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Nachrichten - Weltenwanderer

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@Clawdeen: Ah, OK, dann habe ich jetzt den Spoiler-Tag gesetzt - ich fand ihn nicht so schlimm, weil es für die Handlung keine große Rolle spielt.
Für mich bleibt übrigens trotzdem die Erklärung zum Gemälde (im Buch S.154) unbefriedigend, auch wenn Du vielleicht Recht hast
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Aber, um diesen Kritikpunkt mal einzurahmen: Im Da-Vinci-Code hatte ich ständig solche Irritationen durch Logiklöcher, in diesem Roman war es die einzige.

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Die Abenteueridee gefällt mir gut!
Aber mal in eine ganz andere Richtung gedacht: Was spricht denn gegen das Gefängnis "Schwarze Zirke" in Selenia, also den Vulkankrater, in den Gefangene geworfen werden?

Laut Splitterwiki:
Die Schwarze Zirke ist ein Gefängnis im Herzogtum Selenia. Die übelsten Verbrecher aus ganz Selenia werden in den alten Vulkankrater mit steilen Abhängen gebracht und sich selbst überlassen. Angeblich soll in über 400 Jahren noch niemand aus der Schwarzen Zirke entkommen sein.

Diese Beschreibung scheint mir zu deiner Vorgabe zu passen, dass sich in der Zirke ebenfalls Fraktionen von Gefangenen gebildet haben, die sich mehr oder weniger brutal gegenseitig "regieren" - erinnert auch an "The Pit" im Batman-Film, in der Bane gefangenen gehalten wird.

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Ein paar Anmerkungen meinerseits:
1. Mir bereitete die Lektüre große Freude:
  • Das Setting ist toll - eine Art trostloses Hogwarts, in dem der junge Held niemanden trauen kann und in dem es immer noch schlimmer kommt, als der Leser dachte.   
  • Sprachlich trifft der Autor auch den richtigen Ton; das Buch liest sich flüssig und erzeugt Atmosphäre. In vielen Szenen konnte ich richtig die Kälte spüren, das Laub riechen, die Spinnenweben in den Kellergewölben fühlen etc.
  • Ich fand die Geschichte sehr spannend! Von allen drei Splittermond-Romanen, die ich kannte, ist dieser am fesselndsten. Ich wollte ihn abends gar nicht mehr aus der Hand legen, auch wenn ich schon längst hätte schlafen müssen :-) Die Spannung kommt allerdings weniger aus der großen Verschwörung, um die es geht (siehe unten), sondern aus dem Schicksal der Figuren: Einerseits bleibt unklar, wer noch eine geheime Agenda hat, andererseits verschont der Autor seine Helden auch nicht und lässt auch eine Figur sterben, bei der ich es sicher nicht erwartet hätte.
  • Mir haben auch die zahlreichen Anspielungen an Klassiker der Horror-/-Suspense-Literatur gefallen: Die erste Szene in der Kutsche erinnert an den Anfang von Dracula; es gibt mehr als nur eine Hommage an Lovecraft, außerdem erinnern die Rätsel an den Da-Vinci-Code.

2. Als Splittermond-Roman leistest das Buch ebenfalls gute Arbeit und macht große Lust auf den Magieband, der am Donnerstag (hoffentlich!) erscheint. Mehrfach habe ich mich gefragt, ob der Autor vielleicht schon Insider-Infos hat bzw. wie viele Beschreibungen im Buch Kanon sind (anders als Sturmkorsar glaube ich nicht, dass der Roman in x-beliebiges Setting gehört; dazu sind die Anbindungen zu Lorakis doch zu dicht).
  • Die Darstellung zweier Ratten als Tier-Vertraute fand ich super und einen guten Ideengeber, wozu solche Vertraute in der Lage sind / eben auch nicht in der Lage sind und manchmal eigenwillig sein können. (Ich kenne allerdings den Bestienmeister-Band nicht und weiß nicht, wie regelkonform die Interaktion mit den Ratten ist)
  • Ohne zu viel zu verraten: Es geht im Buch um ein langwieriges, aufwändiges Ritual. Da bin ich natürlich neugierig, wie dies zu den Regeln im Magie-Band passt, z:B. welche Rolle das Material Thaumarium spielt.
  • Schließlich, ein Punkt, an dem ich besonders unsicher bin, ob es nicht zu Overpowered ist und auf Eure Meinung gespannt: Im Buch kommt ein Material vor, das "Schlangenmoos" heißt und anscheinend nicht gelöscht werden kann, wenn es einmal brennt - gibt es so etwas irgendwo in den Regeln?
  • Achja, und dann wird auch das
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    auf eine sehr schöne und stimmungsvolle Weise, die Lust auf mehr macht!

