Autor Thema: Rassenetikette  (Gelesen 17543 mal)

Feyamius

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Rassenetikette
« am: 26 Jul 2014, 12:26:56 »
Ich frage mich gerade spontan, ob alle Rassen gleich angesprochen werden. Im Orkenspalter Let's Play spricht ein NSC-Haushofmeister den Vargen häufig mit "der Varg" an, den Gnom entsprechend mit "der Gnom", während die menschlichen Personen wie gewohnt mit "der Herr / die Dame" angesprochen werden.

Gibt es da schon Überlegungen, wie die Anrede sein soll? Auch unabhängig davon finde ich die Überlegung interessant, ob eine Vargenfrau mit "die Dame" angesprochen wird.

Und sagt man überhaupt "Vargenfrau" oder heißt es "Vargenweibchen"? Heißen deren "Kinder" womöglich "Welpen"?

Chalik

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Re: Rassenetikette
« Antwort #1 am: 26 Jul 2014, 12:31:36 »
Ich wäre hier für einheitliche Anreden der unterschiedlichen Spezies, zumindest wenn man eine höfliche Unterhaltung führt. Abwertend kann man sicherlich auch andere Anreden nutzen, wenn eine entsprechende Person gewisse Vorurteile und Abneigungen hat.

Auch den Begriff Weibchen finde ich eher ungeeignet. Es sollte Vargenfrau oder Vargin heißen.

Welpe finde ich irgendwie ganz nett, bin mir aber nicht sicher ob es dann zu verniedlichend und zu vertierend (gibt es das Wort überhaupt?) wäre.

Letztlich kann das aber auch jede Spielgruppe für sich selbst definieren. Es bedarf da wohl keiner genauen Festlegung. Allein der Begriff Vargenweibchen passt für mich nicht in ein ansonsten tolerantes und völkeroffenes Lorakis.

Luxferre

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Re: Rassenetikette
« Antwort #2 am: 26 Jul 2014, 13:21:28 »
Ich wäre für eine spezifische Anrede.
Weibchen und Welpe für Varge finde ich sogar richtig stimmig. Vor Allem, wenn die Varge auch so über andere Völker sprechen:
"Siehst Du das albische Weibchen? Sie gehört mir!"

Als SL würde ich mich über eine solche Umsetzung seitens der Spieler freuen.

In einem anderen System gab es die Diskussion, Halblinge betreffend. Da wurde es dann zu Halblingsdame, weil Halblingin einfach blöd klingt.
ina killatēšu bašma kabis šumšu

... stell' Dir vor es geht und keiner kriegts hin ...

Quendan

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Re: Rassenetikette
« Antwort #3 am: 26 Jul 2014, 13:24:42 »
Personen jeglicher Rasse werden im direkten und indirekten Gespräch erstmal gleich angesprochen, nämlich so wie es sich den Umständen und dem Stand des Gegenübers entsprechend gehört. Eine vargische Zofe vom Hof des Königs von Midstad ist genau so erstmal eine Dame wie eine menschliche Kauffrau.

Da gibt es keinerlei rassebedingten Unterschiede.

Eyb in the box

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Re: Rassenetikette
« Antwort #4 am: 26 Jul 2014, 13:39:45 »
Ich finde es auch gut, wenn keine Unterschiede gemacht werden.

Ansonsten müsste man auch "der Mensch" oder die "Menschenfrau" sagen. Hm, klingt komisch - *grübel* obwohl es gut zu einer lorakischen Stimmung beitragen könnte...

Da aber alle Spezien das Miteinander gewohnt sind, sollte man es "unisex" halten, so wie von Queenie vorgeschlagen.
« Letzte Änderung: 26 Jul 2014, 13:42:29 von Eyb in the box »

Chalik

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Re: Rassenetikette
« Antwort #5 am: 26 Jul 2014, 13:40:58 »
Da aber alle Spezien das Miteinander gewohnt sind, sollte man es "unisex" halten, so wie von Queenie vorgeschlagen.

Sehe ich ganz genauso.

Feyamius

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Re: Rassenetikette
« Antwort #6 am: 27 Jul 2014, 13:16:46 »
Hm, dacht ich mir schon. Find' ich aber ein bisschen lame. Zusammen mit der bunten Durchmischung und der übergreifenden Toleranz wirken die verschiedenen Spezies auf mich ein wenig wie ein bloßer Anstrich. Oder, krasser gefragt: Wofür brauch ich verschiedene humanoide Spezies, wenn es im gesellschaftlichen Miteinander kaum einen Unterschied macht?

