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Autor Thema: Schafblut(Im Auftrag des Orakels) / Bewertung & Rezensionen  (Gelesen 2133 mal)

Thallion

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Hier könnt ihr eure Meinung zum Abenteuer Schafblut abgeben.
Das Ganze ist im Splittermond Shop als Buch oder als PDF erhältlich.



Wiki-Artikel
Schafblut

Abenteuer-Übersicht
Hier gelangt ihr zu der Auswertung und Übersicht bereits bewerteter Abenteuer:
https://rollenspiel-bewertungen.de/splittermond/abenteuer/

Klappentext:

Schafblut (Heldengrad 1) führt die Abenteurer ins ferne Elyrea, wo eine verheerende Krankheit die Lebensgrundlage der mürrischen, aber friedfertigen Gnome im Landesinneren bedroht. Des Rätsels Lösung steckt in einer Prophezeiung, die auch die Abenteurer selbst einschließt.

Anguisis

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Re: Schafblut(Im Auftrag des Orakels) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #1 am: 08 Jun 2020, 13:44:47 »
Ich hab mir letzte Woche das Abenteuer durchgelesen, weil ich für einen Teil meine Gruppe ein kleines Zwischenabenteuer gesucht habe, was zwar mit dem Orakel zu tun hat, aber nicht in Ioria spielt. Sprich, es machte erstmal einen sehr passenden Eindruck auf mich.

Nach 30 Minuten war ich kurz davor das Abenteuer wieder zuzuklappen und mich auf meine eigene Kreativität verlassen zu wollen.
Der spaßfreie Grund: Es war mir (bis dahin) einfach zu albern, zu klamaukig, zu humoristisch. Vom Autor wird zwar ausdrücklich hingewiesen, dass die Stimmung humorvoll sein soll, aber ich mochte es nicht. Nach der Szene als die Gruppe im Hafen angelegt hat und vom Deck geht, hab ich das Buch erstmal beiseite gelegt...

... und dann - glücklicherweise - um abends etwas Leerlauf zu überbrücken wieder zur Hand genommen!
Die nachfolgende Story hat mich dann wieder abgeholt, vielleicht auch, weil eine Seuche Gegenstand der SC-Motivation wird und das gerade super zu unserer echten Lebenssituation passt. Aber auch die Plotstruktur gefiel mir; bescheidene Komplexität, überschaubare Anzahl von NSCs und viele kleine und schnelle Ereignisse hintereinander.

Ich werde den einleitenden Teil nachher etwas straffen bzw. mit weniger Witz leiten, aber insgesamt passt das Abenteuer wunderbar "zwischendurch" um die Wartezeit zur größeren post-Corona-Runde zu versüßen.

Ich werde berichten, wie das Abenteuer im Echtbetrieb funktioniert hat.
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tanan

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Re: Schafblut(Im Auftrag des Orakels) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #2 am: 08 Jul 2020, 21:54:19 »
Danke für dein Feedback, Anguisis, sehr interessant! Es ist übrigens das erste Mal außerhalb des Wettbewerbskontextes, dass ich von jemandem höre, der mein Abenteuer gelesen hat. Wie hat es sich denn nun gespielt?

Und hat es sonst noch jemand gelesen oder gespielt?

Anguisis

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Re: Schafblut(Im Auftrag des Orakels) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #3 am: 13 Jul 2020, 13:14:43 »
Coool, der Künstler ist anwesend  ;D
Noch haben wir nicht gespielt, tanan. Als Spieltermin haben wir den 24. Juli gefunden.
Ich werde sehr gerne berichten.
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Anguisis

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Re: Schafblut(Im Auftrag des Orakels) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #4 am: 07 Aug 2020, 14:14:23 »
Heute ist es soweit.
Nachdem wir den 24. Juli absagen musste, werden wir heute das Abenteuer spielen.
Ich bin gut vorbereitet und hab mich die Tage durch irische Instrumentals gehört :-)

Ich werde berichten...

Beste Grüße!
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Anguisis

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Re: Schafblut(Im Auftrag des Orakels) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #5 am: 10 Aug 2020, 09:31:11 »
Wir haben das Abenteuer am Freitag Abend in einer Sitzung durchgespielt.
Die Spielzeit betrug rd. 4 Stunden und ich hatte - coronabedingt - nur 2 Spieler am Tisch sitzen. Da hatte den Charme, dass viele Aktionen recht schnell abliefen und auf die seltenen Kämpfe zügig und vor allem ohne längere Wartezeiten für einzelne Spieler durch gewürfelt waren.

