Splittermond Forum

Regeln => Magieregeln => Thema gestartet von: Lorthar am 18 Dez 2025, 22:31:45

Titel: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Lorthar am 18 Dez 2025, 22:31:45
Ich habe eine Idee gehabt und wollte fragen, was ihr davon haltet. Ich persönlich bin ein großer Fan davon, wenn Magie anstrengend ist und man nicht so einfach viele Zauber auf einmal wirken kann und am Ende sogar ausgelaugt ist. Daher hatte ich überlegt, dass man Fokus ähnlich wie Lebenspunkte handhaben könnte: Statt (MYS+WIL) X 2 könnte man MYS+WIL und das in 5 Stufen machen. Die erste ist genau wie bei den Lebenspunkten ohne Mali, aber danach ist man bei Benommen 1-4 und wenn man allen Fokus verliert, verliert der Zauberer das Bewusstsein und scheidet aus dem Kampf aus. Der Vorteil ist, das dadurch die Anstrengungen des Zauberns, die ich interessant fände, darstellen könnte.Man hat auch taktische Überlegungen, wie man die EG's einsetzten möchte, da man vielleicht den Zustand oder eine Verschlimmerung des Zustands vermeiden möchte. Die Stärke Erhöhter Fokus wäre dann quasi +1 und auf 5 Stufen verteilt dann +5 wie es auch sonst der Fall ist. Ähnlich wie es Meisterschaften und Stärken gibt, Wundabzüge zu ignorieren oder zu vermindern, würde ich ähnliche Meisterschaften und Stärken für dieses Fokussystem angebracht finden. Natürlich wären Bannmagier dann noch gefährlicher, da sie den Zauberer schnell benommen werden lassen können und sogar eine zweite Möglichkeit haben, ihn oder sie auszuschalten.
Ein Problem wäre halt, dass man sehr schnell über Unmengen an Fokus verfügen würde, was nicht vorgesehen ist. Wenn man als Mensch startet und MYS und WIL auf 3 steigert mit +1 durch die freien Modifikatoren, dann ist man bei 8, sprich 40 Fokus für den Zauberer. Das ist vermutlich so ungebalanced wie es nur sein kann XD Man kommt halt sehr schnell an den Punkt, wo man genug Fokus für alles hat, aber es hat auch seinen Preis, durch seinen Fokus durchzubrennen.
Das ist gerade nur eine Idee und wie ich es chon angemerkt habe, mehr als unbalanced, wenn man es einfach so einbauen würde. Ich wollte aber mal fragen, was ihr davon haltet und welche Ideen, Gedanken und Kritik ihr dazu hättet.
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Lucean am 19 Dez 2025, 13:50:31
Es ist auf jeden Fall ein interessanter Ansatz, wenn die Größe des noch verfügbaren Fokuspools für dich wichtig ist. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass es die Möglichkeit gibt, Zustände zu unterdrücken.
Ein Beschwörer könnte z.B. relativ leicht alle Vorteile der Umstellung nutzen, wenn er einem seiner Diener sagt "unterdrücke Zustand [Benommen]" und dann war es das ggf. für den Rest des Tages  ;)
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Lorthar am 19 Dez 2025, 14:10:17
Ich denke, dass wäre sogar super. Zum Einen bedeutet dass, das der Beschwörer für dieses Wesen in dem Moment nichts anderes fordern kann, zum anderen kostet es Fokus. Überdies wäre es sogar spannend, da der Zauberer dann aufpassen muss, dass sein beschworenes Wesen nicht getötet wird, da dann sofort der Zustand zurückkommt. Dies halte ich für ein spannendes Element.
Überdies denke, dass es sich gerade lohnen sollte, wenn ein Spieler sich vorbereitet. So kann ja auch ein Krieger, wenn er es darauf anlegt, schnell den Großteil von Wundabzügen quasi ausschalten. Mit Schmerzresistenz und Schmerzen widerstehen spürt er erst auf der 5. Stufe etwas und dann auch nur -4 oder sogar nur -3. Wenn man dann noch auf HG 2 Schmerzwiderstand in Zähigkeit erhält ist man nur noch bei -3 oder -2 auf der letzten Stufe. Selbst wenn der Zauber nicht vor dem Kampf gewirkt wurde, dann hat man immer noch erst auf der 3. Stufe Abzüge (ab HG 2 natürlich). Daher denke ich, dass es in Ordnung wäre, wenn ein Zauberer sich entsprechend vorbereitet.
Selbst wenn man kein Beschwörer wäre, könnte ich mir eine Stärke, die genauso funktioniert wie Schmerzresistenz nur eben ausschließlich für den Zustand Benommen, der aufgrund von Fokuskosten zustande käme. Dann würde also nicht generell der Zustand Benommen bekämpft werden, sondern nur dieser explizite Grund dafür. Genau so könnte man in Arkane Kunde Enstprechungen von Schmerzwiderstand I und II machen.
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Lorthar am 19 Dez 2025, 14:12:21
Ein weiterer Vorteil, den ich dabei sehe, ist, dass man wenn man schnell einen Kampf vorbereiten muss, einfach eine Box auf einem karierten Blatt Papier malen kann. Ein Nachteil ist, ist das man nun noch mehr beachten müsste an Zuständen
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Lorthar am 19 Dez 2025, 14:32:42
Verdammt. Ich habe gerade ein Problem festgestellt. Wenn ein Spieler nicht in Fokus investieren würde (zum Beispiel nur je 1 in WIL und MYS hat), dann hat er nur 8 Fokus. Möglicherweise sogar weniger, wenn es sich um einen Varg handelt, der -1 in WIL hat. Dann würde ein Bannmagier mit einem Zauber Magie erschöpfen diesen Helden sofort ohnmächtig werden lassen können. Das ist nicht Sinn und Zweck meiner Idee  :'(
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Wandler am 19 Dez 2025, 15:15:45
Die Idee hat was, aber ich würde einen "total erschöpften" Magier nicht ohnmächtig werden lassen. Ich würde statt dessen eben Benommen 1-5 nutzen. Ein Malus von -5 (auf alles!) ist schon so einschneidend genug.
Was das Konzept für mich weniger attraktiv macht, ist die Nutzung durch Charaktere, die nicht hauptsächlich Magier sind. Sie handeln sich mit ihren Zaubern ganz schnell Mali ein.
MYS = 2, WIL = 3, = 5 x 5 Fokus. 1 x Katzenreflexe verstärkt (K10V4):  Benommen 1. Noch irgend ein noch so kleiner Zauber: Benommen 2. Damit ist ein großer Teil der Katzenreflexe bereits wieder negiert.


