Neueste Beiträge

Seiten: [1] 2 3 ... 10
1
Spielersuche / Spielleitung gesucht!
« Letzter Beitrag von Fuchs am 08 Mär 2026, 20:21:34 »
Du gehörst zur seltenen Gattung der Spielleiter und hast Bock auf eine entspannte, ambivalente Runde? Komm zu uns!
Zwischen Katzenbildern und Vargenwitzen findest Du bei uns eine ausgewogene und rollenspielfreudige Gruppe mit Charakteren, die sich mit Freuden auf deine Plothooks stürzen. Unsere wandelnden Regelwerke können jede Regelunsicherheit für Dich klären und durch unsere Mitschreiber werden keine NPCs vergessen.
Bei uns handelt es sich um eine gemischte und pflegeleichte Gruppe von vier Spielern, die ihren jetzigen SL in Kürze an eine Tischrunde verlieren werden! Unsere Charaktere sind eingespielt und als Spielleitung kannst Du Dich oft genug auch mal zurücklehnen, ein paar Snacks schnappen und einfach der Interaktion zuhören.
Von Dir erwarten wir in erster Linie, dass Du OT eine nette Person bist und Dich ausdrücken kannst. Da teilweise kritische Themen vorkommen können, ist es uns super wichtig, dass Du laut "Stop" rufen kannst (und das tust!), sollte mal was für Dich unangenehm sein. Dann klären wir das und überspringen das Thema!
Im Moment spielen wir noch ein Abenteuer mit unserem jetzigen Spielleiter fertig und suchen für ab Ende Mai/Anfang Juni. Wir möchten mit Dir gerne erstmal einen OneShot oder ein Kurzabenteuer spielen, um zu gucken, ob es mit uns passt. Auf lange Sicht ist unser Ziel, die offizielle Splittermondkampagne "Hexenkönigin" zu spielen.


Daten:
Datum: Ab Ende Mai. Rhythmus ist bisher alle 14 Tage Sonntag Abend. Andere Absprache möglich.
Uhrzeit: Momentan spielen wir ab ca. 20 Uhr, allerdings sind da aufgrund persönlicher Verpflichtungen für die Zukunft noch Absprachen nötig.
Ort: Online via Discord. Server vorhanden. Nach Absprache auch anderer Server/andere Plattform möglich.
Spielleitung: Du
Spielerzahl: 4 auf Ende HG1
  • Knappe (Nahkämpfer, Adel),
  • Waldläufer (Kundschafter, Fernkämpfer),
  • Dieb (Schleicher, Nahkämpfer),
  • Priester (Zauberkundler, Heiler),
Altersbegrenzung: Ü18
Für EinsteigerInnen: Ja; die Spieler sind ihre eigene Regelpolizei.
Trigger: Werden vor dem Spiel besprochen/ Wir setzen voraus, dass jeder in der Lage ist, "Stop" zu rufen oder - falls Reden nicht geht - den Voicechat zu verlassen, sollte überraschend ein Triggerthema auftauchen, das nicht vor dem Spiel besprochen wurde.
Technische Voraussetzungen: Discord! Mikrofon, optional Roll20, andere Plattformen nach Absprache
Kamera: Nein. Mal zum Winken und Hallo sagen möglich, aber beim Spielen aus.
Sonstiges:
  • Würfeln: Du kannst gerne Deine eigenen Würfel benutzen, unser Discord hat aber auch einen Würfelbot, wenn Dir das lieber ist.

Bist Du unsere neue Spielleitung?
 Bei Interesse oder Nachfragen schreibe mir gerne eine Privatnachricht via Discord an plueschfuchs !
2
Ankündigungen / Re: Quo Vadis Splittermond - März 2026
« Letzter Beitrag von Schattenklinge am 07 Mär 2026, 08:12:46 »
Das sind gute Nachrichten, und ich bin sehr gespannt auf die neuen Produkte. Ein wenig traurig bin ich, dass es keine Neuigkeiten zu Hinter dem Schleier gibt... :'(
3
Magieregeln / Re: (Wesen) Rufen und die Verstärkung
« Letzter Beitrag von Herr Zwerg am 07 Mär 2026, 02:24:49 »
Hallo Turaino,

ja, das hast Du. Der Vollständigkeit nun auch hier mein Post.

