Splittermond Forum
Regeln => Allgemeine Regelfragen => Thema gestartet von: Shednazar am 23 Aug 2016, 14:25:19
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Hallo Splitterträger,
ich hätte da eine (oder mehrere) Fragen zur Verteidigung. Weil wir in unserer Runde gerade darüber prinzipiell diskutiert haben.
Und zwar: ich verstehe das so, dass VTD (S. 18 GRW) eine passive Verteidigung ist - und demnach eigentlich so gut wie immer gilt. Automatisch sozusagen. Egal was passiert.
Richtig? Oder ist das schon mein erster Gedankenfehler?
Wie ist das aber nun zB. wenn ich eine kontinuierliche Handlung (S. 167 GRW) vollführe, diese evtl. unterbrochen wird (oder auch nicht), weil ich angegriffen werde - zählt da trotzdem meine volle VTD? Egal ob die Handlung unterbrochen wird oder nicht?
Oder wie ist es bei einem bewusstlosen Charakter? Bei der Beschreibung auf S. 168 GRW steht, dass der Angreifer einen Taktischen Vorteil erhält - aber heißt das, dass die VTD trotzdem miteinberechnet wird?
Logischerweise würde ich sagen: Nein. Aber nicht alle Spielmechaniken sind logisch, sondern dienen dem Balancing.
Mir ist schon klar, dass man das alles hausregeln kann. zB. bei der Unterbrechung der Kontinuierlichen Handlung einen Taktischen Vorteil gewähren etc.
Aber mich interessiert mal prinzipiell die Spielmechanik der VTD.
Danke schon Mal im Voraus!
Gruße, Shed
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Deine Verteidigung aus 12 (+- GK-Änderung) + BEW + STÄ gilt immer.
Andere Dinge, wie zum Beispiel die Bonuspunkte aus der Akrobatikmeisterschaft Antäuschen/Ausweichen (verwechsle die immer) zählen z.B. nur, wenn du Platz zum Ausweichen hast.
Zauber zählen nur, wenn du sie gewirkt hast usw.
Mit kontinuierlichen Handlungen hat das aber erst einmal nichts zu tun.
Bei bewusstlosen Charakteren gibst du sinnvollerweise dem Angreifer einen Taktischen Vorteil, die Verteidigung gilt aber voll.
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Ich verstehe das so das die VTD nichts anderes bewirkt als das die Chance überhaupt
erst getroffen zu werden vermindert wird.
Die eigentliche Schadensverminderung wird durch die Schadensreduktion abgehandelt.
Bei bewusstlosen Charakteren bin ich ebenfalls der Meinung das in diesem Fall die VTD
negiert wird da man ja genug Zeit hat sich eine ungeschützte Stelle auszusuchen um
dem Bewusstlosen den gar auszumachen.
Wenn die Unterbrechung der Handlung offensichtlich, also für den Charakter ersichtlich
ist, würde ich persönlich die volle VTD anerkennen, anders sieht das für mich bei Aktionen
aus dem Hinterhalt aus, da würde ich einen taktischen vorteil gewähren.
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Die Verteidigung des Ziels spielt auch bei einem bewusstlosen Ziel eine Rolle, da in die VTD ja eben nicht nur die Gewandtheit des Ziels hinein spielt, sondern auch die Rüstung. VTD ist damit ein Sammelwert für alle Umstände, die das (wirksame) Treffen erschweren (oder bei einem Malus erleichtern). Ein Taktischer Vorteil mit ansonsten unveränderter Verteidigung ist da meiner Meinung nach schon der richtige Ansatz.
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Ok, vielen Dank für eure Antworten!
Das widerspiegelt im großen und ganzen auch so wie ich die VTD sehen würde.
Also v.a. dass VTD ein Wert ist, der die Chance angibt, überhaupt getroffen zu werden. Also da viel mehr einfließt als nur "Verteidigung" (die ja dann sowieso mehr über zB. Aktive Abweht abgehandelt werden würde).
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Sollte tatsächlich bei einer bewusstlosen Person relevant sein, wie viel Schaden wie schnell verursacht wird, dann würde ich nach Regeln die VTD gelten lassen.
Sollte ein Meuchelmörder eine Person die bewusstlos (z.B. durch Schlafgift) ist und es gibt niemanden der anwesend ist um ihn zu hindern, dann ist es in meinen Augen "Mach was du willst."
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Wie sieht es denn im Reiterkampf mit der Verteidigung aus? Hat es irgendwie Auswirkungen auf meine Verteidigung, wenn ich als Mensch mit GK 5 auf einem Pferd mit GK 7 sitze?
Das Gebilde Reiter/Reittier hat ja eine höhere GK und sollte daher einfacher zu treffen sein. (Wenn es mir egal ist, wen von den beiden ich treffe). Oder muss ich mich entscheiden, wen der beiden ich angreife und der andere ist automatisch sicher, selbst wenn ich die niedrigere der beiden Verteidigungen erreicht habe?
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Ich mache es eher nach der zweiten Interpretation: Man kann jemanden das Pferd unterm Hintern wegschießen.
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Draconus, auch einen Meuchelmörder kannst du nach normalen Regeln agieren lassen. Schau mal bei den Heimlichkeitsmeisterschaften.
@Sturmkorsar: Beim Reiterkampf gilt das gleiche wie im übrigen Kampf: Das Ziel deines Angriffs bestimmt den Wert, den du beim Angriffswurf erreichen musst.