3. Es gab auch ein paar Punkte, die mir beim Lesen negativ aufgefallen sind, die aber meine Lesefreude nur wenig getrübt haben (aber hier trotzdem genannt werden sollten):
  • Ein zentrales Handlungselement ist tatsächlich sehr klischeehaft und  kommt so auch schon im Roman "Nacht über Herathis" vor (ich gehe aber davon aus, dass der Autor den Vorgängerroman noch nicht kannte). Obwohl dieses Element also sehr vorhersehbar ist und möglicherweise dem einen oder anderen zu abgegriffen vorkommt, wird es hier zumindest gut ausgeführt. Fantasy-Literatur ist leider oft klischeehaft, und in dieser Hinsicht bekommt auch "Alles zum Schein" keinen Preis für Originalität. Mich hat das aber nicht allzu sehr gestört.
  • Sturmkorsar spricht ebenfalls schon an, dass die ursprüngliche Hauptperson Hagen im Laufe des Buches eher in die zweite Reihe tritt und insgesamt recht blass bleibt.
  • Schließlich kam mir eines der Rätsel/Geheimnisse unlogisch vor:
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    Tatsächlich hat dieser Punkt mich am meisten irritiert, weil er die Immersion stört.

Alles in allem hat mir das Buch riesig gefallen und ich kann es durchaus weiterempfehlen - und das, obwohl ich am Anfang eher skeptisch war, denn Horror-Bücher sind nicht so meins. Trotz der Abzüge für den angesprochenen Mangel an Originalität (s.o.) gebe ich dem Buch eine 1 minus; in dem Rahmen eines Rollenspiel-Fantasy-Romans leistet es nicht nur das, was es soll (spannend unterhalten und Lust auf die Welt machen), sondern tut dies auch intelligent und mit dem einem oder anderem Twist, bei dem mir ernsthaft die Luft weggeblieben ist.

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Wie schön! Das Inhaltsverzeichnis macht auf jeden Fall Lust auf mehr! (nicht, dass das nötig gewesen wäre, die Spannung ist ja schon seit Monaten fast unerträglich :-)
Ich freue mich, dass die Vorstellung der magischen Traditionen einen so großen Raum bekommt. Das ist zwar nur Fluff (vermute ich), aber so etwas hilft ungemein bei der Charaktererstellung.
Neugierig wäre ich über ein paar mehr Infos zu magischen Ritualen: Wofür genau werden die gebraucht? Was können sie, was ein normaler Zauber nicht kann? Gibt es eine Tabelle, welche Hilfsmittel wie das Ritual verbessern (Stichwort: Kristalle, Drachenfedern, Menschenopfer etc., wie viele beteiligten Kultisten)?
Der neue Roman "Alles zum Schein" hat da ja schon einiges angedeutet, aber keine Ahnung, wie sehr das Kanon ist...

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Na klar, das ist eine gute Idee!
Die Möglichkeit mit den PDF habe ich immer nicht auf dem Schirm, weil ich lieber ein gedrucktes Buch/Heft in den Händen halte. Aber genau für diesen Fall sind sie die beste Lösung, da schnell zu beschaffen und günstig :-)

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Danke für die Antwort! Für Tipps zu Kaufabenteuern wäre ich ebenfalls dankbar, sofern sie noch im normalen Buchhandel lieferbar sind (das ist vielleicht bei Abenteuern in Zeitschriften schwierig).

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Liebe Foristen,

wer kann mir ein kurzes One-Shot-Abenteuer empfehlen (ca. 3-4h Spielzeit) für eine gemischte Gruppe von absoluten Rollenspielneulingen und Anfängern, die schon etwas SpliMo-Erfahrung haben?
Bin nächste Woche auf einer Wanderfreizeit unterwegs und würde gerne eine Runde anbieten als Regenwetteroption - hoffentlich gießt es ein, zwei Tage :-D
Vermutlich werden wir die vorgefertigten Chars aus dem GRW verwenden. Bin aber noch ratlos, was das Abenteuer angeht. Gibt es Kaufabenteuer/Gratis-Abenteuer online, die sich eignen? Die "Bestie von Krahorst" ist leider ausgeschlossen, da sie einige schon kennen.

P.S.: Ich fürchte, es gibt schon ähnliche Threads hier im Forum, aber ich habe bei einer Suche nix gefunden, was jünger als 3 Jahre ist. Bestimmt hat sich in der Zwischenzeit doch etwas Neues ergeben? Außerdem ist die Frage vielleicht immer wieder für mehrere interessant, die Situation ist ja recht typisch.

