Splittermond Forum
Regeln => Allgemeine Regelfragen => Thema gestartet von: Belias am 24 Jul 2014, 16:55:56
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Hallo,
da ich gerade an einem Maptool-Ruleset (das ist ein Programm mit dem man Online-P&P spielen kann) für Splittermond herumbaue und dort automatisch die Erfolgsgrade einer Probe ausgeben lassen möchte, bin ich auf ein Regelfrage gestoßen: Ist ein Triumph immer ein Erfolg? Beim Patzer steht ja explizit, dass man immer unabhängig vom Würfelergebnis mindestens -1 Erfolgsgrad bei der Probe hat. Im GRW habe ich beim Triumph nichts derartiges gefunden.
Mal ein Beispiel:
Jemand würfelt 10,9 und hat einen Fertigkeitswert von 5 (24). Die Probe war aber SG 25. Folglich wäre zum aktuellen Zeitpunkt auf -0.
a.) Ist die Probe nun durch die drei weiteren Erfolgsgrade geschafft?
b.) Ist sie generell geschafft, selbst wenn der SG in diesem Beispiel 60 statt 25 wäre und die drei Erfolgsgrade nicht reichen würden?
c.) Ist sie generell bei beiden SGs (25 & 60) fehlgeschlagen, weil man den SG nicht erreicht hat und wie würde sich das in Form der Erfolgsgrade darstellen?
Ach und wenn ich schon dabei bin. Wenn man durch Patzer oder Triumph Erfolgsgrade hinzuaddiert, gelten dann 0 und "-0" als einzelne Stufen, die berücksichtigt werden müssen oder wird sie als Eine angesehen.
Z.B. hat man einen Patzer bei einer einfachen Probe (SG 15, 1,2 + Fertigkeitswert 13 = 16: Erfolgsgrad "+0") gewürfelt und würde dadurch um 3 Erfolgsgrade gesenkt.
Habe ich nun -2 oder -3 Erfolgsgrade?
Ich hoffe, dass ich mich halbwegs verständlich ausdrücken konnte.
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Also ein Triumph macht eine Aktion nicht automatisch erfolgreich. Die drei Erfolgsgrade erhält man nur dann, wenn die Probe "rechnerisch" gelungen ist.
Das heißt, du musst mit dem guten Würfelergebnis + Fertigkeitswert + alle möglichen Umstände die Probe geschafft haben. Erst dann kannst du von den 3 zusätzlichen Erfolgsgraden profitieren.
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Im GRW steht folgendes auf S. 18:
Ein Triumph erhöht die Erfolgsgrade zusätzlich
zum bereits guten Würfelergebnis um 3, sofern die Probe auch
rechnerisch gelungen ist.
Von daher...
a.) Ist die Probe nun durch die drei weiteren Erfolgsgrade geschafft?
Nein, die Probe wäre dann nicht geschafft.
b.) Ist sie generell geschafft, selbst wenn der SG in diesem Beispiel 60 statt 25 wäre und die drei Erfolgsgrade nicht reichen würden?
c.) Ist sie generell bei beiden SGs (25 & 60) fehlgeschlagen, weil man den SG nicht erreicht hat und wie würde sich das in Form der Erfolgsgrade darstellen?
Ich weiß jetzt nicht genau, ob das geändert wurde, aber es gab mal zumindest in der Beta die Regelung, dass du keine Probe werfen kannst, wenn die Schwierigkeit 20 Punkte über deinen Wert ist, wobei aber Boni mitzählen.
D.h. eine Probe gegen 30 mit einer Fertigkeitswert von nur 5, ging von vorneherein nicht, außer man benutzte zum Beispiel Magie und Ausrüstung sowie günstige Umstände um 11 oder 12 für den Wurf zu kommen.
Ich hoffe, dass ich mich halbwegs verständlich ausdrücken konnte.
