Splittermond Forum
Spielwelt und Abenteuer => Lorakis - Die Welt von Splittermond => Thema gestartet von: SeldomFound am 29 Jun 2014, 00:07:41
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Hier könnt ihr Fragen zu den Götter posten, die im Weltband und in den Regeln nicht klar werden.
Meine Frage ist:
Was ist das heilige Tier der Hekaria? Laut meinen Recherchen waren es schwarze Hunde und Wölfe und ich wollte dementsprechend einem Charakter von mir, einem heimlichen Hekaria-Jünger ein kleinen schwarzen Hund als Kreatur 2 an die Seite geben.
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Götter sind übrigens für mich auch das größte Manko an Splittermond. Vielleicht bin ich da noch zu sehr DSA geprägt, aber irgendwie fehlen mir so die klassischen Hauptgötter. Wenn ich sehe, dass im Weltenband eine Masse an Götter steht, wo auch noch jede Kultur seine eigenen hat, dann finde ich das leider etwas unübersichtlich :(
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Finde ich leider auch. Religion ist idR neben ein paar anderen Faktoren ein Hauptfaktor für Konfliktpotential. Ich kann verstehen, dass viele nebeneinander existieren sollen und die Zusammenarbeit von SC nicht behindert werden soll, aber ich denke dennoch dass es fehlt (oder eine Begründung warum es hier anders ist).
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Damit habe ich weniger ein Problem. Wenn ich mir Selenia ansehe, dann sind es ca. ein Dutzend Götter, die verehrt werden. Das ist überschaubar.
Der Kontinent ist nun mal riesig und ohne flächendeckenden Monotheismus halte ich die Anzahl der Gottheiten im Weltband nicht für übertrieben.
Mich würde übrigens interessieren, ob die, die heute als Götter verehrt werden tatsächlich früher auf Lorakis gelebt haben und ob die Drachlinge ihre Diener waren (steht als Legende irgendwo im Weltband). Und ob es vielleicht gar sie waren, die die Portale erbaut haben (Stichwort "die Uralten").
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Aber du wirst selten eine Runde haben, die vielleicht nur aus einer Kultur stammen. Ich sehe das bei uns in der Runde. Wir haben zwei Wintholter, einen Selenier, eine Gnomin aus dem mertalischen Städtebund und dann noch eine Albin aus Palitan.
Da mal schon innerhalb der Gruppe auf einen Götterkonsens zu kommen, ist schon sehr schwierig - davon mal ab, dass unsere Spieler sich auch gar nicht mit SO vielen Göttern beschäftigen wollen.
Ich habe eh das Gefühl, dass Götter bei den Autoren irgendwie nicht so die große Rolle spielten. Klassische Tempel und Priester spielen kaum ne Rolle bzw. werden kaum erwähnt.
Ist halt ne Frage der Ausrichtung, aber ich finde es etwas schade, dass es für mich zu einer Fantasy-Welt dazu gehört.
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Götter sind übrigens für mich auch das größte Manko an Splittermond.
Das kann ich unterschreiben - allerdings nur auf Basis der beiden bisher erschienenen Bände. Ich merke das vor allem, wenn ich einen Abenteurer baue, der eine priesterliche Ausbildung hat (Glaubenskrieger, Priester des Wissens und Wanderpriester haben die Stärke "Priester"). Von ein paar Varianten abgesehen (z. B. Jünger Rahidis) ist es mitunter recht mühsam, die passende Gottheit für den Charakter zu finden. Da ist zum einen die Kultur, die in der Regel einige Götter nahelegt, zum anderen die Magieschulen der Ausbildung, die ja auch zum gewählten Kult passen sollen. Das geht ganz schön hin und her, bis ich da etwas innerweltlich Stimmiges gefunden habe, was mir auch persönlich gefällt.
Fazit: Bei der Generierung eines Priesters müssen meistens freie Charaktererschaffung und Recherchen im Welt-Band herangezogen werden, um den Charakter rund und stimmig zu gestalten.
Vielleicht bin ich da noch zu sehr DSA geprägt, aber irgendwie fehlen mir so die klassischen Hauptgötter.
