Autor Thema: Kampagnen für Splittermond als Produkt?  (Gelesen 5037 mal)

Olibino

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Re: Kampagnen für Splittermond als Produkt?
« Antwort #15 am: 20 Okt 2019, 18:43:33 »
Ein mögliches Thema wäre der Wiederaufbau der Termark. Ich stelle es mir so vor, dass die SC aus einem kleinen Dorf in der Termark stammen und sich die ersten Abenteuer erst einmal nur darum drehen zu überleben und ihr Dorf gegen widrige Umstände beizustehen. Später können dann die Kreise größer werden, landesweite Gefahren abgewandt werden, eine einheitliche politische Führung unterstützt werden, Vorstöße in die Blutgrasweite, eine Annäherung an die Afali usw..

Ich stelle mir das als Sammlung von kleineren Abenteuern vor, die man relativ frei miteinander kombinieren kann.

Wandler

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Re: Kampagnen für Splittermond als Produkt?
« Antwort #16 am: 20 Okt 2019, 19:29:04 »
Ein mögliches Thema wäre der Wiederaufbau der Termark. ...

Kudos! Das wäre eine tolle Kampagne die sogar in einer unserer Megakampagnen passen könnte!

TrollsTime

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Re: Kampagnen für Splittermond als Produkt?
« Antwort #17 am: 21 Okt 2019, 07:17:01 »
Eine gigantische Railroading-Kampagne mit grundsätzlichen Umwälzungen im Hintergrund und auf dem Spielbrett wie die G7 (DSA)--> NO NEVER!!!

Wäre sofort gekauft. Mmn genau dass, was SpliMo fehlt um "in Erinnerung" zu bleiben und nicht generisch zu sein.
Das erfahrene Personal dazu hätten sie.
Das erfahrene Personal hatte auch DSA...  Da waren geniale Abenteuer dabei und manche, durch die man sich als SL nur noch durchgequält hat. War ich anfangs noch begeistert, hätte ich später eine Kombination "meine Hände - Herdplatte" stets einem neuen Leiten vorgezogen.
Zitat
Und Kampagnen ungleich Railroad. Ein Kaufabenteuer ist im weitesten Sinne IMMER "Railroading". Für wen das nix ist, soll seine eigenen spielen. Oder einen SL der erfahren genug ist, sowas zu leiten ohne das es sauer aufstost
Von Railroad sprach ich aber nunmal. Die G7 war Railroad in Reinkultur. In "Alptraum ohne Ende" kannst du sogar den exakten Schienenverlauf erkennen. Mal spiele ich so ein Abenteuer ganz gerne. Aber doch nicht ein Dutzend in Folge...

Wie "Wandler" schon sagt:
...

Und Kampagnen ungleich Railroad. Ein Kaufabenteuer ist im weitesten Sinne IMMER "Railroading". Für wen das nix ist, soll seine eigenen spielen. Oder einen SL der erfahren genug ist, sowas zu leiten ohne das es sauer aufstost
...

"Railroading" kommt in verschiedenen Ausprägungen vor.
  • "Sandbox" / Offener Raum in dem Personen und Mächte agieren - auch die Spieler. Für manche Gruppen ein Alptraum da eben nichts wirklich gegeben ist. Über den Aufwand zur Vorbereitung gibt es unterschiedliche Meinungen, vorbereitete Sandboxes sind jedoch niemals wirklich einfach zu bespielen. Explizit als Kaufabenteuer ausgewiesene Produkte fallen eher selten in diese Kategorie.
  • Abenteuerverlauf in dem zwar mögliche Ziele zur Auswahl stehen, der Weg dorthin aber offen ist. Hier eine weitere Option hinzuzufügen ist beim Einzelabenteuer oft relativ leicht, bei einer Kampagne wird es je nach Qualität derselben eventuell schwieriger falls die Autoren "den Weg der Spieler" nicht bedacht haben.
  • "Railroading vom Feinsten" - das was für manche Gruppen gut ist wird von anderen als teuflisch betrachtet: Nicht nur die Ergebnis(auswahl) ist festgelegt, sondern auch der Weg dahin.

