Autor Thema: Powergaming mit Kanalisierten Zaubern?  (Gelesen 5889 mal)

[Tom]

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Re: Powergaming mit Kanalisierten Zaubern?
« Antwort #15 am: 31 Jul 2013, 12:49:11 »
Danke für die Antworten.

Den Aspekt des "Will ich das?" sehe ich natürlich auch - zum Beispiel: Wo bringe ich denn mein brennendes Schwert unter, während ich unterwegs bin?
Oder auch die Fragen, die einem gestellt werden, wenn man mit aktiven (und sichtbaren) Verteidigungszaubern durch eine Stadt läuft: Das wäre ja das Äquivalent zu einem Krieger, der mit gezücktem Schwert herumläuft - also offensichtlich aggressiv und auf Ärger aus.

Eine dauerhaft aufrecht gehaltene "Zunge des Diplomaten" finde ich da schon interessanter und subtiler... :-)

Grimrokh

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Re: Powergaming mit Kanalisierten Zaubern?
« Antwort #16 am: 31 Jul 2013, 16:06:01 »
Eine dauerhaft aufrecht gehaltene "Zunge des Diplomaten" finde ich da schon interessanter und subtiler...
Wobei das Kosten-Nutzen-Verhältnis gerade bei diesem Zauber eher leidlich ist. Dem Anwender zusätzliche Knüppel in Form einer 30 Minuten Wirkungsdauer zwischen die Beine zu werfen, ist daher absolut entbehrlich.
Und ich finde es nach wie vor völlig legitim, dass ein kanalisierter Zauber so lange hält, bis der Zaubernde das Bewusstsein verliert (einschläft). Warum soll man sich keinen reinen "Buff" Magier ausstellen können? Der spricht eben gleich am Morgen alle seine Zauber und kann dafür dann nur mit offenem Mund zuschauen, während Feuer und Blitz durch die Gegend fliegen, weil er dann eben keine Fokuspunkte mehr DAFÜR hat.

In der Praxis wurden Buffs bisher in meinen Runden ohnehin erst dann gezaubert, wenn man wusste, dass höchstwahrscheinlich ein Kampf bevorsteht. Ich würde jedenfalls einen Magier nicht so spielen, dass er seine ganze Kraft schon morgens in passive Kampfverbesserungszauber steckt und dann den ganzen Tag lang nicht mehr (oder nur sehr beschränkt) auf sein übriges Spruchotential zugreifen kann.

Interessant finde ich jedoch diese Frage:
Zitat von: Wolfhunter
Was mach ich denn dann mit meinen Erfolgsgraden z.B. bei Nachtaugen?
Man kann sicher darüber diskutieren, dass "Buff"Zauber etwas mehr Fokus kosten könnten, aber gleich die 'Erfolgsgrade spart Kosten ein' Regel auszusetzen, finde ich nicht zwingend notwendig.
Ein kompetenter Magier muss für einen gut gelungenen Blitzstrahl weniger Fokus ausgeben als jemand, der die Probe gerade mal so schafft. Warum sollte derselbe kompetente Magier nicht auch bei der Arkanen Klinge besser dastehen können als der Laie?
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derPyromane

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Re: Powergaming mit Kanalisierten Zaubern?
« Antwort #17 am: 09 Aug 2013, 04:15:31 »

...
Langbogen 8+3 Ticks bei 1w!0+5 SChaden und 50m
vs
Blitzstrahlt 7+3 Ticks bei 3W6Schaden und 10m

und so sieht das bei allen Zaubern aus, Reichweite gleich 0 im Vergleich zu Schusswaffen. Da sehe ich den Loraki-Magier als Opfer des Kriegers.

Ich möchte hier keine Glaubensfrage anzetteln (und jetzt kommts) ABER: Die Vergleiche zwischen Schwertschaden und Blitzschaden (wie sie hier gerne verwendet werden) finde ich komplett nichtssagend. Man pickt sich hier etwas raus und da etwas raus und unterwirft beides einem Vergleich.

1) Ich könnte auch sagen, das Schwert (der Dolch, ein Knüppel, ein Ast, ...) ist soo unfair schwach. Mit dem Kometenwurf mache ich soo viel mehr Schaden. Das soll keine Neckerei sein. meine 2 "oo" sollen nur darüber hinwegtäuschen, dass ich mir keine Werte raussuchen will. ;)

2) Gleiches gilt für Reichweite, Ticks und alles andere auch. Wenn ich danach suche, gibt es über all einen Situation wo eine beliebige Seite den Kürzeren zieht.