Mit der Formel "Den Zwölfen zum Gruße" wirst Du in Lorakis keinen Blumentopf gewinnen. Andererseits wirst Du in den meisten Regionen neben Achselzucken auch viel Toleranz, mitunter sogar Interesse finden, wenn Du einen Pantheon verehrst, der vor Ort völlig unbekannt ist. Du könntest auch problemlos einen Splittermond-Charakter bauen, der "Die Zwölf" verehrt, und ihn durch Lorakis schicken. Vielleicht eine geeignete Methode, um sich vom starren Götterkanon des schwarzäugigen Paralleluniversums zu emanzipieren 8) Am besten siedelst Du den Charakter dann herkunftsmäßig in einem Weißen Fleck (http://splitterwiki.de/wiki/Wei%C3%9Fer_Fleck) an, da ist explizit alles möglich, ohne dass Du mit künftigen Publikationen in Konflikt gerätst.
Fazit: Im Bereich der Götter liegt wahrscheinlich der massivste Setting-Unterschied gegenüber Aventurien vor.
Aber du wirst selten eine Runde haben, die vielleicht nur aus einer Kultur stammen. Ich sehe das bei uns in der Runde. Wir haben zwei Wintholter, einen Selenier, eine Gnomin aus dem mertalischen Städtebund und dann noch eine Albin aus Palitan.
Da mal schon innerhalb der Gruppe auf einen Götterkonsens zu kommen, ist schon sehr schwierig - davon mal ab, dass unsere Spieler sich auch gar nicht mit SO vielen Göttern beschäftigen wollen.
Aventurischer Ansatz: Götterkonsens herstellen. Lorakischer Ansatz: Toleranz. Verzeih', ich möchte Dir selbstverständlich nicht vorschreiben, wie richtiges und falsches Spielen in Lorakis funktioniert. Ich möchte aber anregen, den Glauben in dieser Spielwelt mehr antik und weniger mittelalterlich zu betrachten. Also "Es gibt unzählige Götter, und ich verehre diejenigen, die mir zur Seite stehen" statt "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir (uns)".
Ich habe eh das Gefühl, dass Götter bei den Autoren irgendwie nicht so die große Rolle spielten. Klassische Tempel und Priester spielen kaum ne Rolle bzw. werden kaum erwähnt.
Ist halt ne Frage der Ausrichtung, aber ich finde es etwas schade, dass es für mich zu einer Fantasy-Welt dazu gehört.
Das trifft, denke ich, auf Basis der beiden bisher erschienenen Bände (Regeln und Welt) bedingt zu. Das wird sich mit nachfolgenden Publikationen ändern. Erlaube mir ein Bild: Für Götter und ihre Priester wurden bisher die Fundamente gelegt. Tempel und andere Sakralbauten, die sich auf diesen Fundamenten erheben sollen, liegen zurzeit bestenfalls als Blaupausen vor. An letzteren kann man sich als Spieler orientieren, was natürlich mit mehr Aufwand und Recherche einhergeht, als sich in den bereits errichteten Gebäuden zu bewegen und einzurichten.
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Sicher interessanten Denkansatz den du da hast - vor allem die Sache mit der Toleranz der anderen Götter. Aber eben dies entspringt auch aus der Tatsache, dass sie halt nicht so eine hohe Bedeutung haben - wäre zumindest mein Gedanke.
Mich würde mal interessieren, wie die Autoren es sehen und es wäre cool, wenn sie uns mal ihre Gedankengänge zu den Göttern grob erläutern würden - werden sie irgendwann wichtiger oder sind sie auf Lorakis eher schmückendes Beiwerk?
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Für den Autoren-Standpunkt empfehle ich den Regelband, Seiten 311-312, Kapitel "Mythologie und Götter".
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Die Götter sind bereits jetzt wichtig. Sie nehmen nicht nur indirekt Einfluss auf die Welt, sondern auch direkt über beispielsweise die Kristallchronik sowie sogar Avatare (siehe Kintai). Sie sind definitiv kein schmückendes Beiwerk. Ich empfehle da, einfach nicht vom Weltband auf die ganze Welt zu schließen. Sonst müsste man auch den Eindruck kriegen, dass viele andere Themen nur schmückendes Beiwerk seien, einfach weil sie nicht bis in Details erläutert werden konnten aufgrund des Platzes. ;) Alleine schon die Tatsache, dass wir einen Götterband planen, dürfte ja klar machen, dass sie wichtig sind.
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Ich habe kein Problem damit, dass es sowohl in einzelnen Regionen als auch insgesamt viele Götter gibt.
