Autor Thema: In welchem Teil von Lorakis lasst ihr eure Gruppe starten und wieso?  (Gelesen 12899 mal)

Noldorion

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Ich muss mir nur Gedanken machen, wie ich da trotzdem genug Flexibilität für die Chars reinbekomme, dass sie genug Freiheit in der Charaktererstellung haben. Kann mir vorstellen, dass sie sicher nicht alle aus der selben Ecke kommen wollen.

Ja, das ist natürlich der Nachteil bei der Kampagnenidee, man ist da eingeschränkt. Cool ist die Idee dennoch.

SeldomFound

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Ich muss mir nur Gedanken machen, wie ich da trotzdem genug Flexibilität für die Chars reinbekomme, dass sie genug Freiheit in der Charaktererstellung haben. Kann mir vorstellen, dass sie sicher nicht alle aus der selben Ecke kommen wollen.

Wenn es darum geht, eine Heldengruppe zu spielen, die in unterschiedlichen Teilen von Lorakis unterwegs sein kann, bietet sich natürlich Ioria als zentrale "Hauptstadt" von Lorakis an. Von hier aus kann man relativ schnell fast alle Regionen von Lorakis erreichen (außer jetzt die Frostlande).

Als Hintergrund für die weiten Reisen der Abenteurer bieten sich meiner Meinung nach vor allem zwei Dinge an:

1. Mehr oder weniger gesetzestreuen Helden könnten als eine Sondereinheit vom Orden der Bewahrer agieren. Sie werden dann in alle möglichen Regionen der Welt geschickt um bestimmte Orakelsprüche nach zu gehen. Dabei ist die Gruppe aber weitgehenst auf sich selbst angewiesen, kann dafür aber auch relativ unabhängig vom Orden agieren, je nachdem wie es die Lage erfordert. Eignet sich in erster Linie besonders für Spieler, die sich weniger für matrielle Belohnungen interessieren und mehr Lust darauf haben, Einfluss auf die Spielwelt zu haben.

2. Für Spieler, die lieber Schätze hinter her jagen möchten, bietet sich hingegen an, dass es sich bei den Charakteren um eine Gruppe von Schatzjägern handelt, die ihre Ressourcen zusammengeworfen und eine Art Gilde gegründet haben, die im Stil von Lara Croft oder Nathan Drake sich auf eigene Faust auf die Suche nach den Geheimnissen der Vergangenheit machen.


Sehr praktisch ist hierbei, dass es ein Ressourcensystem geben wird, mit dem sich Spieler zum Beispiel am Anfang ein eigenes Schiff besorgen können.
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Eboreus

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Für mich richtet sich diese Frage nach einigen Faktoren, z.B.:

 1. Spielleiter:
An erster Stelle steht der Spielleiter. Er sollte sich mit dem Setting wohlfühlen und es darstellen können. Sollte eines von beiden nicht gegeben sein, schränkt es die Möglichkeiten ein und der Spielspaß leidet.

 2. Spieler:
Gleich danach stehen die Vorlieben zur Abenteuerart der Spieler (Wildnis, Dungeon, Stadt, Seefahrt, Detektiv, Intrigen, Forschung etc.), dicht gefolgt von deren Fähigkeiten (P&P Erfahrung/Anspruch, Kenntnisse über Lorakis, auf die Startregion anwendbares Hintergrundwissen)

