Autor Thema: unwichtige Auswahl  (Gelesen 24504 mal)

Yinan

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Re: unwichtige Auswahl
« Antwort #60 am: 13 Jun 2015, 00:15:21 »
Das kann jeder, der die Stärke hat oder einen entsprechenden Zauber kann, der einen echten Schaden machen lässt, wenn man unbewaffnet ist (Flammende Hände, Schockgriff etc.). Udn auf Grad 1 sind die nicht mal selten. Und hey, der mit dem Küchenmesser macht dir genauso viel Schaden, ist also genauso bedrohlich in der Situation.
Wenn nicht anders gesagt, dann befassen sich meine Aussagen zu Regeln niemals mit Realismus oder Simulationismus, sondern nur mit Balancing.
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Re: unwichtige Auswahl
« Antwort #61 am: 13 Jun 2015, 00:18:50 »
Das kann jeder, der die Stärke hat oder einen entsprechenden Zauber kann, der einen echten Schaden machen lässt, wenn man unbewaffnet ist (Flammende Hände, Schockgriff etc.). Udn auf Grad 1 sind die nicht mal selten. Und hey, der mit dem Küchenmesser macht dir genauso viel Schaden, ist also genauso bedrohlich in der Situation.

Exakt. Aber das muss man eben auch erstmal in die Hände nehmen.

Ich bleibe dabei, ich sehe hier einen Vorteil für die Varge. Darüber hinaus behaupte ich auch, dass durch ihre natürliche Rüstung ein Varg selbst schwieriger mit einem Küchenmesser/vergleichbaren einzuschüchtern ist.
« Letzte Änderung: 13 Jun 2015, 00:22:33 von SeldomFound »
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Yinan

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Re: unwichtige Auswahl
« Antwort #62 am: 13 Jun 2015, 00:32:09 »
Darüber hinaus behaupte ich auch, dass durch ihre natürliche Rüstung ein Varg selbst schwieriger mit einem Küchenmesser/vergleichbaren einzuschüchtern ist.
Lustig, das du hier so inkonsistent in deiner Argumentation bist.
Noch letzte Seite sagtest du:
Da es für mich narrativ keinen Sinn ergibt, warum jemand weniger Angst von einem Messer an der Kehle haben soll, weil es auf der regeltechnischen Ebene nur 1W6+1 Schaden macht, lehne ich derartige Argumentationen in diesem Bereich eher ab.
Und ob ich nun weniger eingeschüchtert bin, weil es nur ein Messer mit 1W6+1 Schaden ist oder weil ich ein Fell habe, das mir 1 SR gibt, nimmt sich echt nichts. Bei einem mal sagst du "ergibt kein Sinn und lehne derartige Argumentation eher ab", aber benutzt sie dann hier wieder für die andere Seite -.-

Dazu kommt noch, das wir hier wieder im Bereich der Pseudo-Vorteile und Andichtungen von Fähigkeiten sind. In 99,99% der Fälle wird die Tatsache, das der Varg Krallen hat oder ein buchstäblich dickes Fell, ihm absolut nichts bringen wenn es darum geht jemanden Einzuschüchtern oder nicht eingeschüchtert zu werden.

Und ja, Varge haben einen Vorteil damit, das natürliche Waffen haben. Aber weiterhin sage ich "So what?", denn in der Konkreten Situation "Einschüchtern" bringt ihnen dieser Vorteil nahezu nie was.
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Re: unwichtige Auswahl
« Antwort #63 am: 13 Jun 2015, 00:52:20 »
Und ich behaupte, es bringt etwas, da ich durchaus einsehe, wenn jemand meint, dass ein Varg recht gut einschüchtern kann. Und nein, ich bin nicht inkonsistent, denn es geht mir nicht um den 1 Punkt, sondern allein darum, dass jeder Varg von Natur aus eine Rüstung trägt.
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Tigerle

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Re: unwichtige Auswahl
« Antwort #64 am: 13 Jun 2015, 12:25:35 »
Ich glaube, die gewählten Beispiele sind ungünstig, um das Problem deutlich zu machen:

Stelle dir vor, vor dir steht ein 2,10 hünenartiger Varg mit dicken fletschenden Reißzähnen oder ein 1,20 Meter kleiner Pimpf (Gnom). Wer schüchtert dich eher ein?

Natürlich der Gnom, weil der Varg ein Malus auf WIL hat.

