Autor Thema: Erstellung eines Settings für langfristige Kampagne  (Gelesen 905 mal)

Skavoran

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Hallo zusammen, ich wollte mich mal wieder an einer Kampagne versuchen, wobei erstmal das Setting bzw. die Grundaufstellung im Vordergrund steht, es soll um Machtkämpfe zwischen verschiedenen Adelssippen im Umfeld eines größeren Herrschersitzes gehen (wobei groß relativ ist, ein Herzogtum oder eine klassische Markgrafschaft wäre mir schon zu unübersichtlich).

Nachdem ich schon mit einigen Kampagnen in der Planungsphase gescheitert bin weiß ich welche Fehler ich vermeiden sollte.

Einmal ein zu offenes Setting bei dem jeder Spieler versuchen kann was er will (wäre für mich als SL okay, harmoniert aber mittelfristig kaum mit den Wünschen der anderen Spieler) aber auch eine klassische Kampagne mit festgelegten Einzelelementen (kann man auch machen, aber nimmt halt den Reiz die langfristige Entwicklung wirklich beeinflussen zu können).

Meine Strategie ist es die Abenteurer relativ klassisch mit einem vorgegebenen Abenteuerplot in das Setting einzuführen und dann im zweiten Schritt die Zügel zu lockern und ihnen die Möglichkeit zu geben sich so, oder so zu entscheiden bis sie irgendwann Teil des Settings werden und starke eigene Motivation haben die Handlung voranzutreiben, dann werde ich ihnen als SL auch nicht mehr im Weg stehen, aber es braucht halt eine Einführung vorher.

Grundidee ist, das sie zumindest am Anfang für den Regenten der Region arbeiten, damit sie ein gemeinsames Ziel haben und gleichzeitig erstmal über den Parteien stehen auch damit die Gruppe nicht direkt gespalten wird, weil die einen für Adelsfamilie a) und die anderen für b) sind.

Danach sollen erstmal kleinere Konflikte aufflammen, in die die Gruppe sich involvieren kann, aber nicht muss und nach und nach schälen sich dann Gegner und Verbündete heraus, wobei die Gruppe entscheidet, wen sie als solchen behandelt, anders als in klassischen Kampagnen.
Wild ist Lorakis schwer ist der Beruf

Skavoran

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Re: Erstellung eines Settings für langfristige Kampagne
« Antwort #1 am: 29 Sep 2020, 12:52:58 »
Was haltet ihr von der Grundidee? Kann das funktionieren und was bräuchte es auf jeden Fall noch?
Wild ist Lorakis schwer ist der Beruf

TrollsTime

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Re: Erstellung eines Settings für langfristige Kampagne
« Antwort #2 am: 29 Sep 2020, 13:03:53 »
Ich würde das dynamisch gestalten. Immer, wenn die Spieler ins Schwimmen geraten oder die Muse fernab in Nicaragua unter Quarantäne verweilt, würde ich einen Plot in der Hinterhand haben wollen. Dann arbeiten sie den ab und haben vielleicht neue Ideen, und wieder von vorne.
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"

Loki

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Re: Erstellung eines Settings für langfristige Kampagne
« Antwort #3 am: 29 Sep 2020, 13:13:45 »
Hi Skavoran,

die Idee finde ich gut, so oder so ähnlich habe ich das auch schon gemacht - hat bisher immer sehr gut funktioniert. Zwei Dinge gebe ich dir zu bedenken:

1.) Trägheitsmoment

Wenn du die Charaktere als Freunde oder Diener des Oberherrschers (Herzog, König, was auch immer) einführst, stehen die Chancen nach meiner Erfahrung nicht besonders hoch, dass sie sich von diesem jeweils ab- und irgendeinem anderen Adeligen zuwenden werden. Frei nach dem Motto "Mit dem haben wir gute Erfahrungen gemacht, warum sollten wir jetzt jenem trauen?". Das solltest du auf jeden Fall im Hinterkopf behalten und dich dementsprechend auch nicht davor scheuen, mal schlechtes Licht auf den initialen Verbündeten scheinen zu lassen, alleine um auch den Spielern auf einer Meta-Ebene klar zu machen, dass nicht zwangsläufig irgendeine Art von Treue verlangt wird.