Wenn das so gewollt ist - in Ordnung. Es macht aber ein ohnehin komplexes Magiesystem noch komplexer, und obwohl es auch nicht spezialisierten Zauberern einiges an Fokus bietet, wird das Zaubern gerade auf niedrigen Heldengraden weniger attraktiv.
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Lorthar am 19 Dez 2025, 15:27:28
Ohhh, das ist eine gute Idee. Wenn alle Fokuspunkte verbraucht sind, dann ist man bei Benommen 5. Finde ich klasse ^^. Dies wird in den seltensten Fällen passieren, solange man eben nicht auf einen Bannmagier trifft, oftmals werden einige Fokuspunkte übrig bleiben, da man einfach nicht mehr genug für einen weiteren Zauber hat. Hmm, ich werde es auf jeden Fall einmal ausprobieren. :)

Ja, für hybride Charaktere ist das System nicht ganz so entgegenkommend. Alllerdings glaube ich hast du Benommen mit Erschöpft verwechselt. Benommen verlängert nur jede Aktion um enstprechend viele Ticks, der Boni aus Katzenreflexe würde also nicht negiert werden, man bräuchte nur mehr Ticks.
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Wandler am 19 Dez 2025, 15:33:23
... Alllerdings glaube ich hast du Benommen mit Erschöpft verwechselt. Benommen verlängert nur jede Aktion um enstprechend viele Ticks, der Boni aus Katzenreflexe würde also nicht negiert werden, man bräuchte nur mehr Ticks.

