Autor Thema: Lesen und Schreiben  (Gelesen 33048 mal)

Arvor

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Lesen und Schreiben
« am: 11 Mär 2015, 12:54:44 »
Falls das im Regebuch - oder schon im Forum - steht,  sorry hab ich nicht gefunden :)

Mich würde interssieren wie weit auf Lorakis die Fähigkeit zu Lesen und zu Schreiben verbreitet ist. Von den Archetypen haben relativ wenige die Stärke Literat  (wenn dann meist nur optional) - das gilt auch für Professionen mit scheinbar hochwertiger Ausbildung (zB Recke) oder scheinbar magisch fokussierter Ausbildung (zB Mystischer Krieger).

Daher meine Frage:
Von wem würde ich in Lorakis erwarten das er Lesen und Schreiben kann (und von wem eher nicht)? Reiche Leute ? Gebildete Leute? Berufsmagier? Sozial hoch stehende Leute? ..

Danke :)

Quendan

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Re: Lesen und Schreiben
« Antwort #1 am: 11 Mär 2015, 13:01:35 »
Von gebildeten und spezialisierten Leuten. Spezialisiert heißt in dem Fall: Für ihren Job ist es elementar oder zumindest wichtig. Schreiber natürlich, aber auch Händler/Verwalter/Magistrale werden es oft können.

Gerade Reiche oder sozial hochstehende Leute müssen es nicht unbedingt können - denn die können es sich leisten, Leute anzustellen, die es können. Berufszauberer müssen es auch nicht zwingend können, da sollte man sich vom Bild des Spitzhut-Magiers lösen.

In jedem Fall ist davon auszugehen, dass auch in den zivilisierten Reichen das Beherrschen des Lesens und Schreibens nicht allgemein verbreitet ist. In den Städten gibt es sicher genug Leute, die das können - auf Dörfern dürfte es schon eher eine Besonderheit sein.

Arvor

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Re: Lesen und Schreiben
« Antwort #2 am: 11 Mär 2015, 13:06:57 »
schnelle und präzise Antwort, Danke.

Cifer

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Re: Lesen und Schreiben
« Antwort #3 am: 11 Mär 2015, 13:31:56 »
Ich vermute dementsprechend, dass die Antwort kontraintuitiverweise "Nein" lautet, aber: Benötigt man Literat für die Herstellung und/oder Benutzung von Schriftrollen?

Quendan

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Re: Lesen und Schreiben
« Antwort #4 am: 11 Mär 2015, 13:37:14 »
Nein. "Schriftrolle" ist hier ein Terminus technicus. Auch Fetische von Schamanen und ähnliches fallen unter diese Regeln. Unter gebildeten und des Lesens kundigen Magiern wird die Form der Schriftrolle aber sicher sehr verbreitet sein. Zum Auslösen muss man aber auch nicht lesen können.

Yinan

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Re: Lesen und Schreiben
« Antwort #5 am: 12 Mär 2015, 13:01:10 »
Zumal die Schriftrollen ja auch nicht unbedingt Schrift enthalten müssen, sondern z.B. geometrische Formen oder sowas in der Art (man denke da an z.B. sowas hier).

Das könnte man auch herstellen, ohne Sprache Lesen oder Schreiben zu können.
Wenn nicht anders gesagt, dann befassen sich meine Aussagen zu Regeln niemals mit Realismus oder Simulationismus, sondern nur mit Balancing.
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wusch

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Re: Lesen und Schreiben
« Antwort #6 am: 12 Mär 2015, 13:32:58 »
Lesen und schreiben können ist in den meisten Lorakischen Gesellschaften ja alles andere als nötig (außer in den Gebildeten und höher stehenden Kreisen) allerdings wenn man es kann, dann kann man schon vielerorts als gebildet gelten.

Quendan

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Re: Lesen und Schreiben
« Antwort #7 am: 19 Mär 2015, 15:49:16 »
Ich hab alles zum Zaube Zauberfeder mal hierher verschoben:

http://forum.splittermond.de/index.php?topic=2872.0

Vom Grundthema hat man sich ja schon länger weit verabschiedet.

Horus

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Re: Lesen und Schreiben
« Antwort #8 am: 11 Apr 2015, 01:01:50 »
Wenn ich mich recht entsinne, gibt es auf Lorakis keinen Buchdruck. Jede existierende Schrift ist also ein "Manuskript", ein von Hand geschaffenes Werk, in dem verdammt viel Arbeitszeit steckt. Selbst der Zauber "magische Feder" schreibt ja nur, was man diktiert, auch hier ist eine Vervielfältigung alles andere als schnell.

Da es also so wenig geschriebenes Material auf der Welt gibt, ist es für die meisten auch einfach absolut unnötig. Es gibt eher keine Schilder mit Straßennahmen, es werden eher leicht verständliche Piktogramme verwendet. Ein Schild mit einem Bierkrug, um eine Taverne zu kennzeichnen, vielleicht mit irgendeinem schöneren Logo, um auf den Namen hinzuweisen. Einen Schriftzug wird es vermutlich nur sehr selten an der Fassade geben.

