antwort auf Turaino's Post auf PN ausgelagert.
Wenn mehrere Spieler einen Bedarf an einem Thread "Waffenvielfalt in Gruppen" haben, können wir gerne auslagern.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Gallendor am 14 Feb 2019, 11:16:29
Damit Feuerwaffen aber auch entsprechend besonders sind haben wir ihnen etwas bis dahin einzigartiges gegeben. Sie haben ein Eingebautes Manöver, welches keine auslöse EG's benötigt. Ich glaube dieser Umstand das hier für den Spezialeffekt kein EG zum auslösen benötigt wird, wird nicht ausreichend bedacht. Zudem hat das Umwerfend ja auch noch den Vorteil das das Ziel immer 2 Ticks verliert. Ohne Regelung, dass es davon nur einmal betroffen sein darf.

So habe ich das noch nicht betrachtet. Ich denke, ich habe mich zu sehr auf die DPS fokussiert. Ich werde jetzt dem Drachenrohr sicherlich mal eine Chance einräumen. Danke für den Post!

Dennoch: Mehr Varianten sind immer willkommen. Vielleicht orientiert sich die nächste Neuerscheinung ja mehr an den klassischen Distanzwaffen. :)
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Gallendor am 14 Feb 2019, 11:18:07
@Gallendor Grundsätzlich ist das eine interessante Idee, solange man dabei die regeltechnischen Vor- und Nachteile im Kopf behält. Man könnte damit durchaus aber die unterschiedlichen Fernkampfwaffen und ihre Verwendung besser differenzieren.

Der Haken ist natürlich das es dann bestimmte Waffen auf pure Erstschlag-Waffen reduziert. Die sind gut für NSCs, aber nicht für SCs.


Übrigens auch meine abschließende Meinung zu den Feuerwaffen: Sie sind gute Waffen für NSC-Gegner, da sie die SCs ordentlich stören können.

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Erstschlagwaffen für SCs finde ich eigentlich auch sehr interessant, da sie die allgemeine Vielfalt in der Gruppe erhöhen.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: SeldomFound am 14 Feb 2019, 11:48:05


@Gallendor Grundsätzlich ist das eine interessante Idee, solange man dabei die regeltechnischen Vor- und Nachteile im Kopf behält. Man könnte damit durchaus aber die unterschiedlichen Fernkampfwaffen und ihre Verwendung besser differenzieren.

Der Haken ist natürlich das es dann bestimmte Waffen auf pure Erstschlag-Waffen reduziert. Die sind gut für NSCs, aber nicht für SCs.


Übrigens auch meine abschließende Meinung zu den Feuerwaffen: Sie sind gute Waffen für NSC-Gegner, da sie die SCs ordentlich stören können.

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Erstschlagwaffen für SCs finde ich eigentlich auch sehr interessant, da sie die allgemeine Vielfalt in der Gruppe erhöhen.

Das müsstest du mir erklären, denn ich verstehe nicht, was du hier mit allgemeine Vielfalt meinst.

Mein Ausgangspunkt ist, dass Erstschlag-Waffen zwar NSCs ein nettes Feature geben können, bei SCs aber tendenziell zwischen zwei Extremen schwanken, was hier schon häufiger angesprochen wurde: Sie funktionieren gefühltermassen entweder zu gut oder zu schlecht. Denn man hat nur eine Chance für einen Erstschlag pro Kampf!

Spannende Kämpfe sollen in der Regel aber nicht mit dem ersten Angriff entschieden werden und müssen daher den Vorteil eines Erstschlag-Angriffes minimieren, entweder durch rasche Regeneration (Endboss heilt sich oder ruft neue Minions) oder durch Schadenspuffer.

Und das untergräbt ja irgendwie die Bedeutung des Erstschlages.

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Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: TrollsTime am 14 Feb 2019, 11:53:06
...
Mein Ausgangspunkt ist, dass Erstschlag-Waffen zwar NSCs ein nettes Feature geben können, bei SCs aber tendenziell zwischen zwei Extremen schwanken, was hier schon häufiger angesprochen wurde: Sie funktionieren gefühltermassen entweder zu gut oder zu schlecht. Denn man hat nur eine Chance für einen Erstschlag pro Kampf!

