Hallo Wandler,
vielen Dank für deine Geschichten, man merkt Deine Liebe und Dein Hintergrundwissen zu Zwingard an, daher hielt ich es auch für ausgeschlossen, dass Du grobe Fehler machen würdest, und habe diese Details entsprechend als clever platzierte Hinweise interpretiert.
Grund 2 scheint damit geklärt zu sein, und meine Grundvermutung bestätigt,
Was Grund 1 angeht:
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Letztendlich ist das nur meine Meinung, aber mein Eindruck entstand weil ich Barduns Bande eben als eine normale Abenteurergruppe wahrgenomen habe, vielleicht irre ich mich auch dabei.
Jede Spielleitung, aber auch jeder Rollenspieler und Autor interpretiert die offiziellen Werke.
Der Unterschied zwischen "normalen Abenteurergruppen" und "Söldnern" ist auch so ein Punkt. Ich sehe da (oft) keinen großen Unterschied. Barduns Bande war jedoch dem "Fachpublikum" bei dem Sängerwettstreit definitiv bekannt, und zwar eben als Söldner (sie haben mindestens zweimal als Söldner in Zwingard gearbeitet). Ich lasse offen, ob dieser Grund den Ausschlag für den 2. Platz gegeben hat.
Fenn jedenfalls spiegelt die Wahrnehmung eines Vorurteils wieder, was ebenfalls subjektiv ist.
Auch in "unserem" Lorakis gibt es edle Recken, die durch die Welt ziehen, sich für das Gute einsetzen und den Armen helfen. Aber die meisten Gruppen können von Erfahrungspunkten und dem von einem Dorf gesammelten Kupfer nicht leben.

Damit werden sie eben wieder zu Söldnern - oftmals jedoch mit Prinzipien.
Aber solche Punkte werden eben auch in Abenteuern und Geschichten wunderbar thematisiert, und dann kann jeder Spielleiter oder Spieler sich dieser Interpretation anschließen, oder anders deuten. Splittermond ist da explizit (insbesondere was Glaubensfragen angeht) offen und geht nicht sehr tief in die Konflikte.
Der Abenteuerbericht über die Kampagne in Takasadu ist dafür ein sehr gutes Beispiel:
https://forum.splittermond.de/index.php?topic=7898.0Wie viele Feuerwaffen werden eingesetzt, wie sind sie angesehen, wie start operieren Adelige selbstständig, wie reagiert die Bevölkerung verschiedener Landstriche, wie offen wird der Bürgerkrieg wirklich ausgetragen?
Es ist sehr schön zu sehen, dass sich jemand hier viele Gedanken gemacht, und die auch in den Abenteuern umgesetzt hat.
EDIT:
P.S.: In meiner Gruppe ist die Frage nach der Gruppenidentität ein häufiges Motiv. In der ersten (der Zwingard-Kampagne) wären einige Gruppenmitglieder ziemlich gekränkt gewesen, wenn man sie als Söldner bezeichnet hätte (obwohl sie das irgendwann einmal definitiv wurden). In der aktuellen Home-Brew-Kampagne gegen sich die Charaktere aktiv als Söldner aus, und gehen Kompromisse für diese Tarnung ein, nur um nicht als das erkannt zu werden, was sie sind: Anhänger und Agenten des "Alten Glaubens".
Das alles macht viel Spaß. Spielleitung und Spieler interpretieren und gestalten somit gemeinsam und aktiv die Welt.