Autor Thema: Die Pyramiden von Pirimoy  (Gelesen 854 mal)

JohnLackland

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Die Pyramiden von Pirimoy
« am: 19 Okt 2017, 14:26:48 »
Zitat Klappentext: "Als Lian, eine Piriwatu, eines Tages auf einen jungen Mann trifft, der sich als Arko Melasgar ausgibt, merkt sie sofort, dass dieser etwas im Schilde führt. Nichts Geringeres als eine der 13 Pyramiden von Pirimoy zu übernehmen ist sein Ziel. Doch Arko ist nicht, wer er vorgibt zu sein, und Lian verfolgt als Anhängerin der Piriwatu-Rebellen ihre ganz eigenen Ziele. Als schließlich ein Streit unter den 13 Admirälen der Pyramiden entbrennt, beginnt in der Feenwelt ein Kampf um Leben und Tod, den niemand vorausgesehen hat ..."

Durchgelesen, deshalb meine Rezession:
Als erstes, der Roman ist besser als "Nacht über Heratis", was Nacht über Heratis zu keinen schlechten Roman macht ;-). Was für mich persönlich wohl auch an den exotischeren Setting liegt, ich mag sowas mehr als klassische Mittelalterangehauchte Fantasy und das die Immersion für mich besser ist.

Der Roman ist  gut geschrieben und lässt sich fast in ein Stück weg lesen. Die Sprache ist sehr zugänglich. Die Hauptfigur, Lian, des Romans gut dargestellt. Er spielt in Marakatam, das mir bisher immer so ein bissel untergegangen ist, aber in meiner Stromlandinselkampagne nun eine größere Rolle spielen wird. Allein wegen der Regionsbeschreibung und dem Gefühl wie es in Pirimoy oder Tonatak zugeht.  Finde ich gut beschrieben.

Für mein Geschmack hat der Autor die Handlung sehr schnell aufgenommen, ich hätte mir gewünscht das er die Charaktere langsamer etabliert. Irgendwie versucht er das wieder wetzumachen, weil er in kleine Minikapitel jeden Charakter und seine Intention vorstellt. Ob diese jeden gefällt oder nicht muss ein jeder selber herausfinden, ich fand es so lala. Das Intrigenspiel in Pirimoy  ist eines der größten Stärken des Romans. Ich konnte die Stadt fast schmecken und habe mit Lian mitgefiebert.

Was ich vermisst habe, war die Darstellung der Magie in Splittermond, die Welt war sehr unmagisch bis auf die Feenwelt und einige Artefakte, das hat mich an die Welt eines anderen Rollenspiels erinnert aber passt weniger zu SpliMo, das hat Nacht über Heratis besser gemacht.

Der Rest, mein gemeckere, das sehr hohes Niveau ist und Lob für einen guten Roman in Spoilern.
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Fazit: Schöner Roman, spricht mich sehr an, deshalb auch besonders kritisch ;-) Gerne mehr Bücher von den Autor mit bissel mehr lorakische Magie, Magic is everywhere in Lorakis^^.

PS: Die Rezis / Kritiken zu den Romanen vielleicht in Produktbewertung verschieben? Habs erstmal hier hinein geschrieben, weil ich die Romane ohne Schulnoten besser fände.
« Letzte Änderung: 19 Okt 2017, 14:33:34 von JohnLackland »
Spielst du schon oder diskutierst du noch über die Regeln?

von Thurgau

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Re: Die Pyramiden von Pirimoy
« Antwort #1 am: 19 Okt 2017, 17:37:07 »
So unterschiedlich können Geschmäcker sein.

Mir hat der erste Roman um Welten besser gefallen.