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Ok, vielen Dank. Das hilft mir auf jeden Fall bei der einen Frage weiter. Bleibt nur noch die Frage, ob -0 als ein eigener Erfolgsgrad zählt und somit berücksichtigt wird, wenn man die 3 Erfolgsgrade bei einem Patzer abzieht.
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0 ist 0, und wird von Vorzeichen nicht beeinflusst.
-0 ist identisch mit +0, es ist ein und dieselbe Zahl.
Allgemeine Mathematik gilt auch hier.
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Ok, danke. Das macht es einfacher. Ich war nur am Zweifeln, da in der Erfolgsgradetabelle eine eigene Position bekam.
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Ich weiß jetzt nicht genau, ob das geändert wurde, aber es gab mal zumindest in der Beta die Regelung, dass du keine Probe werfen kannst, wenn die Schwierigkeit 20 Punkte über deinen Wert ist, wobei aber Boni mitzählen.
Im Beta-Regelwerk stand noch:
Gewürfelt werden darf eine Probe nur dann, wenn sie rechnerisch zu schaffen ist, d.h. wenn die Schwierigkeit höchstens 20 Punkte über der Summe aus Fertigkeitswert und Modifikatoren liegt.
Im Grundregelwerk (GRW) wurde diese Passage zusammengekürzt auf die oben zitierte Formulierung "sofern die Probe auch rechnerisch gelungen ist" (GRW, S. 18).
Das kommt auf's selbe hinaus. Wenn mein Fertigkeitswert (nach Verrechnung aller Boni/Mali) mehr als 20 Punkte unter der Schwierigkeit liegt, ist eine Probe sinnlos, da ich die Probe in jedem Fall nicht schaffen werde. Die Würfel können kein höheres Ergebnis als 20 liefern.
Das Thema wurde vor 11 Monaten schon einmal diskutiert (siehe den Beitrag "Triumph und Katastrophe" etwa ab hier (http://forum.splittermond.de/index.php?topic=248.msg12559#msg12559)), und die Probleme mit dem 20er-Deckel sind heute dieselben wie damals:- Ein Triumph bringt keine +3 EG, wenn die rechnerische Probe gescheitert ist. Aber eine Katastrophe bringt -3 EG, wenn die rechnerische Probe gelungen ist.
- Falls ich eine Probe mathematisch sicher schaffe, weil mein Fertigkeitswert nur 2 Punkte unter der Schwierigkeit liegt, muss ich dennoch würfeln, weil ich die Probe durch einen Patzer verreißen könnte. Umgekehrt ist dies bei einem Triumph nicht möglich.
- Am Tisch werden die seltenen "triumphale Situationen" abgewürgt. Eine eigentlich unmögliche Probe, die dank der +3 EG eines Triumphes noch gelingen würde, gilt regeltechnisch von vorne herein als verloren.
Wir hausregeln den 20er-Deckel in unserer Runde jedenfalls weg. Im ersten Schritt wird das Probenergebnis ohne Triumph/Katastrophe ermittelt, anschließend gibt es +/- 3 EG. Mit diesem Ergebnis wird dann weitergespielt.
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HAbe irgendwie das Gefühl, das Patzer und Triumphe nicht gleichwertig sind.
Bei einem Patzer ist die Probe automatisch gelungen und man hat maximal -1 Erfolgsgrad (oder schlechter), bekommt aber in jedem Fall -3 Erfolgsgrade.
Beim Triumph ist die Probe nur dann gelungen, wenn man mit dem Zahlenwert über die Probenschwierigkeit gelangt und nur dann kriegt man auch die +3 Erfolgsgrade.
Irgendwie passt das so gar nicht zusammen.
Hätte nicht ein einfaches "Bei einem Triumph bekommt man automatisch 3 Erfolgsgrade, bei einem Patzer verliert man automatisch 3 Erfolgsgrade" gereicht in Verbindung mit "Eine Probe ist gelungen, wenn der Erwürfelte Wert über der Schwierigkeit liegt oder man 1 oder mehr Erfolgsgrade insgesamt hat. In allen anderen Fällen ist sie misslungen"?