Interessant, so habe ich das noch nicht gesehen - und auch nicht rausgelesen.
Für mich ist hier die Formulierung "können" auf Seite 193 "Immer wenn ein Wesen im Rahmen dieses Baukastens freie Fertigkeitspunkte, Meisterschaften oder Zauber erhält, können diese bis zu Schritt 5 (Feinschliff ) aufgespart werden. " durchaus ein Indikator, dass man für die Verteilung der Modifikationen wie zum Beispiel Meisterschaften nicht auf einen Erschaffungsschritt angewiesen ist. Dienste wurden hier explizit nicht erwähnt.
Ansonsten würde das auch bedeuten, das die Freie Meisterschaft, die ich bei der Meisterschaft "Göttlicher Beschwörer" (Magie Seite 93) bekomme, auch keine Auswirkungen hat. Der Bau des Wesens ist ja schon abgeschlossen bzw. Punkt 5 Feinschliff erfolgt ja nicht erneut.

Für mich hat der von Dir verlinkte Thread sehr geholfen, danke Dir dafür.
Auf Seite 6 hat Daridoria ein sehr ausführliches Beispiel gepostet, wo drin steht, dass die Stufe *nicht* erhöht wird, die Modifikationen inkl. abgeleiteter Werte, Meisterschaften, Zauber und Fertigkeiten zum Einsatz kommen. Direkt danach wurde von Myriko und Queendan in dem Thread gepostet und auf den folgenden drei Seiten nicht widersprochen. Das reicht mir zu Mindestens als RAI. :-)

Ich danke Dir (und Solaire) explizit für Deinen Input. (Ernst gemeint)
4
Ankündigungen / Re: Quo Vadis Splittermond - März 2026
« Letzter Beitrag von Grayheart am 06 Mär 2026, 21:25:25 »
Wir konnten einfach nicht widerstehen  ;D
5
Magieregeln / Re: (Wesen) Rufen und die Verstärkung
« Letzter Beitrag von Turaino am 06 Mär 2026, 20:19:16 »
Hallo Herr Zwerg,

ich habe (vermutlich) Dir auch schon auf Discord geantwortet, der Vollständigkeithalber poste ich meine Antwort auch hier:

Das sehe ich nicht so.
Auf Seite 193 links wird beschrieben, dass am Ende der Erschaffung die neben den wählbaren Optionen stehenden Zahlen zusammengezählt werden, um die letztendliche Stufe des Merkmals zu bestimmen. Wenn Du ein Wesen durch einen Zauber beschwörst, ist dessen Erschaffung bereits beendet, sonst wäre das Wesen nicht in Deinem Pool. Das Hinzufügen der Rolle durch die Verstärkung löst keinen Erschaffungsschritt aus, es fügt nur die Fertigkeits- und Attributspunkte hinzu.

Das wird auch daran deutlich, dass die freien Punkte, Meisterschaften und Zauber nicht verteilt werden können, da der Erschaffungsschritt 5 "Feinschliff" nicht durchlaufen wird.

Selbst wenn man die Merkmalstufe erhöhen würde durch die Verstärkung des Beschwörungszaubers könnte kein anderer Zauber gewählt werden, da die Zauber im Erschaffungsschritt 5 gewählt werden müssen, der wie gesagt schon erfolgt ist, sobald das Wesen in Deinem Pool ist.

Hier noch ein Autorenkommentar, der das parallel zu Diensten erklärt:
https://forum.splittermond.de/index.php?topic=6405.msg134369#msg134369
6
Ankündigungen / Re: Quo Vadis Splittermond - März 2026
« Letzter Beitrag von Zauberfeder am 06 Mär 2026, 19:44:10 »
"Wissen ist Nacht"? Ein wunderbares Zitat. :D
7
Ankündigungen / Quo Vadis Splittermond - März 2026
« Letzter Beitrag von Grayheart am 06 Mär 2026, 16:42:14 »
Hallo zusammen,

das Jahr ist weiter vorangeschritten und auch bei Splittermond hat sich einiges getan. Wenn ihr wissen wollt, was, dann bitte hier entlang: https://splittermond.de/quo-vadis-splittermond-maerz-2026/