Meistens spielt man ja in einer einzelnen Region, in der ein bestimmtes Pantheon vorherrscht (z.B. Yonnus, Sinbara, Drugon, Fleandyne, Gunwar, Vangara, Isgar, Caran und Morkai in Selenia)
Andere Regionen Werden oft von anderen Regionen Mitbeeinflusst. (So werden in Midstad neben Hauptgöttern wie Yonnus und Hekaria "fremdere" götter wie die zwingardischen Götter Wesantia und Mandilan oder sie Selenische Göttin Sinbara verehrt.)
Zudem Wollte ich, nach nachdem ich in "Game of Thrones" das erste Mal die Priesterin Melisandre gesehen [und sie sofort einer meiner Lieblingschars geworden ist] ebenfalls eine/n GötterdienerIn spielen, die einen Gott verehrt, der in anderen Regionen absolut fremd ist.
In DSA oder Pathfinder kann man zu jedem Gott beten / von ihm Predigen, ohne das sich jemand groß daran stört ("Von welchem Gott predigt der da? Achso, Praios...")
Kommt man hingegen als Anhänger einer fremden Gottheit in ein Land, kann es durchaus ein eigenes Abenteuer sein, den Glauben seines Gottes unter den Dortigen Anhängern stück für Stück zu verbreiten, sich Stück für Stück durch zunächst "geheime" Predigten und Bekehrungen Einfluss zu verschaffen, bis man eine gewisse Anhängerschaft hat, mit der man auch in Höheren Kreisen Einfluss geltend machen kann.
Insgasamt würde ich sagen: Viele Götter, viele Möglichkeiten!
Und auf den "Götterband" freue ich mich genauso wie auf den Magieband, auch wenn ich bei vielen Göttern dennoch selbst hand anlegen werde, wenn ich Priesterschaften und Kulte ausarbeite.
Dennoch werden vermutlich immer wieder Dinge aus dem Götterband einfließen, wenn sie passend erscheinen.
Denn auch bei Pathfinder habe ich mich über die detaillierten Informationen im Weltband gefreut, da ich einige meiner Kleriker somit besser ausspielen konnte.
Allerdings sollten es meiner Meinung nach eher "Vorschläge" als "Ganz strenge Regeln sein", sodass jeder Charakter selbst entscheiden kann, ob der Charakter die Regeln wortwörtlich befolgt [z.B. Strenggläubiger Geweihter Priester] oder den Idealen seiner Gottheit zwar nacheifert, sie aber nicht so sehr wie ein Priester verehrt [z.B. die "Jünger von Lyxa"]
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Aber du wirst selten eine Runde haben, die vielleicht nur aus einer Kultur stammen. Ich sehe das bei uns in der Runde. Wir haben zwei Wintholter, einen Selenier, eine Gnomin aus dem mertalischen Städtebund und dann noch eine Albin aus Palitan.
Da mal schon innerhalb der Gruppe auf einen Götterkonsens zu kommen, ist schon sehr schwierig - davon mal ab, dass unsere Spieler sich auch gar nicht mit SO vielen Göttern beschäftigen wollen.
Zählen wir mal die Götter zusammen, die in der Gruppe verehrt werden dürften:
Wintholt: Isageir (Winter, Kälte, Kampf), Fleadyne (Frühling, Schöpfung), Aewynna (Sommer, Schönheit) bzw. Asha-Veras (Göttin der Immersommeralben, Sommer), Alwodin (Herbst, Melancholie, Aufbrausen), Hekaria (Zauberei, Schicksal, Hexer, Kreuzwege), Iosaris (Licht/Dunkel, Herrschaft, Rache), Jesavis (Licht/Dunkel, Herrschaft, Rache), Lyxa (Täuschung, Lüge, Redekunst, Kreativität)
Selenia: Yonnus (Mond, Schöpfung, Schaffenskraft, Obergott), Sinbara (Meer), Drugon (Handwerk, Darstellung als Gnom), Vangara (Wachsamkeit, Standhaftigkeit, Treue, Unerbittlichkeit; Verehrt von Soldaten und Gardisten), Isgar (Krieg, Ehre, Loyalität, Stärke; Verehrt von adligen Kämpfern), Caran (Gott des Spiels, des Wettstreits und der (auch düsteren) Verhandlungen), Morkai (Neugier, Wissensdurst, Wachsamkeit; Verehrt u.a. von dem Zirkel der Zinne), Gunwar (Geburt, Tod), Flaedynne, Hekaria, Iosaris, Jesavis, Lyxa
Mertalischer Städtebund: Alle möglichen Götter der Binnenmeerregion, Ulmon der Bundesherr (Schutzgott des Landes und personifzierte Einheit des mertalischen Bundes), Hekaria, Iosaris, Jesavis, Lyxa
Patalis: Alle üblichen Götter Dragoreas, Dornius (Ernte, Feldfrüchte), Cabrid (Handwerk, Handel), Luseria (Mond, Mysterium; Schutzpatronin des Herrscherhauses), Vordan (Gerechtigkeit, Herrschaft; ehemaliger Schutzpatron des Herrscherhauses, wird noch vom Rittertum verehrt), Hekaria, Iosaris, Jesavis, Lyxa
Dabei kann man zum Beispiel auch davon ausgehen, dass Gunwar auch außerhalb von Selenia verehrt wird (da er der einzige Totengott auf Dragorea zu sein scheint).