Es macht kein Sinn, mit Waffen zu argumentieren. Alleine diese Vorstellung sollte schon die Problematik veranschaulichen.
Aber nun auch an allen gerichtet, die sich beschweren: Wollt ihr wirklich wegen dieser Lapalie kompliziertere Regeln? Es wird immer irgendwo eine Lücke geben, wo die Regeln unglaubwürdig sind. Oder aber irgendwann wird keiner mehr durchblicken. Und so schlimm ist die Situation mit den harmlos wirkenden Vargs auch nicht, als dass man da mit dem Rotstift ansetzen müsste!
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Re: unwichtige Auswahl
« Antwort #65 am: 15 Jun 2015, 13:10:13 »
Im Prinzip erscheinen mir da zwei Fixes als sowohl gerechtfertigt als auch relativ einfach:

1) Bei allen auf körperlicher Überlegenheit basierenden Einschüchterungsversuchen wirkt die Größe als Modifikator in Höhe des Heimlichkeitsmodifikators mit umgekehrtem Vorzeichen.
2) Bei allen auf körperlicher Überlegenheit basierenden Einschüchterungsversuchen kann STÄ eine der beiden regulären Eigenschaften von Anführen ersetzen.

Tigerle

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Re: unwichtige Auswahl
« Antwort #66 am: 15 Jun 2015, 13:54:59 »
Ich finde Fix 2 als hervorragende Lösung!
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Quendan

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Re: unwichtige Auswahl
« Antwort #67 am: 15 Jun 2015, 14:02:35 »
Ich finde Fix 2 als hervorragende Lösung!

Macht aber eine Büchse der Pandora auf und war einer der Gründe, warum wir uns im Regelwerk gegen solche Regeln entschieden haben. ;) Denn warum dürfen dann andere Charaktere, nicht ihre Schwächen in anderen Bereichen ausgleichen, indem sie bei anderen Fertigkeiten Attribute so austauschen dürfen, dass es ihnen genehm ist? Irgendeine Begründung ist da in sehr vielen Fällen konstruierbar.

Das spricht jetzt nicht per se dagegen das in einer heimischen Runde so zu machen, wenn alle es okay finden (und etwa sagen: Das geht nur da und basta). Und auch es per Meisterschaft zu erlauben ist deutlich weniger weitreichend (kostet dann aber natürlich Ressourcen). Aber ich selbst stehe so einer Regelung sehr skeptisch gegenüber und akzeptiere dann eher Unschärfen in Randbereichen.

Da würde ich, sofern einen die Situation stört, weit eher dazu raten ein bestehendes Regelelement zu nutzen: Umstände. Auch das würde ich in meiner Runde nicht machen (weil dann auch in einer z.B. Anführen- oder Redegewandtheit-Probe jemand völlig berechtigt fragen könnte, warum er eigentlich für seinen überlegenen Verstand gegenüber seinem Kontrahenten keine Boni erhält) - aber ich halte es für einen deutlich weniger weitreichenden Eingriff.

Aber wie gesagt: Da gibt es halt unterschiedliche Philosophien. Manche Leute (wie ich) akzeptieren lieber Unschärfe in Randbereichen, um dafür schnelle und einfache Regelanwendungen zu haben. Andere wollen mehr simulieren und Welt abbilden in den Regeln und möchten dafür Sonderregeln. In Splittermond kann das die letztgenannte Fraktion relativ problemlos machen, muss dafür dann aber meist auf Hausregeln zurückgreifen. Denn unsere Philosophie ist relativ klar: Sonderregeln für Detailfälle, die keine weitreichenden und in unseren Augen zu störenden Effekte haben, vermeiden und auf Abstraktion zurückgreifen.
« Letzte Änderung: 15 Jun 2015, 14:07:47 von Quendan »

Tok

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Re: unwichtige Auswahl
« Antwort #68 am: 15 Jun 2015, 14:05:28 »
Also ich muss sagen ich find die Idee mit der Größenklasse eigentlich spitze.
Umgekehrter Modifikator bei Anführungsproben.

Ein 2,10 Varg in vorderster Front macht ein wenig mehr her als der Gnom den der Varg gerade als Hantel benutzt.
Dann noch -1 Vertsand statt Wille und der Varg wäre in meinen Augen endlich mal plausibler (spielmechanisch)

Yinan

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Re: unwichtige Auswahl
« Antwort #69 am: 15 Jun 2015, 14:18:48 »
Ein 2,10 Varg in vorderster Front macht ein wenig mehr her als der Gnom den der Varg gerade als Hantel benutzt.
Was nur schwer geht, wenn der Gnom diesem Varg gerade die Hand abgehackt hat im Kampf, weil er der überlegene Kämpfer ist.


