Autor Thema: Handelsrouten?  (Gelesen 306 mal)

Dr. Beckenstein

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Handelsrouten?
« am: 16 Apr 2020, 13:19:26 »
eine halbgare Idee von mir:

Die Handelsrouten auf Lorakis müssten in etwa wie eine moderene Straßenkarte aussehen:

Der internationale Handel läuft zum Großteil über die Mondpfade. Die Mondpfade wären also so etwas wie "Autobahnen".
Von den "Abfahrten" dieser Autobahnen führen wichtige "Bundestraßen" zur nächsten Abfahrt (Ioria - Sarnburg, Siprangu - Süd-Arkuri ...).
Die Abfahrten selbst sind über "Kreisstraßen" mit den Städten in der Umgebung verbunden.
Die Städte wiederum sind über "Feldwege" mit den umliegenden Dörfern verbunden. Einige der Kreisstraßen sind besonders ausgebaut, weil über sie nicht nur Luxusgüter fließen (z.B. Getreide nach Ioria).

Waren und Reisende kommen also über die Mondpfade / Autobahnen und fließen über das Netzwerk von "Nebenstraßen" zu den Käufern.

Was könnte über welche Autobahn transportiert werden?

Wo wären gute "Raststätten", und wie sähen sie aus?

Wie geht es weiter?



PS: Kampagnenidee - "Alarm für Hydra 12 - die Mondstraßenpolizei". Los, traut euch.  ;D
"Die Quelle alles Guten liegt im Spiel" - Friedrich Wilhelm August Fröbel, Erfinder des Kindergartens

TrollsTime

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Re: Handelsrouten?
« Antwort #1 am: 16 Apr 2020, 15:15:00 »
Hier irrst du m.E.:
Auch gut ausgebaute Mondpfade sind keineswegs "sicher" wie es eine gut ausgebaute Straße der gleichen Länge(!) wäre.

Sie sind lediglich Alternativen zu profanen Verbindungen zu Land und zu Wasser:
-- Fast immer in Sachen Zeit
-- Manchmal auch in Sachen Sicherheit
-- Hinreichend oft sind sie aber unsicherer

Ergo sind die Mondpfade von wenigen Ausnahmen abgesehen keine "Autobahnen", sondern eine kürzere und meist riskantere "abkürzende Fallstrecke" o.ä.. Bei besonders(!) sicheren Mondpfaden gäbe ich dir recht.

Viele Kaufleute werden kalkulieren und zwar jeweils für den Einzelfall:
-- Gibt es ein erhöhtes Risiko auf dem Mondpfad ggü dem Gesamtrisiko zu Land und zur See? Falls nein, nimmt er selbstredend den Mondpfad. Falls ja, s.u.
-- Rechnet sich ein Verlust von Waren aufgrund des größeren Ausfallrisikos uU über die Zeitersparnis? Das wird insbesondere bei Waren mit hoher erzielbarer Gewinnmarge der Fall sein. Bei Waren mit eher geringerer erzielbarer Gewinnmarge eher nicht.

Das sind natürlich individuelle Entscheidungen und unterschiedliche Kaufleute haben ein unterschiedliches Risikoverhalten, aber über die große Masse gleicht sich das aus.

Ergo:
1.) Es wird auch weiterhin in Lorakis bedeutende Handelswege zu Lande und zu Wasser geben, aber eben AUCH "zu Mondpfad". Je höher die Konkurrenz durch einen Mondpfad ist, desto unbedeutender sind Handelswege zu Lande und zu Wasser, sie fallen aber nicht vollkommen weg. Je sicherer und schneller ein Mondpfad im Vergleich ist, desto schädlicher ist das für den traditionellen Handelsweg und umgekehrt.
2.) Jeder Mondpfad, der aber auch für risikofreudige Kaufleute immerhin denkbar ist, wird aber - das gebe ich zu - den traditionellen Handelsweg etwas aufweichen.
3.) In jedem Fall wird ein Mondpfad, der nicht der Kategorie "sicherer Tod" entspricht oder aus anderen Gründen vollkommen unnütz ist, eine gewisse Form von Handel fördern und damit werden sich fast immer auch bedeutende Örtlichkeiten und damit Straßen an seinen Enden befinden. Meistens jedenfalls.
4.) Da Städte, sind sie erstmal da, schnell zu Selbstläufern werden, wird dies eine Auswirkung auf das Umfeld haben.