Man wird irgendwie wesentlich härter bestraft bei Würfelpech als das man bei Würfelglück belohnt wird...
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HAbe irgendwie das Gefühl, das Patzer und Triumphe nicht gleichwertig sind.
Bei einem Patzer ist die Probe automatisch gelungen und man hat maximal -1 Erfolgsgrad (oder schlechter), bekommt aber in jedem Fall -3 Erfolgsgrade.
Beim Triumph ist die Probe nur dann gelungen, wenn man mit dem Zahlenwert über die Probenschwierigkeit gelangt und nur dann kriegt man auch die +3 Erfolgsgrade.
Irgendwie passt das so gar nicht zusammen.
Hätte nicht ein einfaches "Bei einem Triumph bekommt man automatisch 3 Erfolgsgrade, bei einem Patzer verliert man automatisch 3 Erfolgsgrade" gereicht in Verbindung mit "Eine Probe ist gelungen, wenn der Erwürfelte Wert über der Schwierigkeit liegt oder man 1 oder mehr Erfolgsgrade insgesamt hat. In allen anderen Fällen ist sie misslungen"?
Man wird irgendwie wesentlich härter bestraft bei Würfelpech als das man bei Würfelglück belohnt wird...
Nun ja, genau deshalb gibt es ja auch Sicherheitswürfe, gerade weil Patzer schlimmer sind als Triumphe.
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... und den ein oder anderen Splitterpunkt der eingesetzt werden kann ;)
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... und den ein oder anderen Splitterpunkt der eingesetzt werden kann ;)
Wenn du einen Patzer würfelst, hilft dir auch ein Splitterpunkt nicht weiter.
Woraus man aber eine Regel machen kann, wenn man gerne das Ungleichgewicht ändern möchte, wäre, dass man für einen Patzer einen Splitterpunkt bekommt.
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stimmt - du hast Recht!
Da merk ich wieder wie "sattelfest" ich bei den Regeln noch bin :(
Grundsätzlich stört mich das Ungleichgewicht jedoch nicht ...
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Nun ja, genau deshalb gibt es ja auch Sicherheitswürfe, gerade weil Patzer schlimmer sind als Triumphe.
Und deshalb muss man auch nicht wuerfeln, wenn die Schwierigkeit um nur eins ueber dem Fertigkeitswert liegt - der Sicherheitswurf gelingt dann immer, also kann man sich das Wuerfeln sparen. Solange man nicht auf die Zahl der Erfolgsgrade Wert legt, heisst das.
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Ist es regeltechnisch korrekt mehr als 5 EG oder 5 nEG zu nutzen?
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GRW S.17: "Erfolgsgrade sind weder nach oben noch nach unten begrenzt."
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0 ist 0, und wird von Vorzeichen nicht beeinflusst.
-0 ist identisch mit +0, es ist ein und dieselbe Zahl.
Allgemeine Mathematik gilt auch hier.
Mathematisch mag das stimmen, aber hier verstehe ich das anders. EG 0 heißt ja, dass die Differenz zwischen Ergebnis und Schwierigkeit 0 bis 2 beträgt, und EG -0 entsprechend -1 bis -2 (GRW S. 17). Das sind eindeutig unterschiedliche Werte (machen sie doch den Unterschied zwischen geschafft und nicht geschafft aus) und für mein Verständnis daher auch jeweils eine eigene EG-Stufe.
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Es ist aber so, dass die EG absolut nichts über geschafft oder nicht geschafft aussagen.
Eine Probe die du geschafft hast, ist mit 0 EG nichts "besonderes". (einfacher Effekt, ohne Boni)
Eine Probe die du nicht geschafft hast, ist mit -0 EG ebenfalls nichts "besonderes". ("einfach kein" Effekt, ohne negative Auswirkungen) Im Normalfall ist die Probe demnach so knapp nicht gelungen, dass man hierbei keine negativen Auswirkungen spürt, außer das man etwas Zeit investiert hat.