Für das Splittermondteam,
Giulia & Jörg
8
Spielersuche / Re: Online Mittwochsabendgruppe sucht Mitspieler*in
« Letzter Beitrag von arlin am 06 Mär 2026, 09:00:56 »
.
9
Magieregeln / (Wesen) Rufen und die Verstärkung
« Letzter Beitrag von Herr Zwerg am 06 Mär 2026, 00:37:35 »
Hallo liebe Teilende dieses wunderschönen Hobbies,

ich befasse mich jetzt das erste Mal intensiver mit dem Beschwören von Wesen.
Jetzt ist mir aufgefallen, dass die Verstärkung einem Wesen zusätzlich eine Rolle lt. Seite 195 gibt.
Nun gibt eben so eine Rolle laut dem Baukasten (auf Seite 192 unten Rechts) einem Wesen auch eine Stufe beschwörbares Wesen mehr bzw. kostet halt eine solche.
Wenn ich nun ein Wesen Stufe 2 baue, dies mit Starker Beschwörer und dem Wesen Rufen I rufe und die Verstärkung wähle,
habe ich dann ein Wesen mit effektiv Beschwörbares Wesen 3 und kann für den oder die Zauber aus der Verstärkung/Rolle Zauberer dann auch einen Zauber Grad 1 nehmen (ab BW3 möglich)?
Ich würde die Kombination aus Seite 192 und 195 sowie der Verstärkung so verstehen.

Bitte kein "ich würde sagen ja/nein" ohne irgend einen regeltechnischen Bezug. :-)

Schönen Gruß,

der Herr Zwerg
10
Die Fluss-Oni: Teil II
Aokusa-Provinzen Kintais (Hao, Luo und Ren)

Die Abenteurer suchten als erstes Shimura Yoshinaka auf, den Verwalter des örtlichen Lords Zakur Toshiro, der ihnen von Herrn Ishi als Kontaktperson genannt worden war. Dieser kontrollierte ein ausgedehntes, aber wenig besiedeltes Gebiet einige Tagesreisen den Fluss entlang. Auch die Überfälle betrafen eine große Fläche. Der Adelssitz war nicht sehr eindrucksvoll: ein befestigtes Gehöft mit Palisade, ein zweistöckiges Haupthaus und einige Nebengebäude. Der Verwalter war ein schon in die Jahre gekommener Schwertalb, der sich reserviert gab – vielleicht auch, weil er am Nutzen dreier ausländischer Abenteurer zweifelte. Ihm stand indes nur eine Handvoll Bewaffnete zur Verfügung, so dass er mit dem Problem überfordert war. Herr Yoshinaka bot den Abenteurern Quartier an, was diese gerne annahmen. Er stellte seine beiden Töchter Akiko und Hoshi vor, die sich in der Einsamkeit der Berge nach besten Kräften langweilten, zumal sie wegen der Angriffe weitgehend auf das Anwesen beschränkt worden waren. Tatsächlich leisteten sie Ren und Hao beim Baden Gesellschaft und fragten diese neugierig aus - besonders Hao wegen des mitunter skandalösen Rufs der Unggoy-Priesterschaft.
Inzwischen war es Zeit fürs Abendessen, das ordentlich, aber nicht opulent war. Der Hausherr kam erst zur Sache, nachdem seine Mädchen gegangen waren, wobei Luo annahm, dass sie aus dem ersten Stock lauschen würden.

Der Verwalter konnte die Überfälle aufzählen und auch eine Liste zur Verfügung stellen. Ein klares Muster vermochte er bisher nicht zu erkennen. Die Angriffe erfolgten stets in Nähe des Flusses und bei Dunkelheit. Meist war von ein oder zwei Oni die Rede. Hauptbeute waren Lebensmittel – was Ren daran zweifeln ließ, dass es sich wirklich um Oni handelte. Zwar mussten auch manche mythische Wesen essen, aber als primäre Motivation wirkte dies mundan. Sie fragt sich, ob vielleicht einige Oger oder andere Wesen sich den Aberglauben der Bauern zunutze zu machen. Dörfer wurden selten angegriffen. Stattdessen waren Fischer, vereinzelt die (eher seltenen) Hirten und ihre Herden, aber auch am Ufer liegende oder fahrende Flöße und Boote das Ziel. Wahrscheinlich waren auch einzelne Reisende verschwunden – doch die mochten auch anderen Gefahren zum Opfer gefallen sein. Wichtige Ziele, wie die Eisen- und Kupferminen im Bergland, waren bisher nicht betroffen. Einige der Angriffsopfer waren entführt worden und bisher war keines der Opfer wieder aufgetaucht. Es gab auch keine Lösegeldforderungen. Es hatte bislang keine systematischen Versuche gegeben, die Angreifer aufzustöbern, und die Spuren der Räuber und der Entführten hatten sich am Fluss verloren. Der angeheuerte Ronin war diesen Spuren entlang dem Fluss nachgegangen, aber man hatte seit einiger Zeit nichts mehr von ihm gehört. Die Hauptziele der Angriffe, die sich auf etwa 70 Meilen den Fluss entlang, manchmal auch etwas landeinwärts oder an einem der Zuflüsse ereigneten, waren einfache Leute. Die Helden hörten zudem eine lokale Legende von einer Burg, die vor langer Zeit räuberischen Oni als Versteck gedient hatte. Diese lag angeblich im Bergvorland, einen Tagesmarsch vom Fluss entfernt.