Insgesamt kam das Abenteuer gut an. "Unterhaltsam und kurzweilig" war das einstimme Spieler-Feedback.
Das Verhalten/ die Wesen der NSc´s waren glaubhaft. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Plotgeberin am Anfang recht nett und "normal" wirkte und ihre eingeschränkte Weltanschauung nur am Rande zu Geltung kam. Nachher im Spannungsverhältnis mit ihrem Bruder fanden die SC´s die Plotgeberin nicht mehr sooo sympathisch :-)

Die Struktur des Abenteuers fand ich gut. Etwas Kampf, aber nicht zu viel (ich habe trotzdem den ersten Kampf und den letzten Kampf rausgelassen).
Ein angenehmes Maß an sozialer Interaktion und Mystik.
Die Komplexität war eher leicht, was aber zu einem kurzweiligen Abenteuer führte.

Einzige Situation, in der es nicht rund lief, war bei den letzten beiden Aufgaben. Kein SC´s fühlte sich dazu "auserkoren" etwas zu suchen, dass im weitesten Sinne mit den gnomischen Gott zu tun hat. Die Gruppe wollte zwar helfen, aber bei der Aufgabe sahen die eher die Tochter des Sippenältesten eher als bessere Wahl. Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit und der Müdigkeit meiner Spieler musste die Kleine die Aufgabe ohne SC´s Hilfe lösen. Fühlte sich aber auch in dem Moment richtig an.

Insgesamt: Kurzweiliges, solides Rollenspielabenteuer, dass uns eine gute Zeit bescherrt hat.
Vielen Dank an Tanan!
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tanan

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Re: Schafblut(Im Auftrag des Orakels) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #6 am: 10 Aug 2020, 17:10:29 »
Und noch einmal Danke an dich, Anguisis. Wow, in vier Stunden durch - in meiner Testrunde (mit drei Spielern)  haben wir damals viel länger gebraucht und da war das Abenteuer noch ein Drittel kürzer. Es freut mich sehr, dass ihr Spaß daran hattet!

Loki

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Re: Schafblut(Im Auftrag des Orakels) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #7 am: 30 Aug 2020, 22:23:33 »
Ich habe das Abenteuer gerade zu Ende geleitet, insgesamt haben wir nicht ganz vier Stunden gebraucht. Der Grund dafür ist, dass ich vieles wegelassen habe, was für mich keinen Sinn ergeben hat:

- Der Kampf gegen die Rattlinge
- Die Bekehrungs-Szene in den Bergen
- Der Kampf gegen die Raubkatze
- Tagelange zähe Verhandlungen mit den Trollen

Zu der Abenteuer-Gruppe haben zwei Dämmeralben mit sehr hohen Werten in Tierführung gehört, wodurch das Abenteuer teilweise regelrecht trivial wurde.

Was hat mir gefallen?
  • Guri
  • Die Bergtrolle
  • Die Simplizität bzw. Lockerheit des Plots - es geht mal nicht um die Rettung der Welt
  • Die kurze Spieldauer

Was hat mir weniger gut gefallen?
  • Die Abenteurer können nicht versagen / sind nicht wirklich Akteure*
  • Keine Karten, dafür mehrere Stimmungsbilder**
  • Kleinere Fehler wie z.b. fehlende Namen über Werteblöcken oder fehlende Stufen von Erschöpfungsresistenz bei den Bergtrollen
  • Beim Einstieg hätte man sich meiner Meinung nach auf einen Ort einschießen (Herathis ist sicher der wahrscheinlichste Start-Punkt) und den Einstieg da etwas mehr ausschmücken können