Ja, Du hast Recht, das hatte ich verwechselt. Erschöpft wäre für mich akzeptabel, Benommen ein K.O.-Kriterium. Einen schnellen Kämpfer mit hyriden Ansatz (der zum Beispiel Katzenreflexe benutzt) kannst Du nach dem Ansatz fast vergessen. Also ja, hybride Ansätze unterstützt das System nicht sehr gut, für "reine Zauberer" hat es sicher etwas.
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Lorthar am 19 Dez 2025, 15:45:19
Ich habe Benommen gewählt, da ich eine Unterscheidung wollte und nicht nur weitere Abzüge hinzunehmen wollte. Denn das könnte meiner Meinung nach auch schnell nach hinten losgehen. Wenn man zum Beispiel einen Bannmagier trifft, dann Erschöpft 4 oder 5 hätte und einen unglücklichen Treffer einer schweren Waffe abbekommt und dann auch bei der dritten Gesundheitsstufe ist, dann wäre man bei -6 oder sogar -7. Zum einen erschien mir das etwas gefährlich, zum anderen wollte ich wie gesagt, dass Fokus sich anders auswirkt als Lebenspunkte ^^.

Aber ja, wenn man keinen Fokus mehr hat und dann aus einem Angriff mit einem Dolch dann 11 Ticks werden... dann ist das schon ziemlich hart. Für einen hybriden, schnellen Zauberer wäre es dann umso wichtiger Spareffekte zu nutzen.
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Turobid am 19 Dez 2025, 16:24:35
Ich finde die Idee auch interessant, habe aber zwei Verständnisfragen:

Übrigens darf es meiner Meinung nach ruhig ab der dritten Stufe anspruchsvoll werden, immerhin geht der Zauberer ab diesen Punkt über seinen normalen Fokus hinaus. Vielleicht passt hier eine Adaption von 0, -1, -2, -4, -8 aus dem LP-System besser? Wer so viel Fokus verbrennt geht bewusst das Risiko ein. Wenn dir das zu riskant ist, dann kannst du vielleicht einen Zustand „Ausgelaugt“ hinzufügen, der nur beim Zaubern den Malus verpasst (also wie Glaubenskriese nur ohne Priester).
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Lorthar am 19 Dez 2025, 16:44:47
Vermutlich gibt es zu viele Methoden den Zustand Benommen zu unterdrücken  :o Um die einfachere Antwort vorwegzunehmen, es gäbe nur 5 Stufen, und ja, sobald man die 5 Stufe angebrochen hätte wäre man bei Benommen 4. Erst wenn alle Fokuspunkte verbraucht worden wären, also wenn alle Stufen vollständig aufgebraucht wären, dann wäre der Zustand Benommen 5 eingetreten.
Ja, es war angedacht, dass Zauber und Meisterschaften, die Erfrischung unterdrücken, auch die Benommenheit aus den Fokusstufen unterdrücken können. Es gibt ja auch Zauber, Meisterschaften und Stärken, die dasselbe bei Wundabzügen machen. Ich gebe zu, es ist dann etwas schwierig, dass ein Grad 0 Zauber, das System fast vollständig aushebelt XD. Aber auch ein beschworenes Wesen, dass den Dienst Unterdrücke Zustand hat, könnte hier sehr stark sein.
Man könnte es so handhaben, dass man statt des Zustands Benommen, einen Tickzuschlag darauf gibt. Es würde identisch funktionieren, nur das sämtliche Zauber und Meisterschaften, die sich auf Benommen auswirken, nicht mehr greifen könnte. Dann könnte man eigene Stärken und Meisterschaften entwickeln, um dem Tickzuschlag dann entgegen zu wirken. Dann wäre es ein Tickzuschlag von 0, +1, +2, +4, +8.
Ein Problem, was mein Vorschlag hat, ist das Bannmagier dann ungemein stark wären... gegen Nichtzauberer. Wenn ein Kämpfer nur 15 Fokus hätte ((MYS 1 + WIL 2) x 5) dann würde eine verstärkte Variante von Magie erschöpfen ausreichen um dem Kämpfer einen Tickzuschlag von +8 zu verpassen. Und daher denke ich, dass dieser Zuschlag auf keinen Fall zu hoch ausfallen darf, da dann Bannmagier vermutlich der schlimmste Alptraum in einem Kampf werden würden.
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Mort am 30 Dez 2025, 03:47:23
Ich würde glaube ich die Stärke "Erhöhter Fokuspool" entfernen und den Fokus eben nur durch Mystik und Willenskraft definieren. Eventuell nicht wie bei den Lebenspunkten 5 Leisten, sondern 3 mit je X FP um den Fokus nicht ausarten zu lassen. Die "Wundabzüge müsste man dementsprechend anpassen, aber wären zumindest teilweise machbar.  Oder man bleibt bei den 5 Leisten und spielt in einem magisch aufgeladenem Lorakis^^