Pauschal die GK mit einzubeziehen halte ich auch für eine denkbar unpassende Entscheidung. Die kleinere Person kann wesentlich furchteinflößender Wirken als die große, ganz ohne das sich die Werte zu weit unterscheiden. Größe alleine macht einen nicht wirklich einschüchternder, da fehlt halt halt weiterhin die Kompetenz sowas dann auch zu nutzen, wo wir wieder zum Talent Anführen zurück kommen.
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wusch

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Re: unwichtige Auswahl
« Antwort #70 am: 15 Jun 2015, 16:43:55 »
Ein 2,10 Varg in vorderster Front macht ein wenig mehr her als der Gnom den der Varg gerade als Hantel benutzt.
Was nur schwer geht, wenn der Gnom diesem Varg gerade die Hand abgehackt hat im Kampf, weil er der überlegene Kämpfer ist.


Pauschal die GK mit einzubeziehen halte ich auch für eine denkbar unpassende Entscheidung. Die kleinere Person kann wesentlich furchteinflößender Wirken als die große, ganz ohne das sich die Werte zu weit unterscheiden. Größe alleine macht einen nicht wirklich einschüchternder, da fehlt halt halt weiterhin die Kompetenz sowas dann auch zu nutzen, wo wir wieder zum Talent Anführen zurück kommen.

Und jetzt bitte nochmal ohne Totschlagargumente.

Horus

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Re: unwichtige Auswahl
« Antwort #71 am: 15 Jun 2015, 16:47:12 »
Ich würde auch über Umstände bei Einschüchterungsversuchen arbeiten, aber dabei folgendes beachten:

Der Umstand hängt von der Bewertung durch das Ziel des Einschüchterungsversuchs ab. Ein geübter Kämpfer lässt sich kaum durch Körpergröße einschüchtern. Jemand mit Angst vor Feuer mag aber eine Fackel einschüchternder finden als ein Großschwert.

Und jemand, welcher in der Kindheit immer von Gnomen verprügelt wurde, wird diese evtl. auch im Erwachsenenalter noch als bedrohlicher empfinden als jeden zähnefletschenden Varg.
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Tok

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Re: unwichtige Auswahl
« Antwort #72 am: 15 Jun 2015, 17:22:28 »
natürlich kann ein Gnom auch einschüchtender sein als ein Varg.
Es kann auch einen Varg geben der besser schleichen kann als ein Gnom.

Aber in meinen Augen haben sie halt unterschiedlich gute Grundvoraussetzungen dafür.

Klein = heimlich
groß = einschüchternd

regelfuchs

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Re: unwichtige Auswahl
« Antwort #73 am: 16 Jun 2015, 14:20:58 »
GRW, S.36, Varge:
Zitat
Attributsmodifikatoren: +2 auf Stärke, +1 auf ein beliebiges anderes Attribut, –1 auf Willenskraft
Das Problem mit den -1 auf WIL, lässt sich für Charaktere für die dieses Attribut wichtig ist, doch einfach dadurch lösen die freien +1 auf WIL zu packen und dadurch keinen Abzug mehr zu erleiden.

TrollsTime

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Re: unwichtige Auswahl
« Antwort #74 am: 17 Jun 2015, 11:19:44 »
Ein 2,10 Varg in vorderster Front macht ein wenig mehr her als der Gnom den der Varg gerade als Hantel benutzt.
Was nur schwer geht, wenn der Gnom diesem Varg gerade die Hand abgehackt hat im Kampf, weil er der überlegene Kämpfer ist.


Pauschal die GK mit einzubeziehen halte ich auch für eine denkbar unpassende Entscheidung. Die kleinere Person kann wesentlich furchteinflößender Wirken als die große, ganz ohne das sich die Werte zu weit unterscheiden. Größe alleine macht einen nicht wirklich einschüchternder, da fehlt halt halt weiterhin die Kompetenz sowas dann auch zu nutzen, wo wir wieder zum Talent Anführen zurück kommen.

Kann sie sein, ist sie aber nicht grundsätzlich und auch nicht in den meisten Fällen.

Bei gleicher Erfahrung und Kampffertigkeit ist der größere Charakter furchteinflößender.
Erst recht, wenn beide ihre Kampffertigkeit noch nicht dargestellt haben.

Wenn du als xbeliebiger Mensch einem xbeliebigen Warg und einem xbeliebigen Gnom gegenübersteht, ist der Warg furchteinflößender.

Beim Warg gehst du im Zweifel davon aus, dass er mit jenem Kriegshammer umgehen kann,
beim Gnom hält man das erst mal für einen schlechten Witz (bis er anderes bewiesen hat).

Edit:
Welche Fertigkeiten benötige ich denn für Einschüchtern?
(ich bin noch ganz neu)
« Letzte Änderung: 17 Jun 2015, 11:21:58 von TrollsTime »
Quendan zu TrollsTime: "Du musst nicht alle überzeugen!"