Zwar liest der Roman sich sehr flüssig und anfangs mochte ich den Kniff
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den der Autor angewandt hat sehr, um sofort eine der Hauptfiguren interessant zu machen und die Neugier des Lesers zu wecken.
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Wenn ich die Romane vergleiche, sind meine grössten Kritikpunkte die Immersion und der sympatische Schmunzelfaktor.
Erstere wollte sich bei mir nur schwer einstellen, obwohl ich auf das Dschungelszenario genau so gespannt war wie jeder andere auch...
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... und der zweite gibt es im zweiten Roman nicht. Natürlich ist sowas keine Pflicht, jeder Autor soll seinem Stil treu sein und macht den Roman nicht schlechter, aber es hatte meinen  persönlichen Geschmack gut getroffen...
« Letzte Änderung: 19 Okt 2017, 17:39:11 von von Thurgau »

Pare

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Re: Die Pyramiden von Pirimoy
« Antwort #2 am: 20 Okt 2017, 09:07:30 »
ab wann gibts eigentlich das Ebook? :D

Grüße
Remy

Madarion

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Re: Die Pyramiden von Pirimoy
« Antwort #3 am: 20 Okt 2017, 10:18:06 »
Bekomme es auf dem Smartphone gerade nicht kopiert.
Info findest du unter Ankündigung >Neuerscheinung

Madarion

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Re: Die Pyramiden von Pirimoy
« Antwort #4 am: 20 Okt 2017, 11:01:33 »
Und zur Bewertung :-)

Erstmal: Fand den Roman deutlich besser als ich erwartet hatte (da ich nicht unbedingt ein Riesenfaible für Feenwelten habe). Die Darstellung fand ich sehr gelungen, wenn auch fast etwas zu lange.
Grundsätzlich hat mich im Vergleich "Nacht über Herathis" besser angesprochen. Zum einen vom Setting her, zum anderen fand ich die Charaktere dort gefühlt besser, vor Allem was die Verknüpfungen zwischen diesen angeht. Die Hauptheldin in diesem Band war aber auch sehr plastisch und gut beschrieben.
Der Rest folgt unsortiert im Spoiler
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Insg. für mich auf jeden Fall ein guter Roman, auch wenn er nicht ganz an den ersten Band rankommt. Und auf jeden Fall auch für unsere Spielgruppe eine Hilfe um sich die Gegend deutlich plastischer vorstellen zu können.

Gruß,
Mada

Daodras

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Re: Die Pyramiden von Pirimoy
« Antwort #5 am: 21 Okt 2017, 21:52:47 »
Ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich mal wieder vom Lektorat enttäuscht bin. Und die Setzung der Absätze tun mir physisch weh. Das alleine reißt mich oft genug aus dem Lesefluss, dass ich jetzt erst bei drei Kapiteln bin (und das ist echt schwach, wenn man bedenkt, dass ich Herathis in drei Tagen durchgelesen hatte. Allerdings konnte ich durch die Arbeit auch erst gestern anfangen zu lesen). Ich werde den Rest auch noch lesen und bin vom Anfang sehr überzeugt, aber bei Jesavis, ich hoffe nur, dass der dritte Roman nicht wieder intern lektoriert wird!
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Katharsis

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Re: Die Pyramiden von Pirimoy
« Antwort #6 am: 21 Okt 2017, 22:39:22 »
Ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich mal wieder vom Lektorat enttäuscht bin. Und die Setzung der Absätze tun mir physisch weh. Das alleine reißt mich oft genug aus dem Lesefluss, dass ich jetzt erst bei drei Kapiteln bin (und das ist echt schwach, wenn man bedenkt, dass ich Herathis in drei Tagen durchgelesen hatte. Allerdings konnte ich durch die Arbeit auch erst gestern anfangen zu lesen). Ich werde den Rest auch noch lesen und bin vom Anfang sehr überzeugt, aber bei Jesavis, ich hoffe nur, dass der dritte Roman nicht wieder intern lektoriert wird!
Darf ich fragen was genau am Lektorat zu bemängeln ist (hab ihn selbst noch nicht gelesen)?

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Daodras

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Re: Die Pyramiden von Pirimoy
« Antwort #7 am: 22 Okt 2017, 18:02:06 »
Darf ich fragen was genau am Lektorat zu bemängeln ist (hab ihn selbst noch nicht gelesen)?
Sicher. Ich halte das hier mal Spoilerfrei, wenn dadurch ein Punkt unklar bleibt, bitte melden, dann formuliere ich um.