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Für mich klingt es realistisch, bei Feuerschaden die SR gelten zu lassen. Es hat ja einen Grund, warum Feuerwehrleute Schutzkleidung tragen.

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Am ehesten würde ich "Phönix und Affe" verschenken, wenn derjenige auf Asia-Setting und Kampfsport steht. Mein Hauptkritikpunkt (https://forum.splittermond.de/index.php?topic=6054.msg127613#msg127613)
an dem Roman bestand ja darin, dass er fast schon zu wenig die Eigentümlichkeiten von Splittermond zeigt. Im Umkehrschluss heißt das natürlich, dass er auch kein/kaum Hintergrundwissen voraussetzt.

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Allgemeines / Re: Geburtstagsgeschenk für meine Gruppe
« am: 06 Jul 2018, 09:24:04 »
Wie wäre es denn mit Würfeln + Würfelbecher + ein passenden Säckchen o.ä. für den Transport? Ich hatte mir ein Ledersäckchen auf einem Mittelaltermarkt gekauft, das war gar nicht so teuer, sieht stimmungsvoller aus als die Plastikverpackungen der Würfel und lässt die Würfel auch beim Transport weniger klappert. Dann kriegt jeder Spieler sein eigenes Set in einer anderen Farbe, dann gibt es auch keine Verwechslungen :-)
Achja, die Würfelbecher gibt es z.B. bei Müller fast schon verboten billig.

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Also ich fände es schön, wenn die Romane eine eigene Kategorie bekommen. Intuitiv käme ich nicht auf die Idee, sie unter den Spielhilfen zu suchen. Außerdem scheint mir die Vergleichbarkeit schief zu sein: Ist jetzt "Nacht über Herathis"  besser als der "Selenia"-Weltband? (auch wenn für mich die Romane eine "Hilfe fürs Spiel" im weiteren Sinn sind!)

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Kleine Vorbemerkung: Ich halte Rollenspiel-Romane für eine große Hilfe, um die entsprechende Welt kennen zu lernen. Sie enthalten vielleicht nicht so viel Informationen wie ein Quellenbuch, aber dafür können sie dem Leser noch stärker ein Gefühl dafür vermitteln, wie die Welt funktioniert und was in ihr möglich ist. Aus diesem Grund finde ich z.B. den ersten Splittermond-Roman „Nacht über Herathis“ ganz gut, obwohl mir vieles an dem Buch nicht gefallen hat (Charaktere unsympathisch, Handlung oft vorhersehbar). Gerade die Beschreibungen zum Blutbaum im Prolog und zum Feenmarkt in Herathis haben mir gezeigt, dass Lorakis noch viel phantasievoller ist, als ich dachte.

Jetzt aber zu „Phönix und Affe“: Auf das Buch habe ich mit großer Vorfreude gewartet, da ich überlege, meine Heldengruppe einmal nach Zhoujiang zu führen. Insgesamt ist mein Eindruck von dem Buch eher durchwachsen, was aber vielleicht auch an den hohen Erwartungen lag, die ich mitgebracht habe.

Was mir gut gefallen hat:
  • Der Hauptcharakter Zhihou, ein (freiwillig/unfreiwilliger) stummer Kampfmönch, der sich über tätowierte Schriftzeichen an seinem Körper verständigt, ist eindrucksvoll beschrieben. Sein innerer Konflikt, der Fluch, unter dem er leidet, und seine Kampfkunst haben mich gefesselt. Die Idee der Autorin, einen schweigsamen Hauptcharakter zu verwenden, nutzt sich aus meiner Sicht überhaupt nicht ab, sondern lässt ihn plastisch werden. Seine persönlicher Entwicklungsbogen in der Handlung des Buchs erschien mir glaubwürdig, die Rückblenden nerven nicht (wie so oft in anderen Romanen), sondern sind spannend und ergänzen wie Puzzleteile das Bild, das der Leser von ihm hat.
  • Die Kungfu-Kämpfe (in Splittermond: Chi Kung) sind sehr detailliert, abwechslungsreich, spannend und „realistisch“ beschrieben – „realistisch“ heißt hier: gut verständlich und glaubwürdig; freilich ist Magie im Spiel und die Kämpfe erinnern eher an „Tiger and Dragon““ oder „House of Flying Daggers“ als an weltlichen Kampfsport. Ich habe jedenfalls große Lust bekommen, auch mal einen Kampfmönch in Splittermond zu spielen, und viele Inspirationen für die nächste Spielerunde gezogen. Übrigens: Ich praktiziere selbst Kungfu und hatte den Eindruck, dass sich die Autorin wirklich damit beschäftigt hat.
  • Die Sprache der Beschreibungen und in den Dialogen fand ich gelungen und stimmungsvoll – kein hochtrabender Fantasykitsch und auch kein flapsiges Abrutschen in die Gegenwartssprache (wie es manchmal in „Nacht über Herathis“ passiert), sondern der phantastische „Sound“ ist gut getroffen.