2.) Größe

Du schreibst ja, dass dir ein Herzogtum oder eine Markgrafschaft schon zu unübersichtlich ist. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass sich nicht beliebig viele Adelige in einem beliebig kleinen Gebiet tummeln können. Wenn du also vor hast, ein abgegrenztes Herrschaftsgebiet mit mehreren kleineren Teilgebieten zu bespielen, empfehle ich dir auf jeden Fall, ein ausreichend großes Gebiet abzustecken. Einerseits will man ja genügend Adelige haben, damit überhaupt eine Dynamik entstehen kann (in Form von Intrigen, in die die Charaktere eingebunden werden), andererseits ergibt es eigentlich wenig Sinn, diese Adeligen so zusammenzupferchen, das - übertrieben gesagt - die Burgmauern aneinander grenzen. Sechs Grafen (nur als Beispiel), die gerade Mal über ihre eigene Burg und ein bisschen Land drumherum herrschen, spielen praktisch keinerlei Rolle am Hofe des Herzogs. Die haben kein Geld, keine Truppenstärke und kaum nennenswerte Bevölkerung. Wenn die Adeligen mächtig sein sollen, müssen sie entsprechendes Land (und eine entsprechende Anzahl Untertanen) haben. Und da du eben wie gesagt im Idealfall mit mehreren relevanten Adeligen spielen willst, wirst du mit einer Grafschaft und sechs untergebenen Vögten nicht weit kommen - da würde mir als Spieler ehrlich gesag auch schnell die Relevanz (und auch die Fallhöhe der Figuren) fehlen, gerade wenn man bedenkt, dass Spieler-Charaktere ja selbst mit Stand 3 oder 4 schon auf einem entsprechenden Niveau sein können.

Daher meine Empfehlung, auf jeden Fall mindestens ein Herzogtum oder eine Markgrafschaft herzunehmen. Das bedeutet ja noch lange nicht, dass du alle Vasallen bis zum letzten Junker ausformulieren musst - dafür gibts ja Namensgeneratoren.

Planst du bzw. ziehst du die Möglichkeit in Erwägung, dass einer oder mehrer der Abenteurer ebenfalls in den Hochadel aufsteigt?

LG
« Letzte Änderung: 29 Sep 2020, 13:16:23 von Loki »
„Erfahrung ist fast immer die Parodie auf die Idee.“
- Johann Wolfgang Goethe

Wandler

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Re: Erstellung eines Settings für langfristige Kampagne
« Antwort #4 am: 29 Sep 2020, 13:19:51 »
Ich würde die Charaktere an einen Platzhalter für den jeweiligen Herrscher binden - einen Hauptmann der Stadtwache, einen Höfling, oder selbst eine Dame aus dem Rotlichtmilieu die bestimmte Aufträge im Namen anderer verteilt.
Die Vorteile sind offensichtlich - die schon angesprochene Bindung kann leichter geändert werden, zwei Auftraggeber könnten konkurrieren wenn gewünscht, der Verlust dieser Bezugsperson könnte Steine ins Rollen bringen.

Mit solchen Szenarien habe ich schon gute Erfahrungen gemacht.

Mögliche Ideen:
  • Der eigentliche Auftraggeber wird später enthüllt
  • Der Mittelsmann fällt einem Attentat/Unfall/Entführung zum Opfer
  • Der Mittelsmann "füttert" die Gruppe an - gute Aufträge, gutes Geld
  • ...

Mit einem solchen Szenario kannst Du sehr unterschiedliche Aufträge vergeben, Miniabenteuer oder kleine Kampagnen, und als ein Teilziel wäre dabei das Herausfinden der Gemeinsamkeit - also - wer und warum?
Das könnte für schöne Enthüllungen sorgen und eine Kampagne als Motiv zusammen halten ohne dass es schon auf dem Etikett (Buchdeckel) stehen müsste.
Die Enthüllung könnte schrittweise geschehen - also - Adelshaus steht dahinter, dann, eine Person im Adelshaus, vielleicht ein Berater, bis dann die wirkliche treibende Kraft in Form einer Person sichtbar wird.

