Autor Thema: Umstieg von göttlicher auf "normale" Magie?  (Gelesen 1163 mal)

Finnix

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Re: Umstieg von göttlicher auf "normale" Magie?
« Antwort #30 am: 27 Apr 2021, 14:30:01 »
@ TrollsTime
Ja die Einschränkungen sind nirgends so stark wie beim Priester, hätten wir da nicht einen heftigen Nachteil für grade diese Stärke wie sie von vielen gewünscht wird? Darüber kann man sicherlich streiten.

Ob man es gut findet das Priester so hart sanktioniert wird ist echt eine Sache die man in seiner Runde persönlich ausmachen sollte. Und ja ich kann sehr gut damit leben, wenn es so ist, wie bisher in der Welt vorgesehen. Einem Spieler der für sich feststellt, das Priester sein nichts für seine char. ist, würde ich bitten, das mit mir abzusprechen als SL. Je nachdem wie lange der Charakter gespielt wurde, würden wir uns wahrscheinlich dazu entscheiden den Hintergrund entsprechend zu ändern, dann war er halt nie Priester. Bei Charakter die schon lange Priester sind, ist es tatsächlich, in meinen Augen, Situationabhänigi und nicht was man mit zwischen zwei Abenteuern abhandeln kann. Also wie schon öfters vorgeschlagen, eine langwierige Entwicklung, die für jeden expriester zu einem individuellen Ende führt.

Stewie

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Re: Umstieg von göttlicher auf "normale" Magie?
« Antwort #31 am: 27 Apr 2021, 14:42:42 »
Ich seh auch kein großen Grund das regeltechnisch seitens der Autor_Innen auszuformulieren. Regeltechnisch: streiche die Stärke Priester - fertig.
Innerweltlich muss das jede Gruppe mit sich selbst ausmachen, wie aufwendig oder einfach das gehen soll.

Bei Fertigkeitspunkten und anderen Stärken gibt es auch kein regeltechnisch ausformulierten weg die wieder los zu werden. Einzig bei Ressourcen wird angedeutet man könnte die verlieren. Um beim Ritter zu bleiben, der aufhören will Ritter zu sein, da steht im Regelwerk (S.75) nicht das man dann EP für Punkte in Stand erstattet bekommt. Wobei das bei Punkten die mit EP bezahlt worden sind, ja zumindest fürs balancing angebracht ist.

TrollsTime

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Re: Umstieg von göttlicher auf "normale" Magie?
« Antwort #32 am: 27 Apr 2021, 15:16:50 »
@ TrollsTime
Ja die Einschränkungen sind nirgends so stark wie beim Priester, hätten wir da nicht einen heftigen Nachteil für grade diese Stärke wie sie von vielen gewünscht wird? Darüber kann man sicherlich streiten.
Eine "nachgelagerte" Schwäche, die sich uU erst Jahre später auswirkt? Was hat das noch mit Balancing zu tun?
"Du darfst jetzt einige Jahre erleichtert zaubern!" "Was ist der Nachteil?" "Je KÜRZER du von diesem Vorteil Gebrauch machst, DESTO härter ist der Nachteil, denn von da an kannst du nimmer zaubern bis zum Karrierende!" "Äh, du meinst 'länger', du hast dich versprochen!" "Ne-neh: 'Kürzer' passt schon!"

Zitat
Ob man es gut findet das Priester so hart sanktioniert wird ist echt eine Sache die man in seiner Runde persönlich ausmachen sollte. Und ja ich kann sehr gut damit leben, wenn es so ist, wie bisher in der Welt vorgesehen. Einem Spieler der für sich feststellt, das Priester sein nichts für seine char. ist, würde ich bitten, das mit mir abzusprechen als SL.
Sollte man immer tun. Da ist der Priester nichts besonderes.
Zitat
Je nachdem wie lange der Charakter gespielt wurde, würden wir uns wahrscheinlich dazu entscheiden den Hintergrund entsprechend zu ändern, dann war er halt nie Priester. Bei Charakter die schon lange Priester sind, ist es tatsächlich, in meinen Augen, Situationabhänigi und nicht was man mit zwischen zwei Abenteuern abhandeln kann. Also wie schon öfters vorgeschlagen, eine langwierige Entwicklung, die für jeden expriester zu einem individuellen Ende führt.
Nochmals: Wieso! Bei keinem anderen Charaktergrobkonzept fährt man da so streng. Ich will nicht mehr Druide sein, sondern schule zum Buchmagier um? Spieltechnisch KEINERLEI Problem. Cederion, der Nullzauberer, wird langweilig? Kein Ding! Einfach mittelfristig entsprechende Attribute, Stärken und Magieschulen steigern, bitte sehr. OH, Ciderionspieler, du bist sogar fast VÖLLIG FREI darin, WIE du zaubern willst. Buchmagier? Druide? Hexer Hekarias? Alles kein Problem, zumindest regeltechnisch!
Du darfst sogar Priester werden.

