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Autor Thema: Die Wandernden Wälder  (Gelesen 1180 mal)

Thallion

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Die Wandernden Wälder
« am: 02 Mär 2020, 14:35:41 »
Hier könnt ihr eure Meinung zur Spielhilfe Die Wandernden Wälder abgeben.
Das Ganze ist im Uhrwerk Web-Shop als Buch erhältlich oder als PDF im .



Wiki-Artikel
Die Wandernden Wälder

Spielhilfen-Übersicht
Hier gelangt ihr zu der Auswertung und Übersicht bereits bewerteter Spielhilfen:
https://rollenspiel-bewertungen.de/splittermond/spielhilfen/

Klappentext:

Das Grüne Meer nennen es manche Einwohner Zhoujiangs, die Wandernden Wälder heißen sie in Dragorea. Die schier endlose Waldregion im Norden Lorakis erstreckt sich über eine Weite, die jedes Reich der bekannten Welt verschlingen würde. Gigantische Bäume, unbekannte Kräuter und sagenhafte Kreaturen warten auf die wenigen wagemutigen Reisenden, die dieses riesige Gebiet erforschen wollen - und doch fast alle scheitern. Denn der Wald hat schon ganze Zivilisationen verschlungen, wie die geheimnisvollen Ruinen tief in seinem Herzen beweisen. 

Und er birgt düstere Gefahren und Mysterien. Das Ungetüm des Nordens streift durch die Wandernden Wälder, selbst ein eigener wandernder Wald und mit Schätzen auf seinem bewachsenen Rücken. Pelzjäger erzählen von laufenden Bäumen, dalmarische Expeditionen von Spinnenhorden und uralten Wipfelpfaden. Und wiedergekehrte Schatzjäger berichten von gigantischen Mondsteinschätzen, den Wahnsinn in ihrem Blick.

Die Wandernden Wälder - Ewiges Grün ist eine Erweiterung für das Rollenspiel Splittermond, die sich den legendenumwitterten Wäldern des Nordens widmet. Spieler und Spielleiter finden hier Hintergrundinformationen und viele Spielanregungen zu einer der größten Wildnisse auf ganz Lorakis. Neben diversen Spielinformationen enthält der Band auch mehrere Abenteuersplitter für Expeditionsreisen sowie ein voll ausformuliertes Abenteuer, das die Charaktere in dieses Grüne Meer zieht - auf dass sie dort nicht untergehen.

Meister Hildebrand

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Re: Die Wandernden Wälder
« Antwort #1 am: 16 Mär 2020, 19:16:45 »
Mit hat der Band "sehr gut" gefallen:
Frisch mit originellen, wiederverwendbaren Ideen, wo man das Buch gleich wieder zur Hand nehmen will.
Das ist für mich die Splittermond-Qualität, die in den letzten Jahren sehr oft geliefert wurde.

Wenn man das Haar in der Suppe finden will:
- Kann man die IT-Texte zum Schluss des Bandes sammeln, damit man diese für die SpielerInnen kopieren kann. Grundsätzlich gilt: mehr davon!
- Ich hätte gerne die Abenteuerbausteine (s. S. 59) gerne noch mit dem angeführten Informationen verknüpft zB wird auf S. 11 der schrullige Zauber Ramandurion erwähnt -> den hätte ich gerne mit ein paar Infos zu einem Abenteuerbaustein ausgearbeitet gehabt.

gfm

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Re: Die Wandernden Wälder
« Antwort #2 am: 01 Apr 2020, 16:17:20 »
Ich habe den Regionalband nicht bis ins kleinste Detail unter die Lupe genommen, sondern interessiert gelesen, weshalb ich "nur" eine Note 2 vergebe. Grundsätzlich hätte ich auch eine 1 vergeben können, aber ich tue mir schwer mit der Vergabe von Höchstnoten, da es meiner Meinung nach immer Luft nach oben gibt (und auch geben sollte)^^.

Die Wandernden Wälder sind meiner Meinung nach eine der interessantesten Regionen auf Lorakis, weshalb ich den Band jedem ans Herzen legen möchte. Der Band vermittelt eindrücklich, warum es sich hier um eine lebende und sich stets wandelnde Landschaft handelt. Da die Wälder in ihrer Gesamtheit nie vollständig erfasst werden können und voller Abenteueransätze stecken, erwirbt man mit diesem Regionalband ein unerschöpfliches Potential für Spielleiter und Helden. Wie Meister Hildebrand bereits schrieb, ist der Band voll von tollen und originellen Ideen, die bei mir direkt eine "Erleben-Wollen-Gefühl" hervorgerufen haben. Sehr schön fand ich in diesem Zusammenhang auch die Tagebuchauszüge, die in den Band eingestreut worden sind.