EDIT: Vorschläge für die Kampagne
« Letzte Änderung: 29 Sep 2020, 13:32:05 von Wandler »

TrollsTime

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Re: Erstellung eines Settings für langfristige Kampagne
« Antwort #5 am: 29 Sep 2020, 13:48:32 »
Wie wäre es mit einer Intrige innerhalb des Adelshauses?
Am Beispiel meines DSA2-5 - Adelshauses derer zu Borga (Namen stark vereinfacht)
1. Schritt:
Herzog Abelmir stirbt überraschend bei einem Reitunfall.
Boromir tötet seinen Bruder, den Thronfolger Balduin und schiebt den Mord dessen Sohn Carim in die Schuhe.
Carim flieht.
Carim kehrt Jahre später als mächtiger Magier zurück und bringt Boromir um. Carim flieht wieder, da so oder so gesuchter Mörder.
Corthos und Cohilde streiten sich um Boromirs Erbe. Cohilde lässt sich mit irgendeinem "Feind des Reiches" ein/betreibt schwarze Magie/whatever und wird vom Hofe gejagt.
Kurz nachdem Carim als verschollen gemeldet und für tot erklärt wird (tatsächlich steckt er nach einem magischen Unfall im Körper einer Ente fest, präsentiert das Handelshaus Xytobal nicht nur Beweise für die Morde des ermordeten Boromir, sondern auch noch den Erben Carims, den Jungspund Daniel.
Es kommt fast zum Eklat und "blutig Morden" zwischen Corthos Unterstützern, doch dann gibt Daniel seinem Großcousin den Bruderkuss und setzt ihn als Vogt ein. Fortan übernimmt Corthos die militärischen Belange und Daniel die wirtschaftlichen und repräsentativen Belange und zieht die heimatliche Burg mit dem Kapital des Handelshauses (mütterliche Verwandschaft) aus dem Schuldensumpf.
Der starke Corthos fügt sich in sein Schicksal, worauf auch seine schöne junge Frau Zarah maßgeblichen Einfluss hat. Friede, Freude Eierkuchen....
Quatsch...
Daniel hat eine Affäre mit Zarah. Daniel hält eine Ente in einem magischen Aviarium, bei der es sich tatsächlich um seinen Vater und eigentlichen Thronerben handelt.

Nebenbei gibt es noch den entfernten Verwandten Ritter von Eichenblatt zu Keilersfried, der die ganzen Skandale und Bluttaten der Vergangenheit zum Anlass nimmt, das Adelshaus bei "höherer Stelle" zu verunglimpfen, in der Hoffnung, dass der Kaiser Titel und Ländereien einzieht und an einen berechenbareren Zweig vergibt.

2. Schritt
Die SC kommen bei, beispielsweise erschlagen sie den noch immer spukenden Nachtmahr Boromir. Von da an können sie bei Hofe ungeachtet ihres Standes ein und ausgehen und haben eine gewisse (spielerfreundliche) Narrenfreiheit.
In dem Schritt können sie bereits die Geschichte des Adelshauses erfahren und bekommen den zweiseitigen Stammbaum in kleiner Schrift von einem pdf-legasthenischen SL ausgehändigt.  :D

3. Schritt
Die SC decken nach und nach alle Skandale auf und müssen/dürfen/wollen sich für eine Seite entscheiden:
-- Den kriegerischen Vogt Corthos?
-- den jungen charmanten Baron Daniel, der aber mehr Dämonen im Keller hat, als anfänglich erwartet?
-- den Ritter von gutem Leumund, der leider gleichzeitig (!) sehr intrigant ist, von Eichenblatt zu Keilersfried?
-- die Ente Carim, also den rechtmäßigen Baron, der aber schon zum Zeitpunkt seiner Rache als leicht wahnsinnig galt?
-- versuchen sie selbst einzuheiraten und sich breit zu machen?

4. Schritt
Die SC versuchen gerade ihre Sicht der Dinge mehr oder weniger gewaltfrei umzusetzen, da steht die gechasste Cohilde mit einem fremden Heer vor der Tür und die SC müssen sich plötzlich mit einer Seite verbünden, die sie vor einer Stunde noch bekämpft haben?