3) Magier die als Kampfmaschinen angelegt sind, haben sich gefälligst anders zu helfen als darüber zu meckern, dass ihr Fokus ausgeht, ihre Zauber zu lange dauern, Rüstgungen sie beim Zaubern ... nö, das dürfen sie ja eh ...
Also, werte Hokuspokus, stop whining, get prepaired!

4) Fokus kann durchaus in den Einzeldisziplinen schlechter sein als ein vergleichbares profanes Werkzeug. Der Vorteil von Magie liegt in den vielen Optionen die man hat. Zauber brauchen keine Taschen. Zauber haben kein Gewicht. Zauber muss man nicht in der Hand halten wenn man klettert. Zauber können subtiler bedrohen oder Anligen durchsetzten als Klingen. Zauber verbrauchen kein Lampenöl. Zauber muss man nicht schleifen. Zauber muss man am Tor einer Stadt nicht abgeben. Zauber können einem die Schuhe putzen. Zauber gibt es in allen Farben. Zauber machen satt. Zauber sind einfach zauberhaft. Um es mit den Worten der Psychologie auf den Punkt zu bringen: In einer Situation gilt jene Person als die dominante, welche mehr Optionen zur Verfügung hat.

« Letzte Änderung: 09 Aug 2013, 04:36:02 von derPyromane »
We all serve one master – one king.
His name is Gaming!
Forever may he reign!

Grimrokh

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Re: Powergaming mit Kanalisierten Zaubern?
« Antwort #18 am: 09 Aug 2013, 07:28:50 »
Zitat von: der Pyromane
Der Vorteil von Magie liegt in den vielen Optionen die man hat. Zauber brauchen keine Taschen. Zauber muss man nicht in derHand halten wenn man klettert. Zauber können subtiler bedrohen oder Anligen durchsetzten als Klingen. Zauber verbrauchen kein Lampenöl. Zauber muss man nicht schleifen. Zauber muss man am Tor einer Stadt nicht abgeben. Zauber können einem die Schuhe putzen. Zauber machen satt. Zauber sind einfach zauberhaft. Um es mit den Worten der Psychologie auf den Punkt zu bringen: In einer Situation gilt jene Person als die dominante, welche mehr Optionen zur Verfügung hat.
Und man darf nicht vergessen, dass man mit Magie in der Lage ist, Dinge zu vollbringen, die man ohne sie gar nicht erreichen kann. Mit Toten sprechen oder Untote erheben, sich teleportieren, etwas aus dem Nichts erschaffen, sich unsichtbar machen, über größere Distanzen kommunizieren, Wesenheiten beschwören, Gedanken mit einem Fingerschnippen manipulieren, usw. So gesehen ist der Magier anderen Charakteren immer auf eine Weise überlegen.

Natürlich sollte alles in allem ein faires Gesamtpaket herauskommen, das den Magier-SC nicht künstlich schwächer macht als den Krieger-SC und vice versa. Im Detail darf und soll es jedoch mMn sehr wohl Unterscheidungen geben.
Aber es gibt auch RPG-Systeme, die diese Unterschiedlichkeiten minimieren: Wer möchte, dass sich ein Zauberer so anfühlt wie ein Kämpfer und umgekehrt und dass niemand (mutmaßlich) benachteiligt wird, dem empfehle ich DnD4. Da hat jeder seine zahlreichen Powers, die unterschiedlich heißen und zum Typus passen, aber effektiv ist deren Auswirkung sehr ähnlich was magische und mundane Effekte betrifft. Wem’s gefällt, warum nicht…
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Dornenwall

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Re: Powergaming mit Kanalisierten Zaubern?
« Antwort #19 am: 10 Aug 2013, 12:32:54 »
Man könnte aber vieleicht auch mit einer Art von Konzentration arbeiten. Egal ob man dabei einen festen Wert nimmt wie z.B. 5 oder einen aus Attributen abgeleiteten Wert. Die Konzentration legt dann fest, wie viele Zauber die Konzentration benötigen gleichzeitig aufrecht erhalten werden können.

Dem Magier entstehen dadurch keine weiteren Nachteile, außer dass er eben nur eine begrenzte Anzahl von "Buffs" gleichzeitig aufrecht erhalten kann, will er einen neuen wirken muss er erst einen anderen beenden. "

Buff" Zauber würden dann was Fokus angeht, wie jeder andere Zauber auch behandelt werden und Erfolgsgrade könnten dann wieder ganz normal die Fokuskosten senken.

Natürlich kann man die benötigte Menge an Konzentration der Zauber auch variieren, so das z.B. ein "Buff" der auf mehrere Ziele wirkt mehr Konzentration erfordert.
Und auf dem Weg bis hin zum Ziel, vergräbst du dich im Dornenwall, der tief in dir, im Fleisch verborgen, entfaltet wirr sein Wurzelwerk.