@ Maggus
Das kann ich unterschreiben - allerdings nur auf Basis der beiden bisher erschienenen Bände. Ich merke das vor allem, wenn ich einen Abenteurer baue, der eine priesterliche Ausbildung hat (Glaubenskrieger, Priester des Wissens und Wanderpriester haben die Stärke "Priester"). Von ein paar Varianten abgesehen (z. B. Jünger Rahidis) ist es mitunter recht mühsam, die passende Gottheit für den Charakter zu finden. Da ist zum einen die Kultur, die in der Regel einige Götter nahelegt, zum anderen die Magieschulen der Ausbildung, die ja auch zum gewählten Kult passen sollen. Das geht ganz schön hin und her, bis ich da etwas innerweltlich Stimmiges gefunden habe, was mir auch persönlich gefällt.
Fazit: Bei der Generierung eines Priesters müssen meistens freie Charaktererschaffung und Recherchen im Welt-Band herangezogen werden, um den Charakter rund und stimmig zu gestalten.
Das Problem hatte ich jetzt eher weniger, könntest du mir kurz ein Beispiel dafür geben? Ich habe einfach nachgeguckt, welche Art von Gott zu dem Portfolio meines Priesters passt und fertig. Das hat nicht viel Zeit gebraucht...
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Ein Beispiel für gelebte Religionstoleranz im konrekten Feldeinsatz findet sich auch im kleinen Weihnachtsspecial in der Downloadsektion der Website (http://splittermond.de/wp-content/uploads/2013/12/Splittermond_Weihnachtsgeschenk.pdf (http://splittermond.de/wp-content/uploads/2013/12/Splittermond_Weihnachtsgeschenk.pdf)). Dort freuen sich die Dörfler über den Segen wandernder Priester, auch wenn sie anderen Göttern als den im Dorf bekannten dienen - solange die verehrten Prinzipien mit den eigenen in Einklang stehen und keine Abkehr von den eigenen Göttern gefordert wird.
Wir sind hier heutzutage Ausschließlichkeitsgebote gewohnt, die in lorakischen Kulten so nicht überall vorkommen - dass man in Lorakis bezüglich der Wahl seiner Götter freier ist, heißt aber, wie Quendan schon gesagt hat, nicht, dass die Götter nur am Rande auftauchen oder vergleichsweise unwichtig seien. Myuriko wurde schon genannt, auch ein Blick in die Shahiratsbeschreibung von Demerai im Weltband mag da einen anderen Blick auf die Götter und das Wirken ihrer Kulte aufzeigen. Da passiert schon was.
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Das Problem hatte ich jetzt eher weniger, könntest du mir kurz ein Beispiel dafür geben? Ich habe einfach nachgeguckt, welche Art von Gott zu dem Portfolio meines Priesters passt und fertig. Das hat nicht viel Zeit gebraucht...
Gerne. Ich bin nach Modul-Charaktererschaffung vorgegangen.- Schritt Idee: Bruder Tuck aus den Robin-Hood-Geschichten
(https://forum.splittermond.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwww.fandomworld.net%2Fros%2FGrafiken%2Fgoodies%2Ftuck2.jpg&hash=02522252be77c4769f7a2c6f7ec487b9) - Schritt Rasse: Mensch. Zwerg hätte auch gepasst...
- Schritt Kultur: Midstad natürlich! König Finn ist die Reinkarnation von Prinz John
(https://forum.splittermond.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Funcannyflats.com%2Fwp-content%2Fuploads%2F2014%2F03%2FPrince-John.jpg&hash=47c26ee0395937e63a1f131d1e779f0d) - Schritt Abstammung: Möglichst volksnahe... Kleinbauer!
