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Regeln => Magieregeln => Thema gestartet von: Yinan am 18 Jul 2015, 00:47:44

Titel: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Yinan am 18 Jul 2015, 00:47:44
Eine Überlegung, dich ich vor allem wegen Kampfzauber gemacht habe, aber auch bei vielen anderen Zaubern angebracht ist.

Mich stört irgendwie etwas, das bei Zaubern, die gegen eine Person gehen, die Grade plötzlich komplett über den Haufen geworfen werden.
Bei allen Zaubern ist das System recht gut gelungen. Schwierigkeit und Kosten steigen, dafür aber auch der Effekt.

Bei Zaubern gegen Widerstände ist das leider nicht so. Da kann auch ein einfacher Grad 1 Kampfzauber (z.B. Magischer Schlag) extremst schwer sein und zu verheerenden Miserfolgen führen, selbst wenn du bereits 12 Punkte in der Magieschule hast, nur, weil du diesen Kampfzauber gegen einen Gegner einsetzt, der eine hohe VTD hat.

Das führt dann letztendlich auch zu der Anomalie, das es einem meist nicht viel bringt Strukturgeber mit hochgradigen Zaubern drin zu haben, weil diese viel zu schwer zum Zaubern sind, aber wenn es dann um z.B. Kampfzauber geht du dann ziemlich easy auch Grad 5 Zauber wirken kannst.


Mein Vorschlag dafür:
Trennen von "Ist der Zauber gelungen?" und "Trifft der Zauber?".

Beispiel "Magischer Schlag". Dieser ist ein Grad 1 Zauber und geht daher standardmäßig gegen die 18. Wenn ich also mit einem FW von 13 zwei mal die 6 bekomme, habe ich 25 und schaffe damit den Zauber mit 2 EG.
Damit ist schonmal klar, das ich die normalen Kosten bezahle (abzüglich Meisterschaften oder auch EG für Kosten Reduzierung). Jetzt im 2. Schritt wird dann erst geschaut, ob 25 auch reicht um die VTD meines Gegners zu überwinden. Wenn nicht, dann musste ich die vollen (modifizierten, s.o.) Kosten zahlen, treffe aber nicht.
Wenn ich sie überwinde, und auch nur ganz knapp, dann kann ich die 2 EG des Zaubers trotzdem nutzen und treffe den Gegner.

Das würde zum einen dafür sorgen, das die Grade von diesen Zaubern nicht mehr ad absurdum geführt werden (weil sie nurnoch als Voraussetzung fürs lernen da sind) und entfernt die Anomalie, dass man hochgradige Kampfzauber durch Artefakte auch schon früh zaubern kann.

Gleichzeitig sorgt es aber auch dafür, das man bei Zaubern mit niedrigen Graden auch mal besser EG einsetzen kann, weil ja normalerweise die Widerstandswerte weiter ansteigen.
Das ist dann auch eher an die restlichen Zauber angepasst, wo du halt bei Zaubern mit niedrigen Grad gerade auf höheren HGs auch mal gut viele EGs bekommen kannst, eben weil für einen HG2 Charakter ein Grad 1 Zauber keine große Herausforderung mehr sein sollte (was derzeit selbst noch auf HG 4 der Fall sein könnte, eben weil ja die Widerstände der Gegner, mit denen man zu tun hat, auch wesentlich höher als die Standardschwierigkeit von 18 ist).