 3. Spielstil:
 a) Spielleiter: Ein fester Leiter oder mehrere, gar rotierende Spielleiter? Vgl. Punkt 1 mit Fokus auf den Fähigkeiten.
 b) Episch / One Shot: Wenn eine Gruppe eher One Shots spielt stellt sich die Frage nach einer Startregion eigentlich nicht, bei epischen Kampagnen sehr wohl.
 c) Tödlichkeit: Wie oft erstellen die Spieler neue Charaktere? Je öfter, desto mehr Abwechslung, also sollte eine zentrale, multikulturelle Region gewählt werden.
 d) Charakterzusammenstellung: Bunte Truppe aus ganz Lorakis oder gleichartige Charaktere (z.B. Zwergentruppe aus Westergrom, Albensippe aus dem Immersommerwald, Gruppe des Wächterordens etc.). Bei letzterem ergibt sich eigentlich schon die Startregion.
 e) Charaktereinfluss:„Hotzenplotzige“ Abenteuer kann man eigentlich überall einbauen während große Ereignisse schon einige Relevanz für die Region nach sich ziehen welche die Region umdefinieren können (Kriege / Bündnisse, göttliche Ereignisse, Naturkatastrophen etc.). Hier spielt auch der Einstiegsheldengrad sowie der Anspruch / Spielererfahrung eine Rolle.

Der Zwingard-Idee lag Folgendes zugrunde:
Der zentrale Punkt ist, dass einige Spieler P&P-Neulinge sind. Zusätzlich wird die Welt Lorakis ja gerade erst erschaffen, noch kennt sich keiner dort aus (hallo Regionalband, Romane, sonstige Flufftexte ;)). Es soll also ein einfaches, bekanntes Setting sein was nachvollziehbare Standard Fantasykost liefert. Spielleiter und Spieler sollen keinen innerweltlichen Schaden anrichten können und auch die rollenspielerische Herausforderung sollte langsam steigen. Daher grob gesagt: zuerst ab in die Wildnis mit noch wenig sozialer Interaktion. Viele Vergleichsbilder. Bei Zwingard reicht eigentlich einmal HdR ansehen und man hat eine grobe Vorstellung. Während des Epos sollen sich die Abenteuer entwickeln. Von Anfangs eher mittelalterlicher Welt zu immer mehr Fantasyelementen, immer mehr Weltdetails, immer mehr Charaktereinfluss, vom Railroading („Zwingarder Wehrpflicht“) weg zu immer mehr Freiheiten etc.

Ich muss mir nur Gedanken machen, wie ich da trotzdem genug Flexibilität für die Chars reinbekomme, dass sie genug Freiheit in der Charaktererstellung haben. Kann mir vorstellen, dass sie sicher nicht alle aus der selben Ecke kommen wollen.

Natürlich sind hier die Charaktertypen etwas eingeschränkt allerdings gilt das eher für Settingvorlieben => Kulturen. Denn die Ausbildungen sind ja recht universell (Kämpfer, Gelehrte, Magier, Waldläufer etc. sind alle machbar). Eigentlich birgt ja jede bunte Gruppenkonstellation das Plausibiliätsproblem (warum treffen sich Schwertalb, Furgand und Jagodier in Takasadu? Warum Termarker, Tarr und Keshubim in Farukan?), das dürfte aber Standardhandwerkszeug eines jeden Spielleiters sein. Bei sehr gemischten Gruppen würde ich auch in Ioria beginnen wobei ich da die Starterfahrung etwas hochsetzen würde. Außerdem benötigt auch hier jeder Charakter seinen Aufenthaltsgrund (es sei denn er stammt aus Ioria).

Welf Jagiellon

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Ioria als zentraler, gut erreichbarer Schmelztiegel der Völker und Kulturen ist ideal; fast alle Charakterkonzepte sind möglich und die Orakelstadt ein perfekter Treffpunkt mit vielen möglichen Abenteueraufhängern.
Und wenn es sich die Gruppe mit der zahlreich vertretenen, lokalen Unterwelt - bestenfalls auch mit den Weißen Wächtern oder gleich dem Bund der Bewahrer - verscherzt hat (was erfahrungsgemäß überaus schnell geht), kann (bzw. muss) die Weltreise beginnen.^^