- Schritt Ausbildung: Da musste ich nicht suchen - Wanderpriester. Und jetzt sind wir @topic
Das Kultur-Modul Midstad hat mir Schicksalsmagie 1 gegeben (Weltband 271), das Ausbildungs-Modul Wanderpriester Bewegungsmagie 3, Naturmagie 4 und noch (falls gewünscht) Heilungsmagie 3.
Als Priester braucht man eine Gottheit. Also habe ich im Welt-Band recherchiert, welche Gottheiten in Midstad in Frage kommen. Nein, habe ich gar nicht zuerst gemacht, vorher habe ich im Splitterwiki unter Midstad (http://splitterwiki.de/wiki/Midstad) nachgeschlagen, um mir dort einen schnellen Überblick zu den Gottheiten zu verschaffen ;) Dann erst in den Welt-Band, wo recht schnell klar wurde, dass Hekaria die Göttin meiner Wahl wird, denn ihr Kult wurde vom heutigen Königshaus demonstrativ entmachtet. Wer gegen Finn ist, der muss für Hekaria sein. Umgekehrt, umgekehrt 8)
Die für Priester der Hekaria empfohlenen Magieschulen sind:- Schicksalsmagie
- Verwandlungsmagie
- Erkenntnismagie
Oh - da hat mir der Wanderpriester aber ganz andere Magieschulen mitgegeben. Nur die Fertigkeit "Schicksalsmagie 1" passt zu meinem Priester, aber die stammt ja auch aus dem passenden Kultur-Modul. Also weg mit den Magieschulen aus dem Ausbildungs-Modul (was ja ausdrücklich erlaubt ist, dann aber keine einfache Modul-Generierung mehr ist). Verwandlungsmagie? Da bin ich auf wundersame Weise wieder zur Ausgangsfrage gekommen: Welches heilige Tier hat der Kult der Hekaria eigentlich? Moment mal, da soll es doch vor allem Hexer in Midstad geben, vielleicht ist Wanderpriester gar nicht die richtige Ausbildung für meinen Bruder Tuck...
An dieser Stelle breche ich einmal ab. Um es vorweg zu sagen: Es hat mir riesigen Spaß gemacht, für meinen Charakter in den Settings nachzuschlagen und die passenden Auswahlen zu treffen. Hier ging es ja nur um die Frage, warum die Charaktererschaffung eines Priesters meiner Meinung nach mehr Zeit braucht als sonst üblich. Was ich vielleicht demonstrieren konnte...
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Die für Priester der Hekaria empfohlenen Magieschulen sind:- Schicksalsmagie
- Verwandlungsmagie
- Erkenntnismagie
Oh - da hat mir der Wanderpriester aber ganz andere Magieschulen mitgegeben. Nur die Fertigkeit "Schicksalsmagie 1" passt zu meinem Priester, aber die stammt ja auch aus dem passenden Kultur-Modul. Also weg mit den Magieschulen aus dem Ausbildungs-Modul (was ja ausdrücklich erlaubt ist, dann aber keine einfache Modul-Generierung mehr ist). Verwandlungsmagie?
Mein Tipp in diesem Falle: Die Magieschulen sind empfohlen, nicht "unbedingt vorrausgesetzt"! Das heißt, Hekaria wird deinem Wanderpriester durchaus auch Magie schenken, wenn er es jetzt nicht dafür einsetzt, um Schergen von Finn in Schweine zu verwandeln oder so.
Vor allen Dingen, die Gute ist ja auch die Göttin der Kreuzwege, da bietet sich ein (geheimer) Wanderpriester in ihrem Namen gerade zu an!
Eventuell könnte man aber darüber nachdenken, die Bewegungsmagie mit Verwandlungsmagie zu ersetzen. Da würde ich auch einfach mal die Zaubersprüche der Magieschulen miteinander vergleichen und schauen, wo es Überschneidungen gibt. In der Bewegungsmagie gibt es "Sprung", in der Verwandlungsmagie die "Sprungbeine".
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Ich musste ein wenig Suchen, aber bevor ich ein neues Thema wegen so einer Kleinigkeit aufmache, poste ich lieber hier.
Wie spricht man denn wohl Fleadyne's Namen aus?
Flä-Dine?
Flä-Düne?
Fle-Adine?
Fle-Adüne?
Flädin?