Rein regeltechnisch lässt sich das mit der Erschöpfung ja leicht regeln. Die Ursache ist wie bei Krankheiten usw. eine außertourliche und kann erst behandelt werden wenn gerastet wird. Oder ist wenn man will an eine Art magischem Siechtum gekoppelt, die das Behandeln von dieser Art Erschöpfung verhindert.
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Lorthar am 30 Dez 2025, 10:43:13
Ich würde erhöhter Fokuspool nicht entfernen, sondern pro Stufe nur +1 dazugeben lassen. Ähnlich wie die Stärke Robust. Das bedeutet, am Ende wären es immer noch +5 über alle Stufen oder eben +3 wenn man es nur über drei Stufen macht ^^

Meine Idee war eine Meisterschaft und eine Stärke dazu zu dichten, die jeweils 1 Stufe Benommen, die aus dem Fokusverbrauch resultiert zu unterdrücken.
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Zauberfeder am 30 Dez 2025, 19:53:21
Mir gefällt diese Idee gut. Ich würde aber keinen Zustand einführen, sondern einfach bestimmen, dass Proben auf Zauberschulen um
  0
-1
-2
-4
-8

erschwert werden - ähnlich wie bei der Lebensenergie. Das relativiert den zusätzlichen Fokus, den die Charaktere dadurch bekommen.
Um die Abzüge loszuwerden, könnten die Charaktere die Stärke
Fokussiert (1) reduziert Abzüge durch Fokusverbrauch um 1, maximal 2 mal wählbar.
erwerben.
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Lorthar am 01 Jan 2026, 16:23:00
Also, ich habe es jetzt einmal wie folgt ausprobiert und möchte schildern, was sich zugetragen hat: Ich habe es nicht mit dem Zustand Benommen gemacht, sondern per Tickzuschlag, wie man ihn von Rüstungen kennt. Fokus hatten jetzt genau wie Lebenspunkte 5 Stufen. Die erste Stufe war +0, dann +1, +2, +3 und +4. Warum per Tickzuschlag? Tickzuschläge zählen nur für Sofortige Aktionen und Gelegenheitsangriffe. Das bedeutet, man erhält den Zuschlag für Aus dem Kampf lösen, Nahkampfangriffe, Gelegenheitsangriffe, Schildstöße, Fernkampfangriffe, Aus Umklammerung befreien, Zauber auslösen, Gegenstand fallenlassen. Nicht aber für Aufstehen, Fallenlassen, Kriechen, Laufen, Sprinten, Lücke suchen, Bereitmachen, Zielen, Aktive Abwehr, Ausweichsprug, Umklammerung lösen, Atemholen, Magie fokussieren und Gegenstand verwenden. Viele Handlungsmöglichkeiten wären also gar nicht von dem Zuschlag betroffen, was es etwas ausgeglichener macht als der Zustand Benommen.

Ich habe einen 3v3 Kampf simuliert. Auf der einen Seite standen Arrou, Cederion und Selesha, so wie man sie im GRW vorfindet, nur mit den in diesem Thread präsentierten Regeländerungen. Ihnen gegenüber standen ein Räuber (GRW), ein Barbar (aus dem NSC-Heft) und ein "Bannmagier" (ein Dorfpriester aus dem NSC-Heft, der Bannmagie statt Stärkungsmagie nutzt und einen Fertigkeitswert von 13 darin hat). Die Situation war recht einfach, die Gruppen sehen sich 20 Meter voneinander entfernt und aus irgendeinem Grund fliegen sofort die Fetzen (das warum ist für den Test nicht so wichtig  ;D ).