Chalik

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Ioria als zentraler, gut erreichbarer Schmelztiegel der Völker und Kulturen ist ideal; fast alle Charakterkonzepte sind möglich und die Orakelstadt ein perfekter Treffpunkt mit vielen möglichen Abenteueraufhängern.
Und wenn es sich die Gruppe mit der zahlreich vertretenen, lokalen Unterwelt - bestenfalls auch mit den Weißen Wächtern oder gleich dem Bund der Bewahrer - verscherzt hat (was erfahrungsgemäß überaus schnell geht), kann (bzw. muss) die Weltreise beginnen.^^

Ja das stimmt. Scheint ein wirklich guter Ort für den Start ins Heldenleben sein :D


Meine Gruppe und ich sind am Sonntag in Palitan gestartet. Ein Kampfmönch aus Zhoujiang, ein Alchemist aus Dakardsmyr und ein Wanderpriester aus den Fürstentümern des Südens (Sadu). Passte daher als Startpunkt irgendwie noch besser als Ioria ;).

Vorher (während des Beta-Tests) sind wir einmal in Wintholt gestartet und einmal in Krahorst ;D. Letzteres eignet sich aber wohl nicht für alle Gruppen als Start :D

Koboldkoenig

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Mit Ioria muss ich mich noch irgendwie anfreunden.
Ich muss dauernd an Sharn aus dem Eberron-Setting dabei denken und kriege das Bild einfach nicht aus dem Kopf ;)
« Letzte Änderung: 24 Mär 2014, 17:11:02 von Koboldkoenig »

Xasch

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Ich denke meine erste Gruppe, an die wir in vielen Jahren noch als "Die Erste von Splittermond" denken werden ;), lasse ich ganz klassisch und offensichtlich in Ioria beginnen und die Spieler dürfen sich querbeet aus Allem einen Charakter aussuchen. Später werden sich Anfänge in Ioria sicher wie "Ihr trefft euch alle in einer Taverne!" anfühlen, aber für den Anfang ist das noch kreativ weil neu ;D
Im Esten nichts Neues.

rock_lee

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Ioria hat für mich so den Beigeschmack, wie New York in den Hollywood-Filmen... Das würde ich nur für ne epische Kampagne mit den profezeiten Helden verwenden.
Dann stell ich lieber gar keine Fragen, wenn der Tarr und der Schwertalb unbedingt in Tir Durghachan rumlaufen wollen.
Ich hoffe, dass ich das meinen Spielern mit ner gemeinsamen Erschaffung austreiben kann.

Chalik

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Nach der zweiten Spielsitzung in Zhoujiang muss ich zugeben, dass mir wieder mal massiv bewusst geworden ist, wie groß Lorakis eigentlicht ist. Wenn man da mehr als 1500 Meilen von Palitan nach Inani flussaufwärts reisen muss. Ein mal eben hinreisen gibt es da wirklich nicht. Flussabwärts wird es natürlich schneller gehen, aber flussaufwärts braucht so ein Flußkahn doch schon ein paar Tage ;D. Finde ich nicht schlecht. Aber so geht halt sicherlich auch mal der ein oder andere Monat nur für die Reise drauf ;).

Grimrokh

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Aber so geht halt sicherlich auch mal der ein oder andere Monat nur für die Reise drauf ;).
Was ich persönlich ganz gut finde, weil ich Stufe 15 Charaktere (aus anderen Systemen), die nach Ende einer Kampagne gerade mal 18 oder 19 Jahre sind, als eher seltsam empfinde :)
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Sternenwanderer

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Aber so geht halt sicherlich auch mal der ein oder andere Monat nur für die Reise drauf ;).
Was ich persönlich ganz gut finde, weil ich Stufe 15 Charaktere (aus anderen Systemen), die nach Ende einer Kampagne gerade mal 18 oder 19 Jahre sind, als eher seltsam empfinde :)
Geht mir genauso.
Wir werden frühestens im Mai zu Splimo kommen. Ich würde gern in Dalmarien oder Takasadu spielen, die Regionen sagen mir besonders zu.