Fle-Adin?
oder mit doch anders?
Merci
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Fle-Adine?
Fle-Adüne?
Fle-Adin?
Bei uns ist es eine Mischung aus diesen drei Möglichkeiten :)
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Wahrscheinlich je nach Region unterschiedlich - es gibt ja kein Radio und Fernsehen, das eine einheitliche Benennung forciert. :)
Bei uns sagen wir sowohl Fle-a-düne als auch Fle-a-din - je nach Spieler. Auch bei den Autoren gibt es da nicht eine korrekte Benennung.
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Vielen Dank schonmal für die schnellen Antworten. Eine habe ich dann noch. Wie stellt man sich in Selenia mit ihr und Gunwar das Jenseits vor? Wenn ich richtig gelesen habe, ist einer von Flaedynes Aspekten ja Wiedergeburt. Da sie und Gunwar ein Paar/ Geschwister sind, wie handhaben die das mit den Seelen der Toten? Glauben die Gläubigen, dass sie wiedergebohren werden oder nur wenn Umstand X eintritt?
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Im Zweifel kurz. Es ist deutsche Unsitte Worte fremder Sprachen in die Länge zu ziehen oder zu "zersilben".
"Flädinn" wäre mein Favorit
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Eine Relativierung der religiösen Toleranz in Lorakis.
Im Weltenbandartikel zum Shahirat Shahandir wird bei der Eroberung ja beschrieben, dass die besiegten Dalmarier erwarten, dass die farukhanischen Ketzer ihre Tempel schänden etc., und sind nicht schlecht überrascht, dass die Farukhanis im Egaristempel niederknien und beten.
Offenbar erwarteten die Dalmarier religiöse Intoleranz. Es könnte (!) also durchaus zwischen den kulturellen Pantheons sich gegenseitig ausschließende Ansprüche geben, nicht im Sinne von "Deren Götter gibt es nicht!", sondern mehr in Richtung "Deren Götter sind nicht verehrungswürdig!" oder "Die beten die Götter falsch an, haben eine frevelhafte Ansicht zu den Göttern!"
Mit anderen Worten: Die Toleranz geht in Lorakis immer so weit, wie es der Plot erfordert.
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Eine Relativierung der religiösen Toleranz in Lorakis.
Im Weltenbandartikel zum Shahirat Shahandir wird bei der Eroberung ja beschrieben, dass die besiegten Dalmarier erwarten, dass die farukhanischen Ketzer ihre Tempel schänden etc., und sind nicht schlecht überrascht, dass die Farukhanis im Egaristempel niederknien und beten.
Eine Relativierung der Relativierung: Das war gerade auf dem Höhepunkt einer Invasion. Da traut man dem Gegner prinzipiell erstmal alles Mögliche / Unerfreuliche zu ;) Und wenn man dann als Dalmarier die Religion der Farukanis, die jedem Land erstmal seinen eigenen zuständigen Gott zuschreiben und zubilligen, nicht kennt, wird man zumindest nicht damit rechnen, dass der siegreiche Eroberer den Tempel betritt, um sich den Göttern der Besiegten zu Füßen zu werfen, sondern annehmen, dass er nach dem Erschlagen der Verteidiger jetzt den Sack zu macht und auch noch die 'unterlegenen' Götter in den Staub wirft.