Was wirklich gruselig war, war die Möglichkeit des Bannmagiers die Nahkämpfer sehr, seeehhhr langsam werden zu lassen. Aufgrund der geringen Distanz hat Arrou sofort zur Glefe gegriffen und sich bereit gemacht für die Angreifer, da er und Cederion darauf vertrauen durften, dass Selesha ansonsten per Feuermagie die Gegner ausschalten würde, sollten sie sich nicht hierher bequemen. Bevor er zuschlagen konnte, hat der Bannmagier ihm schon saftige 12 Fokuspunkte erschöpft. In diesem Fall bedeutete dies, dass Arrou fortan einen Tickzuschlag von +3 hatte. Jeder Angriff mit seiner Glefe kosteten ihn nun 14 Ticks. Wenige Momente später war Cederion dran, wobei es dem Magier nur gelang 8 Fokuspunkte zu erschöpfen, sodass er "nur" einen Tickzuschlag von +2 hatte. Selesha versuchte in der Zwischenzeit den Zauberer daran zu hindern und nutzte einen Feuerstrahl um ihn dabei zu unterbrechen (Magie erschöpfen hätte ihn nicht davon abgehalten und ich habe gehofft, dass durch den entstehenden Schaden, weitere Zauber nur noch schwerlich möglich sein sollten). Sie verpasste ihm 13 Feuerschaden und Brennend 1, sodass er nun bei -2 da stand. Durch einen Triumph bei der Entschlossenheit gelang es dem Bannmagier jedoch, seine Konzentration aufrecht zu erhalten. Und so machte er sich daran auch Selesha mit seiner Magie einzuheizen.

In der Zwischenzeit kämpfte Arrou gegen den Räuber und Cederion gegen den Barbaren. Arrou hatte sich bereitgehalten und schlug sofort hart zu. Allerdings vergeltete der Räuber es ihm mit einem Triumph und sorgte für 13 Schaden (12 durch SR1). Cederion und der Barbar hielten sich gegenseitig in Schach. Selesha verbrutzelte nach dem Bannmagier den Räuber, damit Arrou und Cederion gemeinsam gegen den Barbaren vorgehen konnten (Überzahlbonus und ich spiele es so, dass wenn man von vorne und hinten angegriffen wird, beide Angreifer einen taktischen Vorteil erhalten, sprich insgesamt +4... wenn ich darüber nachdenke, sollte ich allerdings dazu übergehen nur dem Angreifer im Rücken des eingekreisten Gegners einen taktischen Vorteil zu geben. Naja, egal). Mittlerweile hatter es der Bannmagier geschafft auch Selesha 8 FOkuspunkte abzuknöpfen und auch sie war nun bei +2 Tickzuschlag (der Bannmagier bei +1) Allerdings holte der Bannmagier sich danach einen Patzer ein, verlor 10 Lebenspunkte und war Erschöpft 2, sodass er nun umfiel, als Brennend ihn auf die fünfte Lebensstufe drückte. Der Barbar war nun alleine und auch ihm wurden durch Selesha 12 Fokuskosten abgeknöpft. Da er nun nicht mehr einen riesigen Vorteil gegen die deutlich langsameren Krieger hatte, kapitulierte er.

tl;dr: Bannmagier sind in dem System nicht daran interessiert, Magier den Fokus abzuknöpfen. Wenn Selesha von Anfang an 45 Fokus zur Verfühung hat, ist es nicht weiter tragisch wenn 8 oder 12 verschwinden, auch wenn der Tickzuschlag nerven wird. Nahkämpfer sind das bevorzugte Ziel der Bannmagier, da sie die geringen Fokusreserven rasant auffressen können und ihnen erdrückende Tickzuschläge aufzwingen können. Am Ende des Kampfes hatte Selesha insgesamt 25 Fokuspunkte erschöpft gehabt und hatte noch 20 in Petto. Sie hatte 3 Feuerstrahle gewirkt und 1 Magie erschöpfen. Der Kampf hat um die 50 Ticks gedauert und sie hätte noch 3-4 Feuerstrahle wirken können.

