Autor Thema: Schicksalskarten  (Gelesen 121 mal)

Erkusandor

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Schicksalskarten
« am: 12 Apr 2019, 08:50:16 »
Vorweg der Hinweis für die Gruppe aus Bonn(L)/Elsdorf(G)/Düren(S)/Kerpen(T): Weiterlesen auf eigene Gefahr! Spoileralarm!

Ich habe bei einem anderen Rollenspiel, das ich geleitet habe, sog. Schicksalskarten eingeführt. Diese Karten bilden ein Deck, aus dem jeder Spieler zu Beginn eines Spieleabends freiwillig eine Karte ziehen kann. In diesem Deck sind verschiedene Karten enthalten die einen Effekt auf das Spiel haben können, der entweder leicht positiv, leicht negativ oder zweischneidig ist; die Verteilung der Karten ist 50% positiv und 50% negativ oder zweischneidig. Gezogen wird verdeckt. D.h. die Wahrscheinlichkeit einen positiven oder zweischneidigen Effekt zu erhalten ist größer, als einen negativen.

Ich möchte das auch in Splittermond nutzen, und sammele gerade Ideen für die Karten (und Bilder). Die Karten selber entwerfe ich mit www.mtgcardsmith.com, einfach weil es schöner aussieht als nur Papierrechtecke zu verteilen.

Die grundsätzlichen Regeln sind
- jede Karte kann nur einmal eingesetzt werden
- sie verfällt am Ende des Spielabends, wenn sie nicht genutzt wurde
- der Spielleiter hat jederzeit das Recht, ihren Einsatz zu verbieten
- sie muss vor dem Würfeln einer Probe genutzt werden, wenn der Effekt für die Probe eingesetzt werden soll
- sie kann nicht für Proben im Kampf eingesetzt werden
Dazu kann es Ausnahmen geben, wenn es auf der Karte steht.

Ich dachte mir ich schaue mal welche Inspiration die Community vielleicht noch einbringt. Und natürlich möchte ich die fertigen Karten am Ende gerne teilen, vielleicht möchte das ja noch jemand anderes ausprobieren.

Hier meine bisherigen Ideen (verpackt in einem Spoiler, damit keine Spieler sie aus versehen lesen; wer nie leitet kann ja seinen Spielleiter auf den Thread aufmerksam machen...):
Sorry but you are not allowed to view spoiler contents.

n3ucr0n

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Re: Schicksalskarten
« Antwort #1 am: 12 Apr 2019, 09:48:26 »
Interessante Idee!

Frage: ist bei negativen Ideen die Idee , dass sie nicht aktiviert werden sondern ab erhält aktiv sind?

Können jegliche Karten einfach beliebig (und kostenlos) eingesetzt werden? Meine Frage zielt auf folgendes ab: die Effekte ähnlich deutlich den allgemeinen Mondgaben, für die ich ja einen Splitterpunkt abgeben muss (und für das Schicksal / Glück, whatever übersinnliches) der Charaktere stehen.
Die Splitterpunkte gekoppelt mit den Schwächen sind ein sehr guter Auslöser für Rollenspiel und Helden „mit Ecken und Kanten“.
Ich hätte die Sorge, dass die Karten - sofern sie kostenlos einsetzbar sind - diese Mechanik aushebeln würden.


Erkusandor

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Re: Schicksalskarten
« Antwort #2 am: 12 Apr 2019, 10:41:38 »
Da man nicht vorher aussuchen kann, welche Karte man erhält, und zudem die Chance besteht dass man keine positive sondern eine negative bekommt, könnte man das bereits als Kosten sehen. Zudem darf ja jeder Spieler nur eine ziehen, sie sind also eine schnell verbrauchte, nicht wieder auffrischbare Ressource, im Gegensatz zu den Splitterpunkten. Oder anders: Bei einem Splitterpunkt weiß man garantiert, man bekommt den +3 Bonus. Bei der Schicksalskarte weiß man gar nicht was man kriegt, vielleicht was gutes, vielleicht was schlechtes, vielleicht beides. Sie sind auch keinesfalls als Ersatz für das Splitterpunkte-System gedacht.

Die negativen Karten sind entweder sofort aktiv bis zu einem vordefinierten Ende oder vom Spielleiter einsetzbar. Die zweischneidigen Karten benötigen entweder ein kleines Opfer bevor sie einen positiven Effekt hervorrufen können oder gehen nach Benutzung in die Hand des Spielleiters über, der damit quasi ein Damoklesschwert besitzt.

Die Karten sind auch nie dafür gedacht, Plot-entscheidende oder extrem lang anhaltende Änderungen zu bewirken. Bei der Erschaffung eines Artefaktes zum Beispiel, bei dem der Spieler darauf wartet das er die Karte "Inspiration" zieht, wäre der Sinn und Zweck der Schicksalskarten verfehlt. Oder mit Gedankenkontrolle den BBEG (wer die Abkürzung nicht kennt: Big Bad Evil Guy) und damit die finale Konfrontation zu umgehen, wäre ebenfalls nicht mit diesen Karten angedacht. Daher ja auch die wichtigste Regel: Der Spielleiter hat jederzeit das Recht, den Einsatz der Karte zu verbieten.