Autor Thema: [HeinzCon 2016] Magieband-Workshop  (Gelesen 12006 mal)

Farnir

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[HeinzCon 2016] Magieband-Workshop
« am: 07 Mär 2016, 10:22:09 »
In diesem Workshop wurde zumindest der Teil vor der Fragerunde von Orkenspalter TV aufgezeichnet

Der Magieband ist der erste echte Regelband, der das Grundregelwerk spürbar erweitert. Dabei werden verschiedene neue Konzepte eingeführt, die dann in zukünftigen Bänden erweiterbar sein sollen. Ein Beispiel ist die Alchemie, die im Magieband auf die arkane Alchemie fokussiert. Trotzdem können und sollen alle Alchemie-Konzepte für spätere andere Alchemie-Spielarten funktionieren.

Der Magieband hat außerdem das Ziel, verschiedene Charakterkonzepte zu ermöglichen, die nur mit dem GRW nicht oder nur unbefriedigend möglich sind. Konkret genannt wurden magische Handwerker, Beschwörer, Kampfmagier, Erschaffer und Bannmagier.

Und natürlich gibt es neue Sprüche, genannt wurde die Zahl 200 als Arbeitsziel. Es wird auch beschrieben, wie häufig Zauber höherer Grade in Lorakis sind, um ein Gefühl zu ermöglichen, wie leicht oder schwer man jemanden findet, der einen Zauber lehren oder wirken könnte.

Der Band wird eine Reihe magischer Traditionen etwas detaillierter vorstellen, wie zum Beispiel die Portalgilde oder die dragoreischen Hexen. Diese sind in erster Linie Fluff. Die Integration ins Regelwerk gehört aber auch dazu: welche Magieschulen werden präferiert, was bedeutet die Ressource Rang in dieser Organisation. Soweit ich das verstanden habe, sind keine Sonderregeln für Traditionen vorgesehen.

Jede Magieschule wird auf etwa 3 Seiten vertieft werden. Der Fluff soll vertieft werden, und es kommen neue Meisterschaften dazu. Das Repertoire an Grad-0-Zaubern wird bespielhaft erweitert, so daß man sich auch selber leicht eigene Grad-0-Zauber ausdenken kann. In der Diskussion kam die Idee auf, daß Grad-0-Zauber für einen Charakter irgendwann improvisiert gezaubert werden können, also ohne sie einzeln zu lernen. Eine mögliche Regelung wäre, daß man mindestens Fertigkeitswert X und 5 Grad-0 Zauber haben muß, um das zu tun.

Außerdem werden bei den Magieschulen noch Feature-Kästen auftauchen, die thematisch passen. So soll bei der Erkenntnismagie ein Kasten zum Thema Magie identifizieren dabei sein.

Die Herstellung von Artefakten wird vermutlich analog zu den Handwerksregeln laufen.

Neu hinzu kommt die Ritualmagie. Bei den Begriffen muß man aufpassen, daß man Ritus (=Zauberspruch der ein paar Minuten braucht) und Ritual (=Großritual mit viel Aufwand) nicht verwechselt. Rituale sind meistens Unikate. Die Regeln werden einen Baukasten anbieten, mit dem man abschätzen kann, wieviel Ritualstärke man für einen Effekt braucht. Ritualstärke kann durch verschiedene Komponenten gesammelt werden (Fokus, Teilnehmer, Opfer, besondere Zutaten …). Einzelne Rituale sind mit den Anleitungen der Handwerksregeln vergleichbar. Die Ritualregeln stehen prinzipiell Spielercharakteren und NSCs offen, aufgrund der deskriptiven Natur der möglichen Effkte besteht aber ein grundsätzlicher SL-Vorbehalt.

Runen und Zauberzeichen sind eher Riten als Ritual.

Die Beschwörungsmagie wird gegenüber dem Grundregelwerk signifikant erweitert, so daß Beschwörer aller Heldengrade möglich und spielbar sind. Das Balancing stellt hier eine besondere Herausforderung dar und ist noch in der Findungsphase. Die Setzungen des GRW sollen zwar so weit wie möglich erhalten bleiben, stellen aber keine heilige Kuh dar. Wenn Errata nötig sind, um die Gesamtbalance zu halten, dann werden sie gemacht.