Eine Kaufabenteuer muss also nicht notwendigerweise "starkes Railroading" enthalten. Die klassische Queste geht üblicherweise davon aus dass die Guten gewinnen und der Prinz in Not befreit wird. Sobald jedoch eine (in Splittermond nicht ganz so übliche) Offenheit was die Position der Charaktere ins Abenteuer geschrieben wird kann es sehr wohl zu einer offenen Abenteuergestaltung führen.

All das ganz ohne Wertung - unterschiedliche Meister und Spieler bevorzugen untersschiedliche Spielstile.

Die zweite Kategorie ist das, was ich bevorzuge. Wie gesagt: Die "Hinter dem Thron"-Kampagne war so eine "All Roads to Rome"-Kampagne, was per se schon eine Entschärfung von hartem Railroading hatte.
Ach herjeh: Selbstverständlich stand das Ende im Grunde fest. Aber auf dem Weg dorthin: Ich habe es noch nie erlebt, dass man so bereitwillig sich seine eigene Seite aussuchen konnte, ohne sich was zu verbauen oder der SL plötzlich zu schlucken anfing, weil die Kampagne gen Rektum ging.

Und wenn man dann noch das Ende nicht so festschreiben müsste (aber wie soll das gehen.... da bräuchte man einen genialen Autor für), HOSSA, ICH WÄRE DABEI!
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"

Neruul

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Re: Kampagnen für Splittermond als Produkt?
« Antwort #18 am: 21 Okt 2019, 11:04:34 »
Ich glaube, dass hier verschiedene Dinge in einen Hut geworfen werden, die ich gerne trennen würde.

1. Sollen Abenteuer auch zu großen Änderungen in der Spielwelt führen?
Meiner  Meinung nach ja. Ich möchte als Spieler gerne einen Mondpfad entdecken oder einen Tyrannen stürzen oder eine finstere Gottheit verbannen. Das heißt aber doch nicht automatisch, dass das dann in die offizielle Geschichtsschreibung eingehen muß und dass alle anderen Gruppen dann gezwungen werden, dies dann als Fakt zu akzeptieren. Der neue Mondpfad und der gestürzte Tyrann exisiert dann eben nur für die Gruppen, die das auch so gespielt haben.


2. Sollten viele Abenteuer am selben Ort spielen?
Meine Meinung: Ja unbedingt. Ich sehe das als großes Manko von Splittermond an, dass die Welt so groß ist, dass man sich dadurch verzettelt. Es gibt keine Region, zu der es mehr als 3 Abenteuer gibt. Wenn man Kaufabenteuer spielen möchte, wird man gezwungen ständig durch die Welt zu reisen. Dadurch geht so viel verloren. Viele Ressourcen funktionieren nur, wenn man am selben Ort bleibt, nur dann kann man ein Land wirklich kennenlernen, hat wiederkehrende NSC, kann ein Haus bauen, kann sinnvoll Mitglied einer Organisation sein, usw.. Ein Sammelband mit vielen Abenteuern die alle in einer Region spielen, fände ich sehr sinnvoll. Oder alternativ eine Region zur Kernregion erklären und dann immer wieder mal Abenteuer für diese Kernregion veröffentlichen.

Sollen Abenteuer zu großen Änderungen in der Spielwelt führen?

Meiner Meinung nach nein.
Ich bin kein Fan der Aussicht, dass mit Kampagne X Finn von Harreburg "offiziell" gestürzt wird oder der Wächterbund eine seiner Burgen an die Kreaturen der verheerten Lande verliert.
Ich habe einfach das Gefühl, dass man, wenn man nicht aufpasst, schnell dort ist: https://www.arkanil.de/2013/11/ich-kenne-keine-meisterpersonen-mehr/

Was ich an der aktuellen Welt einfach schätze ist, dass man sich theoretisch in verschiedene Richtungen entwickeln kann. Mit dem im Weltenband / den Regionalbänden beschriebenen Status quo bin ich sehr zufrieden.