Die Abenteurer diskutierten ihre eigenen Theorien und überprüften am nächsten Morgen die Liste der Angriffe. Hao hielt es für möglich, dass es sich um Feen oder göttliche Wesen handelte, die von ihrer Domäne aus zuschlugen. Geister oder Untote erschienen wegen der „irdischen“ Beute unwahrscheinlich. Als die drei systematisch die Liste durchgingen und mit den Informationen abglichen, die sie über die Gegend hatten, fiel ihnen ein Muster auf: Anscheinend richteten sich die Angriffe nach den Mondständen und erfolgten bei schwachem Mondschein. Auch örtlich gab es eine gewisse Regelmäßigkeit. Dies mochte die Möglichkeit bieten, den nächsten Angriff mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorauszusagen. Da bis dahin nach Mondstand noch eine Woche Zeit war, beschlossen die Abenteurer, einige der überfallenen Dörfer zu besuchen. Vielleicht konnten Augenzeugen mehr Licht in die Natur der Angreifer bringen…

So brachen die drei auf und erreichten das nächste Dorf noch am Abend desselben Tages. Hier lag der letzte Angriff schon eine Weile zurück. Die Einwohner machten einen zurückhaltenden Eindruck und reagierten auf die Befragung durch Hao und Luo sehr zögernd. Beim ersten Angriff waren zwei Sack Reis eines der wenigen Rinder gestohlen worden, dessen Überreste die Bauern dann am Ufer gefunden hatten. Entführungen hatte es hier nicht gegeben. Die zwei riesigen Gestalten hätten nach Tod und Verwesung gerochen und riesige Keulen geführt. Näher war ihnen begreiflicherweise niemand gekommen, und die Leute hatten auch nicht ihre Spuren verfolgt. Luo hatte das Gefühl, dass die Dörfler etwas verschwiegen – vielleicht hatte sich das Dorf von weiteren Angriffen freigekauft? Aber so lange die Bauern beisammen waren, war es unmöglich, jemanden zum Reden zu bringen. So schlugen die Abenteurer Quartier in einem Bauernhof auf, um am Morgen eine neue Fragerunde zu starten. 
Dies erwies sich als unnötig. In der Nacht schlich sich ein junger Bauer zum Quartier der Abenteurer, angelockt durch die Belohnung, die die Helden für Informationen ausgelobt hatten. Nach einigen Überredungsversuchen, drei Lunaren und dem Versprechen, dem Aufseher nichts zu verraten, erzählte er, dass die Bauern nach dem zweiten Angriff auf die Idee gekommen waren, sich ihre Ruhe zu erkaufen: Sie hatten außerhalb des Dorfes zwei Hühner, zwei Sack Reis und einige Fische ausgelegt und dies bei jedem Neumond wiederholt. Nicht immer war das „Schutzgeld“ abgeholt worden, aber es hatte keine Angriffe mehr gegeben. Sie hatten nie versucht, die Spuren der Oni zu verfolgen. Der Bauer erklärte Ren auch, wo die Ablagestelle zu finden war.
Am nächsten Morgen befragten die Helden noch einmal die Bauern, erfuhren jedoch nichts Neues. Bei ihrer Abreise nahmen die Helden die Übergabestelle in Augenschein. Es handelte sich um einen Ort, der vom Waldesrand und Flussufer gut einsichtig war, und zu dem nur zwei Wege durch die Reisfelder führten. Die Abenteurer beschlossen, bei der nächsten „Tributgabe“ einen Hinterhalt zu legen.