Ein Wunsch ist die Erstellung eines Baukasten für beschworene Wesen, analog zum Kreaturenkatalog im Bestienmeisterband. Die Redakteure sind sich aber noch nicht sicher, ob dieser Baukasten machbar ist.

Der Themenbereich Magie und Umwelt wird um das "Unteregger'sche 3-Achsen-Modell" (Arbeitstitel) erweitert. Im GRW ist bereits gesetzt, daß manche Orte einen Bonus für bestimmte Zauber geben können, wie Vulkane für Feuermagie. Diese Achse wird um einen negativen Bereich erweitert, so daß Zauber gehemmt werden können. Die zweite Achse beschreibt einen geförderten oder gebremsten Fokusfluß, was sich in erhöhten oder reduzierten Kosten für Sprüche niederschlägt. Die dritte Achse behandelt die Strukturempfindlichkeit, die Orte mehr oder weniger empfindlich für magische Katastrophen durch massiven Fokusverbrauch macht.

Rituelle magische Duelle werden nicht enthalten sein, da diese im Selenia-Band beschrieben werden.

Die Erschaffungsregeln behandeln sowohl Golems als auch magische Puppen, wobei für letztere noch Namensvorschläge entgegengenommen werden. Golems sind selbstständig handelnde Kreaturen, während Puppen vom Besitzer ferngelenkt werden. Die genaue Reichweite der Puppenspieler ist noch in Diskussion - es soll mehr sein als die Reichweite für kanalisierte Zauber, aber nicht so viel, daß die Puppenspieler völlig aus dem Geschehen entrückt sind. Die Steuerung der Puppen wird voraussichtlich über Darbietung (Puppenspiel) geregelt, während der Besitz einer Puppe oder eines Golems durch eine neue Ressource balanciert wird, die sich an Kreatur oder Gefolge orientiert.

Es wird mehr Details zum Erheben von Untoten geben.

Und auch Chimären werden enthalten sein, wenn möglich auch mit einem Baukasten.

regelfuchs

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Re: [HeinzCon 2016] Magieband-Workshop
« Antwort #1 am: 07 Mär 2016, 10:29:50 »
Ein Wunsch ist die Erstellung eines Baukasten für beschworene Wesen, analog zum Kreaturenkatalog im Bestienmeisterband. Die Redakteure sind sich aber noch nicht sicher, ob dieser Baukasten machbar ist.

Wegen Platz/Kosten oder grundsätzlich?

Loki

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Re: [HeinzCon 2016] Magieband-Workshop
« Antwort #2 am: 07 Mär 2016, 10:39:53 »
Ich vermute mal grundsätzlich, da schon an anderen Stellen (z.B. bei der Frage nach einem Baukasten für Monster-Bedrohungen) wiederholt gesagt wurde, dass viel Balancing per Augenmaß vorgenommen wird und sich nicht in starre Werte pressen lässt.
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Farnir

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Re: [HeinzCon 2016] Magieband-Workshop
« Antwort #3 am: 07 Mär 2016, 10:40:59 »
Grundsätzlich. Spruchfähigkeit von beschworenen Wesen ist schwer in einen balancierten Baukasten zu packen.

Myriko

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Re: [HeinzCon 2016] Magieband-Workshop
« Antwort #4 am: 07 Mär 2016, 12:59:30 »
Ein Wunsch ist die Erstellung eines Baukasten für beschworene Wesen, analog zum Kreaturenkatalog im Bestienmeisterband. Die Redakteure sind sich aber noch nicht sicher, ob dieser Baukasten machbar ist.

Wegen Platz/Kosten oder grundsätzlich?