Bei deiner Interpretation könnte man ja ohne Risiko den Reiter angreifen und in nahezu jedem Fall zumindest das Pferd treffen. Ein direkter Angriff auf das Pferd wäre da kaum notwendig.
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Draconus, auch einen Meuchelmörder kannst du nach normalen Regeln agieren lassen. Schau mal bei den Heimlichkeitsmeisterschaften.
Kann ich machen, aber dann benötigt selbst ein HG4 Meuchelmörder für einen Kehlenschnitt gegen einen normalen Menschen 3-4 Angriffe (da nur der erste ein Überraschungsangriff ist), auch wenn das Ziel selbst bei einer Häutung weiterschlafen würde.
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Draconus, auch einen Meuchelmörder kannst du nach normalen Regeln agieren lassen. Schau mal bei den Heimlichkeitsmeisterschaften.
Kann ich machen, aber dann benötigt selbst ein HG4 Meuchelmörder für einen Kehlenschnitt gegen einen normalen Menschen 3-4 Angriffe (da nur der erste ein Überraschungsangriff ist), auch wenn das Ziel selbst bei einer Häutung weiterschlafen würde.
Da ein eventueller NSC-Meuchler dadurch seinem SC-Opfer immer eine Chance zur Gegenwehr oder Rettung durch Gefährten lässt, finde ich persönlich die Regeln in dieser Hinsicht sehr gut. :)
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Letztlich hängt diese Frage auch mit dem Thema "Müssen wir wirklich den Kampf gegen den vor der Kerkertür schlafenden Wachposten auswürfeln?!", das an anderer Stelle auch schon diskutiert wurde (zum Beispiel hier (http://forum.splittermond.de/index.php?topic=1972)) und hier im Thread eigentlich schon ein bisschen offtopic ist.
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@Sturmkorsar: Beim Reiterkampf gilt das gleiche wie im übrigen Kampf: Das Ziel deines Angriffs bestimmt den Wert, den du beim Angriffswurf erreichen musst.
Bei deiner Interpretation könnte man ja ohne Risiko den Reiter angreifen und in nahezu jedem Fall zumindest das Pferd treffen. Ein direkter Angriff auf das Pferd wäre da kaum notwendig.
Ich glaube, mein Problem ist eher, dass ich Verteidigung zu sehr mit der Schwierigkeit zum Treffen gleichgesetzt habe und natürliche Widerstandsfähigkeit und Panzerung zu wenig beachtet habe.
In meinen Augen sollte ein ungeübter Reiter zu Pferd leichter zu treffen sein, als am Boden, da er weniger Bewegungsfreiheit hat (eher Fern- als Nahkampf). Da wird die Fähigkeit Reiten etwas wenig beachtet, aber das würde wohl von den Regeln zu kompliziert werden.
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In meinen Augen sollte ein ungeübter Reiter zu Pferd leichter zu treffen sein, als am Boden, da er weniger Bewegungsfreiheit hat (eher Fern- als Nahkampf). Da wird die Fähigkeit Reiten etwas wenig beachtet, aber das würde wohl von den Regeln zu kompliziert werden.
Das könnte man insofern ja abbilden, dass Charaktere ohne die Meisterschaft Reiterkampf eine um 3 Punkte gesenkte Verteidigung besitzen, wenn sie auf dem Rücken eines Reittieres kämpfen oder attackiert werden.
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Beachten musst du, dass wen du bewusstlos wirst, Zauber, welche Boni auf VTD geben, aufhören zu wirken ...
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Beachten musst du, dass wen du bewusstlos wirst, Zauber, welche Boni auf VTD geben, aufhören zu wirken ...
Jetzt bin ich etwas verwirrt - wie meinst du das? Wenn ich bewusstlos bin, hören ja sowieso alle kanalisierten Zauber auf, die ich gewirkt habe, oder? Gibt es Zauber, die die VTD erhöhen, die nicht kanalisiert sind - und dann aufhören zu wirken?
Wenn jedoch jemand anderer einen Zauber auf mich spricht, der die VTD erhöht, dann hört dennoch der Zauber auf zu wirken, wenn ich bewusstlos bin?
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Du hast es richtig verstanden, Shednazar.
Kanalisierte Zauber von dir selbst hörst du auf zu kanalisieren, wenn du bewusstlos bist und Zauber, die jemand anderes auf dich kanalisiert hören auf zu wirken, wenn diese bewusstlos werden, egal, was mit dir los ist.
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Du hast es richtig verstanden, Shednazar.
Kanalisierte Zauber von dir selbst hörst du auf zu kanalisieren, wenn du bewusstlos bist und Zauber, die jemand anderes auf dich kanalisiert hören auf zu wirken, wenn diese bewusstlos werden, egal, was mit dir los ist.
Ok, dann bin ich wieder "entwirrt", danke! ; )
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Zu bewusstlos und VTD:
Lösung A)
taktischer Vorteil oder stark positiver Zustand+ liegend = eine Erleichterung von stolzen 9 ca.!
Lösung B)
Stärke und Beweglichkeit (zumindest letzteres) mit 0 annehmen. Demnach VTD bei 12+
Vergleichbarer Gedankengang:
Eine Probe gegen 15 gilt als "einfach" und irgendwo dort sollte der Mindestwurf gegen einen bewusstlosen dann wohl landen...
Deshalb dürfte eher 15-10 der Referenzwert sein und sicher nicht 0.