Bei vielen Gelehrten würde ich eher auf die Stärke "Gutes Gedächtnis" gehen, da man ihm während der Ausbildung zahlreiche Mnemo-Techniken beibrachte. Man konnte das Wissen nämlich nicht auf USB-Stick mittragen, ein Foliant ist sehr schwer, Pergament und Papier, um etwas abzuschreiben, recht teuer.
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Cifer

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Re: Lesen und Schreiben
« Antwort #9 am: 11 Apr 2015, 01:16:25 »
Zitat
Wenn ich mich recht entsinne, gibt es auf Lorakis keinen Buchdruck. Jede existierende Schrift ist also ein "Manuskript", ein von Hand geschaffenes Werk, in dem verdammt viel Arbeitszeit steckt. Selbst der Zauber "magische Feder" schreibt ja nur, was man diktiert, auch hier ist eine Vervielfältigung alles andere als schnell.
Wie man's nimmt - man kann zwar "nur" in normaler Schreibgeschwindigkeit diktieren, aber nirgendwo steht, dass man nur eine Zauberfeder aktiv haben kann...

SeldomFound

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Re: Lesen und Schreiben
« Antwort #10 am: 11 Apr 2015, 02:06:26 »
Die Replikation von wichtigen Werken wie etwa heilige Texte wird auf jeden Fall mit "Zauberfeder" wesentlich weniger Zeit beanspruchen als es im Mittelalter üblich war. Und ja, da der Zauber auf Berührung geht, kann man damit mehrere Federn/Pinseln/etc. gleichzeitig verzaubern.
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Fadenweber

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Re: Lesen und Schreiben
« Antwort #11 am: 11 Apr 2015, 13:10:27 »
Dafür ist die Kopie von Texten mittels Zauberfeder(n) auch störungsanfällig. Gerade, wenn man mit mehreren Federn gleichzeitig am Werk ist, bedeutet jeder Hustenanfall, jeder Versprecher, jedes Räuspern, jede (Reaktion auf eine) Störung, dass man einen (teuren) Bogen in die Tonne kloppen bzw. zumindest mit Schaber und Feder wieder ausbessern muss. Kann gut sein, dass man das gerade mit heiligen Texten nicht möchte, sondern da bewusst auf konzentrierte und kontemplative Handarbeit statt magische Massenkopie setzt.

Erinnert mich mit umgekehrten Vorzeichen etwas an das Buch G'Kar aus Babylon 5, bei dem die Kopisten aus religiösem Dogma heraus einen Kaffeefleck des Originals mit in jede Kopie übertragen mussten :D

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Re: Lesen und Schreiben
« Antwort #12 am: 11 Apr 2015, 13:36:34 »
Zitat
Da es also so wenig geschriebenes Material auf der Welt gibt, ist es für die meisten auch einfach absolut unnötig.
Ich würde aber vermuten, dass es zwischen verschiedenen Reichen auch immense Unterschiede geben wird, was die Lese-und-Schreib-Fähigkeit angeht. So würde ich beispielsweise vermuten, dass die Fähigkeit, Lesen zu können, in Takasadu um Einiges verbreiteter ist als in Dragorea (das basiert allerdings hauptsächlich auf meinen persönlichen Assoziationen ;) )

SeldomFound

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Re: Lesen und Schreiben
« Antwort #13 am: 11 Apr 2015, 13:50:40 »
Dafür ist die Kopie von Texten mittels Zauberfeder(n) auch störungsanfällig. Gerade, wenn man mit mehreren Federn gleichzeitig am Werk ist, bedeutet jeder Hustenanfall, jeder Versprecher, jedes Räuspern, jede (Reaktion auf eine) Störung, dass man einen (teuren) Bogen in die Tonne kloppen bzw. zumindest mit Schaber und Feder wieder ausbessern muss. Kann gut sein, dass man das gerade mit heiligen Texten nicht möchte, sondern da bewusst auf konzentrierte und kontemplative Handarbeit statt magische Massenkopie setzt.

Erinnert mich mit umgekehrten Vorzeichen etwas an das Buch G'Kar aus Babylon 5, bei dem die Kopisten aus religiösem Dogma heraus einen Kaffeefleck des Originals mit in jede Kopie übertragen mussten :D

In diesem Falle gibt es doch den Zauber "Textkorrektur", ein Ableger von "Text verschlüsseln". XD

(Im Ernst, ich glaube, der Zauber wäre gar nicht mal so dumm...)
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Loki

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Re: Lesen und Schreiben
« Antwort #14 am: 11 Apr 2015, 13:55:28 »
Mit nach Erfolgsgraden gestaffelter Such-Tiefe?  ;D
„Erfahrung ist fast immer die Parodie auf die Idee.“
- Johann Wolfgang Goethe