Vorschläge/Anregungen?
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Jeong Jeong am 18 Jul 2015, 01:49:37
Sehr gute Idee! Kurz dachte ich daran, ob man den Widerstandswert vielleicht alternativ je nach Grad des Kampfzaubers modifizieren könnte (z.B. VTD-6 bei Grad 1 Kampfzaubern), aber deine Lösung ist insgesamt eingängiger und am Spieltisch sicherlich auch leichter zu handhaben. :)
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Cifer am 18 Jul 2015, 01:58:13
Das ganze hat soweit ich das sehe zwei zusätzliche Auswirkungen:
1) Es kann einem bei hochgradigen Gegnern schnell passieren, dass man mittelstufige Zauber zwar erfolgreich wirkt, aber nicht trifft -> der komplette Fokus verschwindet im Orkus.
Wenn man sich die normale Regel anschaut, scheint es das Designprinzip zu geben, dass man für komplett ausgegebenen Fokus auf jeden Fall etwas bekommt. Der einzige Fall, wo das nicht so ist, ist zu kurze Reichweite. Hier wird ein zweiter solcher Fall hinzugefügt, was dazu führen kann, dass der Zauberer desöfteren gegen harte Gegner seinen Fokus verbraucht, aber keine Erfolge erzielt. Das kann demotivierend wirken.
2) Der Gegner kann nunmehr mit seiner AA Zauber nur noch ganz oder gar nicht abwehren. Das Abknapsen von ein oder zwei EGs, um eine Verstärkung zu verhindern, funktioniert nicht mehr.
Und, ebenfalls daraus folgend, 3) Niedrigstufige Zauber können plötzlich selbst bei starken Gegnern extrem viele EGs ansammeln. Müsste man mal schauen, ob es Sprüche gibt, bei denen das problematisch ist - eventuell kann das noch zu Problemen führen, wenn im Zauberband weitere Meisterschaften eingeführt werden, die sowas auf eine Weise wie der Nekromant (2er Todesmagie Meisterschaft) unbegrenzt oft nutzen können.

Allgemein finde ich die Idee aber ziemlich gut, die Gummiband-Schwierigkeiten stören mich auch arg.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: SeldomFound am 18 Jul 2015, 02:58:31
Ich sehe es anders. Zaubersprüche die gegen einen Widerstand gehen, verändern was bei einem anderem Charakter und da macht es meiner Meinung nach Sinn, dass es mir nicht so gut gelingt jemanden zu verzaubern, der hohe Widerstandswerte hat!

Bei den ganzen Stärkungszaubern sieht die Sache anders aus, da man nicht versucht jemanden gegen seinen Willen zu verändern!
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Cifer am 18 Jul 2015, 03:11:41
@SeldomFound
Aber macht es denn umgekehrt auch Sinn, dass man Sprüche wie Machtexplosion, wenn man sie als Strukturgeber erwirbt, extrem einfach anwendbar sind, wenn man sie gegen leichte Gegner anwendet?

Wenn ich zum Beispiel 4 Punkte in Relikt stecke (also das, wofür viele Kämpfer eine Waffe oder Rüstung holen), kann ich damit einen Strukturgeber für Machtexplosion kaufen.  Gegen einen Söldner angewandt kann ich meine Arkane Kunde gegen 21 würfeln und dafür dann den Effekt eines Grad-4-Spruchs anwenden. Das kann ich nur bei solchen offensiven Sprüchen tun - bei allen anderen müsste ich die tatsächliche Schwierigkeit eines Grad-4-Zaubers knacken können.
Weshalb ist eine solche Diskrepanz wünschenswert?
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: SeldomFound am 18 Jul 2015, 03:34:59
Weshalb ist eine solche Diskrepanz wünschenswert?

Ja, weil sie in diesem Fall eben nicht von dem Grad des Zaubers abhängt, sondern von der Stärke des Gegners!

Nicht der Grad bestimmt die Schwierigkeit eines Zaubers, sondern das Ziel. Im Falle von Schadenszaubern kommt ja hinzu, dass du dafür eine knappe Ressource aufwenden muss.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: regelfuchs am 18 Jul 2015, 09:31:44
Das Problem der knappen Ressource lässt sich mittels Erhöhung der Fokuspunkte leicht aus der Welt schaffen.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: SeldomFound am 18 Jul 2015, 09:41:16
Naja, jede Erweiterung des Fokuspools kostet 14 EP, außer natürlich du spielst mit der Systemanpassung "Magie ist überall". Aber selbst dann würde ich sagen: "Passt schon so."
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: regelfuchs am 18 Jul 2015, 10:03:04
Naja, jede Erweiterung des Fokuspools kostet 14 EP, außer natürlich du spielst mit der Systemanpassung "Magie ist überall". Aber selbst dann würde ich sagen: "Passt schon so."
Wir spielen bei uns bereits jetzt schon mit doppelten FP, weil uns die paar Punkte nicht genügen und wenn bei Yinans Idee die FP das große Manko sind, lässt sich seine Idee diesbezüglich sehr leicht erweitern. Wobei man natürlich darauf verzichten kann um ein anderes Spielgefühl zu schaffen.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: SeldomFound am 18 Jul 2015, 10:13:46
Also hast du das doch in diese Richtung gemeint.