Was mir weniger gut gefallen hat:
  • Die meiste Zeit über hatte ich das Gefühl, dass Buch müsste nicht auf der Splittermond-Welt spielen, sondern könnte in jedem anderen generischen Fantasy-Asia-Universium stattfinden. Das Spezifische an Splittermond kam mir zu kurz (ganz anders als im Vorgängerroman „Nacht über Herathis“, Stichwort Feenmarkt). Auch die magischen Monster, die im Buch vorkommen, bleiben eher farblos und stereotypisch. Ich behaupte: Fast die komplette Handlung könnte ohne große Änderungen in eine Manga/Anime-Welt verfrachtet werden. Mir fehlte also das typische „Splittermond-Feeling“. Wenn ich mich nicht irre, musste sich die Autorin für den Roman erst in die Weltbeschreibung einlesen (laut ihrem Blog), das würde eine gewisse Fremdheit mit Lorakis erklären.
  • Auch die verschiedenen Orte, die besucht wurden, blieben eher blass. Das ist besonders schade, da die Hauptfiguren quer durch Zhoujiang reisen und verschiedene Schauplätze besuchen. Mir ist aber kaum einer im Gedächtnis geblieben (Ausnahme: der Wald der Affen im Prolog), das meiste erschien mir als 08/15-Asiafilmsetting. Dabei gibt es einige gute Ansätze, z.B. die Beschreibung der Inseln Palitans, aber die waren mir zu knapp. Etwas mehr Lokalkolorit wäre schön gewesen (und hätte mir bei der Gestaltung meiner nächsten Abenteuer nutzt :-).
  • Zu den Personen im Roman: Die beste Figur ist Zhihou (s.o.). Seine Begleiterin Ming-Na und ihre Schwester Mitu (Pech mit der Namenswahl oder absichtlicher Anklang an „#metoo“?) sind dagegen nicht so eindrücklich. Für den Bösewicht hatte die Autorin zwar einige Ideen (dazu will ich hier aber nicht zu viel verraten), aber so richtig gezündet haben sie meiner Meinung nach nicht. Insbesondere hatte ich nicht den Eindruck, dass der Bösewicht besonders raffiniert plant oder besonders mächtig wäre – so hat der Held leider keinen ebenbürtigen Gegenspieler.
  • Schließlich noch eine recht harte Kritik am Schluss: Oft plätscherte die Handlung nur so dahin. Manche Bücher kann ich nicht aus der Hand legen und lese die ganze Nacht durch, „Phönix und Affe“ gehörte aber nicht dazu. Der Spannungsbogen bleibt eher flach. Das liegt aus meiner Sicht erstens daran, dass es (wenn ich mich recht erinnere) keinen Höhepunkt gibt, an dem die Helden wirklich in eine verzweifelte Lage gebracht sind. Zweitens mag es daran liegen, dass nicht wirklich klar wird, was bei der Geschichte auf dem Spiel steht, z.B. in welcher Gefahr die Helden sind. Sie folgen zwar einer geheimnisvollen Schatzkarte, aber es wird nicht deutlich, warum sie dies tun müssen, worin der Schatz besteht, weshalb ihre Gegner ebenfalls hinter dem Schatz her sind, und was passieren würde, falls die Helden scheitern. Dazu passt vermutlich auch, dass mich die Auflösung/das Ende eher kalt gelassen hat. Wenn der Vergleich mit „Herr der Ringe“ erlaubt ist: Die Bedrohung durch Sauron und das Böse des Rings wird ziemlich klar, so dass ich mit den Gefährten mitfiebere und ihnen die Daumen drücke. In „Phönix und Affe“ habe ich erst zum Schluss (annähernd) verstanden, weshalb Ming-Na überhaupt gejagt wird.

Fazit: Wie gesagt, habe ich einen durchwachsenen Eindruck vom Roman und würde ihm die Schulnote 3 geben. Mit den genannten Einschränkungen würde ich ihn aber dennoch weiterempfehlen – vor allem an Freunde von Kungfu und Asiafantasy (Wuxia). Ich denke allerdings, das Zhoujiang noch mehr zu bieten hat!

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