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Magieregeln / Re: Marionette vs Willenloser Diener
« Letzter Beitrag von Loki am 28 Nov 2025, 16:17:14 »Hey!
Zwei wesentliche Unterschiede springen mich direkt an:
Für mich machen die Zauber recht unterschiedliche Dinge. Will man, dass ein kulturschaffendes/humanoides Wesen tut, was man will, ohne dabei 100% akkurat zu sein, dann greift man zum Willenlosen Diener. Will man entweder ein nicht-humanoides / -kulturschaffendes Wesen kontrollieren oder benötigt man die Erledigung einer Aufgabe auf eine ganz spezifische Art und Weise, dann greift man zu "Marionette".
Vielleicht hat mein Blick auf die Sache dir ja ein wenig geholfen.
LG
Zwei wesentliche Unterschiede springen mich direkt an:
- Unter dem Einfluss von Willenloser Diener "folgt der Betroffene den Anweisungen", unter dem Einfluss von Marionette wird der Betroffene direkt und ohne Zeitverzögerung gesteuert. Das sind für mich zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Zum Beispiel kann man bei Willenlosem Diener als Zaubernder nicht darauf vertrauen, dass das Ziel die Anweisungen exakt so umsetzt wie man es möchte, außer man stellt es durch super konkrete Anweisungen sicher (wie wenn man sich bei einem Dschinn etwas wünscht). Bei "Marionette" hingegen kann man jede noch so kleine Bewegung steuern. Jemand unter dem Einfluss von "Willenloser Diener" würde sicher sein Bestes geben, um zum Beispiel ein Schloss zu knacken, aber wenn er es nicht kann, dann kann er es nicht. Mit Marionette könnte der Zaubernde (so verstehe ich den Zauber zumindest) seine eigenen "Schlösser & Fallen"-Fähigkeiten über das Ziel des Zaubers verwenden. Um nur ein Beispiel zu nennen.
- Der Zauber "Willenloser Diener" hat explizit die Einschränkung, dass nur "kulturschaffende Wesen" verzaubert werden können, der Zauber "Marionette" spricht nur von "Ziel" (wenn auch durch die GK weiter eingeschränkt). Nun ist "kulturschaffendes Wesen" zwar nach meinem Kenntnisstand für Splittermond nirgendwo scharf definiert. Ich denke aber, es besteht dahingehend Einigkeit, dass beispielsweise eine Waldbestie (Regeln, S. 281) oder auch ein Golem nicht zu den kulturschaffenden Wesen gehören, aber durchaus gültige "Ziele" im Sinne des "Marionette"-Zauber wären.
Für mich machen die Zauber recht unterschiedliche Dinge. Will man, dass ein kulturschaffendes/humanoides Wesen tut, was man will, ohne dabei 100% akkurat zu sein, dann greift man zum Willenlosen Diener. Will man entweder ein nicht-humanoides / -kulturschaffendes Wesen kontrollieren oder benötigt man die Erledigung einer Aufgabe auf eine ganz spezifische Art und Weise, dann greift man zu "Marionette".
Vielleicht hat mein Blick auf die Sache dir ja ein wenig geholfen.

LG


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