Schon in den ersten drei Kapiteln sind mir etliche Fehler aufgefallen, die in einem Lektorat hätten korrigiert bzw. zum Autor kommuniziert sein sollen. Ob es eine nicht-Formulierung ist ("als wenn"), ein fehlendes Leerzeichen vor dem Anführungszeichen der durch ein Redebegleitwort unterbrochenen wörtlichen Rede („Beispiel“, sagt der Text,“hier ist das zweite Anführungszeichen oben statt unten!“), oder dass eine Person, die bis zu einem gewissen Zeitpunkt über fast fünfzehn Seiten hinweg mit nur einer Bezeichnung angesprochen wurde, plötzlich mit einer neuen Bezeichnung angesprochen ist, die ohne Verbindung und Erklärung steht, sodass absolut nicht zu erkennen ist, wer der Sprecher ist. (Also im Beispiel "Peter Müller", dass dieser immer nur "Müller" genannt wird, aber nach zehn bis zwanzig Seiten plötzlich nur "Peter" da steht, aber die erste und einzige Nennung des Vornamens schon so weit zurück liegt, dass man bereits vergessen hat, dass der "Müller" eben auch Peter heißt).

Mein größtes Manko sind aber die Absätze. Ja, ein Teil davon wäre wohl Aufgabe eines Setzers, wenn es einen gibt. Aber dass bei einem Szenenwechsel eine Leerzeile steht statt zwei sollte ganz klar korrigiert sein. Und dazu kommen unzählige Absätze an Stellen, an denen weder ein inhaltlicher noch ein gedanklicher noch ein thematischer Wechsel stattfindet. Das ist so, als würde ich die Kamera schneiden, um sinnlose Objekte wie einen Baum, einen Kaugummi auf dem Boden oder den linken Hosenknopf eines Fahrgastes des öffentlichen Transportes zu zeigen, während meine Hauptfigur gerade Busfahrer ist und einen tiefgründigen Dialog mit seinen inneren Dämonen führt. (Vielleicht das schlechteste meiner Beispiele. Ich hoffe, dass in etwa nachvollziehbar ist, was ich sagen will: Es sind zu viele drin, es sind falsche drin, und wenn ein Absatz ein und dieselbe Beschreibung in zwei, oder manchmal sogar mehrere diese in drei oder mehr Teile schneiden, stört das den Lesefluss erheblich.)

Im ersten Roman waren es ja echt nur Kleinigkeiten, bei denen ich dachte: Okay. Das hätte ich definitiv mit dem Autor kommuniziert, das ist ein klarer Störungspunkt im Spannungsverlauf. Z.B., wieso redet der Zwergenschmied gestochener als jeder Magier des Zirkels der Zinne, als jeder Gelehrter des Rates in Fulnia? Hier freut mich die Story, aber mich stört, dass ich raten muss, ob es sich jetzt wirklich um einen Gedankenwechsel handelt, oder ob sich jemand einfach dachte, "kurze Absätze sehen schöner aus".
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Re: Die Pyramiden von Pirimoy
« Antwort #8 am: 22 Okt 2017, 20:11:20 »
@Daodras... Ich achte auf sowas gar nicht und ich glaube die Mehrheit der Leser nicht... Vor allem habe ich keinen schimmer davon noch spielt es für meine Leseart eine Rolle. Mir kommt die Kritik vor, wie beim Theater neulich von einen Beleuchter an einen anderen Beleuchter, weil das Licht auf der Bühne an der und der Stelle nicht passt. Zum Inhalt wurde nichts gesagt. Klar ärgert jemanden mehr sowas der ein Auge dafür hat, aber die meisten Leser haben das bestimmt  nicht. (korregiert mich wenn ich falsch liege...)
« Letzte Änderung: 23 Okt 2017, 15:33:40 von JohnLackland »
Spielst du schon oder diskutierst du noch über die Regeln?