Das die Lunare Zeitrechnung im Moment bei 991 "stehen bleibt" (wenn man von einem Abenteuer absieht, das 994 LZ spielt), ist für mich ein großer Pluspunkt bei Lorakis und Splittermond.
Von dort aus kann jede Gruppe entweder ihre eigenen Abenteuer spielen, die Abenteuer des Verlags oder eine Mischung aus beidem.

Sollten viele Abenteuer am selben Ort spielen?
Ja, gerne. Etwas ähnliches wie die "Kettenrasseln"-Kampagne aus der Einsteigerbox wäre auch für die vollen Regeln ein gutes Plus.
Auch ich bin kein Fan von Abenteurern, die permanent durch die Welt reisen. Selbst ein "begrenztes" Territorium wie die Arwinger Mark bietet immernoch genügend Kulissen (Intrigenabenteuer in den Städten, Gebirgsabenteuer im nördlichen Kynhold, seltsame Kreaturen aus den verheerten Landen, alte Ruinen im Seelenmoor, den südlichen Zitadellen...oder zwischen zwei Ortschaften)

Sollte es eine "offizielle Kernregion geben"?
Meiner Meinung nach nein.
Zur Zeit bin ich sehr froh, dass viele verschiedene Regionen in den Abenteuern vorkommen (Arwinger Mark, Ioria, Midstad, Zwingard, Badashan, Mertalia, Dalmarien, Wintholt etc.), sodass man an die eine oder andere Region immer ein wenig heranzoomen kann, auch wenn es (noch) keine Regionalbände zu den Regionen gibt (I am looking at you, Midstad).
Wenn wir eine "Kernregion hätten", könnte dies der aktuellen Vielfalt abträglich sein.

Sollte es eine Kampagne wie die G7 geben?
Eher nicht. Wie einige Vorredner bereits geschrieben haben, wäre der Railroading-Anteil sehr hoch. Und es wäre außerdem Schade, wenn durch die in der Kampagne erfolgten Änderungen die aktuellen Quellenbücher "ungültig" machen würden.

Wulfson

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Re: Kampagnen für Splittermond als Produkt?
« Antwort #19 am: 21 Okt 2019, 18:52:51 »
Wie bereits im anderen Thread geschrieben:

Manche sehen Metakampagnen als die Königsklasse und meine Gruppen und ich sehen Sie als eines der größten Übel im Rollenspiel.
Da werden Dinge die lieb gewonnen sind über den Haufen geworfen, ganze Landstriche und/oder Länder existieren nicht mehr... Gegenden in welche man noch als Gruppe reisen wollte existieren nicht mehr und alte Bände werden hinfällig, weil der neue Status Quo in neuen Regionlbänden beschrieben wird, weil dann bspw. die Kriegsherren in Sadu nicht mehr um Jadesiegelfragmente kämpfen, da Sadu mit Zhoujang wiedervereint ist. Und wenn man so etwas machen möchte würde ich mir doch zumindest wünschen, das zuvor wenigstens der Status Quo der Welt vollumfänglich beschrieben wird und da gehören für mich dann auch Sachen wie Mahaluu dazu.
Ich möchte zumindest erstmal die ganze Welt kennen, bevor Sie sich verändert.

Desweiteren sehe ich auch die Hürde für Neueinsteiger als schwerer an... man muss dann erstmal schauen, was darf ich noch bespielen, was gibt es nicht mehr? Die Region ist toll in "Die Welt" beschrieben, da will ich hin! Oh... die gibt es nicht mehr? doof.
Wie oben gefordert eines der Kernreiche platt zu machen, wäre für mich und auch viele die ich kenne der absolute Mega Gau. Zwei meiner Runden definieren sich über Selenia und spielen Schwertrichter etc. Wenn es Selenia nicht mehr gibt können alle die Chars in die Tonne treten, welche über Jahre aufgebaut wurden... Hat man dann noch Lust neue Chars aufzubauen, wenn immer die Gefahr besteht, dass ganze Landstriche etc. verwüstet werden? Schwer zu sagen. Eher unwahrscheinlich, dass die Energie so noch mal aufgewandt wird.

