Autor Thema: Mertiallische Händlerschiffahrt auf der Kristallsee  (Gelesen 2010 mal)

Clessidor

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Abend,

nach langer Zeit mal wieder im Forum unterwegs. Einfach vor allem da bei mir und meinen Freunden Splittermond aus zeitlichen Gründen das Nachsehen hatte. Vor allem dama meistens die Wochenenden immer nur zu dritt sind und da höchstens mal zu Dungeon Slayers One-Shots kommen als zu unser vernünftigen Splittermond-Runde zu Viert. Dementsprechend ist deswegen auch das Zheno-Ork-Projekt zu Zeit bei mir stark vernachlässigt worden. Werd aber in Zukunft hin und wieder daran arbeiten. Aber da meine eigene Gruppe spielt, liegt da keine so große Priorität vor.

Ich arbeite aber für mich und meine Freunde an einem kleinen eigenes kleines Brettspielkonzept, wassma zusammen spielen könnten. Sollte eine Art Handelssimulation in Sachen Seefahrt ähnlcih wie Port Royle bzw. Patritzier in Brettspielform werden. Und da hatte ich mir gedacht, um das Szenario etwas spannender als Karibik und Hanse zu gestalten, warum nicht ein Fantasysetting nehmen und warum nicht eines, das man bereits kennt.
Dementsprechend ist grad mein ungefähres Grundkonzept für die Thematik: Ein Wetthandeln Mertialischer Händler in der Kristallsee.

Und da bin ich zur Zeit in der Recherche. Laut Weltband wird die Kristallsee von Ruderschiffen dominiert. Also Galeeren. Ich hatte mir drei Schiffstypen für das Spiel vorgestellt. Ein kleines Ruderschiff, mit den man startet und zwei größere Typen, welche jeweils ihre Vor- und Nachteile bringen.
Die Sache ist die als einen der beiden größeren würde ich halt die Galeere wählen.
Nur bei den restlichen beiden bin ich unsicher, was da passen würde. Namentlich hab ich keine anderen Schiffstypen in dem Zusammenhang gefunden. Von der mittelalterlichen Schiffen weiß ich, dass es als kleinere Ruderschiffe die Galeotta oder Fusta gab. Sowas in der Art würde ich mir als Startschiff vorstellen.
In Sachen zweiteres größeres Schiff, hätte ich die Kogge genommen. Zwar ein Segelschiff, aber textlich wird erwähnt, dass die Borombri sie verwenden. Also doch auf der Kristallsee hin und wieder vorkommen. Es wäre auch von der Spielmechanik interessant ein Segel und Ruderschiff zu haben.

Das waren so meine Überlegungen, aber da ich mir noch unsicher bin und auch noch stark in der Ideenphase bin, was ich alles noch in etwa einbauen kann, da es auch soetwas wie Begegnungen am Hafen geben soll. (Der Grundmechanismus für Handel und Bewegung an Sich steht).
Daher hatte ich noch einige Fragen, wie den der Mertialische Handel auf der Kristallsee vorzustellen sei. Mit welchen Gefahren man täglich zu rechnen hat und ja welche Schiffe die Händler vor allem verwenden. Vermutlich aber alles nur unterschiedlich große Galeeren etc.

Draconus

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Re: Mertiallische Händlerschiffahrt auf der Kristallsee
« Antwort #1 am: 12 Feb 2016, 22:43:41 »
Ich weiß nicht, ob es in Splittermond anders sein soll, aber als Handelsschiffe sollten normalerweise keine Ruderschiffe benutzt werden. Händler wollen Geld machen, desto mehr Matrosen, desto mehr Nahrungsmittel, desto weniger Ware, desto weniger Gewinn gesamt. Zudem mehr Matrosen --> weniger pro Matrose. Segelschiffe kommen meist mit weniger Leuten aus, von daher werden sie von Händlern bevorzugt.

Ruderboote sind wichtiger bei flachen Gewässern oder großen Mengen an Besatzung, denn im ersten Fall herrscht auf offener See häufig stärkerer Wind als an der Küste und der Mast für Segel hat mehr Gewicht, was für mehr Tiefgang sorgt, im zweiten Fall, man ist genau so schnell oder sogar schneller als Segelschiffe und vor allem windunabhängig. Der zweite Fall ist demnach großartig um z.B. Handelsschiffe einzuholen und zu entern.