Ich hoffe der Bericht hat Spaß gemacht und diesen Vorschlag einmal anschaulich präsentiert, sowohl mit seinen Möglichkeiten, als auch mit seinen Tücken und Schwächen.
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Lorthar am 01 Jan 2026, 23:29:50
Ein Freund hat mich auf eine weitere Idee gebracht. Ein großes Problem meines Vorschlags mit den Tickzuschlägen ist, dass Nichtmagier dann ganz besonders ausgerechnet unter den Antimagiern zu leiden haben. Hier habe ich also einen anderen Vorschlag: Statt Erschwernisse oder Tickzuschläge kann mandie Fokuskosten von Zaubern vergrößern. Auf der ersten Stufe wird 0, auf der zweiten 1, auf der dritten 2, auf der dritten 4 und auf der fünften 8 Fokuspunkte zusätzlich erschöpft. Dadurch kann es reinen Nahkämpfern völlig egal sein, wie viel von ihrem Fokus erschöpft wurde, Zauberer haben generell etwas mehr Fokus zur Verfügung müssen aber insbesondere ab der 4 Stufe aufpassen, welche Zauber sie nutzen wollen und auf der fünften Stufe machen die 8 Extrakosten selbst kleine Zauber zur Belastungsprobe, wenn sie die Zauber nicht sogar unmöglich machen. Das würde die allmähliche Erschöpfung der Zauberer darstellen und ihnen generell mehr Fokus geben, sodass sie nicht ganz so schnell ohne ihren Fokus darstehen. Und ich kann dabei bleiben Boxen zu malen XD Außerdem kann man dann per Meisterschaften und Stärken, wie es auch schon vorgeschlagen wurde, die Extrakosten verringern.
was haltet ihr davon?
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Wandler am 02 Jan 2026, 07:37:14
Es kommt sehr darauf an, was Du eigentlich erreichen willst:


Dann kommen Fragen der Balance hinzu, bei denen es auch eine Rolle spielt, ob ein Charakter seinen Lieblingsbuff ("Katzenreflexe") spricht, und nur den, oder ob ein "Magier" kanalisierte und nicht kanalisierte Sprüche am Fließband spricht, mit großem Fokuspool.
Zusätzlich wäre interessant, wie Eure Gruppe es mit der Buchhaltung und Spielkomplexität hält.

Zusätzliche Kosten pro Spruch für jede Stufe Fokus, die verloren ging: #1 (Nein), #2 (Ja), #3 (Bedingt).

Mir hat der Vorschlag von Zauberfeder ganz gut gefallen, Mali auf das Zaubern (und nur das Zaubern) zu verhängen: #1 (Ja), #2 (Ja), #3 (Ja)

Wer das Vorhalten des verbliebenen Fokus mit Rechnerunterstützung durchführt (oder eine Tabelle benutzt), könnte auch folgendes in Erwägung ziehen: Zaubern wird dann schwierig, wenn man beinahe aller Fokus verbraucht ist. Die Skala lässt sich an Eure Bedürfnisse anpassen.
Magienutzer mit wenig Fokus werden dadurch benachteiligt, ebenfalls diejenigen, die ihren Fokus bis zum letzten ausschöpfen. #1 (Ja), #2 (Ja), #3 (Ja)
oder:

Wenn Du nicht Mali auf Zauber verhängen willst, wohl aber den "Fluff" "Zaubern ist anstrengend erzeugen willst, könntest Du die oben aufgeführten Mali auch als erschöpfte Lebensenergie implementieren. #1 (Ja), #2 (Ja), #3 (Ja)
Beispiel: Eine Magiewirkerin geht an seine Grenzen: Sie hat noch 6 Fokuspunkte übrig, mit denen sie eine Segnung spricht. Nach Tabelle 1 (oder 2) bekommt sie zwei Punkte Betäubungsschaden (erschöpfte Lebensenergie), die ganz normal geheilt werden können: Es läuft ihr sozusagen der Schweiß die Stirn herunter ...
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Lorthar am 02 Jan 2026, 10:31:05
Bei der Skala wäre das Problem, was man mit den Charakteren macht, die gar nicht auf mehr als 13 Fokuspunkte kommen. Dann würde ein Kämpfer im Falle des Betäubungsschadens ebenfalls sehr schnell Schadenspunkte bekommen, wenn ein Bannmagier seinen Fokus erschöpft.
Ich denke, ich bin von Geschichten wie Eragon dabei inspiriert, wo Magie den Anwender im Zweifelsfall auch töten kann, wenn er nicht die nötige Energie dafür hat. Eine meiner Ideen war, das man Lebenspunkte nehmen kann in einem Verhältnis von 3 Lebenspunkten zu einem Fokuspunkt, wenn der eigene Fokus nicht mehr ausreicht. Das wäre allerdings ähnlich zu einem Mondzeichen, daher scheue ich davor zurück, damit das Mondzeichen etwas besonderes bleibt.
Die 3 aufgestellten Ziele finde ich aber gut  ;D Ja, Magie soll