EDIT: Satzzeichen
« Letzte Änderung: 30 Sep 2020, 11:37:39 von TrollsTime »
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"

Skavoran

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Re: Erstellung eines Settings für langfristige Kampagne
« Antwort #6 am: 29 Sep 2020, 14:05:20 »
1.) Trägheitsmoment

Wenn du die Charaktere als Freunde oder Diener des Oberherrschers (Herzog, König, was auch immer) einführst, stehen die Chancen nach meiner Erfahrung nicht besonders hoch, dass sie sich von diesem jeweils ab- und irgendeinem anderen Adeligen zuwenden werden. Frei nach dem Motto "Mit dem haben wir gute Erfahrungen gemacht, warum sollten wir jetzt jenem trauen?". Das solltest du auf jeden Fall im Hinterkopf behalten und dich dementsprechend auch nicht davor scheuen, mal schlechtes Licht auf den initialen Verbündeten scheinen zu lassen, alleine um auch den Spielern auf einer Meta-Ebene klar zu machen, dass nicht zwangsläufig irgendeine Art von Treue verlangt wird.

Das Ziel soll nicht sein den Herrscher zu stürzen oder zu bekämpfen. Es geht eher darum, wer die besten Plätze in der zweiten Reihe kriegt und da ist es kein Widerspruch wenn man offiziell für den Herzog arbeitet und gleichzeitig Privatfehden ausfechtet, vielleicht auch zu Ungunsten der Position des Regenten, aber nie direkt gegen ihn.

Die Position des Landesherrschers und auch eine gewisse Abhängigkeit von ihm gehört zur Grundaufstellung, aber darüber hinaus gibt es noch ganz viel nebenbei oder auch entgegenstehendes zu den Verpflichtungen beim Landesherrscher. Direkt an ihn gebunden sollen die Abenteurer aber nur sein, wenn sie das auch wollen.

2.) Größe
Daher meine Empfehlung, auf jeden Fall mindestens ein Herzogtum oder eine Markgrafschaft herzunehmen. Das bedeutet ja noch lange nicht, dass du alle Vasallen bis zum letzten Junker ausformulieren musst - dafür gibts ja Namensgeneratoren.

Schwierig. Dein Einwand ist berechtigt. Gleichzeitig finde ich eine Kampagne in einem ganzen Herzogtum wirklich zu groß um einen Konflikt zu erzeugen, in den die Charakter glaubwürdig involviert sind.

Am besten wäre vielleicht ein Mittelding. Die Spieler arbeiten offiziell nur für einen einfachen Grafen, sind aber auch in das Intrigenspiel in anderen Teilen des Herzogtums involviert. Oder sie sind in einem kleineren Herzogtum, wo es nicht all zu viele Grafschaften und Adelssippen gibt.

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Skavoran

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Re: Erstellung eines Settings für langfristige Kampagne
« Antwort #7 am: 29 Sep 2020, 14:18:49 »
@Wandler

Ja das ist eine gute Idee mit dem Mittelsmann. Dann hat man auch immer eine Option mehr als wenn der Herzog direkt die Aufträge gibt, man kann nämlich auch gegen den Herzog arbeiten müssen unter Umständen oder umgekehrt, man interveniert beim Herzog gegen seinen Berater.

Hätte da auch schon eine Idee für eine interessante Konstellation zwischen Herzog und Mittelsmann, wo die Abenteurer ziemlich gefordert würden.
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Lyord

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Re: Erstellung eines Settings für langfristige Kampagne
« Antwort #8 am: 30 Sep 2020, 11:00:17 »
Schwierig. Dein Einwand ist berechtigt. Gleichzeitig finde ich eine Kampagne in einem ganzen Herzogtum wirklich zu groß um einen Konflikt zu erzeugen, in den die Charakter glaubwürdig involviert sind.

Am besten wäre vielleicht ein Mittelding. Die Spieler arbeiten offiziell nur für einen einfachen Grafen, sind aber auch in das Intrigenspiel in anderen Teilen des Herzogtums involviert. Oder sie sind in einem kleineren Herzogtum, wo es nicht all zu viele Grafschaften und Adelssippen gibt.