Jeong Jeong

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Re: Die Pyramiden von Pirimoy
« Antwort #9 am: 22 Okt 2017, 23:55:34 »
Ich glaube das ist wie mit Schnitten in Film und Fernsehen. Laien bemerken sie kaum, wenn sie gut sind, aber meistens fallen sie jedem sofort auf, wenn sie schlecht sind.

Aber letzten Endes muss sich natürlich jeder selbst ein Bild davon machen. :)

Daodras

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Re: Die Pyramiden von Pirimoy
« Antwort #10 am: 23 Okt 2017, 15:21:17 »
@JohnLackland Bezüglich der Absätze stimme ich dir voll zu. Das ist wie der Musikproduzent, der sagt, "Das ist doch nicht richtig abgemischt!", während ich auf der Tanzfläche ausraste. Ich habe keinen blassen Schimmer, und darum fällt es mir nicht auf. Aber -

Ich glaube das ist wie mit Schnitten in Film und Fernsehen. Laien bemerken sie kaum, wenn sie gut sind, aber meistens fallen sie jedem sofort auf, wenn sie schlecht sind.

... genau das ist eben, was mich stört. Und wenn es nur das "ein Absatz statt zwei bei einem Szenenwechsel" ist. Es sollte gemacht werden. J.J. Abrams hat sich auch für seine Lensflares entschuldigen müssen. An sich hat es den Inhalt der Geschichte nicht beinträchtigt, aber es ist halt Teil des Filmeproduzierens. Und Absätze sind Teile des Redigierens. Und wenn da wirklich nur inhaltlich gearbeitet wurde, dann ist es eben das Korrektorat, das ggf. vorher nicht sauber war. Aber spätestens danach, im Lektorat, hätte man meiner Meinung nach sagen können, "Lieber Christian, schau doch mal ..."
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Drakon

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Re: Die Pyramiden von Pirimoy
« Antwort #11 am: 23 Okt 2017, 18:19:51 »
Und wenn da wirklich nur inhaltlich gearbeitet wurde, dann ist es eben das Korrektorat, das ggf. vorher nicht sauber war. Aber spätestens danach, im Lektorat, hätte man meiner Meinung nach sagen können, "Lieber Christian, schau doch mal ..."
Wohl eher andersherum. Ein Korrektorat vor dem Lektorat hat wenig Sinn.
Der Eule kurz, dem Feinde lang. Näk.

barbarossa rotbart

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Re: Die Pyramiden von Pirimoy
« Antwort #12 am: 25 Okt 2017, 08:46:07 »
Der Roman hätte länger sein können. Von der Thematik und den Charakteren war er besser als der erste. Hier hatte man Charaktere, deren Motivation man wirklich nachvollziehen konnte. Aber es gab auch Elemente, die mir überhaupt nicht gefielen.
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Der ganze Rest hingegen war wirklich gut gelungen.

аwtоr zashigajet

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Re: Die Pyramiden von Pirimoy
« Antwort #13 am: 02 Nov 2017, 09:30:50 »
Ich schließe mich mal Rotbart und Daodras an. Sicher kann man gerade die Grammatik über lesen, aber ein wenig stört es mich auch. An einigen Stellen musste ich zweimal lesen um zu verstehen worum es geht. Immer wieder hoffte ich auf eine Wendung, auf Spannung und Stimmung. Aber irgendwie kam diese nicht auf. Die Eingestreuten Background war sicher eine interessante Idee, aber auch das kommt bei mir Teils sehr als "Methode:Holzhammer" an.
Kurz: Ich hatte sowohl von der Ausarbeitung der Orte, als auch Figuren und nicht zuletzt bei der Ausarbeitung des Satzes das Gefühl der Roman ist nicht fertig oder hatte sehr viel Zeitdruck. Auf mich wirkt das überspitzt formuliert eher wie ein beta-manuskript dass erst noch fertig gestellt werden will.
Alle diese Momente werden verloren sein in der Zeit wie Tränen im Regen [Blade Runner (das Orginal)]