1. Anstrengend
2. Auslaugend
3. Schwieriger sein, je mehr man wirkt.

Reine Mali behagen mir nicht, auch nicht auf das Zaubern, da zum einen so nicht dargestellt wird, dass ein Magier, der ans Ende seiner oder ihrer Kräfte geht, nun auch bei physischen Dingen Schwierigkeiten hat. Generelle Mali, sprich eine zweite Form von Wundabzügen halte ich für sehr gefährlich, vor allem wenn man an eine Kombination aus Bannmagie und dem Zustand Verwundet gerät. Dann können Mali entstehen, die jemanden ganz schnell kaltstellen. Überdies finde ich es super, wenn Magie etwas ist, was alle Leute in der Welt angeht. In vielen Fantasy Geschichten ist Magie ein Teil des alltäglichen Lebens oder zumindest hat jeder Mensch oder jedes Lebewesen einen bestimmten Zugang dazu. Daher denke ich, dass die eigenen magischen Reserven etwas sehr wichtiges sein sollten oder zumindest ein kritischer Knackpunkt, den ein reiner Kämpfer sogar überraschen könnte, wenn er sich nicht dagegen wappnet. Außerdem sind reine Nahkämpfer in Splittermond schon sehr stark (ich benutze ein anderes Sprintsystem, damit sie eben nicht so schnell zu einem Fernkämpfer oder Magier kommen können, allerdings nicht in den Tests für dieses Forum)

Momentan sind das nur Tests für mein eigenes Interesse, damit spielen wir nicht. Bisher glaube ich aber, dass die Tickzuschläge es am Besten darstellen. Und ja, dann sind Bannmagier etwas, das zum Fürchten ist, auch für Kämpfer. Würde dann vielleicht in eine andere Welt als Lorakis besser passen, in der Bannmagier gefürchtete Individuen sind, die anderen die Kräfte quasi "aussaugen" was sie ja nicht wirklich machen.
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Lorthar am 02 Jan 2026, 13:33:17
So, ich habe den Test von gestern noch einmal gemacht, diesmal aber mit den zusätzlichen Fokuskosten von +0, +1, +2, +4, +8, die beim Auslösen des Zaubers fällig wurden. Hatte ein Zauberer nicht mehr genügend Fokus brach der Zauber zusammen.

In diesem Fall hat der Bannmagier die Nahkämpfer links liegen gelassen und sich ausschließlich auf Selesha konzentriert. Er hat drei mal Magie erschöpfen gewirkt und hatte Glück, sodass es stets die Verstärkte Variante war. Das kostete Selesha 36 ihrer Fokuspunkte. Selesha indes hat sich mit ihren Feuerstrahlen auf den Räuber und den Barbaren stürzen wollen. Wenn die ausgeschaltet wären, wäre der Bannmagier kein weiteres Problem für Arrou und Cederion (technisch gesehen ist das wohl Metagaming, aber das lassen wir mal so stehen XD). Ihr gelang ein Feuerstrahl auf den Räuber, der zuvor bereits Arrous Glefe geschmeckt hat und durch diese zwei Angriffe zu Boden ging. Der zweite Feuerstrahl galt dem Barbaren, doch wich der mithilfe von Akrobatik aus. Das führte zu der aberwitzigen Situation, dass ein Zauber, der sie 6V2 kosten sollte, nun 0 kostete, da sie keinen negativen Erfolgsgrad hatte (die Kosten für misslungene Zauber sind immer noch merkwürdig für mich. Fluffmäßig hat sie den Zauber ja gewirkt, der Barbar ist nur ausgewichen und trotzdem zahlt sie keinen Fokus?). Nun ging ihr Fokus zur Neige und die Kosten für den Feuerstrahl wären nicht mehr zu bezahlen gewesen, also versuchte sie noch einen Stoß zu wirken um den Barbaren, der sich bis dahin erstaunlich gut gegen Cederion und Arrou bewiesen hatte, zu Boden zu zwingen. Allerdings gelang dem Bannmagier eine weiteres verstärktes Magie erschöpfen und Selesha's Stoß wurde zu teuer.