Mir würde ein bisschen mehr Reibungspotenzial gut gefallen, es erscheint mir bisher manchmal bei der Speziesauswahl eher wie eine Entscheidung, welche Verkleidung man für das Kostümfest anziehen möchte.

cyberware

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Re: Rassenetikette
« Antwort #7 am: 27 Jul 2014, 13:27:33 »
Mir würde ein bisschen mehr Reibungspotenzial gut gefallen, es erscheint mir bisher manchmal bei der Speziesauswahl eher wie eine Entscheidung, welche Verkleidung man für das Kostümfest anziehen möchte.

Das kommt auch immer auf die jeweilige Region/Kultur an. Während in Wintholt Elfen und Menschen beste freunde sind, sehen das die benachbarten Immersommeralben schon anders.

SeldomFound

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Re: Rassenetikette
« Antwort #8 am: 27 Jul 2014, 13:32:04 »
Hm, dacht ich mir schon. Find' ich aber ein bisschen lame. Zusammen mit der bunten Durchmischung und der übergreifenden Toleranz wirken die verschiedenen Spezies auf mich ein wenig wie ein bloßer Anstrich. Oder, krasser gefragt: Wofür brauch ich verschiedene humanoide Spezies, wenn es im gesellschaftlichen Miteinander kaum einen Unterschied macht?

Mir würde ein bisschen mehr Reibungspotenzial gut gefallen, es erscheint mir bisher manchmal bei der Speziesauswahl eher wie eine Entscheidung, welche Verkleidung man für das Kostümfest anziehen möchte.

Es hängt natürlich ein wenig von der Kultur ab. Rassenspezifische Kulturen wie die Tarr oder die Seealben dürfte sich da durchaus von durchmischten Kulturen unterscheiden. Man könnte sogar überlegen, ob es in manchen Kulturen nicht sogar krasse Normen und gesellschaftliche Sanktionen gegen Rassendiskriminierung gibt.

Gerade im Wächterbund kann ich mir das gut vorstellen: Da wird verlangt, dass egal welche Rasse oder aus welcher Kultur ein Ordensbruder oder -schwester kommt, man im Kampf der Finsternis vereint steht. Diskriminierung wird als Angriff gegen die Einheit des Bundes verstanden und mit strengen Disziplinarmassnahmen bestraft, denn man kann sich so etwas angesicht der Bedrohung durch die Finsternis einfach nicht erlauben.

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Drarsus

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Re: Rassenetikette
« Antwort #9 am: 28 Jul 2014, 13:10:48 »
Hm, dacht ich mir schon. Find' ich aber ein bisschen lame. Zusammen mit der bunten Durchmischung und der übergreifenden Toleranz wirken die verschiedenen Spezies auf mich ein wenig wie ein bloßer Anstrich. Oder, krasser gefragt: Wofür brauch ich verschiedene humanoide Spezies, wenn es im gesellschaftlichen Miteinander kaum einen Unterschied macht?

Mir würde ein bisschen mehr Reibungspotenzial gut gefallen, es erscheint mir bisher manchmal bei der Speziesauswahl eher wie eine Entscheidung, welche Verkleidung man für das Kostümfest anziehen möchte.

Die Diskussion hatten wir schon an einem anderen Punkt in einem gewissen Maße.
Ich persönlich seh gar kein Problem darin, dass in einer Gesellschaft in der ein Varg eher ein dreckiger Köter ist wesentlich herablassender über die Varge gesprochen wird, als dort, wo sie fest integriert sind.
Für mich aber eher eine Frage der eigenen Spielrunde.

Nevym

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Re: Rassenetikette
« Antwort #10 am: 28 Jul 2014, 13:50:43 »
Hm, dacht ich mir schon. Find' ich aber ein bisschen lame. Zusammen mit der bunten Durchmischung und der übergreifenden Toleranz wirken die verschiedenen Spezies auf mich ein wenig wie ein bloßer Anstrich. Oder, krasser gefragt: Wofür brauch ich verschiedene humanoide Spezies, wenn es im gesellschaftlichen Miteinander kaum einen Unterschied macht?

Mir würde ein bisschen mehr Reibungspotenzial gut gefallen, es erscheint mir bisher manchmal bei der Speziesauswahl eher wie eine Entscheidung, welche Verkleidung man für das Kostümfest anziehen möchte.

Es hängt natürlich ein wenig von der Kultur ab. Rassenspezifische Kulturen wie die Tarr oder die Seealben dürfte sich da durchaus von durchmischten Kulturen unterscheiden. Man könnte sogar überlegen, ob es in manchen Kulturen nicht sogar krasse Normen und gesellschaftliche Sanktionen gegen Rassendiskriminierung gibt.