Aufeinander aufbauende Kampagnen wie Kettenrasseln find ich auch super... da kann ruhig mehr kommen... oder meinetwegen, dass was in Midstad passiert, so wie es immer wieder angeteasert wird... also quasi Umwälzungen in Umwälzungsregionen... diese kann man ja durchaus noch definieren, da noch nicht alles beschrieben ist... also ähnlich der weißen Flecke quasi rote Flecke einführen, wo dann jeder weiß... da KANN was passieren und wird es wohl auch... da bau ich mit meinem Char besser kein Haus... will ich das Haus bauen, dann lieber in einer festen Region... solche könnte man ja auch definieren, muss aber nicht. Ich fände es jedenfalls Fatal, wenn gerade Regionen aus denen höchstwahrscheinlich viele Chars stammen komplett zerlegen würde, wie etwa Selenia, Zhoujang etc. Wenn ich aber im voraus weiß, das ist ne rote Region, dann kann ich mich darauf einstellen und sie im Zweifel meiden, bzw. fände das sogar noch sehr spannend.
Wir sind gekommen um zu bleiben!
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Anguisis

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Re: Kampagnen für Splittermond als Produkt?
« Antwort #20 am: 22 Okt 2019, 10:00:20 »
Ich bin ein sehr großer Fan von Meta-Plots. Gerade das sich eine Spielwelt weiterdreht und nicht 10 Spiel-Jahre statisch gleich bleibt, finde ich gut.
Dass dann lieb gewonnene Regionen plötzlich ganz oder teilweise anders sind, finde ich eher herausfordernd und nehme diese Änderung dann (nach anfänglichem Widerwillen) gerne an und auf. Aber so kann man als alter Splimo-Hase auch bissel was über die Historie erzählen; z.B., dass damals in der 1. Edition die Afali die Termark verlassen haben und jetzt in der 2. Edition ihrer heiligen Queste/Prophezeiung einen deutlichen Schritt näher gekommen sind.  Noch cooler ist es, wenn man als Spieler diesem Schritt des Volkes quasi aktiv begleitet hat.

Aber ja, dass sollte mit Augenmerk passieren.
Das jetzt ganz Lorakis von den Orks bzw. der Finsternis überrannt wurde, wäre ein etwas zu heftiger Impact.

Und insgeheim wollen wir doch vermutlich viele von uns wissen, was im Jahre 1000 LZ passiert...
Also von mir ein ganz klares: Pro epischer Kampagne!

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Chalik

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Re: Kampagnen für Splittermond als Produkt?
« Antwort #21 am: 22 Okt 2019, 14:54:54 »
Gerade in Anbetracht der zukünftig wohl leider geringeren Anzahl von Splittermond-Punkten pro Jahr, halte ich es für nicht sinnvoll, jetzt schon mit großen Metaplot-Kampagnen anzufangen. Kampagnen wie in den Einsteigerboxen oder wie im Wüstentrutz-Abenteuerband oder auch wie bei der Hexenkönigin sehr gerne. Aber eine Kampagne sollte meiner Meinung nach in den kommenden Jahren immer nur geringen/moderaten Impact auf die Spielwelt haben. Als gutes Beispiel kann man da wirklich die Kampagne der Hexenkönigin nennen.

Ich würde in den kommenden Jahren lieber weitere Produkte sehen, die einzelne Regionen in den Fokus nehmen. Abenteuer-Anthologien und Mini-Kampagnen zu Regionalbänden zm Beispiel. Auch sehe ich durchaus viel Potential in einigen Regionen für weitere Regionalbände. Diese sollten ja auch erstmal eine Basis schaffen für größere Dinge. Das war bisher immer der Tenor. Klar ändert sich durch die Insolvenz nur einiges. Aber Lorakis ist meines Erachtens noch viel zu unentdeckt um direkt wieder alles über den Haufen zu werfen. Und leider wie die Geschwindigkeit der Entdeckungen in der kommenden Zeit sicherlich eher geringer als höher, immerhin kann man den Verlust von vier hauptamtlichen Mitarbeitern nicht einfach kompensieren.