Cederion und Arrou umkreisten den Barbaren und Selesha zog nun ihren Dolch. Langsam begann der Barbar nun doch zu bluten und als ausgerechnet Selesha durch Lücke suchen, Überzahlbonus und taktischen Vorteil verstärkt einen Triumph warf und dem Barbaren 13 Lebenspunkte nahm, floh der Bannmagier, der die Zeichen der Zeit sah. Der Barbar nun allein und von allen Seiten von Feinden umgeben, Sterbend 2 und auf Hilfe angewiesen ergab sich daraufhin. Vielleicht können die Helden ja auch noch den Räuber retten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mit diesem System Bannmagier wieder auf Zauberer gehen und sogar sehr schnell dem Zauberer gefährlich werden können. Selesha konnte effektiv nur zwei Zauber wirken, in der Zeit in der der Bannmagier ihr ungeheuere Mengen Fokus nahm. Die Nahkämpfer waren kein lohnenswertes Ziel mehr. Dieses System ist zwar wieder näher am Splittermond Gefühl dran was die Interaktion von Magiern und Bannmagiern angeht, aber ich glaube, ich finde den Tickzuschlag gemeiner und spannender :D
Titel: Re: Fokussystem ähnlich wie das Lebenspunktesystem?
Beitrag von: Cherubael am 04 Jan 2026, 21:25:17
Sehr spannende Idee, interessantes Thema.

also, meine ungefragten Gedanken hierzu.
Mehr Fokuskosten für höhere "Zauberwundstufen" mag mir nicht gefallen, weil das dann nur ein hin- und hergeschiebe von Fokuswerten ist. Ich gebe den Zauberern mehr Fokus, aber am Ende verbrauchen sie ihn auch schneller.
Durch Abzüge langsamer machen finde ich interessant, auch wenn ich das angesprochene Problem; Bannmagier gehen dann auf Kämpfer, ebenfalls eher ungünstig finde. Würde ich vermeiden wollen.
Zauber schwerer wirken lassen finde ich grundsätzlich gut. Gefällt mir sehr, verstehe aber, dass da vielleicht die Auswirkung der physischen Erschöpfung fehlt.

Man könnte vielleicht sagen, die "Wundstufen" sind wie bei den LP, also 0, -1, -2, -4 und -8.
Man erhält aber kanalisierten Betäubungsschaden.
Warum? Weil das keine direkten Wundabzüge verursacht, aber dafür sorgen kann, dass man früher aus den Latschen klappt.
Der Krieger ist möglicherweise immernoch ein beliebtes Ziel für Bannmagier, weil der schnell leer geht. Allerdings hat er zunächst keine wirklichen Einbußen, da ihn das nur umhaut, wenn er zusätzlich ordentlich normalen Schaden bekommen hat.
Der Magier hat auch zunächst keine direkten Auswirkungen. Oftmals hat der aber weniger Lebenspunkte, sodass das für ihn schneller zu einem Problem werden könnte.

Zusätzlich erhält man den Zustand Ausgelaugt in eben der Stufe, welcher einen Malus auf weitere Zauber in gleicher Höhe mit sich bringt.

Die Stärke Erhöhter Fokuspool bringt wie vorgeschlagen +1 Fokus für jede Stufe.
Die neue Stärke Erschöpfungsresistenz (2) reduziert den Abzug (für sowohl die betäubten LP, als auch das Ausgelaugt) um 1.
Die neue Meisterschaft Erschöpfungswiderstand I (Entschlossenheit, Schwelle 2) reduziert - analog zu der Meisterschaft Schmerzwiderstand in Zähigkeit - ebenfalls um 1. Erschöpfungswiderstand II (Schwelle 3) reduziert um 1 weiteren.