Der Witz hier ist, SORUM ist das äußerst leicht und führt auch viel seltener zum Problem, den für den Umstieg ZUM Priester hatte der Spieler ja viel mehr Zeit, als wenn er sich zu Beginn dazu entscheidet.

So wird vielleicht klarer, warum mir das soviel Kopfschmerzen bereitet.
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"

Gorakar

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Re: Umstieg von göttlicher auf "normale" Magie?
« Antwort #33 am: 27 Apr 2021, 15:41:24 »
Um da mal kurz einzuschwenken: ich verstehe die ganze Diskussion für bereits als solche gespielte Priester nicht ganz.
Wenn ich das richtig sehe verliert eine Person mit der Stärke "Priester" den Zugang zur Magie doch nur wenn er/sie gegen die Prinzipien des bisherigen Glaubens verstößt und deswegen von der bisherigen Gottheit verstoßen wird, oder? In allen anderen Fällen kann es höchstens sein das die Person sich selbst nicht mehr für würdig hält Magie von der Gottheit zu erhalten und es deshalb schwerer hat Zauber erfolgreich zu wirken ("Glaubenskrise").
Bedeutet das nicht auch das jemand mit der Stärke "Priester" der seiner bisherigen Beschäftigung für die Gottheit nicht mehr nachkommen kann oder möchte, sich einfach ein anderes Beschäftigungsfeld suchen kann das nicht gegen die Grundprinzipien der Gottheit verstösst (selbst wenn eigentlich eine andere Gottheit in diesem Feld präsenter ist) ohne dadurch seine/ihre Magie einzubüßen?

Einige der Argumente in diesem Thread lesen sich für mich so als wäre "Priester" bei Splittermond ein eng umfasster Beruf mit klarem Betätigungsfeld. Dafür finde ich allerdings in den Büchern recht wenig Hinweise.

Xandila

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Re: Umstieg von göttlicher auf "normale" Magie?
« Antwort #34 am: 27 Apr 2021, 16:21:53 »
TrollsTime hat mich gerade (zu Recht) darauf aufmerksam gemacht, daß ich für Diskussionsbeiträge zu dem Thema im falschen Thread war, daher poste ich das hier nochmal:

Zitat
Wobei es dadurch für Ex-Priester einer Gottheit ja durchaus anderes Handlungspotential gibt: zum einen der Versuchung durch die Diener der Gefallenen zu widerstehen, aber auch vielleicht selber eine aktive Suche nach einer anderen Gottheit, der sie sich statt ihrer bisherigen verschreiben möchten.
Genug Götter hat Lorakis ja, so daß auch wenn man sich mit seinem bisherigen nicht mehr versteht und den nicht mehr unterstützen mag, es irgendwo doch einen geben sollte, der noch für einen passen kann.
(aus https://forum.splittermond.de/index.php?topic=7549.msg149493#msg149493)

Und ja, er hat mit seiner Antwort durchaus recht, wenn man das aus Spielersicht sieht:
In Splittermond könnten andere Chars tatsächlich theoretisch im Laufe der Zeit vollständig umgebaut werden durch anderes Steigern, während man die Stärke Priester nicht völlig loswird.
Wobei andererseits: auch der Umbau wird je nachdem, was aus was werden soll, nicht zu 100% klappen, weil man schon EP in anderen Sachen, die jetzt vielleicht unnötig sind, gebunden hat, während jemand, der von Anfang an in diese Richtung ging, keinen "Ballast" mit sich rumschleppt. Während rein von der Stärke Priester her ja nix dagegen spricht, daß man als Heilpriester Fleadynes anfing und irgendwann zu einem Glaubenskrieger von Nahid zu werden. Nur irgendeinem Gott muß man weiterhin dienen, damit man weiterhin zaubern kann. Eine 180°-Wende im Char ist dort demnach auch möglich. Oder eben das schon erwähnte Feenritual oder sowas. Und im schlimmsten Fall macht man eben das, was man in anderen Rollenspielsystemen, wenn man mit der Ausrichtung des Chars nicht mehr konform geht, meist in viel mehr Fällen tun muß: man baut eben einen neuen Char.