Einfach den bisher eingeschlagenen Weg weiterführen. Dabei auch immer wieder kleine Kampagnen machen. Das wäre mein Wunsch für die Zukunft.

Olibino

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Re: Kampagnen für Splittermond als Produkt?
« Antwort #22 am: 22 Okt 2019, 16:01:04 »
Der Titel dieses Threads heißt zwar "Kampagnen für Splittermond", aber viele Beiträge beschäftigen sich mit dem Thema "Soll es eine offizielle Geschichtsfortschreibung für Lorakis geben", offensichlich auf Basis von Erfahrungen mit DSA. Könnte bitte jemand erläutern, wie man bei DSA eine offizielle Geschichtsfortschreibung veröffentlicht hat? Gibt es da zwei Versionen von jedem Quellenbuch, einmal im Jahr X und einmal im Jahr Y mit einer Kampagne die den Übergang von X zu Y beschreibt? Ich kann es mir im Moment überhaupt noch nicht vorstellen.

Ich möchte dem letzten Punkt von Chalik zustimmen: Kampagnen verbrauchen viele Autoren-Ressourcen. Und da wäre schon die Frage ob die nicht sinnvoller in andere Produkte fließen sollten. Es gibt ja z.B. noch nicht einmal ein Quellenbuch zu Ioria.



Saint Mike

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Re: Kampagnen für Splittermond als Produkt?
« Antwort #23 am: 22 Okt 2019, 16:23:49 »
... Könnte bitte jemand erläutern, wie man bei DSA eine offizielle Geschichtsfortschreibung veröffentlicht hat? Gibt es da zwei Versionen von jedem Quellenbuch, einmal im Jahr X und einmal im Jahr Y mit einer Kampagne die den Übergang von X zu Y beschreibt? ...
Ja, in jeder Edition gibt es eine Regionalspielhilfe, die die Gegebenheiten zu einem Zeitpunkt X beschreibt. Daraufhin folgen Abenteuer, welche diese Gegebenheiten verändern und/oder Veränderungen werden in der 2 monatlichen Veröffentlichung des "Aventurischen Boten" beschrieben, einer Art Zeitung, die sowohl ingame wie outgame verwendet werden kann.
Einige Jahre später gib es eine neue Edition, die dann auch wieder neue Regionalspielhilfen mit Gegebenheiten zum Zeitpunkt Y enthält.
Ebenfalls berücksichtigt wurden in der Vergangenheit Briefspiele, von denen ich aktuell aber nicht mehr weiß, ob es sie noch gibt und ob sie noch Berücksichtigung finden in der Geschichte des Systems.

Sowas möchte ich für Splittermond AUF GAR KEINEN FALL!
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Belzedar

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Re: Kampagnen für Splittermond als Produkt?
« Antwort #24 am: 23 Okt 2019, 10:33:53 »
Deswegen weltbewegende Abenteuer/Kampagnen aber ohne Metaplot. Wenn ich gerade die Orks von Lorakis getilgt habe oder  meine Helden Herrscher von einer wiederaufgebauten Termarl geworden sind oder wir Risskir besiegt haben oder whatever,  würde ich mit der neuen Gruppe wieder im beschriebenen Lorakuis starten.
Was spricht dagegen dies für offizielle Abenteuer bzw. einzelne Kampagnenstories zu übernehmen? Dies macht viele der oben genannten Bedenken unnötig.
Man könnte solche Abenteuer / Kampagnen sogar besonders kennzeichnen (eigene Farbe eigene Kategorie) die informiert:
Vorsicht es ergeben sich  Abweichungen vom beschriebenen Stand die in dieser Region /  diesem Kontinent  / ganz Lorakis einen Neustart notwendig machen bzw. möglicherweise je nach Ausgang notwendig machen.