Gerade im Wächterbund kann ich mir das gut vorstellen: Da wird verlangt, dass egal welche Rasse oder aus welcher Kultur ein Ordensbruder oder -schwester kommt, man im Kampf der Finsternis vereint steht. Diskriminierung wird als Angriff gegen die Einheit des Bundes verstanden und mit strengen Disziplinarmassnahmen bestraft, denn man kann sich so etwas angesicht der Bedrohung durch die Finsternis einfach nicht erlauben.
Ich bin deutlich für Tendenzen.
Dabei werde ich mich an der Bevölkerungsverteilung und der jeweiligen Kultur des Landstrichs orientieren - bedenkt Lorakis ist RIESIG - dort wo Varge (o.sonst.) nicht mal Erwähnung finden als relevanter Bevölkerungsanteil (<1%) oder als Kulturelle Spezialität ("Vargengarde", "Sumpfgnome") werden sie als Exoten behandelt, beäugt und auch difamiert - kein weichgespültes Lorakis, nicht bei mir!
Aber bei den Autoren waren einige schöne Kommentare zur Sklaverei dabei ...

Edit:
die Frage ist auch wo man sich grad befindet. In größeren/großen Städten macht eine Differenzierung keinen Sinn, wohl aber im Hinterland wo die Menschen vielleicht noch nicht mal einen Alb in ihrem Leben gesehen haben. Da werden Gnome und Varge schon sehr auffallen und entsprechend behandetl werden - wahrscheinlich sogar feindseelig.
« Letzte Änderung: 28 Jul 2014, 13:52:52 von Nevymn »
Ich bin der Sand im Getriebe - ich kommentiere - ich kritisiere - ich phantasiere
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Re: Rassenetikette
« Antwort #11 am: 29 Jul 2014, 02:21:40 »
Ich frage mich gerade spontan, ob alle Rassen gleich angesprochen werden. Im Orkenspalter Let's Play spricht ein NSC-Haushofmeister den Vargen häufig mit "der Varg" an, den Gnom entsprechend mit "der Gnom", während die menschlichen Personen wie gewohnt mit "der Herr / die Dame" angesprochen werden.

Möglicherweise war aber auch Selesha tatsächlich die einzige im Raum, der die Anrede "Dame" zugestanden hat, da den anderen der gesellschaftliche Stand fehlte.
Möglicherweise hätte der NSC-Haushofmeister auch einen weniger standesgemäßen Menschen mit "der Mensch" angesprochen.
Möglicherweise sollte man das aber auch nicht überbewerten, weil sich der SL keine Gedanken über konkrete Anreden gemacht hat, nicht über die Implikationen von "rassisch gefärbten" Anreden nachgedacht hat, dafür aber so jeder am Tisch wusste wer jeweils gemeint war ;)

In keinem Fall findet man in jedem kleinen Detail des Let's Play "die offizielle Splittermond-Linie" im Sinne von "so spielt ihr Splittermond richtig". Wenn das der Anspruch gewesen wäre, hätte ich bei der Anfrage von Orkenspalter TV nicht als SL zugesagt... ::)
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Re: Rassenetikette
« Antwort #12 am: 29 Jul 2014, 03:47:45 »
Also ich finde den Begriff "Junges", um Vargennachwuchs zu betiteln ja wesentlich effizienter. "Welpe" hat so etwas abfälliges.
Aber letztenden Endes denke ich sollte es dem jeweiligen SL überlassen bleiben.
Also: Gehen ein Hirsch, ein Pfau und ein Kranich in eine Taverne...

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Re: Rassenetikette
« Antwort #13 am: 29 Jul 2014, 08:32:11 »
Was nicht heißt, das ein Varg jemanden, der sich als naiv oder trottelig herausgestellt hat nicht doch als Welpe bezeichnen könnte, egal welcher Rasse derjenige angehört.  ;)
Common sense is anything but common.

Noldorion

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Re: Rassenetikette
« Antwort #14 am: 29 Jul 2014, 08:50:06 »
Ich finde, dass die Begrifflichkeiten hier nicht von der Rasse herrühren sollten. Es gibt ja keine genetisch vererbte überlieferte Vargensprache, so dass alle Varge weltweit die gleichen Bezeichnungen verwenden. Vargius Greifzahn von Raufellien, Haushofmeister des kaiserlichen Hofes zu Sarnburg, wird ein männliches Vargenkind vermutlich als "Junge" bezeichnen, ein weibliches Vargenkind als "Mädchen".

Es sei denn natürlich, der persönliche Geschmack des Spielers zieht hier "tierhaftere" Bezeichnungen vor. Ich finde das nur bedingt passend, und spätestens "Weibchen" und "Männchen" wären nichts mehr für mich :)

Die Raugarr wiederum können meines Erachtens jemanden tatsächlich abfällig als "Welpen" bezeichnen.

Andererseits finde ich an "der Varg" und "der Gnom" als genauere Bezeichnung, wer gemeint ist, nichts schlimmes - in einer menschenzentrierten Kultur wie dem Mertalischen Städtebund, wo Menschen nun einmal den "Standard" stellen. Bei den Tarr wäre das vermutlich eher "der Mensch" gewesen, um den Nicht-Standardfall zu kennzeichnen.