Nein, mangelnde FP sind kein Manko für Yinans Idee, sie sind meiner Meinung nach eher der Grund, warum man sich keinen Kopf zu machen braucht.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Yinan am 18 Jul 2015, 10:45:49
Nicht der Grad bestimmt die Schwierigkeit eines Zaubers, sondern das Ziel.
Das ist ja eben nicht so!

Im Normalfalle bestimmt der Grad die Schwierigkeit.
Grad 0 Zauber werden normalerweise gegen die 15 gewürfelt, Grad 1 Zauber gegen die 18, Grad 2 Zauber gegen die 21 etc. pp.

Kommt jetzt aber ein Widerstand ins Spiel dann wird diese ganze Aufteilung plötzlich über den Haufen geworfen!


Zu dem Rest äußere ich mich später noch.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Yinan am 18 Jul 2015, 11:34:13
Das man dann eventuell teure Zauber zaubert, die nichts bringen, ist mir auch schon aufgefallen. Wobei ich sagen muss das ich es so rum trotzdem besser finden würde, als so wie es derzeit der Fall ist.

Eine mögliche Abhilfe könnte hier schaffen, das wenn der Vergleich von Zauberprobe zum Widerstandswert negativ ausfällt (also der Widerstandswert zu hoch ist) der sonst gelungene Zauber trotzdem als gescheitert gilt und man dann die negativen EG zum Widerstandswert berechnet.

Ein weiterer "Vorteil" der Hausregel wäre, das es nur beim scheitern wichtig ist, wie hoch der Widerstandswert eigentlich ist und im Falle des Treffens man auch ohne die genaue Angabe seine EG berechnen kann, weil sie halt unabhängig davon sind.


Was halt immer bleibt ist, dass das Ziel mittels AA den Effekt nicht abschwächen kann... aber damit habe ich um ehrlich zu sein auch nicht wirklich Probleme.
Für die SCs bleiben Splitterpunkte da, um Schaden abzufangen.
Und normalerweise machen die EG nicht wirklich viel aus... In den seltensten Fällen versuchst du eine AA, um den Angriff abzuschwächen. Meistens machst du sie, um den Angriff komplett zu negieren oder, im Falle von Manövern, um die Manöver weg zu bekommen.

Da Zauber aber keine Manöver haben, fällt das weg und das eigentliche Interesse ist eigentlich immer, den Zauber komplett zu negieren, was auch weiterhin möglich ist.


Edit:
Ok, mir ist gerade aufgefallen das es bei Zaubern ja doch diesen Fall gibt... nämlich mit den Verstärkungen.
Aber letztendlich finde ich das dann trotzdem nicht so schlimm, das ist mir weiterhin lieber so rum, als wie es offiziell ist.

Frage mich jedoch, ob es nicht irgend eine Möglichkeit gibt das doch alles in Einklang zu bringen...
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Cifer am 18 Jul 2015, 13:09:32
Weshalb ist eine solche Diskrepanz wünschenswert?

Ja, weil sie in diesem Fall eben nicht von dem Grad des Zaubers abhängt, sondern von der Stärke des Gegners!

Nicht der Grad bestimmt die Schwierigkeit eines Zaubers, sondern das Ziel.
Ich habe nicht gefragt, wie die Regel lautet, sondern warum sie so ist. Weshalb kann ein kleiner Zauberlehrling sich den Einäschern-Strukturgeber seines Meisters schnappen und damit Rattlinge grillen? Und weshalb hat er wesentlich größere Probleme mit dem Feuerball-Strukturgeber?


Zitat
Im Falle von Schadenszaubern kommt ja hinzu, dass du dafür eine knappe Ressource aufwenden muss.
Das ist zwar richtig, allerdings wird auf höheren Graden die Ressource eher effizienter benutzt. Ob ich nun zwei Feuerstrahlen oder ein Einäschern verwende, bleibt sich einigermaßen gleich, wenn man davon absieht, dass ich beim Einäschern früher mit der Zauberhandlung fertig bin und anderes tun kann.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: SeldomFound am 18 Jul 2015, 13:12:55

Ich habe nicht gefragt, wie die Regel lautet, sondern warum sie so ist. Weshalb kann ein kleiner Zauberlehrling sich den Einäschern-Strukturgeber seines Meisters schnappen und damit Rattlinge grillen? Und weshalb hat er wesentlich größere Probleme mit dem Feuerball-Strukturgeber?