Chajos

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Re: Kampagnen für Splittermond als Produkt?
« Antwort #25 am: 23 Okt 2019, 10:41:29 »
Um die ganze "offizielle Setzungen verändern sich" Sache zu umgehen, könnte ich mir vorstellen, dass Veränderungen der Welt einzig im Kampagnenband selbst bedacht werden.
Also wenn die Kampagne der 7 Splittergezeichneten vorbei ist, dass im letzten Band ein Kapitel existiert: "Wie Lorakis sich durch die Kampagne verändert" und dort dann steht wie angrenzende Reiche auf die Ereignisse reagieren, wie die Untertanen auf den neuen König reagieren usw. Sodass quasi der neue Status Quo nach der Kampagne dort kurz beschrieben wird.
So würde es dann für die Gruppe die das AB gespielt hat "offizielle" Änderungen geben, aber das normale Lorakis bleibt unberührt.
Dieses Kapitel könnte z.b. auch im Download bereich verfügbar gemacht werden, sodass jeder sich entscheiden kann ob er nach oder vor der Kampagne spielen kann.
Bei einer möglichen Splittermond Version 2.0. könnte man dann setzen, dass diese Ereignisse der neue Status Quo sind, aber davon sind wir denk ich momentan sehr weit entfernt.
Winke Winke - Kontinent versinke!

Henning

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Re: Kampagnen für Splittermond als Produkt?
« Antwort #26 am: 23 Okt 2019, 21:07:15 »
Schliess mich gern an bei dem, was ich hier schon gelesen habe...

Weitere "Klein-Kampagnen" wie die Hexenkoenigin-Triologie waeren mir eigentlich am liebsten. Gern in Kombination mit optionalen Abenteuern, die sich je nach Interesse der Abenteuer gut kombinieren lassen: wie zb. "Ein Funke Mut" und sogar "Gejagt", die sich fuer uns hier nahtlos in die Hexenkoenigin-story einfuegen.

Die Termark und die Auseinandersetzung mit den Orks als Setting wuerde bei uns sicher auch gut ankommen.

Wandler

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Re: Kampagnen für Splittermond als Produkt?
« Antwort #27 am: 26 Okt 2019, 08:37:49 »
Kampagnen könnten sich auch an Missionen eines Adelshauses, einer magischen Schule, eines einzelnen Forschers oder Priesters als Leitfaden orientieren.
Damit lassen sich sowohl die normalen Phasen einer Mission abbilden (Recherche, Vorbereitung, Durchführung, Rückschlag, Neuformierung / 2. Versuch, Erfolg, weiterführende Maßnahmen) als auch eine zunächst lokale Aufstellung, dann aber wegen eines Fehlschlags oder eines Erfolgs eine Expedition in ein anderes Land oder gar Region.
Damit könnte man auch "Veränderung" umsetzen ohne gleich einen Landstrich umzumodeln.
Sollte sich der Erfolg dabei sogar messen lassen dann wäre auch die Motivation für Charaktere die nicht 100% auf der Linie des Auftraggebers auf Dauer zu motivieren.
Dabei denke ich nicht an die alten Klassiker: "Nein Schwerter sammeln lassen", sondern eher an eine uralte Inschrift. Die will vervollständigt werden (1), entschlüsselt (2), die darauf angegebenen Orte oder Personen identifiziert (3), ein Teil davon aufgesucht und beschworen werden (4), die Informationen genutzt ("Achtung Irrtum, GALDROM ist keine Person sondern eine alte Stadt") (5), die drohende Gefahr erkannt, zum Beispiel durch einen Orakelspruch von Ioria (6), und ein Plan dagegen entworfen (7) und in die Tat umgesetzt (8).
Das sind alles nur Beispiele - "Veränderung" findet in den Augen der Charaktere und der Spieler statt. Dazu muss kein Kontinent versenkt werden ...  :)

Olibino

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Re: Kampagnen für Splittermond als Produkt?
« Antwort #28 am: 26 Okt 2019, 10:08:05 »
Gleich das erste große Abenteuer "Krähenwasser" hatte den möglichen Ausgang, dass alle Einwohner der Stadt Arwingen quasi ausradiert werden. Dennoch sind sämtliche später erschienenen Publikationen nicht darauf eingegangen.