*Damit steht und fällt für mich ein Abenteuer. In Schafblut können die Abenteurer praktisch nicht versagen bzw. sie dürfen eigentlich nur einer Geschichte beiwohnen, die ohne ihr Zutun fast genauso laufen würde. Wenn sie alle Schafe festbinden und alle Schafe stürzen in die Schlucht, überleben aus irgendeinem Grund welche. Wenn sie  keine Lust haben, die beiden toten Wachen bei Guri zu begraben, macht es eben der Bauer (ich habe die Wachen gar nicht erst erwähnt, weil sie überhaupt keinen Zweck erfüllen). Wenn sie keinen Götterstern finden, findet eben Guri einen. Es spielt keine Rolle, mit wie vielen Schafen sie das Dorf erreichen, denn sie werden sowieso nie zurückkehren und daher auch nie erfahren, ob ihr Heilmittel besonders potent war (außer sie bleiben ein Jahr vor Ort) oder lediglich Neu-Infektionen verhindert hat. Dementsprechend spielt es auch keine Rolle, ob sie überhaupt versuchen, die Schafe auf dem Weg zu retten. Diesen Punkt hatte ich damals im Abenteuerwettbewerbs-Feedback schon angesprochen und ich finde es schade, dass er offenbar nicht berücksichtigt wurde (auch wenn ich wohlwollend zur Kenntnis genommen habe, dass andere Teile meines Feedbacks, z.b. Meisterschaften zu berücksichtigen, angenommen wurden).

**Alle Bilder im Abenteuer (sowohl die beiden Porträts von Guri und Kilri als auch die Stimmungsbilder) sind mir persönlich zu dunkel - das ist natürlich eine Geschmackssache. Was mich aber wirklich stört ist, dass es zum Beispiel keine Karte von der Region rund um Guris Dorf gibt. Kilris Hütte, der Wasserfall und der Sitz der Götter wären doch durchaus interessante Wegmarken gewesen. Auch eine Karte von Elyrea mit dem Weg von der Stadt bis zum Dorf wäre nett gewesen. Ich weiß nicht, auf welcher Basis hier entschieden wurde, wofür Artworks erstellt werden und wofür nicht, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass eine Karte von Elyrea aus dem Weltenband zu nehmen und ein bisschen darauf herumzukritzeln (wie es schon andere offizielle Abenteuer gemacht haben, zum Beispiel Das Geheimnis des Krähenwassers mit den Südlichen Zitadellen) weniger aufwändig und günstiger gewesen wäre als die Stimmungsbilder, auf denen zumindest ich kaum etwas erkennen kann.  :-\

Insgesamt muss ich sagen: Ja, das Abenteuer hat meinen Spielern und mir Spaß gemacht, es gab aber durchaus gemischtes Feedback. Es wurde als "kurzweilig" bezeichnet, aber auch als "das ungewöhnlichste von den offiziellen Abenteuern bisher", es fiel allerdings auch die Bemerkung, es sei das "schwächste Abenteuer bisher" [das ich geleitet habe]. Mir persönlich missfällt vor allem dieser Railroading-Aspekt, dass eben alles egal ist und die Abenteuerer eigentlich nur für eine simple Blutprobe benötigt werden. Daher kann ich dem Abenteuer leider nichts Besseres als eine 3 geben.

LG
« Letzte Änderung: 31 Aug 2020, 16:10:54 von Loki »
„Erfahrung ist fast immer die Parodie auf die Idee.“
- Johann Wolfgang Goethe

tanan

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Re: Schafblut(Im Auftrag des Orakels) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #8 am: 31 Aug 2020, 15:02:38 »
Hallo Loki,

danke für dein erneutes Feedback. Schade, dass dir die überarbeitete Version nicht besser gefallen hat. Manches kann ich durchaus nachvollziehen. Eine Karte wäre tatsächlich nicht schlecht gewesen. (Ich hatte die Wahl, was ich für Illustrationen möchte.)

Deinen zentralen Kritikpunkt, die Abenteurer seien gar keine Akteure, verstehe ich nicht. Es gibt ja durchaus verschiedene Erfolgsabstufungen, die die Abenteurer erreichen können (oder auch nicht) und man kann als SL leicht dafür sorgen, dass sie auch davon erfahren, falls sie nicht lang genug vor Ort bleiben. Ein Komplettversagen _ist_ möglich, nur halt wie in den meisten mir bekannten Splittermondabenteuern unwahrscheinlich. Ich bin da als Autor natürlich voreingenommen und erspare uns ausführlichere Rechtfertigungen meinerseits. ;) Ich fände aber interessant, ob andere Leser das auch wie du sehen.