Spannende Kämpfe sollen in der Regel aber nicht mit dem ersten Angriff entschieden werden und müssen daher den Vorteil eines Erstschlag-Angriffes minimieren, entweder durch rasche Regeneration (Endboss heilt sich oder ruft neue Minions) oder durch Schadenspuffer.

Und das untergräbt ja irgendwie die Bedeutung des Erstschlages.

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Weil deine Folgerung falsch ist bzw zu schwarzweiß.

Der Erstschlag muss nicht "alles" entscheiden, sondern "einiges".
Spieler sind schon zufrieden, wenn sie aufgrund überlegener Taktik (und dazu gehört der Erstschlag wenigstens gefühlt) von bspw 7 Gegner frühzeitig 1 oder gar 2 erledigen können ODER
wenn man frühzeitig den Erzgegner unter den vielen Mooks schwächen kann (ungleich "töten").

Insofern: Dochja! Es soll gute Erstschlagswaffen geben.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Gallendor am 14 Feb 2019, 12:32:11
@SeldomFound
Was ich damit zum Ausdruck bringen wollte ist, dass insbesondere seitdem der Magieband erschienen ist, sich physische Kämpfer doch manchmal recht einfältig anfühlen und jedes bisschen Abwechslung einfach willkommen ist. Daher kamen mir die neuen Feuerwaffen wie Gewehre und Granaten gerade einfach recht.
Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: SeldomFound am 14 Feb 2019, 12:50:28


@SeldomFound
Was ich damit zum Ausdruck bringen wollte ist, dass insbesondere seitdem der Magieband erschienen ist, sich physische Kämpfer doch manchmal recht einfältig anfühlen und jedes bisschen Abwechslung einfach willkommen ist. Daher kamen mir die neuen Feuerwaffen wie Gewehre und Granaten gerade einfach recht.

Naja, das liegt aber nur daran, dass dein Fokus durch den Magieband verschoben wurde.

Zum physischen Kämpfer gehören ja alle Regeln bezüglich der Herstellung von Waffen und Rüstungen, kampfrelevante Meisterschaften in den allgemeinen Fertigkeiten sowie weitere Sonderaspekte wie Tiergefährten, Glaube oder besondere Munitionen. Und natürlich auch entsprechende Zauber!

Allerdings hängt dies halt auch vom SL ab, was hier alles relevant sein kann. Und Magie sollte dabei nicht ausgeschlossen werden. Ein Faustkämpfer, der im wahrsten Sinne des Wortes Schattenboxen kann, hat durchaus etwas für sich.

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Titel: Re: Verwendungszweck von Drachenrohren?
Beitrag von: Gallendor am 14 Feb 2019, 13:00:52


@SeldomFound
Was ich damit zum Ausdruck bringen wollte ist, dass insbesondere seitdem der Magieband erschienen ist, sich physische Kämpfer doch manchmal recht einfältig anfühlen und jedes bisschen Abwechslung einfach willkommen ist. Daher kamen mir die neuen Feuerwaffen wie Gewehre und Granaten gerade einfach recht.

Naja, das liegt aber nur daran, dass dein Fokus durch den Magieband verschoben wurde.

Zum physischen Kämpfer gehören ja alle Regeln bezüglich der Herstellung von Waffen und Rüstungen, kampfrelevante Meisterschaften in den allgemeinen Fertigkeiten sowie weitere Sonderaspekte wie Tiergefährten, Glaube oder besondere Munitionen. Und natürlich auch entsprechende Zauber!

Allerdings hängt dies halt auch vom SL ab, was hier alles relevant sein kann. Und Magie sollte dabei nicht ausgeschlossen werden. Ein Faustkämpfer, der im wahrsten Sinne des Wortes Schattenboxen kann, hat durchaus etwas für sich.

Das sehe ich genau so. Daher habe ich aus meinem derzeitigen Hauptcharakter auch einen Kavalleristen gemacht und plane in der Zukunft mit Schmiedekunst und dem heiligen Handwerk aus dem Götterband das noch interessanter zu gestalten.

Trotzdem klang ein schwer bewaffneter Zwerg mit Drachenrohr, Granaten, versteckten Fallen und einer Feuerlanze total interessant für mich, auch wenn das vielleicht nicht 1:1 so umsetzbar ist, wie ich mir das anfangs vorgestellt habe.