Wenn wir einen Baukasten anbieten soll dieser auch gebalanced sein. Sprich keine übermächtigen oder nur zu schwache Wesen generieren. Bei Tieren ist das etwas leichter da diese u.a. ein ganz anderes kreatives/selbst handelndes Potential haben. Daher ist hier ein Baukasten gut machbar. Bei Beschworenen Wesen ergeben sich einige ganz andere Problematiken auf die man aufpassen muss. Und da kann ich in der aktuellen Design Phase nicht sagen wie Platz aufwändig ein solcher funktionierender Baukasten ist. Oder ob hier nicht sowieso eine Einzelfall Betrachtung des Wesens zu Beschwörungsgrad notwendig ist um eine sinnvolle Balance zu gewährleisten.

Soweit ich das verstanden habe, sind keine Sonderregeln für Traditionen vorgesehen.
Das hast du richtig verstanden. Es soll keine exklusiven Regeln für Traditionen geben, aber natürlich erweitern wir die Regeln um die für die Darstellung der Tradition notwendigen Elemente. Z.b. Wenn wir eine Golembauende Tradition vorstellen sind auch grundsätzliche Golembau Regeln im Magieband :)

Cifer

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Re: [HeinzCon 2016] Magieband-Workshop
« Antwort #5 am: 09 Mär 2016, 13:37:46 »
Zitat
Neu hinzu kommt die Ritualmagie. Bei den Begriffen muß man aufpassen, daß man Ritus (=Zauberspruch der ein paar Minuten braucht) und Ritual (=Großritual mit viel Aufwand) nicht verwechselt. Rituale sind meistens Unikate.
Ich rege nochmal dazu an, "Ritual" durch "Zeremonie" (bzw. "zeremonielle Magie") zu ersetzen. Zwei Regelbegriffe, die sowohl vom Wortklang als auch vom regulären Sprachgebrauch nahezu identisch sind, aber etwas anderes meinen, sind... suboptimal.

Andarin

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Re: [HeinzCon 2016] Magieband-Workshop
« Antwort #6 am: 09 Mär 2016, 14:25:34 »
Zitat
Neu hinzu kommt die Ritualmagie. Bei den Begriffen muß man aufpassen, daß man Ritus (=Zauberspruch der ein paar Minuten braucht) und Ritual (=Großritual mit viel Aufwand) nicht verwechselt. Rituale sind meistens Unikate.
Ich rege nochmal dazu an, "Ritual" durch "Zeremonie" (bzw. "zeremonielle Magie") zu ersetzen. Zwei Regelbegriffe, die sowohl vom Wortklang als auch vom regulären Sprachgebrauch nahezu identisch sind, aber etwas anderes meinen, sind... suboptimal.

Zwecks leichter Unterscheidbarkeit stimme ich dir zu, als Larper mit magiebegabtem Charakter und Texter muss ich dir jedoch widersprechen:

Der Begriff "Ritual" ist meiner Ansicht nach optimal gewählt, um einen einzigartigen und langwierigen Zaubervorgang zu beschreiben. "Zeremonielle Magie" klingt für mich eher nach Zaubern, die bei Zeremonien zum Einsatz kommen und beispielsweise die Gesangsstimme des Priesters mit einem Kanon-Echo versehen oder das Siegel des Herrschers als Illusion auf der Handfläche jedes Untertans im Sichtfeld erscheinen lassen.

Wikipedia definiert Ritualmagie folgendermaßen:

Zitat
"Praktisch alle magischen Traditionen beinhalten ritualisierte Formen der Magie. Diese kann, wie in der hermetischen oder salomonischen Magie, hochkomplex, verbunden mit einem drehbuchartigen Ablauf und vielen vorgeschriebenen Utensilien wie einem Schwert, einem Stab, einer Robe und einer Räucherpfanne und Ähnlichem mehr sein und die magische Praxis zum großen Teil oder vollständig einnehmen, oder wie im Schamanismus oder der Chaosmagie nur eine aufwändigere Form intuitiv-formloser magischer Praktiken sein.