Du musst ja nicht das ganze Herzogtum bespielen. Für ein Intrigenspiel und den Kampf um den Platz in der zweiten Reihe reicht ja eigentlich nur der Hof des Herzogs. Also seine Burg/Schloss in dem sich einige der wichtigsten und mächtigsten Adlige des Herzogtums tummeln, sei es um selbst mehr Macht zu bekommen oder auch einfach nur um bei Verwaltungsaufgaben zu helfen. Man kann auch noch eine Stadt hinzuziehen, die sich um die Burg gebildet hat und auch noch Teile des Umlands, falls man Platz für ein Turnier oder eine Jagd braucht.
So hätte man den relevanten Adel an einem Ort, der geographisch abgegrenzt ist und braucht nicht durch das ganze Herzogtum ziehen.
Man darf niemandem weiter trauen, als man ihn werfen kann, und daran lässt sich nichts ändern, und deshalb schlage ich vor, dass wir einen trinken.

Wandler

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Re: Erstellung eines Settings für langfristige Kampagne
« Antwort #9 am: 30 Sep 2020, 12:30:57 »
Die Frage ist vielleicht mehr nach den Machtverhältnissen - HG1 Charaktere und Herzöge sind nicht auf gleicher Ebene, und nur wenn die Charaktere ständig Zünglein an der Waage spielen würden hätte das Sinn, meines Erachtens.
Stellvertreterkonflikte oder Mittelsmänner helfen das Problem zu lösen.
Skavoran meinte also wohl eher nicht geographische Größe sondern unter anderem Macht und Einfluss.

Ein Herzogtum in dem die Charaktere für Mittelsmänner arbeiten hat halt den Charme dass auch wenn die Charaktere mal HG2 oder 3 werden da noch etwas geht - eventuell nach eine Auslandskampagne (im Auftrag des Mittelsmanns oder ganz unabhängig davon).

SeldomFound

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Re: Erstellung eines Settings für langfristige Kampagne
« Antwort #10 am: 30 Sep 2020, 12:32:01 »
Ich hatte da mal so eine Idee, wo ich den Verlauf einer Kampagne skizziert habe. Kann das dir weiterhelfen: https://forum.splittermond.de/index.php?topic=1603.0

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Re: Erstellung eines Settings für langfristige Kampagne
« Antwort #11 am: 30 Sep 2020, 13:23:03 »
Hast du dir schon überlegt, welche Rolle die typischen Fantasyelemente spielen sollen: unterschiedlichen Rassen, unterschiedlichen Götter/Religionen, Magie?
Intrigen leben ja von Konflikten und wechselnden Loyalitäten. Und da können unterschiedlichen Religionen oder Rassen ja ganz massiv zu beitragen. Z.B. eine Rasse wird unterdrückt, es organisiert sich im Untergrund Widerstand; oder gar: nur eine bestimmte Rasse darf adlig sein; einer der Mächtigen will unbedingt eine bestimmte Religion fördern; ein weiterer will Magie möglichst einschränken, etc..
Ein anderes interessantes Thema sind Erbrecht, Heiratspolitik, usw.. Also wie genau wird man einer der Mächtigen? Gibt es Chancen für die Spielercharaktere da reinzukommen?
Solche Rahmenbedingungen solltest du denke ich vorab festlegen.

Wandler

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Re: Erstellung eines Settings für langfristige Kampagne
« Antwort #12 am: 30 Sep 2020, 14:47:29 »
Es gibt auch "theoretische" Überlegungen wie eine Kampagne gestaltet werden sollte. Da es kein konkurrierendes Produkt vom Uhrwerkverlag gibt - hier mal ein Blick über den Tellerrand: Die Autoren von Symbaroum leben selbst vor wie eine Kampagne aussehen kann - mit ihrer eigenen Kampagne "Chronik des Dornenthrons". Sie haben auch Überlegungen dazu in ihrem Spielleiterbuch (Symbaroum Gamemaster's Guide).
Da gibt es viel zu entdecken, angefangen vom Konflikt, den Parteien, der Entwicklung des Spannungsbogens, der Vorstellung der Hauptfiguren (direkt oder indirekt), dem ersten Höhepunkt (Offenlegung des Konflikts) bis hin zum epischen Finale.

Connla

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Re: Erstellung eines Settings für langfristige Kampagne
« Antwort #13 am: 04 Nov 2020, 12:17:24 »
Besser spät als nie:
Nach der Idee für das Setting braucht es eine Idee für die Geschichte, die du als SL erzählen möchte. Schreib eine halbe Seite mit der geplanten Geschichte, dann weißt du, ob du genug Fleisch für eine Kampagne hast und wie sie aussehen kann.