Keine Gewähr, dass es stimmt, aber auf diese Gründe kam ich bei eigenen Überlegungen zu solch einem Thema. Ich denke mal, Segelschiffe sind teurer, aber werden von Händlern die nicht nur an der Küste entlang segeln bevorzugt. Zudem ist mir der Weltenband so voll von Informationen, dass ich mir immer nur Teile nacheinander durchlese.
Ich weiß, dass ich verrückt bin, normal ist langweilig

p.s. das großartige Profilbild stammt von Joshua Carrenca und es ist eigentlich... größer

Jeong Jeong

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Re: Mertiallische Händlerschiffahrt auf der Kristallsee
« Antwort #2 am: 13 Feb 2016, 04:59:39 »
Ich weiß nicht, ob es in Splittermond anders sein soll, aber als Handelsschiffe sollten normalerweise keine Ruderschiffe benutzt werden. Händler wollen Geld machen, desto mehr Matrosen, desto mehr Nahrungsmittel, desto weniger Ware, desto weniger Gewinn gesamt. Zudem mehr Matrosen --> weniger pro Matrose. Segelschiffe kommen meist mit weniger Leuten aus, von daher werden sie von Händlern bevorzugt.

Ruderboote sind wichtiger bei flachen Gewässern oder großen Mengen an Besatzung, denn im ersten Fall herrscht auf offener See häufig stärkerer Wind als an der Küste und der Mast für Segel hat mehr Gewicht, was für mehr Tiefgang sorgt, im zweiten Fall, man ist genau so schnell oder sogar schneller als Segelschiffe und vor allem windunabhängig. Der zweite Fall ist demnach großartig um z.B. Handelsschiffe einzuholen und zu entern.

Keine Gewähr, dass es stimmt, aber auf diese Gründe kam ich bei eigenen Überlegungen zu solch einem Thema. Ich denke mal, Segelschiffe sind teurer, aber werden von Händlern die nicht nur an der Küste entlang segeln bevorzugt. Zudem ist mir der Weltenband so voll von Informationen, dass ich mir immer nur Teile nacheinander durchlese.

Laut Weltenband S. 261 werden auf den Drei Meeren sowohl zum Krieg als auch für den Handel hauptsächlich Galeeren eingesetzt. Diese Idee haben sich die Autoren aber nicht einfach so ausgedacht, sondern sie basiert auf der Mittelmeer-Schifffahrt im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, denn auch dort waren irdisch Galeeren sowohl für den Handel als auch für den Krieg das vorherrschende Schiff:

"In Northern Europe, Viking longships and their derivations, knarrs, dominated trading and shipping, though developed separately from the Mediterranean galley tradition. In the South galleys continued to be useful for trade even as sailing vessels evolved more efficient hulls and rigging; since they could hug the shoreline and make steady progress when winds failed, they were highly reliable. The zenith in the design of merchant galleys came with the state-owned great galleys of the Venetian Republic, first built in the 1290s. These were used to carry the lucrative trade in luxuries from the east such as spices, silks and gems. They were in all respects larger than contemporary war galleys (up to 46 m) and had a deeper draft, with more room for cargo (140-250 t). With a full complement of rowers ranging from 150 to 180 men, all available to defend the ship from attack, they were also very safe modes of travel. This attracted a business of carrying affluent pilgrims to the Holy Land, a trip that could be accomplished in as little 29 days on the route Venice-Jaffa, despite landfalls for rest and watering or for respite from rough weather." (Wikipedia)

Auch im Krieg waren Galeeren auf dem Mittelmeer mit seinem niedrigeren Wellengang die überlegeneren Schiffe, solange es keine hochentwickelten Kanonen gab. Denn sie waren in Schlachten einfach schneller und wendiger als Segelschiffe. Die größte Galeerenschlacht in der Geschichte war übrigens die Seeschlacht von Lepanto 1571, also schon einige Jahrzehnte in der Frühen Neuzeit. Wer eine wunderschöne Galeere dieser Zeit einmal bewundern will: das spanische Flaggschiff in dieser Seeschlacht wurde 1971 originalgetreu nachgebaut. :)