Im Unterschied etwa zu religiösen oder gesellschaftlichen Ritualen werden magische Rituale nicht unbedingt zu festen Anlässen in gleicher oder ähnlicher Form wiederholt, wobei jedoch viele Magier darauf bedacht sind, ihre Rituale zu Zeiten durchzuführen, die nach astrologischen oder kabbalistischen Gesichtspunkten dem erhofften Ziel des ritualmagischen Aktes dienlich sein sollen. Zudem gibt es stets Elemente und Symbole, die innerhalb einer Ritualtradition immer wieder auftauchen, zum Beispiel das Schlagen eines Schutzkreises oder die Anrufung der Elemente. Wie bei religiösen oder gesellschaftlichen Ritualen werden die Rituale der Magie meist an speziellen Orten, einem Tempel oder einem Ort in der Natur, der eine besondere Ausstrahlung haben soll, durchgeführt."

Auch im Live-Rollenspiel ist "Ritual" ein gebräuchlicher Begriff: Im Larp plane und wirke ich ein Ritual, wenn ich mit meinen normalen Zaubern nicht weiterkomme und/oder etwas ganz Spezielles und Mächtiges erreicht werden muss. Oft schließen sich dann mehrere Charaktere zusammen und planen einen gemeinsamen Ablauf, eine Art Choreographie. Die Fragen "was wollen wir erreichen" und "wie wollen wir das erreichen" sind dabei natürlich zentral. Dann muss der Ritualplatz vorbereitet werden (gereinigt, markiert, evtl. mit versteckter Lichttechnik versehen), Komponenten werden verteilt, Wachen aufgestellt, die SL über das Vorgehen informiert. Und dann geht es los. Insgesamt kann so etwas locker 2-4 Stunden dauern.

Unter meinen Larpbekannten kursiert der Spottbegriff "rituelle Magie" für Schmalspur-Rituale, die nur Minuten dauern und nach dem Motto "Kraft des Großmeisters gebiete ich: Magie, wirke!" funktionieren, also nicht wirklich hübsch und schön gespielt sind. Rein zeitlich gesehen wären das dann wohl Splittermond-Riten.
Küchenpsychologe

Cifer

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Re: [HeinzCon 2016] Magieband-Workshop
« Antwort #7 am: 09 Mär 2016, 17:49:06 »
@Andarin
Ingame magst du damit durchaus recht haben, aber outgame wähle ich bei einem Regelbegriff (und ingame kann man das ganze dann ja noch immer "Ritual", "Großbeschwörung" oder "Käsekuchen" nennen) doch den, der das geringstmögliche Verwechslungspotenzial bietet. Und da für das Zwischending "Ritus" als Begriff schon gesetzt ist...

Yinan

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Re: [HeinzCon 2016] Magieband-Workshop
« Antwort #8 am: 09 Mär 2016, 18:25:51 »
Dann würde ich aber eher den Begriff Ritus ändern. Nichts ist wirklich in Stein gesetzt, man kann mit dem Magieband sagen das ab dem jetzt "Ritus" jetzt irgendwas anderes heißt und dann die Rituale eingeführt wurden.

Nur weil der Begriff schon im GRW verwendet wurde, sollte das nicht davon abschrecken, das auch wieder zu revidieren.

Wobei ich echt kein Problem mit den Begriffen Ritus und Ritual habe und die unterschiedliche Dinge angeben. Ritus ist halt eine Zwischenform zwischen Zauber und Ritual, der technisch zwar wie ein Zauber behandelt wird aber aufgrund der langen Zauberdauer eine Sonderstellung hat.
Wenn nicht anders gesagt, dann befassen sich meine Aussagen zu Regeln niemals mit Realismus oder Simulationismus, sondern nur mit Balancing.
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Feyamius

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Re: [HeinzCon 2016] Magieband-Workshop
« Antwort #9 am: 09 Mär 2016, 21:56:54 »
Dann würde ich aber eher den Begriff Ritus ändern.