Sie erreichten das nächste überfallene Dorf binnen eines Tages. Wie zuvor fügte es sich harmonisch in die wild-romantische Szenerie. Reisende gab es kaum, und weite Strecken zwischen den Weilern waren unbewohnt. Auch hier waren die Dörfler zurückhaltend, doch brachte Hao sie mit ein wenig Hilfe von Ren zum Reden. Ein altes Mütterchen behauptete, drei Oni auf einem Boot gesehen zu haben, aber die anderen Beschreibungen ähnelten denen im vorherigen Dorf. Der eine oder andere Augenzeuge erwähnte die überlangen Arme der Oni – was Rens Oger-Theorie untermauerte.
Die Magierin sandte einen Spähgeist, um die alte Oni-Burg zu überprüfen, da sie es für möglich hielt, dass die Plünderer sie als Versteck benutzten. Das Wesen fand das Ziel trotz der nur ungefähren Ortsangaben, brachte aber keine Informationen über dort lagernde Wesen. Die Abenteurer beschlossen, noch etwas den Fluss entlang zu patrouillieren. Sie warnten die Bauern in den Dörfern, die nach dem von ihnen entdeckten Muster am wahrscheinlichsten die nächsten Angriffsziele sein würden, auch in der Hoffnung, dass die „Oni“ dann auf die verlässliche Nahrungsquelle in Form des Tributs zurückgreifen würden. Rechtzeitig vor dem nächsten Neumond bereiteten die Abenteurer den Hinterhalt vor.

Bei der Vorbereitung des Hinterhalts zogen die Helden alle magischen Register. Und tatsächlich sahen sie alsbald im Dunkel zwei riesige Gestalten, die sich vom Flussufer näherten. Sie wirkten ungeschlacht, leicht deformiert, mit extrem langen Armen – und mit den mehrfach beschriebenen riesigen Keulen. Von ihren Köpfen ragten imposante Hörner empor. Hao konnte ihre halblaute Unterhaltung belauschen. Die beiden waren verärgert, weil sie bei den vorherigen Dörfern keine Beute gemacht hatten. Sie hatten aber nicht gewagt, die Siedlungen direkt anzugreifen. Sie fürchteten, nach dem Ronin könnten neue Jäger auftauchen. Die Abenteurer entschieden sich gegen eine Beschattung der Plünderer. Zu leicht konnten sie die beiden verlieren, vor allem falls diese ein Boot hatten. Leise pirschten sie sich näher, und schlugen dann aus dem Hinterhalt zu.
Der Kampf war kurz und erbittert. Doch gegen Hao, die ihren Kampfstab meisterlich führte, und Luos tödliche Klinge erwiesen sich die beiden „Oni“ als unterlegen, auch weil es Luo gelang, erst den einen und dann den zweiten von den Beinen zu holen. Als der erste praktisch enthauptet wurde, geriet der zweite in Raserei, handelte es sich beim Toten doch offenbar  um seinen Bruder. Doch auch der zweite „Oni“ fiel, tödlich von Haos Kampfstab getroffen. Ren, die nur wenig zum Kampf hatte beisteuern können, verspürte einen Moment lang heimliches Bedauern, als sie entdeckte, dass es sich bei den „Oni“ um halbwüchsige Oger handelte. Offenbar hatten sie sich Geweihstücke an die Köpfe gebunden, um den Eindruck von Oni-Hörnern zu erwecken. Hätte man versuchen sollen, sie zur Aufgabe zu bewegen? Doch angesichts ihrer schweren Missetaten wären sie mit großer Wahrscheinlichkeit ohnehin des Todes gewesen…
Wertvolle Beute gab es nicht. Die Abenteurer fanden am Ufer ein leeres Boot, das den Plünderern als Gefährt gedient hatte. Luo eignete sich die Köpfe der beiden Oger an, um sie als Beweis dem Verwalter zu präsentieren. Im Dorf – wo man das Gebrüll und den Kampfeslärm gehört hatte – erwartete die Abenteurer kein Heldenempfang. Vermutlich hatten die Dörfler Angst, dass die Plünderer Verbündete hatten. Die Abenteurer behielten für sich, wie sie die „Oni“ in den Hinterhalt gelockt hatten.

