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Nachrichten - Artemis500

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Ich finde Gewalt in Rollenspielen aus dem Grund unterhaltsam, dass ich sie im realen Leben so gut wie nie erlebe. Ja, es GIBT sie, aber ich laufe nicht durch die Straßen und fürchte mich davor, dass hinter der nächsten Ecke eine Zwergin mit Streitaxt darauf wartet, mich einen Kopf kürzer zu machen.

Sexistische Diskriminierung existiert nicht nur, Frauen sind, wie du dir denken kannst, direkt von ihr betroffen. Die ganze Zeit über. (Ich bin eine Frau. Glaubs mir einfach. Ich will das auch nicht diskutieren.)

Von Frauen zu verlangen, dass sie Frauen in einer sexistischen Gesellschaft spielen, ist wie von Schwarzen zu erwarten, dass sie in einem historischen Südstaaten-Setting Sklaven spielen. Oder Cross-Race spielen und Weiße darstellen, die es völlig okay finden, Schwarze zu versklaven.

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Hat mein Spielleiter einmal gemacht, also ein sexistisches Matriarchat-Setting erstellt und einige Runden geleitet. Zwei männliche Spieler, die sich sonst immer für Sexismus und diskriminierung in Settings einsetzten (Mit den üblichen Argumenten, sei glaubwürdiger, Konfliktpotential, blablabla), fanden es plötzlich doof, einschränkend und garnicht toll, obwohl es eigentlich genau ihren Wünschen entsprechen sollte.  ;D

 ;D
Herrlich. War danach dann Ruhe?

@Nevymn: Ich will nicht "hofiert" werden, oder eine starke weibliche Figur vorgesetzt bekommen, ich will eine gleichberechtigte Welt. Und so eine Welt zeichnet sich nicht durch "starke, emanzipierte Frauen" aus, sondern dadurch, dass eine völlig unbemerkenswerte Frau alles erreichen kann, was ein ähnlich gewöhnlicher Mann erreichen könnte.
Beispiel: Die Torwache, die nach dem Woher und Wohin der Gruppe fragt ist mit 50% Wahrscheinlichkeit weiblich.

Die Drow sind ein gutes Beispiel dafür, wie man es nicht macht.  Und ich glaub dir sofort, dass die eine Person die Drow spielen wollte leider das falsche Geschlecht hatte ...

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Es macht halt aber mitunter "lorakisch", regional wie politisch, geschichtlich usw. auch keinen Sinn in jedem Land die grundsätzliche Gleichberechtigung zu postulieren und zu verfechten oder so. Wo ein Setting Patriarchat vorsieht, da haben numal Frauen wenig bis nicht das sagen.

Und warum sollte das Setting ein Patriarchat vorsehen? Das Setting wächst nicht am Baum, das erfindet jemand.

Davon abgesehen ist es erstaunlich, wie wenig Matriarchate es in Fantasywelten so allgemein gibt. Ich meine solche, in denen Männer nichts zu melden haben. Nicht so etwas weichgespültes wie Aranien in DSA.

Mein Vorschlag: Pro Patriarchat ein genauso prominentes und genauso unterdrückerisches Matriarchat das nicht! als böse hingestellt wird. (Die Drow in D&D sind ein schlechter Witz.)

Das sorgt dann nämlich schon dafür, dass sich dieser Unfug in gesunden Grenzen hält.  ;)

Ich habe schlechte Erfahrungen mit einem Spielleiter gemacht, der sich geweigert hat, die Gleichberechtigung des aventurischen Settings umzusetzen, und die SC absichtlich häufig in die wenigen in DSA vorhandenen patriarchalen Gesellschaften geschickt hat, um seine kruden Geschlechterbilder propagieren zu können. 

Natürlich kann kein Regelwerk einen schlechten Spielleiter völlig ausgleichen, aber ein Land in dem zur Abwechslung mal Männer unterdrückt werden, und zwar richtig, würde so manchen vielleicht dazu bewegen mal etwas Denkarbeit zu leisten, wie unangenehm es erst sein muss, beim Spielen so eingeschränkt sein, wenn man das in der realen Welt auch schon die ganze Zeit hat. 

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