Weil Einäschern nun mal ein konkreter Angriff gegen eine Person ist. Und Angriffe gehen gegen einen Widerstand.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Cifer am 18 Jul 2015, 13:36:04
Okay, wenn die Erklärung nicht tiefgreifender wird, kann glaub ich dieser Teil der Diskussion abgebrochen werden.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Quendan am 18 Jul 2015, 21:39:37
Das führt dann letztendlich auch zu der Anomalie, das es einem meist nicht viel bringt Strukturgeber mit hochgradigen Zaubern drin zu haben, weil diese viel zu schwer zum Zaubern sind, aber wenn es dann um z.B. Kampfzauber geht du dann ziemlich easy auch Grad 5 Zauber wirken kannst.

Wen das vor allem stört, dem würde ich dazu raten, dass er dann schlicht die Nutzbarkeit von Strukturgebern als Hausregel einschränkt analog zu Zaubern. Also beispielsweise mit 6 Punkten in Arkane Kunde dann nur Strukturgeber bis Grad 2. Dann hat man das "Problem" nicht. Und das ist deutlich weniger invasiver als die vorgeschlagene Lösung mit doppeltem Check: "Gelungen ja/nein? Getroffen ja/nein?". Hilft natürlich nicht, wenn man es allgemein als Problem sieht und nicht nur bei Strukturgebern

Ich persönlich sehe es ähnlich wie SeldomFound gar nicht als Problem an, da man hochstufige Strukturgeber mit dem Fokus der unteren Heldengrade kaum sinnvoll nutzen kann (sofern man nicht bereits durch eine andere Hausregel den Fokus massiv erhöht - dann kann es eher zum Problem werden, ist dann aber hausgemacht).

Da ich mit der offiziellen Regel zufrieden bin (bzw. es nicht im geringsten problematisch finde, dass niedrigstufige Zauber gegen Gegner mit hohen Widerständen schwierig sind) und keinen Änderungsbedarf sehe, habe ich ansonsten zur Hausregel keinen Input.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Cifer am 18 Jul 2015, 23:54:18
Zitat
Ich persönlich sehe es ähnlich wie SeldomFound gar nicht als Problem an, da man hochstufige Strukturgeber mit dem Fokus der unteren Heldengrade kaum sinnvoll nutzen kann (sofern man nicht bereits durch eine andere Hausregel den Fokus massiv erhöht - dann kann es eher zum Problem werden, ist dann aber hausgemacht).
Das würde ich jetzt eher bestreiten - wie gesagt: Wer zwei Feuerstrahlen nutzen kann, kriegt auch ein Einäschern hin.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: SeldomFound am 19 Jul 2015, 00:16:06
Das würde ich jetzt eher bestreiten - wie gesagt: Wer zwei Feuerstrahlen nutzen kann, kriegt auch ein Einäschern hin.
[/quote]

Und macht damit auch fast genauso viel Schaden...

Feuerstrahl: 2w6+5 -> ca. 11 Feuerschaden (Verstärkt: Brennend 1 für 30 Ticks -> + ca. 6 Feuerschaden)

Einäschern: 2w6 + Brennend 3 für 30 Ticks -> ca. 24 Feuerschaden (Verstärkt: Brennend 4 für 45 Ticks -> + ca. 9 Feuerschaden)

Und dabei muss man natürlich beachten, dass der Schaden von Brennend durch Aktionen noch weiter reduziert werden kann...

Also ja, Schadenszauber auf höheren Graden sind nicht so beeindruckend...
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Cifer am 19 Jul 2015, 01:51:37
Zitat
Einäschern: 2w6 + Brennend 3 für 30 Ticks -> ca. 24 Feuerschaden (Verstärkt: Brennend 4 für 45 Ticks -> + ca. 9 Feuerschaden)
Brennend 4 für 45 Ticks verursacht ca. 21 zusätzlichen Schaden - 2*1W6 für die zwei Schadensberechungen bei 15 und 30, 4W6 für die bei 45. Aber ja, der Schaden bei 45 ist hoffentlich eher theoretischer Natur, wenn man nicht bewusst den Gegner nach dem Feuerzauber in Ruhe ausbrennen lässt.