Yoshinaka wie auch seine Töchter waren beeindruckt von den Ogerköpfen und der Geschichte. Die Abenteurer beschlossen, als nächstes der „Oni-Burg“ einen Besuch abzustatten, falls die Plünderer dort Verbündete hatten. Luo erkundigte sich, ob dem Verwalter vielleicht ein anderes Versteck in den Sinn kommen könnte, wo die Oger sich ihren Gestank nach Tod und Verwesung aufgelesen haben könnten, doch hatte dieser auch keine Idee. Potentielle Verstecke gab es entlang des Flusses, auf den kleinen Inseln und den Seitenarmen viele.
Ren erkundigte sich, ob Yoshinaka die drei begleiten wolle, doch meinte der, dass er sich bei seinem Lord nicht beweisen müsse. Anscheinend gab es zwischen den beiden Spannungen.

Der nächste Morgen sah die Abenteurer erneut auf dem Weg. Der schüttere Baumbewuchs nahm rasch zu und wurde zu einem unübersichtlichen Bergwald. Unter Anleitung Haos kamen die Abenteurer aber schnell voran.
Nicht allzu weit von dem voraussichtlichen Endpunkt der Reise lag mit einmal der Gestank nach Fäulnis in der Luft – doch Luo, der als Kundschafter vorausschlich, stellte schnell fest, dass dieser von einem toten Tier stammte. Allerdings handelte es sich um einen Bären, der mit scharfen Klauen oder Klingen getötet, und halb aufgefressen worden war. Es war den Helden unmöglich festzustellen, wer oder was das Raubtier so zugerichtet hatte. Luo sicherte sich die Klauen und Zähne des Bären. Bald darauf war das Ziel erreicht. Die Burg war nur ein kleines Hügelfort gewesen, von dem lediglich Teile der Erdwerke und einzelne Palisadenpfähle übrig geblieben waren. Die Gebäude waren eingestürzt und verfallen. Durch eine Bresche ließen sich mehrere ungeschlachte, aber reglose Gestalten ausmachen.
Einmal mehr schlich Luo magisch getarnt voraus. Er stellte fest, dass es sich bei den Gestalten um Trolle handelte, die allesamt zu Stein geworden waren. Dies schien schon vor vielen Jahren geschehen sein. Eine Nachsuche erbrachte keinen Hinweis auf eine kürzliche Nutzung der Anlage, doch entdeckte Hao einige Silbermünzen in einem Versteckt, dass die Trolle wohl als Schutz vor der Sonne genutzt hatten. Wie es gekommen war, dass sie dieses nicht zu ihrer eigenen Rettung genutzt hatten, war unklar. Erst später erfuhren  die Abenteurer, dass einst ein örtlicher Volksheld die räuberischen Trolle überlistet hatte.
Den Abenteurern blieb nur die Rückkehr. Sie verbrachten eine ungestörte Nacht in der Burg. Hao träumte von dem mysteriösen Unggoy-Priester, der ihr schon ein paar Mal begegnet war, und der sie zu ihren Erlebnissen ausfragte. Sie nahm dies als ein gutes Zeichen.
Der Rückmarsch am nächsten Morgen verlief ereignislos, allerdings trafen die Helden auf eine panisch flüchtende Gruppe Rotwild. Sie waren indes nicht kundig genug, um das dumpfe Brüllen zu identifizieren, dass durch den Bergwald hallte. Hao fürchtete einen Drachen, während Luo eher an einen Tiger dachte. Doch wer auch immer die Tiere aufgeschreckt hatte, zeigte sich nicht.