Das nur als Abtönung, denn der Krieg in Süddalmarien war ja explizit kein Glaubenskrieg - In der Sache bin ich dennoch bei Dir. Und Dalmarien mit seinem 'vererbten' lokal aufgeteilten Pantheon, wo die weltlich verfeindeten Häuser gleichzeitig auch jeweils andere göttliche Patrone haben, ist für religiöse (Teil-)Intoleranz vielleicht sogar tatsächlich ein durchaus passender Ort. Vor diesem Hintergrund ist es dann wieder ganz spannend, dass die Farukanis in Shahandir keine der beiden Hauptgottheiten Dalmariens als Shahiratsgottheit angenommen haben (womit sie sich in den Augen der Dalmarier vielleicht gleichzeitig im Bürgerkrieg positioniert hätten), sondern eine eher untergeordnete wie Egaris. Da ist bewusst Raum für Spekulationen :)
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Genau, aber religiöse Intoleranz ist grundsätzlich auch in Lorakis möglich, je nach Region und Situation. Die Dalmarier verknüpfen Religion sehr eng mit Politik, und das führt zwangsläufig zu religiöser Intoleranz. Eine Staatsreligion legitimiert das Regierungssystem. Damit lehnt jeder, der die betreffenden Götter nicht mitverehrt, auch das von diesen abhängige Regierungssystem ab. Haben wir in Dalmarien, in Midstad ... wäre auch in Selenia denkbar, wenn jemand einen Mondgott in Konkurrenz zu Yonnus etablieren möchte, denn die Relativierung des Wahrheitsanspruches der Yonnus-Kirche relativiert auch den Machtanspruch des Kaisers. Da kommt es auf die Vereinbarkeit der Wahrheitsansprüche verschiedener Kulte. In Selenia kümmert sich kein Potentat um irgendwelche Sonnenkulte, solange die nicht behaupten, dass die Sonne mächtiger wäre als die drei Monde, ob Sinbara als Nichtstaatsgottheit nun Konkurrenz durch andere Meeresgötter bekommt, juckt keinen Kaiser, Herzog oder "Bischof"* der Yonnuskirche. Aber ich könnte mir schöne Konflikte mit dem patalischen Luseria-Kult vorstellen. Die Adoratio privata könnte der lorakischen Toleranz folgend noch gestattet sein, aber große Tempelbauten, Kultumzüge und Predigten außerhalb der kultischen Räume könnten dann zu weit gehen, gerade angesichts der Konflikte zwischen Selenia und Patalis.
*Gibt es dafür schon offizielle Titel?
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Zum einen:
Alle Götter existieren. Wieso der Glaube regional bedingt ist, kann durch ihr wirken entstanden sein.
Gott A hat sich an Ort B desöfteren gezeigt und es bildet sich ein Kult um ihn.
Gott C steht für den Handel und an Hafenstadt D wird deswegen viel an ihn gebetet
E schützt die Seefahrer usw.
Auch wenn es regionale Unterschiede gibt ist doch allen bewusst dass all diese Götter existieren. Der eine verspricht sich einfach von der Gunst des einen mehr der andere von einem anderen und ein dritter kennt auf Grund seiner Bildung die anderen Götter gar nicht. Was sollte dann anlass geben für streitereien.
Immerhin glaubt keiner von ihnen wirklich was falsches.
In der Anthike gab es das auch zb. Keiner hat da vermutlich groß gestritten weil der See fahrer einfach mehr oder öfters zu Poseidon gebeten hat und keiner war am streiten wieso der Krieger Ares verehrt hat. Sowohl der Seefahrer als auf der Krieger waren sich einig es gibt beide und der eine hat sich von der Gunst des einen mehr versprochen der andere von der Gunst des anderen Gottes und fertig.
Ebenso dürften Priester egal welchen glaubens in allen Teilen des Kontinets respektiert werden.
Während andere sich nur die Gunst der Götter wünschen, sind sie wahrliche auserwählte einer Gottheit.
Und ich glaube kaum das Bauer X einen Priester Y an den Karren scheißen würde nur weil er das "falsche glaubt"
Wer legt sich denn schon mit dem abgesandten eines wahren Gottes an.
Inwiefern es regionale Twiste zwischen Gottheiten gibt (Gott X mag Gott Y nicht weil er ihm seine göttliche Frau ausgespannt hat) wird sich dann noch im götterband zeigen.
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Naja, in der Antike gab es durchaus religiöse Intoleranz, in Italien wurde zeitweise der Bacchuskult verfolgt, weil dieser seine Kultfeiern in geschlossenen Räumen und nicht - wie jeder anständige Kult - unter freiem Himmel abhielt.
Niemand hat dabei die Existenz oder die Verehrungswürdigkeit des Bacchus in Frage gestellt: Nicht der Glaube an den Gott, sondern die Form der Verehrung wurde verfolgt.
Ebenso gab es in der Antike sehr viel Intoleranz gegenüber denjenigen, die die jeweiligen Staatsgötter NICHT - aktiv - verehren wollte. Es war illegal, Juppiter Optimus Maximus NICHT an den entsprechenden Tagen entsprechend des eigenen Vermögen ein Opfer zu bringen.
Glaube heißt ja nicht zu glauben, dass Gott X existiert, sondern zu glauben, dass dieser Gott verehrungswürdig ist, und zu glauben, dass dieser auch auf diese Weise verehrt werden will. Der Glaube an die Existenz ist lediglich eine notwendige Voraussetzung.