Zitat
Und dabei muss man natürlich beachten, dass der Schaden von Brennend durch Aktionen noch weiter reduziert werden kann...
Wer Brennend-Schaden mit dieser 10-Tick-Aktion reduziert, unternimmt in den 10 Ticks nichts bedeutsames gegen mich und kann sogar noch dabei gestört werden. Das sehe ich eher als Win-Win an.

Zitat
Also ja, Schadenszauber auf höheren Graden sind nicht so beeindruckend...
Geht so. Der Vorzug von Einäschern ist, dass man einmal 12+3 (=15) Ticks statt zweimal 8+3 (=22) Ticks braucht.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: SeldomFound am 19 Jul 2015, 04:32:08
Zitat
Einäschern: 2w6 + Brennend 3 für 30 Ticks -> ca. 24 Feuerschaden (Verstärkt: Brennend 4 für 45 Ticks -> + ca. 9 Feuerschaden)
Brennend 4 für 45 Ticks verursacht ca. 21 zusätzlichen Schaden - 2*1W6 für die zwei Schadensberechungen bei 15 und 30, 4W6 für die bei 45. Aber ja, der Schaden bei 45 ist hoffentlich eher theoretischer Natur, wenn man nicht bewusst den Gegner nach dem Feuerzauber in Ruhe ausbrennen lässt.


Entschuldigung, wie meinst du das jetzt?

Brennend 4 für 45 Ticks erzeugt alle 15 Ticks 4w6 Schaden, also insgesamt 12W6 Schaden + 2w6 am Anfang, für 14w6 Schaden.

Wenn man sofort damit anfängt das Feuer zu löschen, wäre man dann bei 3w6 für Tick 15, 2W6 für Tick 30 (vorrausgesetzt, da Schaden gilt zuerst) und bei Tick 45 ist man schon gelöscht, also nur 5w6 maximal + 2w6 am Anfang für 7w6 Feuerschaden.

Ach so, du gehst vom letzteren aus.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Cerren Dark am 19 Jul 2015, 10:22:13
Die Anschauung, wie Zauber funktionieren "sollten" wird durch diese Hausregel besser bedient, allerdings ist der Preis hoch und muss im wesentlichen von den Abenteurern "bezahlt" werden: Die Hausregel macht für die Abenteurer die Anwendung von Magie in keinem Fall leichter oder günstiger, dafür aber in vielen Fällen schwieriger oder teurer. Der einzige implizite Vorteil der Abenteurer besteht darin, dass gegnerische NSC denselben Nachteil erleiden...

Ein weiterer (beabsichtigter?) Nebeneffekt der Hausregel besteht darin, dass auf hohen Heldengraden die niedrigstufigen Zauber "teurer" werden als die hochstufigen, weil da nämlich der Fall "Schwierigkeit geschafft, gegnerischen Widerstand aber nicht", d.h. volle Fokuskosten ohne Effekt, dort häufiger auftritt als in niedrigen Heldengraden mit schwachen Gegnern.

Somit muss jede Gruppe für sich entscheiden, ob sie bereit sind, diesen Preis für "stimmigere Zauberei" zu bezahlen.

Gruß,
Cerren
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Yinan am 19 Jul 2015, 10:34:48
[...]
Ich habe diesbezüglich schon eine mögliche Anpassung angebracht (die bisher ignoriert wurde):

Eine mögliche Abhilfe könnte hier schaffen, das wenn der Vergleich von Zauberprobe zum Widerstandswert negativ ausfällt (also der Widerstandswert zu hoch ist) der sonst gelungene Zauber trotzdem als gescheitert gilt und man dann die negativen EG zum Widerstandswert berechnet.
Das würde dafür sorgen, das die niedrigen Zauber auch wirklich kostengünstiger sind, was sie auch sein sollten.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Cerren Dark am 19 Jul 2015, 11:14:32
Ah ja, das habe ich tatsächlich übersehen.
Gut, dann bleibt nur noch der Effekt übrig, dass Zauber gegen Gegner mit geringem Widerstand eventuell schwieriger zu zaubern werden als mit der Originalregel.

Gruß,
Cerren
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Yinan am 19 Jul 2015, 11:18:50
Gut, dann bleibt nur noch der Effekt übrig, dass Zauber gegen Gegner mit geringem Widerstand eventuell schwieriger zu zaubern werden als mit der Originalregel.
Was ich vollkommen richtig finde, wenn man höher gradige Zauber anwendet.
Man wundert sich ja nicht, das ein Grad 1 Zauber wesentlich leichter zu Zaubern ist als ein Grad 4 Zauber.

