Autor Thema: Vorteil Attraktivität  (Gelesen 7645 mal)

Weltengeist

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Re: Vorteil Attraktivität
« Antwort #30 am: 16 Sep 2014, 08:03:00 »
Zu allem, was Fadenweber schreibt, meine uneingeschränkte Zustimmung.

Belzhorash

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Re: Vorteil Attraktivität
« Antwort #31 am: 16 Sep 2014, 08:25:44 »
Zu allem, was Fadenweber schreibt, meine uneingeschränkte Zustimmung.
Jupp, von mir auch!

Für mich klang es so, als würdest du es darauf anlegen, die Vorteile der Spieler gegen sie zu wenden (häufig).
Bitte entschuldige das Missverständnis!

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Re: Vorteil Attraktivität
« Antwort #32 am: 16 Sep 2014, 09:35:45 »
Ich glaube die Diskussion begann, als Drarsus vor zu viel Spielleiterentscheid warnte, und man ihm daraufhin zu strenge Regelauslegung vorwarf und jegliche Spielleiterentscheidung zu rechtfertigen begann, wobei das ja nie das Thema war!
Man kann als SL viel Frust bei den Spielern verursachen, wenn man (nicht nur bei diesem speziellen Vorteil) zu oft per SL-Entscheid eingreift. Was "zu oft" ist, ist für jede Gruppe unterschiedlich.
Für Fetzenstein! Nieder mit Knax!

rparavicini

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Re: Vorteil Attraktivität
« Antwort #33 am: 16 Sep 2014, 10:55:47 »
Hi,

prinzipiell gebe ich den Punkten bei Fadenweber auch Recht, leider sind sie nicht passend.
In dem Fall hier geht es nicht darum, das es Attraktivität entwertet wenn jemand gegen soziale Fertigkeiten immun wäre, sondern darum das jemand normal von sozialen Fertigkeiten beeinflusst wird, aber Attraktivität nicht oder gar gegenteilig wirkt.

Aber um rparavicinis (De-)Motivationsargument aufzugreifen: Als Spieler eines Recken schmeiße ich doch auch nicht dessen Schwert weg und steigere künftig lieber Naturkunde oder Geschichte&Mythen, nur weil immerhin die theoretische Chance besteht, dass mein Spielleiter mir mal einen mit herkömmlichen Waffen unverletzlichen Gegner vorsetzt, gegen den meine teuren Fertigkeitspunkte und Meisterschaften in Klingenwaffen plötzlich und für mich überraschend nicht viel ausrichten.

Eine korrektere Analogie wäre:
Spieler kauft sich die Meisterschaft Hammerschlag, und der Gegner erleidet keine zusätzlichen Schaden, oder gar weniger als wenn der Hammerschlag nicht gemacht worden wäre. Oder wenn man den Gegner normal treffen kann, nur meine Punkte in Klingenwaffen werden nicht gerechnet oder gar abgezogen statt hinzugerechnet.

Das ist eine besondere Situation, die zwar besondere Frustration, aber eben auch einen besonderen Reiz ausmachen kann, eben ganz je nachdem, ob ich es als Schikane oder als Abenteuerangebot meines Spielleiters begreife. Wenn ich durch eine Zone magischer Leere infolge einer entsprechenden Katastrophe wandere, ist mein erhöhter Fokuspool oder meine hohe Fokusregeneration womöglich zeitweise nutzlos. Wenn jemand in Lorakis ein magisches Gift entwickelt, das mein magisches Potenzial gegen meinen Körper wendet und daher [FOKUS] Schadenspunkte anrichtet, ist der erhöhte Fokuspool plötzlich sogar ein echter Nachteil.
Die Zone magischer Leere, in welcher Fokus nicht genutzt werden kann, fände ich in Ordnung, die Zone die bewirkt das jemand der sich extra eine Stärke gekauft hat, diese nicht oder sogar gegenteilig bekommt, die anderen aber unbeeinflusst sind, fände ich hingegen unschön.

Das Gift, dessen einziger Sinn ist, (gnomische) Magier einfach umzupusten, empfinde ich als Plothook vielleicht noch in Ordnung, es gegen SCs auch einzusetzen, als komplett unsinnig.
Sollte ich deshalb gleich darauf verzichten und lieber gänzlich unmagischer Bäckergeselle werden? Das wäre wohl Überkompensation. Wenn mein 5-Punkte-Mentor entführt wird und ich mit seinem Leben erpresst werde, oder wenn ihm auf einmal (zu Unrecht?) ein Verbrechen nachgesagt wird und das auf mich zurückzufallen droht, werden meine teuren Ressourcenpunkte kurzfristig ein subjektiver Nachteil - aber auch eine 1-A-Abenteuermotivation, ihn zu befreien oder seinen Ruf wieder reinzuwaschen. So wie in diesen Beispielen sehe ich Weltengeists undogmatischen Umgang mit Attraktivität als Stärke auch. Es ist eben eine Frage der Dosis, mit der so ein Bruch in der Erwartungshaltung eingesetzt wird. Wenn man es übertreibt (unverwundbare Gossenjungen, Lorakis als magische Ödnis und böswillig wegdefinierte Ressourcen), hat der Spieler ganz klar Grund zur Verstimmung - das bestreitet ja auch niemand. In den richtigen Maßen kann das aber ein interessanter Spielaspekt sein, wenn die Gruppe an sowas Spaß hat. Weltengeists Gruppe scheint den zu haben, dann sei er ihr von Herzen auch gegönnt :)

Meiner Meinung nach nehmen sich die meistern Spieler stärken, weil sie in einem bestimmten Bereich toll sein wollen, deswegen heissen die Dinger auch Stärken und nicht Handicaps. Wenn ich diese Stärken nun ignoriere oder gar umkehre, sollte dies durch den Gruppenkonsens gedeckt sein, und nicht einfach als Gottgegebenes Recht des SLs angesehen werden.

So long,
Roman
Meine Beiträge beziehen sich, wenn nicht explizit anders gesagt, immer nur auf die geltenden Regeln und meine persönliche Meinung. Ich erheben keinen Anspruch auf die ultimative Wahrheit, oder verbiete anderen Leuten in ihrer Runde etwas anders zu machen :)