Novae

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Ich werde meine Oneshotgruppe morgen ganz klassisch in der Arwinger Mark starten lassen.

Eine für alle gut visualisierbare und begreifbare Umwelt beim Erstkontakt halte ich für nicht verkehrt. Und mit einer mittelalterlichen Fantasywelt hatten wohl so ziemlich alle Mitspieler schon einmal zu tun.

Sternenwanderer

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Ich werde meine Oneshotgruppe morgen ganz klassisch in der Arwinger Mark starten lassen.

Eine für alle gut visualisierbare und begreifbare Umwelt beim Erstkontakt halte ich für nicht verkehrt. Und mit einer mittelalterlichen Fantasywelt hatten wohl so ziemlich alle Mitspieler schon einmal zu tun.
Zumindest bei gesellschaftlichen oder Wissens-Charakteren. Unerfahrene, naive Landeier sind da weniger kritisch.

Nevym

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Der Zwingard-Idee lag Folgendes zugrunde:
Der zentrale Punkt ist, dass einige Spieler P&P-Neulinge sind. Zusätzlich wird die Welt Lorakis ja gerade erst erschaffen, noch kennt sich keiner dort aus (hallo Regionalband, Romane, sonstige Flufftexte ;)). Es soll also ein einfaches, bekanntes Setting sein was nachvollziehbare Standard Fantasykost liefert. Spielleiter und Spieler sollen keinen innerweltlichen Schaden anrichten können und auch die rollenspielerische Herausforderung sollte langsam steigen. Daher grob gesagt: zuerst ab in die Wildnis mit noch wenig sozialer Interaktion. Viele Vergleichsbilder. Bei Zwingard reicht eigentlich einmal HdR ansehen und man hat eine grobe Vorstellung. Während des Epos sollen sich die Abenteuer entwickeln. Von Anfangs eher mittelalterlicher Welt zu immer mehr Fantasyelementen, immer mehr Weltdetails, immer mehr Charaktereinfluss, vom Railroading („Zwingarder Wehrpflicht“) weg zu immer mehr Freiheiten etc.
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Ich denke ich werde am Wochenende genau deshalb das mit nehmen. Die Kampagnenidee und die Region eignen sich gut dafür.

Ansonsten erstaunt mich immer wie wenig bereit die meisten Leute sind, ausgetretene Pfade zhu verlassen - sprich sich auf eine neue Welt einzulassen - lieber bleiben sie bei dem was sie kennen und meckern endlos dran rum - natürlich ohne es als Rahmen zu nehmen und es dennoch besser zu machen (siehe andere Systeme...)

hängt vielliecht auch daran, daß mein Spielerumfeld "älter" wird oder daran daß es einfach schon zuviel gibt.
Ich bin der Sand im Getriebe - ich kommentiere - ich kritisiere - ich phantasiere
The only real prison is fear, and the only real freedom is freedom from fear. (Aung San Suu Kyi)

Steppenork

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Derzeit ist unsere Gruppe in Farukan unterwegs. Ursprünglich haben wir dort den ersten Testsplitter gespielt und haben die Charaktere danach ertmal beibehalten. Ich habe dann um den Testsplitter herum ein Abenteuer gestrickt. Sobald das Regelwerk rauskommt, würde ich aber gerne was neues anfangen. Letztlich wird die Gruppe als ganzes entscheiden, wo sie spielen will, oder vielmehr, wo sie das NICHT möchte. Meine Favoriten sind derzeit Kintai und die Südlande Takasadus. Von dort geht es dann vielleicht irgendwann durch ein Tor ganz woanders hin. Was mich an den beiden genannten Regionen besonders reizt, ist, dass es unverbrauchte Settings sind. Fäntelalter-Settings habe ich mit anderen Systemen schon ausreichend bespielt, so dass Dragorea aufs Erste uninterssant wirkt.