Warum sollte das bei der Kampfmagie anders sein, wo alle Zauber, egal welchen Grades, plötzlich gleich einfach/schwer zu zaubern sind und die Komplexität plötzlich ignoriert wird?

Das ist es auch, was mich an der bisherigen Regel stört, deshalb der Hausregelvorschlag.

Wen das vor allem stört
Nein, was stört ist das die Schwierigkeit des Grads generell ignoriert wird bei Kampfzaubern und Zauber mit niedrigem Grad genauso schwer sind wie Zauber von hohem Grad, weil es nur auf den Widerstand des Ziels ankommt.

Wenn man simulationistisch denkt, dann könnte ich das bei KW und GW Zaubern ja auch noch nachvollziehen das dem so ist, zumindest teilweise. Aber spätestens bei Zaubern gegen die VTD macht es dann wirklich gar keinen Sinn mehr.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: SeldomFound am 19 Jul 2015, 12:54:17

Wenn man simulationistisch denkt, dann könnte ich das bei KW und GW Zaubern ja auch noch nachvollziehen das dem so ist, zumindest teilweise. Aber spätestens bei Zaubern gegen die VTD macht es dann wirklich gar keinen Sinn mehr.

Hier würde ich gerne nachfragen: Warum macht es den keinen Sinn mehr?

Weil du es dir so vorstellst, dass das Scheitern eines Feuerstrahls bedeutet, dass er eigentlich an dem Ziel vorbeifliegen sollte?

Klar, wenn man mit dieser Vorstellung herangeht, stimmt der Gedanke, doch hier ist es wie ich es mir vorstelle:

Der Zauber wird nicht wie ein Geschoss abgefeuert, sondern es wird zuerst eine Verbindung mit dem Ziel erschaffen. Diese Verbindung wird allerdings durch die Beweglichkeit und die Rüstung des Ziels erschwert. Ein erfolgreicher Feuerstrahl fliegt nicht in eine geraden Linie! Er folgt der Verbindung, wenn diese erfolgreich zustande kommt. Schafft es der Zauberer nicht, die Verbindung herzustellen, scheitert der Zauber.

Zugegeben, man kann das jetzt sagen: "So funktionieren solche Zauber doch nicht."
Doch dabei übersieht man, dass wir überhaupt keinen realen Vergleich für solche Zauber haben und die innerweltliche Erklärung im Rahmen der Regeln relativ frei ausfällt!

Und wenn die Regeln halt sagen, dass der Zauber aufgrund einer zu hohen VTD nicht zu Stande kommt, dann muss man seine innerweltliche Erklärung daran anpassen.

Yinan, mit deiner Hausregel gehst du quasi den umgekehrten Weg: Du möchtest die Regeln an deine Vorstellungen anpassen, wie sie innerweltlich aussehen. Und das ist keinesfalls verkehrt! Nur finde ich es halt falsch zu sagen, dass die Regeln grundsätzlich nicht stimmen. Was nicht stimmt, ist das Verhältnis von deiner Vorstellung zu den Regeln.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Cifer am 19 Jul 2015, 13:00:35
Zitat
Einäschern: 2w6 + Brennend 3 für 30 Ticks -> ca. 24 Feuerschaden (Verstärkt: Brennend 4 für 45 Ticks -> + ca. 9 Feuerschaden)
Brennend 4 für 45 Ticks verursacht ca. 21 zusätzlichen Schaden - 2*1W6 für die zwei Schadensberechungen bei 15 und 30, 4W6 für die bei 45. Aber ja, der Schaden bei 45 ist hoffentlich eher theoretischer Natur, wenn man nicht bewusst den Gegner nach dem Feuerzauber in Ruhe ausbrennen lässt.
Entschuldigung, wie meinst du das jetzt?

Brennend 4 für 45 Ticks erzeugt alle 15 Ticks 4w6 Schaden, also insgesamt 12W6 Schaden + 2w6 am Anfang, für 14w6 Schaden.

Wenn man sofort damit anfängt das Feuer zu löschen, wäre man dann bei 3w6 für Tick 15, 2W6 für Tick 30 (vorrausgesetzt, da Schaden gilt zuerst) und bei Tick 45 ist man schon gelöscht, also nur 5w6 maximal + 2w6 am Anfang für 7w6 Feuerschaden.