Intoleranz kann sich an vielen Punkten zeigen, mit denen wir, die wir vor allem die Intoleranz der Monotheismen westlicher Prägung kennen, nicht rechnen. Wir gehen immer davon aus, dass die Glaubensinhalte der Streitpunkt sind. Ebenso gibt es die Möglichkeit der richtigen Verehrungsform - "Und was macht der Gott, wenn der Nachbar ihn durch seine vermeindliche Verehrung in Wahrheit erzürnt? Wir müssen diesen Dummkopf von Nachbar aufhalten, sonst wird Gott X das Dorf vernichten!" - oder der richtigen aus dem Glauben resultierenden Ethik - Es gibt Gegenden in Indien, da wird man gesteinigt, wenn man den Armen hilft, da ja die Armut deren Karma als Strafe ist. Wenn man denen hilft, ihr Leid lindert, müssen die armen Säue ja nochmal dadurch und haben es nicht nach diesem Leben hinter sich. Der Helfer der Armen ist damit der Böse, der diese abermals zu einem Leben in Armut verdammt! - was alles funktioniert, ohne sich über Inhalte zu streiten. Zum Teil sah man in den Göttern der Feinde die Feinde der eigenen Götter, im alten Orient war es normal, die Götter besiegter Städte in Ketten zu legen und dem eigenen Gott zu füßen zu legen. Gerade dieses Vorgehen belegt ja, dass die Leute sogar ausdrücklich von der Existenz dieser Götter ausgingen, aber man sah sie nicht als verehrungswürdig an.
Und was ist, wenn das notwendige Opfer von Gott X das heilige Tier von Gott Y ist, dem kein Schaden zugefügt werden darf. Das können die jeweiligen Götter ja gerne anders sehen; für die Intoleranz reicht es, dass die Anhänger das so sehen.
Das Potential ist da und das ist wichtig. Aber es genügt für den Plot, wenn es ein Potential ist. Ich will auch keinen grundsätzlichen Konflikt zwischen Luserianern und Yonniten, aber ich will ihn ohne Widerspruch zum Hintergrund haben können, wenn ich will.
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Wie wichtig die Götter für Splittermond sind wird meiner Meinung nach auch darin deutlich, dass eine der vier Domänen die der Götter ist. (Vielleicht ist es sogar "die ursprüngliche"?)
Ich finde "die Welt" S. 7/8 da schon sehr anregend. Für die Anhänger finde ich die Motivation für das Dasein nach dem Tod, vielleicht in die Götterwelt "berufen" zu werden anstelle des "normalen" Wechsels der Seele in die Geisterwelt, interessant.
Außerdem hat mir in der Vorstellung der Weltordnung der farukanische Glauben (die Welt S. 163) sehr geholfen: [...] wurde das Diesseits einst durch die Götter von den chaotischen Feenwelten getrennt und unter ihnen aufgeteilt. Als die Götter jedoch sahen, dass nun Ordnung war, aber keine Vernunft, hauchten sie einigen Wesen Verstand ein. [...]
Ich finde die angesprochene Toleranz notwendig, für so viele Götter neben einander. Wobei sicherlich bei einigen Göttern auch nur unterschiedliche Namen für die selbe Wesenheit existieren.
(Die Abtrennung aus der Feenwelt hilft mir außerdem, die für meine Begriffe sehr kreative und wenig naturwissenschaftliche Zusammenstellung der geographischen Erscheinung der Welt, zu akzeptieren.)
Für mich besteht die Frage noch darin, warum sich die Götter so oft in die Geschicke der Welt einmischen, was treibt sie dazu?
Das GRW deutet soetwas an: "[...]diverse Gelehrte streiten jedoch schon lange darüber, ob und wenn ja wieso die Götter ihre Verehrung aktiv
fördern."
Vermutlich ist die erwähnte Aufteilung umkämpft.
Vielleicht sind z.B. auch ihre "schöpferischen" Kräfte von der Anzahl der Gläubigen, Gebete oder Opfer abhängig?
Ich bin gespannt auf den entsprechenden Band, der ankündigende Thread gibt ja schon einen guten Überblick. Auch wenn das "Wirken" der Götter an vielen Stellen bestimmt unergründlich bleibt, was es meiner Meinung nach auch bleiben muss.
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Ich finde auch die Tatsache interessant, dass einige Götter scheinbar direkt auf Lorakis wandeln. Die Göttin der Immersommeralben Asha-Vera als Beispiel (Splittermond: Die Welt, Seite 33).