Zurück im Anwesen Yoshinakas war guter Rat teuer. Es gab keine verlässliche Spur zum Versteck der falschen Oni, und die geographische und zeitliche Verteilung der bisherigen Angriffe ermöglichte es nicht, das Suchgebiet einzuengen. Sollte man die Suche aufgeben? Einmal mehr fiel auf, dass Yoshinaka Vorbehalte gegenüber seinem Lord zu haben schien. Luo versuchte Akiko etwas über ihren Vater auszuhorchen, konnte ihr aber nur entlocken, dass der Verwalter den verschwenderischen Lebensstil Zakur Toshiros missbilligte, der zwar die Steuereinnahmen einstrich, sich aber kaum um das Wohl seines Lehens kümmerte.
Die Nachtruhe der Abenteurer sollte nicht lange währen. Es war Luo, der draußen einen dumpfen Schlag hörte. Das Schlimmste befürchtend, rafften die Abenteurer ihre Waffen auf schlichen ins Freie. In dem nur wenig erleuchteten Anwesen hörten sie zunächst eine Art Schnüffeln und dann ein ohrenbetäubendes Brüllen. Eine gigantische Gestalt wütete mit einer riesigen Keule gegen das Haus des Verwalters. Die drei Abenteurer griffen sofort ein. Es gelang Luo, das Wesen zu Fall zu bringen und schwer zu treffen, doch ein wirbelnder Keulenschlag holte auch ihn von den Beinen. Der Kampf war erbittert, und mehr als einmal war es nur außergewöhnliches Glück, welche die Abenteurer vor dem Schlimmsten bewahrten. Am Ende aber gelang es das Wesen zu erschlagen. Wie es sich herausstellte, handelte es sich um eine erwachsene Ogerin, schlamm- und rußverschmiert und mit frischem und getrocknetem Blut bedeckt. Mit Sicherheit handelte es sich um die Mutter der beiden „Oni“. Sie hatte offenbar problemlos die nur mannshohe Umzäunung des Anwesens überstiegen und einen wachhabenden Bauernsoldaten erschlagen. Dass sie den Ort gefunden hatte, wo die Köpfe ihrer Söhne zur Schau gestellt waren, ließ die Abenteurer das Schlimmste für das Dorf befürchteten, wo die beiden Räuber erschlagen worden waren.
Tatsächlich stellte sich am nächsten Morgen heraus, dass die Befürchtungen begründet waren: Das Dorf, wo man den Ogern Tribut gezahlt hatte, war in einem nächtlichen Angriff verwüstet worden. Die Hälfte der Hütten lag in Trümmern, es gab viele Verwundete und ein halbes Dutzend Tote. Dann musste die Ogerin die Spur der Helden aufgenommen und rasend vor Wut zum Anwesen Yoshinakas gerannt sein.
Den überlebenden Dorfbewohnern war anmerken, wem sie die Schuld für ihr Unglück gaben. Auch die Helden machten sich Vorwürfe. Sie halfen bei der Versorgung der Verwundeten, dann folgten sie mit Hilfe eines einheimischen Fährtensuchers der Spur der Ogerin bis zu der Stelle wo sie den Fluss überquert hatte, und fanden schließlich das Lager der Oger auf einer kleinen Insel. Dort konnten sie immerhin zwei halbverdurstete Bauern retten, die als Gefangene gehalten worden waren. Eine Untersuchung der Abfälle verriet, dass die Unglücklichen als „Schlachtvieh“ vorgesehen gewesen waren. Die Oger hatten mindestens ein halbes Dutzend Reisende und Einheimische entführt, erschlagen und aufgefressen. Von dem vermissten Ronin fand sich keine Spur.

Yoshinaka verabschiedete die Helden freundliche, deutete aber an, dass sein Lord nicht sehr zufrieden sein würde. Die drei machten sich auf den Rückweg. Herr Ishi belohnte sie, allerdings blieb die Erfolgsprämie mit 25 Lunaren recht bescheiden. Laut Herrn Ishi hatte Lord Zakur Toshiro den Rest des Geldes für den Wiederaufbau des zerstörten Dorfs eingesetzt. Die Abenteurer waren zwar froh, dem Unwesen der Oger ein Ende gesetzt zu haben, doch machten sie sich Vorwürfe, dass sie das Dorf nicht beschützt hatten. Hao beschloss deswegen, eine Weile zu meditieren.
Ren und Luo erfuhren von Herrn Ishi zudem, dass Luos Klinge „Vipernzahn“ bemerkenswerte Ähnlichkeit mit „Schlangenbiss“ aufwies, einem in Inani verschollenen legendären Schwert. Dieses hatte vergiftete Wunden geschlagen, aber angeblich auch unwürdige Träger vergiftet – eine Warnung für den Umgang mit solchen Waffen. Herr Ishi stellte zudem weitere Informationen zu den gescheiterten Expeditionen zu der Schwertschmiede in den Zanshi-Berge zur Verfügung, was half, die Lage der Schmiede einzugrenzen. Zudem schenkte er den Helden eine Schriftrolle, die eine niedere „Blutweihe“ für derartige Waffen beschrieb. Diese Rituale konnten die Klinge stärken, verlangten aber den Einsatz von Eigenblut des Trägers und gewisse magische Fertigkeiten. Laut Herrn Ishi gab es auch höherrangige Rituale. Aber um diese zu erhalten, würden die Abenteurer aber zusätzliche Fürsprecher benötigen.
Seiten: [1] 2 3 ... 10