Splittermond Forum
Regeln => Magieregeln => Thema gestartet von: SpecialK am 27 Mär 2026, 18:54:54
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In diversen Publikationen finden sich immer wieder magische Effekte, die als dauerhaft oder permanent gebunden betrachtet werden.
Einige Beispiele:
- magische Leuchtmittel, die als Laternen o.ä. dienen,
- Relikte mit magischer Kraft, die ohne Kraftzufuhr (Fokus) einfach funktionieren, z.B. der bodenlose Beutel
- magische Fallen, die auch dauerhaft aktiv sind (bis zur Auslösung).
Grundsätzlich finde ich eine freie Herangehensweise an die Magie gut, da es der Kreativität Raum verleitet.
Allerdings sollte es mit den Regeln irgendwie erklärbar sein, vor allem, da Splittermond mit dem Regelkonstrukt der vorübergehend gebundenen Magie arbeitet (Stichwort Kanalisierung).
Übersehe ich in den Regeln etwas, das dem kreativen Ansatz (wie erwünscht) Platz bietet?
Oder sollte man die Magie an sich weniger erklärbar und damit phantastischer darstellen?
Doch wie soll man dann die Magieregeln für Spieler und Nichtspieler gleichermaßen fair und transparent handhaben?
Um salopp bei einem der Eingangsbeispiele von oben zu bleiben:
würde sich der Gelehrte der Gruppe nicht wundern, warum (und vor allem: wie) die Leuchtkugeln in dieser Stadt funktionieren?
Und wie kann ich als SL dann eine schlüssige Antwort darauf geben?
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Es gibt mehrere Erklärungen für die "permanente Magie".
- Alte Kulturen
Drachlinge und andere, alte, vergessene Kulturen hatten Zugang zu solcher Magie und haben uns die Artefakte, nicht aber das Wissen hinterlassen.
- Feenpakte
Feenmagie erlaubt Pakte, die auf beiden Seiten "Permanenz" beinhalten.
- Wesen die nicht schlafen
Wesenheiten, die keinen Schlaf brauchen, können einen Spruch dauerhaft kanalisieren.
Natürlich sind diese Erklärungen auf den ersten Blick etwas unbefriedigend (und die Liste sicherlich nicht komplett), aber sie zeigt die Ausrichtung von Splittermond auf Balance. Dauerhaft aktive magische Artefakte können schnell zu Missbrauch und einem "Powergaming" führen, das eher nicht erwünscht sein dürfte.
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Eine Möglichkeit, wie man es auch regeltechnisch abbilden kann, ist die Ritualmagie aus dem Magieband. Einen niedriggradigen Zauber an einem bestimmten Ort dauerhaft wirken lassen würde ich als nicht besonders forderndes Ritual einstufen; im Band "Wintermond" hab ich einen entsprechenden Anwendungsfall (mit Kasten, in dem das Ritual aufgeschlüsselt wird) drin, sogar als für die Gruppe entdeckbar. Gleichzeitig ist die Regel im Magieband, dass der Spielleiter die notwendigen Komponentenpunkte für ein Ritual festlegt, eine gute Stellschraube, wie verbreitet man sowas im eigenen Lorakis haben will bzw. wie schwierig es bei größeren Zaubern werden soll.
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Es gibt mehrere Erklärungen für die "permanente Magie", aktualisierte Liste (Danke, Gwydon!):
- Alte Kulturen
Drachlinge und andere, alte, vergessene Kulturen hatten Zugang zu solcher Magie und haben uns die Artefakte, nicht aber das Wissen hinterlassen.
- Feenpakte
Feenmagie erlaubt Pakte, die auf beiden Seiten "Permanenz" beinhalten.
- Wesen die nicht schlafen
Wesenheiten, die keinen Schlaf brauchen, können einen Spruch dauerhaft kanalisieren.
- Ritualmagie
Zauber oder magische Effekte können unter bestimmten Bedingungen permanent gemacht werden. Das ist in mehreren Werken des Kanon bereits beschrieben (Die Magie, ...).
Alle oben aufgeführten Methoden "erklären die Welt" innerweltlich (für die Spielercharaktere) und außerweltlich (für die Spieler). Nummer 2 bis 4 sind im Prinzip auch den Spielercharakteren zugänglich, haben aber ihren Preis.