Finnix

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Re: Umstieg von göttlicher auf "normale" Magie?
« Antwort #35 am: 27 Apr 2021, 16:31:56 »
@ TrollTimes
Okay. So wie ich das sehe haben wir komplett andere Ansätze was den Bereich den Charakterkonzept ändern angeht. Ich hätte sowohl als spiel wie auch als Spielleiter ein Problem damit, wenn ein spielkonzept komplett umgeworfen wird und würde eher dazu tendieren einen neuen Charakter bauen zu lassen. Ansonsten muss der Charakter der seinen stand, klasse, rang usw. Eindeutig damit leben das er was verliert. Das ist in der Gruppe in der ich spiele auch für alle vollkommen in Ordnung. Wenn der reine Kämpfer auf einmal sagt ich möchte magie dazu lernen ist das ja auch kein Problem. Sagt er aber ich möchte meine Waffen ablegen und (um einen schönen Ausdruck von dir zu verwenden) Buchmagier werden auch okay. Dann muss er aber auch damit leben das sein Hammer klingwaffenskill Staub ansetzt und er den Rest sehr wahrscheinlich von Grund auf neu lernen muss. Für mich gehört das zu dem Spiel dazu. Ausnahmen würde ich bei ganz neu aufgebauten Charakterkonzepten machen die erst ein Abenteuer oder zwei gespielt wurden und der spiele merkt, das ist doch nicht das was er sich vorgestellt hat. Aber so ist das bei uns, dass muss nirgendwo anders so gehandhabt werden. Wir als Gruppe finden das für uns nur genau so richtig. Und deshalb ist es bei uns auch vollkommen klar, das wär seine Priester Stärke aufgibt, es echt schwer haben wird jemals wieder Magie zu wirken. Aber wie gesagt, dies bezieht sich explizit auf meine Gruppe.
 
Zu den faulen Eiern in Priester Ämter die hier immer mal wieder erwähnt werden, ichnkan mir nicht vorstellen, dass es davon viele gibt. Schließlich wird die Gottheit merken ob derjenige ihre Glaubensätze hochhält oder nur Lippenbekenntnisse leistet und so beschließen ob er ihrer Magie noch Wert ist oder nicht.

Ansosnten denke ich, bleibt es tatsächlich bei dem beliebten und oft zitierten Satz, jede Spielrunde kann es reglen wie sie es für richtig hält.  ;D

Wandler

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Re: Umstieg von göttlicher auf "normale" Magie?
« Antwort #36 am: 27 Apr 2021, 18:44:56 »
Ich sehe hier eigentlich auch kein Problem.
Es ist leichter als in praktisch allen anderen Systemen die ich kenne einen Priester zum "Nicht-Priester" zu machen. Abstimmung mit Gruppe, Stärke streichen - der Rest bleibt gleich. Keine Änderungen an Schulen, Zaubern, Fokus, Meisterschaften etc.

Innerweltlich kann man es anders regeln - und das geht manchem vielleicht gegen den Strich.
Aktionen haben Konsequenzen, und das gilt auch für den Charakterbau. Nur dass es für die Entscheidung Priester<->Nicht-Priester sehr viel einfacher ist wenn man das so zulässt als für alle anderen Entscheidungen.
Wie schon oben angeführt - wer Erfahrungspunkte für andere Bereiche eingesetzt hat kann sie dort nicht einfach wieder herausziehen. Bis zu einem gewissen Grad geht das beim Austausch innerhalf von Resourcen, aber sonst eben nicht.

Ich sehe also keine Notwendigkeit diese Systementscheidung kritisch zu bewerten. Wer für sich in der Gruppe die eigentlich nachvollziehbare Konsequenz "Stärke Priester" vollständig aushebeln will kann das tun. Alternativ - es gibt so viele Götter in Splittermond, und es ist eine Welt in der Götter Realität sind - also warum nicht einem anderen Gott dienen, einem mit "laschen Anforderungen"?

TrollsTime

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Re: Umstieg von göttlicher auf "normale" Magie?
« Antwort #37 am: 27 Apr 2021, 20:18:59 »
Agree to disagree?
Es sind jedenfalls viele schöne Ansätze dabei.
Ich denke, das ist das Beste, was wir daraus ziehen können : Viele schöne Vorschläge von "streng" bis "lasch", aus denen sich andere dann für ihre individuelle Problemlösung inspirieren lassen können.
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"