Zwar fehlt mir die Erfahrung als Spielleiter, dennoch würde ich sagen, dass die Wandernden Wälder zu den anspruchsvollsten Regionen zählen - sowohl was die Arbeit für den Spielleiter angeht aber auch die Anforderungen an die Helden betrifft. Splittermondtypisch sind die Plotideen und Mysterien nicht bis ins letzte Detail ausgearbeitet, was mir, als altem DSA-Hasen, nach wie vor etwas Schwierigkeiten bereitet. Wobei ich sagen muss, dass ich zunehmend Gefallen daran finde - schließlich ist es eine fantastische und keine wissenschaftlich abschließend erforschte Welt.

Den ein oder anderen einprägsamen NSC hätte man noch aus- bzw. einarbeiten und im Vorwort Anrheiner korrigieren können (oder sind mir nur die Verbindungen zu einer gleichnamigen Fernsehserie des Westdeutschen Rundfunks entgangen?).

Loki

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Re: Die Wandernden Wälder
« Antwort #3 am: 18 Apr 2020, 12:09:45 »
Ich habe die Wandernden Wälder im Zuge meiner Vorbereitung auf meine Runden auf der HeinzCon 2020 gelesen. Im Folgenden meine Eindrücke, die explizit nicht das enthaltende Abenteuer Ruf des Waldes beinhalten.

Was hat mir gefallen?
  • Der immer wieder eingestreuten fragmentierten Reisebericht, der mit wunderschönen Illustrationen untermalt, das Schicksal einer Expedition in die Region begleitet.
  • Die atmosphärischen, teils epischen Beschreibungen
  • Die tolle (wenn auch ingame reichlich nutzlose) Karte am Ende
  • Die Umschlagsillustration. Natürlich Geschmacksache, aber ich finde sie richtig schick.

Was hat mir nicht gefallen?
  • Der aus meiner Sicht extrem hohen "Fantasy-Grad". Wälder, die im wahrsten Sinne wandern, sodass man kaum sinnvolle Karten von ihnen anfertigen kann, sind eine echt coole Idee. Aber warum muss dann auch noch hinter jeder zweiten Ecke ein unvorstellbar mächtiges Feenwesen, ein krasser Naturgeist oder gar der Avatar einer Gottheit herumlaufen? Die Liste der sagenhaften Kreaturen liest sich halb wie eine Freak-Show. Anscheinend herrschen in den Wandernden Wäldern die gleichen merkwürdigen Gesetze, die zum Beispiel auch in jedem Computerspiel dafür sorgen, dass hungrige Wölfe und Bären ihre natürlichen Instinkte völlig ignorieren und friedlich koexisitieren - bis der fiese Abenteurer vorbeikommt. Von den verunftbegabten sprechenden Wühlmäusen wollen wir gar nicht erst anfangen.
  • Der Umstand, dass schon wieder ein Band für eine Region geschrieben wurde, in die die normale Abenteurergruppe sich nie hinverirren würde (so wie schon bei der Flammensenke, der Surmakar, dem Mahaluu-Archipel ...) - oder zumindest nicht vor HG 2 oder 3.

Fazit: Das Buch ist nett zu lesen und vor allem nett anzuschauen. Inhaltlich stellt es leider einen starken Bruch zu dem Fantasy-Niveau dar, wie ich es von Splittermond gewohnt bin und reiht sich leider in eine Reihe von Büchern ein, die - zumindest für mich persönlich - absolut irrelevant sind, weil sie mein Loraks nicht erweitern. Ob ich darin jemals wieder schmökern werde, möchte ich echt bezweifeln (und wenn, dann nur, um mir nochmal die Bilder anzuschauen). Vor allem aufgrund des geringen Nutzens am Spieltisch ist für mich hier nicht mehr drin als eine 3.
« Letzte Änderung: 18 Apr 2020, 12:11:47 von Loki »
„Erfahrung ist fast immer die Parodie auf die Idee.“
- Johann Wolfgang Goethe