5.) Mithin beeinflussen die Straßenzüge "wg profanen Handelswegen" und die Straßenzüge "wg Mondpfaden" sich gegenseitig. Sie können sich schwächen oder verstärken je nach Umständen.

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TrollsTime

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Re: Handelsrouten?
« Antwort #2 am: 16 Apr 2020, 15:42:55 »
Aber ich spiel mal mit:

Gastronomie
Da würde ich unterstellen, dass da Reisende eher traditionell sind. Das führt wiederum dazu, dass sich die Küche in den beiden Mondpfadstätten sehr schnell mischt, um beide Arten Reisender was anzubieten.

Prostitution
Seit jeher ein Selbstläufer und die Kundschaft hat wohl weniger Anspruch als beim Essen...
Je gehobener das Angebot, desto eher wird man aber auch auf die Kultur der Kundschaft eingehen.

Religion
Hier denke ich neigt man zu zwei Extremen. Ist die Kultur tendentiell eher weltoffen, neigt sie zum Synkretisismus und Religionen werden schnell verschmelzen bzw Anleihen in Ritus etc. aneinander nehmen.
Ist die Kultur eher distanziert und reklusiv und eher aus "Pech" die eine Stadt am Ende des Mondpfades, kann es sein, dass dort eine eher harsche Auslegung des traditionellen Glaubens gepredigt wird aus Angst zu verwässern. Der fremde Glaube wird dann nur privat geduldet werden.
Oft wird es aber beide Strömungen (synkretisch vs reklusiv bzw fundamentalistisch) in ein und derselben Stadt geben nur halt in unterschiedlich starker Ausprägung.
Und in Lorakis hat uU ja auch noch der jeweilige Gott ein Wörtchen mitzureden.

Militär und magisches Militär
Das ist schon nicht schwach vertreten in Orten traditioneller Handelspfade. Am jeweiligen Ende eines Mondpfades tendiere ich eher zu stärker Präsenz:
Zum Einen kann ein Einmarsch der Nation "vom anderen Ende" wesentlich schneller stattfinden.
Zum Zweiten könnte auch Feenlord X mal auf die Idee kommen seinen Einflussbereich im Jenseits zu erweitern.

Magierakademien, Hexenzirkel etc
Sind traditionell an magischen Orten präsenter und sofern(!) sozialadäquat auch politisch strärker. Ergo in Städten am Ende eines Feenpfades stärker als am Ende eines profanen Handelspfades.

Architektur
Hier spielen fremde Einflüsse schnell herein und zwar insbesondere in der solventen Oberschicht. Man will seinen Reichtum ja zur Schau stellen und sei es nur, indem man so tut, als hätte man "drüben auch Aktien".
Die Unterschicht dürfte einen eher traditionelleren Baustil pflegen.

Mode
Für die Mode dürfte das in noch stärkerem Maße gelten. Auch für die Unterschicht, die gerne, wenn sie kann, von der Oberschicht abschaut.

Allgemeines zu "feeischen Einflüssen"
-- Feenkulte beeinflussen die Religion und den Aberglauben gleichermaßen, schließlich will man sich im "Jenseits" absichern.
-- Und das wiederum hat auch Einfluss auf Architektur und Mode

Drogen
-- Hier dürfte, insbesondere der illegale, Drogenhandel florieren, schließlich hat man zwei verschiedene Märkte direkt nebeneinander.
-- Hinzukommt der große Bedarf an Mittelchen und Toniken "um sich gegen Feen zu schützen"
-- Für den grauen und weißen Markt gilt das in ähnlichem Maße ebenfalls

Kriminalität
-- Da hätte ich erst auf "mehr" getippt. Hoch ist der in Handelsknotenpunkten eh und besonders hoch dürfte er in Bezug auf Menschenhandel sein in der Nähe eines Feentores (je nachdem, wie abgesichert das ist, aber man kann ja auch warten, bis "neue Ware ankommt...").
-- Allerdings wird dies alles abgeschwächt durch die stärkere Militärpräsenz (s.o.). Ergo würde ich hier nicht groß unterscheiden wollen zu einem anderen Handelsknotenpunkt wie einer Hafenstadt o.ä.

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Hoffe, ich konnte etwas helfen und nicht nur besserwissen
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