Ach so, du gehst vom letzteren aus.
Achso, jetzt versteh ich, wie du das meintest. Gut, wie oben beschrieben: Ich bin der Meinung, dass es eigentlich sogar besser ist, wenn ein Gegner sich auf der Stelle zu löschen versucht - damit macht er die vollen 40 Ticks nichts anderes mehr. Sprüche, mit denen man einen Gegner für so lange Zeit ausschalten kann, sind rar gesät. Und während seiner 40 Löschticks kann man ihn ja wenn man möchte regelmäßig weiter angreifen und damit seine Aktionen unterbrechen.
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Yinan am 19 Jul 2015, 13:15:31
Ich bin mal ganz direkt:

Du magst es so, wie es ist.
Warum bist du dann noch in diesem Thread?

Es geht hier in dem Thread darum, das min. einer Person (mir) das derzeitige System nicht gefällt und deshalb eine Hausregel (das Wort ist der Schlüsselpunkt) vorstellt, mit der man das System anpassen kann.

Jegliche Kommentare die von der Basis als Inhalt haben "Ich mag es so, wie es ist und finde die Hausregel deshalb unnötig" sind hier einfach nur destruktiv und haben keinerlei nutzen.

Es ist eine Hausregel, ich versuche das jetzt nicht hier jemanden auf zu zwingen oder dafür zu sorgen, dass man das in den normalen Regeln in einer Errate wiederfindet.

Ich finde es halt seltsam das hier überhaupt jemand hier überhaupt dagegen anspricht. Wenn dir die Hausregel nicht gefällt, dann ignoriere sie doch einfach. Sie betrifft dich doch nicht im geringsten.

Das gilt natürlich nicht nur für dich, da bist du nicht der einzige, der unter diesem Gesichtspunkt schon geposted hat hier.

Ich hatte eigentlich gehofft, das durch die eindeutige Markierung im Titel als Hausregel solchen Kommentare hier gar nicht erst kommen werden, weil sie komplett überflüssig und Themen-Entfernt sind.


Es kann natürlich sein das ich mich irre dabei und das gar nicht deine Absicht ist, aber zumindest für mich kommt es so rüber.



Um aber deine Anmerkung trotzdem zu Antworten:

Ich stelle mir die Magie eben nicht so vor wie du, deshalb stört mich die bisherige Regel und deshalb finde ich, das es bei VTD gar keinen Sinn macht, weshalb ich eine Hausregel vor schlage die MICH zufrieden stellt.
Ich stelle mir das halt so vor, dass es eine Basisschwierigkeit hat einen eigentlichen Zauber zu formen (wovon dann auch die Fokuskosten abhängig sind weil der Fokus unterschiedlich stark beansprucht wird) und das "Zielen" davon unabhängig ist bzw. auf die Schwierigkeit eine Modifikation wäre. Während bei KW und GW noch die Person sich auf irgend eine (mystische) Art und Weise sich dagegen Wehrt, ist bei der VTD das ganze nur noch eine Art Ausweichen oder blockieren.


Ich stelle die Hausregel hier zur Diskussion um zu sehen, ob ich irgendwelche groben Schnitzer oder Seiteneffekte Übersehen habe, was ja auch der Fall ist (Cifers Anmerkung bzgl. das man bei niedrigen Graden oftmals den gesamten Fokus zahlen muss, selbst wenn man nichts erreicht hat).
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: SeldomFound am 19 Jul 2015, 13:37:12
Ich bin mal ganz direkt:

Du magst es so, wie es ist.
Warum bist du dann noch in diesem Thread?

Es geht hier in dem Thread darum, das min. einer Person (mir) das derzeitige System nicht gefällt und deshalb eine Hausregel (das Wort ist der Schlüsselpunkt) vorstellt, mit der man das System anpassen kann.

Weil ich bei Hausregeln mich auch immer frage: Ist sie überhaupt notwendig?

Häufig bedeutet eine Hausregel, dass noch mehr Regeln dazu kommen. Ich meine, ich habe auch schon die ein oder andere Hausregel hier vorgeschlagen und darauf negative Antworten erhalten, die diese ablehnen.