Und genau so stelle ich mir das auch bei Kampagnen vor. Natürlich kann eine Kampagne zu einer deutlichen Veränderung der Spielwelt führen. Solange spätere Publikationen nicht darauf eingehen, entsteht auch kein Schaden.
Kampagnen können ja im Gegensatz zu Einzelabenteuern einen längeren InGame Zeitraum abbilden. Daher eignen sie sich besonders gut dafür, Entwicklungen in der Spielwelt zu begleiten. Solche Entwicklungen sind ja überall in der Spielwelt schon angedeutet. Z.B. "Wie wird der Bürgerkrieg von Dalmarien ausgehen?" "Gelingt der Sturz von Finn von Harreburg?" Nahezu jedes Quellenbuch deutet im Kapitel "Geheimnisse" an, dass demnächst wichtige Entwicklungen passieren können.

Wenn es also schon eine Kampagne gäbe, was bei der Autoren-Situation wirklich überlegen sollte, da dadurch alles andere verzögert wird, dann fände ich es auch gut, wenn die Kampagne das was ein Einzelabenteuer nicht gut kann macht, nämlich solche Veränderungen der Spielwelt zu begleiten. Am liebsten möglichst lokal auf ein Land bezogen

Neruul

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Re: Kampagnen für Splittermond als Produkt?
« Antwort #29 am: 26 Okt 2019, 12:58:44 »
Um die ganze "offizielle Setzungen verändern sich" Sache zu umgehen, könnte ich mir vorstellen, dass Veränderungen der Welt einzig im Kampagnenband selbst bedacht werden.
Also wenn die Kampagne der 7 Splittergezeichneten vorbei ist, dass im letzten Band ein Kapitel existiert: "Wie Lorakis sich durch die Kampagne verändert" und dort dann steht wie angrenzende Reiche auf die Ereignisse reagieren, wie die Untertanen auf den neuen König reagieren usw. Sodass quasi der neue Status Quo nach der Kampagne dort kurz beschrieben wird.
So würde es dann für die Gruppe die das AB gespielt hat "offizielle" Änderungen geben, aber das normale Lorakis bleibt unberührt.
Dieses Kapitel könnte z.b. auch im Download bereich verfügbar gemacht werden, sodass jeder sich entscheiden kann ob er nach oder vor der Kampagne spielen kann.
Bei einer möglichen Splittermond Version 2.0. könnte man dann setzen, dass diese Ereignisse der neue Status Quo sind, aber davon sind wir denk ich momentan sehr weit entfernt.

Die Idee, dass man die Auswirkungen ausschließlich im Band des Kampagnenabschlusses beschreibt und die Welt für jene, die die Kampagne nicht gespielt haben, dadurch nicht eintreten, gefällt mir gut.

Wie von Olibino gesagt, ist es bei Kampagnen vermutlich das wichtigste, dass die nachfolgenden Publikationen nicht auf die Handlung der Kampagne (sondern eher auf den Weltenband / Regionalband) Bezug nehmen.

Splittermond 2.0? Solange es nicht so eine Enttäuschung (zumindest für mich) wie Pathfinder 2.0 wird, wo das erstellen und planen eines Charakters mit dem Grundbuch alleine schon nerviger war als Pathfinder 1 mit seinen ganzen Ergänzungsbänden...
Trotzdem hoffe ich, dass uns die erste Edition noch viele Jahre begleitet und wir erstmal Regionalbände zu den restlichen Regionen erhalten.

Trotzdem hoffe ich, dass es erstmal mit der aktuellen Splittermond-Version weitergeht (Vor allem, was Regionalbände angeht)