Eben.

maggus

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Re: [HeinzCon 2016] Magieband-Workshop
« Antwort #10 am: 10 Mär 2016, 10:30:23 »
@Ritus versus Ritual: Die große Ähnlichkeit dieser beiden Begriffe inklusive der Gefahr einer Verwechselung hatten wir beim Regeltreffen zum Magieband schon diskutiert und seitdem auf dem Schirm. Wenn jetzt Myriko von "Ritual" schreibt, bedeutet das noch nicht, dass der Begriff bereits gesetzt ist (es sei denn, ich habe eine redaktionelle Festlegung verpasst ::)). "Ritual" ist der gegenwärtige Arbeitstitel für die wirklich großen und sehr mächtigen Zauber (Wunder). Damals hatte Noldorion übrigens zum Brainstorming aufgerufen:

Wir haben gerade kurz über einen besseren Begriff für diese Großrituale gesprochen. Irgendwelche Ideen? :)
Als Input kam damals:
  • Großritual
  • Zeremonie (Zeremoniell)
  • Prozedere
  • Irgendetwas mit Zyklus
  • Anrufung
  • Großtat
  • Opus
Schwierig (eher: nahezu ausgeschlossen) dürfte es sein, den gesetzten Begriff "Ritus" als Counterpart von "Spruch" zu ändern, da dies eine sehr frühe Festlegung ist, auf die in zahlreichen Publikationen bereits Bezug genommen wird. Ich denke, dass neue Ideen zum "Ritual" aber noch genau so willkommen sind wie vor drei Monaten. Insofern: Nur zu :)
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Re: [HeinzCon 2016] Magieband-Workshop
« Antwort #11 am: 10 Mär 2016, 10:56:59 »
Wunder ist doch eine nette Sache -> Wunderwerk für Ritual das lässt auch offen ob göttlich oder natürlich magisch.
Spielst du schon oder diskutierst du noch über die Regeln?

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Re: [HeinzCon 2016] Magieband-Workshop
« Antwort #12 am: 10 Mär 2016, 11:18:15 »
Ich bin dafür, wenn es in die Richtung "Opus" geht.

Alternativ würde ich den Begriff zumindest in der Gelehrtensprache von Dragorea behalten, wo man unterscheidet zwischen "Minor Opus" für kleinere Alltagsrituale, die meist in Dorfgemeinschaften vorkommen, "Medium Opus" für die Werke, die unter entsprechend Ausgebildeten üblich sind, und "Magnus Opus", die meist das Lebenswerk eines ganzen Zirkels darstellen.

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Re: [HeinzCon 2016] Magieband-Workshop
« Antwort #13 am: 10 Mär 2016, 11:22:45 »
Wo wir schon bei Begriffen sind:

(...) magische Puppen, wobei für letztere noch Namensvorschläge entgegengenommen werden. (...)

Puppe und Marionette sind die offensichtlichen Begriffe, an denen ich grundsätzlich nichts auszusetzen habe.
Aber da Vorschläge gewollt sind, werfe ich mal folgende ein:

- Persona (lat. Maske; im Sinne von "steht vor dem Nutzer, schützt ihn")
- Umbra (lat. Schatten; im Sinne von "immer an der Seite des Nutzers")

Ich finde beide stimmungsvoll und sie lassen sich gut normalsprachlich verwenden, im Gegensatz zu den naheliegenden, aber doch etwas zu fremdartig wirkenden japanischen Begriffen Ningen / Kugutsu, die mMn aus diesem Grunde nicht in Frage kommen.

vergleiche:
"Seine Kugutsu hat mich aufgehalten"
"Seine Umbra hat mich aufgehalten"

Ansonsten ist mir noch Servitor eingefallen (archaischer engl. Begriff für Diener), dieser bezeichnet aber - gerade im SF-Kontext - häufig stumpfe, automatische Helfer und kommt daher genauso wenig in Frage, wie die im Workshop vorgeschlagene und abgelehnte Drohne (ebenfalls automatisch und zu modern).

SeldomFound

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Re: [HeinzCon 2016] Magieband-Workshop
« Antwort #14 am: 10 Mär 2016, 11:40:57 »
Mir fallen noch die Stands aus Jojo Bizarres Adventure ein. In diesem Fall könnte man die Puppe mit "Stand-in" assozieren, als Vertreter oder Repräsentant.

Doch ganz ehrlich, ich würde einfach bei Marionette als Oberbegriff bleiben, da weiß dann jeder Bescheid.
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