Aber ich sehe es halt so: Wenn man mich davon überzeugt, dass eine Hausregel eigentlich nicht notwendig ist, lasse ich sie. Und deshalb finde ich persönlich solche Kommentare wie "Ich finde es gut wie es ist" durchaus für angemessen. Immerhin macht eine Hausregel auch nur Sinn, wenn sie überhaupt am Tisch akzeptiert wird. Und das kann man halt nicht für sich entscheiden, sondern ist eben von der Meinung der anderen abhängig. Einfach so festzulegen, dass das jetzt in der Runde so gemacht wird, finde ich nicht wirklich in Ordnung.


Aber wenn du in diesem Thread nicht darüber diskutieren möchtest, verstehe und akzeptiere ich das.

Dann nochmal zu deiner Idee an sich:

Wie gesagt, es geht von der Vorstellung aus, dass jedes Mal bei einem Angriffszauber ein Projektil geschaffen wird, welches auf das Ziel abgefeuert wird.

Daher muss ein Angriffszauber zwei Schwierigkeitsstufen überwinden: Die eigene Stufe (15, 18, 21...) und den Widerstandswert des Gegners.

Nun kann der Widerstandswert des Gegner durch Zauber, taktischen Vorteil und dergleichen wesentlich geringer ausfallen als die Schwierigkeit des Zaubers.

Bei deinem Vorschlag zählt nur die Schwierigkeit des Zaubers zum Bestimmen der EGs. Doch das heißt, dass ein Angriffszauber teilweise weniger effektiv wird als ein Fernkampfangriff, der seine EG direkt aus dem reduzierten Widerstand gewinnen kann.

Allerdings wäre das wohl insgesamt ein eher geringeres Manko.

Nun gut, eine andere Frage wären die Kosten. Aber da hast du ja selbst nun festgelegt, dass ein Zauber keine Fokuspunkte kostet, wenn er nur an dem Widerstand scheitert.

Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Yinan am 19 Jul 2015, 13:53:13
Aber wenn du in diesem Thread nicht darüber diskutieren möchtest, verstehe und akzeptiere ich das.
Es ist halt eine Sache wenn man mich auf einen Denkfehler hinweist, weil ich z.B. was in den Regeln übersehen habe oder so.

Aber auf Basis von Gefühlen ("Ich mag es so, wie es ist") oder anderen Vorstellungen, die darauf basieren, das es keine offizielle Setzung gibt, wie es innerweltlich funktioniert ("Wenn man sich das so und so vorstellt...") finde ich das einfach nicht fördernd in einem Thread, wo es um eine Hausregel geht.


Hätte ich das jetzt allgemein geschrieben als "Man sollte das offiziell so und so machen, weil das meinen Vorstellungen nicht entspricht", dann sehe ich auch komplett ein und finde ich es auch richtig, wenn Leute anmerken, das sie es so, wie es jetzt ist, gut finden und keinen Änderungsbedarf sehen.
Aber so etwas habe ich ja bewusst nicht vorgeschlagen sondern das Ganze von Beginn an als Hausregel deklariert, weil mir bewusst ist, dass es hier um eine auch sehr subjektive Sache geht.


Nun gut, eine andere Frage wären die Kosten. Aber da hast du ja selbst nun festgelegt, dass ein Zauber keine Fokuspunkte kostet, wenn er nur an dem Widerstand scheitert.
Naja,l weniger festgelegt und eher als Möglichkeit angebracht, um das Problem des "niedrige Zauber verursachen mehr Kosten, weil sie meistens gelingen aber ihr Ziel nicht unbedingt treffen und damit mehr kosten verursachen" zu beseitigen, was ich bei meiner ersten Überlegung der Hausregel nicht bedacht hatte.

Ich persönlich würde mich auch eher freuen, wenn ich da einen besseren Mechanismus finde der alles zusammen mit einbezieht, aber ich befürchte, das sich das mit dem derzeitigen Proben-System nicht realisieren lässt. Da muss ich selbst noch einige Überlegungen zu anstellen, vlt. übersehe ich ja da irgend etwas...
Titel: Re: [Hausregel] Modifizierter Zaubervorgang
Beitrag von: Lucean am 20 Jul 2015, 11:22:52
Im Bezug auf die Regeln zu Zauberpatzern gefällt mir der Vorschlag sehr gut. Meiner Meinung nach dürfte der etwas höhere Aufwand es durchaus wert sein, auch Kampfzauber nach den gleichen Mechanismen zu behandeln wie andere Zauber.
Wäre schön, wenn du mal ein Feedback nach ein paar Praxistests geben könntest.